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Unverhofft kommt oft! Die Unbekannte aus Konoha

von Nahidala
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Het
Kakashi Hatake OC (Own Character)
14.04.2022
12.08.2022
17
56.615
9
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06.08.2022 2.911
 
Konoha wurde bereits in das unverwechselbar warme und romantische Licht des Abendrots getaucht, als Kakashi sich langsam Rayas Zuhause näherte.
Je näher er der Haustüre kam, umso langsamer wurden seine Schritte, ohne dass er es auch nur im geringsten hätte beeinflussen können.
“Na, Kakashi? Bist du etwa nervös?”, fragte Pakkun frech und wackelte provokant mit den Augenbrauen in Kakashis Richtung. Er hatte ihn beschworen, kurz bevor er losging um Raya abzuholen. Jetzt wusste er allerdings selber nicht mehr so genau, weshalb er seinen vertrauten Geist überhaupt gerufen hatte. Kakashi hatte dies auch mehr ohne genauer darüber nachzudenken getan und wurde jetzt von ihm zu Rayas Haustüre begleitet.
Als der kleine Hund allerdings keine Antwort von seinem Partner bekam, deutete er dies einfach eigenmächtig als ‘Ja’.
“Ach komm schon, Kakashi! Es gibt keinen Grund nervös zu sein! Jedes Mädchen mag Blumen, also wird sich auch Raya darüber freuen. Außerdem ist doch klar, dass sie dich auch mag … was soll also schon passieren? Sonst lässt du dich doch auch nicht so leicht aus der Ruhe bringen! Schüchterne Männer mögen Frauen, soweit ich weiß, nämlich nicht so gerne”, sprudelte es aus Pakkun wie aus einem Wasserfall. Kakashi ließ die Ausführungen des Ninken vorerst einfach wortlos im Raum stehen. Einen kurzen Moment beäugte Kakashi abwesend den Blumenstrauß, den er für Raya gekauft hatte, bis er Pakkun in Gedanken recht gab. Was sollte schon passieren? Da er seinen Freund nicht wieder gänzlich ohne Antwort stehen lassen wollte, brachte er verhalten und mit leicht geröteten Wangen, “Tja, was soll ich sagen … “, über die Lippen und zuckte verlegen mit den Achseln.
Pakkun rollte nur mit den Augen und lief treu und ab jetzt schweigsam neben seinem Freund her, bis sie Rayas Wohnhaus erreicht hatten.
“Ich denke du kannst jetzt gehen.”
Kakashi sah zu Pakkun welcher sich verabschiedete, kurz salutierte und dann verpuffte.  

Kakashi ging durch die Haupttür in das Gebäude und stieg die Treppen zu ihrer Wohnungstür hinauf. Vor dieser kam er zum stehen und hob zögerlich die Faust um anzuklopfen. Einige Millimeter vor der Tür stoppte seine zur Faust geballte Hand und verharrte kurz in dieser Position. Ein letztes Mal atmete er tief ein und wieder aus, versteckte den Blumenstrauß in seiner Hand hinter seinem Rücken, bevor er nun endlich an der Tür anklopfte um Raya zu ihrer ersten offiziellen Verabredung abzuholen.
Wie zu erwarten war dauerte es nicht lange, bis sich die Tür schwungvoll öffnete und eine, über beide Ohren, strahlende Raya vor ihm stand und ihn höflich hinein bat.
“Ich bin sofort fertig, einen kleinen Moment noch”, rief sie ihm zu, während sie ihre letzten Habseligkeiten zusammen suchte und in ihrer Tasche verstaute. Diese legte sie sich über die Schulter und trat direkt vor Kakashi, sodass die beiden maximal einen Schritt auseinander standen.
“Wegen mir können wir jetzt los!”
Erwartungsvoll sah Raya zu ihm hoch, direkt in sein Auge, was ihn dazu veranlasste den Kopf leicht verlegen seitlich nach unten zu drehen und langsam den Blumenstrauß zwischen sich und Raya zu halten.
“Die habe ich dir mitgebracht. Ich hoffe sie gefallen dir”, kam es zögerlich von Kakashi.
Raya sah erstaunt auf den Strauß vor sich und konnte das Funkeln in ihren Augen kaum zurückhalten.
“Der ist wunderschön. Vielen Dank! Am besten ich stelle ihn noch schnell ins Wasser, wäre ja schade wenn er nichtmal den Abend überleben würde”, kichernd über ihre eigene ironische Aussage, ging sie in die Küche und holte aus einem der Unterbauschränke eine Vase hervor, welche sie sofort mit Wasser und dem Blumenstrauß füllte.
Sie platzierte die Vase hastig auf ihrem Esstisch, doch blieb sie trotzdem wie gebannt davor stehen, da sie ihren Blick nicht von den schönen Blumen lösen konnte.
Plötzlich bemerkte sie im Blickwinkel, wie sich langsam Kakashis Gesicht neben ihres schob und sie somit aus ihren Gedanken riss. Leicht irritiert von seinem merkwürdigen Verhalten, drehte sie sich ihm zu und wartete mit gerunzelter Stirn darauf, was jetzt passieren würde. Kakashi stand mit den Händen in den Hosentaschen und zu ihr runtergebeugt, neben ihr und grinste Sie zufrieden an.
“Ich wollte damit nicht erreichen, dass wir noch später kommen als sowieso schon. Du kannst sie dir noch lange genug ansehen, wenn du wieder zuhause bist”, sagte er und drehte sich zum gehen, der Haustüre zu. Raya schmunzelte, nickte dann zustimmend und wollte sich gerade in Bewegung setzen, als sie bemerkte, dass Kakashi ihr, ohne seine Hand aus der Hosentasche zu nehmen, seinen Arm anbot.  
Ungläubig sah sie zu Kakashi, um sich zu vergewissern, dass sie die Aufforderung nicht fehlinterpretierte. Der hatte seinen Blick allerdings schon längst auf sie gerichtet und wollte damit unmissverständlich wissen, worauf sie denn noch warten würde.
Sofort geriet sie in Verlegenheit, ließ sich aber nicht davon abbringen, Kakashi überglücklich anzugrinsen. Schnell hakte sie sich bei ihm ein, was Kakashi ein bisschen Farbe ins Gesicht trieb, und sie machten sich auf den Weg.

Sie schlenderten quer durch Konoha, ungeachtet der Zeit und wohl wissend, welches Bild sie in diesem Moment abgaben. Doch war es ihnen einerlei, denn Kakashi, wie Raya, genoss die Situation viel zu sehr, um an ihr etwas zu ändern. In beiden machte sich ein Gefühl der Beständigkeit und Ruhe breit, welches die Zeit wie in Zeitlupe vergehen ließ.
Über den ganzen Weg, wechselten sie nicht ein Wort, da es keiner Worte bedurfte. Lediglich verhaltene Blicke wurden immer wieder ausgetauscht, die zumeist in zufriedenem Lächeln seitens Kakashi und in verlegenem Schmunzeln seitens Raya endeten.

Nach gefühlten Ewigkeiten, die nach ihrem Geschmack noch drei weitere Ewigkeiten hätte dauern dürfen, kamen die beiden am Restaurant an. Kakashi nahm seine Hand aus der Hosentasche, platzierte diese mittig auf Rayas Rücken, übte leichten Druck aus und schob sie so vor sich durch die Tür und folgte ihr zu dem Tisch, an dem Tsunade, Shizune und Jiraiya bereits warteten.
Während Kakashi sich sofort den erstbesten Stuhl schnappte und dort Platz nahm, blieb Raya noch stehen und grüßte die Runde:
"Hi, danke dass ich mitkommen durfte, ich hoffe ihr wartet noch nicht all zu lange."
"Nein, nein … mach dir keine Gedanken! Ich freue mich, dass wir uns doch noch besser kennenlernen können, bevor ich mich meinem Schicksal fügen muss!"
Wie in Trance stand Jiraiya blitzschnell auf, griff über den Tisch nach Rayas Hand und schüttelte diese überschwänglich, was Raya nur irritiert hilfesuchende Blicke zu Kakashi werfen ließ.
Doch kam die Hilfe nicht von ihm, sondern von Tsunade, die neben Jiraiya auf der Bank saß. Diese war sichtlich genervt von seinem Verhalten und hatte große Mühe sich im Griff zu halten.
Schnell reichte es ihr allerdings.
"Benimm dich!"
Tsunade stand genervt auf, verpasste Jiraiya mit ihrer Faust eine deftige Kopfnuss, die ihn sofort auf seinen Hintern beförderte und ihn wehleidig seinen Kopf reiben ließ.
"Kein Problem Raya! Jetzt seid ihr ja da!", Tsunade nahm wieder neben Jiraiya Platz und schnippte nach dem Kellner, der sofort herbei eilte.
"Eine Runde Sake bitte!"
Nun nahm auch Raya neben Kakashi und somit gegenüber von Jiraiya Platz. Shizune saß rechts neben Kakashi, schräg gegenüber von Tsunade, welche sie auch scharf musterte.
"Tsunade, ich bitte dich es heute ruhig angehen zu lassen. Auch wenn du heute sehr fleißig warst, gibt es immer noch viel zu tun. Es wäre ratsam morgen fit zu sein!"
Offensichtlich hatten Jiraiya und Tsunade bereits das ein oder andere Gläschen Sake hinter sich. Kurz nachdem Shizune ihre Warnung aussprach, kam auch schon der Kellner und stellte jedem einen Sake vor die Nase. Tsunade schnappte sich ihren, hob ihn nach oben in die Runde, kippte ihn als erste hinunter und stellte das leere Glas ziemlich aggressiv auf dem Tisch ab.
"Pappalapap! Heute habe ich mir das verdient! Apropos verdient. Raya, du hast eigentlich großen Ärger verdient!"
Fast hätte sich die Angesprochene an ihrem Sake verschluckt und klopfte sich auf die Brust um ein Husten zu vermeiden. Nachdem Raya nun ihre Nahtoderfahrung abwenden konnte, sah sie Tsunade nur fragend an, da sie nicht verstand, worauf diese hinaus wollte.
"Kakashi hat mir von Daiki erzählt! Er hat auch erzählt, dass du das eigentlich hättest tun sollen!"
Raya schloss kurz die Augen um sich zu sammeln. Son Mist. Hätte ich mir eigentlich denken können. Was muss er auch so pflichtbewusst sein, ist ja furchtbar!
"Tut mir leid Tsunade, zwar hätte Kakashi auch ruhig zuerst zu mir kommen können!", Raya drehte sich kurz zu Kakashi und durchbohrte ihn mit ihrem mahnenden Blick. Kakashi lächelte unschuldig wie ein junges Reh in ihre Richtung, wendete sich dann allerdings schnell ab und kippte den Sake hinunter, um der Situation aus dem Weg zu gehen. Innerlich grinsend, da sie ihm deswegen sowieso nicht böse sein konnte, schüttelte sie den Kopf und drehte sich wieder zu Tsunade.
"Es stimmt schon. Ich hätte dir davon erzählen müssen. Aber als er mir erzählt hatte, dass er das Dorf verlässt, habe ich gedacht, dass es keine Notwendigkeit mehr gibt. Mir war klar, dass es nicht richtig ist, aber er war lange Zeit ein Teil meines Lebens. Es hätte sich auch nicht richtig angefühlt ihn zu melden."
Kurz herrschte Schweigen, welches Jiraiya schlussendlich unterbrach:
"Ist doch jetzt auch nicht wichtig! Es ist nichts passiert, Raya hat daraus gelernt und wir sind heute hier um Spaß zu haben!"
Er deutete dem Kellner eine weitere Runde Sake zu bringen und grinste breit in die Gesichter der anderen.

Der restliche Abend verlief sehr ausgelassen. Jiraiya quetschte Raya über ihr persönliches Jutsu aus und versuchte über den ganzen Abend immer wieder unterschwellig mehr über sie und Kakashi zu erfahren. Vor allem zur Inspiration für seine Buchreihe. Tsunade trank, unter großem Protest seitens Shizune, für zwei Personen und schwärmte Kakashi von Sakuras Talent für medizinische Ninjutsus vor.
Mit fortschreitender Stunde stieg auch der Pegel von Raya, die genau wie Tsunade und Jiraiya, immer ausgelassener und hemmungsloser wurde. Kakashi hingegen hatte ab der dritten Runde Sake beschlossen, mit allen weiteren alkoholischen Getränken unauffällig die Blume in der Mitte des Tisches zu gießen und so die Beherrschung über sich und seine Taten zu behalten. Shizune war ziemlich früh gegangen, da sie zunehmend genervt von Tsunades Pegel und den daraus resultierenden Flirtereien mit Jiraiya war. Sie hatte Kakashi lediglich einen mitleidigen Blick zum Abschied zugeworfen, da sie ihn nun alleine mit den Betrunkenen ließ.
Raya war, anders als Shizune, begeistert von dem potenziellen Paar ihr gegenüber. Sie wankte auf ihrem Stuhl betrunken hin und her und versuchte Jiraiya und Tsunade in ihren gegenseitigen Anspielungen noch zu befeuern. Dabei bemerkte sie nicht, wie sie sich selber unbewusst immer wieder an Kakashi ranschmiss.
Wieder und wieder schmiegte sie sich während man ihr etwas erzählte an Kakashi, oder griff nach seiner Hand und fuchtelte mit dieser herum als wäre es ihre, während sie selber etwas erzählte.
Kakashi war mit Raya sichtlich überfordert und wusste nicht wie er über den Verlauf des Abends denken sollte. Daher ließ er alles kommentarlos und vor allem hilflos, über sich ergehen.

Ein paar Gesprächsthemen später, in einem eher ruhigeren Moment, schlug Raya mit beiden Händen auf den Tisch.
"So, ich muss jetzt auf Klo", teilte sie stark lallend mit. Schwungvoll stieß sie sich von dem Stuhl ab und verlor sogleich das Gleichgewicht.
Stark taumelnd schaffte sie es, einen Sturz zu vermeiden. Doch war dies nicht nur ihrem, zufällig noch minimal intaktem, Gleichgewichtssinn zu verschulden, sondern Kakashi, der sie schon längst am Arm gepackt hatte, um so ebenfalls den Sturz zu vermeiden.
Raya sah abwechselnd von Kakashis Hand, zu ihm und entzog ihm schließlich unter theatralischem Lachen, ruckartig ihren Arm.
"Ich brauch' keine Hilfe! Ich bin eine erwachsene Frau und schaffe das alleine!"
Kakashi der nicht wusste, ob er wegen ihrem schielenden Blick und ihrer lallenden Stimme lachen oder verzweifeln sollte, ließ sie gewähren und beobachtete mit Tsunade und Jiraiya, wie sie Richtung Toiletten torkelte.
"Ich denke die hat wohl genug!", lallte auch Tsunade und schlug dabei mit der Faust auf den Tisch.
"Ich denke, wir haben alle genug für heute!", verbesserte Kakashi sie und sah dabei zu Jiraiya, der versuchte unauffällig ein letztes Gläschen Sake zu trinken.
"Ihr habt Recht! Ich hab' genug! Deshalb gehe ich jetzt nach Hause! Viel Spaß noch euch zwei Turteltäubchen", lallte Raya, welche gerade von der Toilette zurück kam, Tsunade und Jiraiya entgegen und klimperte dabei übertrieben mit den Wimpern während sie winkend das Restaurant verließ. Tsunade und Jiraiya sahen sich kurz in die Augen um dann schnell verlegen in entgegengesetzte Richtungen zu starren. Doch dauerte es nicht lange, bis sich beide aus dem Augenwinkel heraus wieder anschmunzelnten.
Kakashi schob seufzend seinen Stuhl zurück, stand auf und hob die Hand zum Abschied.
"Ich werde dann auch mal gehen und sicherstellen, dass Raya heil zuhause ankommt. Machs gut und viel Glück mit Naruto."
Jiraiya nickte, sah zu Kakashi und bestärkte ihn lächelnd darin, Raya jetzt nachzugehen.

Raya war in der Zwischenzeit natürlich noch nicht weit gekommen. Sie benötigte die komplette Straßenbreite und torkelte immer wieder von links nach rechts. Alle paar Meter musste sie sich an einer Hausmauer abstützen und kurz Pause machen. Daher hatte sie es gerade einmal geschafft, in die nächste Straße abzubiegen und war sich nichtmal sicher, ob das überhaupt der richtige Weg nachhause war.
Der Frischluft war es zu verdanken, dass Raya, obwohl sie stark betrunken war, kurzzeitig einen halbwegs klaren Gedanken fassen konnte. Scheiße! Ich hab' so übertrieben! Keine Ahnung wann ich jemals so besoffen war! Wo geht's eigentlich nach Hause?
So schnell sich ihre innere Stimme zu Wort gemeldet hatte, so schnell war sie auch wieder verschwunden und es herrschte absolute Stille in ihren Gedanken.
Alles war verschwommen und drehte sich.
Wieder stieß sie seitlich an eine der Hausmauern und sie merkte, wie ihr langsam etwas schummrig wurde. Auch war sie sich nicht mehr sicher ob ihre Augen überhaupt noch offen, oder bereits zugefallen waren.
Demnach war es fast zu erwarten, dass Raya in ihrem Zustand, über ihre eigenen Füße stolperte. Einige Meter taumelnd, versuchte sie noch vergeblich den unvermeidbaren Sturz abzufangen, doch machte sie nicht wie erwartet Begegnung mit dem harten Boden.
Plötzlich spürte sie, wie ihren Körper eine angenehme Wärme durchfuhr und ihr plötzlich der Boden unter den Füßen entwich. Langsam und müßig öffnete sie die Augen.
Kakashi.
Kakashi sah sie prüfend aus dem Augenwinkel heraus an. Gerade in letzter Sekunde hatte er sie eingeholt und sich gebeugt vor ihr platziert um sie aufzufangen. So fiel sie weich auf seinen Rücken, statt auf den harten Boden.
Ganz selbstverständlich umgriff er ihre Beine und begann sie behutsam Huckepack nach Hause zu tragen.
"Kakashi, ich sagte doch, ich brauche niemanden der auf mich aufpasst … ", flüsterte Raya, die ihren Kopf auf seiner Schulter abgelegt hatte und bemüht war, nicht auf seinem Rücken einzuschlafen.
"Da bin ich anderer Meinung. Ich bringe dich jetzt nach Hause."
"Ouhw ich verstehe … werden wir dann die Sachen aus deinen Büchern ausprobieren…. Du Schlingel, du", lallte Raya kichernd und schwelgte in Gedanken an das Gespräch vom Vormittag.
Kakashi seufzte nur und schwor sich ihr künftig den Sake gewaltvoll zu entreißen, wenn es nötig war.
"Nein, das werden wir nicht! Du sollst einfach nur etwas schlafen! Morgen geht es dir wieder besser."
"Mhm … ", kam nur noch ein bestätigendes Schnurren von ihr, bevor sie ihre Arme um seinen Hals schlang, ihren Kopf dichter an seinen schmiegte und binnen Sekunden friedlich einschlief.
Wieder sah er aus dem Augenwinkel nach hinten zu ihr und abermals zauberte ihr Anblick ein Lächeln auf sein Gesicht. So anstrengend wie er sie an diesem Abend auch fand, so süß fand er auch ihre anschmiegsame Seite.

Nach einer kurzen Weile, hatte er endlich ihre Wohnung erreicht.
Vor der Wohnungstür angekommen, legte er sie behutsam auf den Boden des Flurs und suchte in ihren Taschen nach dem Wohnungsschlüssel. Nachdem er gefühlte Stunden, tatsächliche Sekunden, in ihrer Tasche gewühlt hatte, fand er wonach er suchte und schloss die Tür auf.
Vorsichtig hob er Raya hoch und trug sie zu ihrem Bett, auf dem er sie nun auch final platzierte.
Er zog ihr noch die Decke über den Körper und lehnte sich dann an die gegenüberliegende Wand, da er beschlossen hatte diese Nacht über sie zu wachen.
Als Raya die Decke über ihrem Körper spürte, zog sie diese noch ein Stückchen höher und kringelte sich darunter gemütlich ein.
Kurz bevor sie in das Reich der Träume abdriftete, murmelte sie noch im Halbschlaf, gerade noch laut genug, dass es Kakashi hören konnte:
"Danke! Wenn du willst, kannst du heute Nacht gerne hier bleiben!"
Direkt danach, konnte Kakashi schon ein leises Schnarchen wahrnehmen, was ihn nur darin bestärkte, dass sie selbst nicht mehr realisierte, was sie gerade gesagt hatte. Doch es spielte keine Rolle, er wäre sowieso geblieben.

Eine Weile lehnte er mit geschlossenen Augen an der Wand und dachte darüber nach, ob er sich zu ihr legen sollte, da auch Kakashi ein wenig Schlaf nicht schlecht gefunden hätte. Während er kurz das Wenn und Für abwog, hörte er dennoch nicht auf, auf ihre Atmung zu achten. Bei ihrem Alkoholpegel, konnte er schließlich nicht ausschließen, dass sie sich evtl. übergeben musste, oder auf andere Art plötzlich Hilfe benötigte. Ihr Zustand war zudem auch der Grund, weshalb er sich gegen eine Nacht bei ihr im Bett entschied, das Flirtparadies aus seiner Tasche holte und es sich für diese Nacht auf der Ottomane bequem machte, die Raya unter ihrem Fenster platziert hatte.
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