Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die neue Art

von Zorn
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Angst / P18 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
24.03.2022
23.06.2022
11
36.471
1
Alle Kapitel
29 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
23.06.2022 5.684
 
Ich weiß ich bin mal wieder etwas spät dran. Doch jetzt ist das Kapitel endlich fertig, auch wenn es mich einiges an Nerven gekostet hat. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
************************************************************************************



Vorsichtig entnahm Magnus das Zauberbuch, aus der Wand. Immer darauf bedacht, nicht doch noch eine Falle auszulösen. Erst als er es in den Händen hielt, entspannte er sich etwas. Das Buch war nicht sehr groß. Als er es näher betrachtete, sah er die vielen kleinen verschnörkelten Symbole auf dem Buchrücken. Einige Symbole stachen ihm sofort ins Auge. Als er sie näher betrachtete erkannte er ihre Bedeutung. Ein Buch über Illiusionszauber war es also. Nicht gerade sein Fachgebiet, aber man konnte sich ja weiterbilden.
Aber dafür war jetzt wirklich keine Zeit.
Sie mussten Alec finden. Er hatte Izzy zwar erzählt noch reichlich Magie zu besitzen, das entsprach aber nicht ganz der Wahrheit. Das Öffnen der Wand hatte ihn doch mehr angestrengt, als gedacht.
Er hoffte nur seine Kraft reicht noch für den Suchzauber und für eventuelle Heilungszauber. Die sein Mann bestimmt nötig hatte, wie er von Jace wusste.
Seine Magie sammelnd, fing er an die komplizierte Formel zu rezensieren. Nur langsam baute sich in seinem Geiste ein Bild auf.
Demlok war nicht in Deutschland, da war er sich sehr schnell sicher. Konzentriert verfolgte er die Spur weiter. Über Italien und Frankreich, führte die Spur zurück nach New York. Natürlich nicht in zu stark besiedeltest Gebiet, sondern ehr außerhalb.
Wie Demlok das geschafft hatte, in so einer belebten Stadt, wusste Magnus selber nicht. Dort verharrte die Signatur, des anderen Hexenmeisters. Endlich, wusste Magnus, wo dieser steckte. Sofort stoppte er seinen Magiefluss.
Leicht schwankend wollte er sich an der nächsten Wand abstützen, griff allerdings ins leere. Kurz vor er unsanft auf den Knien gelandet wäre, packte ihn Isabell an der Schulter und hielt ihn fest.
„Nur etwas zu viel Magie auf einmal benutzt. Natürlich.“ Meckerte sie dann auch gleich los. Trotz des Vorwurfs, das er sie angeschwindelt hatte, sah er die Sorge in ihren Augen. Schuldbewusst verzog er das Gesicht. Er hatte wirklich gehofft, das er noch mehr Magie übrig hatte.  
„Sei ehrlich mit uns. Wie viel Kraft hast du noch?“ fragte Izzy nun deutlich sanfter. „Leider nicht mehr all zu viel.“ Gestand er sich und der Gruppe nun endlich ein. Immer noch stütze Izzy ihn, als würde sie befürchten, das er gleich das Bewusstsein verlieren würde. So weit war es zu Glück, noch lange nicht. Langsam aber bestimmt, richtet er sich wieder auf. Die junge Schattenjägerin verstand, das er ihre Hilfe nicht mehr benötigte. Trotzdem ruhte ihr Blick auf ihm, um im Notfall, doch noch eingreifen zu können.
„Und was machen wir jetzt? Alec braucht unsere Hilfe! Und das jetzt!“ fragte Jace schier verzweifelt.
Das Magnus so gut wie keine Magie mehr hatte, beunruhigt ihn. Sie brauchten den Hexenmeister. Zum einem um überhaupt an Demlok heran zu kommen. Aber auch um eine reelle Chance, auf einen Sieg zu haben, falls es zum Kampf kam.
Klar sie waren drei Schattenjäger und ein Vampir. Und dadurch in der Überzahl. Nichts desto trotz, konnte ein guter Hexenmeister es mit ihnen aufnehmen und vielleicht sogar gewinnen. Magnus würde er dies auf jeden fall zu trauen, obwohl er lieber sterben würde, als dem Hexenmeister diese Bestätigung auch nur ansatzweise mitzuteilen.
„Ich habe auch nicht vor zu warten. Ich weiß im Moment, wo sich Demlok aufhält. Wenn wir uns nicht gleich auf den Weg machen, ist diese Spur wieder kalt. Falls Demlok meinen Aufspürzauber bemerkt haben sollte, ist Alec in großer Gefahr. Das riskieren ich nicht.“ Entschied in diesem Moment Magnus. Und beendete so eine kleinere Diskussion, von der Jace nicht viel mitbekommen hatte.
„Aber du hast nicht mehr so viel Magie. Wie soll das funktionieren?“ fing Izzy gleich wieder an. „Ich hab noch einen kleine Phiole mit etwas Trank, in meinem Arbeitszimmer. Ein kleiner Zauber und ich habe wieder genug Energie, für ein Portal und sicher benötigte Heilzauber.“
Das Magnus absichtlich das Kämpfen nicht erwähnte, blieb natürlich keinem aus der Gruppe verborgen. Mit verbissener Miene, blickte Izzy ihrem Schwager ins Gesicht. Ihr gefiel das nicht.
Zum einen wollte sie so schnell wie möglich Alec befreien und wohlbehaltend nach Hause bringen. Auf der anderen Seite, sollte bei dieser Aktion, keiner draufgehen. Das könnte sie sich nicht verzeihen.
Aber anscheinend hatten sie gar keine andere Wahl. Magnus hatte sich bereits entschieden und sie so vor vollendete Tatsachen gestellt. Nun konnten sie nur noch mitspielen und dafür Sorgen das alle heile blieben.
„Dann hol das Fläschen. Wir sind bereit, wenn du es bist.“ Stimmte sie daher, grimmig dem Plan zu.
Zufrieden Izzy überzeugt zu haben, zauberte er sich die Phiole aus seinem Arbeitszimmer, in seine Hand. Er wusste das er der Schattenjägerin, gar keine andere Wahl gelassen hatte, als ihm zuzustimmen. Hätte sie es nicht getan, wäre er alleine losgezogen. Vermutlich in Begleitung von Jace, den auch dieser würde bis an seine Grenzen gehen, um seinen Parabatai zu retten.
Das hieß nicht, das Izzy weniger für ihren Bruder tun würde, aber als Institutleitung war sie nun mal verantwortlich für das Leben aller Beteiligten. Sie würde es verantworten müssen, wenn etwas schief ging.
Schnell schüttete er sich den Inhalt der Phiole in den Rachen.
Fast Augenblicklich spürte er wie seine Kraft zurückkehrte. Aus früherer Erfahrung wusste er, das die Wirkung nicht lange Anhielt und er danach meist erschöpfter war als davor. Aber das war im Moment völlig Irrelevant.
Wenn sie dadurch Alec finden und retten konnten. Er hoffte nur das Demlok auch der Täter war. Ansonsten wären all ihre Bemühungen umsonst gewesen. Seine Magie in Kreisförmig Bewegungen lenkend, öffnete er das Portal zu ihrem Bestimmungsort. Ohne zu zögern, trat die Gruppe in dieses hinein. In der Hoffnung, endlich Alec zu finden.

                                                                                    *~*

„VERDAMMT!“ der Schrei seines Meisters, weckte Jack aus seinem, vor sich hin gestarre. Heute war einer der wenigen Tage, wo er mal nicht bei Sahra war. Eigentlich hatte er ein bisschen Lesen wollen.
Vor allem über die Schwangerschaft, hätte er sich gern informiert. Wie sowas genau ablief und wie man die Frau unterstützen konnte. Doch irgendwie, war er heute nicht der Aufmerksamste.
Ständig fielen ihm die Augen zu oder wie jetzt gerade eben, starrte er einfach vor sich hin. Der Schrei hatte ihn definitiv wach gerüttelt.
Es dauerte nicht lange und es folgte auf das ‚Verdammt‘ ein.
„JACK! BEWEG DEINEN ARSCH SOFORT HIER HER!“ Wissend, das ihm sowieso nichts anderes übrig blieb, setzte er sich seufzend in Bewegung. Er wollte gar nicht wissen, was der Grund für den Aufruhr war.
Er hoffte nur das ihm keine Schuld traf. Kurze Zeit später klopfte er an Demloks Tür. Sofort wurde diese Aufgerissen und sein Meister blickte ihn, mit vor Zorn funkelnden Augen an.
„WAS HAT DAS SO LANGE GEDAUERT?“ keifte dieser direkt los. Ohne eine Antwort abzuwarten, packte ihn Demlok und zog ihn in dessen Schlafzimmer. „WARUM, ZUM TEUFEL NOCHMAL, VERSUCHT MICH IRGENDEIN HEXENWESEN AUFZUSPÜREN? STECKST DU DAHINTER?“ sich anspannend versuchte Jack, sich nichts anmerken zu lassen.
Er hatte so darauf gehofft, das die Schattenjäger ihnen auf die Schliche kamen.
Und anscheinend war sein Plan aufgegangen. Demlok wurde gesucht. Wahrscheinlich war es Magnus, der den Aufspürzauber gesprochen hatte. Alec hatte anscheinend Recht gehabt, das sein Mann mächtig war.
Aber nun galt es sich nichts anmerken zu lassen, wie glücklich er über diese Entwicklung war. „Ich weiß nicht warum sie ein anderes Hexenwesen sucht. Ich habe nur ihre Befehle ausgeführt.“ Antwortet er deshalb im ruhigen, neutralem Ton.
Sein Meister war anscheinend nicht gänzlich von seiner Unschuld überzeugt. Immer noch blickte dieser ihn voller Hass an. „Ach ist mir jetzt auch scheiß egal, ob du dahinter steckst. Du wirst mir auf jeden fall helfen das Hexenwesen aufzuhalten. Wenn es dieser Bane sein sollte, wirst du ihn umbringen. Haben wir uns verstanden?“ artig nickt Jack seinen Meister an, obwohl er keine Ahnung hatte wer ‚Bane‘ war. „Ich werde mich um unseren Inquisitor kümmern.“
Grimmig riss Demlok die Tür auf und stapfte Richtung Zellen davon. Er hingegen lief Richtung Haustür. Dort würde er auf die ungebetenen Gäste warten, ob er wollte oder nicht.

