Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Disco Flirts

von Tasha88
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
06.04.2022
06.04.2022
1
4.061
2
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
06.04.2022 4.061
 
Dieser OS ist noch nicht so alt :) aber ich hoffe er gefällt euch ^^
und yeay, Mayumi (Maja) darf mal wieder :)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Laute Musik tönte durch die Räume, Lichter strahlten in immer wieder anderen Farben und zu den Bässen der Melodien. Es gab mehrere Räume, in denen unterschiedliche Musik lief und auch zwei Bars. Die Disco gehörte zu den größeren hier in der Stadt.
Für den heutigen Abend hatten sich ein paar Kommilitonen des Eventmanagment-Studiengangs verabredet, um hierher zu kommen und gemeinsam zu feiern. Darunter auch Elsa Daichi, die nun im dritten Semester studierte.
“Oh wow, hier ist ja mehr los, als ich gedacht habe”, gab Mayumi Hino von sich, die in diesem Semester die Universität gewechselt hatte. Sie und Elsa waren sofort auf einer Wellenlänge gewesen und es fühlte sich so an, als würden sie sich schon ewig kennen.
“Ach, nur weil das hier nicht Tokyo ist, ist trotzdem genug los”, erwiderte Elsa und nahm den Chip der Garderoben-Angestellten entgegen, den sie später wieder gegen ihre Jacke eintauschen würde und schob diesen in die kleine Handtasche, die sie umgehängt hatte.
“Das wollte ich damit gar nicht sagen”, erwiderte ihre Freundin sofort.
“Ja, ja, behaupte das nur. Ich habe es schon richtig verstanden.” Elsa lachte, ehe sie sich der restlichen Truppe zuwandte, mit denen sie hier waren. “Und jetzt?”
“Jetzt gehen wir erstmal etwas trinken und dann erobern wir die Tanzfläche”, rief Hanako und machte sich auch prompt auf den Weg zu einer der Bars.
“Also los Mädels.”
Ein Arm  legte sich um Elsas Schultern, der zweite um Mayumis und schon grinste Yosuke die beiden Frauen an, die sich nun rechts und links. Die jungen Frauen lachten, ehe sie gemeinsam mit den anderen zur Bar gingen.

~~~


“Vielleicht gibt es ja einen süßen Typen hier”, gab Saki schwärmerisch von sich.
“Ich bin da, du musst nicht mehr suchen.” Yosuke deutete breit grinsend mit seinem Daumen auf sich, woraufhin die meisten von ihnen lachten, die anderen nur breit grinsten.
“Ich habe von süß gesprochen, Yosuke”, erwiderte Saki und grinste ebenfalls.
“Willst du damit sagen, dass ich nicht süß bin?” Die Mundwinkel des Gemeinten zogen sich nach unten und wieder lachte die junge Frau, ehe sie ihren Kommilitonen in die Seite knuffte.
“Vielleicht bist du einfach nicht das, was ich suche.”
“Tja, schade. Wie sieht es mit jemand anderen von euch aus? Hanako? Kamiko? Mayumi? Elsa?” Alle schüttelten schmunzelnd ihren Kopf, so dass sich Yosuke dem Rest seiner Begleiter zuwandte. “Ähm … im Anbetracht der Ermangelung anderer Alternativen: Renzo? Kuroo?”
Nun lachten alle lautstark, in ihrer Mitte Yosuke, der ein wirklicher gute-Laune-Typ war.
“Ach, bei unserer Elsa hier hast du ja sowieso keine Chance”, erklärte Mayumi und legte ihren Arm um deren Schultern.
“Genauso sieht es aus”, lachte diese und nickte zustimmend.
“Immer noch erstaunlich. Seit nun was? Fast sieben Jahren bist du mit deinem Freund zusammen, habt diese Liebe bereits fest gemacht. Manchmal bewundere ich dich echt dafür.” Mayumi entkam ein lautes Seufzen. “Wann lerne ich ihn endlich mal kennen?”
“Hoffentlich bald. Er meinte auch erst heute wieder, dass er dich endlich mal von Angesicht zu Angesicht sehen will, denn wenn du nur ein Hirngespinst von mir bist, würde es sich doch Sorgen machen müssen.”
“Okay, dein Kerl ist echt unmöglich.”
Und wieder nickte Elsa lachend. “Viel zu oft.”
“Und was macht dein Herzallerliebster heute?”, fragte Yosuke neugierig.
“Der ist auch mit ein paar seiner Freunde unterwegs. Die meinten nämlich, dass sie es ausnutzen müssen, wenn mein, was sagtest du? - Herzallerliebster abends mal frei hat. Ich glaube aber eher, dass er es genossen hätte, sich einfach mal auf das Sofa zu legen und seine Ruhe zu haben.”
“Das kann ich mir auch vorstellen … Autsch! Hey, was war das denn?” Yosuke rieb sich mit großen Augen seine Seite, in die Elsa ihren Ellenbogen gestoßen hatte.
“Willst du sagen, dass er Ruhe vor mir braucht?”, stellte diese mit hochgezogenen Augenbrauen die Gegenfrage.
“Also ich brauche keine Ruhe vor dir. Und deshalb”, Mayumi rutschte von ihrem hohen Stuhl und griff nach Elsas Hand, um diese ebenfalls von dem Stuhl, auf dem diese saß, zu ziehen, “gehen wir jetzt tanzen, aus diesem Grund sind wir hier!”

~~~


Sie waren lange Zeit auf der Tanzfläche gewesen, als Mayumi sich ihrer Freundin zuwandte.
“Ich brauche echt was zu trinken, kommst du mit?”, rief sie ihr entgegen.
“Natürlich.” Elsa wischte sich über die Stirn und folgte ihrer Freundin von der Tanzfläche herunter.
Es war warm hier drinnen, noch dazu das Tanzen und sich die ganze Zeit über bewegen, natürlich kam man da ins Schwitzen. Während sie Mayumi folgte, sah sie sich um. Ihre kleine Gruppe hatte sich verteilt, waren in den unterschiedlichen Räumen zum tanzen, vielleicht auch an einer oder beiden der Bars, das würde sie sicher gleich sehen.
Sie gingen nun zu der zweiten Bar, die ein wenig näher zur Tanzfläche lag und es doch ein wenig lauter war, als bei der anderen.
“Oh, schau mal, da wird gerade ein Tisch frei.”
Und schon drängte sich Mayumi an den anderen Gästen vorbei und belagerte den schmalen Stehtisch, an dem sie beide gut Platz fanden.
“Perfekt”, gab sie von sich und sah sehr zufrieden aus.
Elsa schmunzelte, als sie ebenfalls dort ankam.
“Und jetzt holt eine von uns beiden die Getränke?”
“Klar.” Und schon griff die ihr Gegenüberstehende nach der Cocktailliste und überflog diese.
Elsa ließ währenddessen ihren Blick durch den Raum gleiten und erstarrte im nächsten Moment, als ihr Augenpaar auf ein anderes, sehr gut bekanntes traf und sie ein Lächeln geschenkt bekam, das ihr Herz einen Takt zunehmen ließ.
“Okay, kann es sein, dass der Typ da mich anstarrt?”, fragte die zweite am Tisch Stehende verwirrt. Sofort folgte Elsa deren Blick zu … Viktor.
“Oh, ja, ich denke schon”, antwortete sie mit gerunzelter Stirn, denn der Blick Marios und ihres gemeinsamen Freundes lag tatsächlich auf ihrer Freundin. Er checkte sie eindeutig ab. Sein Blick scannte Mayumis Körper von oben bis unten, ehe er breit grinste und auf sie zukam. Elsa hob ihre Augenbrauen, als er vor ihnen zu stehen kam.
“Hey, du bist mir aufgefallen”, richtete er an ihre Freundin. “Du siehst echt gut aus.” Sein Blick wanderte weiter zu Elsa und deutete auf sie. “Du natürlich auch.”
Schmunzelnd hob Elsa eine Hand, während Viktor sich wieder Mayumi zuwandte und weiter auf sie einredete.
“Hey”, erklang da eine sanfte Stimme neben ihr und sie drehte sich zur Seite zu dem nun dort stehenden, jungen Mann. “Ich stimme ihm zu”, sein Daumen deutete auf seinen Begleiter, “du siehst wirklich gut aus. Verdammt gut.”
Wieder lachte Elsa auf und sah nun ihren Freund an, der mit seiner dunklen Jeans und dem dunklen Hemd ein ebenso, was sagte er? - verdammt gutes Bild abgab. Sie legte ihre Hand an ihr Kinn und stützte ihren Ellenbogen auf die Tischfläche vor sich.
“Hmm”, schnurrte sie, “das gebe ich zurück.”
Sie bemerkte nicht, wie sich Mayumi mit geweiteten Augen zu ihnen drehte.
“Darf ich dir vielleicht einen Drink ausgeben?”
“Sehr gerne.”
“Gut, dann hole ich dir was. Hast du einen Wunsch, was du gerne trinken würdest?”
Elsa schüttelte ihren Kopf.  “Überrasch mich.”
“Hmm, dann vielleicht so etwas Süßes wie dich, aber ich bezweifle, dass ich das toppen kann.”
Mayumi wollte gerade etwas sagen, als eine tiefe Stimme ihr zuvor kam.
“Willst du auch etwas zu trinken? Ich hole dir gerne einen Cocktail. Leider werde ich hier nichts finden, was dir auch nur annähernd gerecht wird, denn soviel ich weiß, verkaufen dir hier keine heißen Getränke.”
Sie drehte ihren Kopf mit großen Augen und offenem Mund zu dem weiteren Mann, der bei ihnen stand. Seine Augen blitzten und er hatte ein süffisantes Lächeln aufgelegt.
“Ähm …”
“Hast du einen Wunsch? Oder soll ich dich ebenfalls überraschen?”
Mayumi blinzelte noch einmal fassungslos über soviel Dreistigkeit, dann schüttelte sie entschieden ihren Kopf.
“Nein, danke. Spar es dir und such die eine andere Tussi, die du anbaggern kannst.”
Seine Augenbrauen hoben sich und er schüttelte ihren Kopf.
“Ich will aber dich.”
“Oh mein Gott, das ist echt schlecht.” Die junge Frau drehte sich zur Seite und entschied, den hinter ihr Stehenden zu ignorieren.
“Pass auf, ich hol dir was zu trinken. Entweder trinkst du es halt, oder nicht.” Viktors Blick huschte zu Elsa. “Ist sie eher der süße oder der herbe Typ?”
Die Angesprochene unterdrückte es, laut zu lachen. Ihr Blick huschte einen Moment zu ihrer Freundin, ehe sie erneut den Älteren ansah.
“Versuche es mit etwas Süßem. Aber ich bezweifle, dass du damit Erfolg haben wirst.”
“Ich kann es ja mal versuchen.” Ein Augenzwinkern zu Elsa, ein erneutes Lächeln zu Mayumi und dann war er weg.

“Der … ist ja unglaublich.” Die Frau, um die es gerade gegangen war, konnte nicht so recht glauben, was gerade geschehen war. “Was ist das denn für ein arrogantes Arschloch?”
Elsas Augen weiteten sich, dann hielt sie eine Hand vor ihren Mund und lachte laut los.
“Also das hat er sicherlich noch nicht oft gesagt bekommen.”
“Meinst nicht? Klar sieht er unglaublich gut aus! Hast du diese krassen Haare gesehen? So lang sind nicht einmal deine Haaren, geschweige denn meine.” Ihre Hand fuhr durch die schulterlangen, roten Haare. “Und dazu seine Figur, die breiten Schulter. Der macht doch sicher irgendeinen Sport!” Gerade als Elsa bestätigen wollte, sprach Mayumi auch schon weiter. “Und dann diese Gesichtszüge. Der sieht aus wie ein Gott!”
“Das habe ich gehört.”
Und schon erstarrte Mayumi und ihre Wangen wurden rot. Langsam drehte sie sich herum, während Elsa erneut versuchte, ein Lachen zu verkneifen.
“Also Gott passt schon zu mir. Gewöhne dich an den Namen, denn ich werde dich dazu bringen, diesen wieder und wieder zu stöhnen.”
Erneut weiteten sich die Augen der jungen Frau, während Elsa rot anlief. Hatte er das gerade wirklich gesagt?
In dem Augenblick wurde ein Cocktailglas vor ihr auf den Tisch gestellt.
“Hier, Süße.”
Sie sah auf und blickte in Marios dunkle Augen.
“Vielen Dank”, erwiderte sie und zog das Glas zu sich. “Sag mir, was du dafür als Gegenleistung willst.”
“Hmm, da würde mir viel einfallen, zum Beispiel …” Und damit beugte er sich nach vorne und flüsterte ihr in Ohr, worauf sich ihre Wangen wieder röteten und ihre Augen aufblitzten. Als Mario sich von ihr löste, sah sie ihn mit einem lasziven Blick an.
“Das müssen wir mal sehen …”
“Na gut, bis dahin würde ich mich”, Marios Hand strich sanft über ihre Wange, ihrem Hals hinab und von dort über ihren Arm bis zu ihrer Hand entlang, “über einen Tanz freuen. Gib mir Bescheid, wenn du dein Cocktail ausgetrunken hast.”
“Vielleicht mache ich das”, erwiderte sie.
“Ich warte darauf, beziehungsweise auf dich. Viktor”, richtete ihr Freund an den Älteren, “los jetzt. Sie will nicht von dir angebaggert werden, also lass sie in Ruhe.”
“Aber …” Schmollend sah Viktor zu seinem Kumpel, ehe er erneut Mayumi ansah. Man konnte erkennen, dass es in seinem Kopf arbeitete, dann grinste er wieder breit und beugte sich zu ihr vor. “Du solltest eines von mir wissen. Ich bekomme alles, was ich will. Und heute bist das du. Also bis nachher.” Er klopfte mit seinen Knöcheln auf den Tisch vor ihr und drehte sich herum, um davon zu gehen, zu den anderen Kerlen, mit denen er und Mario vorher hereingekommen waren.
Mario zwinkerte seiner Freundin noch schnell zu, ehe er ihm folgte.
“Das ist ja unglaublich! Was für ein selbstverliebtes Arschloch”, brach es aus Mayumi heraus, die Viktor hinterher blickte.
Elsa schmunzelte. So kannte sie ihn doch schon sehr lange. Sie griff nach ihrem Cocktail und wollte gerade einen Schluck davon nehmen, als sich Mayumis Hand auf ihre legte.
“Nicht! Vielleicht haben die da was reingemischt!”
“Ach, das glaube ich nicht!” Elsa winkte ab und trank einen Schluck. Ein Lächeln breitete sich auf ihren Zügen aus. Mario wusste sehr genau, was sie mochte. Sie hob ihren Kopf, sah in seine Richtung und erkannte, dass auch er zu ihr blickte. Er zwinkerte ihr erneut zu, woraufhin sich ihr Lächeln noch weiter vertiefte.
Mayumi sah sie von der Seite besorgt an. Verdammt, sollte sie sich einmischen? Wobei, Elsa war mit ihrem Freund bereits sieben Jahre zusammen, vielleicht brauchte sie ja auch ein wenig Ablenkung von dem Alltagstrott. Auf der anderen Seite hörte sie sich immer so verliebt an, wenn sie von ihrem Freund sprach. Vielleicht sollte sie doch noch mit ihr reden. Ihr Blick huschte zur Seite, wollte zu dem Mann sehen, der ihre Freundin so scheinbar leicht um den Finger gewickelt hatte, doch stattdessen traf ihr Blick auf ein Paar fast schwarze Augen, die sie direkt ansahen. Schnell riss Mayumi ihren Kopf nach vorne und spürte, wie sich ihre Wangen röteten. Verdammt, schoss es ihr durch den Kopf. Sie bräuchte Alkohol! Jetzt sofort und das sehr dringend! Sie griff nach dem Glas, das vor ihr stand und nahm einen tiefen Schluck davon.

~~~


“Oh Gott, der starrt immer noch, oder?” Mayumi verdrehte ihre Augen, weigerte sich aber, zur Seite zu sehen und zu überprüfen, ob sie recht hatte, denn jedes Mal, wenn sie das getan hatte, waren diese schwarzen Augen auf sie gerichtete gewesen oder er hatte sich zu ihr gedreht, wie als ob er gespürt hätte, dass sie ihn ansah. Und warum verdammt nochmal sah er so heiß aus?
“Hmm, was?”, fragte Elsa und sah ihre Freundin verwirrt an. “Hast du was gesagt?”
Die Angesprochene sah sie an und stöhnte auf. Okay, was war denn heute los? Erst so ein heißer und gleichzeitig unheimlicher Kerl, der Aussagen gebracht hatte, von denen sie noch nicht wusste, ob sie auf sie eingehen oder lieber viel Abstand zu ihm halten sollte und dann war da auch noch ihre beste Freundin, die eigentlich derart verliebt war, dass es manchmal schon etwas zu viel war und die seit einer gewissen Zeit nur noch diese Typen anhimmelte, der sie vorher auch angemacht und ihr einen Cocktail spendiert hatte. Hatte Elsa es etwa so nötig? Brauchte sie irgendwie Bestätigung? Dafür hörte sich ihr Mario doch immer so toll an. Nein, sie würde es auf keinen Fall zulassen, dass Elsa wegen einem daher gelaufenen, tatsächlich doch sehr gut aussehenden Typen, okay, er konnte es nicht mit dem anderen aufnehmen, aber trotzdem, einem gut aussehenden Kerl ihre Beziehung riskierte und im schlimmsten Fall sogar gegen die Wand fuhr. Nicht mit ihr!
“Los jetzt, wir gehen wieder tanzen!” Sie griff über den Tisch nach Elsas Handgelenk und zog diese kurzerhand mit sich.
“Warte kurz!” Ihre Freundin drehte sich nach hinten und sah zu ihrem Disco-Flirt.
“Glaube mir, du würdest dich nur unglücklich machen”, erklärte Mayumi und ließ keinen Spielraum, dass Elsa umdrehen konnte.
Kurz darauf fanden sie sich auf einer der Tanzflächen wieder.
“So. Und jetzt tanz und vergess den Kerl!”
Elsa runzelte ihre Stirn, ehe ihr aufging, dass es Mayumi wohl nicht klar war, bei wem es sich um den Kerl, wie sie ihn nannte, handelte.
“Okay”, erwiderte sie laut, dass man sie über die Musik hinweg verstand.

Sie tanzten bereits eine Weile, als sie bemerkte, dass sich jemand zu ihr gesellte, zwei große Hände landeten auf ihren Hüften und sie wurde nach hinten an einen harten Körper gezogen.
“Du schuldest mir noch einen Tanz”, hauchte es in ihr Ohr und eine Gänsehaut breitete sich auf ihrer Haut aus.
“Ach, tue ich das?”, fragte Elsa kokett und drehte sich herum, legte beide Arme um seinen Nacken und schmiegte sich an ihn.
“Ich denke schon.” Sein Mund befand sich wieder an ihrem Ohr und seine Hände strichen über ihre Seiten.
“Du weißt schon, dass das vielleicht ein bisschen viel für die Öffentlichkeit ist?”, fragte sie leise lachend, trotzdem laut genug, dass er sie noch verstehen konnte.
“Ja, vermutlich. Aber irgendwie genieße ich es gerade, dich hier so im Arm halten zu können. Vielleicht liegt es auch an dem Drink, zudem ich von den anderen gezwungen wurde. Du kennst sie ja, Widerrede war zwecklos.”
“Mich wundert es sowieso, dass du ausgerechnet in eine Disco gegangen bist und dann sogar noch auf die Tanzfläche. Vom Alkohol fange ich gar nicht erst an, die Antwort hast du mir ja schon genannt.”
“Tja, was soll ich machen? Ersteres ist eindeutig Viktors Schuld und die der anderen. Ich hatte kurz überlegt, ob ich es wie Gregor mache und eine Ausrede suche …”
“Er hatte nicht wirklich eine Ausrede. Conny geht halt vor”, verteidigte Elsa ihren Bruder und bekam dafür ein Lachen als Antwort.
“Ja, ich hätte auch lieber dich als Ausrede genutzt. Was übrigens Grund dafür ist, dass ich hier auf einer Tanzfläche bin. Du, meine wundervolle Frau.”
“Aha, wundervoll?” Elsa sah mit blitzenden Augen auf.
“Die beste, die tollste … und vor allem, meine.”
Und damit legte Mario mitten in der Öffentlichkeit, auf einer vollen Tanzfläche, seine Lippen auf Elsas und zog sie eng an sich.

Mayumi hatte die Stirn gerunzelt, als Elsa von dem Kerl von vorher angetanzt wurde. Doch noch mehr überrascht war sie davon, dass ihre Freundin das nicht nur zuließ, sondern sogar mitmachte. Und als der Kerl sich plötzlich zu ihr beugte und sie küsste, Elsa diesen Kuss sogar erwiderte, weiteten sich ihre Augen erneut. Was sollte sie jetzt tun? Das einfach zulassen? Elsa ihre eigenen Fehler machen zu lassen? Aber auf der anderen Seite …
“Willst du das auch? Ich hätte damit kein Problem, ich küsse dich gerne und ich küsse gut, das kannst du mir glauben”, erklang eine tiefe Stimme an ihrem Ohr und schon zuckte Mayumi erschrocken zusammen.
Sie drehte sich zur Seite. Überrascht war sie nicht, den heißen Mann von vorher neben sich anzutreffen. Seine Stimme und sein wirklich angenehmer Geruch hatten ihr schon gesagt, wer er war, noch bevor sie ihn sah. Und verdammt, er sah immer noch so heiß aus. Einen Augenblick war sie versucht, herauszufinden, ob er damit recht hatte, dass er gut küssen könnte. Aber … ihr Blick fiel wieder auf Elsa und den Typen, die mit ihren Mündern zusammengewachsen zu sein schienen.
“Okay, also das hätte ich ihm jetzt nicht zugetraut, so ist er normalerweise doch nicht drauf”, sagte der Kerl neben ihr erstaunt.
“Ach, ist er das nicht? Ist es nur deine Professionalität, Frauen anzumachen?”, fragte Mayumi amüsiert nach.
“Hmm, ja, doch. Zumindest, wenn ich jemanden kennenlernen will.”
“Kennenlernen oder flachlegen?”
“Beides. Bei dir ist es eher ersteres, auch wenn ich schon gespannt bin, wie du dich bei zweiterem schlägst. Ich habe gehört, Rothaarige haben ein ganz schönes Temperament.”
Sie schüttelte ungläubig ihren Kopf. “Du bist unglaublich.”
“Ja, das bin ich wirklich.” Ein breites Grinsen zierte sein Gesicht.
“Ich weiß nicht, ob ich dich wirklich kennenlernen will, geschweige denn, dich kennenlernen sollte.”
“Natürlich sollst du das. Du kannst dabei nichts falsch machen.”
Mayumi entschied sich in dem Augenblick dazu, ihn einfach zu ignorieren. Stattdessen musste sie jetzt wirklich etwas unternehmen.
“Entschuldige mich bitte und drückte sich einfach zwischen anderen Leuten auf der Tanzfläche hindurch und ließ Viktor, der gerade noch etwas gesagt hatte, einfach stehen. Mit großen Augen sah er ihr hinterher und ein Leuchten erschien in seinen Augen. Er liebte Herausforderungen und sie schien eine zu sein!

“Elsa!”, drang eine Stimme zu dieser durch und etwas enttäuscht löste sie sich von Mario.
“Ja?”, fragte sie Mayumi, die sie kopfschüttelnd ansah.
“Komm mit”, erklärte diese in dem Augenblick und zog sie kurzerhand aus Marios Armen und durch die tanzende Masse auf der Tanzfläche, bis sie in dem großen Flur ankamen, von wo aus man zu den unterschiedlichen Tanzflächen und Bars kam.
“Was ist los, Maya?”, fragte Elsa verwundert, da erkannte sie Viktor, der kurz darauf ebenfalls auf den Flur trat, aus dem gleichen Raum kommend wie sie. “Oh, sag mir bitte nicht, dass er dich schon wieder angebaggert hat”, seufzte sie und überlegte, ob sie Viktor am besten gleich sagen sollte, dass er Mayumi einfach in Ruhe lassen sollte.
“Was? Oh ja, das schon, aber was ich eigentlich wollte, ist …”
Doch weitersprechen konnte sie nicht, denn da tauchte Elsas Discoflirt auf und legte dieser eine Hand auf die Schulter.
“Du, ich würde mich auf den Heimweg machen. Willst du vielleicht mitkommen und mir das Bett ein wenig wärmen?” Er zwinkerte ihr zu, woraufhin der Angesprochenen ein Lachen entkam.
“Warum eigentlich nicht?”, erwiderte sie, doch noch während sie sprach, erklang schon Mayumis Stimme laut.
“Okay, es tut mir leid, aber das kann ich nicht zulassen, Elsa! Mach dir nicht kaputt, was du hast! Ja, vielleicht gibt es manchmal Flauten, aber du kannst nicht einfach deine Beziehung für einen One-Night-Stand wegwerfen. Und du”, Mayumi drehte sich zu dem Mann neben ihrer Freundin und piekste diesem ihren Zeigefinger in die Brust, “du hast es richtig verstanden! Sie ist in einer Beziehung!”
Der Angesprochene hob erstaunt seine Augenbrauen, ehe er laut lachte und an Mayumi vorbei auf Elsa deutete.
“Du hast sowas von recht! Sie ist in einer Beziehung, mit mir.”
“Was?” Ungläubig wandte sich Mayumi ihrer Freundin zu, die eine Hand vor dem Mund liegen hatte und lachen musste.
“Ja, das ist wirklich so. Mayumi, das ist Mario, mein Freund.” Ein Räuspern erklang neben ihr und sie lachte erneut auf. “Okay, mein Verlobter!” Ihr Blick wandte sich diesem zu. “Entschuldige, aber daran”, sie hob ihre rechte Hand mit dem schmalen Ring an ihrem Ringfinger, “muss ich mich noch ein wenig gewöhnen.”
Mario trat um Mayumi herum und legte einen Arm um seine Verlobte, um sie an sich zu ziehen.
“Solange du weißt, wo du hingehörst, ist alles okay.”
“Das weiß ich. Das werde ich immer wissen”, erwiderte sie mit leuchtenden Augen und dann beugte er sich wieder zu ihr hinunter, um sie zu küssen.
“Das ist manchmal schon fast widerlich süß”, erklang die tiefe Stimme neben Mayumi, die ihren Nebenmann nur kurz ansah, ehe sie bestätigend nickte.
“Das ist es wirklich …”, seufzte sie.
Kurz darauf löste sich das Paar wieder voneinander und wandte ihre Aufmerksamkeit ihren Begleitern zu.
“Maya, das ist übrigens Viktor, ein guter Freund von uns. Leider … ist er so, wie er ist.”
“Was soll das denn heißen, Elsa?”
“Sie hat doch recht, Viktor. Du bist, wie du bist.”
“Toller Freund, Mario, wirklich.”
Dieser lachte, ehe er Elsas Hand umfasste.
“Immer wieder gerne. Aber wir beide gehen jetzt wirklich, wir haben noch eine Verabredung miteinander. Ach, Mayumi.”
“Ja?”, fragte diese.
“Er ist okay.”
“Er ist wirklich okay und ein mega Typ, das kannst du mir glauben. Ich vertraue ihm, würde ich immer und jederzeit”, fügte Elsa Mario hinzu. “Genieße die Nacht noch, wir telefonieren morgen.”

Gleich darauf sahen Mayumi und Viktor gemeinsam ihren Freunden hinterher, bis diese verschwunden waren.
“Na dann”, sagte Mayumi seufzend. Was sollte sie nun tun? Yosuke und die anderen suchen?
“Hast du vielleicht nochmal Lust auf einen Drink? Ich lade dich wieder ein.”
Erstaunt sah sie Viktor an, der in die Richtung der Bars deutete. Hatte sie Lust? Na gut, er sah immer noch wie ein Gott aus und sie wusste es ja immer noch nicht, ob er wirklich so gut küsste, wie er behauptete. Aber ob sie das heute noch herausfinden wollte? Sie war sich da nicht wirklich sicher, doch mit einem Drink konnte sie mal anfangen.
“Okay, warum nicht?”
“Wirklich?” Erstaunt sah er sie an.
“Was jetzt? Du fragst mich und bist dann erstaunt, wenn ich zusage?”
“Ich hatte mir halt gerade schon viele Argumente dafür zurechtgelegt, um dich zu überzeugen. Aber gut”, er zuckte mit seinen Schultern, “ich beschwere mich nicht. Ist doch klar, dass ich unwiderstehlich bin.”
Mayumi sah ihn noch einen Augenblick an, ehe sie laut lachen musste.
“Kann es sein, dass dein zweiter Vorname nicht gerade Bescheidenheit lautet?”
“Ja, ich glaube so lautet er nicht”, antwortete Viktor ebenfalls und grinste breit.
“Na dann, holen wir uns einen Drink und du verrätst mir, ob du einen anderen zweiten Vornamen hast.”
“Wenn du mir verrätst, ob du einen hast.”
Mayumi legte ihren Kopf schräg und schmunzelte.
“Vielleicht verrate ich ja noch mehr, es kommt nur darauf an, ob du die Fragen richtig stellst.”
Und dann machte ihr Herz einen Satz, als sich Viktor plötzlich tiefer zu ihr hinab beugte und plötzlich nur noch ein paar Zentimeter von ihr entfernt war.
“Na dann werde ich darauf achten, die richtigen Fragen zu stellen, denn ich will dich kennenlernen, Mayumi.”
Und damit hatte er sie wohl, denn ab diesem Augenblick konnte sie seine Fragen nicht mehr erwarten … Dann war da ja auch noch das Geheimnis, ob er wirklich so gut küsste, wie er behauptete und gerade konnte sie es nicht mehr erwarten, dieses zu lüften.

~~Ende~~



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wenn euch der OS gefallen hat, hinterlasst mir doch ein Review und/oder ein Sternchen ^^
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast