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„Wer ein Warum hat zu leben, erträgt fast jedes Wie. (Friedrich Nietzsche)“

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Freundschaft / P18 / Gen
Dr. Elena Eichhorn Dr. Rolf Kaminski
23.03.2022
11.04.2022
5
4.330
1
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23.03.2022 453
 
Und los gehts :)

Es war ein regnerischer Herbstmorgen, als Dr. Rolf Kaminski die Sachsenklinik das erste Mal betrat. Auch wenn er seine Selbstständigkeit liebte, würde er sich hier als Belegarzt anstellen lassen. Schließlich hatte es auch Vorteile einen kleinen Teil seiner Autonomie aufzugeben, dafür jedoch bei Bedarf seine Patienten selbst operieren können. Natürlich gefiel es ihm nicht, hier mit Kollegen kooperieren zu müssen und auf Dienstpläne Rücksicht zu nehmen. Der Urologe legte Wert auf seine Selbstständigkeit und zog es vor, sein eigener Chef zu sein, aber sah auch ein, dass manche Kompromisse geschlossen werden mussten. Dies war seit dem dunklen Tag vor nun mehr als 2 Jahren sein Leben und er konnte sich auch nicht vorstellen, dass es je wieder anders werden würde.
Schon im Eingangsbereich empfing ihn Frau Marquardt. Trotz der harten Verhandlungen konnte er sie gut leiden und hoffte, dass auch die weitere Zusammenarbeit unkompliziert verlaufen würde. Nach einer kurzen Begrüßung machten Sie sich auf den Weg ins Ärztezimmer. Vor diesem Teil graute es ihm am meisten, da er, soweit möglich, die soziale Interaktion mit seinen Kollegen mied. Vorstellrunden waren da genau das Richtige. Erhobenen Hauptes folgte er der Verwaltungschefin ins Ärztezimmer, wo er schon einige der Halbgötter in Weiß erblicken konnte.
„Liebe Kollegen, darf ich kurz um Ihre Aufmerksamkeit bitte?“ verschaffte sich Frau Marquard Gehör. Es wurde direkt ruhig im Raum, die neugierigen Blicke musterten Kaminski bereits.
„Ich möchte Ihnen heute einen neuen Kollegen vorstellen. Doktor Rolf Kaminski hat eine eigene Praxis und wird hier als Urologe und Belegarzt arbeiten. Bitte unterstützen Sie ihn bei der Einarbeitung.“ Damit blickte die Verwaltungschefin ihn erwartungsvoll an, wohl in der Hoffnung, dass er auch noch etwas zu seiner Vorstellung beitragen würde. Doch da würde er sie wohl enttäuschen müssen, sein Name und sein Fachgebiet waren da seiner Auffassung nach komplett ausreichend.
„Danke für die Vorstellung Frau Marquard. Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit.“ Bemerkte er nur knapp in die Runde und stellte dann seine Tasche auf einem der leeren Stühle ab. Gerne hätte er kein Wort in dieser Runde verloren, jedoch durfte er es sich mit den anderen Ärzten auch nicht komplett verscherzen. Auf einen fähigen Assistenten, der sich nach seinen OP Zeiten richtete, war er nämlich durchaus angewiesen. „Wenn das dann alles war, in zehn Minuten steht meine erste Patientin auf der Matte.“
Natürlich bemerkte er die skeptischen Blicke seiner neuen Kollegen. Diese knappe Vorstellung entsprach vielleicht nicht der gängigen Praxis, jedoch interessierte es ihn auch nicht, falls er damit jemanden vor den Kopf stieß. Es vergingen einige Momente, ehe die Verwaltungschefin das Zimmer verließ und Kaminski in der Umkleide verschwand. So hatte er sich seinen Auftritt vorgestellt, kurz und knapp, sodass er bei der erst besten Gelegenheit das Weite suchen konnte.
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