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DU HAST NIE ZUGEHÖRT!

Kurzbeschreibung
OneshotFamilie, Schmerz/Trost / P18 / Gen
Francis Malcolm Reese
12.02.2022
12.02.2022
1
2.987
 
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Francis ist gekommen, um seine Familie zu besuchen. Er passt auf seine kleinen Brüder auf, während ihre Eltern für 5 Tage auf einer kleinen Reise sind. Ein Geschenk von Lois' Arbeit. Heute ist der letzte Tag, und der Tag, an dem sie zurückkommen. Da heißt es bald wieder großes Aufräumen.

Francis hat seinem besten Freund Richie erlaubt zu bleiben. Er hat Probleme zu Hause und seine Mutter hat ihn rausgeschmissen.
Es war alles gut, dachte Francis. Er hatte Spaß mit seinem besten Freund. Seine Brüder hatten Spaß beim Zocken und Streiten miteinander.

Nur eine Sache war, oder besser gesagt, ist immer noch ... irgendwie seltsam.

Malcolm hat nicht ein einziges Mal mit ihnen allen gespielt oder gekämpft.
Tatsächlich kam Malcolm sogar zu Francis und sagte ihm, dass er nicht wollte, dass Richie in der Nähe war.
Er sagte ihm, er wolle, dass dieser Typ verschwindet. Francis wunderte sich über den Grund und fragte sogar nach, ignorierte ihn aber, als er keinen verständlichen Grund nannte.

,,Ich kann ihn nicht leiden!" Sagte er.
,,Kannst du bitte dafür sorgen, dass er geht? Ich will ihn hier nicht haben, bitte!"
,,Warum?! Er ist mein bester Freund, das weißt du doch! Er hat Probleme, komm schon. Du würdest auch Hilfe wollen. Warum willst du das?"
,,..weil...ich...ich ihn einfach nicht leiden kann. Ich bitte dich. Für mich...", begann der jüngere Bruder zu betteln. Aber was hätte er tun sollen? Ihn buchstäblich grundlos vor die Tür setzen und ihn wütend machen, indem er das tut, was ein kleiner Junge will, und Malcolm für was glücklich machen? Er antwortet nicht wirklich, woher sollte Francis auch nur irgendwas wissen!


Im Moment liegen die vier auf der Couch im Wohnzimmer und ringen miteinander. Aber Malcolm fehlt bei diesem Spaß. Schon wieder.
Er liegt nur in seinem Bett und tut nichts.
,,He, wisst ihr, was mit Malcolm in letzter Zeit los ist?" fragt Francis seine kleinen Brüder, als er aufsteht. ,,Keine Ahnung. Er benimmt sich seit paar Tagen so, ist mir egal", sagt Reese und nimmt einen Schluck aus der Flasche. ,,Ja, abgesehen davon, lass ihn in Ruhe. Wir müssen uns das Essen nicht durch 5 teilen", unterbricht Dewey und stopft sich ein Pizzastück in den Mund.
,,Wenn du willst, Francis, kann ich, ich kann nach ihm sehen und ihn zum Essen bringen, ich-ich kann es versuchen", schlägt Richie vor und legt Francis eine Hand auf die Schulter.
,,Oh, das ist nett von dir! Danke, das wäre toll!", bedankt er sich bei seinem besten Freund mit einem strahlenden Lächeln und nimmt den Controller in die Hand, bereit, ein Videospiel zu zocken.



Nach fünf Minuten kommt der große Kerl zurück, setzt sich neben den Blonden und schnappt sich ein paar Chips.
,,Hay, wo hast du Malcolm gelassen?"
,,Huh? Oh-oh-oh ja, er wollte nicht, also habe ich ihn schlafen lassen, w-weißt du"
,,Oh..okay. Gut", gibt er auf und fährt mit dem Spiel fort.
"Wie auch immer", flüsterte er ein wenig. Er ist immer noch etwas besorgt über dieses Verhalten, aber versucht seine Aufmerksamkeit nicht komplett drauf zu lenken. Am Ende wird Malcolm zu ihm kommen, wenn gar nichts mehr geht. So war es immer.



Malcolm liegt in seinem Bett.
Schaut zur Decke hinauf.
Eine kleine Träne quillt aus seinen Augen hervor, die er angestrengt versucht offen zu halten.
Er hebt eine Hand und ohrfeigt sich selbst ins Gesicht. Und noch einmal, so fest er kann. Sagt sich, wie dumm er ist, aber wie recht dieses Arschloch hatte.


/Richie betrat das Zimmer, fragte Malcolm's Namen und schloss die Tür. Der jüngere Junge sah zu ihm auf, wollte etwas sagen, tat es aber nicht, weil der ältere ihm mit einer Geste zu verstehen gab, dass er den Mund halten sollte. Richie setzte sich neben Malcolm, der sich aufsetzte und ein wenig wegrutschte.
,,Hör zu, Francis möchte, dass du zum Essen kommst. Aber du willst nicht, stimmt's? Weil du schmutzig bist, stimmt's?", fragte er mit einem teuflischen Blick in seinen ekelhaften Augen. Er legt seine Hand auf Malcolms Oberschenkel. Höher als es die Gesellschaft duldet.
Er schob seine Hand nach hinten und ließ sie fast auf seinem Hintern ruhen. ,,Und du weißt es, ja? Er wird dir niemals glauben. Erinnerst du dich?", fragte er den verängstigten Jungen, der vor Abscheu und Angst zitterte.

,,Hör auf..."
,,Warum? Was willst du tun? Nach deinem Bruder schreien? Ich mach ihm klar, dass du mich rausekeln willst und nachdem du Francis gebeten hast, mich rauszuschmeißen, was glaubst du, wem er glauben wird? Hm?", fragt er mit einem Grinsen weiter. ,,Ich bin sein bester Freund. Du bist nur eine nervige kleine Göre. Ich bin seine Nummer eins. Egal was du ihm erzählen wirst, er wird mir immer glauben. Immer!", lacht er und schlägt dem jüngeren auf den Hintern.



Das Genie hat wirklich keine Ahnung, was es tun soll.
Denn eines weiß er ganz sicher: Richie hatte recht. Er ist Francis' Nummer eins. Er ist derjenige, dem die anderen glauben werden.
Was soll er bloß tun?!





Es ist Samstag, es ist später Abend.
Francis, Dewey, Reese und Richie waren aus, um etwas zu essen und sind gerade zurück.
Sie wollen noch ausgehen und etwas unternehmen.
Reese kann überraschenderweise ziemlich nett zu Dewey sein. - Wenn er glücklich ist. Oder besser gesagt, wenn es... ein anderes Happy ist, ihr wisst ja, wie das bei ihm läuft!
Sie hatten einfach alle so einen großen Spaß. Vielleicht ist Malcolm das Problem dabei, wer weiß..
Die drei warten draußen, während Reese ins Haus geht, um auf die Toilette zu gehen.

Als er den kleinen Raum fast erreicht hat, hört er ein verzweifeltes Weinen. Er wundert sich und denkt einen Moment lang nach, bis ihm relativ einfach klar wird, dass es sein kleiner Bruder sein muss. Er ist der Einzige, der noch da ist. Mit einer langsamen Bewegung öffnet er die Tür. Bereit ihn auszulachen, aber verwundert, daß er ihn beim Heulen erwischen kann.


Vor ihm sitzt ein weinender Malcolm. Seine Arme bedecken sein Gesicht. Er hält etwas in der rechten Hand, was Reese nicht auf  Wimpernschlag erkennen kann, und es mit einem großen Fragezeichen im Gesicht ansieht.
Immer noch schweigend steht er still, fast wie erstarrt.
Er erkennt, dass es sich um eine Klinge handelt, als er das Blut an Malcolm's Arm herunterlaufen sieht und die frischen Blutstriemen, die Bluttropfen beginnen an Malcolm's Kleidung zu haften.
Und er spürt die Wut in seinem Magen und in seinem Herzen brennen.

Oh verdammt, nein, das denkt er nicht!

In einer Sekunde steht Reese bei Malcolm, schlägt ihm das kleine scharfe Messer aus der Hand und schreit ihn an: ,,Was glaubst du eigentlich, was du Arschloch da machst!? Bist du jetzt einer von diesen- von diesen Emo-Fickern oder was? Das kannst du nicht machen, Mom wird dich umbringen!" Malcolm sieht zu ihm auf, zuerst nicht überrascht, aber im nächsten Moment fängt er härter an zu weinen, seine Hände zittern, während er seinen eigenen Körper festhält.
,,Warum schreist du mich an?", fragt er mit einer so kleinen und gebrochenen Stimme. Sofort..bereut Reese es und setzt sich neben ihn, tätschelt ihm ein wenig dümmlich den Kopf und versucht ihn zu beruhigen. Das ist etwas Neues, das hat Reese noch nie zuvor gemacht.
Gut.
Zugegeben, Er hat ihn auch noch nie so gebrochen, weinend und sich selbst schneidend gesehen. Dafür gab es bisher ja auch nie einen Grund. Malcolm ist nur ein  Kind...
Er hat ihn noch nie so gesehen und das macht ihm verdammt viel Angst.
,,Hay, was ist los? Warum hast du das getan? Wenn Mom das sieht, sperrt sie dich weg und lässt dich nie wieder frei!" Reese probiert es auf die Klapsmühlen-Schiene, damit Malcolm vielleicht merkt, was er da tut. Vielleicht ist er in Trance und weiß nicht, was los ist?
,,Was ist passiert?" fragt Reese erneut und bekommt die schreckliche Antwort.



Francis, Dewey und Richie stehen im Wohnzimmer. Sie unterhalten sich und planen bereits, allein zu gehen, wenn Reese nicht endlich zurückkommt. Er nimmt sich wirklich Zeit, es fühlt sich bereits wie eine Ewigkeit an!

,,Ja, wir sollten- oh, da ist er ja! Endlich wieder da! Also, nachdem du uns so lange hast warten lassen, bist du derjenige, der dann auf dem scheiß Platz sitzen muss!" Francis lacht. Reese kommt näher, aber seine Körperhaltung und die Art, wie seine Augen funkeln, lassen Dewey zurückweichen. Er weiß, wann Reese wütend ist, und dieser Zustand ist zehnmal schlimmer.

,,Was hast du getan? Hast du den Babysitter für den kleinen Scheißer da drinnen gespielt?" Nun ist es Richie der, der lacht und sich zu Francis dreht, der ihm ein High Five gibt.
,,Halt die Klappe!" sagt Reese so unglaublich aggressiv, fast schreiend, und als er sie endlich erreicht hat, schlägt er ihm mit der geballten Faust so fest ins Gesicht, wie er kann.
So fest, dass Richie regelrecht zurück fällt. So laut, dass man das Brechen der Nase hören konnte. Und so hart, dass man sah, wie ein Zahn herausflog.

,,Reese! Bist du bekloppt!?" Francis schreit ihn an und schubst ihn zurück.
,,Darf ich dich mal was fragen, Francis? Bist DU bekloppt?", fragt der kleine Bruder. ,,Was?!" ,,Was glaubst du, warum Malcolm dieses Arschloch loswerden wollte, hm?" Francis sieht ihn ungläubig an und fragt sich, woher er das weiß. Sie stehen sich Auge in Auge gegenüber.
,,Darf ich auch etwas sagen?" fragt Richie, während er versucht sich vom Boden aufzurappeln.
,,Du Stück Scheiße hälst dein verdammtes Maul, oder ich werde dir die Lunge rausreißen!" zischt Reese.
Wow, denken die Brüder, er ist wirklich wütend! So haben sie ihn noch nie gesehen. Mit seiner zitternden Faust und seinen Augen, die so wild und wütend aussehen.
Niemals.

,,Hm, Francis. Habe ich deine Antwort nicht verstanden?"
,Er mochte ihn nicht, das war's. Und?" ,,Das war's? Das war's, verdammt?!"
,,Ja, das ist es verdammt nochmal! Ich kann ihn nicht rausschmeißen, weil Malcolm im Moment nicht die Nummer eins hier ist!"
,,Das denkst du also? Kein Wunder, dass er weiß, dass du ihm nie glauben würdest. Du liebst dieses Arschloch mehr als uns!" sagt Reese, sein Gesichtsausdruck hat sich verändert. Er wirkt traurig. Wirklich enttäuscht von Francis, als ob alles wahr wäre. Alles wahr, dass alles eine Lüge war. Er stolpert einen Schritt zurück und verliert ein wenig den Halt.

,,Was hat das damit zu tun?"
,,Dann hättest du zugehört und bemerkt, dass Malcolm Angst vor ihm hat! Dann hättest du gemerkt, dass Malcolm im Bad sitzt und sich wegen ihm die verdammten Pulsadern aufachlitzt!", schreit er und zeigt direkt auf Richie, der sich vom Boden erhebt und hinter seinem besten Freund steht, um sich zu verstecken.

,,Vielleicht hättest du ihm dann geglaubt, als er versucht hat, dir zu beichten, dass dein so geliebter bester Freund deinen kleinen Bruder vergewaltigt hat!" Reese schreit ihn an. Er ist richtig wütend. Seine Faust zittert, als er fertig ist, fast bereit, Richie die Scheiße aus dem Leib zu prügeln.

Bereit, den letzten Herzschlag aus ihm herauszuprügeln.

Francis sieht Reese an. Er will nicht glauben, was er gehört hat, seine Augen weiten sich und der Älteste schluckt hart. ,,Was?", fragt er, es ist fast ein Flüstern. Es ist eine Lüge, es muss eine sein!
,,Du hast mich gehört!"
,,Er lügt! Ich habe ihn nicht vergewaltigt. Er ist nicht mal mein Typ, ich mag Mädchen!" Richie fängt an, zurückzuschreien, versucht angestrengt Ausreden zu finden.
,,Geh und sieh ihn dir an. Frag Malcolm und sieh ihm in die Augen. Wenn du denkst, dass wir lügen, dann geh hin, sieh ihm in die Augen und sag ihm direkt ins Gesicht *Du lügst*! Dann wird er vielleicht den Mut finden, sich selbst zu töten, Arschloch." sagt Reese mit einem bösen Grinsen im Gesicht. Dass er das überhaupt beweisen muss, ist unglaublich.



Mit einer langsamen Drehung sieht Francis seinen immer noch besten Freund an, öffnet den Mund, schließt ihn aber nur eine Sekunde später wieder. Kämpft um die Worte.
,,Was hast du getan?", fragt er schließlich in leisem Ton.
,,Francis, ich habe nicht..." ,,Ich glaube ihnen. Nutze deine Chance, eine Ausrede zu suchen, die mich davon abhält, dir weh zu tun."
,,Francis, komm schon, du-du kennst mich, würde ich-"
,,Ja, das würdest du, du hast drei Sekunden."

Schweigen, während Richie seinem immer noch besten Freund tief in die Augen schaut.
Er schluckt härter als Francis vor zwei Minuten, dann hebt er die Hände und beginnt seine Entschuldigung.
"Okay, hör zu. Ich habe ihn nicht vergewaltigt. Er wollte gefickt werden! Und dann hat er es sich anders überlegt und gesagt *mimimi, ich wollte nie*, aber ich schwöre, so wie er mich angeschaut hat, er-er wollte-"
Dann wurde er unterbrochen.

Er wurde direkt auf den Boden gestoßen, zwei Hände drücken sich fest auf seine Kehle.
"Du Arschloch, wie konntest du nur?! Er ist mein kleiner Bruder und du hast ihn ausgenutzt, wie konntest du nur?!" Francis schreit ihn an, viel aufgebrachter und wütender als Reese.
Das das überhaupt möglich war..
,,Francis..."
,,Halt dein Maul, halt dein ekelhaftes Maul für immer! Ich habe dir vertraut!", schreit er Richie ins Gesicht, sich zu ihm runter beugend, die Gesichter berühren sich fast. Francis spürt, wie er Tränen beim Reden verschluckt. Er kann es nicht fassen.

,,Und weißt du was? Ich würde es wieder tun!" stichelt Richie. Es ist ihm scheißegal. Egal, was er hätte sagen können, sie haben diesem kleinen Scheißer geglaubt, denkt er sich. Er wird diese Familie nie wieder sehen, also scheiß drauf und reib es ihnen unter die Nase!

,,Dein Bruder ist gar nicht so schlecht im Bett, weißt du? Du solltest ihn zur Abwechslung mal nehmen. Auch wenn es mir sooo leid tut, dass ich ihn entjungfert hab, bevor du es konntest." lacht er.
Die erste Träne kommt heraus, als Francis nun endlich völlig rot sieht.
Er lässt Richies Hals los und schnappt sich die Playstation, die neben ihm steht.
Er setzt sich gerade auf Ritchies Bauch, hält seine Hände mit der Konsole über seinen Kopf und schaut auf seinen ehemaligen besten Freund herab.

Dewey weicht ängstlich zurück, als Francis beginnt, die Playstation auf dem vor ihn liegenden Kopf zu zerschmettert.
Wieder.
Und wieder.
Und immer wieder.

So lange und so heftig, dass er von Reese aufgehalten werden muss.
,,Francis, Francis! Ist ja gut!", versuchen die jüngeren Brüder ihn zurück zu halten und aus seiner Starre zu holen.

Der älteste Bruder schaut sich verwirrt um und schaut letzten Endes schließlich wieder auf dem toten Körper vor sich am Boden.
Die Playstation ist komplett zerstört, genau wie der hässliche Kopf.
Wenn man nicht wüsste, dass es Richie war, könnte man es jetzt nicht mehr an seinem Gesicht ausmachen.


Der Blonde spürte nichts mehr. Er spürte nicht, wie das Blut gegen sein eigenes Gesicht und seinen ganzen Körper spritzte. Er hörte nicht die Schreie, das Flehen, es zu beenden, ihn gehen zu lassen.
Und er hörte nicht, wie sein jüngerer Bruder zurückschrie *Wenn Malcolm das gesagt hat, dann, Déjà-vu, Bitch! *.
Wie... Sie feuerten ihn wirklich an, noch härter zuzuschlagen. Sie feuerten ihn an, ihn noch brutaler zu töten. Dewey tat es auch, obwohl er wirklich Angst vor seinem Ältesten hatte. Und obwohl er nicht wusste, was "Vergewaltigung" ist, aber die Art und Weise, wie seine großen Brüder reagierten, haben ihn in den Bann gezogen.



Francis steht auf und versucht, sich am Tisch festzuhalten. Reese steht neben ihm, hilft ihm auf und beobachtet, wie Francis wegstolpert und direkt ins Zimmer seines Bruders geht.
Dewey und Reese tauschen einen kurzen Blick aus, bevor sie ihm durch das Haus ins Badezimmer folgen.

Sie beobachten, wie er sich neben seinen kleinen Bruder kniet, der sich bereits um sein eigenes Handgelenk gekümmert hat.
Wie er ihn umarmt und den kleineren Körper an seinen eigenen drückt.
Malcolm sieht irritiert aus, immer noch Tränen in den Augen und immer noch zitternd, aber viel ruhiger als zuvor.

,,Was ist mit dir passiert?!", fragt er panisch, sein erster Gedanke ist, Francis ist schwer verletzt!
,,Du bist voller Blut, was ist passiert!"
,,Malcolm, es tut mir so verdammt leid. Wenn ich dir jemals das Gefühl gegeben habe, du könntest mir nicht vertrauen, dann lass mich dir sagen, du kannst es! Es tut mir so leid, dass ich nicht auf dich gehört habe und dieses Arschloch bleiben ließ. Es tut mir leid, wirklich. Aber er wird dir nie wieder etwas antun, das schwöre ich!", sagt er, nachdem er Malcolms Gesicht in seine Hände genommen hat.

Der Jüngere weiß nicht, was er sagen soll.

Er findet immer noch keine Worte, als Reese sein blutiges Handgelenk in die Hand nimmt und es ein wenig drückt, um ihm zu signalisieren, dass es in Ordnung ist.

,,Wir lieben dich, weißt du... Wir werden uns durch Unfälle umbringen, wenn du nicht hier bist, um uns zu sagen, wie dumm wir sind und uns zu stoppen, das weißt du..." sagt Reese zu ihm, ohne ihn anzuschauen.
,,Es tut mir leid... Bitte seid nicht böse auf mich..", flüstert Malcolm, das Zittern in seiner Stimme.
,,Nein, bitte, es ist okay, es ist okay, ich verspreche es." antwortet Francis und streichelt sanft Malcolms Rücken.

,,Was ist hier passiert?!", hören sie ihre Eltern schreien, die Jungs schätzen mal, sie haben die blutige Leiche auf dem Boden gefunden.
Die Jungen sehen sich an und Malcolm ist der erste, der ein wenig zu lächeln beginnt und in seine Hand gluckst.
"Ich werde... dir die Schuld geben", sagt Malcolm, während er Francis Hand nimmt, um aufzustehen.
,,Natürlich wirst du das, mein kleiner Scheißer."



Made
By
Ren~
Zai
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