Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Was ist Liebe?

von XxxElaXx
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Erotik / P18 / Gen
Loki OC (Own Character)
07.04.2022
19.10.2022
10
30.066
3
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
07.04.2022 2.349
 
Diese Geschichte widme ich meiner besten Freundin, die mich vor vielen Jahren mit ihrer Liebe zu "Der Herr der Ringe" und Mittelerde angesteckt hat und jetzt auch meine Leidenschaft für das Marvel Universum teilt!

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„Mahina! Mahina! Komm sofort zurück! Mahina!“, hörst du die Stimme deiner Zofe Lalaith.
Doch du hörst, wie eine gerade siebenjährige, wilde kleine Elbin nun mal hört: Überhaupt nicht!
Lachend läufst du mit deiner Freundin Elanor weiter immer tiefer in den Wald hinein, bis ihr die Rufe der verärgerten Magd nicht mehr hören könnt.
„Komm schon, Ela! Beeil dich ein bisschen!“, stachelst du deine Begleiterin aufgedreht an, die kaum mit dir Schritt halten kann.
„Warte doch mal! Du bist viel zu schnell!“, beklagt diese sich auch schon und bleibt immer weiter hinter dir zurück.
Doch du bist zu hibbelig, um dies zu bemerken.
Viel zu sehr liebst du den Wald und die Geheimnisse, die darin verborgen sind. Geheimnisse, die du immer häufiger erkunden willst, je älter du wirst. Die Mahnung deines Vaters Elrond bloß vorsichtig zu sein, tönt dir noch in den Ohren, doch auch diese schlägst du gerade übermütig in den Wind.
Der Wald ist dein Zuhause! Was soll dir hier schon geschehen?
Du lachst glücklich, als du einen Hang hinaufkletterst und zufrieden nach unten blickst. Eigentlich sollte Elanor doch direkt hinter dir sein, doch scheinbar hast du sie tatsächlich endgültig in dem dunkelgrünen Dickicht um dich herum verloren.
„Ela??“, versuchst du sie zu rufen, doch bekommst keine Antwort.
„Nun gut, dann muss es halt allein weitergehen!“, denkst du dir achselzuckend und bist sicher, dass deine Freundin sich schon längst wieder auf den Rückweg gemacht hat, um sich hinter ihren Büchern zu verschanzen, wie sie es so gerne tut.
Du liebst die Geschichten, die sie dir dadurch immer wieder neu erzählen kann, doch viel lieber willst du selbst Abenteuer erleben, als nur von ihnen zu lesen.

Und so straffst du dein Gewand, streichst dir ein paar wilde lockige Strähnen aus deinem Gesicht und setzt deine Entdeckungsreise fort.
Aufgeregt schleichst du durch den dichten Wald, neugierig lauschend, was er dir so zu erzählen hat.
Die Luft ist klar und würzig von den Blättern der Bäume, und du saugst sie gierig in dich auf.
Natürlich du liebst das Schloss in Bruchtal, in dem du mit deinem Vater lebst, doch nichts geht über die wilde unberührte Natur der Wälder um euch herum. Erst hier fühlst du dich wirklich Zuhause.

Verträumt machst du an einem Baum Halt und schmiegst dich sehnsuchtsvoll an dessen raue Rinde. Das Holz kratzt an deiner Wange, als du dein Gesicht an ihn presst, doch das stört dich nicht.
Im Gegenteil!
Irgendwie hat dies etwas tröstend Vertrautes.
Als würdest du einem alten Freund begegnen.
„Alles in der Natur ist mit uns verbunden, Mahina! Wir sind eins mit den Pflanzen und Tieren um uns herum, deswegen müssen wir sie schützen und achten. Vergiss das nie!“, hörst du die Stimme deines Vaters im Kopf und musst unwillkürlich lächeln.
So viel hat er dir in den letzten Wochen beigebracht und zahlreiche Lektionen werden noch auf dich zukommen.
Schließlich bist du sein einziges Kind und durch den Tod der Mutter bei deiner Geburt auch das, was ihm am meisten im Leben bedeutet.
„Vielleicht ist er deswegen ständig um mein Wohl besorgt!“, überlegst du versonnen und streichst über die Rinde des Baumes unter deinen Händen.
Dabei bist du dir sicher, dass du schon sehr gut selbst auf dich aufpassen kannst.
Schließlich sagt er doch selbst, die Natur sei unser Freund.
Also was kann schon passieren?

Als hätte eine unbekannte Macht deine Gedanken gelesen, hörst du mit einem Mal ein seltsames Knurren hinter dir.
Es scheint von einem Tier zu kommen, doch von keinem Wesen, das dir bekannt ist. Dafür ist das Grollen aus dessen Kehle zu tief und zu aggressiv. Du erstarrst unter den fremden Lauten und dein Herz fängt wie wild an zu schlagen.
Deine Hände krallen sich hilfesuchend an dem Baum fest, während du dich ganz langsam herumdrehst.
Doch was du dort hinter dir stehen siehst, verschlägt dir den Atem:
Ein großer Krieger, der jedoch nichts Menschliches oder Elbisches an sich hat.
Seine Hände wirken wie gefährliche Klauen, ein paar einzelne fettige Strähnen bedecken sein Haupt, das Gesicht ist mehr tierähnlich und geifernder Speichel läuft aus seinem hechelnden Mund. Die dunklen Augen funkeln dich gehässig an, während sich sein Mund zu einem hämischen Grinsen verzieht.
„Was haben wir denn da? Was haben wir denn da?“, krächzt das seltsame Wesen und noch während du dich darüber wunderst, dass es überhaupt sprechen kann, wird dir mit einem schrecklichen Mal klar, was du da vor dir hast.
Ein Ork!

Das muss einer von diesen widerlichen Orks sein, die immer öfters hier in der Gegend gesichtet wurden und vor denen dein Vater dich so eindringlich gewarnt hat.
„Sieh dich vor, Mahina! Diese Wesen sind boshaft und gefährlich! Gehe niemals allein im Dunkeln hinaus, denn wenn du ihnen begegnest, kann es sein, dass sie dich töten oder schlimmeres!“
Du konntest dir nie vorstellen, was schlimmer sein könnte als der Tod, doch als du nun in die kalten Augen dieses Monsters blickst, bekommst du langsam eine Ahnung davon.
Dein Hals schnürt sich angsterfüllt zu und du weichst erschrocken einen Schritt vor dem Ork zurück.
„Na, na! Wer ist denn da plötzlich so schüchtern?“, kichert das Wesen gehässig und nähert sich dir humpelnd. „Willst du nicht ein bisschen mit mir spielen, meine Kleine?“
Du schüttelst entsetzt den Kopf und versuchst deiner Stimme einen selbstsicheren Ton zu geben: „Nein, das will ich nicht! Auf keinen Fall! Lasst mich in Ruhe! Wisst Ihr nicht, wer ich bin?“
Der Ork bleibt für einen Moment verdutzt stehen.
Scheinbar hat auch er nicht damit gerechnet von dir ein Wort zu hören. Schon gar nicht ein Wort des Widerspruches!
„Ich bin Mahina, die Tochter Elronds! König von Bruchtal! Und ich befehle Euch auf der Stelle meinen Wald zu verlassen!“, nutzt du die Gelegenheit noch weiter auszuholen und hebst stolz dein Kinn, um ihm klarzumachen, mit wem er es hier zutun hat.
Du wirst ihn schon in die Flucht schlagen und dein Vater wird so stolz auf dich sein…
Doch der Ork überwindet seine anfängliche Überraschung ziemlich schnell und lacht nur gehässig auf.
„Ach, guck! Eine kleine Königstochter haben wir hier! Nun denn…Dein edles Blut wird besonders gut schmecken!“, zischt er, zieht ein Messer und macht einen Satz auf dich zu.

Du schreist erschrocken auf und entscheidest dich spontan für die Flucht.
So schnell du kannst, rennst du los, doch das Wesen ist nicht so langsam, wie du gehofft hast. Es heftet sich dicht an deine Fersen und treibt dich so immer tiefer in den dunklen Wald hinein.
Keuchend versuchst du dein Tempo beizubehalten, doch du weißt nicht, wie lang du das noch durchhalten wirst.
„Vater, bitte hilf mir!“, flehst du stumm in Gedanken und spürst, wie dir die Tränen der Panik in die Augen steigen.
Als du das Kreischen des Orks hinter dir hörst, drehst du dich erschrocken zu ihm herum.
Doch das ist ein gefährlicher Fehler!
Du übersiehst eine Baumwurzel, an der dein Fuß hängen bleibt und dich zu Boden stürzen lässt.
Du schreist überrascht auf, als du hart auf dem moosbegrünten Untergrund aufschlägst.
„Das war es jetzt! Jetzt bin ich tot!“, denkst du verzweifelt und kneifst fest die Augen zusammen, um nicht sehen zu müssen, was jetzt auf dich zukommt.

