Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Smile, for me...

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Het
13.03.2022
12.06.2022
13
16.215
1
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
13.03.2022 1.257
 
PoV Riley

Freitag der 25.06.

Es war ein düsterer Tag. Graue Wolken beanspruchten den Himmel und Regentropfen fielen herab. Auf den Fensterscheiben waren die Spuren des Regens zu erkennen, da sie beim hinabfallen an den Scheiben wässrige Spuren hinterließen.
Meine braunen Augen verfolgten sie.

Ich war ganz in meine Gedanken vertieft und blendete die komplette Geräuschkulisse außerhalb meiner Kopfhörer aus...

Mein Lieblingssong versuchte mich aufzumuntern.
Vergebens.

Ich spürte Blicke. Die mich direkt trafen.

Ich drehte meinen Kopf ein wenig und blickte in zwei blaue Augen.

Liam. Mein bester Freund.
Inoffiziell.

Ja richtig gehört... inoffiziell.
Wir kennen uns schon von klein auf und er bedeutet mir viel.
Doch seine Freunde und ich verstehen uns nicht gut.

Um ihn vor Mobbing zu schützen halte ich mich während der Schulzeit von ihm fern.

Wie eine verbotene Liebe, nicht?
Irgendwie traurig...

Ein sanftes, fast übersehbares Lächeln zierte seine Lippen.
Er machte sich mal wieder Sorgen. Das war nicht zu übersehen.

Ich gab ihm ein sanftes Lächeln zurück.
Doch 'Manuel' der neben ihm saß bekam dies mit und stieß ihn von der Seite an.

Ihr kurzes Gespräch konnte ich jedoch nicht verstehen.

Es war so oder so egal denn der Bus hielt und die meisten aus dem Bus stiegen aus.
Ich eingeschlossen.

Ich sah hinauf und genoss kurz die frische Luft. Einzelne Regentropfen fielen auf mich hinab.

...

"Riley".
"RILEY".

Ich sah von meinem Tisch auf.
Vor mir stand Herr Berg, der nicht gerade glücklich aussah. Tadelnd sah er mich an.

"Wenn du nicht zuhören möchtest kannst du die Klasse gerne verlassen", genervt hob er den Finger und zeigte Richtung Tür.

"Tut mir leid".

"Die ist doch eh zu dumm was will die hier?", hörte ich hinter mir eine nur allzu bekannte Stimme.
Immer musste er sich einmischen.
Konnten Menschen sich nicht um ihren eigenen Kram kümmern?!

"Manuel es reicht", nach diesem Satz ging Herr Berg wieder nach vorne und fuhr mit seinem Unterricht fort.

Doch lange ging dieser nicht mehr, denn es klingelte zum Schulschluss und damit zum Wochende.

Langsam packte ich meine Bücher in meinen Rucksack und wollte gerade das letzte Buch hinein stecken als mich jemand anrempelte und mein Rucksack sich wieder entleerte.
Ich drehte mich um und sah in ein weiteres Gesicht das ich nicht leiden konnte.

Helena.

"Ups das tut mir aber leid!".
Der Sarkasmus war nicht zu überhören.
Ich seufzte und kniete mich zu meinen Sachen auf den Boden.

"Hey süße ignorier mich nicht", sie versuchte es weiter, doch mittlerweile kannte ich sie zu gut.

Flink packte ich meine Sachen ein und wollte gerade gehen als sie mich am Handgelenk packte.

"Bleib doch hier bei uns!".
Ihr gehässiges lachen war nicht zu überhören.

"Nein Danke. Ich möchte nicht mit einer Tonne Schminke abhängen", ich riss mich geschickt los und ging aus der Tür. Dabei bemerkte ich die Blicke der anderen.

Wie ich es hasste. Ständig die Außenseiterin zu sein, alles ab zu bekommen...
Warum ich?
Diese Frage stellte ich mir leider schon zu oft.

In Gedanken ging ich über den vollen Schulflur in Richtung Ausgang.

Da kam mir mein bester Freund entgegen.

Beim vorbei gehen flüsterte ich leise:
"Heute Abend bei mir Liam".

Ich spürte sein grinsen.

Die Stufen sprang ich regelrecht hinunter. Ich freute mich sehr auf den Schulschluss.
Deshalb ging ich gut gelaunt über den Schulhof Richtung Ausgang.

Doch etwas oder eher gesagt jemand packte mich unsanft an meinen Haaren.

"Agh!", ich zuckte zusammen und versuchte mich umzudrehen. Doch dies ging eher schlecht als recht.

"Sag mal. Was fällt dir ein mich zu beleidigen!", Helena sah mich wütend an.
Sie ist mir tatsächlich hinter her gelaufen...

Sie zog fester.

"Lass mich los", ruhig fing ich an zu sprechen.

"Das hättest du wohl gerne", spöttisch lachte sie.

"Ja schon. Sonst hätte ich das nicht gefragt. Auch noch taub oder was?", grinsend sah ich zu ihr hoch.

"Hals Maul!", mit ihrer ganzen Kraft stieß sie mich und drückte mich runter.
Durch die vorherige Position konnte ich mein Gleichgewicht nicht halten und fiel hin. Natürlich auch noch in eine Regenpfütze...

"Mist...", etwas genervt sah ich an mir runter.

"Das passt ja zu einem armen Gossenmädchen wie dir".
Jetzt lachte nicht nur sie, sonder einige andere die sich um uns versammelt haben.

So langsam reichte es mir!
Ich begann sie mit dem dreckigen Wasser der Pfütze nass zu spritzen.

"Spinnst du!", sie fing an zu fluchen.

Ich stand auf und musste grinsen.

"Heul nicht rum, dass ist nur Wasser".

Dann plötzlich hob sie ihre Hand.

Die will doch nicht!-

Der nächste Moment verging wie in Zeitlupe.
Ich kniff meine Augen zu und spürte...

Nichts.

"Also ich glaube du bist nicht mehr ganz bei Trost!".

Ich öffnete langsam meine Augen und sah Herrn Berg vor mir stehen.

"Fräulein du kommst mit zum Direktor".

"Aber-", er unterbrach sie wütend.

"KOMM JETZT!", und schon waren sie verschwunden.

Ich seufzte.

Mein Blick viel auf eine Gruppe schaulustiger Jungs.

Liam, Manuel, Patrick und Michael.
Allesamt blickten mich an.

Der eine mehr und der andere weniger herab lassend.

Ich zuckte mit den Schultern und begann durch die einzelnen Pfützen zu springen in Richtung Ausgang.

Es spielt eh keine Rolle mehr ob ich nass wurde.

Ich vernahm nur noch ein "Armselig" von Manuel.
Das war mir jedoch egal.

Ich hatte meinen Spaß!

...

Leise schloss ich die Tür auf und lukte hinter ihr hervor.

Ich schlich hinein.
Denn mein Vater war ein sehr ordentlicher Mensch und wollte stets einen guten Eindruck hinterlassen. Deswegen würde ihm mein Aussehen ganz und gar nicht gefallen.

Schnell verschwand ich die Treppe hoch und ging strikt ins Badezimmer.

Ich zog mich aus und stellte mich unter die Dusche.

Ich genoss das prasseln des warmen Wassers auf der Haut.

Am liebsten würde ich niemals wieder raus wollen...

Doch eine Männliche Stimme riss mich aus meinen Gedanken.

"Riley? Bist du da?".

Ich wusch den letzten Rest des Shampoos aus meinem Haaren und stellte das Wasser ab.

"Ja! Ich bin im Badezimmer!", ich stieg aus der Dusche und wickelte mich in meinen hellblauen flauschig anfühlenden Bademantel.

Kurz darauf klopfte es auch schon an der Tür.

Ich trat hinaus und erblickte meinen Vater vor mir.

"Hallo Papa! Was gibt es?", freundlich lächelte ich ihn an.

"Meine Süße", er tätschelte mir den Kopf und fuhr dann fort.

"Ich habe dir ein kleines Geschenk auf dein Bett gelegt. Zieh es Bitte heute Abend an. Ich möchte dir jemanden vorstellen", er blickte mich an.

"Mhhh, lass mich kurz überlegen. Deine Geliebte?", ich grinste breit.

"Wie? Ähm... woran hast du es erkannt?", nervös Kratze er sich am Hinterkopf.

"Ach Papa. So glücklich wie in den letzten Monaten habe ich dich lange nicht mehr gesehen! Ich habe nur auf den Moment gewartet bis du es mir endlich sagst!", siegessicher lächelte ich.

"Erwischt!", gab er lachend zu und verschwand nach unten.

Ich freute mich sehr für meinem Vater. Er ist ein hard arbeitender Mensch und war lange alleine...

Ich schlenderte in mein Zimmer und erblickte sofort ein wunderschönes und anscheinend sehr teures Kleid auf meinem Bett



Das hieß nur eines.

Es ist wirklich ernst.

"Danke Papa...".

_______________________________________

Ich hoffe euch gefällt der erste Teil meiner Geschichte! :)
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast