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Begegnungen ändern Schicksale

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character) Trafalgar Law
30.03.2022
22.05.2022
13
30.176
8
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31.03.2022 2.277
 
Hallöchen, da ist es schon, das zweite Kapitel.
Aktuell fließt mir die Geschichte nur so aus den Fingern, dass ich kaum merke, wie schnell eine weitere Seite voll geschrieben ist und die Ideen nur so aus mir raus wollen, gut dann wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.

*~*~*~*~*~*~*

Mittlerweile sind drei Tage vergangen, seit sie sich auf der „Death“, eingeschlichen hat und im Großen und Ganzen fühlt sie sich sehr wohl.
Nur zwischendurch vermisst sie dann doch die Sonne, deren warmen Strahlen auf ihrer Haut, den Wind in ihren Haaren und das Meeresrauschen in ihren Ohren, in so einem U-Boot, das die meiste Zeit unter Wasser ist, bekommt man davon mal so gar nichts mit.
Da bevorzugt sie dann doch die normalen Schiffe, da wo einem der Wind durch die Haare weht und man die Gischt auf der Haut spürt, wenn man sich zu weit über die Reling beugt, die Aussicht vom Krähennest, in das sie sich gerne setzt.
Doch für diese Reise würde es gehen, würde sie sich mit dem beengten Leben hier in dieser Stahlschüssel unter der Wasseroberfläche zufriedengeben.
Natürlich könnte sie auch einfach das U-Boot verlassen und an die Oberfläche schweben, jedoch hat sie die Befürchtung, dass sie es dann nicht mehr wiederfindet.
Daher lässt sie dies fürs erste bleiben, die Option jedoch nicht gänzlich vergessen, sollte die Sehnsucht nach der Welt da oben zu groß werden.

Jedoch erst einmal nicht, kann sie die Piraten und ihren gefühlsarmen Käpt´n ganz gut leiden.
Sie findet diese lustig und beobachtet diese gerne, besonders dann, wenn Law nicht anwesend ist, dann fahren die Männer voll auf.
Wie heißt es so schön, verlässt die Katze den Raum, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
Und genau so war es hier auch, wie sie schon miterleben durfte.
Shachi und Penguin, die sich über bestimmte Vorzüge von Frauen unterhalten, ein Thema was ihr dann doch oft die Ohren glühen lässt, gerade wenn es ins Detail geht. Ikkaku und Jean Bart, die sich beim Kartenspielen gegenseitig versuchen zu betrügen, was immer in einer hitzigen Diskussion endet. Oder Bepo, dieser süße Eisbär, wie gerne würde sie einmal seine Ohren flauschen.

Meistens verschwindet sie jedoch aus dem Gemeinschaftsraum, wenn ihr bestimmte Gespräche oder der Streit zu sehr ausarten und besucht den Käpt´n in seinem Quartier. Beobachtet diesen beim Lesen, oder auch einfach nur beim Dösen. Seine ruhige Ausstrahlung sorgt dafür, dass sie sich gänzlich entspannen kann. Ihre Gedanken zu ruhe kommen.
Des weiteren hat sie festgestellt, dass der Käpt´n nicht viel schläft, etwas, was sie in der ersten Nacht ganz schön erschrocken hat.
Da sie selber nicht schläft, höchsten mal am Dösen ist, wollte sie sich in der ersten Nacht das Innere des Schiffs in aller ruhe anschauen, da sie davor nicht dazu gekommen ist. Und nicht irgendwann mitten in der Gemeinschaftsdusche landet möchte, am besten dann, wenn jemand aus der Mannschaft duscht.

Allein die Vorstellung, einen der Männer nackt zu sehen, treibt ihr die Schamröte ins Gesicht. Eins der wenigen Dinge in ihrem langen Leben, von denen sie bis heute nichts weiß. Liebe, eine Beziehung oder gar Sex, dies war ihr alles so gänzlich fremd.
Natürlich war sie schon einmal verliebt, damals als sie noch am Leben war, doch nahm dies kein schönes Ende und bevor genug Zeit hätte verstreichen können, damit ein anderer Mann den Platz in ihrem Herzen einnehmen hätte können, starb sie auch schon.

Und dann, in der ersten Nacht bei ihrer Erkundung, stand plötzlich Law vor ihr, als sie wieder einmal die Abkürzung durch einer der Wände genommen hat, wobei ihr kurz das Herz stehen geblieben ist, da er ihr direkt in die Augen geschaut hat.
Eine Situation, die ihr so in der Vergangenheit auch noch nicht widerfahren ist, hier auf Bord jedoch schon mehrmals und immer mit den Käpt´n.
Etwas, was ihr dann doch nicht ganz so geheuer ist.
Manchmal hat sie die Befürchtung, dass Law ganz genau spürt, wenn sie sich in der Nähe befindet, jedoch noch nicht gänzlich sicher ist, wie er damit verfahren soll.

Im ersten Moment hatte sie schon die Befürchtung, dass er sie sieht, da er ihr direkt ins Gesicht geschaut hat, doch als er ohne ein Wort durch sie hindurch gegangen ist, hat sich ihr Herz wieder beruhigt.
Und so leistet sie ihm oft in der Nacht Gesellschaft, beobachtet ihn, wie er gedankenverloren im Gemeinschaftsraum sitzt und seinen gefühlten, zehnten Kaffee in sich kippt. Dann sieht sie auch immer wieder seine wahren Gefühle aufblitzen, Wut, Hass, aber auch Sorge, Sorge um seine Crew, wie sie annimmt.
Denn das hat sie gleich schon am ersten Tag festgestellt, seine Crew ist Law verdammt wichtig. Auch wenn er es nicht so zeigt, was er wohl auch nie so direkt tun wird. So ein Mensch ist er dann doch nicht, anders als den seltsamen Käpt´n, den sie vor einigen Monaten beobachtet hat, ein witziger Kerl, mit einem Strohhut auf dem Kopf und fast immer hungrig.
Und auch wenn diese beiden Menschen so gänzlich verschieden sind, der Strohhut mit seinem breiten Grinsen, warm wie ein Tag im Sommer und Law, so still und geheimnisvoll wie eine Nacht bei Vollmond, zieht sie es vor, bei dem stillen und ruhigen Law zu sein.

Sie mag diesen Mann, beobachtet ihn gerne und würde sich ihm auch wirklich gerne zeigen, doch abgesehen von ihrer Angst vor seiner Reaktion, beschleicht sie bei diesem Gedanken, noch ein anderes Gefühl, eins was sie unruhig werden lässt und so lässt sie es bleiben.
Begnügt sich für das erste damit, ihn einfach nur zu beobachten.
Doch auch die anderen Crew Mitglieder mag sie, da wäre Jean Bart, der sehr, sehr große Mann, der trotz seiner Größe sich ohne Probleme auf dem doch teilweise beengten Schiff bewegen kann und scheinbar einen recht besonnenen Charakter besitzt. Soweit sie das nach der kurzen Zeit beurteilen kann.

Oder Clione und Uni, die für die Verpflegung der Crew zuständig sind und unglaublich gute Gerichte zubereiten können.
Ein Problem, denn damit es nicht allzu sehr auffällt, dass sie hier ist, darf sie nie zu viel von dem guten Essen mitgehen lassen und das, wobei dieses so verdammt gut schmeckt. In dieser Sache ist sie manchmal doch froh, ein Geist zu sein, andernfalls würde sie irgendwann durch die Gegend rollen, so viel wie sie am liebsten essen würde.
Klar könnte sie auch darauf verzichten, etwas davon zu essen, sie braucht es ja nicht, doch Essen, Trinken, Bücher und Kleidung zu stibitzen, ist so ziemlich das Einzige, was ihr noch geblieben ist.
Also würde sie auch ungern damit aufhören, sich das ein oder andere von der Crew anzueignen, so wie das Buch, dass sie von Ikkaku gemopst hat und gerade im Gemeinschaftsraum, auf der Couch hockend, liest.
Nebenbei lauscht sie den leisen Gesprächen von Uni und Jean Bart, welche an dem großen Tisch in der Mitte des Raumes sitzen und sich dabei über den nächsten Landgang unterhalten, der wohl in kürze stattfinden soll.

„Und ich sage dir, die Bewohner der letzten Insel sind fest davon überzeugt. Denn es fehlte wohl von heute auf morgen, jeden Tag etwas Kaffee aus der Kanne und das, bevor das Café öffnete. Die Angestellten beteuerten, das nicht gewesen zu sein. Ebenso habe ich von einem der Händler gehört, dass ihm plötzlich ein paar Bücher gefehlt haben, oder ein anderer, dem fehlte plötzlich bestimmte Kleidung“, „Ich weiß ja nicht? Was, wenn es irgendwelche Kinder waren oder von mir aus auch, irgendwelche Diebe, die sich auf der Insel versteckt halten.“
Mit klopfenden Herzen lauscht sie der Unterhaltung von Shachi und Penguin, die so eben in den Gemeinschaftsraum gekommen sind und sich zur ihr auf die Couch gesetzt haben.
Dass sie von ihr reden, war ihr sofort klar, auch wenn sie wohl nicht alles von dem Gespräch mitbekommen hat, sorgte es dafür, dass sie eine gewisse Nervosität aufkommen spürt.

„Das glaube ich nicht, was sollen Kinder den mit Kaffee oder Kleidung für Frauen. Dir muss doch auch schon aufgefallen sein, dass immer wieder kleine Mengen Essen aus der Vorratskammer verschwinden, die Reste vom Mittag oder Abendessen plötzlich weniger geworden sind oder Ikkaku, der sucht seit gestern wie bescheuert das Buch, dass er sich vor kurzem gekauft hat und bis gestern Abend noch auf seinem Schreibtisch lag.“ „Hmm sollen wir mal dem Käpt´n davon erzählen. Wenn sich jemand auf dem Schiff aufhält, sollte er das wissen“, „Lass uns gehen.“

Mit großen Augen und schneller schlagendem Herzen, verfolgt sie die beiden mit ihrem Blick, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit auf den direkten Weg zu Law befinden.
„Verdammt, was mach ich den jetzt? Abwarten, hinterhergehen oder doch besser verschwinden? Mir einen Scherz erlauben? Ich hätte besser aufpassen müssen, hätte nicht gedacht, dass die so aufmerksam sind. All die letzten male auf einem Schiff, hat nie auch nur einer einen Verdacht gehabt und da war ich um einiges unvorsichtiger, bei Sachen mitgehen lassen.“

Das Buch neben sich auf die Couch legend, ist ihr fürs Erste doch die Lust am Lesen vergangen, schaut sie sich nachdenklich in den Raum um.
Beobachtet Uni und Clione, wie sie sich über die nächsten Mahlzeiten unterhalten und was für Lebensmittel aufgestockt werden müssen.
„Ich denke, ich lasse es darauf ankommen, ich möchte eigentlich nicht von hier verschwinden. Und was soll schon groß passieren? Jedoch sollte ich erst einmal nichts mehr mitgehen lassen. Ich denke, das wäre das beste. Auf alleine weiter Reisen, habe ich dann auch keine Lust.“
Mit dieser Überlegung zufrieden, widmet sie sich wieder dem Buch neben sich auf der Couch und versinkt in dessen Geschichte.

*~*~*~*~*~*

Etliche Stunden später klappt sie mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen das Buch zu und streckt sich erst einmal ausgiebig.
Dass sie das Buch innerhalb eines Tages verschlingt, hätte sie jetzt auch nicht gedacht. Doch an aufhören, war nicht zu denken, so wundert es sie auch nicht, dass sich keiner mehr im Gemeinschaftsraum befindet, wie sie mit einem Blick durch den Raum feststellt.
Das Buch in ihrer kleinen Seitentasche stecken, die sie immer mit dabei hat, erhebt sie sich von der Couch und geht rüber zur angrenzenden Küche, in der Hoffnung noch etwas von dem Abendessen ergattern zu können.
Wie sie bei dem Gespräch von Uni und Clione vor einigen Stunden mitbekommen hat, sollte es heute Auflauf geben, und wer könnte da schon nein sagen.
Sie jedenfalls nicht und so stellt sie mit einem schnellen Blick fest, dass tatsächlich noch eine kleine Ecke des Auflaufs übrig ist, schnell schnappt sie sich einen Teller und eine Gabel und bedient sich.
Dass sie eigentlich erst einmal nichts mehr vom Essen nehmen wollte, ignoriert sie gewissenhaft, dafür sieht es einfach zu lecker aus.
Mit ihrer Beute, lehnt sie sich an die Küchenzeile und schiebt sich den ersten Bissen in den Mund, worauf ihre Augen groß werden.
„Hmm köstlich“, nuschelt sie mit vollem Mund, schließt genießend die Augen und verschlingt den Rest in Rekordzeit, dass das Essen kalt ist, stört sie dabei nicht im Geringsten.
„Schade, dass nicht noch mehr übrig ist“, zufrieden seufzend, will sie gerade den Teller und die Gabel auf die Küchenzeile stellen, als sie eine Bewegung im Türrahmen wahrnimmt, worauf sie in der Bewegung innehält.
„Hat es Geschmeckt? Zeig dich, ich weiß, dass du da bist. Ich kann deine Anwesenheit spüren“, ertönt es befehlend und mit einer kälte in der Stimme, die ihr eine Gänsehaut beschert.
„Verdammt“, entkommt es ihr laut quietschend, worauf sich der Blick ihres Gegenübers direkt auf sie heftet, was sie die Hand auf ihren Mund schlagen und ihr Herz in die Hose rutschen lässt.
„Da bist du also. Los zeig dich, ich sage es kein drittes Mal“, erklingt wieder die kalte Stimme des Käpt´n, der sie mit einem durchdringenden Blick anschaut.

Verzweifelt lässt sie ihren Blick durch die Küche schweifen, nicht sicher was sie nun machen soll. Verschwinden oder sich zeigen?
„Verdammt, das habe ich nun davon. Hätte ich mich doch nur das eine mal zusammengerissen, auch wenn das Essen echt lecker ist“, resigniert seufzend betrachtet sie Law, der sie immer noch regelrecht mit seinem Blick erdolcht.
„Was solls, mehr als mich von Bord schmeißen kann er auch nicht tun“, den aufkommenden Schmerz bei diesem Gedanken ignorieren, da sie wohl gleich wieder alleine irgendwo über dem Meer schweben wird.
Bezweifelt sie doch, dass er es ihr erlaubt, weiterhin auf dem U-Boot bleiben zu dürfen.
„Ist gut, aber erschrecke nicht. Ich bin kein Feind oder so, habe auch keine Täufelskräfte“, „Ob du ein Feind bist, entscheide immer noch ich.“

Den Blick auf den Boden gerichtet, nervös an einer ihrer langen Haarsträhne spielend, wartet sie darauf, dass er etwas sagt, macht oder irgendwie reagiert, als sie gänzlich sichtbar vor ihm steht, doch als nach mehreren Minuten immer noch nichts passiert ist, hebt sie langsam ihren Blick und schaut den Käpt´n vorsichtig an.

Die grauen Augen Law´s wandern immer wieder von oben nach unten, einmal ihre gesamte Gestalt genau betrachtend, was sie sichtlich nervös werden lässt.
„Wer und vor allem was bist du?“ will er dann, mit einer gewissen Neugierde in seiner Stimme, wissen.
„Ich...ich heiße Liv und bin...ja ein Geist, wie man sieht“, „Und was hat ein Geist auf meinem Schiff zu suchen?“
Auf ihrer Unterlippe kauend, weicht sie seinen Blick aus, „Bisher ist er noch nicht schreiend weggelaufen, oder hat mich zum Teufel gejagt, im Gegenteil er schein recht Neugierig zu sein, da kommt wohl der Arzt in ihm zum vorschein, so weit so gut“, „Ich...ich, also ich“, „Antworte, was hast du auf meinem Schiff zu suchen?“, so langsam schien ihr Gegenüber dann doch seine Geduld zu verlieren, was sie allein schon an seinem Schwert feststellen darf, das plötzlich gefährlich glänzend vor ihrem Gesicht auftaucht.

„Ich wollte nicht mehr allein sein.“
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