Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The Lunarian Guide to the Blue World - Per Anhalter durch die Grand Line

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Humor / P16 / Gen
Jozu Kizaru OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace Rob Lucci Whitebeard alias Edward Newgate
23.03.2022
17.05.2022
24
126.383
2
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.03.2022 7.693
 
(Bevor wir loslegen, möchte ich an dieser Stelle eine kleine Widmung einfügen. Danke an meine Bestie für das fleißige mitschreiben und der wundervollen Repräsentation von Ace https://www.wattpad.com/user/No_Angel_00 https://www.wattpad.com/user/Hellfire_00)
//Schaut auch gerne auf meinem Wattpad vorbei, https://www.wattpad.com/user/R0tt3n_Rabbit
Kunst Fanarts und Unmengen an Info über die Jackpot-Piraten findet ihr hier: https://www.wattpad.com/1205460817-the-lunarian-artbook-stuff-steckbrief-nemo

// Für einen besseren Lesefluß mit dazugehörigen Artworks empfehle ich selbst, die Geschichte auf Wattpad zu lesen ^^ Hinterlasst gerne eine Bewertung, Kommentare oder sonstiges <3 Ich freue mich auf euren Besuch und wünsche euch viel Spaß beim Lesen:


https://www.wattpad.com/1205485587-the-lunarian-guide-to-the-blue-world-per-anhalter

Tief unten in Impel Down, im sechsten Level des Unterwasser-Gefängnisses, saßen die schlimmsten und gefährlichsten Insassen, welche von der Marine geschnappt worden waren. Jeder Einzelne hier unten, im letzten Level dieser Hölle, wartete nur auf den Tod, der entweder rasch kam oder aber erst nach jahrelangem qualvollen Warten vollstreckt wurde. Jeder Einzelne hier war verdammt, besaß keine Berechtigung zur Existenz oder hatte gar grauenhafte Taten vollbracht. Die Kopfgelder welche sich hier unten tummelten, summierten sich zu einer unaussprechlichen Nummer und die Dunkelheit in diesen Zellen war ebenso abgründig, wie die mancher Herzen...

Die Insassen in diesen Zellen saßen allesamt in Seestein-Fesseln mit dem Rücken zur Wand. Fesseln, welche die Nutzung von Teufelskräften verhinderten und den Kontaktierten elendig schwächten. Zwischen den Eisenstangen hatte man kaum Privatsphäre, kaum Ruhe, kaum Licht. Dieser Ort war gestaltet um auch die Stärksten unter allen zu brechen. Nur zu den Mahlzeiten kamen die Arme herunter von der Wand, nur kurze Momente in welchen sich die Muskeln entspannen konnten. Eine leichte Folter die jedoch ununterbrochen anhielt.

Dort, im unteren Level der Hölle, gab es allerdings auch eine Zelle die besonders bewacht zu sein schien und nicht aus Seestein oder Eisenstangen gebaut wurde, sondern aus dicken Stahlplatten welche keinerlei Sicht auf die Person zuließen, welche hier eingesperrt worden war. Einmal am Tag konnte man jedoch beobachten, wie der Gefängniswächter Magellan höchstpersönlich die Zelle betrat und scheinbar eine Mahlzeit brachte. Wer auch immer in dieser kleinen extra Festung eingeschlossen war, musste so "wichtig oder gefährlich" sein, das der König der Kloschüsseln höchstpersönlich, sich um Grundbedürfnisse kümmerte, obwohl er sich sonst nie zu solch einer niederen Aufgabe herablassen würde. Immerhin war ihm sein Toilettengang doch das Allerheiligste!

Man konnte ebenso beobachten wie die Zelle mehrfach geschlossen und mehrfach versiegelt wurde. Ebenso schien es öfter mal eine Kontrolle zu geben und manche Wachen schienen nur diese eine Aufgabe zu haben. Diesen Metallwürfel beobachten... Die Aufgabe, nur dieser einen Zelle, öfter eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

In den wenigen Minuten der Ruhe, in denen keine solchen Kontrollgängen erfolgten, passierte meist nicht viel. Auch wenn diese reichlich waren, dauerten sie meist nicht sehr lange.

Das dort ein Mädchen saß, welches der einzigen Unterhaltung zuhörte die in Hör-Reichweite war, war etwas das zwei bestimmte Insassen nicht wissen konnten. Dieser Fischmensch und dieser junge Mann mit schwarzem Haar unterhielten sich häufig über verschiedene Dinge und besonders der junge Mann erzählte oft mit eher heiterer Stimme von seinem kleinen Bruder. Unwissend für eben jenen; er sorgte damit unabsichtlich für die einzige Quelle des Komforts und Wärme, die das Mädchen in dieser abgeschotteten Zelle finden, oder hören konnte.

Nach einer Zeit, die sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlte... hier unten, wo man nie wusste welcher Tag es gerade war.... Da erfolgte eine Kontaktaufnahme.

Es gab mehrere Wege sich mit anderen Insassen zu unterhalten, doch auch wenn es für diese Unbekannte besonders schwer gemacht wurde, fand sie einen Weg. Mehrfach über den Tag verteilt, während der Ruhestunden und kurz nach den Kontrollen, begann ein kleines Stück Papier sich durch den engen Schlitz unter der massiven Eisentür hindurch zu quetschen, langsam über den Boden zu kriechen und sich auf den Weg zu dem jungen Kommandanten Whitebeards und dem ehemaligen Samurai der Meere, Jimbei, zu machen. Von was dieses kleine gefaltete Blatt getragen wurde, verblieb ein Geheimnis. Anfangs war die Skepsis besonders groß, wusste man in keinster Weise wer genau dort eingesperrt war. Doch da es besondere Umstände waren, musste man davon ausgehen das dieser Jemand etwas absolut grausames getan haben musste oder aber sich mit den Falschen angelegt hatte. Doch die Worte welche sich immer öfter austauschten, ließen etwas völlig anderes vermuten. Worte über "Ausbrüche". Hoffnungsvolle Worte man "sollte sich nicht sorgen". Ab und an auch selbst eine kleine eigene Geschichte, ausgedrückt mit nur einem oder zwei kurzen Sätzen. Es war dennoch gut zu reden. Sich zu unterhalten. Auch ohne Sicht konnte man demnach die Verbindung von Verbündeten eingehen.

Es verging kein Tag in diesem dunklen Loch, in dem er seine voreilige Tat nicht bereute. Seine Gefühle hatten den jungen Mann übermannt und er mochte die Situation unterschätzt haben ... ihn unterschätzt haben. Dennoch hätte er nicht damit gerechnet, dass alles so dermaßen aus dem Ruder laufen würde. Er hätte vorsichtiger sein sollen, doch für Reue war es nun wohl zu spät. Schon bald wäre alles hinfällig und sein Leben vorbei. In gewisser Weise war der Schwarzhaarige jedoch froh bis zu diesem Augenblick nicht vollkommen alleine sein zu müssen. Jemanden zum Reden zu haben konnte viele Gedanken fern halten, die ihn ansonsten früher oder später noch vollständig in die tiefe Leere gezogen hätten, in die Ace sich durch seine Taten manövriert hatte. Tag für Tag versuchte er sich mit alten Geschichten abzulenken und tatsächlich half dies gut, denn auch wenn er seine Kindheit nicht wirklich mochte, so hatten ihm seine Brüder geholfen hindurch zu kommen. Immerzu glitten ihm die Geschichten wie von selbst über seine Lippen, die dabei stets ein sanftes Lächeln schmückte.

Als die Post an diesem Tag seine Zelle erreichte, kroch das kleine Stück Papier nicht zu Jimbei und fragte ungewöhnliche Dinge über die Beschaffenheit des Gefängnisses, der Tiefe des Wassers oder möglichen Seekönigen in der Nähe. An diesem Tag kroch das kleine Stück Papier mal wieder direkt zu Portgas D. Ace und es verlangte nicht nach viel. Es verlangte einfach erneut eine Geschichte... einer neuen, weiteren, endlosen Geschichte welche konstant geteilt wurden.

"Die Flaschenpost scheint heute wieder an dich zu gehen, Ace...", murmurte Jimbei, der Lord des Meeres, als sein müder, kühler Blick auf das kriechende Stück gefalteten Papiers traf. "Hey! N! Die Wache ist gerade erst verschwunden. Sei vorsichtiger damit!", die Warnung folgte kurzerhand, mehr oder weniger aus Sorge statt aus Wut. Niemand wollte eine weitere Folter erleben, sollten sie erwischt werden. Der Blick Jimbeis traf nochmals auf Ace, nachdem er sich kurz abgewendet hatte um seine Warnung gegen die Wand zu knallen. Es war manchmal eine kleinere Herausforderung die Schnipsel mit den Zehen zu entfalten und diese lesen zu können. Wahrlich verwunderlich war es doch jedesmal wie sie in Flammen aufgingen, obwohl die Feuerfaust die seinen nicht nutzen konnte. Was auch immer die beweislastigen Papiere verschwinden ließ, er war dankbar dafür. Was auch immer hier vor sich ging war mehr als ungewöhnlich, obendrein merkwürdig und fragwürdig. Vermutungen konnte man jedoch anstellen. Wen auch immer sie so gepanzert eingesperrt hatten, den hatten sie gut abgeschirmt... doch anscheinend nicht gut genug.



"Bitte erzähl nochmal wie du deinen Bruder damals immer gerettet hast. Bitte erzähle mir noch mehr davon, bitte... -N.".

Es klang fast wie ein Betteln obwohl es nur aus Buchstaben ohne Ton bestand. Man konnte irgendwie fast annehmen wer auch immer davon hören wollte, schien keine schlechte Person zu sein, stattdessen klang es nach jemandem, dem das Herz durch Verlust gebrochen wurde und wenn man vorherige kleinere Konversationen, die durch Papierschnipsel geführt wurden berücksichtigte, dann war klar, dass wer auch immer eingesperrt war ...erwartete ein ebenso düsteres Ende.

Als all diese Zettel-Konversationen angefangen hatten, war der zweite Kommandant Whitebeards noch eher vigilant und skeptisch gewesen, doch mit der Zeit fand so etwas wie eine Anfreundung statt, obwohl sie doch nichts über die andere Person wussten. Dennoch, das, was man von den Nachrichten ableiten konnte, zeigte ihnen schnell, dass diese nicht so schlimm war, wie manch andere Piraten, die in diesem letzten Level festgehalten wurden.

So tauschten sie auf diesem Wege Informationen aus, auch wenn die Hoffnung gering war damit wirklich weit zu kommen. Doch was hatten sie noch zu verlieren? Nun jedoch wandte Ace seine Aufmerksamkeit wieder dem kleinen Zettel und damit einhergehend der Bitte zu, die darauf geschrieben war. "Du scheinst die Geschichten ja wirklich zu lieben, hm?", grinste der Schwarzhaarige und nickte leicht, auch wenn N es nicht sehen konnte. Doch manche Gesten waren wohl einfach etwas, das man unbewusst trotz allem tat, da sie zu bestimmten Worten einfach dazu gehörten.



"Es war meistens das Selbe. Dieser kleine Chaot dachte nie vorher nach, bevor er etwas tat. Besonders in Hinsicht auf seine Teufelskraft. Du hättest es sehen müssen, wie oft er mit seinen gedehnten Armen oder Beinen irgendwo hängen geblieben ist oder die Entfernung nicht richtig eingeschätzt hat und dann sonst wo gelandet ist. Immer wieder hab ich ihn irgendwo rausziehen müssen, oftmals auch aus dem Wasser. Wirklich, das war manchmal nervenaufreibend", lachte er leise kopfschüttelnd, ehe er jedoch weiter erzählte. "Es kam auch nicht selten vor, dass Ruffy sich mit irgendwelchen Räubern und dergleichen angelegt hat, aber auch wenn das nur kleine Fische waren, hat er sich oftmals noch überschätzt und hätte haushoch verloren, wenn wir ihn nicht gerettet hätten. Ebenso wie mit wilden Tieren, die gab es an diesem Ort schließlich zur genüge. Ich weiß wirklich nicht, ob es überhaupt ruhige Tage gegeben hat, denn der Großteil unserer gemeinsamen Jahre war eher von der aktiven Sorte."

Egal wie oft er auch noch davon sprechen mochte, er würde niemals genug davon bekommen. Doch genauso wie es den Schwarzhaarigen jedes Mal glücklich machte, so traten mit den Geschichten auch die Sorgen darüber auf, ob er seinen kleinen Bruder oder seine Familie wohl irgendwann noch einmal sehen würde, oder ob sich an die letzten Erinnerungen niemals mehr weitere heften würden.

Normalerweise bekam Ace eine Antwort auf seine Geschichten, die ebenfalls aus einem kriechenden Zettel bestanden. Heute? Heute jedoch nicht. Es blieb auch als er zu Ende geredet hatte erstmal alles unglaublich still. Es war so still das man jeden Atemzug hören konnte und jede Stecknadel hätte fallen hören können. Die Wachen waren schon seit einigen Minuten nicht mehr an Ort und Stelle gewesen und das sechste Level sah zunehmend verlassener aus. Ja, schon fast so, als hätte man einfach jeden in den Zellen mutterseelenallein gelassen um sie dort verrotten zu sehen. Dies war jedoch nicht der Fall. Während Alarmsirenen in den Etagen über ihnen rangen waren sie hier unten still... kein Ton.. keine Antwort aus der eisernen Zelle. Es wunderte ihn, doch weniger die fehlende Antwort als mehr der Fakt, dass hier irgendetwas faul zu sein schien. Es war ungewöhnlich, dass solch eine drückende Stille über der Ebene lag. Natürlich war es gleichwohl auch nicht unbedingt laut und aktiv, aber das hier ... irgendwas war los, doch er schien auf keine vernünftige Antwort zu kommen.

"Was... ist das.....?", murmelte Jimbei in der Zelle neben dem Kommandanten. Sein Kopf beugte sich um auf etwas zu deuten, denn dort waren plötzlich zwei kleinere, schwarze Kugeln über den Boden am rollen, die sich langsam zu etwas wie winzigen, mechanischen Spinnen formten und dann begannen sich am Schloss der Zelle zu schaffen zu machen. "Was... ich? Ace... siehst du das...?". Der Fischmensch konnte es nicht glauben! Was waren das für Teile? Wer mochte sie so plötzlich steuern? Wessen Werk war das? "Klar und deutlich, auch wenn ich mir nicht erklären kann, was das zu bedeuten hat..", murmelte Ace als Antwort und bedachte die kleinen Dinger aufmerksam, konnte einfach nicht glauben, was für ein Bild sich gerade vor ihnen abspielte. Gerade eben noch hatte er darüber nachgedacht, ob er seine Liebsten jemals wieder sehen würde und nun kamen irgendwelche mechanischen Kreaturen und öffneten scheinbar mit Leichtigkeit die Zelle und dem Anschein nach auch die Handschellen, die die Männer an diesem Ort gefangen hielten.



Sie sorgten das dem König der Meere und der Feuerfaust bald die Augen aus dem Kopf fielen. Wie konnte dies nur möglich sein? Die Fesseln fielen zu Boden, die Männer standen auf, rieben sich erleichtert die Handgelenke und seufzten in einem kurzen Moment der Erleichterung. Dieses Gefühl. Von einer dauerhaft eingepferchten Position erlöst zu werden. Aufzustehen. Sich frei zu bewegen ... unbeschreibbar!

Der Knall der erfolgte, war so laut gewesen das er die Ohren aller Anwesenden erstmal für einen Moment betäubte, den Raum in Staub tauchte und die Wände kurz erschüttern ließ.

Bei dem lauten Knall zuckte der Kommandant augenblicklich leicht zusammen und verzog für den Bruchteil einer Sekunde schmerzhaft das Gesicht. Mit einer Explosion direkt gegenüber hätte er nicht gerechnet und die Druckwelle ließ seine Ohren für den Moment wahrlich schmerzhaft scheppern. Bei solch einer widerstandsfähigen Hülle war es zwar nicht verwunderlich, dass es besondere Methoden brauchte um dort rauszukommen, doch auch hier stellte sich wieder die Frage, wie dies so plötzlich möglich gewesen war. N hatte schließlich keine Waffen oder ähnliches, sonst wäre diese Situation wohl schon früher eingetreten. Wer also war diese Person? Wie konnte er oder sie es schaffen, die Schellen von ihnen zu lösen, Türen zu öffnen und scheinbar auch selbst aus dem Kerker auszubrechen?

Nachdem sich der kurze Schmerz wieder gelegt hatte, heftete sich Ace's Blick auf die Person, die lautstark mit einer merkwürdigen, kleinen Gestalt diskutierte, was ihn irgendwie automatisch grinsen ließ. Sie schien wirklich ein großes Temperament zu haben, was ihm gefiel und womit er durch die Nachrichten so nicht recht gerechnet hätte. Der Ton war scharf, frech und die Stimme die erklang war definitiv eine weibliche.



Diese Gestalt enthüllte sich, bei sich langsam legendem Staub, als hasenartiger Roboter welcher sinnlos in der Luft herumschwebte. Dieser kam nicht aus der Zelle, sondern schien scheinbar von irgendwo oben, von der Decke, hinab, gekommen zu sein. Es piepste eine fröhlich, dämliche Melodie vor sich hin und schien sich sorglos zu dem Loch in der Außenwand der festungsartigen Zelle zu bewegen. Das eine Visor, welches das Teil besaß, flackerte vor sich hin. Trotz fehlender Mimik auf einer Metallfläche schien der Bot dennoch vor Angst zu schwitzen. "Scheisse.... Ben, bist du dumm oder was!?", schrie es aus der aufgesprengten Zelle heraus, welche nun eine große Öffnung in der Wand hatte. Der ganze Ruß, Staub und Schutt legte sich völlig und die Silhouette einer jungen Dame bekam Farbe und Gestalt.

"Roger, Roger. Boss! Das wissen Sie doch! Alles verläuft nach Plan!", antwortete das Roboter-Bot-Ding... naja, das Teil halt! Die Stimme dessen war mechanisch, monoton, dennoch heiter und formte einen starken Kontrast zu der Stimme, die ihn vorher noch angemault hatte. "Ob du ein Vollidiot bist, hab ich dich gefragt?! Verläuft nach Plan!? Es wird Zeit, dass ich dich mit deinen eigenen Kabeln erwürge! Ich hab gesagt KEINE Bomben und du Penner sprengst die Zelle auf! Scheisse! Meine armen Ohren!", keifte es zurück, wobei dann auch der letzte Staub zu Boden fiel.

Der ungläubigste Blick aller Zeiten machte sich auf Jimbeis' Gesicht breit, doch nicht nur er war völlig baff. Auch Ace Gesicht sprach Bände davon, wie unverständlich und ungewöhnlich diese Gesamtsituation war.

"Ich... glaub es nicht...", flüsterte Jimbei fast und sah nochmals auf seine freien Hände nachdem er sich von dem Knall erholt hatte und sah dann hinüber zu Feuerfaust Ace. Sie konnten kaum etwas anderes tun, als einen fragenden Blick nach dem anderen miteinander auszutauschen. Dort war eine junge Frau, welche mit diesem merkwürdigen Hasenroboter lauthals zu streiten schien. Sie hatte etwas dunklere Haut, scheinbar weißes Haar welches zu einem langen Pferdeschwanz gebunden war und dazu trug sie nichts als ein paar weiße Lumpen, von denen man ausgehen konnte das diese vom Gefängnis gestellt wurden. Jimbei schaute zu ihr, dann wieder zu Ace, dann wieder zu der Frau. "Ich nehme an das ist... N?". Mit ein paar Schritten trat er dann aus der Zelle... scheisse... sie traten wirklich aus der Zelle heraus? Befreit? Keine Schellen? Einfach so? "Allem Anschein nach steckt mehr in ihr, als ich ihr die ganze Zeit zugetraut habe", wandte er sich amüsiert an den Fischmenschen und hatte die anfängliche Überraschung schnell überwunden. Klar, es schien noch immer unwirklich wieder frei zu sein, aber es war real und das war doch alles was zählte, egal wie unfassbar es auch sein möge. Auch wenn er N nicht kannte, so war es klar das sie diejenige war, welche ihnen diese Chance ermöglicht hatte und dafür war Ace erstmal sehr dankbar.

"OHJ! Ben! Wie wäre es wenn du Hinne machst? Meinst du das fällt nicht auf was wir hier abgezogen haben? Wie ist die Position von Gruppe C? Scheisse! Wozu bezahl ich dich eigentlich!", keifte die Dame weiter und weiter, schien dabei keine Teufelskräfte zu besitzen und dennoch voller Feuer zu sein.

"Sie bezahlen mich garnicht, Boss! Und meine Rentenvorsorge lässt ebenso zu wünschen übrig...", antwortete der Bot. "Ich bin unfähig".

"Das weiß ich du - ARGH!! Welchen Teil von 'Mach keinen Lärm hier unten' hast du bitte nicht kapiert, du metallener Lackaffe!?". Gott! So sehr sie ihren kleinen Assistenten hier auch liebte und so wunderbar sie das Teil gebaut und programmiert hatte, so glänzend-dämlich-nervtötend konnte er sein. Sie seufzte heftig, grummelte und knurrte, wandte dann ihre eigene Aufmerksamkeit aber auch endlich Ace und Jimbei zu, wobei ihre Braue kurzzeitig genervt am zucken war. Ein rotzfreches, breites Grinsen machte sich auf ihren Lippen breit und sie nutzte einen Teil der dreckigen Lumpen, die ihre Kleidung darstellen sollten, um Rus von ihrem Gesicht zu wischen, wodurch nun beide Augen in verschiedenen Farben zur Geltung kamen. Eines blau wie das Meer, eines Gold wie die Sonne.

( BEN: https://3docean
( BEN: https://3docean.img.customer.envatousercontent.com/files/230650274/bot_preview.jpg?auto=compress%2Cformat&fit=crop&crop=top&max-h=8000&max-w=590&s=5bc3bd52905fe8f5ca015c28655927eb )

"Hey! Als ich klein war habe ich mich auch ständig mit Räubern angelegt. Immerhin hatte ich verdammten Hunger, die hatten Kohlen und mein großer Bruder war bei weitem nicht so nett wie du!", schmiss sie schon fast strahlend der Feuerfaust entgegen, bezog sich auf seine letzte Erzählung bevor die Zelle gesprengt wurde. Ihr großer Bruder hätte sie zwar auch aus einem Tümpel herausgezogen, aber erst nachdem er sie selbst dort hinein geschmissen hatte. Ihr großer Brüder hätte sie ausgelacht, wenn sie vor Räubern davon gerannt wäre, auch wenn er sie dennoch gerettet hätte. Mit einem großen Bruder wie Ace, da hätte N wesentlich weniger Kopfschmerzen in ihrer Kindheit erdulden müssen. Die Weißhaarige schmunzelte kurz, legte den Kopf kurz zur Seite und tauschte einen Blick mit dem verwirrt dreinschauenden Fischmenschen aus.

Jimbei war es einfach nur anzusehen wie konfus und fassungslos er war, doch auch er hätte wohl kaum viele Fragen gestellt. Zum einen hatten sie nun nicht viel Zeit dafür, zum anderen hatte die Dame wohl Recht mit ihren harten Worten, welche sie dem Roboter an den Kopf schmiss. Was hier passiert war, würde auffallen und es würde auch nicht lange auf sich warten lassen, bis sie erwischt werden würden. Allerdings war auch Jimbei erstmal dankbar. Er hätte mit allem gerechnet, aber bestimmt nicht damit, urplötzlich befreit zu sein.

"Du bist also... N?", wollte er wissen. Sie nickte.

"Nemo... ja! Sagt mal... was haltet ihr davon wenn wir uns von hier verpissen?". Die Idee, na die war definitiv gut und ein Vorschlag den man sich nicht zweimal anhören musste. "Ich will euch ja nicht hetzen, aber es gibt Palaver. Machen wir uns das zu nutzen, ja?".

Am liebsten hätte der Schwarzhaarige dennoch so einige Fragen an Nemo gestellt, doch das konnte warten. Ihr Vorschlag war etwas, das man an diesem Ort nicht ausschlagen konnte, zu sehr lockte der Duft der Freiheit. Und dieses Mal würde man ihn ganz gewiss nicht so einfach überrumpeln, das schwor die Feuerfaust sich.

"Dann lasst uns keine Zeit mehr verlieren. Aber... ich habe später trotzdem noch ein paar Fragen die du mir echt beantworten musst...okay?", nickte sein voriger Zellengenosse entschlossen und auch er selber nickte zustimmend, noch immer mit einem ebenso breiten Grinsen auf den Zügen.

"Wenn es um das 'Warum' ich euch helfe gehen sollte, lasst mich euch eines sagen. Ich kann euch hier raus holen, glaube ja nicht, das auch nur eine Forte unser Problem sein wird. Aber ich kann nicht so kämpfen wie ihr. Ich bin keine Kriegerin oder sowas. Ich bin eher das Gehirn...", entgegnete Nemo mit einem verschmitzten Grinsen und tippte sich selbst, in einer Geste, auf den Kopf.

"Verstehe. Wir helfen dir also genauso hier raus zu kommen, wie du uns. Du hast über die letzten Tage geschaut, ob wir wirkliche Verbündete bei diesem Versuch wären, nicht wahr?", stellte Jimbei fest, nickte einverstanden und tauschte einen weiteren Blick mit Ace aus. "Dann wissen wir was wir zu tun haben und du machst was du kannst um uns alle Wege aufzuschließen, die wir nicht aufbrechen können... und wir schützen dich bis wir draußen sind?", erwiderte dieser, ebenfalls einverstanden.

"Ich habe tatsächlich sogar ein Fluchtschiff für uns. Darum müssen wir uns auch nicht sorgen. Wenn ihr genauso hier raus wollt wie ich, dann zusammen. Ihr haltet mir den Rücken frei und ich mache uns Türen auf und bringe uns von diesem Ort weg. Deal? ... Eigentlich wollte ich noch einen Tag oder zwei abwarten... aber...", Nemo hob ihren Arm an, wo sich ein recht breites Armband befand. Es sah schlicht aus, war aus irgendeinem schwarzen Metall und hatte scheinbar kleinere Schaltkreise eingearbeitet. Kurzerhand öffnete sich ein Bildschirm in der Luft. Eine holographische Darstellung, wie eine Teleschnecke sie eventuell auch produzieren konnte, allerdings eine Leinwand benötigte. Die Augen von Ace weiteten sich. Das... konnte doch nicht sein? Oder? Da war Ruffy!!! Sein kleiner, bescheuerter und absolut unvernünftiger Bruder! Zusammen mit einer Gruppe anderer, schien er auf dem dritten Level Impel Downs in einen Kampf verwickelt zu haben und auch dort konnte man ein paar kleine Roboter herumzufliegen sehen, welche ebenso an ihrer Seite zu kämpfen schienen.

"Ruffy! Wie - wie kann das -!", rief er angespannt aus. Er konnte er kaum glauben... und doch war es genau das, was er eigentlich schon fast von seinem Dummkopf von kleinem Bruder erwartet hatte. Wie hätte es auch anders sein sollen? Dennoch konnte er selbst kaum anders als stolz zu lächeln, obwohl ihm eher nach Zähneknirschen zumute war. Er wusste nicht ob er grinsen oder brüllen sollte, wusste nicht ob er Ruffy sofort umarmen oder diesen schlagen sollte und dennoch war er einfach nur froh. Besorgt, aber froh. "Naja... ich hätt auch die Füße nicht still gehalten um meinen großen Bruder hier raus zu holen - was erwartest du? Wir sammeln ihn einfach ein. Du kannst ihm draußen die Ohren lang ziehen. Der Idiot hätte übrigens ebenso beinahe meine schönen Ausbruchspläne ruiniert.... Mal so nebenbei...", schmunzelte die weißhaarige Unbekannte noch kühl, zuckte mit ihren Schulter, zwinkerte und setzte sich in Bewegung.

Damit war es also entschieden und ohne noch weiter wertvolle Zeit zu vergeuden machte sich die kleine Gruppe auf den Weg. Immerhin würde es kein Leichtes, bis ganz nach oben zu kommen, doch sein Feuer loderte hell und kraftvoll in seiner Brust, dazu bereit ihnen den Weg zu ebnen, während sie auch mit dem Lord des Meeres einen starken Kämpfer an ihrer Seite hatten. Wie es mit Nemo aussah wusste er nicht so recht, doch allem Anschein nach hatten ihre Kräfte sicher irgendetwas mit diesen kleinen, merkwürdigen Robotern zu tun. Sie hatte ebenso erwähnt das sie nicht wirklich tauglich für einen Kampf war. So fiel sein Blick öfter auf das Mädchen zurück, welche gerade so genug körperliche Kraft zu haben schien, um mit ihnen Schritt zu halten. Doch was es letztlich genau war, was genau ihre Fähigkeiten waren, konnte warten bis sie draußen waren. Er würde jedenfalls dafür sorgen, dass sie alle heil hier raus kamen und er seinen Bruder auf dem Wege mitschleifen würde. Dieser Idiot!!!

Es herrschte wahrlich ein großes Chaos, wohin man auch schaute. Sobald die erste Pforte ganz unten offen stand, konnten sie Zeuge dessen werden, was hier überhaupt los war. Er musste sich beeilen. Vor allem aber weil Ace nun wusste das sein dummer, kleiner Bruder ebenfalls hier war. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Ihm fielen erneut Nemos' Worte ein. Sie hätte es genauso gemacht. Das hatte sie gesagt. Es ließ ihn trotz der Eile und der glimpflichen Situation kurz grinsen. Kleine Geschwister waren schon etwas besonderes... und Nemo schien wohl selbst eine kleine Schwester zu sein, daher schien sie recht leicht mit Ruffy empathisieren zu können. Aber auch ein großer Bruder hätte so gehandelt. Wäre es Ruffy gewesen welcher hier unten eingesperrt gewesen wäre, dann hätte Ace ebenso alle Hebel in Bewegung gesetzt um ihn hier heraus zu holen!

Die Wärter hatten einiges zu tun und waren dabei voll behangen mit etlichen Problemen, die die Insassen verursachten, welche aus ihren Zellen gelassen worden waren. Irgendjemand schien für ein unglaubliches Disaster in der gesamten Überwachung und Sicherheit gesorgt zu haben. Level für Level begann sich die Gruppe durch das Gedränge zu kämpfen. Tatsächlich kamen sie unglaublich gut voran. Tore ließen sich aufsprengen. Truppen wurden mit Hilfe von Flammen oder dem Fischmenschenkarate problemlos beseitigt. Türen durch welche sie hindurch mussten, aber sich erst nicht öffnen ließen, gingen urplötzlich auf und die Unbekannte schien zwischendurch immer wieder etwas in ihr Armband einzugeben. "Geht's? Du schaust blass aus...", hakte Ace nach während sie sich weiterhin spurteten. Es schien, als hätte besonders die eisige Hölle im fünften Level, mit all den Wölfen, welche sie vorher durchquert hatten, Nemo einiges abverlangt zu haben. "Geht schon...", entgegnete diese und versuchte sich weitestgehend ihre Erschöpfung nicht anmerken zu lassen. Es knallte, das Tor zu Level drei war erreicht, doch Jimbeis' Angriff hatte es nicht aufbrechen können.

"Kaum zu glauben, dass wir so gut vorankommen." ,meinte Ace, denn so ganz traute er der Sache noch immer nicht. Bisher war es doch viel zu leicht gewesen! "Beschrei es nicht, Junge. Wir können wahrscheinlich von Glück sprechen, dass da oben so viel los ist, sonst würde es hier unten noch ungemütlicher aussehen." ,erwiderte der Fischmensch und irgendwie musste Ace ihm recht geben.

"Glück würde ich das nennen...",erklärte er, denn immerhin war Magellan noch immer zwischen ihnen und seinem Bruder, kämpfte da oben und brüllte wütend durch das Gefängnis. Umso schlimmer, dass sie die Tür zu Level Drei nicht auf bekamen, egal wie sehr er diese mit Feuer beschoss oder Jimbei sein Fischmenschenkarate anwandte.

"Verdammt, das darf doch nicht wahr sein!",knurrte er wütend und versuchte selbst nochmals zu überlegen, wie sie das Teil am besten auf bekommen könnten. Während die Jungs weiterhin dagegen preschten, hatte sich Nemo an der Seite niedergekniet, scheinbar irgendetwas in der Wand geöffnet und Schaltkreise manipuliert. Ein paar einfache Handgriffe und Kabelsteckerei. Ace' Augen wurden groß.

"Wie hast du das gemacht?",fragte er verwundet nach, denn er wusste genau, dass er das nicht hinbekommen hätte. Er hatte zwar gesehen wie ihr Bot scheinbar einfach Schlösser knackte, doch für sie schien es ebenso ein Kinderspiel zu sein. "Trick 17?". Eine Anlage ertönte schlagartig, das Tor schob sich langsam offen und weitere Hitze strömte ihnen entgegen. In dem Moment als das Tor weiter aufging, platzten allen dreien allerdings auch die Augen bald aus dem Schädel heraus...

"GUM GUM BAZOOOOOOOOOKKKAAAAAAAAA!", schallte es durch den Raum, traf Magellan direkt in die hässliche Fresse und schoss den Gefängnisdirektor in den Gang, in dem die Gruppe gerade die Tür geöffnet hatte. Der Wächter flog noch eine Weile weiter, brach durch mehrere Wände hindurch und schien zumindest für einen Moment eine Klatsche kassiert zu haben, von welcher er ein paar Sekunden Erholung brauchte. Nemo staunte nicht schlecht, gefolgt von einem begeisterten Pfeifen, als ihr Blick zu dem Jungen glitt, welcher den Knasttoilettenkönig erstmal weggehauen hatte. "Das muss weh getan haben!", stellte sie freudig fest und betrat Level Drei, wo es keine Sekunde dauerte bis ein lautes Kreischen zu hören war. Es war so laut und plärrend, dass es Ohren auch mit etwas Ferne zu dem Brülljungen zucken ließ. Ein Kreischen, dass ihr Kopfschmerzen bereitete und sie dennoch alle grinsen ließ.

"ACEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!", brüllte der Strohhut das halbe Gefängnis zusammen, raste durch die hiesige Wüstenhalle und knallte kurz darauf auch schon in seinen großen Bruder herein. "RUFFY!",erwiderte Ace beinahe schon als würden sie sich nicht erreichen können, auch wenn der Gummischlag etwas anderes aufzeigte. "Ich habe dich gefunden!" ,rief der kleine zufrieden.

"Du solltest gar nicht hier sein!" ,schrie er ihm entgegen.

"Was hast du dir eigentlich dabei gedacht?!" Statt Danke zu sagen schrie Ace seinen kleinen Bruder an, aber Tatsache war, dass er sich einfach nur schreckliche Sorgen gemacht hatte und ihn hier zu sehen war schlimm genug. Mit der Wucht wie er auf Ace traf, knallten beide erstmal auf den Boden und auch wenn der Ältere ihm wahrscheinlich eine Schelle dafür geben würde, war es doch erstmal scheiss egal. Mit keinem Satz der Welt wäre es beschreibbar gewesen, wie sehr Ruffy sich freute! Wie sehr Ace sich freute...

Gummi Arme schlossen seinen Bruder ein und er begann zu lachen und zu gackern als hätte er völlig den Verstand verloren. Es war diese Szene, dieser kurze Moment, in Mitten der Schlacht dieses Gefängnisausbruchs, der Nemo das Herz wärmte. Theoretisch hatte sie ihren eigenen Todeswunsch aufgeschoben nur damit Ruffy zu seinem Bruder konnte und auch Ace Ruffy wiedersehen konnte. Weil Ace ihr geholfen hatte. Ihr Geschichten erzählt hatte, obwohl er sie nicht kannte. Es war für eine ganze Weile das einzige gewesen, dass sie geistig gesund bleiben ließ, war ihre Zelle doch ein grausamer, kalter Ort voller Schmerzen gewesen. Der Schmerz des Verlustes ihres eigenen Bruders hing ihr extrem tief in den Knochen und das ganze war auch gerade mal knappe drei oder vier Wochen her - und in dieser Zeit...? Da hatte sie nicht mal die Ruhe bekommen all das zu verarbeiten. Eine Freudenträne schoss ihr aus den Augen, die sie schnell wegwischte und so tat als müsste sie überhaupt kein bisschen vor Erleichterung weinen müssen... sie drehte sich leicht weg und kicherte still für einen Moment.

"Hast du das gesehen? Ich weiß nicht wo die kleinen Roboter herkommen aber sie sind SO COOL! Ace, die Teile haben uns die ganze Zeit geholfen überhaupt so weit zu kommen! Ohne Ivankov, Curry und diese Dinger da - hätten wir es nie so weit geschafft!", plapperte der aufgeregte Gummimensch ohne Punkt, Komma oder Pause und voller Enthusiasmus. Sein fettes Grinsen war so am strahlen, dass er problemlos die Sonne damit hätte ersetzen können.

"Klappe jetzt!", warf er dann mehr schlecht als Recht ein, schob seinen Bruder besorgt von sich und hielt ihn kurz bei den Schultern fest. "Du kannst mir später alles erzählen. Lass uns alle erstmal zusehen das wir hier raus kommen!".

"Ja, aber die Roboter Dinger sind mega!".

"Danke. Ich hab sie selbst gebaut!", wandte sich die Dame der Gruppe wieder zu und hielt dabei einen stolzen Ton in ihrer Stimme.

"Woah! Echt? Wie cool! Ehy! Wenn wir hier raus sind, trittst du meiner Crew bei? Unser Schiffsbauer Franky würde dich bestimmt gerne kennen lernen. Er ist ein Cyborg!", kreischte Ruffy und bot vor lauter Hibbeligkeit sofort die Crewmitgliedschaft an.

"Äh.... nein. Danke. Geht nicht. Keine Chance.", entgegnete Nemo dem Jungen für ihre Verhältnisse recht trocken. Ihr Blick ging nach oben, wo sie zum zweiten Level hinauf schauen konnte. Eine direkte Tür dorthin schien es nicht zu geben, von daher gab es nur das Loch in der Decke in die zweite Etage. Mit Magellan, der sich langsam zu erholen schien und wieder aufstand war die Zeit für Freudensprünge ebenso recht knapp. "Scheisse... lauft!", zischte es sofort und das Rennen ging weiter.

"Jemand ne Idee wie wir da hoch kommen?", fragte sie platt in die Runde, fühlte mehr und mehr Anspannung in ihrem Körper. Das wie war eigentlich egal, solange es schnell ging und im besten Fall bevor Magellan genug Kraft gesammelt hatte, um ihnen das Leben weiter schwer zu machen. Allzu lange bis dieser sich wieder komplett aufrappeln würde, konnte es ja nicht dauern.

"Wie wäre es mit FLIEGEN!", schlug Ben vor. Der schwebende, hasenartige Bot mit schlechtem Humor.

"Wie wäre es wenn du woanders dumm bist?".

"Aber fliegen ist doch ne super Idee, Boss!".

"Wie wäre es mit etwas das uns alle da hoch bringt statt nur dich selbst? Schwachkopf!", entgegnete ihm Nemo, welche scheinbar wirklich in jeder noch so heiklen Lage die Zeit hatte mit ihrem Assistenz-Bot zu diskutieren. "Ich mach doch nur Vorschläge. Boss."

"Abgelehnt...".

"Da hoch? Das ist doch leicht! Lasst mich das machen!", grinste Ruffy breit und begann seine Arme lang zu ziehen, um die ganze Gruppe in den Arm zu nehmen. Was folgte war etwas das Ace kannte, für Leute die bisher nicht durch Gummi katapultiert wurden, jedoch immer wieder einen Nervenkitzel darstellte. "WA-WAS MACH-", sie hätte nachfragen wollen. "RUFFY!", brüllte die Feuerfaust währenddessen und mit einem Wimpernschlag befanden sich alle unglaublich hoch in der Luft, wobei sie einen langsam wiederkehrenden und teuflisch wütenden Magellan erkennen durften. "Nicht hoch genug, Idiot!". Und wieder wurde geschleudert, bis der Gummijunge sie durch die Decke befördert hatte und sie im zweiten Level landen konnten. Sie kamen keine Sekunde zu spät, schoss eine Wolke aus Gift bereits heraus aus dem Loch und drohte sie zu vernichten. So schnell hatten sie allesamt noch nie die Beine in die Hand genommen und wichen dem Angriff nur haarscharf aus. "Das war ne' knappe Kiste!". "Sag bloß! Scheisse, lauft!".

Adrenalin schoss durch ihren Körper und war scheinbar alles was sie noch am rennen hielt, denn Nemos Erschöpfung schien mit jedem Augenblick immer schlimmer zu werden. Ace Feuer konnte Magellans Gift, welches hinter der Gruppe her preschte nur bedingt aufhalten und leider mussten sie schneller statt langsamer laufen. "Geb mir Rückendeckung... hier...", sie tippte schnell im Spurt auf ihr Armband. "Ich muss unser Schiff klar machen. Keine Sorge, es wird bereit stehen wenn wir den Ausgang erreichen. Ich erklärs' später." Die Aussage war an alle gerichtet und war ebenso ein stiller Plan, mit dem Jeder nun wusste was er zu tun hatte. "Ich stütze mich auf Ben. Haltet mir einfach den Mist vom Leib und wir kommen hier raus...versprochen!".

Sie bekam kaum noch ausreichend Luft und das obwohl sie kaum welche benötigte. Der Boden schien ihr immer mehr Kraft zu rauben und laufen wurde zunehmend schwerer. Doch dies war noch ein geringeres Übel. Sie hatte sich vorher nicht mehr richtig aufwärmen können und auch die Lava-Hölle im vierten Level hatte hier nicht viel geholfen, kühlte sie doch schon lange aus und da sie kein Mensch war... nicht dieser zu dieser Welt gehörte... und von einem weit entfernten Ort kam....

Nun, es war eine Qual welche über die letzten Wochen zunehmend schlimmer wurde. "Ich kann nicht atmen...wieso muss mein Körper so schwer sein. Mist. Es ist scheisse kalt. Ich kann mich kaum bewegen... Gravitation stinkt sowas von ab! Schwerelosigkeit war viel cooler... Verdammt...", die Gedanken drehten sich nur noch ums Weitermachen um zu Überleben und darum die Gruppe in ihrem Tempo nicht aufhalten zu müssen. "Alles klar! Bleib in meiner Nähe!", kam es auf ihre Worte hin von Ace, welcher zwar keine Ahnung hatte was genau die junge Frau zu tun schien, aber wenn es ihr Fluchtschiff rechtzeitig startklar machen würde, dann wäre es auch egal.

Glücklicherweise musste sie nicht kämpfen, sondern Unterstützen und Systeme hacken damit sich Türen weiterhin brav aufschlossen und Sicherheitswaffen sich gegen den Feind, statt die Insassen richteten. Die Jungs liefen also vor als Kampftrupp, der mit Leichtigkeit die Soldaten weg zu klatschen schien. Ihre Drohnen sorgten für unglaubliche Ablenkung auf Feindes Seiten und flogen vor um sich an weiteren Gittern und Toren vorab zu schaffen zu machen, damit die Gruppe ohne Verzögerung regelrecht um ihr Leben rennen konnte! Wie viele sie von solch merkwürdigen Roboter-Wesen zu besitzen schien? Benjamin, Ben, blieb an ihrer Seite und hob ihr leicht unter die Arme um das Gewicht auf ihren Körper zu reduzieren und um den steifer werdenden Körper in seiner Bewegung zu helfen. Das Geschehen um sie herum wurde nicht besser, als von vorn und allen Seiten immer mehr Marinesoldaten antanzten. Ace und Ruffy schienen im selben Moment zu reagieren und als Ace eine Feuerkugel in die Menge der Soldaten schickte, während Ruffy bereits den ein oder anderen umboxte. Im nächsten Moment klatschten beide Brüder zufrieden ab. Doch das verging dem Schwarzhaarigen schnell als er sah, dass einer der Marinesoldaten beinahe die weißhaarige Frau erwischte. Sofort folgte eine weitere Feuerkugel und der Soldat begann zu schreien, während Ruffy dafür sorgte, dass weitere Angreifer ihr fern blieben.

"Wir sind gleich auf dem ersten Level!",schrie Jimbei.

"Dann sind wir ja gleich raus!" Ruffy schien beinahe schon zu sehr begeistert, dieser Dummkopf! Dennoch schmunzelte Ace, das war eindeutig viel zu sehr sein Bruder. Doch hatten sie auch immer noch Magellan und sein Gift im Nacken sitzen und nicht alle Anwesenden konnten sich in einer Logia-Form verflüchtigen. Verständlicherweise drehte der Gefängniswärter mit jeder Sekunde mehr auf, wurde nur umso wütender und schmiss der fliehenden Gruppe wirklich alles entgegen, dass er zu bieten hatte. Das er auch eigene Truppen damit vergiftete, schien ihm hier völlig am Allerwertesten vorbei zu gehen. Sein wütendes Gebrülle ließ Wände zittern und den Boden beben. Die Wut schoss regelrecht in giftigem Gas hervor.

"Geht es dir gut? Hälst du noch durch?",fragte er in Richtung Nemo, die er soeben noch vor Schaden bewahrt hatte und die irgendwie alles andere als gut aussah. Kreidebleich. Ausgezerrt.

"Danke! Ja, passt schon. Ich komm schon klar... lass uns weiter...", keuchte sie, preschte selbst weiter vorwärts und öffnete sofort eine Pforte zum ersten Level als sie dieses erreichten.

"Ben, hast du die Omnis fertig gemacht?!", brachte Nemo schmerzverzerrt hervor und verzog das Gesicht krampfhaft, nur um dennoch weiter zu machen, weiter zu laufen.

"Ich... wusste ich hab was vergessen...", entgegnete der Bot mit zitternder Stimme, woraufhin der Blick der Weißhaarigen so düster wurde, das sie damit auch hätte töten können. Dieser unfähige, kleine Bastard!

"Warum tust du mir das an?!!! Bist du bescheuert?!!! Übertrage den Scheiss dem Autopiloten und zwar sofort, du absolut verkorkste Metallmade! Scheisse! Dein Gehalt wird gekürzt, dämliche Sackratte!". Es schien das sie selbst ihren Zustand noch immer genug Kraft hatte um Ben so richtig zur Sau zu brüllen. Wie konnte er auch nur? Boah! Es war doch zum Mäuse melken! "Aber ich werde nicht bezahlt... Boss....". "HALT. DEIN. MAUL!". "Roger, Roger!".

Sie hatte noch einiges an Daten gecheckt, sich darauf verlassen, dass Ben alles weitere von sich aus tun würde aber nein... wieso auch? Es musste ein Bugfix her, aber ganz schnell! Die Truppen nahmen hier nicht ab, sie nahmen zu! Sie waren fast draußen und dieser Schrotthaufen musste so verkacken? Ihr Schiff hätte schon bereit stehen sollen, doch nun musste sie mit aller Geschwindigkeit sich auch noch darum kümmern. Sie hatten einfach keine Zeit!

Mit gemeinsamer Kraft und lodernder Gewalt kamen sie so weit durch, dass sich am Ende des Tunnels endlich ein Licht befand. Von draußen strömte eine frische Meeresbrise durch den Gang, welcher ebenso gefüllt mit Soldaten und Angreifern war. Angreifer welche wie vom Blitz getroffen von hinten angeschossen wurden. Etwas brach plötzlich durch die Meeresoberfläche und es hatte eine ungewöhnliche Form für ein Schiff. Oder war es ein Schiff? Es war... merkwürdig... Es wirkte nahezu... außerirdisch... so anders.

Ein Gefährt das man von weiter hinten allerdings auch noch nicht richtig ausmachen konnte, doch schien es Waffen zu haben, welche sich auf die Marine richteten. Ein Himmelfahrtskommando knallte alles ab was die Signatur der Weltregierung trug und sämtliche Magazine wurden entladen. "Hasts' ja doch geschafft, Penner! Wenn du nochmal sowas machst verschrotte ich dich bis auf deine kleinen Kabel.", tauschte Nemo sich erneut mit ihrem Bot aus. Warum musste sie ihn auch immer anbrüllen und bedrohen damit er mal zu was fähig wurde? Verdammt nochmal!

"Wa-Was ist das denn?!", kreischte der Strohhut erstaunt und sah seine Mitstreiter voller Begeisterung an. (Die Omnis: https://previews.customer.envatousercontent.com/files/bf7afeef-987d-4f09-ace4-58ecfc19db9f/video_preview_h264.mp4 )

"Unsere Freifahrkarte. Maximal zehn Leute. Damit das klar ist!", orderte Nemo grinsend an, doch wurde sofort durch eine Druckwelle von hinten nach vorne katapultiert. Sie schlug hart auf dem Boden auf und nur eine Wand aus Flammen stand zwischen ihr und der wütenden Giftwolke und den Einschlägen der Feinde.

"Ihr werdet nicht entkommen!", ertönte das wütende Grummeln durch den Gang, ließ die Wände scheppern und den Boden aufbrechen, welcher dem stampfenden Gewicht nachgab. Er kam näher und dies tat er schnell. Somit blieb nur, die Beine noch mehr in die Hand nehmen. Zeitgleich öffnete sich eine Luke an dem Gefährt, welches eine doch eher aerodynamische Form besaß und wenige Momente vorher aus dem Wasser geschossen war. Die Truppe stürmte los und es würden ein paar Freunde entkommen. Manches begann sich langsam aufzuteilen und Ivankov und Bon Curry nahmen sich Magellan an. "Macht euch keine Sorgen um uns! Der Rest hier ist ein Kinderspiel! Ihr macht das ihr wegkommt, klar?!", hieß es von den beiden Transenmännern.

"Seid ihr sicher? Ihr könnt doch mitkommen!", natürlich weigerte sich Ruffy seine Mitstreiter alleine zu lassen, doch diese schienen regelrecht darauf zu bestehen. "Ich habe hier auch noch meine eigene kleine Rechnung zu begleichen! Los jetzt! Lauft!".

"Ruffy...", rief Nemo aus. "... Wirf mich! Da hin. Ich starte schon mal. Schaffst du das?". Der Gummijunge nickte und tauschte einen Blick mit seinem Bruder aus.

"Klar. Wir sind sofort hinter dir!". Sie würde es hassen. Sie hasste es absolut. Das Problem hierbei war nicht die Geschwindigkeit oder der Schleudergang. Das Problem war, dass sie sich freiwillig werfen ließ! Leider ging dies am schnellsten und da kaum eine Sekunde Zeit für großartige Überlegungen oder Diskussionen vorhanden war, ging es halt nicht anders. Wehe dies würde später auch nur einmal erwähnt werden! Doch für das Wohl der Gruppe, würde sie wohl ihren Stolz, was das anging, ablegen müssen.

Nemo betrat ihr Schiff nachdem der Strohhut sie wie befohlen, regelrecht voraus, zu ihrem Schiff geschmissen hatte. Die Omnis. Ein zwar recht demoliertes und kaputtes, aber dennoch funktionsfähiges Raumschiff, welches die Gruppe aus Impel Down wegbringen konnte. Eines musste man über die weißhaarige Frau nämlich wissen. Sie kam von einer anderen Welt und gehörte zu einer Unterspezies, welche sich über Generationen hinweg etwas anders entwickelt hatte. Einer Rasse welche in dieser Welt so verhasst war, dass die Weltregierung bereits gewillt war 100 Millionen Berry für eine einfache Information zu zahlen. Eine Rasse die ihrer Meinung nach ausgerottet gehörte. Einer der Rassen die einst vom Mond kam und wo wohl auch noch ein paar verblieben. Lunarier.

Nemo... war Lunarierin. Eine Mechanikerin und tatsächlich hochentwickelt. Nun. Ihre Intelligenz war ihrer Meinung nach hochentwickelt. Ihr Körper schien eher... gazellenhaft.

Sie begab sich sofort zur Kontrollkonsole, schmiss die Triebwerke an welche Feuer speiten und richtete noch funktionierende Waffen auf den Feind für Deckungsfeuer. "Wie cool!",brüllte Ruffy über-aufgeregt, als auch er hastig das Schiff betrat, gefolgt von Ace und Jimbei. "Wo sind die anderen?", entgegnete Nemo eilig, war sie sich doch sicher sie hatte noch mehr Personen vernommen. "Die nehmen einen anderen Weg und halten Magellan noch eine Weile auf. Kann das Teil fliegen?!", wollte Ruffy wissen, unglaublich begeistert und mit funkelnden Sternchen in den Augen. Konnte er es doch kaum glauben! Niemand konnte es. Allerdings war es dem Gummijungen am meisten anzusehen, strahlte er vor kindlicher Freude.

"Wir sollten los. Pops ist bestimmt auch auf den Weg hierher. Ich mache mir Sorgen um die Crew. Vielleicht können wir sie abfangen?", warf die Feuerfaust stattdessen ein und warf einen Blick zurück auf das innere des hinter ihnen liegende Gefägnis. Die Schleuse nach draußen schloss sich und das Raumschiff begann sich tatsächlich in die Luft zu heben, wirbelte das Wasser unter ihnen dabei auf und brachte schon mal etwas Distanz zwischen ihnen und den Docks Impel Downs'.  

"Hast du ne' grobe Richtung?", wollte Nemo wissen und Ace stimmte nickend ein. Somit drehte sie das Steuer herum, als eine Gewalt aus giftigen Gas vor ihnen völlig losbrach und erneut drohte, sie  zu vernichten. Trotzdem waren sie auch erstmal sicher, kam das Gift zum Glück nicht durch die Panzerung der Omnis hindurch, auch wenn diese einige Löcher in der Wand zu haben schien ...

Leider konnte Nemo hier erstmal nicht viel tun, vieles war zu zerstört und die restliche Kraft würde für den wahrscheinlich kurzen Bruchflug reichen müssen.

"Wir werden hiermit nicht mehr allzu weit kommen, aber es sollte reichen um uns aus der Gefahrenzone zu bringen. Keine Sorge falls wir abstürzen. Die Omnis wird auf dem Wasser treiben können... naja, theoretisch... Den Rest können wir uns dann immer noch überlegen!". Nemo benötigte ihre Energie für ihre Konzentration und zog das Schiff in die Luft an, wo es kurzerhand los schoss und mit einem letzten, lauten Bombenanschlag Impel Down hinter sich ließ. Eine letzte Munition welche ihnen nochmals Magellan vom Leibe hielt, diesen abwehrte und hoffentlich den anderen auch eine Hilfe sein konnte.

Sie waren frei... sie waren nun, wirklich... frei...
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast