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new Horizons (3)

von JaneS
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P18 / Gen
Chris Fehn Corey Taylor Craig Jones Joey Jordison OC (Own Character) Sid Wilson
04.04.2022
05.10.2022
81
473.085
3
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23.09.2022 5.181
 
Ein letztes Mal feiern



Im Sand sitzend, die Sonne genießend und dieses kleine Armband aus pinken Plastikperlen zwischen den Fingern drehend beobachtete Diego, wie Jules mit Miguéls Sohn durch die Wellen hüpfte und sich dabei vollkommen verausgabte. Ben war ebenfalls mit ins Wasser gegangen und warf die rothaarige Schönheit gerade von sich, ehe er sich Joshua schnappte und ebenfalls von sich warf, die hatten da draußen einen Mordsspaß. Colbey hingegen lief zusammen mit Miguél, Jandro und Ajani die Wasserlinie auf und ab, das Kind suchte Schätze aus dem Meer und hielt alles, was er in die Finger bekam einem von den Dreien unter die Nase. Raúl hingegen saß etwas weiter entfernt bei Fetch und ließ sich zulabern, hin und wieder hörte man die beiden herzhaft über irgendwas lachen und zanken. Einzig Dani war nicht hier, der war am Haus geblieben und wollte seine Wäsche waschen, mit Gina telefonieren oder weiß der Teufel sonst was treiben. Zwei Tage blieben ihnen mindestens, bis seine Truppen sich aus Mexiko zurück gezogen und den Weg über die See nach Kolumbien gefunden hatte, er rechnete eher mit drei Tagen in diesem kleinen Paradies hier. Bis dahin konnten sie die Seele baumeln lassen und die Reise gut planen, die noch vor ihnen lag, im Moment jedoch konnte Diego sich eh kaum konzentrieren. Diese Erinnerung in Ben zu sehen, die der Schwarzhaarige ihm zugeflüstert hatte, dieses Kind in Romys Armen liegen zu sehen, das hatte ihm heute Morgen ganz heftig den Teppich unter den Füßen weg gezogen. Romy hatte gesund und munter ausgesehen, genau wie Amy, die neben ihrer Mutter gesessen hatte und ihre Augen gefährlich unter den wunderschönen Kringeln in Bens Richtung blitzen ließ, allein dieser Moment bescherte ihm trotz der sommerlichen Temperaturen hier eine Gänsehaut. Und dann war da dieses Armband und Cookies Kreuz, welches er dank Ben um den Hals trug und nun berührte. Hatte Ben es ausgegraben? Aber nein, er hatte doch selbst im Sand neben den Gringo gekniet und gesehen, dass das eine ganz andere Stelle gewesen war, zudem war dieses Armband ja heute erst aufgetaucht und Ben hatte einzelne Kirschblütenblätter in den kurzen Haaren hängen gehabt, das ergab doch alles keinen Sinn. Okay, sehr zu seiner Belustigung hatte Colbey später eins der Blütenblätter auch in den Haaren hängen gehabt und Jules hatte gut gelaunt gezwinkert, die beiden Männer voneinander fern zu halten schien irgendwie unmöglich geworden zu sein. Aber sollten sie sich ruhig ausleben, sollten sie die besten Momente so gut es ging auskosten, Ben tat Colbey gut und das konnten sie doch alle sehen. „Adriana war dein Name, deine Mama hat dir einen wundervollen Namen geschenkt. Ben?“, sagte er erst leise, dann laut und pfiff den Gringo aus dem Wasser, Ben kam aus den Fluten und schüttelte sich die Haare aus, lief durch die Wellen und Fetch pfiff darüber, ja, Ben war ein Schnittchen und das konnte der Kerl nicht abstreiten. Trainiert, sportlich und sexy mit seinen schwarzen Haaren und den blitzend blauen Augen grinste der Kerl nur und warf Fetch einen Luftkuss zu, Diego schmunzelte darüber und schüttelte den Kopf. Ein jeder sah da gern hin, ihm ging es da ja nicht anders. „Was gibt es? Warum sitzt du so allein hier?“, wollte der Schwarzhaarige dann wissen und kam näher, Diego klopfte neben sich in den Sand und gluckste, weil Fetch gerade wieder pfiff und mit Raúl darüber lachte. „Setz dich mal zu mir. Ich hab hierüber nachgedacht, Amigo. Du hast Romina gesehen mit unserer Tochter, und Amy war da. Warum trug sie kein Kind bei sich?“, fragte er und hob den Mittelfinger, weil Ben sich nah zu ihm setzte und Fetch da oben ein „Wuuhuuuu!“, hören ließ. „Ich weiß es nicht, Diego. Vielleicht, weil es biologisch gesehen nicht dein Sohn war, oder aber weil das Kind nie geboren wurde? Als ich meine Mom zum ersten Mal in diesem Garten sah, da waren meine beiden Schwestern bei ihr, aber beide Kinder sind geboren worden. Lebend geboren meine ich. Ich kann dir diese Frage nicht beantworten, es tut mir leid. Vielleicht hatte sie Samuél nicht dabei, weil das Kind für mich in dem Sinn nicht von Relevanz war, ich meine ich hab damit ja eigentlich in dem Sinn nichts am Hut.“, murmelte Ben und drehte die Perlen des Armbands zwischen den Fingern, da Diego es ihm gegeben hatte. „Hm, klingt alles irgendwie logisch. Ich weiß nicht, warum mir das nach all den Jahren immer noch so weh tut, dieses Mädchen und die Sache mit Romy, meine ich. Ich hatte in Amelia all das gefunden, wonach ich noch nicht einmal bewusst suchte und ich hab wundervolle Kinder bekommen, ich müsste Romy längst hinter mir gelassen haben.“, murrte er und sah zu Ben hin, der das Blau seiner Augen im Licht der Sonne blitzen ließ und ihm das Armband behutsam zurück gab. „Wir lieben, und nur darauf kommt es an, Diego, du hast die Worte meiner Mutter selbst gehört. Adriana war Rominas Wunder, das hat sie wach gerüttelt und sauber werden lassen, die Geburt eurer gemeinsamen Tochter. Sie hat dich sehr geliebt und nur darauf kam es für sie noch an. Jetzt weißt du es, das heißt, sie wird Frieden finden können mit eurer Tochter, sie darf frei sein. Und deshalb kannst du das bis heute nicht los lassen und abschütteln, du hast sie auch geliebt und von diesem Kind so zu erfahren hat dir weh getan.“, meinte Ben und hatte Recht, zum Sand hinab sehend seufzte er und es war seltsam, aber der Einblick in diese Erinnerung an Bens Traum hatte auch ihm ein Stück weit Frieden geschenkt. „Es beruhigt mich jedenfalls, sie so sehen zu dürfen. Gesund und munter, so hätte es damals schon sein sollen. Hör zu, was ist das mit Lilly und Cobe? Jules hat mir gesagt, dass sie einen Kerl namens Brian datet und mit dem Typen was hat, warum tut sie das? Wieso hatte er den Ring seiner Mutter in der Tasche, wo die Cereza ihn doch tragen sollte? Ich versteh das nicht so ganz.“, wollte er wissen und sah nochmal zu Ben hin, dessen Blick vom Meer zu Colbey huschte und dort lange liegen blieb. „Ryan. Lianas neuer Freund heißt Ryan. Es ist ganz einfach, auch wenn es kompliziert scheint. Ich bin ein Licht, war aber zu fokussiert auf meine Verletzungen, auf Lilly, auf Camillas Sicherheit und die Gefahr, als wir uns das erste Mal sahen. Sehr vorsichtig nur hab ich mit dem Soldaten gesprochen, der da vor mir stand und mit mir über die Scheiße sprach, die man uns antun musste. Aber ich bin ein Licht, ich kann nicht kontrollieren, wer sich davon angezogen fühlt und wer nicht. Und wie meine Mom in dem Traum zu mir sagte ist in den Jahren vor unserer ersten Begegnung sehr viel meines Lichts auf Lianas Seele gefallen, ich hab sie angestrahlt und sie spiegelte das liebevoll. Als Colbey sie sah verliebte er sich in ihre Schönheit, ihr Lachen. Als er sie im Flieger sitzend zum ersten Mal berührte spürte er ein Kribbeln, so nennt er das. Wie fühlt es sich an, wenn Jules einen greift?“, fragte der Schwarzhaarige und darüber nickte er nun, das kribbelte zuerst einmal heftig, ehe es ruckelte. „Genau, dieses Ruckeln hat er bei dem ersten richtigen Kuss gespürt, dieses Licht in ihr zog ihn an. Aber das war nicht Lillys inneres Licht, sondern meines. Sie stand nur zwischen uns wie eine Flasche aus grünem Glas zwischen der Sonne und dem Boden. Du siehst den Sonnenstrahl, der durchfällt, allerdings wird der Schatten der Flasche nur einen Teil des Lichtes spiegeln und grün sein, wie die Farbe der Flasche eben auch. Sie wurden nicht miteinander verbunden, das war das erste offensichtliche Indiz, das da was nicht stimmen konnte. Er sagte zu mir, das es in intimen Momenten zu Beginn unserer Dreiecksbeziehung immer ein Rauschen war, niemals ein Beben. Selbst, wenn er allein die Nächte mit ihr verbrachte, so war es stets ein leises Rauschen. Erst nach der Scheidung, als ich mit Jules schon zusammen war, da fühlte es sich wie ein feuriger Sandsturm an und naja, er das Feuer, Lilly die Erde… würde Sinn ergeben. Diego, Lilly ist kein aktiver Teil der Verbindung, was also hat in ihr so gespiegelt, das ein feuriger Sandsturm dabei entstehen konnte?“, fragte Ben ihn und darüber hob er gleich mal die Augenbrauen, linste zu Colbey hin und dann wieder zu Ben. „Ich? Aber ich hatte damals nichts mit ihr!“, brummte er, worüber Ben nickte und ihm auf das Bein tätschelte. „Lilly hat sich lange vor Amys Tod schon für dich und deine Flirtereien geöffnet. Sie hat dich in meinem Haus geküsst und in die Ecke gedrängt, wie stark war ihre Liebe zu ihm also in Wirklichkeit, wenn sie allein durch einen Wunsch solch starke Emotionen aufbringen kann, dass das uns alle blendet? Lilly ist ein Spiegel, sie blendet uns mit unserem eigenen Licht. Als sie in Napier von meiner Mom träumte, da sah sie ein Spiegelkabinett mit diversen Erinnerungen, ehe sie in den Garten fiel und das Haus keine Fenster, sondern Spiegel hatte, erinnerst du dich? Semitransparent lässt sie genug Licht einfallen, um einen Teil davon aufzunehmen und durchscheinen zu lassen, den anderen Teil spiegelt sie. Und man kann ihr deswegen nicht einmal böse sein, sie kann nichts dafür. Es gibt Sonnenspiegel, die sich intelligent immer selbst nach der nächststärksten Lichtquelle ausrichten, um möglichst viel Energie aufzunehmen.“, erklärte Ben zu Ende und auch das schien logisch, aber Diego war davon so erschlagen, das ihm nichts einfiel, was er dazu noch sagen sollte. „Er liebt sie sehr, verehrt sie. Ich kann dieses Gefühl gut nachvollziehen, mir ging es auch mal so. Das braucht nur Zeit, für uns alle, um das vergehen zu lassen und irgendwann werden wir merken, das es gut so ist, wie es eben jetzt gerade ist. Liana hat Schmetterlinge im Bauch, wenn sie mit diesem Mann zusammen ist, lassen wir ihr das einfach. Im Gegensatz zu Lilly, die allein da durch muss haben wir einander. Cobe hat mich, ich achte schon auf ihn.“, fügte der Schwarzhaarige noch an und nahm sich eine Kippe, Diego hingegen blinzelte erneut in Colbeys Richtung
und schluckte diesen Klotz an Infos, das war ja heftig. „Ich weiß, ich hab das bestimmt schon hundert Mal gefragt, Ben, aber wie tief ist das zwischen euch beiden? Cobe hat sich niemals jemandem so sehr geöffnet und gezeigt, wie er das bei dir macht. Ich selbst hab mich niemals jemandem so geöffnet, also, kam das erst mit der Verbindung zueinander? Oder war das Jules zu verdanken, das zwischen euch beiden?“, fragte er und nahm die Kippe entgegen, Ben hingegen steckte sich noch eine an und brummelte irgendwas unverständliches. „Es funkte beim ersten Blickkontakt zwischen uns auf, er wich mir nicht von der Seite, so gut es ging und er blieb mir auch nach der Schießerei nahe. Lilly sagte mal zu mir in den Monaten danach, er sei wegen mir gekommen und wolle nach mir und meinem Wohlergehen sehen, ich hab ihr das damals nicht geglaubt. Heute sehe ich die Sache anders. Ich war voreingenommen, Diego und hab ihn immer weit weg gehalten, das war ein großer Fehler meinerseits.“, seufzte Ben aus und zog an der Kippe, ehe diese eisigen Augen wieder in seine Richtung linsten und der ausgeatmete Rauch über ihnen in der Luft verging. „Wie ich an Alejandras Grab schon sagte: wir haben einander gefunden, wir lieben einander seit jenem fernen Tag und zusammen sind wir frei, Diego, ich kann mir mein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Würde ich ihn verlieren, pfff…. Ich hätte Jules, ich weiß und käme irgendwie klar, aber ohne ihn würde ein großes Stück in mir vergehen wie Blumen im Frost. Unsere Begegnung war vom Schicksal so gewollt, folgte er dem Flüstern im Wind, welches ihn zu mir führte. Er folgte der Stimme meiner Mutter, denn genau wie Jules kann er das hören. Es war also von Anfang an zwischen uns da, die Verknüpfung hat es intimer werden lassen. Und Jules löste den Knoten in mir auf, den Mina und Liss schwungvoll geknüpft haben. Sie war das Tüpfelchen auf dem I, wenn du es so sehen willst. Wir sind beide ohne Mutter aufgewachsen, nach der wir uns immer gesehnt haben. Beide wurden wir verbogen und in uns selbst angekettet und beide fanden wir einen Weg in die Freiheit, durch dich und mit deiner Hilfe. Mach dir wegen Liana keinen Kopf, Diego, das kriegen wir zusammen schon irgendwie hin. Ihr müsst mit ihr keinen Kontakt halten, wenn ihr das nicht wollt, das hängt allein an mir und dem geschwisterlichen Band, welches zwischen uns in den vielen Jahren vor Mexiko gewebt wurde.“, fügte der Schwarzhaarige an und zwinkerte ihn an, weil er nun nickte und auch zu Colbey sah. „Ist das der Unterschied zwischen dem Band der Liebenden und dem Band unter Geschwistern? Das eine wird geknüpft, das andere gewebt. Interessanter Gedankengang. Wo man in einer Beziehung jeden Faden einzeln dazu knüpfen muss ist das bei Geschwistern ja anders. Die liebt man, auch wenn man sie kaum kennt. Gewebt, das gefällt mir.“, brummte er und sah, das Ben zustimmend nickte. „Du hast Camilla immer geliebt und beschützt. Colbey wich dir nicht von der Seite, nachdem ihr einander gefunden hattet und ich wusste, das ich Millie irgendwann in die Augen sehen kann. Jules ist mit ihrem Bruder eng verwoben, das wird auch nie vergehen.“, seufzte der Schwarzhaarige aus und hob die Hand, da Ajani bei Colbey, Miguél und Alejandro aufjubelte und Bens Namen rief.

Den ganzen Mittag über hatten sie mit den Kindern am Strand gespielt und miteinander gelacht, die kurze Pause vom Kriegstreiben und der Politik tat gut. Und sie hatten den Sonnenuntergang am Strand beobachtet, das Farbspektakel hatte Jules vor sich hin seufzen lassen, Miguél hingegen zeigte sich als liebevoller Vater gegenüber diesen beiden aufgeweckten Knirpsen, kuschelte mit den Jungs und rieb sie mit dem Handtuch halbwegs trocken, sammelte Muscheln und Schätze ein und hob sogar die Zigarette vorsichtig weg, wenn einer der Knirpse sich unvermittelt näherte. Und als die Sonne den Horizont in strahlendes Rot verwandelte und das Licht rasch schwand, brachen sie alle Mann auf, um zum Grundstück der Familie zurück zu laufen und den Garten in wundervoller Stimmung vorzufinden. Überall glitzerten Lichter, selbst in den Palmen und Bäumen über ihnen. Die Blumen dufteten und unter einem Pavillon aus Holz saß die restliche Familie zu den leisen Klängen von Reggaeton und unterhielt sich. Die beiden Jungs hüpften los und präsentierten ihrer Mutter natürlich stolz ihre Strandschätze, Diego hingegen linste zu Miguél und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „So lebst du also abseits deiner tristen Jobs? Ja, jetzt wird mir einiges klar.“, meinte er frech und brachte die Jungs zum Schmunzeln, Miguél hingegen verbreiterte sein Lächeln ein wenig mehr. „Einmal im Jahr, für wenige Wochen, ist dies mein Zuhause und mein Leben, ja. Doch auch ich bin nur zu Gast hier.“, antwortete der Sicario ruhig und linste zu ihm rüber, Diego verstand aber durchaus, was Miguél ihnen damit sagen wollte. Alles hier gehörte Kayla und ihrer Familie, hier war der Ort, an dem diese Frau Zuflucht vor der Gefahr fand und ihre Kinder versteckte, das hier war ihre Heimat. „Wie wunderschön dieser Garten abends ist. Hmmm und wie es hier duftet, ich hab Hunger, hab ich das schon mal erwähnt? Miguél, was schulden wir dir hierfür eigentlich?“, fragte Jules sich den Bauch reibend, sie trug einen ihrer abgefahrenen Bikinis und hatte als Rock nur ein halb durchsichtiges Tuch umgebunden, vermutlich lief Fetch deshalb hinter der Schönheit her und grinste selig über den Anblick ihres halbnackten Popos. „Gar nichts, Jules. Meine Söhne sind froh über die Ablenkung, meine Frau darf mich irgendwann mit Millionen Fragen löchern und ihr gehört zur Familie dazu, also gar nichts. Setzt euch, Anthony, kann man behilflich sein?“, fragte der Sicario und drückte Fetch bestimmend weg, zog Jules den Stuhl vor und lief dann zum Grill, das duftete hier also so verführerisch. Diego schmunzelte über Fetch, der brummend von dem Anblick nackter Haut abgelenkt wurde und sich zu Dani setzte, der hier zu Tisch saß und sich offenbar mit Kayla unterhalten hatte. Und dort setzte Diego sich auch hin, die Möglichkeit, sich mit dieser Frau zu unterhalten war bisher eher rar gesät gewesen. „Setzt euch schon alle hin, heute Abend feiern wir ein wenig und genießen das gute Essen und den Wein. Jules, möchtest du einen Schluck?“, fragte Kayla, aber Jules sowie Colbey verneinten beide höflich und erklärten, dass sie keinen Alkohol tranken. Ben hingegen hob das Glas und stieß mit ihm und Kayla sowie mit Miguél an, probierte den Tropfen und hob beide Augenbrauen, der Wein war süß und schmeckte fruchtig. „Ouh mein Schatz, davon darf ich nur ein Glas trinken.“, murmelte der Schwarzhaarige vergnügt und brachte Jules zum Glucksen, Kayla hingegen beobachtete die Beiden und sah verwirrt von dieser Aussage zu Miguél hin, der am Grill stand und seinem Schwiegervater dort half. „Er verträgt keinen Alkohol und ist nach einem Bier meist schon betrunken, im Gegensatz zu uns allen. Aber trink du nur, Ben, dann haben wir was zu lachen, wenn du anfängst zu kichern und Scherze zu reißen. Einen Toast, auf die Familie hier, dieses wunderschöne Anwesen inmitten eines Paradieses und auf die Gastfreundschaft, die uns zu Teil wird. Einen Toast auf Miguél, Jungs und auf seine Frau, die er so lange vor uns versteckt hielt.“, meinte er und hob sein Glas, alle taten es ihm gleich und prosteten Kayla und Miguél zu, die einander ansahen und beide lächelten. „Fang ich an zu kichern, wenn ich betrunken bin?“, wollte Ben leise von Cobe wissen, der nickte und sich eine Zigarette entzündete, Jules gluckste darüber nur erneut und schüttelte den Kopf. Und so ging das eine Weile am Tisch hin und her, sie tranken und aßen, bis die Kinder ins Bett mussten und der Abend ruhiger wurde. Man unterhielt sich leise über das umgebaute Hotel, über das Gästehaus und wie die Familie an dieses Grundstück gekommen war, ehe Miguél eine Abreibung von Kayla bekam, weil er einen frechen Spruch über ihre hübschen Ohrringe fallen ließ. Sie kippte ihm ein Glas Wasser in den Nacken und brachte sie alle zum Lachen damit, Miguél hielt brav still und gab seiner Frau dafür auch liebevoll einen Kuss, ehe die beiden von ihren kleinen Verrücktheiten in der Ehe erzählten. Wie sie sich gegenseitig neckten, indem der eine die Küche aus- und wieder verkehrt einräumte, der andere dafür das Wohnzimmer umdekorierte oder die Schlafzimmer tauschte, sodass das zu einem Chaos führte. Die beiden hingen aneinander, Miguél hielt den ganzen Abend liebevoll die Hand seiner Frau und hatte hin und wieder auch mal den Arm um sie gelegt, es war bei einem solchen Anblick kaum vorstellbar, das der Sicario sie eigentlich hätte umbringen sollen. Aber so war das in der Liebe, man fand sie an den unvorstellbarsten Orten. Jamaika, die Rückbank eines alten Firebirds oder ein Bistro abgelegen in einer Seitengasse von Los Angeles. Und je später der Abend wurde, desto mehr lachten die Jungs miteinander und feierten diese Nacht, die sternenklar und hell war. Irgendwann verabschiedete Kayla sich dann und auch Jules trat den Rücktritt an, Ben hatte tatsächlich brav nur ein Glas Wein getrunken und nur einmal diebisch an seinem Glas genippt, der Kerl konnte es ja doch nicht lassen. Aber fein, sollten sie sich den Spaß und den Kater alle gönnen, mit dem Armband seiner ältesten Tochter in den Fingern erhob auch er sich irgendwann und wünschte den Jungs hier eine geruhsame Nacht, klopfte nochmal auf den Tisch und lief über den dunklen Rasen zum Gästehaus hin, wo er die Tür öffnete und zur Treppe schlenderte. Erst in seinem Zimmer angekommen, es waren zwei einzelne Betten hier und Colbey war sein Zimmergenosse, setzte er sich seufzend und erleichtert auf dieses Bett, fühlte sich aber irgendwie auch niedergeschlagen. Gina, Valeria und Sebastián fehlten ihm unwahrscheinlich und auch die anderen Racker, das mit Liana verstand er immer noch nicht zur Gänze und das setzte ihm auch zu. Sie hatte voller Absicht mit ihren Gefühlen und Gedanken gespielt und vor allem Colbey dabei so verändert, gerade der Soldat, der sich nie zuvor so geöffnet hatte wurde nun so beschissen. „Ich wünschte, ich könnte nach Hause kommen.“, murmelte er und sah auf, da es an der Tür klopfte und Jules ihn von dort aus anlinste. „Komm mit, ich möchte dir etwas zeigen.“, murmelte sie und streckte ihm die Hand entgegen, sodass er das Armband einsteckte und sich noch einmal erhob, ihr zur Tür und über den Flur folgte und auf der anderen Seite des Hauses ihr eigenes Zimmer betrat. „Sieh dir das mal an. Schon als kleines Kind hab ich davon geträumt, eines Tages irgendwo auf der Welt diesen Anblick zu genießen. Ist traumhaft schön, oder?“, murmelte sie und deutete aus dem großen Fenster, von wo aus man das Meer und den Mond darüber glitzern sehen konnte. Das leise Rauschen des Meeres war zu hören, eine leichte Brise wehte hierher und das war wunderschön, doch Diego sah zu Jules hin und an ihr herab. „Sinnbildlich gesprochen hast du also als kleines Kind schon von Ben geträumt, si? Das Meer, der Mond, dieses leise Rauschen…“, murmelte er und brachte sie zum glucksen damit, aber es stimmte doch, das waren doch dessen Symbole. „Und die leichte Brise die hier herein weht und eine angenehme Kühle in die Hitze des Tages legt, wie überaus sinnbildlich. Warum ziehst du dich so zurück, Diego?“, fragte Ben von der Tür aus, dorthin sehend lehnte er sich gegen die Fensterbank und sah nochmal zum Meer hin, die Bucht wirkte wirklich wunderschön. „Ich bin müde, Amigo, innerlich bin ich so verfickt müde. Und heute ist mir nicht sonderlich nach Party zumute.“, antwortete er ehrlich, worüber Jules ihm sanft über den Rücken strich und die Bucht bestaunte. „Vielleicht weiß ich, was dich aufmuntern kann, Diego.“, murmelte sie leise und was, was kam denn jetzt? Zu Ben hin sehend, wo nun auch Colbey in der Tür lehnte und dann wieder zu Jules sehend, die das Oberteil ihres Bikinis fallen ließ, oh was wurde das denn jetzt schon wieder?

Statt in dem Zimmer zu bleiben, wie er eigentlich angenommen hatte, hatte Jules sich nur ein Kleid übergeworfen und war mit Ben zusammen vor gelaufen, Colbey hingegen blieb bei ihm und zusammen schlichen sie sich zur Bucht hinab, die ein gutes Stück weit weg war und vom Haus an sich nicht direkt einsehbar schien. „Und was wollen wir hier nun?“, fragte Diego leise und sah sich um, sie hatten hier bis auf das Mondlicht keine Lichtquelle, aber Ben zog sich das Shirt aus und Jules ließ das Kleid fallen. „Unsere Freiheit genießen, Diego. Wenn der schwerste Teil noch vor uns liegt, so wie alle immer sagen, dann sollten wir abseits der Reise die Freiheiten genießen, die uns bleiben. Da oben sitzen Leute, die Türen im Haus sind nicht abschließbar und auch, wenn wir mitbekommen, ob sich jemand nähert oder nicht, so sind wir hier draußen sehr viel blick-, gehör- und Fetchgeschützter. Hier können wir lachen, wir können seufzen und Blödsinn machen, können baden gehen im Mondschein oder einfach hier sitzen und die Nacht genießen.“, erklärte Ben, derweil Colbey sich von Jules das Shirt hoch streichen ließ und beide Hände auf dem Po der Frau liegen hatte, den Farbunterschied der gebräunten auf der weißen Haut sah man nun ganz deutlich. „Ihr und eure Verrücktheiten. Oh mi madre, genau richtig für meine Hände, seht ihr das?“, fragte Cobe und brachte Ben zum glucksen, der sehr frech Jules aus der Position die Finger unter ihrem Po vorbei in ihren Schoß rutschen ließ und sie zum kieksen brachte. „Ihr wollt vögeln, hier draußen im Sand?“, hakte er nach und sah, wie Ben sich bückte und eine mitgebrachte Decke hoch hielt, na als ob das den feinen Sand lange fern halten würde. „Es ist fast einen ganzen Monat her, das wir die Verbindung an sich so gestärkt haben, Diego. Und so schön dieses hin und wieder mit einem von euch ist, zusammen ist es erfüllender.“, antwortete Jules und drehte sich damit zu ihm hin, um auch ihm das Shirt auszuziehen und ihn zu locken, oh das war ja bitter böse. „Erfüllender. Für dich auf jeden Fall, Liebling, hinten wie vorn. Komm schon her, Diego, machen wir uns privat einen schönen Abend mit dieser hinreißenden Frau hier in unserer Mitte.“, sagte Ben dazu und nun, da Jules ihm frech in den Schritt griff und ihre Lippen sich an seinen Hals hauchten konnte er ja schlecht Nein zu dem verlockenden, barbusigen Angebot dieser Schönheit sagen, oder? „Es wird dich auffangen, hier drinnen. Lass dich fallen, wir fangen dich auf.“, bat sie und gab ihm die Hand, trat auf die bereits ausgebreitete Decke und ging vor Colbey in die Knie, der darüber zu ihm hinsah und zwinkerte. „Ustedes están locos, ustedes tres. Todos los niños tienen oídos como linces, si uno de ellos escucha algo, entonces…” (Ihr seid verrückt, ihr drei. Die Jungs haben alle Ohren wie Luchse, wenn auch nur einer davon irgendwas mitbekommt, dann…), murmelte er und ging ebenso in die Knie, um sich zu Jules zu setzen, die Ben gerade sehr liebevoll durch die Haare strich. „Dann kannst du ja behaupten, sie hätte uns mit ihren flinken kleinen Händen die Haare gewaschen. Huh, und wie flink diese Finger sind.“, murrte Ben ihm zu und darüber gluckse er wahrhaftig, da Colbey die Hand hob und ein „Sorry, das war ich.“, brummte. „Ah, na dann mach weiter. So haben wir uns das doch vorgestellt.“, gluckste auch Ben und ließ sich da von Jules und Colbey befingern, derweil Jules mit einer Hand auch nach ihm griff und ihn näher zog. „Hattet ihr beide heute Morgen nicht schon genügend Zeit, um auf Tuchfühlung zu gehen?“, wollte er wissen und zog dieses Bändchen an Jules’ Bikinihose mal auf, unter ihrem Kleid hatte sie ja sonst nicht mehr viel Stoff getragen. „Ja und? Wir schränken unsere Lust doch schon so gut ein, wie es nur geht, solche Möglichkeiten sind im Moment extrem rar gesät. Manchmal ist es hart, der Nähe des anderen dann auch tatsächlich zu widerstehen.“, murmelte Ben und verschwand so ein bisschen aus seinem Sichtfeld, da Jules sich zu ihm drehte und ihn beherzt mit Feuer knutschte. Gut, ab jetzt war eh egal, was Ben faselte und was Colbey trieb, diese Frau hing halb nackt an ihm und ließ den Slip nach unten rutschen, weil er einfach die andere Seite auch noch öffnete und nach ihr griff, um sie noch näher zu ziehen. Und sie lauschte seiner stummen Bitte nach mehr Nähe, rückte zu ihm auf und seufzte in den schönen Kuss hinein, Grund dafür waren Finger, die sich von hinten in ihren Schritt gemogelt hatten und sie berührten. Ob das Rauschen in seinen Ohren vom Meer hinter ihm kam oder von Ben ausgelöst wurde verschwamm auch so ein bisschen, da sich Hitze und kühler Wind hier abwechselten und er schließlich auch die Finger in ihre Mitte schob, wo er zuerst einmal ihr Piercing fand, ehe es eine Etage tiefer dazu führte, das Jules darüber zuckte. Sie hatte die Finger auch an ihm an den richtigen Stellen, reizte ihn und ließ schließlich ihren Mund sanft an ihm herab rutschen, sodass er sich selbst die Shorts ein wenig herab zupfte und ihr damit half. Dann sah er im schwachen Licht des Mondes doch nochmal zu Ben und Cobe, die sich da ebenso ungeniert küssten und berührten, beide berührten sie aber auch Jules und verwöhnten die Frau, die sich da über ihn hermachte und ihm ein wenig den Sinn für Zeit und Raum stibitzte. Den Blick dann zur Straße rauf huschen lassend lauschte er kurz in die Nacht hinein, doch offenbar war ihnen niemand gefolgt und niemand hatte gesehen, das sie sich zu Viert verkrümelt hatten. Jules’ Haare zusammen sammelnd und zu ihr herab linsend beobachtete er sie eine Weile bei ihrem Zungenspiel und zuckte dann auch mal, weil Ben sie an ihrem Po nach vorn zu ihm hin drückte und er somit sehr tief in ihrem Rachen anstieß, schien sie aber nicht zu stören, stattdessen seufzte sie genüsslich und bewegte wackelnd den Po, worüber die beiden anderen nur schmunzelten. „Wie genau stellt ihr euch das hier vor, Chicos? Drei Männer, eine Frau, wie soll das laufen? Einer nach dem anderen mit Peepshow oder wie?“, fragte er mehr geseufzt als alles andere, in dieser Viererkonstellation war es erst das zweite Mal, dass sie einander so begegneten. Und Jules ließ von ihm ab, leckte sich sehr verrucht über die Lippen und richtete sich auf, sodass sofort zwei Hände oben nach ihrer Brust griffen, die linke mit heller, die rechte Hand gebräunt wie seine eigene Haut, derweil auch eine Hand in ihrem Schritt zum Vorschein kam und sie ein wenig nach hinten gezogen wurde. „Ich hab Platz für all meine Männer. Ihr könnt doch ausknobeln, wer wo was tun will.“, murmelte sie und grinste zu Ben hin, der sich einen Kuss einfing, derweil ihre Finger nun Colbey durch die Haare strichen und seinen Halbbruder so ein wenig an ihre Brust drückten. „Setz dich zu ihm, er ist heute an der Reihe. Diego darf gern hinter dir Platz nehmen, ich weiß ganz genau, wo ich heut sein will.“, murmelte Ben dann und zog ihn bei, hinter Jules, die ihm nun den Rücken zudrehte und da ganz angetan auf Colbeys Schoß krabbelte. „Uhlala, ich darf beide Garcias auf einmal in mir haben? Hatten wir das so schon einmal?“, fragte sie angetan und seufzte, weil Colbey noch immer mit ihrer Brust beschäftigt war, Diego dafür ihren Hals küsste und ihren Po berührte. „Keine Ahnung, ist das wichtig?“, fragte Ben und beschleunigte dieses Spielchen hier etwas, indem der Schwarzhaarige Colbey nach hinten zur Decke zog und der Jules dafür endgültig auf sich sitzen hatte, die sich nach vorn legte und sich nur ganz leicht bewegte, das war eine Aussicht von hier oben! Jetzt sah Diego auch, warum Ben liebend gern auf diesen Anblick hier verzichtete, der Kerl saß ebenfalls auf Knien vor ihm, allerdings ließ der Schwarzhaarige sich gleich von zwei Mündern verschlingen und hatte genießend die Augen geschlossen, oh er sollte sich besser ran halten, denn Ben hatte Ausdauer und da kam keiner von ihnen so recht mit. In sich hinein schmunzelnd über diese Gedanken rückte er zu Jules auf und ließ sie erst einmal selbst ein bisschen spielen, er wollte ihr nicht weh tun und sie sollte ihm signalisieren, was okay war und was nicht. Und das tat sie auch nach ein paar Minuten, da sie eine Hand nach hinten streckte, sich selbst nass machte und nach ihm griff, oh das Kätzchen schnurrte und wollte mehr. Fein, sich vorsichtig auf diese Art und Weise mit ihr einend linste Diego nochmal zu Ben und dann zur Straße hin, ehe Colbey ihr einen Klaps verpasste und sein Bein berührte, ihm Platz machte und Jules zu ihm hin drückte, oh das war heiß. Verrückt, eng, erotisch prickelnd und heiß, einzig das Rauschen der See hinter sich und das Seufzen dieser Frau störten die Ruhe im Moment, aber das war genau das, was sie alle tatsächlich mal gebraucht hatten. Etwas Privatsphäre und deutlich mehr Platz, als der Innenraum eines Autos das hergab.
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