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One- Shot Wenn du mir etwas Zeit gibst...

von Laika1993
Kurzbeschreibung
OneshotSchmerz/Trost / P12 / FemSlash
Aubrey Posen Stacie Conrad
19.02.2022
19.02.2022
1
2.335
3
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Dieses Kapitel
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19.02.2022 2.335
 
Hallo meine Lieben...
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...
Ich habe diesen One- Shot geschrieben, um mir selbst meinen momentanen Herzschmerz von der Seele zu schreiben... Trennungen tun weh und hinterlassen gebrochene Herzen... Demzufolge geht es mir momentan nicht so gut.

Ich weiß, ihr wartet sicher auch auf ein neues Kapitel meiner Hauptstory aber... Im Moment fühl ich mich absolut nicht in der Lage daran weiter zu schreiben... Zu viel Liebe, zu viel Fluff, zu viel von Allem...
Ich werde natürlich an der Story weiter schreiben, nur wann und wie und wo... Dazu kann ich momentan nichts genaues sagen... nur so viel, es wird weiter gehen.

Ich hoffe auf euer Verständnis und jetzt viel Vergnügen mit dem One- Shot...
Wie gesagt, er spiegelt gerade sehr meine Lage wieder...

LG Laika :))



Nervös und sich immer wieder umschauend, trat Stacie von einem Fuß auf den Anderen.
Heute war die Bella- Reuniun, zu welcher Emily die ehemaligen Bellas eingeladen hatte.
Lange hatte die Dunkelblonde überlegt ob sie überhaupt hingehen sollte.
Zu viele schmerzhafte Erinnerungen würden dadurch auf sie einprasseln.

Doch letzten Endes entschied sie sich doch für ein Kommen.
Sie vermisste den verrückten Haufen von Mädels einfach zu sehr.
Nach dem College hatten sich ihre Wege größtenteils getrennt, was nicht überraschend war.
Hin und wieder hatte man zwar per Handy oder Facetime Kontakt, doch das war natürlich nicht das Selbe.

In Gedanken versunken, streichelte Stacie über ihren gewölbten Bauch.
Bald war es soweit und ihre Tochter würde das Licht der Welt erblicken.
Trotzdass ihre Schwangerschaft ein "Unfall" war, freute sie sich auf das kleine Wunder.

Ihre Tochter schien ihre innere Unruhe zu spüren und strampelte in ihrem Inneren.
Beruhigend und mit einem Lächeln streichelte Stacie weiter über ihren Bauch. Sie musste sich dringend beruhigen.
Dieser Stress tat ihnen Beiden nicht gut und vorzeitige Wehen konnte sie jetzt gar nicht gebrauchen.

"Stacie, hey!", rieß eine aufgeregte Stimme Stacie aus ihren Gedanken.

Ihr Blick schnellte herum und erblickte feuerrotes Haar.
Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen.

"Ginger!", rief Stacie und schloß Chloe in ihre Arme.

Einige Herzschläge dauerte die Umarmung an, bis sich Stacie sanft löste.

"Wow, du siehst aus als würde es jede Sekunde los gehen.", lachte Chloe und sah Stacie von oben bis unten an.

"So kann man es sagen. Ich bin froh wenn sie endlich da ist. So langsam werden die einfachsten Sachen zum Marathon.", pflichtete Stacie bei.

"Ich freu mich so wenn sie endlich da ist. Ich hoffe sie kommt nach der Mutter.", plapperte Chloe und sah sich um.

"Wo hast du Beca gelassen?", fragte Stacie.

Auf Chloes Gesicht erschien ein verliebtes Lächeln, was Stacie schmunzeln ließ.
Beca und Chloe waren einfach der Inbegriff von Liebe und einer perfekten Beziehung.

"Sie sollte gleich hier auftauchen. Sie sucht noch einen Parklplatz. Ist sonst noch niemand da?", fragte Chloe.

Langsam schüttelte Stacie den Kopf und ihr Blick flog wieder hektisch durch den Raum.
Chloe bemerkte Stacies Unruhe und legte ihr sanft eine Hand an den Arm.

"Stac, entspann dich. Ihr werdet euch schon nicht an die Kehle gehen. Es ist jetzt so viele Jahre her.", flüsterte Chloe.

Stacie atmete durch und schloß die Augen.

"Ich weiß... Aber... Es wird alte Wunden wieder aufreißen. Es wird weh tun sie wieder zu sehen.", hauchte Stacie und öffnete ihre Augen wieder.

Chloe nickte und wollte etwas darauf sagen, als sie unterbrochen wurde.

"Hey, ich bin endlich da. Ein Wunder das ich noch einen Parklplatz gefunden habe. Wieso wollen alle ausgerechnet heute ins Aquarium? Hey Stacie.", keuchte Beca und umarmte die Dunkelblonde kurz.

"Wie geht es dir, beziehungsweise euch?", lächelte Beca und angelte dabei nach Chloes Hand.

"Uns geht's gut. Wir befinden uns auf der Zielgeraden.", antwortete Stacie.

Nach und nach trafen die restlichen Ex- Bellas ein.
Es wurde herzlich umarmt und Geschichten ausgetauscht.
Nur eine Bella fehlte noch. Und auf der einen Seite machte diese Tatsache Stacie nervös und auf der Anderen war sie froh, dass sie noch nicht da war.

Emily, die jüngste Bella, stellte sich näher an Stacies Seite und stupste sie sanft an.
Ihr Blick wanderte auf einen bestimmten Punkt im Raum.

"Stac, sie ist da.", flüsterte die Jüngere und Stacies Blick folgte Emilys.

Immer wieder hatte Stacie sich ausgemalt wie es sein würde sie wieder zu sehen.
Doch die Realität sprengte all ihre Vorstellungen.
Da war er wieder... Dieser unsagbare Schmerz, der Stich ins Herz. Das Gefühl zu ersticken...
Stacies Handflächen fingen an zu schwitzen und es bildete sich ein Kloß in ihrem Hals.

Leise keuchte sie auf und beobachtete die Person am anderen Ende des Raumes ganz genau.
Da stand sie... Aubrey Posen, und schaute sich suchend um.
Die große Blonde war in Stacies Augen immer noch wunderschön und ohne es zu wollen, schlug ihr Herz schneller.

Aubreys Blick traf den von Stacie und auch auf ihrem Gesicht erschien kurzzeitig ein Ausdruck von Schmerz.
Doch so schnell wie dieser gekommen war, verschwand er auch wieder.
Das Pokerface hatte die Blonde schon immer perfekt beherrscht.

Stacie krallte ihre Finger in Emilys Arm, was dieser ein leises Zischen entlockte.

"Ahhh...", zischte Emily und biss die Zähne zusammen.

Stacie zuckte kurz zusammen und löste dann schnell ihre Finger wieder.

"Tut mir leid.", knirschte die Dunkelblonde entschuldigend.

Emily winkte ab und lächelte schief.

"Schon okay... Ich, ähm... Lass euch kurz allein.", murmelte Emily.

Stacie sah sie fragend an, bis sie sah, dass Aubrey mittlerweile die restlichen Bellas begrüßt hatte und nun direkt vor ihr stand.
Sie wollte protestieren, doch da war Emily schon verschwunden.

Unsicher ließ Stacie ihren Blick zu Aubrey wandern.
Sie musterte jedes Detail von dem Gesicht der Blonden und wieder schmerzte ihr Herz.
Seit ihrer Trennung von 2 Jahren hatten sie sich nicht mehr gesehen.

"Hey...", begrüßte sie Blonde sie und scannte Stacie mit ihrem Blick ab.

An ihrem Bauch blieben ihre Augen hängen und sie schnappte lautlos nach Luft.
Aubrey wusste als Einzige nichts von ihrer Schwangerschaft.

"Hey...", erwiderte Stacie leise und rang sich ein Lächeln ab.

Danach herrschte Schweigen und Stacie hatte Angst etwas zu sagen.

"Glückwunsch... Also wenn man das so sagen kann. Gibt es auch einen Vater dazu?", fragte Aubrey mit einem bissigen Unterton.

Stacie knurrte leise und nickte.

"Den gibt es sicherlich. Nur geht es dich nichts an wer es ist.", erwiderte Stacie.

Ihr passte der anklagende Unterton in Aubreys Stimme nicht.
Doch sie wusste, dass dies typisch für die Blonde war um ihre wahren Gefühle zu verbergen.

Lauter atmete Aubrey durch und suchte dann den Blick in Stacies grüne Augen.

"Tut mir leid. Das war unangebracht von mir. Ich wusste nur nicht...", fing die Blonde an.

"Ich weiß... Schon okay. Woher hättest du es auch wissen sollen.", beendete Stacie den Satz.

"Stac, können wir bitte reden? Nur ganz kurz. Ich will das Treffen hier genießen und mich nicht mit dir streiten. Bitte..."

Die Stimmlage der Blonden klang verzweifelt. Selten hatte sie Aubrey so erlebt.

"Vielleicht später. Der Auftritt von Emily und den Bellas sollte jeden Moment los gehen. Und den wollen wir sicher nicht verpassen.", murmelte Stacie und drehte sich von der Blonden weg.

Es tat weh, wenn Aubrey sie so intensiv ansah.
Es holte alte Erinnerungen an die Oberfläche.

"Natürlich.", hauchte Aubrey und gesellte sich zu Beca und Chloe.

Der Auftritt der Bellas wurde angekündigt und Alle begaben sich zum Rand der Bühne.

"Darf ich?", fragte Aubrey schüchtern und stellte sich neben Stacie.

"Sicher, ist ein freies Land. Tu dir keinen Zwang an.", nuschelte Stacie nur und blickte starr auf die Bühne.

Der Auftritt der Bellas begann und Stacie lächelte vor sich hin.
Es erinnerte sie so sehr an die Zeit als Bella, welche mit Abstand die glücklichste in ihrem Leben war.
Sie musste zugeben, dass die neuen Bellas ihnen in der Tat Konkurrenz machen könnten.

Der Blick der Dunkelblonden wanderte über ihre ehemaligen Bellas.
Bei Chloe und Beca blieb ihr Blick hängen.

Der Ginger stand hinter ihrer Freundin, hatte die Arme um diese geschlungen und flüsterte ihr immer wieder irgendwas ins Ohr, was Beca sehr zu belustigen schien.

Stacies Blick wurde weich und einen Ticken trauriger.
Sie würde es nie zugeben, doch sie war neidisch auf die Beiden.
Ihre Beziehung hatte auch nach dem College stand gehalten. Egal was kam.
Nicht so wie ihre Beziehung zu Aubrey.

Stacies schmerzvoller Blick wanderte vorsichtig zu Aubrey neben sich.
Erinnerungen rasselten auf Stacie ein.

Erinnerungen und Gedanken an glückliche Tage.
An ihr erstes Date, wonach Aubrey sichtlich nervös gefragt hatte, an ihren ersten Kuss... An die sanfte, temperamentvolle und leidenschaftliche Seite der Blonden, welche Stacie immer so sehr an ihr geliebt hatte... Welche aber leider auch einen großen Anteil an Schuld für ihre Trennung hatte.

Die Dunkelblonde schloß ihre Augen und es lief unbemerkt eine Träne ihre Wange herunter.
Aubrey so nah neben sich stehen zu haben, machte alles nicht besser.

"Hey, alles okay?", fragte die sanfte Stimme der Blonden.

Stacie öffnete ihre Augen und wischte sich schnell die Tränen weg.

"Sicher, nur die Hormone.", stammelte Stacie und fokussierte ihren Blick wieder nach vorn.

Die Blonde ließ diese Aussage unkommentiert und sah ebenfalls wieder weg.


Einige Zeit später standen alle Bellas versammelt an der Bar und stießen an.
Stacie blieb natürlich bei einem unalkohlischem Getränk.

"Können wir bitte reden? Allein?", fragte Aubrey leise und sah Stacie bittend an.

Die große Dunkelblonde haderte mit sich. Eigentlich wollte sie mit Aubrey nicht allein sein, aber auf der Anderen Seite wäre ein klärendes Gespräch vielleicht gar nicht so verkehrt.

"Okay, dann komm.", antwortete Stacie und erhob sich.

Aubrey folgte ihr langsam nach draußen.

Es herrschte eine angespannte Stille, welche keine der Beiden so recht unterbrechen wollte.

"Es tut mir so leid, Stacie.", hauchte Aubrey plötzlich leise.

Stacies Blick schnellte zu Aubrey und fixierte sie.

"Was genau? Das du mich damals zum Teufel geschickt und mir damit mein verdammtes Herz rausgerissen hast?!", brüllte Stacie und schon wieder kamen ihr an diesem Abend die Tränen.

Aubreys Blick wurde schmerzvoll und sie trat langsam einen Schritt näher an die Dunkelblonde.

"Genau das. Ich hätte dir damals nicht solche Sachen an den Kopf knallen sollen. Das war unterste Schublade von mir.", sagte Aubrey leise und fing wieder Stacies Blick ein.

"Du hast mir damals an den Kopf geschmissen, wie sehr du unsere gemeinsamen Jahre bereust. Das ich egoistisch bin und dir nicht genug zeige, wie sehr ich dich liebe. Sowas ist unverzeihlich. Es hat mich kaputt gemacht, Bree. Ich bin wegen dir gebrochen.", weinte Stacie und drehte sich weg.

Heftige Schluchzer verließen ihre Kehle und immer mehr Tränen rannen ihre Wangen herunter.

Sie hörte leise Schritte auf sich zu kommen und dann spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter.
Stacie verkrampfte sich, denn Aubreys Berührung gingen ihr durch Mark und Bein.

"Ich habe die Worte nie ernst gemeint. Ich war so wütend, so verletzt... Wir hatten uns kaum noch gesehen und wenn dann... Dann haben wir uns gestritten. Wegen jeder Kleinigkeit. Und mir kam es vor, als wäre ich dir egal. Als wäre ich selbstverständlich für dich... Es tut mir so leid. Ich weiß, dass es nie so war.", schluchzte Aubrey.

Stacie zitterte und versuchte sich zu beruhigen.
Langsam drehte sie sich zu der Blonden um.

"Ich weiß... Ich weiß, dass du es nicht ernst gemeint hast... Aber... Es hat so viel kaputte gemacht. Es tat zu sehr weh um es wieder reparieren zu können. Wir sind auf ganzem Wege gescheitert. Du verfolgtst mich immer noch... Ich kann keine vernünftige Beziehung mehr eingehen, ich vergleiche Jedem und Jede mit dir... Bree, ich weiß nicht ob ich dir das je verzeihen kann. Ich weiß auch, dass ich ebenfalls Fehler gemacht habe. Da nehme ich mich nicht raus.", hauchte Stacie und sah in Aubreys blaue Augen, in welche sie sich damals so verliebt hatte.

Tränen liefen der Blonden über die Wange.
Zögerlich ließ Stacie ihren Daumen über Aubreys Wange streichen und wischte die Tränen weg.

"Es tut mir so leid. Vielleicht kannst du mir irgendwann verzeihen.", hauchte Aubrey und schloß ihre Augen.

Stacie scannte wieder Aubreys Gesicht und sie musste schmerzlich feststellen, dass sie in gewisser Weise immer noch Gefühle für die Blonde hegte.
Doch genauso gut wusste sie, dass es für sie Beide keine Chance mehr als Paar gab.
Zuviel hatten die Worte und Beschuldigungen von damals kaputt gemacht.

Langsam löste Stacie ihre Hand wieder von Aubreys Gesicht und trat einen Schritt von der Blonden zurück.

"Ich denke, dass ich dir irgendwann verzeihen kann und wir zumindest Freunde werden können... Also wenn du mir etwas Zeit gibst... Uns etwas Zeit gibst.", antwortete die Dunkelblonde leise.

Aubrey lächelte leicht und sie nickte.

"Das wäre schön. Wenn es das ist was du mir geben kannst, nehme ich es gern an. Ich danke dir.", flüsterte die Blonde mit verweinter Stimme.

Stacie lächelte ebenfalls leicht.
Es fiel ihr schwer über ihren Schatten zu springen nach allem was war.
Aber sie wollte die große Blonde nicht gänzlich aus ihrem Leben verlieren.

"Ich bin weiterhin immer für dich da... Auch was das Baby angeht. Wenn du mich lässt. Du wirst immer Jemand besonderes für mich sein, Stacie.", sagte die Blonde ernst.

Die Worte der Blonden berührten Stacie und sie musste sich zusammen reißen um nicht wieder zu weinen.

"Danke für das Angebot. Das rechne ich dir hoch an. Lass uns zurück zu den Mädels gehen.", antwortete Stacie schnell.

Während die Beiden schweigend zurück zu den restlichen Bellas liefen, hing Stacie ihren Gedanken nach.
Ja, manchmal reichte Liebe allein einfach nicht aus.
Nie hatte sie dieses Sprichwort für wahr gehalten, doch jetzt... Mit einem Blick auf Aubrey neben sich, konnte sie es ganz klar verstehen.
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