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Pulvis et Umbra sumus

von Satan666
Kurzbeschreibung
GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Megumi Fushiguro Ryomen Sukuna Yuji Itadori
12.03.2022
27.04.2022
3
2.205
4
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.04.2022 836
 
Vivere est militare


Das Brennen der Morgensonne, ließ Yuji von seinen Träumen erwachen. Müde rieb er sich über seine verschlafenen Augen. Heute war es endlich so weit. Der pink haarige konnte gar nicht in Worte fassen, wie sehr er sich freute. Seine langjährige Ausbildung sollte sich endlich in der Schlacht gegen Dämonen und Flüche bezahlt werden lassen!

Sein Grinsen konnte nichts zunichtemachen. Nicht einmal sein schreiendes Herz nach Zuneigung, als Megumi über seine Wege lief. Kurz sahen sie sich in die Augen, nickten einander zu. Irgendwann würde er ihn vergessen, das wusste Yuji, auch wenn es gerade schwer für ihn war.

Während dem Frühstück, überflog er den Bericht über einen Soldaten, der einen Angriff eines Fluches nur mit einem Dolch überstanden hatte. Interessiert und erstaunt sah er sich dabei die beigelegten Skizzen und Zeichnungen an. Sollte er auch einmal so stark werden, wie dieser Mann, dann durfte er vielleicht auch in eine längere, schwerwiegenden Mission ausrücken. Heute zumindest, durfte er sich mit seinen Teamkameraden einen kleineren Fluch zur Brust nehmen. Ob und wie stark er werden würde, war aber für Yuji irrelevant. Das Einzige, was zählte, war zu siegen.

Die Zeit, die bis zu ihrer Mission verging, war streckend und fühlte sich länger an, als es tatsächlich war. Immerhin schaffte es Nobara, mit ihrem Hang für Shopping seine Gedanken für einige Minuten auf etwas anderes, als die bevorstehende Schlacht zu lenken.

Die junge Frau hob ihren Zeigefinger. „- und da sagte ich zu dem Verkäufer, dass er besser in einem anderen Laden aufgehoben wäre, wenn er sich mit Röcken nicht auskenne.“, ein überhebliches Kichern durchdrang ihrer Kehle. „Ihr hättet mal sein Gesicht sehen müssen.“

“Ja ja, Nobara.“, winkte Megumi ab und blickte gelangweilt aus dem Fenster. Die Sonne neigte sich zum Zenit. „Deine Geschichten interessieren nicht einmal den anderen Mädels.“, dabei zeigte er auf eine weitere Gruppe, deren Augen immer wieder zufielen.

“Grrr.“, Nobara ballte ihre Hand zu einer Faust. „Dann braucht ihr nicht zuzuhören!“, erbost erdolchte sie jeden außer Yuji mit ihren Augen. „Wenigstens ist einer nett zu mir.“, änderte sich plötzlich ihr Verhalten und drückte den jungen Mann fest in ihren Armen.

“Hör auf. Du erdrückst den Armen noch.“ Megumi stand von seinem Stuhl auf und wuschelte der jungen Frau über die Haare.

“Hey! Ich-“

“Seid ihr so weit?“ unterbrach man die jungen Soldaten.

“Gojo-Sensei.“, hörte man einige schnell sagen.

“Die Mission wartet, oder habt ihr etwa Angst?“, flüsterte er in einem angsteinflößenden Ton und schob ein Stück weit seine Augenbinde nach oben, sodass seine strahlenden blauen Augen zum Vorschein traten.

Yuji war der erste, der vortrat. So schnell, dass keiner sehen konnte, hatte er salutiert.
“Ich bin so weit!“, donnerte eifrig seine Stimme hervor. Freudig und nervös zugleich, wartete er auf den alles entscheidende Befehl.

***

Nur stoßweise, entkam Luft aus seinen Lungen, während Schweiß sich von seiner Stirn hinab rang. Yujis Herz donnerte gegen seine Brust, ließ sein Körper beben und zitternd den schmalen Hang hinabsteigen. Inzwischen kamen die Schatten ihm bedrohlich nahe. Das Blut in seinen Venen kocht- und brodelte. Noch immer klingelten seine Ohren, von den tausenden markerschütternde Schreie. Er wischte mit einer schnellen Handbewegung, die Tränen, die sich aus seinen blauen Augen geschlichen hatte, weg. Yuji hatte Angst und wie er das hatte.

“Sensei.“, kroch aus seiner Kehle hinaus in die Dunkelheit, wohl wissend nicht gehört zu werden. Er blickte zurück, direkt in die rot glühenden Augen, des Monstrums. Seine Axt war in die Höhe geschwenkt und beinahe hätte dies Yujis letzte Sekunden sein können, hätte Megumi sich nicht auf ihn geschmissen.

“M-Megumi?“, sprach er mit dünner Stimme und blickte hinauf.

“Renn weg!“, schrie dieser und beschwor eines seiner Schattenkreaturen, die er gezähmt hatte.

Yuji schüttelte seinen Kopf und drückte sich mit den Händen gegen den Boden, wieder hinauf. „Ich helfe dir, auch wenn es das letzte ist, was ich tue!”

Genervt zischte der Schwarzhaarige und drehte sich zu seinem Freund um und ließ so das Monster außer Acht. „Wenn du jetzt nicht tust, was ich sage, da-“, ein schmerzerfülltes Krächzen erfüllte die Finsternis. Blut floss in rauen Mengen die Axt hinab.

“Lauf endlich weg.“, erklang schlussendlich die endende Melodie Megumis.

“Me-Me-”, Yuji konnte nicht mehr tun, als den Anblick weiter zu ertragen. Sein Herz krachte, zersplitterte und nur das erneute Schwingen der Axt ließ ihn wieder in die Realität zurückkehren. Er rannte, auch, wenn er sterben sollte.  

Der Wald erstreckte sich weiter, wurde zunehmend dichter. Die Wurzeln wuchsen hier weiter nach oben. Das Grunzen eines Monsters durchdrang seine Ohren, während der betäubende Schmerz einer Axt seine Schulter durchbohrte. Im nächsten Moment war das Kreischen eines Raben zu vernehmen und für einige Minuten war Yuji schwarz vor Augen.  

“Steh auf.”, stöhnte eine Stimme in seinen Ohren und er tat wie befohlen. Auch wenn er sich selbst nicht sicher war, ob die Stimme real war.









Kommentare werden morgen beantwortet und eine Übersetzung der Titeln erfolgen noch. Ich frage da lieber noch mal nen Profi zu Latein. (Vergebt mir und die Info wird dann auch gelöscht). Hehe
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