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Hold me!

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Het
Liam Payne OC (Own Character)
03.04.2022
31.07.2022
7
11.168
1
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Dieses Kapitel
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03.04.2022 1.184
 
*Hallo zusammen, eine kurze Erklärung vorab, in dieser Geschichte werden Charaktere aus meiner anderen One Direction Geschichte 'Show me' vorkommen. Man muss sie nicht gelesen haben um diese hier zu verstehen und hoffentlich zu genießen, aber falls manche Namen einem unbekannt vorkommen, kann es daran liegen. Liebe Grüße und viel Spaß, Miss Fantasy*


1.Verrückt geworden?

Langsam drehte ich mich im Kreis, während Olivia mit einer Fusselrolle über meine Uniform fuhr und las währenddessen laut noch einmal die wichtigsten Punkte des Briefing Sheets vor. Die Passagier würden gleich kommen und für den Preis, den sie bei unserer Airline zahlten, auch den besten Service auf ihrem Privatflug erwarten. Dazu zählte ihnen jeden Wunsch erfüllen, bevor sie ihn selbst kannten und das ging am besten, über die Briefing Sheets. Ausgefüllt von dem Bucher des Fluges, oder dessen rechten Hand in den meisten Fällen, mit allen möglichen Wünschen und Annehmlichkeiten, die man so haben und wollen könnte.

Dann klingelte auch schon das Telefon, unser Zeichen, dass die Passagiere vom Schalter jetzt mit dem Wagen zum Jet gebracht werden würden. Olivia nahm den Anruf an, während sie die Rolle in ihre Tasche schmiss und beides in einem der Fächer hinter der Verkleidung verschwinden ließ. Ich begann die vorbereiteten Gläser schon einmal halb mit Champagner zu füllen, der Rest würde erst schnell gemacht, sobald der Wagen unten an der Treppe hielt, um auch ja keinem Gast ein Glas ohne die entsprechende Menge der prickelnden Perlen drin anzubieten.  

Bucher unseres Fluges heute von London nach Las Vegas war Liam Payne, bekannt als Mitglied der Boyband One Direction, wie es so schön auf dem Briefing Sheet gestanden hatte, wobei die meines Wissens nach ja gerade ihre Bandpause begonnen hatten. Ich war mir aber auch relativ sicher, dass diese Information dort wenn überhaupt nur für unsere zwei Piloten stand, jeder annähernd in unserem Alter wusste doch wohl auch so, wer Liam Payne war, ob nun Fan von One Direction oder nicht. Ziel des Fluges war also Sin City mit sechs weiteren Passagieren, was musste man da noch groß weiter zu sagen? Gewünscht war eine große Auswahl an Getränken, Filmen und Videospielen für die fast elf Stunden Flug, Decken und Kissen auf Wunsch für die Bequemlichkeit und dass um Mitternacht Londoner Zeit, also circa sechs Stunden nach Start bitte ein Geburtstagskuchen präsentiert werden würde, den Empfänger jenes würde er uns noch mitteilen. Mit dem Wissen nahm ich das Tablet auf, sobald die Autotüren knallten, knipste mein Lächeln an und begann die Begrüßung.

Als dann alle an ihren Plätzen saßen und wir nach einem letzten Check Richtung Startfeld rollten und abhoben begann die wirkliche Arbeit. Olivia machte nochmal eine Getränke- und weitere Wünscherunde und sammelte nebenbei die leeren Champagnerflöten ein. Ich öffnete in der Zwischenzeit die Verkleidungen, hinter denen sich alle möglichen Spielkonsolen und Equipment versteckten und eröffnete ihnen somit die freie Auswahl, ehe ich mich zurück zog und Olivia bei der Vorbereitung der weiteren Getränke half. Kaum war sie damit zurück im Passagierbereich wurde ich von einem Räuspern hinter mir aufgeschreckt.

Dass Liam Payne, nicht mal zehn Minuten nach Flugbeginn schon zu uns kam, war kein gutes Zeichen. “Hi, ich wollte nur einmal schnell fragen, wegen dem Kuchen? Hat da alles geklappt?” folgte dann jedoch völlig antiklimaktisch, beinahe zurückhaltend, seine Frage, gerade so als wollte er nicht stören und dass wo er kompletten Service zu jeder Zeit für eine Unsumme bestellt hatte. “Natürlich!” riss ich mich selbst aus meiner Überlegung darüber, wie ungewöhnlich ein solches Verhalten bei unseren Gästen und Leuten seiner Bekanntheit war. “Wir haben wie gewünscht hinten einen Schokokuchen in der Kühlung, möchten sie ihn sehen?” “Oh nein, ich denke bei Schokokuchen kann man nichts falsch machen.” “Wir dürfen im Flugzeug leider natürlich kein offenes Feuer haben, deswegen sind traditionelle Kerzen leider nicht möglich aber wir haben eine kleine Auswahl an elektrischen als Ersatz zusammengestellt.” ließ ich ihn wissen und zog die entsprechende Schublade heraus. Mr. Payne schien völlig überrascht, während er alle betrachtete.

“Sie müssen sich sonst auch nicht sofort entscheiden, wir haben noch über fünf Stunden, bis es soweit ist, sonst sagen Sie einfach später Bescheid.” versuchte ich mich aus der Situation zu winden, bevor es nachher heißen würde, ich würde die Passagiere zu Entscheidungen zwingen. Auf diesen Flügen entstanden manchmal die wildesten Gerüchte. “Emily es gibt wohl ein Problem mit den Spielen, kannst du mal gucke - oh Entschuldigung!” rauschte dann auch schon Olivia in die Situation hinein. “Gar kein Problem” wiegelte unser Bucher jedoch sofort ab und deutete dann auf ein paar der Kerzen “Ich denke, die wären ganz gut” während ich das entsprechende Paar so weg legte, dass wir es nachher schnell griffbereit hätten ging er dann schon einmal vor in den Passagierraum, ehe ich möglichst schnell folgte.

“Ich glaube euer Fifa 17 ist kaputt” wurde ich dann auch schon direkt begrüßt. “Glauben Sie mir, wenn es einen Weg gäbe, das Spiel unauffällig zu zerstören, hätte ich ihn schon gefunden” konnte ich meinen Kommentar nicht zurück halten, erntete aber wenigstens ein paar Lacher. “Spielt ihr Freund es auch so viel?” fragte derjenige, der scheinbar auch am wenigsten interessiert an dem Spiel war, gemessen daran, dass sein Controller immer noch im Schrank lag. “Als es rauskam, hat er eine Woche nicht mit mir gesprochen, weil er nicht riskieren konnte seine Konzentration kurz zu unterbrechen.” gab ich zu. “Und ihr seid noch zusammen? Wie hat er das denn geschafft?” gab jetzt aus der anderen Ecke, die scheinbar nicht ganz uneigennützige Frage. “Sind wir nicht” Gab ich dann kurz angebunden zu “Oh, tut mir leid” folgte augenblicklich die entschuldigung. “Das muss es nicht, das einzig wirklich tragische ist, dass ich mir jetzt die nächsten Monate, wenn nicht Jahre noch von meinem Bruder anhören darf, dass er es ja gleich gesagt hat.” versuchte ich das Gespräch wieder in die witzige Richtung zu ziehen. Seit wann erzählte ich denn soviel unseren Passagieren? Seit wann sprach ich überhaupt mit Passagieren über Privates, war ich verrückt geworden?

“Ein Bruder klingt besser als zwei Schwestern” ließ Liam das Thema aber nicht so schnell gehen. Ich kommentierte das Ganze mit einem nicht überzeugten Laut, während ich alle Kabel der Playstatio überprüfte. Plötzlich begann die mir leider nur allzu bekannte Titelmelodie des Spiels aus der Box direkt neben meinem Ohr zu dröhnen. Während ich aus purem Selbstschutz für mein Trommelfell zurück zuckte wurde mir von der anderen Seite höflich Applaus gespendet. Kaum dass ich mich wieder hoch gerappelt hatte, deutete ich eine Verbeugung an und ließ sie dann mal wieder alleine.

Hinter dem Vorhang wartete Olivia schon auf mich. “Sie mögen dich” flüsterte sie ganz aufgeregt. “Wenn sie es nicht tun würden, würde ich meinen Job schlecht machen” versuchte ich sie auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. “Ich meine so persönlich!” widersprach sie mir. Seitdem sie sich vor zwei Wochen verlobt hatte schien sie jeden um sich herum in einer ähnlich rosaroten Wolke des Glücks schweben sehen zu wollen, aber ich würde definitiv keine der Frauen sein, die entlassen wurden weil sie einem unserer Passagiere zu nahe gekommen waren. nein, danke. “Wir müssen arbeiten” beendete ich das Thema also entschieden.
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