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Troubadix - Mehr als tausend Worte

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Troubadix
22.02.2022
03.03.2022
4
2.798
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22.02.2022 871
 
Anmerkung der Autorin:
Sobald es etwas Neues gibt, werde ich ein neues Kapitel veröffentlichen.
Ist die Story beendet werde ich es aber (wie bei meiner anderen Asterix-Fanfiktion in ein Kapitel packen.
Nun aber: Viel Spaß beim lesen!

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Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt...
Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Und das nicht nur mit großem Erfolgt sondern auch mit noch größerem Vergnügen...

Unsere Geschichte beginnt, wie schon so viele vor ihr, in dem kleinen, uns wohl bekannten Gallischen Dorf. Doch diesmal nicht in der milden Frühlingsluft, oder der heißen Sommerzeit, sondern im tiefsten Winter. Der Schnee liegt Meterhoch und ein eisiger Wind peitscht vom Meer her über das Land. Und auch wenn unsere Gallier so einiges aushalten, ist doch froh, wer in dieser Kälte nicht vor die Tür muss.

Automatix, der Schmied, stört sich nicht im Geringsten an der Kälte. Nicht nur, weil er ein hartgesottener Kerl ist, die Hitze seines Schmiedefeuers lässt ihm auch gar keinen Raum zum frieren. Er steht schon seit den frühen Morgenstunden an Esse und Amboss, um Werkzeuge zu reparieren, Nägel zu schmieden und allerlei Metallenes Herzustellen, das die Dorfbewohner bei ihm bestellt haben. Gerade hämmert er pfeifend ein Stück glühendes Metall in Form, als eine Gestalt an seiner Schmiede vorbeistapft. Überrascht sieht der Schmied auf und ist umso überraschter, als er erkennt, wer sich da durch den Schnee kämpft.
„Nanu, Troubadix, wo willst du denn drauf los? Du willst bei der Kälte doch nicht im Wald singen, oder?“
Der angesprochene, ein schlaksiger, blonder Mann, blieb stehen und zog seinen roten Umhang enger um seine Schultern. Es ist der Barde des Dorfes, berüchtigt durch sein „musikalisches Talent“, doch im Dorf sehr beliebt, wenn er gerade nicht singt. Genau aus diesem Grund zog es ihn des Öfteren in den Wald, wo er in aller Ruhe und nach Herzenslust musizieren konnte.
„I-wo, ich wollte am Waldrand ein wenig Feuerholz sammeln. Meine Vorräte gehen zur Neige und wer weiß, wie lange der Winter noch anhält.“
Erst jetzt bemerkte Automatix den großen Korb, den Troubadix bei sich trägt. Und das der Blondschopf, trotz dicker Kleidung und Schal, vor Kälte zitterte.
„Hm, ja, Feuerholz ist wirklich knapp. Aber sei vorsichtig im Wald, die Bäume sind voller Schnee. Nicht das du noch verschüttet wirst, ich habe bei dem Wetter nämlich keine Lust, dich irgendwo ausbuddeln zu müssen!“
Troubadix schüttelt den Kopf ob dieser Aussage des Schmiedes. Die Worte waren harsch gesprochen, aber der Barde wusste genau, wie sie gemeint waren. Automatix war oft bärbeißerisch und mitunter grob, aber er war ein herzensguter Kerl, der sich um seine Freunde kümmerte und half wo er konnte. Troubadix lächelt ob der Besorgnis des Schmiedes und meint wegwerfend: „Keine Sorge, ich gehe nur bis zum Waldrand, es wird mir schon nichts geschehen.“
Damit stapft er weiter, grüßt im Vorbeigehen die Wache am Tor und kämpft sich über die Ebene vor dem Dorf, bis hin zum nahen Wald. Doch schon nach kurzer Zeit muss er feststellen, dass er dort nicht fündig wird.
„Dann werde ich wohl doch tiefer in den Wald gehen müssen…“
Troubadix schaut nach oben, wo die kahlen Äste der Bäume sich unter dem Gewicht des Schnees schon biegen, dann betritt er den Wald, welcher sich still und dunkel vor ihm ausbreitet. Nur das Rauschen des Windes, das Knacken der Äste und die Schritte des Barden im Schnee sind zu hören. Troubadix lässt den Blick über den verschneiten Boden gleiten, hier und da schiebt er den Schnee mit dem Fuß zur Seite, doch es war kein passendes Feuerholz zu finden. Wahrscheinlich hatten die übrigen Dorfbewohner hier am Waldrand schon alles Brauchbare aufgeklaubt. Denn es stimmte, Feuerholz war rar und der Winter war härter und länger als die Jahre zuvor. Troubadix setzt seinen Weg fort, immer weiter ins Dickicht hinein, während der Wind immer böiger und stärker wird.

Wie lange er schon unterwegs war, wusste er nicht, aber sein Korb war voll und er selbst zittert wie Espenlaub. Seine Finger waren schon starr vor Kälte und so macht er sich auf den Weg zurück ins Dorf. Es hatte inzwischen wieder angefangen zu schneien und der Wind war so stark geworden, das Troubadix richtig dagegen ankämpfen musste. Der Schnee weht ihm ins Gesicht und er sieht die Hand vor Augen kaum, als er plötzlich über einen Ast stolpert und bäuchlings im Schnee landet. Vor sich hin fluchend will er sich gerade wieder aufraffen, als er ein lautes knacken und krachen hört. Er sieht sich  erschrocken um, doch noch ehe er wirklich begreift was geschieht, schlägt ein Baum, von Wind und Schnee zu Fall gebracht, durch das Geäst der anderen Bäume. Troubadix versucht panisch auf die Beine zu kommen, doch er schafft nur einen kurzen Satz nach vorne, als der Baum krachend auf ihn niederstürzt.
 
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