„Hab ich dich!“, ruft der Ork triumphierend und fast scheint es als könntest du seinen stinkenden warmen Atem schon auf dir spüren, als er sich über dich beugt.
„Das glaube ich nicht!“, hörst du plötzlich eine zweite spöttische Stimme, gefolgt von einem Aufschrei, der in einem unheimlichen Gurgeln endet.
Du hältst für einen Moment die Luft an, die Augen noch immer fest verschlossen.
Was ist da gerade geschehen?
Warum greift dich der gefährliche Ork nicht an?
Wird er dich nicht töten?
„Alles in Ordnung, Kleines?“, hörst du stattdessen eine sanfte Stimme und spürst eine warme Hand, die sich vorsichtig auf deine Schulter legt. Zögerlich siehst du auf und blickst in die blausten Augen, die du jemals gesehen hast. Sie ziehen dich sofort in ihren Bann, sodass du den Mann vor dir für einen Moment nur sprachlos anstarren kannst.

„Seid Ihr verletzt?“, fragt dieser und mustert dich besorgt.
Du schüttelst verunsichert den Kopf und er reicht dir die Hand, um dich wieder auf die Beine zu ziehen.
Mit noch etwas wackeligen Knien stehst du nun vor ihm, vollkommen überfordert von der turbulenten Situation.
Mit großen Augen blickst du auf den toten Ork zu deinen Füßen, welchen der Mann neben dir wohl mit seinem Messer erstochen hat.
„Ihr…Ihr habt ihn besiegt!“, murmelst du fassungslos und blickst den Krieger bewundernd an, der nur grinsend abwinkt.
„Schon in Ordnung! Das war nicht…“, will er abwehren, doch du fällst ihm in deiner kindlichen Unbeschwertheit einfach überschwänglich um den Hals, als dir bewusstwird, was da gerade geschehen ist.
„Ihr habt mir das Leben gerettet! Ohne Euch hätte dieses schreckliche Wesen mich getötet!  Wie kann ich Euch nur jemals dafür danken?“, sprudelt es aus dir heraus und deine Umarmung ist dem Mann sichtlich unangenehm.
„Ähm, ist schon gut. Wirklich!“, will er dich abwimmeln und schiebt dich mit einem unsicheren Lächeln von sich, was deiner Dankbarkeit jedoch keinen Abbruch tut.
Ganz im Gegenteil!
Du bist vollkommen begeistert von ihm.

Irgendetwas hat er an sich, das dich wie magisch anzieht.
Fast wie die tapferen Männer und Zauberer aus den Geschichten, die Elanor dir immer aus ihren Büchern vorliest.
Und frei, wie Kinder nun mal sind, äußerst du deine spontane Begeisterung auch ohne jede Zurückhaltung.
„Ihr seid ein Held, mein Herr! Ein echter Held!“, schwärmst du und deine Augen glänzen voller Freude. „Ihr müsst unbedingt mit mir mitkommen!“
„Ach, muss ich das?“, antwortet er mit einem leicht spöttischen Unterton und blickt amüsiert auf dich hinab.
Er ist viel größer als du und in edles schwarz blaues Leder gekleidet.
Seine dunklen Haare fallen ihm lässig über die Schulter und die markanten Wangenknochen mit der blassen Haut geben ihm ein königliches Aussehen.  Von seinen stahlblauen Augen mal ganz abgesehen!
„Bestimmt ist er ein Prinz oder sogar schon König, wie Vater!“, bist du dir sicher und nimmst aufgeregt seine Hand.
„Natürlich müsst Ihr mitkommen! Elrond, der Herrscher Bruchtals und mein Vater, wird Euch mit Sicherheit kennenlernen wollen! Und sich auch bedanken wollen! Schließlich habt Ihr seiner einzigen Tochter das Leben gerettet!“, plapperst du weiter drauflos und ziehst den Krieger schon hinter dir her, der so überrumpelt davon ist, dass er dir einfach blind folgt.
„Einzige Tochter des Königs, sagt Ihr?“, erkundigt er sich interessiert und mustert dich prüfend.
Du nickst stolz und strahlst ihn an.
„Ja, mein Vater hat nur mich! Meine Mutter ist bei meiner Geburt gestorben, also bin ich das Einzige, was er noch hat!“, erzählst du offen und kurz blitzen die Augen des Kriegers verräterisch auf.
„Oh, das tut mir leid, Kleines! Dann lasst uns Eurem Vater mal einen Besuch abstatten und ihm seinen geliebten Schatz wiederbringen! Er macht sich bestimmt schon Sorgen um Euch!“, stimmt er dir mit honigsüßer Stimme zu und lässt sich von dir durch den Wald führen, auch wenn er sich hier wesentlich besser auskennt als du.
Doch das kannst du natürlich nicht ahnen.

„Wie heißt Ihr eigentlich? Ich bin Mahina!“, stellst du dich ihm nebenbei vor und kurz scheint er mit seiner Antwort zu zögern.
„Mein Name ist Geliron!“
Du bleibst für einen Moment stehen und drehst dich lächelnd zu ihm herum.
„Wie „Der Glückbringende“?“, übersetzt du seinen Namen und er nickt lächelnd.
„Passt doch, findet Ihr nicht? Schließlich habe ich Euch soeben Glück gebracht, richtig?“, erwidert er amüsiert und du nickst eifrig.
„Mehr als das!“
„Und Ihr seid also das geliebte Kind?“, übersetzt er deinen Namen ebenfalls und fast erscheint es dir als könntest du einen leichten Spott aus seiner Stimme heraushören.
„So, ist es!“ Stolz hebst du das Kinn an und ein Lächeln erscheint auf Gelirons Gesicht, das du nicht zu deuten vermagst.

Für eine Weile lauft ihr schweigend nebeneinander her und du wirfst ihm immer wieder einen neugierigen Blick zu.
„Ob du es wagen sollst, ihn einfach zu fragen?“, überlegst du dir unsicher.
Doch scheinbar kann der Fremde Gedanken lesen, denn plötzlich stupst er dir aufmunternd in die Seite.
„Nun fragt schon, was Ihr von mir wissen wollt!“, fordert er dich auf und du errötest ertappt.
„Oh, ähm…Verzeiht! Ich wollte nicht neugierig erscheinen! Es ist nur…Ich bin etwas verwirrt, weil… Ich habe Euch noch nie hier in der Gegend gesehen!“
„Das kommt wohl daher, dass ich nicht von hier bin!“, kommt die lapidare Antwort, die dir natürlich nicht reicht.
„Woher kommt Ihr dann?“
Wieder scheint der Mann neben dir zu zögern, bevor er leise weiterspricht. „Ich komme aus Asgard!“
„Asgard? Davon habe ich noch nie gehört!“, staunst du und blickst ihn ehrfurchtsvoll an.
Er muss von wirklich wirklich weit weg kommen, wenn du noch nie ein Wort über seine Heimat gehört hast.
„Es ist auch wirklich wirklich weit weg! Quasi ein anderes Universum!“, lächelt er, erneut deine Gedanken lesend.
„Und warum seid Ihr hier?“, platzt es neugierig aus dir heraus, doch er scheint es dir nicht übel zu nehmen.
„Das ist eine gute Frage. Vielleicht um Euch das Leben zu retten? Vielleicht war es ja Schicksal?“
Er zwinkert dir zu und du nickst begeistert.  
„Bestimmt! Und deswegen solltet Ihr nie wieder von hier fortgehen!“, bestimmst du einfach, worauf er leise auflacht.
„Ach nein?“
„Natürlich nicht! Schließlich habt Ihr mir das Leben gerettet! Könnt Ihr nicht hierbleiben und auf mich Acht geben? Also nur, falls ich nochmal Eure Hilfe brauche?!“
Du ziehst eine Grimasse und er schüttelt lachend den Kopf.
„Ihr scheint wohl öfters in Schwierigkeiten zu geraten, Prinzessin?“
Du errötetest leicht und blickst zu Boden.
„Nur manchmal…“, gibst du widerwillig zu.
„Nun, dann braucht Ihr durchaus Schutz, wie mir scheint. Lasst uns sehen, was Euer Vater dazu sagt!“, schlägt Geliron dir überraschend vor und du führst ihn mit dir zum Schloss.
Du kannst dir nicht vorstellen, was Elrond dagegen haben sollte.
Du bist dir sicher, er wird den fremden Geliron genauso schnell in sein Herz schließen, wie du es getan hast.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast