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Begegnungen ändern Schicksale

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character) Trafalgar Law
30.03.2022
22.05.2022
13
30.176
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30.03.2022 1.506
 
Hallöchen liebe Leser,

ja diese Idee kam mir, als ich mal wieder die halbe Nacht lang wach gelegen habe und meinem Mann und den Hunden beim schnarchen zuhören durfte.
Wo diese Geschichte überall hinführen wird, ist mir noch nicht so ganz klar, auch wenn ich schon weiß, wie sie Enden wird, das dazwischen wird die Zeit zeigen.
Ich wünsche euch dennoch viel Spaß beim Lesen und würde mich über eine Rückmeldung freuen.

*~*~*~*~*~*~*


Warm scheint die Sonne auf die kleine Hafenstadt, die sich auf einer friedlichen Insel mitten auf der Grand Line befindet.
Die Menschen, die hier leben, gehen reg ihr Treiben nach, Kinder, die laut lachend durch die Straßen laufen, ein Hund, der einer Katze bellend hinterherläuft und Frauen und Männer, die an Ständen des Marktes, Dinge des täglichen Bedarfs kaufen oder verkaufen und sich dabei lebhaft unterhalten.
Gelangweilt betrachtet sie das so friedliche Idyll vor sich, hat sie diese und ähnliche Szenen in den letzten Jahren schon zu oft beobachtet, um davon nur irgendwie beeinflusst zu werden.
Ungesehen von allen, leert sie ihre Tasse mit dem noch warmen Kaffee, den sie wie jeden Morgen, seit sie vor ein paar Wochen auf dieser Insel angekommen ist, aus dem kleinen Café mitgehen lassen hat und macht sich dann gemächlich auf den Weg zum Hafen, in der Hoffnung, dass sie vielleicht dort auf etwas Interessantes stößt, was ihren tristen Alltag etwas Ablenkung verspricht.

„Wäre schön, wenn ein Schiff vorbeikommt, auf dem ich mitfahren kann, um von dieser öden Insel runter zukommen“, klar wäre es für sie kein großes Ding, auch anders weiter zu reisen. Immerhin hat sie als Geist nicht das Problem, auf Hilfsmittel, wie in diesem Fall ein Schiff, angewiesen zu sein, wie die Menschen und kann einfach von einer Insel zu nächsten Fliegen, doch in den letzten Jahren hat sie sich angewöhnt, ihre Zeit lieber auf einem der Schiffe zu verbringen.
Auch wenn sie keinen Kontakt zu den Menschen auf den Schiffen oder der Stadt hat, hört und beobachtet sie diese für ihr Leben gerne, es macht einfach mehr Spaß, als alleine tagelang durch die Luft zu fliegen, nicht wissend, wann die nächste Insel in Sicht kommt.

Am Hafen angekommen, stellt sie mit einem ernüchternden Blick fest, dass seit gestern kein neues Schiff in den Hafen eingelaufen ist. „Wenn heute auch keines kommt, werde ich wohl doch fliegen müssen“, noch länger möchte sie dann doch nicht auf dieser Insel bleiben.
Zum Leuchtturm rüber fliegen, lässt sie sich auf dessen Dach nieder und betrachtet die weiter des Meeres vor sich. Ein Anblick, den sie trotz der vielen Jahre, die sie nun schon auf dieser Welt wandelt, immer noch faszinierend findet.
In ihrem alten Leben, als sie noch gelebt hat und bei ihrer Familie war, lebte sie viel zu weit von dem Meer entfernt, um dies jemals gesehen zu haben.
Etwas was sie mittlerweile zutiefst bedauert, ihrem kleinen Bruder hätte das Meer gefallen.

Leise traurig aufseufzend, als der allzu bekannte Schmerz über ihren Verlust aufflammt, lässt sie, um sich davon Abzulenken, ihren Blick über das Meer schweifen. Dabei die Sonne warm auf ihrer Haut spüren, die Möwen im Hintergrund rufen hören, fällt ihr am Horizont ein kleiner Punkt auf, der langsam immer näher kommt. „Endlich ein Schiff.“
Voller Vorfreunde, doch nicht gänzlich alleine weiter Reisen zu müssen, schaut sie dem Schiff beim näher kommen zu, wobei ihr irgendwann auffällt, dass es sich nicht um ein normales Schiff handelt, sondern um ein gelbes U-Boot mit dem Namen „Death“.

„Death“, murmelt sie leise vor sich hin, nun doch nicht mehr so sicher, ob sie sich auf dieses Schiff schmuggeln soll.
Denn wenn sie eines in der Vergangenheit gelernt hat, dann, dass man sich nicht mit dem Tod anlegen sollte. Ihr Schicksal war Mahnung genug, dass es Dinge gibt, die jenseits der Vorstellung der Menschen liegen und die man nicht unterschätzen sollte.
Neugierig, wer so furchtlos ist, seinem Schiff diesen Namen zu geben, löst sie sich von dem Dach des Leuchtturms und schwebt weiter unsichtbar oberhalb des U-Boots in Richtung des Hafens.

Wenige Minuten später, als die Motoren des gelben Ungetümes unter ihr verstummen, öffnet sich die Tür zum Deck.
„Jetzt bin ich aber gespannt“, mit interessierten Blick, schaut sie auf die Crew, die sich langsam auf dem Deck sammelt, dabei eine nervige Strähne ihres langen schwarzen Haares beiseite streichen, die sich aus ihrem Zopf gelöst hat.
Über den nicht vorhandenen Modegeschmack eine Augenbraue heben, betrachtet sie die weißen Ganzkörperanzüge mit dem lachenden Smilie, die die Crew trägt.
„Das scheinen Piraten zu sein, jedoch fällt mir nicht ein, wo ich ihren Jolly Roger schon einmal gesehen habe.“
Dieser kommt ihr nämlich bekannt vor, doch da sie in den ganzen Jahren so viele verschiedene gesehen hat, will ihr nicht einfallen, wo das gewesen sein soll.
Jedenfalls bis ihr Blick an einem der Männer hängen bleibt, der mit großer Sicherheit der Käpt´n des Haufens ist. Und als ihr Blick an seiner Mütze hängen bleibt, fällt es ihr wieder ein.
Diese hässliche Mütze würde sie unter tausenden wiedererkennen.
„Er ist es also. Habe mich schon gefragt, was aus ihm geworden ist“, mit diesem Wissen, um wem es sich handelt, fällt es ihr leicht, ihre Bedenken, ob sie mitfahren soll oder nicht, beiseite zu schieben.
„Das könnte interessant werden. Damals kam er mir schon als ein faszinierender  Mensch vor, ich bin gespannt, wie sehr er sich verändert hat.“

Damit war für sie klar, dass sie mit diesen Leuten weiter reisen würde, so näherte sie sich der Crew und ihren Käpt´n, der gerade Anweisungen erteilte.
„Bepo, Penguin, Shachin und ich werde in die Stadt gehen, Vorräte und Ersatzteile besorgen, ihr anderen bleibt beim Schiff“, damit machten sich die Vier auf, worauf sie diesen unbemerkt folgt.
Neugierig betrachtet sie die vier, vor denen sie unsichtbar herschwebt, lauscht dabei dem Gespräch zwischen Penguin und Shachi und freut sich, dass die beiden ihre Abneigung gegenüber Bepo wohl in den letzten Jahren abgelegt haben.
Denn wenn sie an die erste Begegnung zurückdenkt, die sie unfreiwillig mit ansehen musste, wo Shachi und Penguin den armen Bepo schikanierten und erst aufhörten, als Law sich eingemischt hatte, war das kein Vergleich mehr zu damals.
„Schön zu sehen, dass sich trotz der vielen Jahre immer noch Freunde sind und sogar gemeinsam eine Piratenbande gegründet haben.“

So in Erinnerungen, an die erste Begegnung mit den vieren, schwelgen und den Gesprächen der Freunde lauschen, begleitet sie die vier bei ihrer Tour durch die Stadt.
Sich dabei doch manchmal wünschen, dass sie über ihren Schatten springen könnte und sich den anderen zeigt.
Würde sie doch gerne mal mit Law oder Bepo sprechen oder mit Shachi und Penguin herumalbern.
Es ist ja nicht so, als könnte sie das nicht, klar bei Berührungen hört es auf, doch die paar male, als sie genau dies versucht hat, mit den Menschen in ihrer Nähe Kontakt zu knüpfen, mit ihnen zu sprechen, ging dies gewaltig nach hinten los.
Und mittlerweile fürchtet sie sich vor der Reaktion der Menschen, die vor Angst schreiend weglaufen, sie als Monster, Dämon oder sonst wie betiteln.
Dabei war sie, was das äußere betrifft, eine normale junge Frau, lange schwarze Haare, die sie in einem Pferdeschwanz trug, grüne Augen, eine zierliche Körperform und für diese Zeit, normale Klamotten.
Gut weder konnte sie jemandem Anfassen noch angefasst werden, aber wenn man über dieser Kleinigkeit hinweg sah, sah sie ganz normal aus.
Zumal es ihr jedes mal aufs neue unsagbar weh tat, so abgewiesen zu werden.
Ist sie doch einfach nur einsam und wünscht sich jemanden, mit dem sie reden kann.
Dumm war sie jetzt auch nun wirklich nicht und in den letzten Jahren, hat sie ihr Wissensschatz in vielen Bereichen erweitert.
Sodass es nicht an Gesprächsstoff mangeln sollte, zumal wer kann schon von sich sagen, dass er als blinder Passagier bei den ganz großen Piraten mitgefahren ist, geschweige den davon, dass sie eigentlich nicht von dieser Welt kommt, sondern in einer ganz anderen geboren wurde.
Und nach über dreihundert Jahren allein sein und ziellos durch diese Welt wandeln, war dies ihr größter Wunsch.
Einen Freund haben, der keine Angst vor ihr hat, der ihr wenigstens für kurze Zeit Gesellschaft leistet.

Bedrückt von diesen plötzlichen aufkommen ihrer Gedanken, verharrt sie an Ort und Stelle und lässt es zu, dass Law und auch Bepo durch sie hindurchlaufen.
Was ihr gerade in diesem Moment, wo sie ihre Einsamkeit so deutlich wie sonst kaum spürt, den Rest gibt und sich eine einzelne Träne aus ihrem Auge löst.
Herrisch, als sie dies bemerkt, wischt sie diese weg, Tränen würde das Problem auch nicht lösen.
Ist dies doch ihr Schicksal und so lange sie nicht über ihren Schatten springen würde, würde sich auch nichts daran ändern.
Tief einatmen, strafft sie ihre Schultern und schaut sich nach den Piraten um, und weiter dessen Gesellschaft zu genießen und sie bei ihrem Einkauf zu begleiten, doch sind diese weit und breit nicht zu sehen, worauf sie beschließt, wieder zu deren Schiff zurückzukehren und dort zu warten.
Darauf zu warten, dass ihre Reise als blinder Passagier-Geist weiter geht.
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