                                                                                 *~*

Als die Gruppe das Portal verließ, fanden sie sich in einer abgelegenen Wohngegend wieder. Außer ein paar vereinzelte Häuser gab es hier nicht viel. „Wo sind wir hier?“ fragte Clary neugierig. „New York.“ Gab Magnus ihr, ihre Antwort.
Ungläubig riss Clary die Augen auf. „Das kann nicht sein. Wo sind all die Menschen? Und der Trubel?“ Da Magnus selbst keine Ahnung hatte, wie Demlok es geschafft hatte, all die Menschen von hier fernzuhalten, zuckte er einfach mit den Schultern.
„Ist doch scheiß egal, warum es hier so ruhig ist?“ meckerte nun Jace los. „Haben wie einen Plan? Oder improvisieren wir?“ angespannt blickte dieser in die Runde.
„Vor wir das Haus stürmen und womöglich einen Fehler begehen, würde ich nochmal versuchen Alec zu Orten.“ Warf Magnus ein. „Und was soll das bringen? Hätten wir ihn Orten können, hätten wir uns direkt dort hin portalitiert. Und müssten nicht hoffen, das deine ehemalige Bekanntschaft, der Täter ist.“
„ Das ist mir wohl bewusst Jace. Aber wenn Alec wirklich hier festgehalten wird, ist seine Signatur, da wir näher dran sind, nun viel stärker. Heißt ich kann die Abschirmung durchbrechen. Wir wüssten dann mit hundertprozentig Sicherheit, das Demlok unser Täter ist.“ Jace wusste das diese Information entscheidend war, deshalb erhob er auch keine weiteren Einwände dagegen.
Konzentriert richtete Magnus seine Magie nach Alec aus.
Am Anfang empfing ihn erneut nur Dunkelheit und er dachte schon, das sie am falschen Ort waren. Als er plötzlich, die Vertraute Signatur, wie ein Leuchtfeuer vor sich erblickte. Da war er. Endlich hatten sie ihn gefunden.
„Er ist hier.“ Erleichterung Mischte sich in seine Stimme, auch wenn er wusste das sie noch nicht gewonnen hatten. Sofort zückten die Schattenjäger ihre Waffen und machten sich Kampfbereit. Die Aufklärungsmission war nun zu einer Befreiungsmission geworden.
„Was ist der Plan?“ fragte Jace unruhig. Deutlich sah man ihm die Anspannung an.
An liebsten wäre dieser, einfach ins Haus gestürmt, auf dem direktem Weg zu seinem Parabatai. „Wir haben keinen Grundriss von Demloks Behausung. Also treten wir die Tür ein und suchen nach Alec. Und wir gehen nicht ohne ihn!“
Da niemand eine bessere Idee hatte, stimmen alle Izzy zu. Mit verbissener Miene und in geschlossener Formation, bewegte sich die Gruppe vorwärts. Alle hatten nur ein Ziel. Alec zu retten und nach Hause zu holen.

