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Hollys Geheimnis

Kurzbeschreibung
OneshotHumor, Liebesgeschichte / P12 / FemSlash
Der Schädelgeist Holly Munro Lucy Carlyle OC (Own Character)
11.04.2022
11.04.2022
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Irgendetwas war anders mit Hollys, Das spürte ich. Sie war irgendwie… abgelenkt. Nicht ganz da. Immer mit den Gedanken woanders. Neulich bei dem Fall des heimgesuchten Schankhauses hatte Lockwood sie in letzter Minute in den Bannkreis gezerrt, weil sie nicht aufgepasst hatte, wo sie stand. Und erst gestern hatte sie dem armen George brühend heißen Tee über die Hose gekippt. Niemand wusste etwas darüber. Nicht mal der Schädel, der ja so einiges sah, hatte mitbekommen, was mit Holly los war.
Aber er machte sich einen großen Spaß daraus, sie, wenn sie verklärt ins Leere starrend um ihn herum putzte, sie durch schauderhaftes Fratzenschneiten derart zu erschrecken, das sie vor Schreck jedes Mal beinahe an die Decke hüpfte. Nach vier Tagen beschloss ich, der Sache auf den Grund zu gehen. Erst gestern hatte ich „Das geheimnisvolle Hünengrab“, eine Detektivgeschichte zu Ende gelesen und brannte jetzt darauf, mein dadurch neu erworbenes Wissen anzuwenden. Als Erstes erfolgte die verdeckte Befragung der Zielperson.
Ich wartete also einen günstigen Augenblick ab. Der ergab sich bereits am Nachmittag, als Holly im Wohnzimmer damit beschäftigt war, einen Berg Wäsche zu bügeln und ich (natürlich ganz zufällig) auf dem Sofa gegenüber lümmelte und in einer Zeitschrift blätterte. „Ach Holly, “ sagte ich auf einmal, so tuend, als wäre es mir gerade erst eingefallen. „Du hast dir ja übermorgen einen Abend frei genommen. Lässt sich das zufällig verschieben?“
„Wieso?“ fragte meine Zielperson.
„Ach… Lockwood überlegt, den Auftrag, den wir von der alten Schrulle mit der kläffenden Töle bekommen haben vorzuverlegen. Es wäre halt schön, wenn du da auch mit dabei bist.“
Holly schüttelte nach einer Millisekunde Zögern den Kopf.
„Ich hab an dem Tag schon was vor, das lässt sich nicht verschieben.“
Oha. Das war eine heiße Spur. Jetzt ganz langsam weiter darauf eingehen.
„Ist das wirklich so wichtig?“ fragte ich und versuchte dabei, einen betrübt- bittend- entsetzt Blick aufzusetzen.
„Hm- hm. Für mich ist das sehr wichtig.“
Aha. Das wurde ja immer interessanter.
„Aber es ist doch nicht etwa ein Besuch im Kino zu einem Film, der Premiere läuft?“
Stellte ich ihr eine gewitzt aufgestellte Falle. Und prompt tappte Holly hinein. „Nein, ich treffe mich mit jemandem, der nicht so oft Zeit hat.“
„Ach so. dann ist ja alles in Ordnung. Okay, ich rede mit Lockwood, damit er den Auftrag nicht vorverlegt.“ Was er ja eigentlich noch nie vorgehabt hatte. Aber im Detektivleben musste man auch mal schwindeln können. Ich lehnte mich zurück und guckte wieder in meine Zeitschrift. Man sollte die Zielperson nicht zu viel fragen, sonst schöpfte sie Verdacht. Also spielte ich wieder die uninteressierte. Aber in mir drin brodelte es vor Aufregung. Holly musste diese Person wirklich sehr wichtig sein, denn normalerweise bekam sie immer alles geregelt. Vielleicht ein Verwandter? Überlegte ich.
Eines stand auf jeden Fall fest: für diese Person machte Holly vieles, das sie für uns nicht tun würde. Ich stand auf, legte die Zeitschrift auf den Couchtisch, sagte „Bis später“ zu Holly und machte mich auf den Weg in mein Kämmerchen. Dort war jemand, der mir bei der Detektiv Arbeit behilflich sein würde.
„Schädel! Du musst mir helfen!“ rief ich bereits beim Türe aufstoßen. Das grünlich leuchtende Fratzengesicht drehte sich zu mir herum. Bei was? Beim Hintern abputzen? kicherte er.
„Nein, bei unserem ersten Detektivfall. Du bist ab jetzt nämlich mein Assistent!“ der Schädel prustete los. Und wer bist dann du? Der hinterletzte Informant?
„Quatsch. Ich bin natürlich der Detektiv. Dazu braucht man nämlich vor allem eins: detektivischen Spürsinn. Und davon besitze ich reichlich.“
Wieder gackerte der Schädel unerträglich laut. Du? Spürsinnig? Du hast so viel detektivischen Spürsinn wie eine Bratwurst!
„Pah! Das werden wir noch sehen. Assistent Schädel- Wir wagen uns an den zweiten Schritt: die Spionage!“

***

Zwei Stunden später hockte ich eingequetscht zwischen gigantischen Aktenordnern in einem Schrank, dessen Türe ein Stück geöffnet war, sodass ich Holly dabei zusehen konnte, wie sie am Schreibtisch saß und Papiere sortierte. Den Schädel hatte ich hinter einen Vorhang gestellt, er lugte gerade so hervor, von seinem Standort hatte konnte er Holly viel besser sehen. Mein scharfer Detektivblick registrierte, dass sich die Zielperson ziemlich fahrig bewegte. Sehr verdächtig. Eine Weile guckten wir Holly bei der Arbeit zu, bis das Telefon klingelte. Holly nahm ab.  
„Agentur Lockwood & Co, Holly Munro am Apparat, ja bitte? Ach, du bist es!“  ihr Gesicht hellte sich schlagartig auf. „hast du alles geregelt? Super, dann treffen wir uns um vier im Café Heatherbunch- Nein, ich habe die Adresse nicht vergessen. Flowerstreet 7. Ja, ich freu mich auch auf dich. Bis bald!“ damit legte sie auf. Mein eines Bein schlief gerade ein, mein Rücken begann zu schmerzen und mein Fuß klemmte unter einem Berg Aktenordnern, doch ich beachtete das alles nicht. Was Holly gesagt hatte war hochinterresant. Da kritzelte unsere Zielperson etwas auf einen kleinen Zettel, steckte ihn irgendwo hin, wo ich es nicht sehen konnte und verschwand dann kurz nach draußen, vielleicht aufs Klo.
Ich stieß die Schranktüren ganz auf und purzelte aus meinem Versteck. Doch sofort rappelte ich mich wieder auf. „Schnell, Schädel! Sag mir, wohin sie den Zettel gesteckt hat! Wir gehen nahtlos zu Schritt drei über: das Sammeln von Informationen. Mach schon, Holly kann jeden Moment zurückkommen!“ der Schädel gähnte. Woher soll ich wissen, wo sie den Fetzen hingetan hat? Ich hab schließlich geschlafen.
Typisch. Immer, wenn er etwas tun sollte, machte er es absichtlich nicht. Also musste ich zusehen, dass ich den Wisch allein bekam. Hektisch wühlte ich mich durch eine Schublade mit sorgfältig sortierten Akten. Da war nichts. Dann vielleicht in dem Stapel auf dem Schreibtisch. Auch nichts. In dem Ordner? Oder in diesem Stapel? Schau mal in der Kramschublade nach. gähnte der Schädel. Das ist am wahrscheinlichsten.
Das glaubte ich zwar nicht, aber nachschauen konnte ich ja. Und tatsächlich, da lag er, zwischen halb leergefutterten Chipstüten, diversen Krümeln und zerkauten Bleistiftstummeln. Schnell las ich, was darauf stand.

Nicht vergessen:
Überraschung kaufen und mitbringen.


Ich hörte Schritte, die näher kamen und schaffte es gerade noch, den Zettel zurückzulegen und die Schublade zuzuschieben, als die Tür geöffnet wurde und Holly eintrat.
„Lucy? Was machst du hier?“
„Ich? Äh- ich suche nur… das äh- Auftragsbuch!“ Holly zog eine Augenbraue hoch. „Das Auftragsbuch liegt im Wohnzimmer auf dem Couchtisch, so wie immer.“
Mist. „Oh- äh… hähä- danke, ich hols gleich!“
Schnell raus hier. Aber vorher schnappte ich mir noch das Glas mit dem Schädel von der Fensterbank
„Bis bald! Holly.“
Schon war ich weg. Den Schädel unter den Arm geklemmt rannte ich schnurstracks in meine Kammer.  Dort stellte ich ihn auf die Fensterbank. Es war höchste Zeit für eine Lagebesprechung. „Und, Assistent Schädel? Was schließen wir aus den ganzen Vorfällen? Natürlich- das sie ein Geheimnis hat!“ Ich schlug meine Faust auf meine flache Hand. „Und dem müssen wir auf den Grund gehen.“ Der Schädel tat nichts, außer schon wieder zu gähnen.
Also, ich weiß ja nicht, ob du überhaupt irgendetwas kapiert hast. Meiner Ansicht nach ist mit Holly etwas ganz besonderes.
Ich zog eine Augenbraue hoch. „Ach ja? Und was, deiner Meinung nach?“
Das geisterhafte Gesicht grinste und zwinkerte anzüglich. Sie ist natürlich verliebt, das arme Ding. „So? äh… auch endlich drauf gekommen, wie ich sehe.“ Der Schädel bedachte mich mit einem belustigten Blick. Auch endlich? Wer denkt dir denn die ganze Zeit alles vor, hä? Wenn du doch so schlau und aufmerksam bist, dann sag mir doch mal, wie ich, Verzeihung, du darauf gekommen bist, das sie verliebt ist.
Ich tat so, als wäre der Schädel ein Kindergartenkind und ich die Erzieherin. „Sie hat natürlich die ganze Zeit vor sich hin gestarrt. Und…versucht, sich nichts anmerken zu lassen.“ Der Schädel zog eine nicht vorhandene Augenbraue hoch. Also ich zähle zu den Hinweisen eher ihre gedankliche Abwesenheit, ihr weicher Tonfall beim Telefonieren und ihre offensichtliche Vorfreude auf das Treffen übermorgen Nachmittag. Und natürlich auch ihr vor- sich- hin Gestarre. er glubschte mich beinahe mitleidig an. Hast du denn gar nicht aufgepasst?
Ich ignorierte sein Gespött.
„Auf dem Zettel stand, dass sie die Überraschung noch besorgen muss. Wir folgen ihr also ab jetzt immer unauffällig, wenn sie das Haus verlässt. Wenn wir wissen, was Holly als Geschenk für Mr.X besorgt, finden wir vielleicht auch etwas... über ihn heraus.“ Meinst du nicht, ihr zu diesem Treffen zu folgen wäre sinnvoller?
„Äähh… ja, das wollte ich auch gerade sagen. Übermorgen folgen wir Holly also ins- äh... hab‘s gleich…“ Ins Café Heatherbunch, Flowerstreet 7 um 16 Uhr.ergänzte der Schädel gelangweilt.
Ich räusperte mich. „Ähm- ja. Du nimmst mir die Worte aus dem Mund, Assistent Schädel. Aber erst mal bekommen wir heraus, was für ein Geschenk sie kauft. Und kommen damit zu Schritt Vier: Verfolgung im Tarnkappenmodus.

***

Geduckt schlich ich unserer Zielperson nach, drückte mich kurz an eine Hausmauer und hockte mich dann hinter eine Mülltonne. Kurz streckte ich den Kopf hoch, um die Lage zu peilen, dann robbte ich im 1A-Tarnkappenmodus hinter die Mülltonne daneben. Als Holly ein paar Meter weitergegangen war, sprang ich hinter meinem Versteck hervor und huschte ihr leis wie ein Schatten nach.
Muss ich unbedingt dabei sein? nörgelte der Schädel. Das ist super- öde. Und unnütz. Außerdem trampelst du wie ein Elefant durch die Straßen.
„Ja, du musst dabei sein, nein, es ist weder öde noch unnütz, Assistent einer Meisterdetektivin zu sein und ich trampele nicht- wie sagtest du? Wie eine Horde Nashörner durch die Gegend.“, entgegnete ich möglichst würdevoll, was aber nicht wirklich funktionierte, weil ich flüstern musste, ansonsten hätte Holly mich gehört. Der Schädel kicherte. Pass du lieber auf, das dir deine Zielpersonnicht abhandenkommt.
„Ach, so schnell geht das nicht – Hä? Wo ist sie hin?“
Die Straße war menschenleer. „Das kommt davon, wenn man sich mit dir unterhält.“ Sagte ich ärgerlich. „Sag schon- ist sie nach links oder rechts abgebogen?“
Nach links. Und jetzt lass mich in Ruhe mein Mittagsschläfchen halten.
Links. Das war die Exam Grade- Street, dort gab es viele Trödelläden und Secondhandshops. Rasch trippelte ich um die Ecke und sah Holly gerade noch in einem Trödler namens Mr. Morofs feinste Antiquitäten, neu und alt.
„Ha.“ Machte ich leise. „Der Händler ist ein gemeiner Betrüger. Antiquitäten-“ Ich machte eine Kunstpause, „können nämlich gar nicht neu sein.“
Sehr scharfsinnig murmelte es aus meinem Rucksack, den ich jetzt absetzte und darin herumkramte. Schließlich zog ich triumphierend meine Schätze heraus, einen schwarzen Schlapphut und einen echten Detektiv- Trenchcoat. Ich hatte dafür Lockwoods Kostüm- Repertoire durchwühlen müssen. Nach einem vorsichtigen Blick nach rechts und links schlüpfte ich in den beige- farbenen Mantel und setzte mir das schwarze, speckige (aber durchaus detektivische) Ding auf den Kopf. Damit würde ich sicher unerkannt bleiben. Schnell noch den Rucksack (Inhalt: Lupe, Notizbuch, Schädel+ Geisterglas) auf den Rücken geschnallt und mich noch einmal wachsam umgesehen, dann betrat ich den Laden.
Es roch muffig. Und es war vollgestopft mit unnützem Zeugs. Von kleinen alten Holzspielzeugen über angelaufene Becher bis zu angestaubten (und garantiert gefälschten) Orient- Teppichen war alles dabei. Grelle Neonröhren erhellten den Raum. Was zur Hölle wollte Holly hier kaufen?
Ich entdeckte sie vor einem zugemüllten Regal, wo sie prüfend ein verstaubtes Holzkistchen öffnete. Dann wand sie sich um- genau in meine Richtung. Ich drehte mich blitzschnell um und tat so, als würde ich mich brennend für ein Modellflugzeug aus Holz mit nur einem Flügel interessieren. Doch sobald sie sich weggedreht hatte, behielt ich Holly wieder in meinem Adleraugen- Auge. Sie schaute sich noch ein paar andere Dinge an, bis ihr Blick auf eine mit Glasperlen verzierte Schatulle viel. Ein kleiner Hebel schaute an der Seite heraus. Sie drehte daran- und eine hübsche Melodie drang heraus. Überrascht lächelte Holly. Dann ging sie zum Verkäufer und bezahlte ganze drei Pfund für eine kleine Spieldose. Beschwingt verließ sie den Laden und ich tat es ihr natürlich gleich. Sehr seltsam. Mr.X mochte also Musik, wenn ich mich nicht irrte.

***

Ausnahmsweise hatte der Schädel mal etwas zur Lösung des Falles beigetragen. Er hatte mit nämlich geraten (nach dem ich ihm angedroht hatte, ihn für fünf Tage allein in das Gefrierfach zu sperren) dass ich mir den Ort des Geschehens lieber vorher in Ruhe anschauen sollte. Also stand ich eine halbe Stunde vor dem Treffen im Außengelände des Café Heatherbunch. Hier standen sechs kleine Tischgruppen, alle mit drei bis vier Sitzplätzen, die quadratische Fläche war mit grauen Steinplatten gepflastert und in jeder Ecke stand ein eingetopfter Busch. Auf jedem Tisch stand eine Vase mit einem kleinen Blumensträußchen darin. Vier tische waren besetzt. Drinnen war alles leer, und wenn ich draußen blieb konnte ich von meinem jetzigen Standort auch die Theke und den Großteil der Tische durch die Glasscheibe sehen.
Ich suchte mir den Tisch ganz in der Ecke aus und bestellte, um nicht auffällig zu erscheinen ein Stück Apfelkuchen und einen Tee. Während ich auf meine Bestellung wartete, beobachtete ich die anderen Besucher des Cafés. Weilte Mr.X.  vielleicht schon unter ihnen? Das ältere Ehepärchen, das sich verliebt in die Augen blickte schied schon mal aus. Der Herr dort war für Holly viel zu alt. Die Frau daneben hatte bereits drei lärmende Kinder und der Junge da… der könnte es sein.
Er war ein wenig untersetzt, hatte blonde Stubbelhaare und dunkle Augen. Aber war er wirklich Hollys Typ?
Na? Hat dir mein weiser Rat was genutzt? drang eine mir wohlbekannte Stimme aus dem Rucksack zu meinen Füßen.
„Mäßig.“, brummte ich „Was soll ich hier jetzt tun? Mir die Beine in den Bauch sitzen?“ Hättest ja nicht auf mich hören müssen.
„Jetzt auf einmal! Du bist so ein widerwärtiger, durchtriebener…“
Ja, ich mag die auch nicht. Und jetzt halt deine Klappe, oder die ganzen Leute hier werden dich für geisteskrank halten und dich zur Psychiatrie bringen, und dann hab ich niemanden mehr zum aufziehen.
„Wer bin ich denn, dein persönliches Spielzeug?“ fragte ich in entnervtem Tonfall.
Na klar, was dachtest du denn? Du glaubst ja gar nicht, wie eintönig das Geisterleben sein kann. Da kommt ein wenig Unterhaltung grade recht.
Ich hätte ihn am liebsten in die nächste Mülltonne geworfen. Leider kam ich nicht dazu, denn da kam die etwa achtzehnjährige, hübsche Bedienung und baute meine Bestellung vor mir auf. Dann klemmte sie sich das Tablett unter den Arm und seufzte erlöst auf.
„Fertig!“
„Mittagspause, wie?“ bemerkte ich beinahe neidisch.
„So was hätte ich auch gern, aber als Agentin…“
Sie lächelte mich an. „Nein, heute hab ich tatsächlich jetzt schon Feierabend. Ich treff mich nämlich mit jemandem ganz besonderen… ah da ist sie schon!“, rief sie und deutete freudestrahlend auf den Eingang. Ein Mädchen mit milchkaffefarbener Haut und einem riesen Strahlen auf dem Gesicht betrat gerade das Außengelände. Die beiden vielen sich in die Arme und gaben sich einen stürmischen Kuss. Mir viel die Kinnlade herunter.
„Ich hab dich vermisst, Mira.“ Murmelte Holly in die braunen Haare des Mädchens, das mich gerade noch bedient hatte. DAS war Mr.X??!
Holly löste sich von Mira und kramte in ihrer Tasche herum. „Ich hab dir etwas mitgebracht.“
Nach kurzem Stöbern zog sie die Spieldose aus dem Trödelladen heraus und überreichte sie. Mira drehte an dem Hebel und begann ebenfalls zu Strahlen, als sie die geklimperte Melodie vernahm. Holly bekam dafür gleich noch einen Kuss von ihr.
„Komm, wir gehen in den Park, der hat uns schon lange nicht mehr gesehen!“ rief sie und fasste ihre geliebte an der Hand. Zusammen verschwanden sie aus dem Café.
Oha, machte der Schädel in meinem Rucksack. DAS kam unerwartet.
„Allerdings.“ Entgegnete ich langsam. Irgendwie hatte mich dieses Erlebnis etwas aus der Bahn geworfen.
Ähm- einigen wir uns vielleicht darauf, die Detektivspielchen in Zukunft sein zu lassen und uns ab jetzt  schön um unseren eigenen Mist zu kümmern?
„Bin dabei. Ehemaliger Assistent Schädel.“

ENDE

So, das war die –gar nicht so kurze- Kurzgeschichte um Hollys Geheimnis. Anregung zu diesem Plot hat mir übrigens Lockwood gegeben, als er erwähnte, das Holly mit einem Mädchen zusammenlebe. Tja, da wollte ich einfach mal schildern, wie es dazu gekommen ist, denn, wie man lesen konnte, leben sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht zusammen. Die Geschichte ist gewissermaßen zeitlos, da Lockwood diesen Kommentar erst Ende des fünften Bandes abgibt und da wollte ich es nicht spielen lassen, weil sich da so viel geändert hat, und mittendrin konnte ich es auch nicht einbauen, weil er es eben am Ende sagt und… ach, ihr wisst, was ich meine. Wenn's euch gefallen hat, freue ich mich über eine Rewiev oder eine Empfehlung, auch, wenn die Fertigstellung bereits zwei- drei Jahre her ist (ich hab da immer bedenken, ob eine Rewiev zu dem Zeitpunkt noch angebracht ist) bis zur nächsten Fanfiction, Noremi
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