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Eine glückliche Familie (Fortsetzung zur Weihnachtsstory 2021)

von Lady0409
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie / P12 / Gen
Dr. Sabine Petersen Jens Blank OC (Own Character)
02.03.2022
03.02.2023
65
113.774
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24.01.2023 1.710
 
Fortsetzung - Kapitel 62:
Lenas Traumberuf - Teil 1

15. Januar 2013
Eineinhalb Tage lang hatte Finja Marie plötzlich mit immer höherem Fieber zu kämpfen und alle um sie herum machten sich große Sorgen um das Mädchen.
Insbesondere Jens, der zwischen Maleas und Finjas Krankenbett nervös hin und hersprang und seine schwangere Tochter Malea an diesem Morgen zum Ultraschall begleitet und seinen Enkelsohn zum ersten Mal gesehen hatte, hatte Sabine die kleine Lena, die inzwischen endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurden war, gegen Mittag aus dem Kindergarten abgeholt und mit dem Kind einen kleinen Ausflug auf den Spielplatz unternommen, um sie von der Sorge um Stella und um Finja ein wenig abzulenken.
Lange jedoch hatte die Zweieinhalbjährigen keine allzu große Lust auf den Spielplatz und schon nach eineinhalb Stunden saß das zweieinhalbjährige Mädchen auf dem Rand des Sandkastens und weinte.

„Lena? Lena, Du kleine Prinzessin, was ist denn jetzt plötzlich… was ist denn jetzt plötzlich mit Dir los? Was hast Du denn jetzt plötzlich? Warum weinst Du denn so sehr?“, erkundigte sich die erfahrene Notärztin Sabine bei der weinend auf dem Sandkastenrand sitzenden Kleinen und Lena antwortete mit verheulter Stimme: „Stella… Finja.“
Wimmernd sah das kleine Mädchen die erfahrene Notärztin an, als Sabine das Kind auf den Arm nahm und erklärte: „Du… Du brauchst doch nicht zu weinen, Lena. Ich bin mir sicher, dass Deine große Schwester Finja Marie und… und natürlich auch die liebe Stella bald wieder aus dem Krankenhaus raus kommen dürfen. Es muss Finja nur noch ein bisschen besser gehen, weißt Du? Das schlimme Fieber von Deiner großen Schwester macht sie immer noch sehr schwach und deswegen muss sie im Krankenhaus bleiben. Aber ich bin mir sicher, dass Deine große Schwester bald wieder auf den Beinen ist und wieder nach Hause kommen darf."

„Stella?", fragte das Mädchen nun auch noch nach ihrer Zwillingsschwester und Sabine, die genau wusste, was mit Stella nicht in Ordnung war, atmete tief durch und strich Lena sanft über den Rücken, bevor sie sagte: „Bei Stella ist… Bei Stella ist das ehrlich gesagt im Moment alles ein kleines bisschen schwieriger, als bei Deiner großen Schwester. Ihr geht es noch nicht so gut, dass sie wieder aufwacht. Sie ist noch sehr müde und schläft. Aber die Tante Ina macht Deine Schwester auch wieder gesund; genauso, wie Dein Onkel Kai die liebe Finja Marie wieder gesund macht."

„Finni heiß…", wusste Lena sofort und deutete auf ihre geliebte Plüschgiraffe, die sie zu ihrem ersten Geburtstag von ihrer großen Schwester geschenkt bekommen hatte und seitdem immer bei sich trug, wenn Finja nicht bei ihr sein konnte.
„Ja, mein kleines Mäuschen. Deine große Schwester Finja ist leider immer noch sehr heiß. Aber ich bin mir sicher, dass der Papi von Deiner großen Schwester ganz besonders gut auf Finja aufpassen wird, bis sie wieder ganz gesund ist und wir sie nach Hause holen können. … Aber jetzt fahre ich erst einmal mit Dir zurück nach Hause und bringe Dich in Dein Bett. Du bist wohl auch schon ganz müde. … Und dann… Und dann schaue ich mal, wann wir das erste Mal zu Deinem neuen Bello dürfen. Du willst den kleinen Bello doch bestimmt ganz ganz schnell kennen lernen können, oder?“

Zum Trost strich Sabine dem Kind mit dem Daumen über die Augen und sprach mit einer sanften Stimme auf die Zweieinhalbjährige, die sich an die Brust der erfahrenen Notärztin kuschelte, ein.

„Und deswegen brauchst Du doch jetzt wirklich auch gar nicht mehr so sehr zu weinen, Lena. Wir fahren jetzt gleich wieder nach Hause zu Deinem Papa und der Oma von Deiner großen Schwester. Und während Du Dich von dem Tag im Kindergarten ausruhst, rufe ich einmal bei der Züchterin an, wo der Bello, den Deine Mama und Dein Papa Euch zu Weihnachten schenken will. Vielleicht können wir ja schon bald den kleinen Babyhund besuchen fahren.“, sprach die erfahrene Notärztin liebevoll auf das Kind ein und Lena kuschelte sich noch einmal weinend an Sabine, als die Medizinerin fragte: „Soll ich Dich jetzt wieder zu Deinem Papa nach Hause bringen? Dann können wir beide zusammen noch ein bisschen spielen.“

Lena allerdings schüttelte den Kopf, als sie sich noch einmal winselnd an die Stiefmutter ihrer großen Schwester kuschelte und Sabine das Mädchen auf den Arm nahm.
„Ich… Ich bringe Dich jetzt erst einmal nach Hause. Dort wartet auch schon die Omi von Deiner großen Schwester. Sie freut sich doch auch schon auf Dich.“, versuchte die erfahrene Ärztin das kleine Mädchen zu beruhigen und setzte die zweieinhalbjährige Lena, die etwas kleiner und leichter war, als ihre Altersgenossen vorsichtig in den Buggy, den Sabine zum Abholen des Mädchens mitgenommen hatte.
„Wir gehen jetzt wieder zu Dir nach Hause… Du bist wohl auch schon ein bisschen müde geworden; kein Wunder, dass Du da jetzt anfängst, so sehr zu weinen.“, wusste die erfahrene Ärztin und gurtete Lena vorsichtig in ihrem Buggy an.


Schon eine halbe Stunde später kam Sabine mit dem inzwischen eingeschlafenen Mädchen an dem großen Wohnhaus, in dem sich die Maisonettewohnung von Barbara und ihrem Lebensgefährten Lucas befand, an und hob die Zweieinhalbjährige aus dem Buggy.
„Lena… Lena, wir sind jetzt wieder Zuhause. Jetzt bringe ich Dich erst einmal wieder hoch in die Wohnung, damit Du in Deinem Bettchen schlafen kannst. Oben in der Wohnung wartet auch schon die liebe Omi von Finja Marie auf Dich. Sie hat extra Dein Lieblingsessen für Dich gekocht, damit Du heute Abend noch etwas essen kannst. Deine Erzieherin hat mir erzählt, dass Du heute Mittag keinen Hunger hattest. Aber Zuhause hast Du heute Abend bestimmt Hunger.“, sprach Sabine liebevoll auf die kleine Lena ein und trug das schlafende Mädchen vorsichtig in die Wohnung von Jens’ Ex-Frau, in der nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Schwiegermutter Hilde untergekommen war.

„Oh… Wen bringst Du denn jetzt schon nach Hause? Sie sollte doch bis heute Nachmittag im Kindergarten bleiben.“, erkannte Hilde und streichelte dem kleinen Mädchen sanft über den Kopf, als Sabine leise flüsternd erwiderte: „Es ist… Die Kindergärtnerin hat den Vater der Kleinen vorhin angerufen, dass es Lena im Moment anscheinend nicht allzu gut geht. Sie hat heute Mittag überhaupt nichts essen wollen und dann ging es ihr auch nicht allzu gut; zumindest meinte das die Erzieherin der Kleinen. Deswegen sollte Lena heute früher aus der Kita abgeholt werden. … Wo ist denn jetzt eigentlich der Vater der Kleinen? Er wollte nach Hause fahren.“

„Er ist noch nicht hier aufgetaucht… Ich dachte auch, dass er jetzt hier nach Hause fahren wollte.“, erkannte Sabine, als das kleine Mädchen auf ihrem Arm wieder wach wurde und sich die Augen rieb.
„Ma… Mama…“, flüsterte die Zweieinhalbjährige, als sie erschrocken um sich schaute und ihren Vater zu suchen begann. „Papa… Wo Papa? Mamaaa! Papaaa!“
Nervös schaute sich das kleine Mädchen in der Wohnung ihrer Eltern um und suchte nach ihrem Vater, als Sabine das kleine Mädchen auf dem Boden absetzte und ihre Jacke auszog.

Sogleich nahm Lena die Stiefmutter von Finja Marie an die Hand und wollte mit der erfahrenen Notärztin in ihr Kinderzimmer gehen, um ihr etwas zu zeigen.

„Guck… Guck mal…“, deutete Lena, als sie mit Sabine gemeinsam in ihrem Kinderzimmer war, auf ihre Spielecke und zeigte der Ärztin ihre eigene Puppenklinik.

„Oh… Was hast Du denn da, Lena? Deine Puppenklinik? Du willst wohl später auch mal Ärztin werden, hm?“, wollte Sabine von dem zweieinhalbjährigen Mädchen wissen und sogleich nickte das Kind, als sie auf die Ärztin deutete und ihre geliebte Babypuppe, die sie zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte und die den ganzen Tag über im Puppenbett bei Lena zu Hause gelegen hatte, auf den Arm nahm.
„Möchtest Du jetzt Puppendoktor spielen? Ist Dein kleines Baby krank geworden und Du musst das Kleine jetzt untersuchen?“, erkundigte sich Sabine bei der Zweieinhalbjährigen und Lena nickte aufgeregt, als sie sich ihr Puppendoktorset schnappte und es Sabine in die Hand drückte.

„Soll ich Dein kleines Baby etwa jetzt untersuchen, Lena? Ist das arme, kleine Mauslein krank?", fragte Sabine das Kind und die zweieinhalb Jahre alte Lena nickte aufgeregt, als sie auf Sabine zeigte und müde gähnend „Mamiiii Dokti" rief.
„Ich bin Deine Mami, Lena? Oder ist das kleine Baby mein kleines Mädchen?", wollte die Ärztin die Geschichte von Lena erfahren und die Zweijährige streckte ihre Arme nach der Ärztin aus, wobei Sabine erkannte, dass dieser Ausbruch nicht zum Spiel gehörte und die Zweijährige wohl einfach nur erschöpft und müde war.
„Mamaaa! Mamaa!", weinte Lena und Sabine hob das müde gähnende Kind noch einmal auf ihren Arm.

„Es ist doch schon bald wieder alles gut, Lena. Du musst doch jetzt nicht so schlimm weinen, mein kleiner Schatz. Ich werde mich darum kümmern, dass Deine große Schwester hoffentlich schon bald wieder nach Hause kommen kann. Und dann wird alles wieder in Ordnung kommen.", sprach Sabine liebevoll auf die Zweijährige ein und seufzte: „Soll ich Dich jetzt in Dein Bettchen bringen? Du bist doch bestimmt ganz schön müde und erschöpft von dem ganzen Stress in den letzten Tagen."

Lena allerdings schüttelte den Kopf und sah zu der Großmutter ihrer großen Schwester, die dem Mädchen ein Stück Schokolade anbot.
„Das trocknet Deine Tränen bestimmt ganz ganz schnell, Maus. Bei Deiner großen Schwester hatte es zumindest immer gut geholfen, wenn die Tränen gekullert sind und wir der Großen einfach ein Stück Schokolade angeboten haben. Oder eine Tasse Kakao. Das hat unserer armen Finja Marie zum Glück immer geholfen.", erinnerte sich Hilde an die Kindheit ihrer großen Enkeltochter Finja Marie und sie lächelte, als die zweieinhalbjähriige Lena die Schokolade etwas skeptisch betrachtete und sich das Stück dann mit einem freudigen Quietschen in den Mund steckte.
„Bestimmt hätte Finja Marie bei der Geburt von ihrem kleinen Finn auch ein paar Stücke Schokolade gebraucht. Zum Trost. Eine Geburt ist schließlich auch nicht das einfachste Unterfangen."

„Ich weiß das…", seufzte Sabine und blickte kurz aus dem Fenster in die dichten Wolken. „Die Geburt von Luca war auch nicht die Einfachste. Obwohl der kleine Mann auch ein paar Wochen zu früh auf die Welt kam und demnach auch ein paar Zentimeter kleiner und ein paar Gramm leichter war, als Finjas Sohn."
Die Erinnerungen an ihren kleinen Sohn machten Sabine schwer zu schaffen; traurig atmete die Ärztin tief durch und setzte sich mit Lena auf dem Schoß in einen bequemen Sessel.
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