                                                                                       *~*

Mit einem lauten Krachen flog die Haustür aus den angeln. Sofort machte sich Jack Kampfbereit.
Ohne Magie, konnte er sich nur mit einem Schwert zur wehr setzten. Was für ihn aber nicht unbedingt einen Nachteil war.
Durch den Zauber gezwungen, stellte er sich der Gruppe in den Weg, die sich bereits ins Innere vorwagte. An der Spitze lief ein blonder Schattenjäger in schwarzer Kampfmontur.
Zorn, Wut und Hass standen so deutlich in dessen Gesicht geschrieben, das er am liebsten die Flucht ergriffen hätte. Doch der Fluch hielt ihn an Ort und Stelle. Sogar das Schwert hob er Kampfbereit vor seinen Körper.
Neben dem Schattenjäger lief eindeutig ein Hexenmeister.
Die Magische Aura die diesen umgab, war für ihn deutlich wahrnehmbar.
Zu seinem Entsetzten, kamen aber nochmal 2 Schattenjägerinnen und ein Vampir. Auch in deren Gesichtern sah er den lodernden Zorn.
Selbst wenn es nur ein Schattenjäger gewesen wäre, hätte er kaum eine Chance gehabt lebend aus der Nummer heraus zu kommen.
Sich im Kreis drehend, versuchte er irgendwie alle Personen im Blick zu behalten, als diese den Kreis um ihn immer enger zogen.
„Du bist allein! Du hast keine Chance gegen uns alle!“ Knurrte der blonde Schattenjäger plötzlich hinter ihm.
Erschrocken fuhr er herum, nur um den Hexenmeister aus dem Blick zu verlieren. „Wo ist Alec? Sag uns wo du ihn festhält und du darfst leben.“ Donnerte dessen Stimme plötzlich hinter ihm.
Purer Hass, blickte ihm entgegen. Nicht wissend welche von den beiden er ehr im Blick behalten sollte, stolperte er Rückwärts. Nur leider war es keine Wand, an die er zurückweichen konnte.
Fauchend griff der Vampir nach seiner Schwerthand. Eine leichte Drehung seinerseits, verhinderte geradeso den Waffen Verlust. Doch nun griff auch der Rest der Gruppe an. Nur mit Mühe schaffte er es den ersten Hieb abzuwehren. Der zweite allerdings, schleuderte ihm seine Waffe aus der Hand. Am Hals gepackt wurde er an die nächste Wand gedrückt. „WO …IST … ALEC!“ schrie der blonde Schattenjäger ihn an. „Ich .. Ich kann nicht.“ Stotterte er leise.
Voller Wut hiebte Jace diesem aufgeblasenem Schwachkopf, in den Bauch. Im Moment war es ihm herzlich egal, ob er sich an irgendwelche Vorschriften hielt.
„WO .. IST .. ALEC!“ All seinen Zorn, legte er in diese drei Worte. Vor Schmerz krümmend, wäre sein Gegenüber am liebsten in die Knie gesunken. Doch er hielt ihn weiterhin am Hals gepackt und würgte diesen leicht.
„Der Meister erlaubt es nicht.“ Krächzte dieser unter seinem unbarmherzigen griff. „Und wo ist dein Meister?“ hackte Izzy nach. „Beim Inquisitor.“ Furcht breitete sich wie ein Lauffeuer in seinem Körper aus.  
Wenn Demlok jetzt bei Alec war, ging es um jede Sekunde. Nicht auszudenken das sie jetzt noch scheitern sollten.
Die anderen in der Gruppe dachten anscheinend genau wie er.
Grob packt Izzy ihren Gefangenen und drehte ihm die Arme auf den Rücken.
Da sie sich auf den Kampf mit einem Hexenmeister eingestellt hatten, waren die Handschellen natürlich aus Adamant. Diese sollten, aber auch für nicht Hexenwesen, ausreichend sein.
Doch keiner hatte mit dieser Reaktion gerechnet. Kaum schlossen sich die Handschellen um dessen Handgelenke, schon fing der gesamte Körper das zittern an. Überrascht, trat Izzy ein paar Schritte zurück. Sowas hatte sie noch nie gesehen.
Mittlerweile auf den Knien, bedeckt nun rötliches Fell, Arme und Beine.
„Warum greift ein Hexenmeister, bei den Engeln nochmal, nicht mit Magie an?“ wollte sie wissen. „Das ist eine gute Frage Izzy. .. Los sprich!“ forderte Jace, ihren Gefangenen auf.
„Ich konnte nicht.“ Kam leise die Antwort. „Wie kann das sein?“ die Stirn runzelnd, betrachtet Magnus den Hexenmeister. Er wollte so schnell wie möglich eine Antwort auf seine Frage bekommen. Nicht das sie am Ende noch in eine Falle tappten, in der ihnen Magie nicht helfen konnte.
Seufzend blickte dieser ihn an.
„Ich mach es kurz. Mein Name ist Jack. Demlok hat mich vor ungefähr 100 Jahren unter einen Zauber gebracht. Dieser überträgt meine Magie auf ihn. Deswegen konnte ich keine Magie anwenden.“ „Da ist aber noch mehr. Hab ich Recht?“ wollte Magnus wissen. „Ja. … Ich hatte keinen freien Willen mehr. Ich war Demloks Sklave.“ „Du warst?“ irritiert schaute er Jack an.
Wie konnte es sein, das der Zauber nicht mehr wirkte. „Naja. Die Handschellen verhindern anscheinend nicht nur, das ich Zaubern kann. Sondern auch die Kontrollübernahme von Demlok. Ihr wisst gar nicht wie toll sich das anfühlt. Seit Jahren hab ich mich nicht mehr so frei gefühlt.“ Schwärmte Jack regelrecht.
„Schön das wir die helfen konnten. Aber wir haben keine Zeit dafür. Da du nicht mehr Demloks Sklave bist, kannst du uns ja jetzt zu Alec bringen.“ Brummte Jace missmutig. „Oh, aber natürlich. .. Ich hab nur eine Bitte. Könntet ihr Sahra auch retten?“ Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. Verhandelte ihr Gefangener etwa gerade mit ihnen? „Von mir aus.“ Knurrte er gereizt. Wenn sie nun endlich zu seinem Parabatai kamen.

                                                                               *~*

Schnellen Schrittes lief Demlok Richtung der Zellen. Es ärgerte ihn, das er anscheinend aufgeflogen war.
Das Jack da anscheinend auch irgendwie seine Hände mit drin hatte, verstärkte nur noch seinen Hass.
Voller Wut riss er die Tür auf, die ihn vor dem Inquisitor trennte. Im Kopf ging er seine Optionen durch. Er könnte seinen Plan weiterverfolgen und Alec jeden Knochen einzelnd brechen. Leider würde es ihm nicht soviel Befriedigung geben wie er erhofft hatte.
Missmutig starrte er auf sein Opfer. Immer noch lag der Inquisitor in tiefer Bewusstlosigkeit. Selbst wenn er ihn wecken würde, konnte er seine Plan nicht zu Ende bringen.
Also brauchte er etwas neues. Etwas, was nicht nur den Inquisitor quälen würde, sondern auch dessen Mann.
Wie sehr er diesen Magnus Bane doch hasste. Fast 3 Wochen hatte er damals in seinem eigenem Kerker gesessen. Ohne Nahrung oder Wasser, musste er sich von seinen eigenen Exkrementen ernährt, bevor er sich befreien konnte.
Natürlich hatte er danach sofort nachdem Hexenmeister gesucht, aber alle Spuren verliefen im Sande. Er wollte sich schon damals rächen aber jetzt. Jetzt hatte er die perfekte Gelegenheit um Magnus Bane zu zerstören. Und mit ihm den Inquisitor!

                                                                            *~*

Voller Ungeduld packte Jace, Jack am Arm und zog ihn hoch. „Los vorwärts! Zeig uns den Weg!“ Brummte er.
Diese ganze Unterhaltung hatte viel zu viel Zeit gekostet. Er wollte jetzt zu seinem Parabatai! Ohne Widerworte setzte sich Jake in Bewegung. Es dauerte nicht lange und er führte die Gruppe in den Keller.
Erstaunt stellte Jace fest das, das kein einfacher Kellerraum war. Nein es war ehr ein Labyrinth. Ohne Jacks Führung würden sie sich hier definitiv verlaufen. An einer Abzweigung blieb dieser dann plötzlich stehen.
„Was ist los? Ich warne dich, solltest du uns verarschen, bring ich dich eigenhändig um.“ Knurrte Jace. „Ich habe nicht vor, euch in die Irre zu führen. Aber ...“ „Was aber?“ Jace Geduld war mehr als ausgereizt. Wenn Jake nicht aufpasste, brach er ihn aus Versehen die Nase. Oder was ähnliches.
„Naja. … Wenn man den rechten Gang nimmt kommt am Ende zu Sahras Zelle. Ich habe gehofft ihr …“ bittend blickte Jack in die Runde. „Und wo geht’s zu Alec?“ „ Den linken Gang entlang und dann noch ein paar Abzweigungen.“ Antworte Jack sofort. Kurz überlegte die Gruppe.
„Okay. Izzy, Clary und Simon ihr geht zu Sahra. Ich, Magnus und unser neuer Freund, holen Alec.“ Entschied Jace.
Natürlich war Izzy nicht glücklich darüber, nicht im Team Alec zu sein.
Aber sie verstand Jaces Entscheidung, auch wenn er sie damit überging. Ihn und Magnus konnte nichts, davon abhalten jetzt noch in eine andere Richtung zu laufen. Und wenn es Sahra wirklich gab, von dem sie nun mal ausging, war etwas mehr Weiblichkeit nicht ganz verkehrt.
Leider hatte ihn Jack nicht viele Infos über Sahra gegeben. Nur das sie eine Gefangene war. Warum? Und wie lange schon? Blieb im unklaren. Einen Blick zurück werfend, sah sie den anderen Teil der Gruppe, hinter einer Kurve verschwinden.
Kurz schloss die die Augen, um ein  Stoßgebet an die Engel zu schicken. Bitte lass sie nicht zu spät kommen!‘ Nun galt es sich aber auf ihre Aufgabe zu konzentrieren. Die Peitsche fester nehmend, eilte sie ihren Teamkollegen hinterher, die schon ein paar Schritte vor ihr waren.

                                                                    *~*

Ohne weitere Diskussionen führte Jack sie weiter, bis er schließlich vor einer hölzernen Tür stehen blieb. „Hier ist es.“ Bestätigte dieser somit Jace Verdacht endlich angekommen zu sein.
Angespannt, griff er seine Klinge fester. Was würde sie wohl drinnen erwarte? Das Alec lebte wusste er, aber was hatte man ihm angetan? Wenn er ehrlich zu sich selbst war, hatte er etwas Angst davor, wie sie Alec finden würden.
Ein bestätigten Blick von Magnus signalisierte ihm, das dieser bereit war, den Raum zu stürmen. Keine weitere Zeit verlierend stieß er die Tür auf und lief hinein. Dicht gefolgt von Magnus.
Ob Jake ihnen folgte, war ihm im Moment gleichgültig. Seine gesamte Konzentration lag nun auf Demlok.
Ganz entspannt, stand dieser in der Mitte des Raumes und erwartete sie bereits. Ohne Vorwarnung sammelte der feindliche Hexenmeister Energie in seinen Händen und schleuderte sie in ihre Richtung.
Gekonnt wich er durch einen Sprung zur Seite aus. Magnus hingegen erschuf sich ein Schild was die Energie resorbierte.
Kurz drehte sich Jace zu Magnus um. Er hatte nicht vergessen, das dieser nicht über seine volle Kraft verfügte. Aber anscheinend kam der Hexenmeister klar.
Verbissen wehrte dieser die Energiebälle ab und schleuderte selber welche in Demloks Richtung. Jace selbst, versuchte sich von der Seite an den feindlichen Hexenmeister heran zu pirschen.
Demlok nicht aus den Augen lassen, suchte er den Raum nach Alec ab. Kurz geriet er in Panik, als er ihn nicht sofort entdeckte. Doch dann fiel ihm eine am Boden liegenden Person auf. Wüsste er nicht genau das sein Parabatai noch am Leben war, hätte er vermutet das dieser Tod wäre. ‚Halt durch, mein Bruder!‘
Ein Schrei von Magnus, ließ Jace herumfahren.
Entsetzt sah er wie dessen Energieschild schwankte. Verdammt! Musste ausgerechnet jetzt Magnus Magie versagen?
Siegessicher grinste, Demlok diabolisch. „Du wirst verlieren. Magnus Bane!Erneut sammelte der feindlichen Hexenmeister, Energie in seinen Hände um Magnus den entscheidenden Schlag zu verpassen.
Leise fluchend aktivierte Jace seine Schnelligkeitsrune um dem Hexenmeister zu Hilfe zu eilen. Doch er war noch nicht ganz angekommen, als Demlok den Energieball losließ.
Nein!Er würde es nicht rechtzeitig schaffen.
Panisch suchte er Magnus Blick, aber auch in diesem las er nur Hoffnungslosigkeit.
Wie in Zeitlupe flog der Energieball an Jace vorbei, direkt auf Magnus Brust zu. Verbissen kämpfte dieser um doch noch ein Schild zu produzieren, doch nur kleine funken verließen seine Hände.
Er hatte kein Zeit mehr um auszuweichen. Den Tatsachen ins Gesicht sehend, machte er sich auf den Einschlag bereit und schloss die Augen. ‚Verzeih mir Alexander!‘
Die Sekunden verstrichen, doch nichts geschah.
Jake, der die ganze Zeit unschlüssig vor der Tür hin und hergelaufen war, sah die brenzlig Situation in der sich Magnus befand.
Ohne weiter darüber nachzudenken, rannte er los. Er war zwar kein Schattenjäger und hatte deswegen auch keine Runen, die er verwenden konnte. Aber er war eindeutig näher an Magnus dran, als der Schattenjäger.
Völlig von Sinnen schmiss er sich, mit seinen gefesselten Händen, zwischen die Hexenmeister. Und das gerade noch rechtzeitig. Vor Schmerz aufschreiend, ging er zu Boden. Als ihn die Energiekugel zwischen seinen Schulterblättern traf.
„NEIN!“ voller Hass brüllte Demlok seinen ganzen Zorn heraus.
Warum musste sich sein dümmlicher Sklave ausgerechnet jetzt einmischen.
Er hatte schon am Anfang gemerkt, das Bane nicht im Vollbesitz seiner Fähigkeiten war. Ansonsten hätte er schon längst verloren gehabt.
Aber so hatte er sich einen Vorteil erarbeitet und hatte seinen Sieg schon fast in den Händen gehalten. Wäre nicht Jack aufgetaucht. Voller Wut fixierte er den am bodenliegenden Hexenmeister.
Er würde ihn töten für diesen Verrat. Erneut sammelte er Magie in seinen Händen. Doch diesmal sollte es nicht Bane treffen. Nein er würde erst Jack zerstören und sich dann dem anderen Hexenmeister zuwenden.
Ganz fixiert von seinem Hass, hatte er den blonden Schattenjäger komplett vergessen.
Jace nutzte diese Unachtsamkeit und brachte sich mit einem Sprung hinter Demlok. Zu spät registrierte dieser die Gefahr, da holte Jace auch schon aus und versenkte einer seiner Seraphklingen in Demloks Schulter.
Voller Schmerz und Wut brüllte dieser auf und fuhr herum. Doch Jace war noch lange nicht fertig.
Demloks Energiebällen ausweichend, hatte er bereits die nächste Seraphklinge in seiner Hand und hiebte damit nach dessen Oberkörper. Zurückweichend wurde der Hexenmeister Richtung Magnus getrieben.
Dieser hatte seine Verschnaufpause genutzt und sich etwas erholt. Als Demlok in seiner Nähe war, nutzte er seine verbliebene Kraft und schickte einen gezielten Energiestoß Richtung Kopf.
Überrascht blinzelte der feindliche Hexenmeister gegen den aufkommenden Schwächeanfall und fing das taumeln an. Mit einem gekonnten Schlag Richtung Schienbeine entzog Jace, Demlok seinen verbliebenen Stand. Laut fluchend fiel dieser Hart auf seine Knie. Sofort packte er den feindlichen Hexenmeister und legte ihm Handschellen an.
Es war vorbei!

Tief durchatmend, gönnte er sich eine kurzen Moment der Ruhe. Der Kampf war doch anstrengender gewesen als gedacht.
Doch sofort sah er die am Boden liegenden Person vor seinem geistigen Auge. ALEC! Seine Seraphklinge einstecken, sprintete er zu seinem Parabatai.
Erst jetzt hatte er Zeit um diesen genauer zu betrachten. Geschockt ließ er sich auf seine Knie fallen.
Mit geschlossenen Augen, lag sein Bruder vor ihm. Anscheinend war dieser bewusstlos. Was Jace aber in diesen Moment für gut empfand, angesichts dessen Verletzung. Allen voran die gebrochenen Knochen.
Ein Blick auf Alecs Beine genügte ihm, um zu wissen das da nicht mehr viel heile war. Er wollte sich gar nicht vorstellen was Alec gefühlt hatte, als diese ihm gebrochen wurden.
Ganz vorsichtig, mit zitternden Händen versuchte er erstmal den Knebel zu lösen. Immer darauf bedacht Alec nicht noch mehr Schmerzen zu bereiten.
Kurze zeit später, konnte er sich den Handfesseln zuwenden. Doch diese waren deutlich stabiler, als gedacht.
Noch bevor er seinen Dolch zücken konnte um diese durchzuschneiden, spürte er eine Hand auf seiner Schulter. Angespannt blickte er in Magnus Gesicht. Wut, Zorn und tiefe Traurigkeit lagen in dessen Blick.
„Lass mich mal.“ Schweigend rutschte er etwas zur Seite um dem Hexenmeister Platz zu machen.
Dieser zückte ein kleines scharfes Messer und fing an, nach und nach die Fasern der Seile zu durchtrennen.
„Seit wann benutz du ein Messer? Ich dachte du machst alles mit Magie.“ Fragte Jace irritiert. Er hatte noch nie ein Messer in den Händen des Hexenmeisters gesehen. Geschweige den gewusst das dieser sowas bei sich trug. „Tu ich auch …  in der Regel, aber meine Magie ist erschöpft. Im Moment ist selbst der kleinste Zauber zu viel. … Außerdem war das ein Geschenk von Alec.“ Brummte dieser verstimmt. Verstehend nickend, beließ es Jace dabei.
Das Magnus keine Magie mehr hatte um Alec zu heilen, beunruhigt ihn.
Wie sollten sie diesen nur hier raus schaffen ohne ihm noch mehr Schmerzen zu bereiten. Kurz vor Magnus die letzten Fasern durchtrennte, hielt dieser Alecs Handgelenke zusammen.
Trotz der Vorsicht die Fessel nicht abrupt reißen zu lassen, verließ ein stöhnen Alecs Mund, als diese fiel. Schon diese kleine Bewegung verursachte solche Schmerzen, das selbst die Bewusstlosigkeit nicht auszureichen schien.
Quälend langsam führte Magnus die Hände auseinander um sie neben dem Oberkörper abzulegen.
Jedes aufstöhnen seitens seines Mannes, versetzte ihm einen Stich ins Herz.
Er konnte es nicht ertragen seinen Mann so zu sehen. Ihm nicht helfen zu können, brach ihm das Herz. Den Tränen nahe rutschte er zu Alecs Füßen. Er wollte auch diese Fessel lösen, bevor er einen Versuch wagen würde, doch etwas Heilung in dessen geschundenen Körper zu bekommen.
Doch sobald er die Fessel auch nur berührte, stöhnte Alec so gequält auf, das er es sofort sein ließ.
„Magnus, warte! Ich hab eine Idee. … Du hast dir schon mal Kraft von Alec geborgt, als du keine Magie mehr hattest. Kannst du das wieder?“ auffordernd streckte Jace, Magnus seine Hand hin.
„Damals musste ich uns nur Überwasser halten. Das hat bei weitem nicht soviel Magie verbraucht wie diese ganzen Verletzungen.“ merkte dieser an.
„Ich weiß, aber vielleicht können wir so das gröbste heilen. Damit wir ihn hier raus schaffen können.“ Gequält blickte Jace erst seinen Bruder dann Magnus an.
Leicht nickend ergriff dieser, die dargebotenen Hand. Sofort spürte er den Sog, als Magnus begann Kraft von ihm zu schöpfen.
So schnell wie möglich versuchte diese so viel es ging zu heilen.
Magnus wusste das Jaces Kraft nicht ausreichen würde um alle Knochenbrüche zu richten. Deswegen beschränkte er sich erstmal aufs wesentliche.
Oberschenkel, Kniescheibe und Unterschenkel waren sein vorrangiges Ziel. Die kompletten Füße musste leider warten.
Auch wenn es ihm nicht gefiel. Schon nach kurzer Zeit spürte er wie Jace, durch seinen Kraftentzug das zittern anfing.
Ein kurzer Blickt zeigte ihm deutlich wie anstrengend diese Prozedur war. Doch dieser Beschwerde sich nicht.
Ohne zu murren, starrte Jace nur auf seinen Parabatai und biss die Zähne fest zusammen. Als Magnus spürte, das Jace kurz davor war umzukippen, beendete er den Magiestrom.
Halt suchend klammerte sich der Schattenjäger kurzzeitig an ihn, bis die Nachwirkungen des Kraftaustausches nachließen.
„Geht’s wieder?“ fragte er besorgt, da dieser noch immer zitterte.
„Das wird schon wieder. Konntest du Alec helfen?“ war alles was Jace interessierte. „Nur bedingt. Die größeren Brüche konnte ich reparieren. Alles kleiner und die kompletten Füße, waren nicht mehr drin.“
„Verdammt! Ich hatte gehofft das es mehr ist.“ Hörte Magnus die Enttäuschung aus seinen Worten. „Kannst du es nicht nochmal tun, wenn ich meine Kraftrune aktiviere?“ Flehte Jace. „Es tut mir leid. Nein. Wenn ich dir noch mehr Kraft entziehe, stirbst du.“
Frustriert zückte Jace seine Stele, nur um bei Alec die Heilrune zu aktivieren.
„Das dauert bei Brüchen zwar ewig, aber besser als gar nichts.“ Zustimmend nickend betrachtet Magnus seinen Mann.
Blass und reglos lag dieser vor ihm. Er hatte ihm zwar etwas helfen können, aber bei weitem nicht soviel wie er gern gehofft hatte.
Sanft striche er eine verschwitzte Haarsträhne aus Alecs Gesicht. „Bringen wir ihn nach Hause.“
Ohne Alec viel zu bewegen, drehte er ihn etwas um ihn dann hoch zu heben. Ganz vorsichtig Schritt er Richtung Ausgang. Jace dicht an seiner Seite.
Hämisch grinsend Lachte Demlok laut auf. „Er wird dich hassen Bane! Falls er jemals wieder aufwacht.“
Ihn ignorieren lief Magnus einfach weiter. Doch Jaces Geduldsfaden war nun wirklich am Ende.
All die Sorge und Angstzustände der letzten Tage hatte ihn mehr als genug beansprucht. Grob packte er den Hexenmeister an der Gurgel. „Von was zum Teufel, sprichst du überhaupt? Sobald Alecs Wunden verheilt sind, wird er wieder ganz der alte sein.“ Fauchte er.
„Nein! Das wird er nicht! Er kann es gar nicht. Dafür habe ich gesorgt.“ Überheblich grinste Demlok ihn an.
Voller Wut schlug Jace zu. Es war ihm egal das Demlok ein Gefangener war.
„VON WAS SPRICHST DU?“ Jedes einzelne Wort unterstrich er mit seiner Faust. „Von einem Illusionstauber.“ Keuchte dieser schließlich. „Was bedeutet das?“
„Das bedeutet …. das Alec nicht aufwachen wird. Er ist gefangen in der Illusion.“ Kam die brüchige Antwort von Magnus. „Dann holen wir ihn da einfach raus. Sobald du wieder genug Magie hast, machst du den Zauber einfach rückgängig.“ War Jace von Magnus Macht überzeugt.
Doch die nächsten Worte würden all das zerstören. „So einfach ist das nicht Jace. Solang ich nicht genau weiß wie der Zauber gesprochen wurde, kann ich Alec nicht befreien.“ Tränen traten in die Augen des Hexenmeisters, als er sich der Worte bewusst wurde.
Er konnte schon wieder nicht helfen. All seine Macht hatte in diesem Fall keine Bedeutung. Er hatte versagt!

