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Impossible to say goodbye

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Chakotay Kathryn Janeway OC (Own Character) Seven of Nine
09.04.2022
30.06.2022
36
57.799
9
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Dieses Kapitel
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23.06.2022 501
 
Ich driftete immer wieder ab, konnte mich nicht an der Oberfläche halten oder wach bleiben. Ich hatte keine Ahnung, wieso es mir auf einmal so schwerfiel, aber gelingen tat es mir einfach nicht. Immer wieder bemerkte ich Medikamentenvergaben durch die Kühle des Metalls, Berührungen, die wohl von der Pflegekraft betätigt wurden und meinte sogar, Kathryns Anwesenheit zu spüren oder mein Kind zu hören. Doch war dies eine Tatsache oder nur eine Einbildung meinerseits?

Ich träumte von so vielen und gleichzeitig nichts. Mal war ich auf der Voyager. Stand im Alkoven zur Regeneration, frühstückte im Kasino meinen Nahrungsergänzungsshake oder half mit, das Schiff gegen Feinde zu verteidigen. Dann sah ich einfach die weite Freiheit des Weltalls in all seinen unglaublichen Farben. Einen Nebel, der die gesamte Farbpalette beinhaltete. Dann war ich auf einen Borg Kubus und wieder eine Drohne, die ohne mit der Wimper zu zucken, abscheuliches tat. Dinge, für die ich mich schäme, weil ich das nicht mehr war. Ich war in der Zwischenzeit so viel mehr geworden als eine ferngesteuerte Maschine.
Ich hörte Kathryns Stimme, wie sie mir sagte, ich brauche mich nicht zu fürchten, ich sei in Sicherheit und alles gut…. Wo war sie nur? Sehen konnte ich sie jedenfalls nicht. Und doch spürte ich sie irgendwie immer um mich.
Dann durchlebte ich mein erstes Erwachen auf der Krankenstation, meine Verwirrung und Verängstigung durch den Verlust des Hive Bewusstseins. Meine fast alles bestimmende Wut, als mir das Zurückkehren verboten wurde. Man mir klar machte, ich sei nun eine von ihnen und müsse lernen, dies zu akzeptieren.

Zwischen all diesen Fetzen meines früheren Lebens, lagen immer wieder die Dunkelheit eines verlorenen Geistes und Bewegungslosigkeit eines müden Körpers. Mein Geist wollte nicht eingesperrt sein oder mein Körper hier liegen, aber ich fand den Ausweg einfach nicht. Das verborgene Türchen, welches Licht und Selbstbestimmung mir bot. In meiner Schwebelosigkeit, die mich umfing, hörte ich erneut Kathryn.
„Seven, bist du wach?“, fragte sie so weit weg, in einer Sanftheit und doch auch besorgt. Ich wollte ihr sagen, ich nahm sie wahr, aber es ging nichts über meine Lippen. Sie waren wie zugeklebt oder zusammengenäht. So verdammt schwer es war, ich kämpfte dagegen an, wollte ihr antworten und die Sorgen nehmen. Wie oft hatte sie mich das bereits gefragt, ohne dass sie eine Antwort bekam?

Ich bemerkte etwas, was wie eine Bewegung auf mich wirkte. Nur welche? War ich es oder das Bett? War ich in einem Bett oder ganz wo anders? Wieso wusste ich so verdammt wenig?
Nach der Bewegung nahm ich eine Wärmequelle neben mir wahr. Was es ein Wärmekissen? Nein, dafür war es zu breitflächig. Ein Körper? War es Kathryn oder wieder nur eine Einbildung?

Ich entschied, egal, was es mich kosten würde: ich würde nicht aufgeben und alles in meiner Machtstehende tun, um wieder bei mir zu sein. Zu kämpfen für ein wenig Glück.
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Ihr Lieben, dieses ist wohl mein kürzestes Kapitel, was ich je beschrieb, aber auch so wichtig, um den Kampfwillen von Seven zu verdeutlichen. LG Patricia
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