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Lights heal the world

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Frypan Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
09.04.2022
13.08.2022
21
39.592
2
Alle Kapitel
50 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
06.08.2022 1.577
 
Chucks Sicht
Eine Woche ist es her, seit Newt im Bau ist, heute kommt er endlich wieder frei. Das wird auch Zeit, denn diese Woche hat gezeigt, dass ohne Newt nichts funktioniert. Ich bin noch nicht so lange hier, aber etwas habe ich gelernt, Newt ist der beste Stellvertreter, den es gibt. Lio und ich waren in der Woche beinahe täglich bei den Mädels und ich habe mich mit ihnen angefreundet, zumindest mit Asra. Avila ist in der Woche immer stiller geworden und öfter schlecht gelaunt gewesen. Ich hoffe, dass sich das ändert, wenn Newt wieder da ist. Natürlich haben auch Lio und ich immer mal wieder was zu zweit gemacht und er ist jetzt mein bester Freund. Wir haben im Wald einen grossen Ahorn gefunden, auf dem man super klettern kann. Ganz oben hat es einen dicken Ast, auf dem man sitzen und reden kann.
Ich höre, wie sich die Tore öffnen und klettere aus meiner Hängematte. So schnell ich kann, gehe ich zu Pfanne und hole mir etwas zu essen. Damit setze ich mich zu Alby. „Wann holst du Newt aus dem Bau?“, will ich wissen. „Wenn ich fertig bin“, kommt die immer etwas mürrische Antwort, aber das hält mich nicht vom weiter reden ab. „Kann ich dann mitkommen?“, erkundige ich mich. „Kann ich dich davon abhalten?“, stellt Alby einfach eine Gegenfrage und ich stelle fest, dass er mich nicht davon abhalten könnte. „Nein, könntest du vermutlich nicht“, stelle ich grinsend klar. „Eben!“, Alby sieht mich mit finsterer Miene an, „Wie kann man so früh schon so viel reden?“ „Ich kann immer viel reden“, erkläre ich und schiebe mir ein Löffel Rührei in den Mund. „Merkt man!“, murrt Alby und steht auf. Ich bemühe mich, mein Essen so schnell wie möglich herunterzuschlingen, um Alby zum Bau begleiten zu können. Tatsächlich bin ich rechtzeitig fertig und folge unserem Anführe zum Bau. Alby öffnet die Tür und reicht Newt die Hand, damit dieser besser rauskommen kann. Dann verabschiedet sich Alby auch gleich von uns, weil er was zu erledigen hat. „Alles gut bei dir?“, frage ich den Stellvertreter. „Ja, bisschen müde“, gesteht er. Ich begleite ihm zum Frühstück und erzähle ihm, was er diese Woche alles verpasst hat. „Du möchtest vielleicht wissen, dass Avila sehr still und schlecht gelaunt war vergangene Woche“, ende ich meine Erzählung. Newt sieht mich besorgt an und steht auf, seinen halb vollen Teller lässt er einfach stehen. Ich sehe ihm nach und folge ihm schliesslich. Unser Weg führt uns zu den Mädchen. Die beiden sitzen in ihren Betten, essen und reden. Als wir hereinkommen, wird es schlagartig still. „Wie geht es euch?“, erkundigt sich Newt mit seltsam brüchiger Stimme. „Mir geht es schon wieder recht gut“, erklärt Asra. „Newt, was willst du? Dich wieder mit Matty prügeln?“, Avilas Stimme ist kalt und ihr Blick abweisend. „Ich… Ich wollte nur wissen, wie es euch geht“, stammelt Newt vor den Kopf gestossen. „Das ist ja grossartig! Auf dein Mitgefühl kann ich gut verzichten!“, offensichtlich ist Avila auch heute schlecht gelaunt. Ich schaue zu Newt und sehe ein Glitzern in seinen Augen. Er macht panisch kehrt und verlässt den Raum. „War das notwendig?“, fragt Asra Avila. „Lass mich doch in Ruhe“, zischt Avila Asra an. „Komm Chuck, wir gehen ins Nebenzimmer“, spricht mich Asra an und ich stimme zu. „Dass sie so auf Newt reagiert, hätte ich nie zu denken gewagt!“, erkläre ich ihr. „Ja, ich auch nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass sie sich schuldig fühlt, schliesslich hat Newt sich ihretwegen geprügelt und alle haben mitbekommen, wie die Lichtung ohne Newt läuft und jetzt hat sie womöglich entschlossen, dass es besser ist, wenn sie Abstand zwischen sich und Newt bringt, aber das ist auch nur eine Vermutung und ist nicht bestätigt“, erklärt Asra. „Ich finde das schrecklich und mir tut Newt leid“, ich fühle mich schlecht, weil ich Newt ein wenig angestiftet habe zu Avila zu gehen. „Hey Chuck, dachte ich mir, dass ich dich hier finde. Deine Aufgabe heute ist es, die Kleidung zu waschen“, erklärt Jack, der Hüter der Schwapper. Ich nicke ihm zu und verabschiede mich von Asra. Vor dem Gehöft auf dem Boden hat es einen grossen Korb, in den die Lichter ihre Wäsche werfen. Für alle Wäsche braucht man einen ganzen Tag, auch wenn wir sie jeden Tag waschen. Ich schnappe mir den Korb und mache mich auf den Weg zum See. Dort waschen wir unsere Kleider. Gerade als ich beginnen will, fällt mein Blick auf Newt, der am Seeufer sitzt. Seine Schultern beben. „Weint er etwa?“, frage ich mich bestürzt. Ich gehe näher zu ihm und stelle fest, dass er wirklich weint. „Newt?“, frage ich leise. Schnell wischt er sich mit dem Ärmel übers Gesicht, aber als er mich ansieht, sieht man immer noch deutlich, dass er geweint hat. „Kann ich was für dich tun?“, frage ich unsicher, was ich tun soll. Er sieht mich eine Zeit lang einfach nur an, aber dann beginnt er zu sprechen: „Das tat wirklich richtig weh! Im Bau habe ich mich damit getröstet danach Avila wieder zusehen und jetzt? Ich dachte, sie würde mich wenigstens ein wenig mögen, aber das scheint nicht der Fall zu sein.“ Ein weiterer Weinkrampf schüttelt sein Körper und ich stehe einfach nur da, weiss nicht, was ich tun soll. „Willst du mit Alby sprechen oder allein sein?“, erkundige ich mich vorsichtig. Er schüttelt den Kopf und deutet auf den Wäschekorb: „Musst du die Wäsche machen? Kann ich dir dabei helfen?“ „Wenn du möchtest“, erwidere ich und kehre zu meiner Aufgabe zurück. Eine Zeit lang arbeiten wir schweigend, bis er es bricht: „Warum hat sie so reagiert?“ „Ich weiss es nicht. Ich dachte, sie würde sich freuen, dich wiederzusehen“, antworte ich ehrlich. „Da hast du dich geirrt“, erwidert er bitter. „Ja, offensichtlich“, ich bin betreten. „Das ist nicht deine Schuld. Du kannst nichts dafür! Komm, wir gehen Mittag essen“, erklärt er und legt mir kurz eine Hand auf die Schultern. „Nein, ich sollte ihn trösten und nicht er mich“, denke ich frustriert. Dann gehen wir beide zu Pfanne. Ich hole mir einen Teller, aber Newt will nichts essen. „Du hast doch schon heute Morgen kaum was gegessen“, stelle ich besorgt fest. Er nickt nur, sagt aber nichts. Das Essen verläuft schweigend und ich bringe meinen Teller zurück. „Hey Chuck, warte mal“, spricht mich Pfanne an und ich bleibe stehen. „Was ist?“, erkundige ich mich. „Geht es Newt gut?“, will Pfanne wissen und wirft einen besorgten Blick in Richtung unseres Tisches. „Nicht wirklich, aber das muss er dir schon selbst erzählen“, erkläre ich und er nickt verstehend. Ich kehre zu Newt zurück und zusammen gehen wir wieder zum See. Der Nachmittag verläuft ereignislos. Newt und ich waschen die Kleidung fertig, hängen sie beim Gehöft auf und verteilen die Wäsche von gestern an den Lichtern, zum Glück sind alle Kleidungsstücke mit den entsprechenden Namen beschriftet. Gerade als ich das letzte Kleidungsstück seinem Besitzer zurückgebe, schliessen sich die Tore und ich gehe zu Pfanne. Dort treffe ich wieder auf Newt, der allein an einem Tisch sitzt. Ich hole zwei Teller essen und stelle der eine vor Newt hin: „Du solltest etwas essen!“ Dann setze ich mich und beginne zu essen. „Hey Newt, schön dich wieder auf freiem Fuss zusehen“, freut sich Minho seinen besten Freund zu sehen. „Ja, ich bin froh nicht mehr im Bau zu sitzen“, erwidert Newt und stochert lustlos in seinem Essen herum. „Darf ich mich zu euch setzen?“, erkundigt sich Lio und ich nicke begeistert. Eine Zeit lang sagt keiner ein Wort, aber dann bricht Minho das Schweigen: „Newt, was ist los? So deprimiert sah ich dich schon lange nicht mehr?“ Newt schweigt und stochert weiter in seinem Essen. „Sag schon!“, drängt Minho weiter. „Avila ist sauer auf mich“, klärt Newt schliesslich Minho auf. „Warum das denn?“, will Minho verwundert wissen. „Weil ich mich geprügelt habe“, erklärt Newt und erzählt dann, was genau passiert ist. „Das tut mir leid“, sagt Minho betrübt. Offensichtlich hat er keine Ahnung, wie er seinen besten Freund aufmuntern kann. „Ist es in Ordnung für dich, wenn ich den Abend mit Lio verbringe?“, frage ich Newt und dieser nickt mir zu. So bringen Lio und ich die Teller weg und machen uns auf den Weg zum Ahorn. Dort klettern wir rauf und beginnen zu quatschen. „Asra und Avila haben heute lange gestritten. Um was es ging, konnte ich nicht verstehen, aber es klang nicht gut“, erzählt mir Lio. „Es liegt an Avila. Sie war anders als ich hier ankam. Irgendwie hat sie sich richtig verändert“, erwidere ich. „Avila? Ja, das ist richtig. Als sie hier ankam, war sie ein fröhlicher Mensch, dann passierte das mit Matty und sie wurde abweisend und kalt. Das lockerte sich irgendwann wieder, aber seit der Schlägerei ist sie erneut so viel anders“, bestätigt mir Lio. „Sie hatte es echt nicht einfach hier“, stelle ich fest. „Ja, aber genau deshalb sollte sie doch glücklich darüber sein, dass Newt sie mag“, meint Lio und ich nicke: „Ja, eigentlich schon, aber wir werden sehen, wie es weitergeht.“ „Das stimmt und jetzt sollten wir in unsere Hängematten“, beschliesst Lio und ich stimme ihm zu. So machen wir uns auf den Weg zu unseren Hängematten und schlafen dann.

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Hey, Hey!
Ich hoffe, das Kapitel hat euch gefallen!
Was sagt ihr zu Avilas Verhalten und Asras Theorie?
Was denkt ihr, wie geht es mit Avila und Newt weiter?
Lasst es mich in den Kommentaren wissen.
Eure ⚡
(f. kor. 01.08.22)
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