Genüsslich beobachtete Demlok, Magnus Mienenspiel. Als er die Tränen sah wusste er, das er wenigstens diesen Sieg errungen hatte.
„Er wird leiden! Leiden für das was du mir angetan hast!“ Lachte er und genoss das zittern was den Hexenmeister bei den Worten überfiel.
„Nein! .. Das .. das ist nicht wahr. Magnus? Du musst doch was tun können?“ Flehte Jace stotternd. Traurig schüttelte dieser nur den Kopf. „Du kannst gar nichts tun?“ entsetzt blickte der Schattenjäger den Hexenmeister an. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. Endlich hatten sie Alec gefunden und er hatte gedacht das nun alles wieder gut werden würde. Aber anscheinend war das nicht der Fall.
„Darf ich was sagen?“ fragte Jack schüchtern.
Mit schmerzverzehrten Gesicht kniete dieser am Boden. „Wenn es der Situation dienlich ist. Jederzeit.“ Brummte Jace.
Er war für alles offen, was seinem Parabatai auch nur ansatzweise helfen würde. „Naja. Ich weiß auch nicht wie man den Zauber löst. Aber ich wüsste wie man die Auswirkungen verhindert.“
Wie?“ neugierig geworden hob Magnus seinen Kopf. „Man könnte Alec ins Koma legen. Solang seine Hirntätigkeit gering ist, dürfte keine Illusionen im Kopf entstehen.“ Entschuldigend blickte Jack, Magnus an.
Das ist deine Lösung? Ihn ins Koma legen?“ fassungslos blickte Jace abwechselnd zwischen Jack und Magnus hin und her. „Das wirst du doch nicht machen? Oder? … Magnus, das ist Alec!“ verzweifelt flehte er den Hexenmeister an.
„Welche Wahl haben wir den? Wenn wir es nicht tun, leidet Alec. Und das Tag und Nacht. Illiusionszauber haben keinen festen Zeitplan. Tage können Wochen in einer Illusion sein. Je länger wir warten, desto länger wird Alec gequält. Willst du das riskieren?“ „Nein, natürlich nicht.“ Betroffen schluckte Jace. Warum musste sowas ausgerechnet seinem Parabatai passieren?
„Hast du genug Kraft dafür um es jetzt zu machen?“ gab er sich geschlagen.
„Nein. Wir müssen wohl warten, bis ich mich etwas erholt habe.“ „Nicht unbedingt.“ Mischte sich Jake nochmal ein. „Nimm dir die Kraft von mir. .. Seh es als kleine Wiedergutmachung dafür, das ich Alec das mit angetan habe. Wegen mir ist er in dieser Verfassung. Ich weiß, das mein Fehler unverzeihlich ist. Trotzdem bitte ich hiermit um Vergebung. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um meinen Fehler wieder gut zu machen.“ Bat dieser inständig.
„Du hast Recht. Dein Fehler ist wirklich unverzeihlich. Trotzdem hast du mich gerettet. Dafür dank ich dir. Was allerdings mit meinem Mann geschehen ist, steht auf einem ganz anderem Blatt. Ich nehme deine Kraft an, aber damit ist deine Schuld noch lange nicht beglichen.“ verstehend senkte Jake seinen Kopf. Er verstand Magnus. Er konnte sich ja selbst nicht verzeihen. Warum sollte es jemand anderes tun?
Immer noch Alec auf seinen Armen tragend, lief Magnus auf Jack zu.
Er hatte gehofft nie wieder jemanden ins Koma versetzen zu müssen. Und jetzt würde er es an seinem eigenem Mann tun müssen. Nicht wissend ob er den Bann jemals wieder lösen durfte. Sanft bettete er seinen geliebten neben Jack. Nur um sofort den nötigen Zauber aufzuführen. Tränen liefen über sein Gesicht, als er diesen beendet hatte.
Es tut mir so leid. Verzeih mir Alexander!
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast