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Schwanger und jetzt?!

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Alexandra Rietz Gerrit Grass Michael Naseband Robert Ritter
14.04.2022
06.07.2022
9
10.041
5
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15.04.2022 1.775
 
(Vergangenheit)

An jenen Mittwoch Vormittag, drehte ich eine Spazierrunde im nahegelegenen Park. Das Wetter war wieder 1A.  Das wollte natürlich nicht nur ich auskosten, sondern auch viele Münchner, welche im Park joggen gingen oder sich einfach auf die Wiese legten, um die Sonne auf sich scheinen zu lassen. Für das Joggen hatte ich überhaupt keinen Elan. Bei diesen Temperaturen joggen zu gehen, kam für mich nicht in Frage. Vor allem am Vormittag nicht. Da entschied ich mich wenn dann für Abend.

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Nachdem ich eine gute Stunde durch den Park spaziert bin, ließ ich mich auf eine Bank nieder, lehnte mich zurück und schloss die Augen. Die Sonne schien genau in mein Gesicht. Gott sei Dank, hatte ich mich vor meinem Spaziergang, noch einmal eingecremt. Nur an eine Sonnenbrille habe ich nicht gedacht.

Als sich etwas oder jemand genau vor mich in die Sonne stellte, so dass ich nun im Schatten war, blinzelte ich. Es war nicht ETWAS gewesen, sondern JEMAND. Mir gegenüber stand Gerrit. Mein Kollege aus der Arbeit.

„Gerrit? Was machst du hier.“ fragte ich ihn, nahm eine ordentliche Sitzhaltung ein und brauchte eigentlich überhaupt keine Antwort, denn sein verschwitztes Gesicht und sein klitschnasses Sportshirt, verrieten es mir.
„Hallo Alex!“ begrüßte er mich. Völlig charmant und mit meiner Stimme, welche zum dahinschmelzen war. „Ich glaube dasselbe, was du auch machst. Nur vielleicht, dass ich etwas mehr Sport betreibe als du.“ Machte er sich einem Scherz daraus. Er stellte sein Bein neben mich auf die Bank und fing an sich zu dehnen.
Kopfschüttelnd verdrehte ich die Augen. „Mir war einfach nicht nach joggen zumute. Bei der Hitze, habe ich definitiv keine Lust, dass ich irgendeinen Herzkasper kriege.“
„Oh ho. So so einen Herzkasper. Mhm, denn bekomme ich heute nicht. Ich bin gerade fertig mit Joggen und wie sieht es bei dir aus?“
„Bei mir?“ haderte ich mit hochgezogener Augenbraue nach.
„Ja, bei dir. Bist du mit deiner Entspannungs...Relax.....was auch immer du da tust, fertig?“ Hatte er heute einen Clown gefrühstückt oder warum klang er so lustig, egal was er auch sagte?
„Ja, ja ich bin fertig mit meiner Runde.“ sagte ich schließlich und stand auf, um mich an ihn vorbei zu drängeln. Ich hörte ihn hinter mir, etwas vor sich hin plappern und lächelte. Leider konnte ich nur Bruchteile verstehen.
„Was hältst du davon, wenn ich dich auf ein Eis einlade?“ Tönte es dann urplötzlich hinter mir. Gerrit war mir doch ernsthaft gefolgt.
Er will mich also zum Eis essen einladen? Die Chance lasse ich mir doch nicht verbieten. „Klar, warum nicht. An welche Eisdiele hattest du gedacht?“
„Eisdiele à la Grass.“ zwinkerte er mir zu und fing an zu Lachen. „Wenn es dir nichts ausmacht.“
„Bei dir Eis essen?“ Ich stimmte zu und wir beide machten uns auf den Weg zu seiner Wohnung. Es war Ewigkeiten her gewesen, als ich das letzte Mal in seiner Wohnung war. Nur so grobe kann ich mich an jeden einzelnen Raum erinnern. Auf jeden Fall hat er ein großes Bett, sowie eine riesengroße Couch und eine Badewanne. Bei seiner Körpergröße wäre es auch sinnvoll ein großes Bett zu besitzen.

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Was ne Wohnung. Ich betrat seine 4 Wände und begutachtete jede einzelne Ecke. Mit meinem Zeigefinger fuhr ich über seine Möbel. Ein wenig Staub blieb hingen, aber das interessierte mich null. Das Gerrit hier wirklich alleine lebte, war undenkbar gewesen. Mein Weg führte weiter in die Küche. Eine L-Küche. Nicht schlecht und auch noch so modern. Wie lang er wohl hier schon wohnt?

"Gefällt dir was du siehst?" holte er mich aus den Gedanken zurück. Mir kam es so vor, als würde es ihm gefallen, mir beim 'Entdecken' zuzuschauen. Er hatte sich an die Tür gelehnt und zu mir gesehen.
"Ja, du hast eine schöne Wohnung. Die Küche gefällt mir am Besten." Ein wenig neidisch war ich schon gewesen, aber ich hatte ebenfalls eine tolle Wohnung, mit ebenso toller Küche.
"Alles aufgebaut und eingerichtet. Hab mir zwar einige Ratschläge geholt, aber aus der Wohnung ist wirklich was geworden. Die Küche steht an Platz 2 meiner Lieblingsräume." Erklärte er mir und zog sich das Sportshirt über den Kopf und schmiss es auf die Couch. Machte er das mit Absicht? Warum entledigte er sich vor mir aus seinem Shirt? Das ist unfair.
Stotternd und mit Blick zu ihm redete ich weiter. "Und..und was ist..dein Lieblingsraum?"
"Das Schlafzimmer natürlich. Großes Bett.." sagte er mir mit rauer Stimme. Verdammt, warum ist er so unglaublich anziehend? Ich versuchte mich auf irgendwas anderes zu konzentrieren. Ihm konnte ich kaum noch stand halten. Er hatte von Eis gesprochen, also wo ist es?
Seine Schulter streifte meine, als Gerrit an mir vorbei ging, aus dem Tiefkühltruhe das Eis holte und es zum auftauen auf die Arbeitsplatte stellte.  "Schoko, Vanille oder Erdbeere?"
"Vanille." Flüsterte ich. Nicht nur eine große Wohnung sondern auch noch Auswahl beim Eis.
"Eine gute Wahl." kommentierte er und grinste bis über beide Ohren. "Vanille nehme ich auch." Die zwei restlichen Sorten  verschwanden wieder im Kühler und er kümmerte sich ums Eis.
Ich stand wie angewurzelt neben ihm und überlegte, ob oder was ich sagen könnte, um die Stille zwischen uns zu lösen. Doch Gerrit fand seine Stimme, eher als ich meine.
"Himbeeren oder Heidelbeeren?"
"Ähm, Heidelbeeren." Sagte ich dann und sah ihm zu, wie er sich im Kühlschrank bediente, Heidelbeeren und Himbeeren herausholte und sie wusch.
"Du kannst dich schonmal an den Tisch setzen, ich bin gleich bei dir." Lächelte er und ich folgte seinen Anweisungen. Ich machte es mir auf einem Stuhl im Wohnzimmer bequem und starrte in die Küche. Mir kam es irgendwie so komisch vor, nichts zu tun. Natürlich wollte ich ihm helfen, aber er bat mich, mich zu setzen, die Füße still zu halten und nichts zu tun.

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Mit zwei Schüsseln Eis setzte er sich gegenüber von mir an den Tisch und reichte mit die Schüssel, mit den Heidelbeeren als Topping. Gerrit wählte Himbeeren. Er gab mir noch einen Löffel. "Ich weiß, so pompös ist das Eis jetzt auch nicht, aber ich hoffe, dass es dir trotzdem dem schmecken wird.
"So eingeladen zu werden, ist auch nicht schlecht und ich bin mir sicher, dass mir das Eis schmecken wird." Ich nahm einen Löffel Eis in den Mund und lächelte. Dann folgte ein weiterer, diesmal mit einer Heidelbeere. "Mir schmeckt es sehr. Wirklich sehr lecker."
Ich beobachte meinen Kollegen, wie er lächelte und sich ebenfalls seinem Eis widmete. Es tropfte von seinem Löffel, als er erneut Eis darauf hatte. Ein kleiner Vanille-klecks landete auf seiner Brust. Ich hielt die Luft an und wurde knallrot im Gesicht. Seine Muskeln spannten sich an und ich seufzte. Warum macht er es nicht von seiner Brust? Das macht mich nur noch mehr nervös. Ich biss mir auf die Lippe. Meine Konzentration auf das Eis, mein Eis, war verschwunden. Meine Augen trafen die seine.

"Na was schaust du so? Möchtest du, dass der Klecks vom Vanilleeis ewig auf meiner Brust bleibt?" Fragt er mich mit rauer und männlich starker Stimme.
"Nein." War meine Antwort. Dieses eine gesprochene Wort kam zügig aus meinem Mund. Ich konnte es nicht wieder zurückholen.
Dann sorge dafür, dass er nicht länger dort bleibt. " Flüsterte Gerrit und lehnte sich auf seinem Stuhl zurück. Wie als würde mir jemand in den Arsch beißen, stehe ich vom Stuhl auf und werfe einen Blick in die Küche.
"Vergiss es." Tönte es aus seiner Stimme. Ich wollte doch nur Zellstoff holen. "Alex, vergiss es. Komm her." Gerrit rutschte mit den Stuhl weiter nach hinten und bat mich noch einmal zu ihn zu kommen. Ich zögerte einen kurzen Moment, aber mein Unterbewusstsein, zog mich zu ihn. Wie als wäre ich ein Magnet.

Ich stelle mich vor ihn. Bin nervös und mir fehlten die Worte. Jede einzelne Bewegung von ihn, jeder einzelne Atemzug, einfach alles saugte sich in meinen Kopf. Er stellte seine Beine auseinander und streckte seine Hand nach mir aus. Als ich sie ergriff, zog er mich zu sich ran. "Knie dich hin." Waren seine Worte und ohne zu zögern, kniete ich mich vor ihn.
"Gerrit...Ich.." stotterte ich.
"Alex, mach den Klecks von meiner Brust, bevor es noch weiter nach unten läuft." Ich betrachtete den Klecks und tatsächlich, er war nach unten gewandert.
"Ja." Keuchte ich.
"Versuche ja nicht, deine Finger zu benutzen. Deine Zunge macht die Arbeit." Er platzierte meine Hand, welche er noch immer festhielt auf seinem Knie. Meine andere Hand legte ich auf sein anderes Knie.
Ich rutschte auf den Knien zu ihn vor und sah ihn in die Augen.

"Alex." Seine Fingerspitzen fuhren meine Wange hinab. "Los!"
Ich wollte und konnte nicht länger warten, näherte mich seiner Brust und meine Zunge fuhr über seinen Oberkörper. Seine Bauchmuskeln spürte ich. Gott, was für ein Mann! Den Klecks kam ich mit meiner Zunge immer näher. Meine Hände lagen weiter auf seinen Knien. Ich vernahm ein leises Stöhnen. Es machte den Anschein, als würde es ihm gefallen.
Nun war ich an den Punkt. Den Klecks hatte ich erreichte und machte ihn gekonnt mit meiner Zunge weg. Nachdem das geschehen war, sah ich zu ihn auf. Er lächelte mich an und fuhr mit seinen Fingern durch mein blondes Haar.

"Danke!" Er stand vor meinen Augen auf und zog mich auf die Beine. Unsere Augen trafen sich. "Alex, du bist ganz rot im Gesicht."
"Ich weiß, vorher es eventuell kommen könnte." Kommentierte ich flüsternd und roten Wangen.
"Ach so? Dann erkläre es mir."
Ohne irgendeine Silbe von mir zu geben, schwang ich meine Arme um ihn und küsste ihn.
"Alex!" Gerrit stoppte mich, sah mir in die Augen und hob mich dann hoch. Meine Beine schwangen um ihn. "Was willst du, Alex?"
"Dich!"
Nach diesen Worten ging er mit mir auf den Arm, in sein Schlafzimmer und schmiss die Tür hinter sich und mir zu. Gerrit ließ mich runter, schubste mich aufs Bett und beugte sich über mich.


Wir schliefen miteinander. Er. Mein Kollege. Mein langjähriger Freund.
Es ging alles so schnell. Wir waren an diesem Tag zwei glückliche Menschen, die nur etwas Spaß hatten. Und im Endeffekt denkt man sich, dass der Spaß, vielleicht doch zu viel des Guten war. Antwort. Dieses eine gesprochene Wort, kam zügig aus meinem Mund. Ich konnte es nicht wieder zurückholen.
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