Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Das Vermächtnis der Eistatzen - Eisrebellen (Teil V: Krieg)

von Niklas-B
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy / P12 / Gen
24.03.2022
24.03.2022
11
8.779
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
24.03.2022 539
 
Endlich hatten sie ihre Mutter wiedergefunden. Sie lebte noch! Jytte hatte es die ganze Zeit gehofft, doch dass sie nun tatsächlich ihre Mutter wieder umarmen konnte, dieses Gefühl war unbeschreiblich schön. Für den Moment hatte sie sogar den bevorstehenden Krieg vergessen, doch die Brigade der Kauzkämpfer hatte sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht.
Svern, ihr geliebter Vater, und Soren, der weise König des Großen Baums von Ga‘Hoole waren gefangen. Gefangen in einem dieser Eiskanäle, die von Meuchlern bewacht wurden. Zum Glück konnten sie sich verständigen, indem Blythe verschlüsselte Nachrichten in das Eis hineinklopfte, denn Svern war ein Yinqui, der das Verschlüsseln meisterhaft beherrschte. Er war einer der Besten in diesem Gebiet.
Gerade kam Blythe zusammen mit Otulissa wieder zurück und informierte sie über die Neuigkeiten.
„Leider sitzen mein Vater Soren und euer Vater Svern noch immer in diesem Frosttunnel fest, doch wir können uns austauschen. Ich habe sie geortet und weiß den ungefähren Abstand, aber wir brauchen einen Plan, wie wir sie befreien können.“ Blythe war am Ende ihres Möglichen angelangt. Sie war eine der besten Kryptologie-Chiffriererin und verstand es meisterhaft, jede Botschaft in einer geheimen Verschlüsselung weiterzugeben. Sie hatte bereits mehrere Kodier-Systeme entwickelt, doch sie halfen in diesem Fall auch nicht weiter.
Svenna, die zwar bestürzt über die schier aussichtslose Lage war, sich aber mit den Zeitkap-Bären bestens auskannte – sie hatte schließlich lange dort gearbeitet und war zu einem ansehnlichen Rang aufgestiegen – fand als Erste die Sprache wieder. „Wenn wir nicht schnell genug handeln, ist es mit uns allen vorbei“, fasste sie die Lage zusammen. „Daher nützt es nichts, wenn wir uns unnötig verrückt machen, sondern wir müssen einen Plan in Ruhe aufstellen. Andernfalls fallen wir den Wassermassen des Bungvik zum Opfer.“
„In Ezylrybs alten Aufzeichnungen lässt sich sicherlich etwas Nützliches finden. Ich habe einmal in seinem Tagebuch gelesen, dass Octavia, seine spätere Nesthälterin, die ihm in dem Krieg der Eisschnäbel beigestanden hatte, ihn durch eine List befreit hatte.“ Otulissa fuhr sich mir der Kralle durch ihr aufgewühltes Federkleid.
„Und was hat sie gemacht?“, platzte es aus Drei ungeduldig heraus. Auch die anderen warteten auf die Antwort.
„Das weiß ich eben nicht genau, denn er hat nur aufgeschrieben, dass sie ihn befreit hat, allerdings nicht wie.“ Otulissa blickte in die enttäuschten Gesichter. „Aber wir finden eine Lösung!“, erklärte sie nun, um wenigstens den anderen Mut zu machen. Selbst war sie sich da nicht so sicher.
„Dann los. Wir schmieden einen Plan!“ Stellan wirkte sehr entschlossen.
„Für Papa!“, stimmte Jytte kampfbereit mit ein.
„Für Svern“, schloss sich Svenna an. Sie schöpfte neuen Mut, denn die Entschlossenheit ihrer Kinder hatten sie überleben lassen. Also ließen sie sich auch von diesen Problemen nicht kleinkriegen.
„Und für Soren“, fügte Otulissa hinzu.
„Ich habe eine Idee.“ Blythes Augen begannen zu leuchten. „Ich frage Papa, er wird es sicherlich wissen, denn Ezylryb und er haben viel Zeit miteinander verbracht.“ Schon war Blythe verschwunden. Aufgeregt klopfte sie die neue verschlüsselte Botschaft in die Wurzeln hinein, in der Hoffnung, dass Soren diese Geschichte kannte.

ƺƼƽϗ
ʖʊΦΘ
ζξϞϟϣ

Tatsächlich hatte sie Glück. Als sie Sverns Antwort entschlüsselt hatte, entfuhr ihr ein Freudenschrei. Sie eilte zurück zu den Bären und Otulissa, denen sie die Lösung für ihr Problem mitteilen konnte.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast