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Ein Stück vom Glück

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Het
Dr. Martin Stein OC (Own Character)
09.03.2022
23.06.2022
19
23.729
2
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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09.03.2022 943
 
Eine Geschichte über Ina und Martin… weil mir die Beiden zusammen sehr gut gefallen und ich es spannend gefunden hätte, die Annäherung zwischen ihnen samt genauerer "Inneneinsichten" detaillierter mitzubekommen.
Darum nun hier so, wie ich es mir vorstelle...

Meine Geschichte schließt inhaltlich an die Folgen 957 und 958 an. Dabei ist die Handlung der Serie zunächst der Ausgangspunkt, die Gedanken von Martin und Ina sind aber von mir erfunden.

Die weitere Handlung ist meine Idee und weicht vom weiteren Verlauf der Serie ab. Sie bezieht sich lediglich an einer weiteren Stelle auf zwei Bilder, die in der Vorschau zu Folge 962 zu sehen sind.

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Die Geschichte basiert auf der ARD/MDR-Serie „In aller Freundschaft“ (Saxonia Media). Die Figuren der Geschichte entstammen der TV-Produktion und sind nicht von mir frei erfunden. Einige wenige Teile der Geschichte sowie vereinzelte Zitate sind an Szenen aus der TV-Serie angelehnt bzw. dieser entnommen. Die Rechte hierfür liegen bei den Produzenten der Serie.

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!  

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- Das Kapitel setzt ein am Ende der Folge 957 -

Nachdem er sich von Dr. Schulte verabschiedet hatte, fuhr Martin nach einem langen Arbeitstag, aber mit bester Laune nach Hause. Daheim angekommen, holte er sich eine Flasche kaltes Wasser aus dem Kühlschrank, trank sie in tiefen Zügen halbleer und ließ sich dann mit einem wohligen Seufzen in einen Sessel fallen. Er war alleine zuhause, Otto schien mit Klara zu einem Spaziergang aufgebrochen zu sein.
Martin lehnte sich gemütlich zurück und schloss die Augen. Himmel, was war das vorhin gewesen mit Dr. Schulte? Sie hatte ihn mehr als überrascht mit ihrem Kuss. Und davor, da hatte sie eindeutig mit ihm geflirtet. Und ja - er mit ihr…
Ina gefiel ihm schon länger, da brauchte er sich nichts vormachen. Aber irgendwie hatte sich nie eine Gelegenheit ergeben, näher mit ihr in Kontakt zu kommen. Und dann war die Sache mit Marie passiert… und alles andere war unwichtig geworden… Aber dass er Ina sehr gerne mochte, war ihm in den letzten Tagen immer mehr bewusst geworden. Maries Leiden und ihr Tod hatten in ihm über Wochen hinweg alle anderen Gefühle völlig überdeckt. Er hatte funktioniert, aber er hatte sich selbst nicht mehr gespürt. In seiner Trauer hatte ihn nichts mehr berührt und er hatte niemanden an sich herangelassen. Zu groß war dieser unfassbare Schmerz, Marie unweigerlich zu verlieren, sobald ihr Baby auf die Welt kommen würde. Er hatte das Gefühl gehabt, in einem Kokon zu leben und die Welt und der normale Alltag drumherum waren ihm banal und unwichtig vorgekommen.
Mit der Entscheidung für Klara, für seine kleine Enkelin, war das auf einen Schlag wieder anders geworden. Er hatte akzeptiert, dass Marie tot war und er nichts mehr daran ändern konnte. Und dass es jetzt seine Aufgabe war, für Klara da zu sein. Und erst da hatte er realisiert, wie sehr er sich daran gewöhnt hatte, dass Ina um ihn war. Und dass es ihm gut tat, sie zu sehen. Und ja, dass es auf eine unerwartete und schöne Art prickelte, wenn sie einander begegneten.
Aber er hätte nicht damit gerechnet, dass da von ihrer Seite aus mehr sein könnte als Kollegialität. Anders als beispielsweise Maria war sie immer recht unnahbar gewesen und verschlossen. Eigentlich wusste er gar nicht viel über sie, fiel ihm auf…
Martin dachte an das, was da vorhin zwischen ihnen passiert war und lächelte in sich hinein. Es war schön gewesen, sehr schön. Mal sehen, was die kommenden Tage bringen würden. Er freute sich auf jeden Fall schon auf die nächste Begegnung mit Ina.

Ina saß an ihrem Schreibtisch und versuchte sich auf ihren OP-Bericht zu konzentrieren, aber es wollte ihr nicht so wirklich gelingen. Was in aller Welt war vorhin in sie gefahren? Dr. Stein zu küssen, so aus heiterem Himmel - wie kam sie bloß dazu? Ach so ein Quatsch, rügte sie sich gleich selbst, es war klar, wie sie dazu kam. Wenn sie ehrlich mit sich war - Martin war ihr bereits seit einiger Zeit nicht egal. Schon länger machte ihr Herz einen Hüpfer, wenn sie ihn sah. Aber bislang hatte sie sich immer unter Kontrolle gehabt. Bislang hatte er sie aber auch nicht so angesehen wie vorhin. Ihr wurde ganz warm, als sie daran dachte, WIE er sie angesehen hatte. Naja und du ihn, gestand sie sich ein.
Sie schloss kurz die Augen und erinnerte sich an den Kuss. Er war schön gewesen. Und er hatte sich in dem Moment richtig angefühlt. So richtig, dass sie sich sogar ein zweites Mal geküsst hatten. Aber gleichzeitig zu dem wohligen und aufregenden Gefühl, das die Erinnerung an diesen Kuss in ihr auslöste, meldete sich wieder diese verdammte Angst. Angst, sich zu binden, Angst, ihr Herz an jemanden zu hängen und diese Person wieder zu verlieren. Sie hatte dieses Gefühl so nicht gekannt vor Adrians Tod und der Trennung von Kai. Aber seither war diese Angst ihr stetiger Begleiter und dafür verantwortlich, dass sie sich nach der Scheidung auf keine neue Beziehung mehr hatte einlassen können. Jedes kleinste Gefühl hatte sie immer sofort im Keim erstickt, aus der Furcht heraus, verletzt zu werden. Zu lieben bedeutete verletzlich zu sein und Ina wollte nie mehr so fühlen müssen wie nach Adrians Tod, als sie vor dem Scherbenhaufen ihrer Ehe stand - völlig alleine, verletzlich und ungeschützt.
Ina seufzte und nahm sich vor, Martin aus ihrem Kopf zu verbannen. Der Kuss war schön gewesen, sie würde sich immer wieder gerne an diesen kleinen sonnigen und glücklichen Moment erinnern. Aber es war besser, gleich reinen Tisch zu machen. Zumal sie Kollegen waren, gute Kollegen. Ina wollte da nichts kaputt machen. Gleich morgen würde sie mit Martin reden.
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