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I Love you

von Karma121
Kurzbeschreibung
OneshotRomance, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Carlos Harry Hook
20.02.2022
20.02.2022
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5.620
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One-Shot -  I Love You

„Hey, Leute.“ Ich hielt die anderen kurz auf. „Ich muss noch etwas erledigen, schafft ihr es alleine bis zu Mal? Keine Sorge, bin bald wieder da. Wartet einfach beim Versteck auf mich.“ Verwirrt wurde ich von den Dreien angeguckt. „Aber Carlos.“ „Gut, dann bis später.“ Jeglicher Widerspruch von meinen Freunden ignorierend, ging ich los. Das was ich vor hatte ging keinen von denen was an, war aber zu wichtig um es aufzuschieben.
Ich ging die Straße zu den Docks entlang. Ich war sowohl nervös, als auch freudig aufgeregt. Hatte aber gleichzeitig Angst. Wie würde er reagieren? War er überhaupt da? Ist ja nicht so als würde er wissen das ich wieder auf der Insel bin. Und trotzdem musste ich hin. An unseren Ort. Die Gewissheit haben ob er noch an uns dachte oder nicht. Ich kletterte auf das schiefe Dach und ging mit leisen Schritten zu den oberen Teil und durch das Fenster. Das war er. Unser Ort. Hier hatte ich so viel Zeit verbrachte. Wenn ich nicht gerade von meiner Mutter verprügelt und Gedemütigt wurde oder mit der Gang abgehangen habe. Hier war ich sicher gewesen. Denn er war da gewesen.
„Na sie mal einer an, wer hier aufgetaucht ist.“ Da saß er. In der Ecke, mit seinen Hacken. Mein Atem stockte. Er richtete seinen Hacken mit einem finsteren Blick auf mich. Er war bestimmt immer noch wütend. „Harry“, sagte ich und machte ein Schritt auf ihn zu. „Was? Was kleiner Welpe? Willst du dich entschuldigen? Dafür das du mich hier zurück gelassen und keinen weiteren Gedanken an mich verschwendet hast?“ Ja, er war noch wütend. Ich schluckte den Kloß in meinen Hals herunter und nickte. „Ja. Ich weiß. Keine Entschuldigung der Welt würde gut machen was ich gemacht habe. Aber es hat sich für mich nichts geändert.“ Harry stand auf, kam direkt auf mich zu und umrundete mich einmal. „Nichts?“ flüsterte er an meinen Ohr und ich bekam eine Gänsehaut. Meine braunen Augen sahen in seine hellen blauen. Sie wurden durch die schwarze Umrandung nur noch mehr untermauert. Seine wunderschönen Augen. „Wie sicher bist du dir dabei?“ „Ganz sicher.“ Er blickte mich weiterhin an. Doch nicht mehr wütend, eher neutral. Besser als wütend jedenfalls. „Würdest du hier bleiben?“ Mein Magen zog sich bei dieser Frage zusammen. Hier bleiben? Harry drehte sich um, als ich nicht sofort antwortete. „Dachte ich es mir doch.“ Seinen Hacken legte er auf den Tisch ab, neben der er bis gerade gesessen hatte. Ich streckte meine Hand nach ihm aus, als er sich seine Jacke und sein weißes zerrissenes Hemd auszog. Ich konnte seinen breiten Rücken betrachten, mit den ausgeprägten Muskeln und wusste seine Brust sah ebenfalls so aus.
Harry drehte sich zu mir um. „Was denn? Guckst mich mit diesen Welpenblick an, dabei bist du doch deswegen gekommen.“ Ich schüttelte leicht mit dem Kopf. Ich wollte mit ihm reden. Über alles was passiert war. Wollte ihn sehen. Vielleicht auch berühren. Ich wollte ihn einfach nicht mehr vermissen. Ich konnte seinen stechenden Blick nicht mehr aushalten und sah weg. „Ich habe dich vermisst“, gestand ich dann flüsternd. Tränen sammelten sich in meinen Augenwinkeln. Verdammt ich kann jetzt doch nicht losheulen. Ich hatte nicht das Recht dazu. Harry griff nach meinen Arm. Vorsichtig. Sanft. Wie früher. Dann legten sich seine Finger unter mein Kinn, sodass ich ihm ins Gesicht blicken musste. „Welpe…“ Die Hand an meinen Kinn wanderte zu meiner linken Wange und wischte meine Tränen weg. „Ich habe dich einfach so sehr vermisst. Ich konnte nicht bei dir bleiben. Meine Mutter hat mich gezwungen und hätte ich nicht gehorcht, hätte sie mich sicher umgebracht. Aber ich habe dich gebraucht. Jeden verdammten Tag. Das Leben dort ist nicht halb so toll, wenn es ohne dich ist. Ich habe versucht mich abzulenken. Aber du hast mir zu sehr gefehlt.“ Seine harte Miene wurde weich. Sein Blick liebevoll. Das war MEIN Harry. Der Harry der sich um meine Wunden gekümmert hat. Der mir gezeigt hat, dass ich einen Wert habe. „Du mir auch.“ Der Pirat zog mich in eine feste Umarmung und ich klammerte mich einfach an ihn, spürte jeden einzelnen Muskel. Es war so wie damals, als wir beide uns das erste Mal sahen. Noch vor der Sachen mit Mal und den anderen.

Keuchend lehnte ich mich an die dreckige Mülltonne. Sie durften mich hier nicht finden, sonst wäre ich erledigt. Sie würden mich zurück zu meiner Mutter schleifen. Zurück in die Hölle der ich so eben entkommen war. Regen prallte unaufhörlich auf mich nieder und durchnässte das dünne Shirt was ich trug. Mein ganzer Körper brannte und am liebsten würde ich hier einfach nur einschlafen. Aber dann hätte ich gleich zurück zu meiner Mutter gehen können. Käme auf das selbe hinaus.
Ich weiß nicht wie lange ich da hockte und bettete das mich niemand fand, aber irgendwann konnte ich nicht mehr. Ich spürte meinen Körper kaum noch, musste mich aber irgendwo unterbringen, sonst würde ich einfach drauf gehen. Ein freudloses Lachen entglitt mir. „Besser als bei meiner Mutter zu sterben“, murmelte ich und versuchte aufzustehen. „Willst du das denn?“ Erschrocken sah ich hinter mich und verzog sogleich vor Schmerzen das Gesicht. Ich kannte den Jungen. Harry Hook, Sohn von Kapitän Hook. Immer noch fragend sah er mich an, wobei es viel genervter aussah als vor einigen Sekunden noch. Als Antwort schüttelte ich mit dem Kopf. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht“, gestand ich dann. Hook verschränkte die Arme vor seiner Brust. Der Regen prasselte immer noch auf uns nieder. Kälte umfing meinen Körper und zog mich in eine tiefe Schwärze.

Warm, war das erste was ich dachte. Ich versuchte meine schweren Augenlider zu öffnen. Wo war ich? Das konnte unmöglich Hell Hall sein. Das war weder warm noch weich. Ich schaffte es endlich und sah sofort in ein verschmitztes Gesicht. Hook saß in der Ecke und schien darauf gewartet zu haben das ich aufwache. Mein Blick verschwamm und es fiel mir schwer ihn zu erkennen. Alles tat mir so doll weh. „Ich weiß nicht, ob ich alle Wunden erwischt habe. Du hast ganz schön viele. Aber die auf deinen Rücken habe ich versorgt.“ Irgendwo war ich ihm dankbar, aber dann auch wieder nicht. Denn das hieße, er hat all meine Narben gesehen die meinen Körper zierten. Er hat gesehen wie wenig ich wert war. „Danke“, flüsterte ich heiser. Mein Kopf dröhnte und ich schloss meine Augen. Ich fühlte mich so mies und mir war auf einmal wieder kalt. Ich begann zu zittern. Sowohl vor Kälte, als auch wegen den Sachen die heute passiert waren und die nun zu mir durchdrangen. „Hey.“ Ich spürte seine warme Hand auf meinen Arm. „Was ist?“ Meine Augen öffneten sich und ich sah wie er besorgt über mich gebeugt war. „Du hättest mir nicht helfen brauchen.“ Seine Stirn legte sich in Falten. „Und dich einfach sterben lassen?“ Ich nickte. Alles war besser als dieses Leben. Ich hatte keinen wert. „Daraus wird nichts mehr kleiner Welpe. Bist jetzt mein Eigentum. Dein Leben gehört mir.“ Wie bei meiner Mutter, dachte ich bitter. „Also ruh dich jetzt aus. Der Regen hat dir ganz schön zugesetzt. Sag wenn du was brauchst.“ Warum war er so nett? War ich nicht sein Eigentum? Könnte es ihm nicht egal sein.
„Mir ist so kalt.“ Die Decke unter der ich lag, wurde angehoben und ein warmer Körper legte sich zu meinen. Seine Arme umfassten meine Hüfte und zogen mich fest an ihn. Ich war so klein und schmal im Gegensatz zu ihm. „Jetzt schlaf, kleiner Welpe.“ Ich schloss wieder die Augen und fiel wirklich in einen unruhigen Schlaf.
Als ich erneut erwachte sah Hook mich mit großen Augen an. Seine eine Hand legte er auf meine Wange. „Endlich bist du wach.“ Ich sah ihn verwirrt an. Sollte ich jetzt gehen? Dabei fühlte ich mich immer noch nicht danach überhaupt einen Muskel zu benutzen. Doch natürlich wollte er das ich verschwand, als startete ich einen Versuch Aufzustehen. „Was machst du da!“ wurde ich wütend angefaucht und wieder zurück in seine Arme gezogen. Verwirrt blickte ich ihn an. Er hatte helle blaue Augen, fiel mir auf. „W-wolltest du n-nicht das ich gehe?“ Ich hatte Angst, war unsicher was passieren würde. Er schnippte mir auf die Nase. „Du hattest einen Alptraum. Wollte nur das du aufwachst.“ Ich nickte. Daran war ich gewöhnt. Ich träumte immer zu von meiner Mutter, als würde mein Leben nicht schon genug einem Alptraum gleichen. Doch die Arme hier fühlten sich sicher an.


Ich war damals erkältet gewesen, aber Harry hatte sich um mich gekümmert. Drei Tage lang war ich hier gewesen und in seinen Armen gewesen. Irgendwann nicht einmal mehr weil mir kalt war, sondern weil ich von den Alpträumen geplagt wurde. Als ich wieder zuhause bei meiner Mutter war, wurde ich fast einen Monat weggesperrt und es hatte gedauert bis ich den Piraten wiedergesehen hatte.

Hart landete ich gegen die Wand und keuchte auf. Der Mann war deutlich größer als ich und war nicht hier nur um mich zu verprügeln. Angst lähmte meinen Körper und Tränen sammelten sich in meinen Augen. Da durfte ich endlich wieder raus und kam sofort in so eine Situation. Ich konnte mich nicht einmal wehren, weil ich so schwach war. Ich hatte nur wegrennen können, doch er hatte mich eingeholt. Seine rauen Hände packten meine Arme. „Schrei und du bist Tod. Nicht das dir wirklich jemand helfen würde.“ Das stimmt. Kein Erwachsener interessierte sich für uns Kindern, außer solche wie er.
Er hielt beide meine Arme mit einer Hand fest, um mit der anderen meinen Körper zu berühren. Ich fühlte mich dreckig. So dreckig und wertlos. Ich kniff meine Augen zusammen und weinte stumme Tränen. Seine Berührungen lösten einen Brechreiz in mir aus. Plötzlich löste sich der schraubstockartige Griff um meine Handgelenke und ich sah erschrocken nach oben. Harry stand da mit einen Metallrohr. Sein Blick mörderisch auf den bewusstlosen Mann gerichtet. Er hatte mich gerettet. Erneut. Nun konnte ich ihm nichts mehr als Gegenleistung bieten. Denn ich gehörte bereits ihm. Ich konnte meine Schuld nie begleichen. Dann glitten seine blauen Augen zu mir. Er war wütend, doch es war nicht die Wut die ich sonst immer bei meiner Mutter sah. Harry griff nach meiner Hand und zog mich hinter sich her. Ich wehrte mich nicht. Ich hatte weder das Recht dazu, noch wollte ich es.
Ich merkte an seinen Griff, dass seine Wut noch immer nicht verraucht war. Nicht einmal nachdem wir das Versteck von letztem Mal erreicht hatten. Ich machte mich innerlich bereit. „Sag mal spinnst du!“ Er drehte sich zu mir um. „Kannst du nicht auf dich selbst aufpassen?!“ Könnte ich das, hätte ich keine Probleme. Harry schnaufte laut, bevor er nach der Decke griff und sie mir um den Körper legte. Dann nahm er mich in den Arm. Es war so seltsam, dass ich nicht wusste wie ich darauf reagieren sollte. Eigentlich war er der erste der mich jemals in den Arm genommen hatte. „Pass gefälligst auf dich auf. Ich kann nicht immer da sein.“ Ich nickte. „Entschuldige.“


Ich sah nach oben in das Gesicht was ich so vermisst hatte. Seine Augen waren noch immer wunderschön und ich versank in den Himmel aus puren blau. Harry beugte sich zu mir herunter und küsste mich. Fordernd. Sehnsüchtig. Viel zu lange war der letzte her gewesen. Genauso verlangend küsste ich ihn zurück, drängte mich ihm auf und vergrub meine Finger in seinem braunen Schopf. Das entlockte ihm nur ein Grinsen, während seine Hände in meiner Hose verschwanden und meinen Hintern massierten. Ich stöhnte laut und löste damit den Kuss. Sein Grinsen war so breit und löste ein angenehmes Kribbeln in meinen Bauch aus. Mein Herz raste und ich fühlte mich glücklich. Glücklich und vollkommen. Ich wollte ihn nicht wieder verlassen. Ich wollte bei ihm bleiben. So lange, bis er keine Lust mehr auf mich hatte. Solange bis Uma endlich merkte, was für einen wundervollen Menschen sie bereits an ihrer Seite hatte. Wobei ich mir auch wünsche das er für immer meine Gesellschaft suchen würde. Das er mich über alles andere stellen würde. Das würde nie passieren. Ein bitteres Lachen entkam mir bei den Gedanken, aber bevor er Fragen konnte, küsste ich ihn erneut, drückte meine Zunge zwischen seine Lippen und lud ihn auf einen Zungenkuss ein. Unsere Hände erkundeten den Körper des jeweils anderen. Suchten nach Veränderungen, die in dem halben Jahr entstanden sein könnten. Suchten nach bekannten Stellen. Seine Hände verursachten überall kleine Feuer auf meiner Haut. Ich wusste nicht wie ich das ohne ihn ausgehalten habe. Ich bin süchtig nach diesem Mann.
Meine Hand glitt in seine Unterhose und umfasste sein bestes Stück. Er stöhnte, warf seinen Kopf dabei in den Nacken und ließ mich Grinsen. Ich zog seine Hose mehr nach unten und kniete mich vor ihm, sah ihn nur an. Ihn und seinen Schwanz den ich in einer meiner Hände hielt. Harry blickte mich erwartungsvoll an, aus diesen himmelblauen Augen. Dann nahm ich ihn in den Mund. Zuerst nur die Spitze, aber es reichte, um das er mir einen kehliges Stöhnen schenkte. Meine Zunge spielte mit seiner Eichel, bevor ich ihn weiter in den Mund nahm. Seine Hand krallte sich in meinen Haaren fest, während ich ihn tief in mich aufnahm. Daraufhin setzte er ein Tempo an. So wie immer übernahm er in allem die Kontrolle. Mich störte es nicht. Eher machte mich die ganze Situation noch geiler. „Oh Gott! Welpe hab ich das vermisst.“ Seine Worte freuten mich. Mein Herz machte ein Freudensprung und ich strengte mich mehr an. Ich wollte das er kam. Und das tat er wenig später mit einem lauten Stöhnen dann auch.
Ich schluckte seinen Orgasmus runter und sah hinauf zu ihn. Einen ganzen Moment lang starrten sich braun und blau einfach nur an, bis er mich wieder packte und an sich zog. Die Umarmung sagte mehr als tausend Worte. Er wollte nicht das ich wieder ging. Er wollte das ich bei ihm bleibe. Auch wenn er es niemals zugeben würde. Lieber würde er sterben. Ich krallte mich ebenfalls an ihn, vergrub mein Gesicht an seiner Brust. Ich hatte diese Worte nie ausgesprochen. Wir beide nicht. Es war irgendwie ein unausgesprochenes Gesetz gewesen. Doch dieses Verlangen ihm diese drei Wörter zu sagen, wuchs ins unermessliche. „Harry“, begann ich und zog tief seinen Geruch in mich ein. Abhängig seiner Reaktion würde ich wohl entscheiden, ob ich hier blieb oder wieder nach Auradon ging. „Hm?“ Ich hob meinen Kopf. Er sah mich an, liebevoll. Mein Herz setzte einen Schlag aus. „Ich liebe dich.“ Alles war still. Ich konnte nur das Rauschen in meinen Ohren hören. Er war still. Sah mich einfach nur aus seinen blauen Augen an. Ich wusste es. Enttäuscht schluckte ich die Tränen herunter. Dafür hatte ich noch nachher Zeit. Ich schenkte ihm ein trauriges Lächeln und streckte mich, um ihm noch einen aller letzten Kuss zu geben. Kurz. Schmerzvoll. Er erwiderte ihn nicht.
Ich ließ von Harry ab und stieg durch das Fenster. Ich merkte das bekannte Brennen in meinen Augen, aber hielt mich zurück. In Auradon. In Auradon konnte ich meine Gefühle frei lassen. Hier war kein Platz dafür. Ich sah nicht zurück, als ich über das Dach lief und hinuntersprang. Wenigstens wusste ich nun Bescheid. Doch obwohl ich selbst zu mir sagte, mich zusammen zu reißen und mich nicht noch erbärmlicher zu machen, als ich mich fühlte, liefen die Tränen unaufhaltsam über meine Wangen. Stumm, so wie er vorhin gewesen war, liefen sie. Es war mir egal ob man sie sah. Ob ich schwach wirkte. Denn das war ich. Ich war schwach und passt nicht hier her. Das hatte ich noch nie, obwohl er mir für eine kurze Zeit das Gegenteil bewiesen hatte. Ausgerechnet er, zeigte mir die Wahrheit. Wütend schlug ich gegen die Wand neben mir, bis meine Fingerknöchel schmerzten. Dann rieb ich mir mit dem Arm über die Augen und das Gesicht. Ich wollte nicht auch noch vor meinen Freunden schwach wirken. Die restlichen paar Straßen ging ich ohne weitere Träne zu vergießen. Beim Tor angekommen hatte ich keine Kraft das Schild mit dem Stein abzuwerfen, aber ich wusste auch nicht, ob ich es schaffen würde schon zu reden. Also nahm ich einen Stein und warf. Ein Glück traf ich, womit sich das Gitter nach oben bewegte. Ich hatte es nicht eilig die Treppe nach oben zu gehen. Oben würden mich nur Fragen erwarten, wohin ich denn verschwunden bin. Dabei wollte ich gerade weder an ihn oder an die paar letzten Stunden denken. Ich wollte einfach in mein Bett in Auradon und weinen. So weit wie möglich von den himmelblauen Augen des Piraten entfernt.
„Carlos!“ wurde ich sogleich von Evie begrüßt. „Da bist du endlich.“ Ich sah sie an und erkannte in ihrem Blick, dass sie ganz genau sah das etwas nicht stimmte. Sie begann zu flüstern. „Hör zu. Ich sehe das etwas passiert ist. Wenn du darüber reden möchtest bin ich gerne für dich da, aber erstmal müssen wir Ben retten.“ Verwirrt sah ich sie an, wischte mir nochmal über Gesicht und sperrte all meine Gefühle in eine kleine Kiste, verbarrikadierte sie hinter einer Mauer und machte ein Schloss davor. „Was ist passiert?“

Mit der Kopie des Zauberstabes fuhren wir zurück auf die Insel. Vorne unterhielten sich Jay und Lonnie leise. Ich folgte ihrem Gespräch nicht. Am liebsten wäre ich einfach in Auradon geblieben. Denn wenn die Piraten, Uma’s Crew, Ben entführt haben, hieß es ich würde automatisch auch auf ihn treffen. Dazu war ich noch nicht bereit. Würde ich wahrscheinlich auch nie. Aber ich stellte meine Gefühle zurück, um einen Freund zu retten, dies war wichtiger als mein Liebeskummer. Ich konnte über dieses erbärmliche Wort nur schnauben. Liebe. Was hatte ich mir nur dabei gedacht. Natürlich liebte er mich nicht. Wir waren vielleicht so was wie Freunde gewesen. Freunde mit Vorzügen, aber Liebe? Ich muss verrückt geworden sein.
Die Fahrt dauerte ewig, als wir endlich ankamen. Ich war noch immer nicht bereit. Aber wie gesagt, die Rettung von Ben hatte höchste Priorität. Meine Gefühle konnte ich einfach vergraben und nie mehr ausbuddeln. Ich stieg aus dem Auto. Mal und Evie hatten bereits sehnsüchtig auf uns gewartet und begrüßten das Mädchen was wir mitgebracht hatten. „Hey Carlos!“ rief Jay nach mir, der beim Kofferraum stand. „Wir haben einen blinden Passagier.“ Dude lag da und ich konnte nur mit dem Kopf schütteln. Verrückter Hund. „Du bleibst hier“, sagte ich zu meinen Hund, als ich den anderen zögerlich durchs Rohr folgte. Mein Bauch drehte sich vor Nervosität und ich wäre am liebsten wieder umgedreht. Doch ich atmete den Salzwasser Geruch tief ein und folgte meinen Freunden.
Mal und Uma waren bereits in einer hitzigen Diskussion, als mein Blick sofort nach ihm suchte und ihn fand. Er stand bei Ben, ein freudiges Grinsen im Gesicht, dass er gleich jemanden weh tun dürfte. Ich kannte diese Seite von ihm, diese Seite hatte mich bisher immer beschützt und nun sollte ich gegen sie ankommen? Seine Augen blickten in meine Richtung. Sein Grinsen erstarrte einen Augenblick, doch ich wendete schnell den Blick ab. Mal übergab Uma gerade den gefälschten Zauberstab. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und schnürte mir die Kehle ab. Einen letzten Blick auf Harry werfend. Wir müssten jetzt weg und ich würde ihn nie wieder sehen. Mein Herz brach. Erneut.
Dann brach der Kampf aus und ich war für die Farbbomben verantwortlich. Drei konnte ich mit der Schleuder abwerfen, bevor ich mich verteidigen musste. Ich hatte zwar einige Mühe mit den ersten beiden klar zu kommen, half Ben aber trotzdem indem ich ihn Gil abnahm und statt seiner kämpfte. Das Geräusch immer wieder aufeinanderprallenden Schwerter und die Kampfschreie erfüllten das Schlachtfeld. Dies war nicht unser erster Kampf gegen die Piraten, aber es würde unser letzter sein. Es war Zeit für den Rückzug. „Jay, starte den Wagen.“ Er nickte und ging mit Lonnie los. Ich war ihre Rückendeckung. Evie und Ben waren auch bereits dabei ab zu hauen, Mal war bei der kleinen Brücke angelangt wo ich ebenfalls rüber wollte. Doch einer der Piraten zog mich zurück. „Hier geblieben du Verräter!“ zischte er und hielt mir sein Schwert an die Kehle. „Carlos!“ rief Mal erschrocken und wollte mir zu Hilfe eilen. „Nimm deine dreckigen Finger von ihm!“ gewaltsam wurde ich von den Piraten befreit und starrte Harry an. Beschützerisch stand er vor mir, mit erhobenen Schwert. Mal wieder war er es der mich rettete. „Geh, kleiner Welpe.“ „Aber Harry!“ Er sah kurz zu mir. „Geh schon!“ rief und parierte einen Schlag. Ich ging über die kleine Brücke und sah ihn an. Er grinste nur schelmisch. „Pass gefälligst auf meinen Welpen auf!“ rief er Mal neben mir zu, bevor er die Brücke ins Wasser stieß. Meine Augen weiten sich erschrocken. „Nein! Harry, warte!“ Der Braunhaarige drehte sich nur um und stellte sich den anderen in den Weg. Seiner Crew.
Mal zerrte mich zum Auto und stieß mich hinein. „Fahr!“ fauchte sie Jay an, der nicht lange wartete. Aber! Ich konnte jetzt nicht gehen. „Mal warte!“ Mit wütenden und grün leuchtenden Augen, sah sie mich an. „Eine Erklärung Carlos. Jetzt!“ Tränen brannten mir in den Augen und statt zu reden beugte ich mich nur nach vorne und weinte. „Was ist passiert?“ fragte Evie besorgt, während sie mir eine Hand auf den Rücken legte. „Das will ich ja von ihm wissen“, zischte Mal nur zurück. Doch von mir kam nur ein Schluchzen. „Hey, beruhige dich Carlos.“ Ihre Hand drehte Kreise über meinen Rücken, aber ich konnte nicht aufhören daran zu denken. Er hatte sie verraten. Warum? Erst vorhin hatte er mir nicht einmal sagen können das er mich liebt, beschützte mich aber vor seiner Crew. Seiner Familie. Ich hörte Mal und Ben reden. Nicht über mich, sondern über ihre Beziehung.
Langsam hörte ich auf, sinnlose Tränen zu vergießen. Warum weinte ich über ihn, wenn es mir nichts brachte? Er liebte mich nicht. Auch wenn er sowas machte. Ich atmete tief ein und sah dann nach oben. Mal saß mir direkt gegenüber. Ihre Arme verschränkt und mit einem tödlichen Blick. „Redest du jetzt?“ Sie klang nicht mehr ganz so sauer wie vorhin, also nickte ich. „Harry und -“ „Harry? Harry Hook?“ fragte Evie und unterbrach mich deshalb. „Evie!“ „Ja, Harry Hook.“ Ich seufzte. „Wir kennen uns schon lange. Sieben Jahre fast. Wir waren sowas wie Freunde, denke ich. Freunde mit gewissen Vorzügen, als ich dann dreizehn wurde.“ „Was?!“ kam es erschrocken von vorne. Jay hielt dabei mit quietschenden Reifen den Wagen an. „Fahr weiter“, befahl ihm Mal, guckte mich dann wieder auffordernd an. „Er hat mich beschützt. Vor der Insel und alle Gefahren die sie brachte. Vor meiner Mutter, wenn ich abtauchen musste und vor allem vor mir selbst.“ Meine Hände ballten sich zu Fäusten. „Ich-ich konnte es euch nicht erzählen, als ich bei euch aufgenommen wurde. Genauso wenig konnte ich auf ihn verzichten. Vorhin war ich ebenfalls bei ihm“, gestand ich.
Mitfühlend legte Evie ihre Hand auf meine. „Lief nicht so gut, habe ich Recht?“ Ich nickte und erneut traten Tränen in meine Augen. „Er war wütend, weil ich so plötzlich weg war, weil Ben uns nach Auradon geholt hatte. Ich hatte mich nicht verabschieden können und wollte mich bei ihm entschuldigen.“ Ich schluckte, verknotete meine Finger mit denen von Evie. Sie gaben mir einen kleinen Halt. Nicht den, den er mir hatte geben können, aber etwas Stärke um die nächsten Worte auszusprechen. „Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn liebe.“ Ich konnte keinen von ihnen anblicken. Doch ich spürte den stechenden Blick von Mal und das Mitgefühl von Evie. „Was hat er gesagt?“ fragte Mal zu meinen Erstaunen. „Nichts.“ Sie schnaubte wütend, während ich erneut mit meinen Tränen kämpfte. „Was hättest du gemacht, wenn er deine Gefühle erwidert hätte?“ Ich biss mir auf die Unterlippe. „Er liebt mich nicht. Es gibt keinen Grund mit ihm auf der Insel zu bleiben, wenn ich nichts weiter als ein Spielzeug bin. Ein Hund.“ Das letzte Wort spuckte ich mit meinen gesamten Hass und Traurigkeit heraus. Denn es war die Wahrheit.
Jay hielt das Auto an und wir stiegen alle aus. Es gab noch etwas zu klären. „Halt ihr beiden“, hielt ich die Mädchen auf, die dabei waren zu verschwinden. „Ich weiß, es ist echt scheiße das ich das geheim gehalten habe. Aber wir sind doch eine Familie. Ihr zwei müsst nicht immer zusammen tuscheln, sondern könnt auch mit uns darüber reden.“ Das taten wir dann auch. Ich wollte nicht das die Beziehung von Mal und Ben so endete. Ich wusste nun wie sich ein gebrochenes Herz anfühlte. Unerträglicher Schmerz. „Carlos.“ Ich sah Mal an. Sie war nicht mehr wütend das ich es verheimlicht habe. Eher enttäuscht, aber sie war nicht wütend. „Ich glaube Hook hat Gefühle für dich. Ich glaube sogar, dass er dich wirklich liebt.“ Ihre Worte taten mehr weh als sie ahnte. Meine Miene versteinerte sich und ich schüttelte mit den Kopf. „Sonst hätte er seine Crew nicht verraten. Er liebt seinen kleinen Welpen.“ Ein schelmisches Grinsen auf ihrem Gesicht, während ich bei meinem Spitznamen nur rot wurde. „Ich will nicht daran glauben. Ich will nicht hoffen“, meinte ich und stand auf. „Entschuldigt mich, ich würde mich gerne hinlegen.“ Sie nickten, wobei ich sah, dass Evie mit sich haderte. Doch nichts auf der Welt, außer seine himmelblauen Augen könnte mich jetzt aufheitern.

Ich klopfte an die Bürotür von Ben. Die letzten Tage war es ganz schön wild abgelaufen und ich hatte lange mit mir gehadert. Gewartet bis etwas Ruhe eingekommen war. Doch ich musste ihn um etwas bitten. „Herein.“ Ich öffnete die Tür, nervös stand ich erstmal nur hier herum. „Carlos? Komm doch rein. Setz dich“, bot er mir den Sessel vor seinen Schreibtisch an und ich nickte, schloss dabei die Tür. Erwartungsvoll blickte er mich an. Wie sollte ich nur anfangen. „Also…“ seufzte ich. „Ben. Ich-ich habe mich gefragt, ob...naja ob du vielleicht in Erwägung ziehen könntest Harry herzuholen.“ Ich hatte es ausgesprochen. Laut. Nicht nur in meinem Kopf. Er lächelte breit, nur wusste ich leider nichts damit anzufangen. „Ist bereits erledigt. Er steht auf der Liste und soll, als einer der ersten kommen.“ Erstaunt starrte ich ihn einfach nur an. Ich konnte es nicht glauben. „Aber wie?“ „Evie und Mal. Sie kamen beide zu mir und haben gefragt was ich davon halte.“ Das Evie so etwas tun würde, hätte ich mir denken können. Aber Mal auch? Dabei war sie kein Fan von meinem Lieblingspiraten. „Danke. Vielen Dank.“ Ich fiel Ben um den Hals, der zu perplex war um zu reagieren, bevor ich das Büro verließ und nach den beiden Mädchen suchte, denen ich gerade so unfassbar dankbar war.
Ich fand sie zusammen mit Jay auf einer der Bänke sitzen. Ich rannte auf die beiden zu, nur um sie stürmisch zu umarmen. Perplex, genauso wie Ben, reagierten sie zunächst nicht. „Danke euch beiden. Ich bin euch so unfassbar dankbar.“ Ihr Lachen ertönte in meinen Ohren. „Carlos“, meinte Mal und ich ließ von den beiden ab. „Du bist unsere Familie. Und ich bin ehrlich. Ich habe dich noch nie so deprimiert gesehen, wie in den letzten paar Tagen. Nicht einmal auf der Insel. Es ist das mindeste was wir für dich tun konnten.“ „Danke“, lächelte ich ehrlich und so glücklich. Jay räusperte sich. „Ich will ja nicht die gute Laune vertreiben, aber was ist wenn er gar nicht nach Auradon will?“ Daran hatte ich natürlich auch gedacht. „Dann bleibe ich bei ihm, wenn er mich liebt.“ Erschrocken starrten mich meine Freunde an. Ich lächelte sachte. Ich hatte lange darüber nachgedacht. „Ich wollte ihn besuchen gehen und alles klar stellen. Sollte er mich lieben, so wie ich ihn, aber nicht nach Auradon wollen, werde ich mit ihm auf der Insel bleiben. Sollte er mich nicht lieben, aber nach Auradon kommen wollen, würde ich ihn nicht aufhalten, auch wenn es sicher schmerzen würde.“ Sie nickten verstehend. „Und du liebst ihn wirklich?“ fragte Jay noch einmal. Er war so wie Harry. Sehr besitzergreifend und beschützerisch. Wir waren seine Familie und er mit Mal das stärkste Glied. Er hatte die Aufgabe uns zu beschützen. „So sehr das es schmerzt nicht bei ihm sein zu können.“ Ich sah ihm fest in die Augen. „Ich habe erst in Auradon gelernt, dass das was ich für ihn empfinde Liebe ist. Deshalb will ich nicht weiter zögern.“ Jay nickte zufrieden. Er akzeptierte meine Entscheidung. „Ich fahre dich gerne hin“, bot er dann auch noch an. Aber ich schüttelte mit dem Kopf. Das würde ich alleine machen.

Ich wusste nicht einmal ob er da war. So wie letztes Mal. Ich bin einfach hergefahren und starrte durch das Fenster. Licht brannte darin. Er war also da. Warum zögerte ich dann noch? Ich hatte Angst, dass er mich noch einmal zurückweisen könnte. Das würde ich nicht verkraften. Doch hier nur herumzustehen brachte nichts. Ich kletterte aufs Dach. Lautlos wie immer und klopfte ans Fenster. Mein Mund war ganz trocken und ich merkte wie mein Herz viel zu schnell schlug.
Das Fenster wurde geöffnet. „Carlos?“ Ich blickte ihn an. Erschrocken über die Wunde an seinem Kopf. „Was ist da passiert?“ fragte ich besorgt und bewegte meine Finger an seine Schläfe, stoppte aber, bevor ich ihn berühren konnte. Vielleicht war es ihm unangenehm. Ich sollte ihn nicht so einfach berühren. Eine warme Hand legte sich in meinen Nacken und zog mich an ihn. Weiche Lippen legten sich sanft auf meine und ich seufzte auf. Der Kuss war süß. Keine Leidenschaft. Keine Lust. Er löste sich von mir, um mich durchs Fenster zu ziehen. „Was machst du hier?“ fragte er mich, hielt den Körperkontakt bei. Seine Hand noch immer in meinen Nacken. „Ich bin wegen dir hier“, antwortete ich ehrlich. Ich wollte nicht Lügen. Ich wollte nur sichergehen. Ich genoss, wie er meinen Nacken kraulte und gab ein zufriedenen Seufzer von mir. Er lachte kurz. Ich konnte ihn nicht ansehen, schloss also einfach meine Augen. „Wegen mir, ja? Hast du etwa vor hier zu bleiben?“ Ich weiß das es wie ein Scherz klang, aber mit einem ernsten Blick und mit ruhiger Stimme antwortete ich ihm darauf, hoffend er verstand wie ernst ich es meinte. „Ja. Wenn es nur das ist, um bei dir sein zu können.“ Seine Augen weiteten sich bei meinen Worten.
„Kleiner Welpe.“ Mir gefiel der Ton der in seiner Stimme mitschwang nicht. Genauso wenig der traurige Blick, den er mir zu warf. Nein. Bitte nicht. Tränen sammelten sich in meinen Augenwinkeln. Dieses Mal hielt ich sie nicht auf. Er sollte sehen, wie sehr mich alles verletzte. „Du solltest wieder zurückgehen und mich vergessen. Ich bin nur ein einfacher überaus gutaussehender Pirat. Aber du, mein kleiner Welpe, bist viel schlauer als ich. Du kannst viel mehr dort aus dir machen als hier.“ „Du kannst mit mir kommen. Ben erlaubt es. Du könntest mit mir in Auradon leben.“ Sanft legte er eine Hand auf meine Wange. „Es ist schön zu wissen, dass es dir gut geht.“ Er küsste mich. Diesmal schmeckte der Kuss bitter, verzweifelt und traurig. Ich klammerte mich an ihn fest. Er sollte mich nicht verlassen. „Bitte Harry“, flehte ich ihn an. Tränen liefen unaufhörlich über meine Wangen. „Ich-“ Ich hätte es so gerne ein weiteres mal gesagt. Und nochmal. Ich liebe dich, wollte ich sagen. Ich liebe dich so sehr. Verlass mich nicht.
Er schüttelte nur mit dem Kopf. „Ich bin kein Prinz in glänzender Rüstung.“ „Den brauche ich auch nicht. Ich brauche meinen Piraten.“ Wurde ich wütend. Wieder lachte er. Bitter. Ich hielt mich einfach nur an ihm fest, vergrub mein Gesicht an seine Brust. Ich wollte nie wieder los lassen, man müsste mich schon mit Gewalt von ihm trennen. Harry drückte mich an sich, legte eine Hand auf meinen Kopf und fuhr beruhigend darüber. „Mein kleiner Welpe“, murmelte er. Ich schüttelte mit dem Kopf. „Warum hast du das gemacht?“ Ich spielte auf die Aktion mit seiner Crew an. Das wusste er. „Ich konnte doch nicht zulassen, dass jemand Hand an meinem kleinen Welpen legt.“ Die Vibration seines Lachens fühlte sich angenehm an. „Aber ich bin nicht mehr Dein“, flüsterte ich. Verwirrt hob er mein Kinn an. „Nicht?“ Nun war ich verwirrt. „Sagtest du nicht du liebst mich?“ Ich wurde rot und er grinste süffisant. „Warum solltest du dann nicht mehr mein kleiner Welpe sein. Meins für alle Ewigkeit.“ Harry beugte sich zu mir herunter, schenkte mir einen erneuten Kuss. Diesmal besitzergreifender. Ich war Sein, sollte es mir klar machen. Ich löste mich. „Aber du hast nicht-.“ „Ich liebe dich auch, kleiner Welpe.“ Er küsste mich erneut. Ich war so glücklich. Der glücklichste Mensch überhaupt. Er liebte mich. Er liebte mich wirklich.
Harry schenkte mir eines seiner wenigen sanften Lächeln. „Aber du kannst nicht wieder hierher zurück und ich kann nicht mit dir mit.“ Ich runzelte die Augenbrauen und zog damit eine widerstrebende Grimasse. „Du gehörst hier nicht mehr hin. Außerdem bist du hier nicht sicher vor deiner Mutter.“ Ich schüttelte mit dem Kopf. Mit ihm war ich überall sicher. „Das ist mir egal. Ich will einfach nur bei dir bleiben.“ Ich seufzte, bis mir eine Idee kam. „Probiere es aus.“ „Was?“ Harry sah genervt aus. Wahrscheinlich weil ich einfach nicht auf ihn hören wollte. „Ein Monat. Lebe einen Monat in Auradon. Wenn es dir nicht gefällt, gehen wir zurück auf die Insel.“ Er schüttelte mit dem Kopf. „ICH gehe zurück.“ Traurig sah ich weg, bis mir bewusst wurde was er gesagt hat. „Du kommst mit?“ fragte ich voller Hoffnung und bekam ein breites Grinsen. „Ein Monat. Wenn ich kein Bock mehr haben gehe ich zurück. Alleine. Das ist der Deal.“ Ich nickte und freute mich einfach so sehr. „Ich lasse es einfach nicht dazu kommen“, schmunzelte ich und dachte bereits an einige überzeugende Argumente. „Das will ich aber auch hoffen.“ Er küsste mich erneut.
 
 
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