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One- Shot "Neuanfang"

von Laika1993
Kurzbeschreibung
OneshotDrama, Romance / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
05.04.2022
05.04.2022
1
3.174
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Dieses Kapitel
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05.04.2022 3.174
 
Hallo, meine Lieben :)
Da sich einige von euch eine kleine Fortsetzung zu meinem One- Shot "Dunkelheit" gewünscht hatten, habe ich mich natürlich nicht lumpen lassen und eine geschrieben.
Ich will nicht zu viel verraten, nur soviel... Es wird romantisch, traurig und vielleicht auch wieder etwas düster :)

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und lasst mir gern eure Meinungen und Gedanken dazu da :)

LG Laika :))



"Bist du sicher, dass wir hier richtig sind? Was wenn deine Infos falsch waren?", stammelte Beca nervös und schaute neben sich.

Eine große, hübsche, dunkelblonde Frau schielte zu Beca und schnaufte.

"Becs, bitte entspann dich. Ich bin Detectiv, meine Infos sind in den meisten Fällen sicher."

Beca nickte kaum merklich und ließ ihren Blick wieder hektisch umher wandern.
Jeden Winkel des gut besuchten Brooklyn Aquariums checkte sie mit ihrem Blick ab, dabei kaute sie nervös auf ihrer Unterlippe herum.

Eine sanfte Hand auf ihrer Schulter ließ sie wieder neben sich blicken.

"Wirklich... Sie wird heute hier auftauchen.", beruhigte die Dinkelblonde Beca.

Beca nickte wieder und fuhr sich mit den Händen übers Gesicht.

"Ich weiß... Ich sollte mich beruhigen. Aber... Stacie... Was wenn sie mich schon vergessen hat? Ich habe... Naja, mich nie bei ihr gemeldet.", flüsterte Beca leise und ihr Blick trübte sich.

Stacie neben ihr nickte zaghaft und stellte sich näher zu Beca, da sich immer wieder Menschen an ihnen vorbei drängten.

"Ich versteh dich ja. Aber wenn du ihr erklärst, wieso, weshalb, warum... Dann wird sie es verstehen. Mach dich nicht zu verrückt.", beruhigte Stacie die Brünette.

Dankbar lächelte Beca und ihre Gedanken schweiften wieder zu ihr. Zu Emily...
Zu Emily, welche ihr vor einem halben Jahr in der schlimmsten Nacht ihres Lebens geholfen hatte. Welche sich, ohne viele Fragen zu stellen, um Beca gekümmert hatte.

Während Becas Entgiftung kreisten ihre Gedanken immer wieder um die hübsche Dunkelhaarige und doch hatte sie sich nie bei ihr gemeldet.

Als Stacie vor wenigen Tagen dann heraus gefunden hatte, dass Emily eine Bella war und auf die Barden ging, wurde Becas Herz schwer.
Gedanken an ihre glückliche Vergangenheit auf dem College, kamen wieder an die Oberfläche.
Und dadurch auch Gedanken an Chloe... Ihren geliebten Ginger.
Bevor Beca weiter in schmerzlichen Gedanken versinken konnte, wurde sie sanft von Stacie angestupst.

"Hey... Es geht los. Bist du bereit?", hauchte Stacie mit einem kleinen Lächeln.

Beca zuckte kurz zusammen und ihr Blick schnellte nach vorn.

"Scheiße, du hattest wirklich recht.", keuchte Beca und ihre Hand klammerte sich hilfesuchend in Stacies Arm.

Diese biss kurz die Zähne zusammen, sagte aber kein Wort.

Wenige Meter vor ihnen, vor einem riesigen Aquarium, betraten die neuen Bellas die Bildfläche.

Beca scannte jede Einzelne von ihnen genau und dann erschien Emily auf der Bildfläche.
Die Brünette sog scharf die Luft ein und ihr Blick fixierte Emily.

"Alles okay, Becs?", fragte Stacie.

"Ja, es ist nur... Irgendwie komisch sie wieder zu sehen.", hauchte Beca und ließ Emily dabei keine Sekunde aus den Augen.

Die Bellas hatten mittlerweile mit ihrer Performance begonnen und Beca schluckte.

Emilys Stimme ließ Beca eine Gändehaut über den Rücken laufen.
Wieder einmal musste sie an die Auftritte zu ihrer Zeit als Bella denken.
Wie viel Spaß sie mit den Mädels hatte und was sie alles gemeinsam erleben durften.
Leicht lächelnd schloß sie die Augen und ließ sich von dem Gesang der Bellas berieseln. Sie konnte es nicht verhindern, dass eine Träne ihre Augen verließ.
Schnell wischte Beca sich diese von der Wange und schluckte den Kloß im Hals herunter.

Tosender Applaus brachte Beca wieder ins Hier und Jetzt zurück.
Tief atmete sie durch und öffnete dann ihre Augen wieder.

"Da kommen Erinnerungen hoch, oder?", murmelte Stacie, welche sich näher zu Beca gebeugt hatte und applaudierte.

"Ja...", flüsterte Beca und beobachtete Emily weiter genau.

Emily und die restlichen Bellas lächelte ins Publikum und genossen den Applaus.

Dann traf Emilys Blick genau den von Beca.
Beca hielt die Luft an und versuchte schlau aus dem Blick der Jüngeren zu werden.

Kurz blitzen Emily Augen freudig auf, doch keinen Herzschlag später war dieser Ausdruck verschwunden.
Schnell wendete Emily ihren Blick wieder ab und widmete sich ihren Bellas.
Nachdem der Applaus langsam verstummte verließen die Mädels die Bildfläche und jeder der Besucher ging wieder seiner Wege.

Erstarrt blieb Beca reglos stehen. Emilys Blick machte die Brünette nervös und ein ungutes Gefühl machte sich in ihr breit.

"Wow, die Mädels waren richtig gut. Und hey... Emily ist wirklich heiß. Du hast nicht übertrieben.", plapperte Stacie.

Beca drehte sich zu ihr herum und suchte ihren Blick.

"Ich habe sie nie heiß genannt. Lediglich hübsch und gutaussehend.", murmelte Beca verlegen.

Stacie winkte ab und verdrehte leicht die Augen.

"Du weißt was ich meine. Beca... Du solltest mit ihr reden und alles erklären.", wurde die Dunkelblonde wieder ernst.

Langsam schüttelte Beca den Kopf und sah auf den Boden.

"Ich glaube nicht, dass sie mit mir reden möchte. Ihr Blick hat Bände gesprochen."

"Quatsch nicht. Sie war sicher nur überrascht dich hier zu sehen.", antwortete Stacie ermutigend.


"Das bin ich in der Tat.", erklang plötzlich eine Stimme hinter den Beiden.

Stacies Blick schnellte hinter Beca und es erschien ein freundliches Lächeln auf ihrem Gesicht.
Beca erstarrte und sie traute sich nicht, sich umzudrehen.
Sie wusste ganz genau, wer da hinter ihr stand. Auch nach den ganzen Monaten hatte sie diese Stimme sofort erkannt und ihr Herzschlag erhöhte sich.

Stacie rempelte Beca sanft an, doch diese rührte sich immer noch nicht.

"Hey... Du musst Emily sein. Beca hat mir schon viel von dir erzählt. Ich bin Detectiv Stacie Conrad. Eine alte Freundin von Beca.", stellte Stacie sich vor und reichte Emily die Hand.

Emilys Blick schnellte immer wieder zwischen Becas Kehrseite und Stacie hin und her.

"Ähm... Hey... Ja, ich bin Emily. Ich bin etwas... Überfahren grade. Sorry.", murmelte Emily und ergriff Stacies Hand.

Langsam drehte Beca sich um und scannte Emily mit einem schüchternen Blick.

"Hey, Emily...", hauchte Beca leise und versank dabei schon fast wieder in Emilys braunen Augen.

Emilys Blick wurde traurig, aber hielt Becas Blick stand.

"Beca, Hey...", erwiderte Emily und brach dann den Blickkontakt ab.

Es herrschte eine bedrückende Stille zwischen den Dreien.

Stacie ließ den Beiden einen Moment und räusperte sich dann.

"Ihr Beiden solltet reden. Ich, ehm... Lass euch alleine. Becs, schreib mir einfach wenn... Du weißt schon.", sagte Stacie, schenkte den Beiden noch ein Lächeln und verschwand dann.

Erwartend sah Emily Beca an und wartete.

"Können wir... Ähm, irgendwo reden?", stammelte Beca.

Emily nickte und drehte sich von Beca weg.

"Komm mit.", forderte Emily Beca auf.

Schweigend dackelte Beca hinter Emily her bis sie in einer Art Garderobe angekommen waren.

"Setzt dich, ich zieh mich nur schnell um.", sagte Emily und schenkte Beca ein kleines Lächeln.

"Okay.", hauchte Beca und setzte sich auf den Sessel, welcher im Raum stand.

Emily drehte sich um und schälte sich aus ihren Bühnenklamotten.
Beca schluckte und räusperte sich.

"Ich kann auch draußen warten. Also...", krächzte Beca und versuchte ihren Blick von Emily abzuwenden.

"Schon okay. Du wirst mir schon nichts weg schaun, oder?", antwortete Emily schmunzelnd.

"Das kann ich dir nicht versprechen...", murmelte Beca mehr zu sich selbst.

Emily zog sich gerade ihr Top vom Körper, als Beca sich wieder leise räusperte.

"Em, es tut mir leid....", fing Beca leise an.

Emily hielt inne und atmete tief durch.
Langsam drehte sie sich zu Beca um. Das sie dabei oben rum nur noch in Unterwäsche da stand, störte sie dabei nicht.

"Was genau? Das du dich nie gemeldet hast? Ich mir wahnsinnige Sorgen um dich gemacht habe, obwohl ich dich kaum kenne?", polterte Emily lauter als gewollt.

Ihr Blick bohrte sich in Becas und fixierte sie.

Beca sah die Enttäuschung in ihren Augen und es tat ihr weh, Emily so zu sehen.

"Ja, so ungefähr... Aber ich... Wollte mich melden, aber ich habe deine Nummer verloren. Das war wieder so typisch für mich. Nachdem ich mich für eine Entgiftung angemeldet hatte, wollte ich mich bei dir melden. Aber naja... Es tut mir leid.", erklärte Beca sich zähneknirschend.

Emilys Augenbrauen schoßen in die Höhe und ein erleichtertes Lächeln erschien um ihre Mundwinkel.

"Du hast entgiftet?", hauchte Emily und kniete sich vor Beca.

Langsam legte sie Beca eine Hand auf den Oberschenkel und sah zu ihr auf.

Beca nickte lächelnd und legte ihre Hand auf Emilys.

"Ja... Waren die härtesten Wochen meines Lebens.", murmelte Beca.

Erleichtert seufzte Emily auf und sah sich Beca jetzt genauer an.
Die Brünette sah deutlich gesünder aus. Ihre Augen strahlten und sie schien auch nicht mehr so dünn zu sein.

"Du siehst wirklich besser aus. Also... Was ich damit sagen will... Du siehst gut aus, Becs. Ich bin so stolz auf dich. Wirklich."

Emilys Augen strahlten Beca an und sie streichelte weiter über ihren Oberschenkel.

"Danke, ich fühle mich auch deutlich besser. Es ist zwar trotzdem noch ein langer Weg bis wieder alles in geregelten Bahnen verläuft, aber... Es ist ein Anfang. Dank dir...", antwortete Beca schief lächelnd.

Emily bekam ein Grinsen ins Gesicht und winkte ab.

"Nichts zu danken. Vielleicht sollten wir so langsam wieder zu deiner Freundin. Nicht das sie dich vermisst.", murmelte Emily, bewegte sich aber nicht vom Fleck.

"Stacie ist nicht meine Freundin. Also jedenfalls nicht Freundin im Sinne von... Du weißt schon. Wir kennen uns vom College. Wir haben zusammen bei den Bellas gesungen.", schmunzelte Beca.

Erstaunt sah Emily Beca in die blauen Augen.

"Bellas? Du, also ihr...", fing Emily an.

Beca nickte.

"... Waren Bellas... An der Barden, so wie du.", vollendete Beca Emilys Gedanken.

Langsam erhob Emily sich.

Becas Blick wanderte über Emilys Oberkörper. Sie musste wieder zugeben, dass die Jüngere unglaublich hübsch war.
Emily bemerkte Becas Blick und lächelte frech.

"Du starrst.", flüsterte Emily und zwinkerte.

Verlegen sah Beca schnell weg und wurde leicht rot.

"Sorry...", stammelte Beca.

"Schon okay, mich stört das nicht. Ich zieh mich schnell weiter an.", entschärfte Emily die Situation.



"Na, habt ihr euch ausgesprochen?", fragte Stacie neugierig.

Beca verdrehte lächelnd die Augen und blieb mit Emily vor Stacie stehen.

"Haben wir. Wie kann man nur so neugierig sein.", brummte die kleine Brünette.

"So bin ich eben. Ich will nicht drängeln aber, wir sollten so langsam los.", fing Stacie vorsichtig an.

Becas Lächeln erstarb und sie drehte sich zu Emily.
Die Dunkelhaarige schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln.

"Gibst du mir dein Handy? Ich will diesmal sicher gehen, dass du meine Nummer nicht wieder verlierst."

Beca fischte nach ihrem Smartphone und reichte es Emily.
Diese tippte schnell ihre Nummer ein und gab es Beca zurück.

"Ich hoffe, du meldest dich.", hauchte Emily und schlang ihre Arme um Beca und zog sie in eine liebevolle Umarmung.

Beca lehnte sich weiter in Emilys Umarmung und genoss deren Nähe.

"Mach ich. Komm gut nach Hause.", brummte Beca und sog noch einmal Emilys Duft ein.

Langsam lösten die Beiden sich voneinander.

"Bring Beca gut nach Hause. Hat mich gefreut dich kennenzulernen.", verabschiedete Emily sich auch von Stacie.

"Klar, ich passe gut auf unsere Kleine hier auf. Man sieht sich, Emily.", erwiderte Stacie.



"Was sind deine Pläne nach dem College?"

Beca sah neben sich zu Emily, welche neben ihr lag.
Es waren einige Wochen seit ihrem letzten Treffen vergangen.
Emily und Beca hatten sich häufig getroffen und Zeit miteinander verbracht.
Beca merkte, dass sie auf dem besten Wege war, sich in Emily zu verlieben. Doch bis jetzt hatte sie nicht den Mut gehabt ihre Gefühle offen zu legen.

Emily schnaufte leise und drehte sich zu Beca. Sie hob den Kopf und stütze diesen auf ihrer Hand ab.

"Mhm... Ich wollte eigentlich irgendwas mit Musik machen. Vielleicht bewerbe ich mich für ein Praktikum in einer Plattenfirma. Mal schaun wo es mich hin treibt.", murmelte Emily und suchte Becas Blick.

Beca sah gen Himmel und hörte Emily aufmerksam zu.

"Das klingt doch nach einem Plan. Mach das, wirklich... Nur, mhm... Ich hoffe, dass es dich nicht zu weit weg treibt.", antwortete Beca.

Emily lächelte und stupste Beca sanft an.

"Keine Angst, so schnell wirst du mich nicht wieder los.", hauchte Emilyund strich Beca kurz über den Arm.

"Da bin ich aber beruhigt. Ich würde dich schrecklich vermissen, Em.", hauchte Beca leise.

Verlegen wurde Emily rot und scannte Becas hübsches Gesicht.
Es herrschte Stille zwischen den Beiden.
Emily rückte etwas näher an Beca und legte dieser eine Hand an die Wange.

Kurz zuckte die Brünette zusammen, entspannte sich dann aber schnell wieder.
Nervös kaute Emily auf ihrer Unterlippe herum und sah auf Becas leicht geöffnete Lippen.

"Becs, ich würde gern... Also...", stammelte Emily leise.

"Was?", fragte Beca ebenso leise.

Emily schluckte und näherte sich mit ihren Lippen denen von Beca.
Zitternd schwebten Emilys Lippen über Becas.

Beca schloß ihre Augen und erschauderte.
Emilys Finger liebkosten Becas Wange und bescherten ihr eine Gänsehaut.
Gerade wollte Emily ihre Lippen auf die von Beca drücken, als sie sanfte Finger auf ihren Lippen spürte.

Emily hielt inne und schlug ihre Augen auf.

"Em... Ich kann nicht.", hauchte Beca erstickend und drehte sich verlegen weg.

Emily zuckte zurück und ließ Beca los. In ihrem Blick lag Enttäuschung, auch wenn sie es gern vor Beca verbergen würde.

"Liegt es an mir? Bin ich nicht dein Typ... Oder...", stammelte Emily enttäuscht und richtete sich langsam auf.

Sie wollte Beca nicht in die Augen schauen.
Beca neben ihr setzte sich ebenfalls auf.

"Es liegt nicht an dir. Ich... Also du bist die erste Frau seit Chloe, welche ich..."

Beca verstummte und ihr Herz wurde wieder schwer.
Emily angelte nach Becas Hand.

"Hey... Es tut mir leid. Ich wollte nicht aufdringlich sein.", murmelte Emily.

Beca schien zu überlegen und stand dann auf. Emily zog sie einfach mit nach oben.
Sie klopfte sich einige Grasreste von ihrer Jeans und behielt Emilys Hand in ihrer.

"Komm mit. Ich will dir was zeigen.", sagte Beca und zog Emily hinter sich her.

Emily lief schweigend neben Beca her. Immer wieder schielte sie zu Beca, wurde aber nicht schlau aus ihr.
Ja, sie konnte Beca verstehen. Chloe hatte immer noch einen großen Platz in ihrem Herzen und das sollte sie auch weiterhin haben.
Die Jüngere war so in Gedanken, dass sie nicht merkte, wo ihr Weg sie eigentlich hin führte.

Erst als sie Becas Hand an ihrer spürte, sah sie auf und musste schlucken.
Die Beiden standen mitten auf dem Friedhof. Genauer gesagt, vor einem bestimmten Grabstein.

Zögerlich sah Emily auf die Inschrift und ihr Herz wurde tonnenschwer.
Ihr Blick wanderte zu Beca, welche sanft ihre Hand drückte.

"Ich würde dir Chloe gern vorstellen. Also nicht im Sinne von persönlich... Du weißt schon.", flüsterte Beca und hockte sich vor Chloes Grab.

Kurz schloß sie ihre Augen und strich mit ihren Fingern über den Grabstein.

"Hey Chlo... Ich will, also möchte dir gern Jemanden vorstellen. Sie ist... Jemand sehr Besonderes für mich. Emily... Sie hat mir in meinen dunkelsten Stunden geholfen. Ohne wenn und aber... Sie erinnert mich so sehr an dich. Du wärst begeistert von ihr. Emily hat die Bellas übernommen, so wie du damals. Du fehlst mir wahnsinnig, Chloe.", schniefte Beca und es liefen mehrere Tränen ihre Wange herab.

Emily stand dicht hinter Beca und hatte ihr stärkend eine Hand auf die Schultern gelegt, ohne dabei zu aufdringlich zu sein.
Becas Worte berührten sie und hatten zur Folge, dass auch bei ihr die Tränen floßen.
Für Beca war sie etwas Besonderes. Ein kurzes Lächeln erschien auf ihren Lippen.

Langsam hockte sie sich neben Beca und sah auf Chloes Grab.
Emily überlegte sich ihre folgenden Worte genau.

"Hey Chloe. Beca hat mir soviel von dir erzählt. Natürlich nur Gutes. Ich hätte... Ich hätte dich so gern kennengelernt. Auch wenn sich Beca dann sicherlich nicht auf die gleiche Art und Weise wie jetzt für mich interessiert hätte. Sie hätte weiterhin nur Augen für dich gehabt.
Ich hab Beca wirklich gern. Also so richtig gern... Nicht nur freunde-gern, verstehst du? Und wenn sie mich lässt, dann würde ich gern mehr als nur eine gute Freundin für sie sein. Ich hoffe du hast nichts dagegen.", hauchte Emily leise und wischte sich dabei immer wieder eine Träne aus den Augen.

Beca neben ihr starrte Emily die ganze Zeit an und ihr fehlten die Worte. Wie Emily so selbstverständlich mit Chloe redete... Beca wurde trotz des Ortes warm ums Herz und ihre Gefühle für Emily drohten sie gerade zu erschlagen.
Langsam erhob sich Emily wieder und trat nervös von einem Fuß auf den Anderen.

Beca tat es ihr gleich.

"Das war wunderschön, Emily. Mir fehlen gerade die Worte.", keuchte Beca.

Emily schüttelte sanft den Kopf.

"Du musst auch nichts sagen. Komm, lass uns gehen.", antwortete Emily lächelnd.



Kurze Zeit später standen die beiden jungen Frauen vor Emilys Wohnungstür.

"Danke für diesen schönen Tag. Und dafür, dass du mich hast an diesem Teil deines Lebens, teilhaben lassen.", flüsterte Emily und vergrub ihre Hände in den Jackentaschen.

"Nicht dafür. Ich hab das irgendwie gebraucht. Für mich, für dich, für Chloe... Aber vorallem für uns... Emily, ich habe jedes Wort vorhin ernst gemeint. Ich hab... Mich in dich verliebt und das ziemlich heftig sogar. Du gibst mir Kraft, bist für mich da und stehst immer zu mir. Egal um was es geht. Du unterstützt mich weiterhin auf meinem schweren Weg. Ich will dich nicht mehr aus meinem Leben wissen.", flüsterte Beca und legte Emily dabei ihre Hände an die Wangen.

Emilys Augen blitzen ergriffen auf und sie schmiegte sich in Becas Berührung.

"Sag was, bitte.", hauchte Beca und wurde langsam nervös.

Emily lächelte verliebt und legte Beca ihre Hände in den Nacken.

"Jetzt hast du mich sprachlos gemacht. Becs, ich will Teil deines Lebens sein und ich fühle das gleiche für dich, wie du für mich.", stammelte Emily und lehnte ihre Stirn an die von Beca.

"Würdest du mich dann bitte endlich nochmal versuchen zu küssen?", flüsterte Beca lächelnd und lehnte sich etwas zurück.

Emily lächelte seelig vor sich hin und nickte.

"Sehr gern.", hauchte Emily.

Und das tat Emily dann auch. Sanft und behutsam drückte sie ihre Lippen auf die
Weichen von Beca.
Zufrieden seufzten Beide auf.

Das erste Mal seit Chloes Tod wusste Beca, dass es für sie wieder einen Grund zum glücklich weiter leben gab. Und dieser Grund lag gerade hier in ihren Armen und küsste sie so unglaublich sanft und voller Liebe.
Emily...
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