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Der Gechmack des Blutes

von Rintaro
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Charakter) Tenko Shimura / Tomura Shigaraki Touya Todoroki / Dabi
05.03.2022
23.06.2022
9
38.311
4
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23.06.2022 4.344
 
Kapitel 8



Wie lange wir noch so da saßen wusste ich nicht genau aber ich genoss die nähe zu Tomura. Immer wieder strich er sanft über meinen Rücken und meinen Kopf den ich derweil an seine Brust gedrückt hatte. Irgendwann hatten wir uns doch von einander gelöst und saßen nebeneinander an der Bar und redeten über jeden möglichen Schwachsinn.

An dem Abend lachten und tranken wir ziemlich viel. Vor allem nachdem sich die anderen sich ebenfalls zu uns gesellten und Dabi natürlich jedem erzählen musste, dass ich bei dem Treffen mit seinem Heldenfreund fast einen Krieg vom Zaun gebrochen hätte. Obwohl es gar nicht so dramatisch war wie Dabi es darstellte. Toga hatte herzhaft gelacht und sogar Twice musste schmunzeln während ich da saß und rot wie eine Tomate wurde. Tomura hatte bei Dabis Erzählung ebenfalls gelauscht und aus dem Augenwinkel hatte ich auch das grinsen auf seinen Lippen sehen können.

Ich hatte ihm daraufhin das zweite mal an diesem Tag in die Rippen geboxt woraufhin er sich zusammen gekrümmt hatte. Togas lachen wurde noch heller und lauter und sogar Dabis kehlige Stimme mischte sich dazwischen. Der Abend endete wie erwartet ziemlich spät und mit einem relativ hohen Alkoholpegel. Selbst ich hatte das ein oder andere Bier zu viel getrunken und ich merkte bereits den Schwindel. Andererseits führte der Alkohol in meinem Blut für eine bessere Durchblutung. Weshalb ich das Quecksilber in meinen Knochen überdeutlich spürte.

Zum Glück verschwand damit auch das Taubheitsgefühl aus meinen Fingern. Das Quecksilber sorgte nämlich manchmal dafür das meine Blutgefäße verstopften und so die Durchblutung gestört war.
Aber jetzt mit dem Alkohol im Blut fühlte ich mich deutlich besser. „Ich glaube ich sollte ins Bett gehen“ lallte ich und stand schwankend auf. Ich musste mich am Tisch festhalten da mich ein Schwindelanfall am weitergehen hinderte. „Ich bring dich hoch“ sagte Tomura und stütze mich sogleich. Ich sah nochmals in die Runde. Toga saß auf dem Schoß von Twice und war bereits am Schlafen. Und Dabi hatte den Kopf auf die Tischplatte abgelegt und sah nicht minder fertig aus.

Da nahm Tomura meinen Arm und führte mich aus den Raum hinaus. Ich hatte bereits Probleme beim gehen und er hatte Mühe mich die wenigen Schritte nach oben zubringen.
„Weißt du ich mag disch escht gern“ lallte ich und blieb mitten auf der Treppe stehen. Er bedachte mich mit einem seltsamen Blick. Ich wusste nicht warum ich dieses Thema jetzt ansprach aber es erschien mir richtig. Meine Hände fanden den Weg an seine Wangen und ich strich sachte über die Narbe an seinem Mundwinkel. Ich trat eine Treppenstufe weiter hinauf wobei ich beinahe das Gleichgewicht verlor. Mit einem Finger fuhr ich seine Lippen nach und fuhr danach über die faltige Haut unterhalb seines Mundes.

„Was wird das Meg?“ seine Stimme klang Müde und erschöpft. Offensichtlich wollte er so langsam wirklich ins Bett. „Nischts, ich will disch nur anschauen.“ Ich versuchte s nüchtern wie möglich zu klingen doch das lallen und die hickste in meiner Stimme waren nicht sonderlich hilfreich. Er nahm meine Hände von seinem Gesicht und zog mich die Treppe weiter hinauf und führte mich durch den Flur. Stolpernd versuchte ich Schritt zuhalten und irgendwie gelang es mir sogar. Vor meiner Zimmertür blieb er stehen. Fragend sah ich ihn an. Nicht sicher was er jetzt von mir wollte. Statt einzutreten drehte ich mich zu ihm und legte ihm die Arme um den Hals.

„Kann ich nischt bei dir schlafen?“ Mittlerweile lallte ich zum Glück nicht mehr so extrem und wankte nicht mehr wie zuvor. Er seufzte aber nickte knapp. „Keine Angst, das es so ausarten wie letzte Nacht?“ fragte er und fuhr mit einer behandschuhten Hand über meine Wange. „Wäre das so schlimm?“ ich grinste ihn noch breiter an und er nahm jetzt meine Hand und zog mich mit in sein Zimmer. Nachdem die Tür hinter uns in Schloss fiel landete ich auch schon auf seinem Bett und ehe ich mich versah hatte er sich bereits das Shirt über den Kopf gezogen. Es landete irgendwo am Ende des Bettes wo genau konnte ich nicht sagen. Ich machte mich ebenfalls daran Jacke, Shirt und die Jeans auszuziehen. Doch deutlich weniger elegant als er. Den BH und Slip ließ ich vorerst an.

Ich zog Tomura näher und küsste ihn, ich spürte seine Zunge die über meine Lippen leckte und um Einlass bat. Natürlich gewährte ich ihm diese Bitte und öffnete bereit willig meine Lippen. Der Geschmack von Alkohol mischte sich in unseren Mündern. Mein Kopf wurde schlagartig klarer, und in meinem Körper breitete sich Hitze aus als ob der Alkohol in meinem Blut verbrennen würde aber vermutlich kam es mir wegen der aktuellen Situation einfach nur so vor.

Tomura hatte die Arme neben meinem Kopf auf die Matratze gestemmt um nicht mit den vollen Körpergewicht auf mir zu liegen. Leider sahen meine Pläne heute anders aus und mit einem einzigen Ruck beförderte ich den Mann der grade noch über mir war, unter mich. Er keuchte erschrocken auf und biss mir dadurch etwas zu fest in die Unterlippe. Augenblicklich schmeckte ich den Geschmack meines eigenen Blutes aber nur kurz, denn ich richtete mich auch und wischte mir den Mund ab. „Tut mir leid. Du blutest.“ keucht er schwer. Ich legte ihm einen Finger auf die Lippen und machte ihm klar sich darum jetzt keine Gedanken zu machen.

Ich rutschte etwas tiefer und meine Finger fanden den Weg zu seinem Gürtel und machten sich daran zu schaffen. Ich zitterte etwas weshalb es länger dauerte als ich gedacht hatte bis ich ihm endlich die Hose und die Shorts ausgezogen hatte. Sie landeten wie der Rest irgendwo auf dem Boden. Ich verteilte sanfte Küsse auf Tomuras Unterbauch und wurde mit wohligen Seufzern belohnt. Seine offensichtliche Erektion beachtete ich dabei nicht. Die Haut um seinen Bauchnabel herum war weich und ohne länger zuzögen biss ich herzhaft hinein. Tomura gab ein kleinen Schmerzensschrei von sich und in meinem Mund sammelte sich etwas von dem Blut des Mannes. Entschuldigend leckte ich über die Stelle und die Blutung hörte augenblicklich auf.
Ich küsste mich weiter hinunter und machte mich nun an seine Erektion die förmlich nach Aufmerksamkeit bettelte und mir entgegen zuckte. Zuerst Strich ich mit den Fingern über seine ganze Länge und verteilte einige sanfte Küsse darauf. Bei der Berührung hatte sich Tomura kurz angespannt und sah erwartungsvoll zu mir hinab.  

Erst da nahm schloss ich eine Hand um seinen Penis und begann erst vorsichtig und dann fordernder seine Erektion mit rhythmischen Bewegungen zu pumpen. Die empfindliche Spitze ließ ich zuerst aus, bis ich schließlich meinen Mund dran legte und sie mit der Zunge berührte. Tomura zog die Luft ein als er meine heiße Zunge an ihm spürte, doch wie es schien, gefiel es ihm. Meine freie Hand legte ich auf seinem Bauch ab und fuhr die Bauchmuskel des Mannes nach. Schließlich ließ ich ihn vollständig in meine Mundhöhle gleiten und umspielte ihn mit der Zunge bevor ich begann meinen Kopf auf und ab zu bewegen. Zum Glück hatte ich nie Probleme mir dem Würgreflex denn Tomuras Glied wurde in meinem Mund noch größer. Die Hand wanderten derweil zu den Hoden und massierten diese. Tomura stöhnte derweil ungehemmt auf und hatte eine Hand in die Lacken und eine in meinen Haare vergraben. Leicht zog er an den Kupferroten Locken und strich dann über meinen Nacken. Sein Unterleib ruckte mir immer wieder entgegen und ich wusste das er seinem Höhepunkt stetig näher kam.

„Meg… hör auf… ich… komme“ stöhnte er abgehackt und noch einmal zog ich ihn tief in meinen Mund und spürte wie der Mann unter mir den Rücken durchbog. Kurz darauf kam er stöhnend und ich spürte das heiße Ejakulat in meinem Mund, ich schluckte es aber nicht sofort sondern behielt es noch im Mund währen ich von Tomura abließ. Der salzige Geschmack erinnerte leicht an den Geschmack von Blut aber dennoch war es etwas vollkommen anderes. Er hatte die Augen geschlossen, ich krabbelte zu seinem Oberkörper und setzte mich provokant auf seinen Bauch. Meine Hand legte ich an sein Kinn und schwer Atmend öffnete er die Augen. Ich beugte mich leicht vor, sodass er mich besser sehen konnte und ich öffnete den Mund um ihm meine Beute zu präsentieren.

Im ersten Moment konnte er nicht reagieren sondern war zu geschockt, dass er derart bestohlen worden war. Mein Griff um sein Kinn wurde fester und zwang ihn den Mund etwas zu öffnen. Den Mund hatte ich wieder geschlossen und jetzt beugte ich mich vor und legte meine Lippen auf seinen geöffneten Mund. Langsam ließ ich etwas der salzigen Flüssigkeit in seinen Mund laufen ehe ich den Rest schluckte und sein Kinn losließ. Ich konnte sehen wie er schwer schluckte. Tomura hatte wohl bisher nie sein eigenes Sperma gekostet. Naja es gab für alles ein erstes Mal.

Ich betrachtete ihn schweigend während er sich langsam aber sicher beruhigte. Sein Atem wurde wieder regelmäßiger und er schaute mich einfach nur an. Noch immer saß ich wie zuvor auf seinem Bauch und strich über seine definierten Bauchmuskeln. Tomuras Finger fanden meine und hielten sie fest. Mein Blick fiel auf die Handschuhe welcher er immer trug, sie waren schlicht,  schwarz und verhüllten an jeder Hand nur den Ring-und Kleinen Finger.  „Was hat es mit den Handschuhen auf sich?“ fragte ich und legte eine der Behandschuhten Hände an meine Lippen und küsste sie sanft.

Er sah mich müde an, war wohl erschöpft von der zuvor gemachten Erfahrung. „Meine Macke. Ich kann sie nicht abschalten. Und wenn ich etwas mit allen fünf Fingern berühre zerfällt es zu Staub.“ Erklärte er. Seine Stimme war monoton geworden und ich merkte dass er wohl nicht gerne darüber sprach aber ein bisschen was wollte ich dann doch noch wissen. „Nur materielle Sachen oder auch organisches?“
„Alles“ antworte er trocken und schloss derweil die Augen. Ich kletterte von seinem Bauch und legte mich neben ihn.

Einen Moment lang blieben wir still nebeneinander liegen und genossen einfach die Zweisamkeit. Ich hörte dass sich sein Atem beruhigt hatte und kurz danach veränderte sich das Gewicht auf der Matratze. Tomuras Lippen kollidierten plötzlich und hart mit meinen. Ich hatte diesen Überfall nicht kommen sehen, erwiderte den Kuss daher nicht sofort. Der blauhaarige hatte sich deutlich schneller erholt als ich gedacht hatte und jetzt küsste er mich und drückte mich mit seinem Körper tief in die Matratze.
Kurz darauf spürte ich wie mein Slip das Zeitliche segnete denn Tomura hatte ihn einfach zerrissen. Ich löste mich von ihm und sah ihn schockiert an. Er aber grinste nur diabolisch. Diesen Anblick hatte ich bei ihm noch nie gesehen aber es gefiel mir. Ich wusste das er jetzt die Kontrolle über alles hatte und war gespannt was er mit mir machen würde.
Eine seiner Hände legte sich um meinen Hals und drückten nicht grade sanft zu während er mich wieder in einen Kuss verwickelte. Überrascht von dieser härte keuchte ich auf und mein Herzschlag beschleunigte sich. Sicherlich konnte er es spüren denn er löste den Kuss und sah mich an.
„Du gehört mir! Verstanden? Heute und für den Rest der Zeit.“ Er flüsterte die Worte dicht an meinem Ohr und ich bekam eine Gänsehaut bei seinen Worten. Denn ich wollte nur ihm gehören. Und sonst niemandem. „Ja. Für jetzt und für immer werde ich die deine sein.“ Antworte ich ebenfalls flüsternd da sich der Griff um meinen Hals nicht groß gelockert hatte. Mit glasigen Augen sah ich zu ihm auf und er positionierte sich zwischen meinen Beinen und drang in einem einzigen Zug in mich ein. Ich konnte mein Stöhnen nicht unterdrücken aber es schien ihm sowieso besser zugefallen wenn er mich hören konnte.
„Ich werde nicht zulassen dass dich nochmal jemand außer mir dich auf diese Weise besitzt. Sollte es dennoch jemand versuchen werde ich diese Person in Staub und Asche verwandeln. Verstanden?“
Er sprach die Worte während er mich schnell und hart fickte. Die meisten der Wörter verstand ich nur abgehackt da sie sich zwischen meinem Stöhnen und keuchen verloren aber den Sinn hinter dem Gesagten verstand ich mehr als deutlich.
Ich brachte nur ein abgehaktes „Ja“ zwischen meinen Lauten heraus und spürte wie mein Höhepunkt immer näher kam. Tomura musste es auch gemerkt haben denn der Griff um meine Kehle verstärkte sich während er mich zuverlässig zu meinem Höhepunkt fickte und ich laut stöhnend kam.
Er selbst stieß noch einige male zu ehe er sich in mir ergoss. Der Druck an meiner Kehle löste sich und er ließ sich schwer atmend neben mich auf die Matratze fallen und nachdem ich mich etwas beruhigt hatte kuschelte ich mich an ihn.
Augenblicklich legte er einen Arm um mich und strich über meinen Rücken.

„Tomura?“
„Ja?“ In seiner Stimme war bereits deutlich die Müdigkeit zu hören aber ich musste ihm noch eine Sache sagen bevor er einschlief.

„Mit Freuden werde ich nur noch dir gehören. Niemand sonst wird mich je wieder auf diese Art berühren dürfen wie du es tust.“

„Gut so meine kleine. Ich will dich mit niemandem teilen. Und jetzt schlaf, morgen wird ein langer Tag.“ Er küsste mich erneut und schloss dann die Augen.  


Ich lag noch einige Zeit wach und dachte über die letzten Tage nach. Es war einfach zu viel passiert. Erst war ich auf der Flucht, wurde dann von Dabi zur Liga gebracht und hatte mich ihnen sozusagen angeschlossen. Und zu allem Überfluss fickte ich auch noch mit deren Anführer, Tomura Shigaraki. Oder besser gesagt, er mich.  Nie hatte ich gedacht, dass es soweit kommen würde, doch ich bereute es nicht. Eher im Gegenteil, bei ihm fühlte ich mich so sicher wie seit langem nicht mehr. Ein wahrlich seltsames Gefühl. Sogar die anderen hatten mich wie selbstverständlich aufgenommen und mit Toga und Twice verstand ich mich wirklich gut. Nur Dabi war nach wie vor ziemlich abweisend und kühl. Vermutlich war es einfach sein Charakter. Es bereitete mir etwas Sorgen, die anderen bereits in mein Herz geschlossen zuhaben. Sonst hatte ich immer versucht alle auszuschließen um nicht wieder verletzt zu werden doch diesmal war alles anders und ich konnte mich nicht dagegen wehren.

Irgendwann wurden auch meine Gedanken träge und ich schlief ebenfalls ein.



~~~




Die nächsten Tage verliefen im Grunde alle gleich. Tomura teilte mich entweder Dabi, Toga und Twice oder sich selbst zu um irgendwelche Aufträge zu erledigen. Die den Vorbereitungen dem Überfall auf die Schule galten. Abends saßen wir dann alle beinander in der Bar und plauderten und tranken. Toga und ich hatten uns mittlerweile ziemlich gut angefreundet, der kleine blonde Wirbelsturm konnte zwar ziemlich nervig sein aber meisten waren wir die beiden die den ganzen Abend nur kicherten. Zum Leidwesen der anderen Anwesenden die uns nun beide als völlig verrückt betitelten. Wir hatten viele ähnliche Interessen aber als wir auf das Thema Blut kamen konnten wir stundenlang reden. Ich brauchte es nicht wie sie um ihre Macke zu verwenden, doch steigerte es leicht meine Leistungsfähigkeit. Toga dagegen konnte sich, nachdem sie das Blut einer anderen Person konsumiert hatte in diese verwandeln. Natürlich hatte ich sie daraufhin gebeten es mir vorzuführen. Toga hatte daraufhin ein Messer gezückt und mir einen winzigen Schnitt verpasst. Kurz darauf saß ich mir selbst gegenüber, es war beeindruckend und in dem Moment hatte ich hell aufgelacht und alle anderen sahen Toga und mich nur böse an. Uns war das allerdings völlig egal, wir hatten unseren Spaß dabei. Immer wieder ermahnten uns die anderen, dass Macken keine Spielzeuge seien. Daraufhin hielten wir uns dann etwas mehr zurück.

Auch mit Dabi kam ich immer besser zurecht vor allem, da ich nicht mehr versuchte seine Kontaktpersonen umzulegen. Obwohl mir dieser Hawks immer noch mächtig gegen den Strich ging. Aber ich nahm es hin und hielt mich zurück, wenn ich mit dem schwarzhaarigen zu dem Helden musste. Die Stimmung zwischen den beiden war immer zu etwas seltsam wenn ich dabei war, so als ob die beiden lieber allein wären um sich die Zungen in den Hals stecken zu können. Mir war es eigentlich egal, sollten sie doch machen was sie wollten solange ich es mir nicht anschauen musste.

Die Nächte verbrachte ich weiterhin bei Tomura, seit fast einer Woche hatte ich mein Zimmer nur betreten um meine Kleider zu wechseln. Der Sex mit ihm war heiß und wurde von mal zu mal inniger. Er taute immer mehr auf und erzählte auch öfter etwas über sich selbst wenn wir nach dem Sex nah aneinander gekuschelt im Bett lagen. So hatte ich zum Beispiel erfahren das seine Gesamte Familie bereits verstorben war und er von einem gewissen Shigaraki adoptiert wurde. Später hatte er sich dann mit Kurogiri zusammen geschlossen und es sich zur Aufgabe gemacht die derzeitige Gesellschaft neu zu gestalten.

Seine Kindheit war ähnlich düster wie meine eigene und ich genoss es wenn er mir von sich aus erzählte. Selten hinterfragte ich es sondern hörte nur zu während er redete. Sobald wir dann wieder mit den anderen zusammen waren, war er wieder ganz der distanzierte Anführer und redete nur das nötigste. Mich störte es nicht, dass er unter den anderen weniger Körperkontakt zuließ als wenn wir allein waren, schließ musste er seine Autorität waren. Das verstand ich natürlich.


Jetzt saß ich mit den anderen in der Bar, da Tomura uns zusammen getrommelt hatte um den Plan durchzugehen. Der Angriff hatte sich einige Tage nach hinten verschoben, warum wusste ich allerdings nicht. Der blauhaarhrige hatte nur immer wieder erwähnt, dass es noch nicht soweit sei. Ich hörte bei der Aufgaben Verteilung nur mäßig zu bis er schließlich zu meiner Aufgabe bei der Sache kam. Ich sollte zu Hauptgebäude und dort den Klassenlehrer ablenken und im Notfall für etwas Chaos sorgen. Die Aufgabe gefiel mir, denn Chaos verursachen konnte ich.

„Die Schüler werden alle im Wald unterwegs sein, daher brauchen wir eine gute Ablenkung für die Lehrer und anderen Profihelden. Da diese Meg, Endeavor ausgenommen nicht kennen wird sie das übernehmen. Aber sei vorsichtig einer von den Lehrern kann vorübergehend Macken deaktivieren.“ Hatte Tomura erklärt. Im gleichen Zug hatte ich nur auf das Messer an meinem Gürtel gezeigt und ihm versichert, dass ich es auch so schaffen würde.

Leider gefiel es ihm nicht, dass ich den Lehrer im Zweifel töten würde und so musste ich ihm l versprechen nach Möglichkeit alle am Leben zulassen. Gegen ein bisschen fließendes Blut hatte er allerdings nichts einzuwenden. Daraufhin hatte ich mit den Schultern gezuckt und beließ es dabei.
Was genau ich machen würde, wurde mir zum Glück selbst überlassen. Ich machte mir keinen Plan dafür, lieber wollte ich etwas improvisieren. Über den Mackenlöschenden Lehrer machte ich mir allerdings sehr wohl Gedanken. Er musste ein mächtiger Gegner sein und laut Dabi handelte es sich dabei ebenfalls um einen Profihelden.

Dieser fixierte seine Gegner laut Dabi mit Bandagen oder ähnlichen und beraubte sie dann ihrer Macken. Vielleicht musste ich mich diesem Helden also doch nur mit dem Messer gegenüberstellen. Tomura nannte uns noch die Namen einiger Schüler vor allem den stärkeren unter ihnen und natürlich von dem Jungen auf den Tomura es abgesehen hatte. Die wenigsten hinterließen bei mir einen bleibenden eindruckt aber zwei Namen schrieb ich mir auf für den Fall, dass ich sie brauchen würde genau wie den Namen des Lehrers. Shota Aizawa. Irgendwie kam mir der Name bekannt vor leider konnte ich mich nicht daran erinnern wo ich ihn schonmal gehört hatte. Und den eines anderen Schülers: Todoroki. Auch bei diesem klingelte etwas in meinem Kopf, doch auch hier war ich mir unsicher woher.

Dem Rest der Besprechung hatte ich nur noch notdürftig gelauscht. Alles was mich nicht betraf hatte ich bereits wieder vergessen. Nur dass wir alle per Funk in Kontakt blieben und uns Kurogiri an den entsprechenden Positionen abholten würde, wenn alles erledigt war behielt ich. Ich freute mich schon richtig darauf mich endlich beweisen zu können.
Die beiden Tage vor dem Angriff war ich dementsprechend aufgeregt und machte bis auf Toga alle um mich herum verrückt. Aber ich konnte nicht anders, voller Vorfreude hüpfte ich durch das Haus und hatte mich selten auf die Aufträge konzentriert.

Dabi und Tomura ging es spürbar auf die Nerven, denn die beiden hatten sich die Abende immer etwas  von Toga und mir distanziert. Nur Twice blieb stur bei uns während wir über nichts anderes mehr reden konnten.

„Oh Meg ich freu mich soo. Endlich passiert mal wieder was spannendes.“ Toga klang genau so aufgeregt wie die ganzen letzten Tage. Sie hatte noch bessere Laune als sonst und steckte mich jedesmal aufs neue damit an. Während die anderen von der blonden genervt waren erfreute ich mich an ihrer Vorfreude. In den letzten Tagen hatte ich so viel Freude empfunden wie schon lange nicht mehr und ich wünschte es könnte für immer so bleiben.
„Und ich mich erst. Ich hoffe wenn ich zur Schule gehe kommt Endeavor auch. Ich will ihn fertig machen dann hab ich keinen blöden Helden mehr in meinem Nacken sitzen.“

Bei meinen Worten machte Toga große Augen. Das funkeln in ihren Augen verriet mir aber dass sie ihn eben so Tod sehen wollte sie ich. „Mach mal halblang. Endeavor ist Profiheld Nummer eins und du meinst du könntest ihn einfach so umlegen? Lächerlich!“ schallte Dabis Stimme von der Theke. Ich sah zu ihm, er hatte die Arme auf die Theke gestützt und schwank in der rechten Hand sein Whiskyglas. Seine türkisen Augen waren ebenfalls auf die Theke gerichtet. „Lass sie es doch versuchen du Miesepeter. Vielleicht ist sie ja stark genug.“ Meldete sich Toga. „Er hat Recht Toga. Es ich könnte es nicht schaffen aber versuchen kann ich es doch. Oder Dabi?“ Sagte ich mit etwas zu hoffnungsvoller Stimme in Richtung des schwarzhaarigen.

„Tu was du nicht lassen kannst aber komm danach nicht heulend zu mir!“ Seine Stimme klang hohl. So als ob da noch etwas im Busch war. Ich konnte mir nicht Vorstellen, dass er sich um mich sorgte. „Tu ich nicht keine Sorge das wird nicht passieren. Dabi nickte nur als Antwort und beendete damit das Gespräch.

„Ach Meg bevor ich es vergesse. Ich war mit Twice einkaufen und habe dir was mitgebracht. Ein Geschenk!“ Verwirrt sah ich zu Toga die aufgesprungen war und in die Küche hüpfte. „Ein Geschenk? Für mich?“
„Klar für dich. Für wen denn sonst. Hier pack es aus.“ Sie kehrte mit einer Tüte zurück die sie mir auf den Schoß warf und sich wieder neben Twice niederließ. Ich begutachtete die Tasche und spürte einige Erwartungsvolle Blicke auf mir. Nicht zuletzt der von Tomura der sich bisher aus fast allen Unterhaltungen rausgehalten hatte.

Vorsichtig öffnete ich die Tasche und etwas rotes kam mir entgegen. Blutrot. Ich streckte eine Hand dem roten etwas entgegen und spürte den seidigen Stoff unter meinen Fingern und zog daran. Zum Vorschein kam ein blutrotes knappes Top mit Spaghettiträgern. Es war unheimlich schön. Schlicht geschnitten aber die Farbe war Atemberaubend. Meine Augen weiteten sich und schaute zu Toga, deren Augen ebenfalls funkelten.

„Toga. Das ist wunderschön.“ hauchte ich, denn mehr konnte ich in dem Moment nicht sagen. Ich hatte nie so ein wunderschönes Geschenk bekommen. Und das von einer Person die ich erst wenige Wochen kannte. Ich sprang auf und umarmte die blonde. „Na los probier es an. Ich hoffe es passt.“ rief sie. Ich nickte und zog mir mein Shirt über den Kopf und ließ es zu Boden fallen. Irritiert hob ich den Kopf als ich Tomuras stöhnen hörte und sah ihn fragend an. Seine roten Augen sahen mich leicht genervt an.

„Was ist?“ fragte ich während ich das neue Top überzog. Und selbst merkte was Sache war. Ich hatte vergessen einen BH anzuziehen weshalb ich kurz zuvor oben ohne vor allen gestanden hatte. „Haben wir es gemerkt Madame? Du hast nichts drunter.“ Sagte er und ich spürte die leichte Hitze in meinen Wangen. Verlegen schaute ich zu den anderen und kratzte mir den Nacken. Zu meinem Glück sagte niemand etwas dazu.

„Das sieht super aus Meg. Ich wusste das ist genau deine Farbe.“ Die blonde klatschte in die Hände und schien beinahe Freudensprünge zu machen. Ich dagegen lächelte sie nur an und bedankte mich bei ihr, denn das Top war wirklich schön. Blutfarben und mit Kupferfarbenen Fäden dazwischen, so dass es bei jeder Bewegung wie flüssiges Blut reflektierte. „Das werde ich aufjedenfall beim Überfall anziehen. Dann wissen die Helden bescheid dass ich keine Angst vor Blutvergießen habe.“ rief ich Selbstsicher und setzte mich ebenfalls wieder an den Tisch.

„Du sollst nicht unnötig Blutvergießen! Das Thema hatten wir doch schon.“ murrte Dabi. „Ihr habt gesagt ich soll niemanden umbringen aber gegen ein bisschen Blut hattet ihr nichts“ jammerte ich. „Meine Güte du bist ja schlimmer als Toga was die Sache mit dem Blut angeht. Hab dich mal etwas mehr unter Kontrolle, Mädel.“
„Ist ja gut. Ich werde versuchen mich zu benehmen okay?“
Dabi nickte nur, stand auf und verabschiedete sich. Alle sahen ihm nach als er die Bar verließ. Normalerweise war er einer der letzten und nicht der erste der ging. Auch Tomura hatte sich erhoben und machte anstalten zu gehen. Fragend sah er zu mir und ich verstand.

„Bis morgen Leute.“ Verabschiedete ich mich von Toga und Twice und ging zu Tomura hinüber. Gemeinsam verließen sie die Bar und stiegen die wenigen Treppen nach oben und verschwanden in seinem Zimmer.

„Sag mal Tomura? Warum hat Dabi so komisch reagiert als ich Endeavor erwähnte?“ Er hatte grade erst die Tür hinter uns geschlossen als die Frage aus mir heraus platzte, doch er schien sie erwartet zu haben.

„Ich weiß es auch nicht genau. Er hat nie darüber gesprochen warum er ihn derart hasst. Aber eins weiß ich, der Hass dem Helden gegenüber ist groß und sitz sehr tief.“

„Verstehe. Dann gebe ich mir Mühe ihn nicht zu töten damit Dabi das irgendwann erledigen kann.“

Der blauhaarige nickte und kam auf mich zu. Er legte die Arme um mich und zog mich eine feste Umarmung auf die auch gleich ein Kuss folgte.


„Lass uns schlafen gegen“ hauchte er an mein Ohr.

„Schlafen oder schlafen?“ säuselt ich als er den Kuss erneut unterbracht. Verschmitzt grinste er mich an und ich wusste sofort was er meinte und presste meine Lippen wieder auf seine.
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