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⋙ Stay alive⋘

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Trafalgar Law
10.02.2022
22.09.2022
13
51.597
5
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
22.09.2022 4.627
 
Huhu^^

Ich habe euch natürlich nicht vergessen, ich kam nur nich eher zum hochladen.
In dem Sinne viel Spaß beim lesen und ja, es ist soweit die Dinge nehmen eine düstere Form an.
Und für Scarlett das übliche, versteht sich ja von selbst.
Und auch Snacks für alle treuen stummen Leser, bedient euch.

bis dahin,
eure Angel






⋙ 13.Note Die Scherben eines Traums⋘


Sie konnte eine Tasche im Flur vernehmen und wusste, dass es der Grauäugige war. Es war früh am Freitag Morgen und er musste los. Doch nicht für den Tag zu Arbeit, sondern für einen besonderen Auftrag am Freitag und Samstag. Dafür würde er gute vier Stunden waren müssen und sein Team würde dort vor Ort schlafen. Sonntag würde er wieder da sein und doch war das, das erste Mal, dass die Blauhaarige alleine in diesem Haus war, seit sie hier wohnte. Etwas, vor dem sie durchaus ein wenig Angst hatte und doch würde sie sich nicht zu viele Gedanken machen. „Also dann, wir sehen uns dann Sonntag wieder.“ Darauf nickte sie und lächelte ihn breit an. Sie fühlte sich hier wohl und würde das auch überstehen. Zu dem würde ihr auch Angel erhalten bleiben. In der Hinsicht hatte sie jemanden den sie jederzeit anrufen kann, wenn etwas sein sollte und daher wollte sie ihn einfach nur mit einem guten Gefühl losschicken.
„Viel Erfolg.“ Sam versuchte ihre Unsicherheit einfach zu verstecken und dann grinste Law sie an. Sie mochte dieses Grinsen, denn es war irgendwie typisch er und sie wusste, dass er nicht jeden angrinste. Daher bildete sie sich schon etwas ein. Minimal zu mindestens. Auch aus dem Grund etwas selbstsicherer zu werden. Sie wollte nicht immer von diesen Zweifeln beherrscht werden. Sie wollte etwas sicherer sein.
„Danke und bis dann.“ Darauf nickte sie dann und grinste nun auch vor sich hin. Sie würde auch definitiv etwas Gitarre üben. Wer konnte schon sagen, vielleicht war sie bald wieder etwas besser. Außerdem würde sie heute und morgen auch hauptsächlich im Café sein. Die Zeit würde bestimmt schnell vergehen. Sie musste wieder daran denken, dass sie letztens erst festgestellt hatte, dass ihr der Grauäugige mittlerweile mehr bedeutete als ihr vermutlich lieb war. Doch dieses Mal würde sie sich mehr Zeit lassen und die Person eindeutig besser kennenlernen. Hinzukam, dass Law vermutlich noch immer zu sehr um Cecilia trauerte.
„Bis dann.“  kniete sich etwas runter, worauf Bepo auch direkt auf sie zukam. Sie liebte diesen Hund und wollte ihn niemals wieder vermissen. Er war wundervoll und ein Herz von Hund. Er war auch mittlerweile so gut erzogen, dass es schon erstaunlich war. Doch das zeigte eben auch, wie gut sich der Grauäugige mit Hunden auskannte. Beide waren ein eingespieltes Team und nahezu unzertrennlich. Wo Law war, da war auch Bepo nicht sonderlich weit und dieser beschütze ihn auch immer. „Pass mir gut auf ihn auf.“ Darauf bellte er dann und Sam lächelte ihn an. Sie erinnerte sich, dass sie früher auch immer Tiere haben wollte. Am liebsten eine Katze und doch hatte sie sich diesen Wunsch nie erfüllt, ob er sich eines Tages vielleicht doch noch erfüllen ließe? Es blieb wohl abzuwarten.
„Denk dran, wenn was sein sollte, dann ruf Angel an.“ Darauf nickte sie und wusste, dass er im Grunde recht hatte. Sie musste sich keine Sorgen machen und am allerwenigsten Angst haben. Sie begann sich zu fragen, wie Weihnachten werden würde. Vielleicht würde sie dieses Jahr auch endlich wieder ihren Vater besuchen. Akina war immer da gewesen, doch Sam wurde das von Ecki immer verboten. Bei der Gelegenheit sollte sie auch ihren Großvater besuchen. Im Grunde hatte sie es ihm zu verdanken, dass sie nun ihr war. Sie stellte sich wieder hin und fasste dann all ihren Mut zusammen.
„Darf ich dich umarmen?“ Er nickte nur und sie umarmte ihn kurz, bevor er dann endgültig das Haus verließ und sie damit alleine war. Sie beschloss noch etwas Gitarre zu spielen, bevor sie sich auf den Weg machen würde. Sie teilte sich ihre Schicht immer mit Akina ein, denn sie liebte es am meisten mit ihrer Schwester zu arbeiten. Vor allem konnte sie nun immer im Laden sein, da sie ihren Bürokram nun zu Hause machen konnte. Kein Fremdgeher, der sie dabei stören oder sie davon abhalten würde. Darüber freute sie sich fast schon am meisten.

▪▪♪♪▪▪


Es war Samstag Mittag und die Blauhaarige stand wieder im Café. Heute war es vergleichsweise sehr ruhig und sie genoss das durchaus. Sie hatte auch Zeit an neuen Kreationen zu arbeiten und sie hatte auch gerade eine fertig gestellt. Kleine Matchamuffis mit Blaubeeren, die waren sehr lecker und auch die ersten Gäste hatten diese schon probiert und mochten sie. Sie liebte diesen Tag einfach und es war auch absolut nicht mehr schlimm, dass Law aktuell nicht da war. Sie kam extrem gut damit zurecht.
Es ist Samstag Sam ist im Café und Sam steht mit Akina im Laden. „Wie läuft es?“ Sie blickte zu der Lilahaarige und wusste mehr als genau worauf diese anspielte. Warum sie eigentlich so versessen darauf war, dass da mehr zwischen Law und Sam war, dass wusste wohl auch niemand so wirklich. Doch Sam wusste, dass sie es auf gewisse Weise abwürgen musste. Sie sollte sich da nichts verrennen und deswegen musste die Blauhaarige selbst dafür Sorgen tragen.
„Sehr gut. Law und ich werden langsam richtige Freunde.“ Darauf nickte sie dann mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Es war wirklich nicht schwer zu erraten, was sie in dem Augenblick dachte. Dafür musste man wahrlich kein Magier sein, sondern einfach nur die Lilahaarige kennen. Das reichte in dem Punkt absolut aus. „Dieses Wochenende ist er nicht da. Er ist auf einem sehr großen Auftrag.“ Sie erklärte es als wäre es das normalste der Welt, was es im Grunde auch war. Gut für Sam war es eben noch immer mehr als schwierig allein zu sein, doch sie versuchte es einfach zu überstehen. Sie wollte kleine Schritte nach vorne machen und langsam wieder zu sich selbst finden. Es war wie der Grauäugige immer sagte, es spielt keine Rolle, wie lange es dauern würde, so lange sie es einfach nur versuchte.
„Freunde, aus denen bestimmt mal mehr wird.“ Im Moment waren weder sie noch Law auch nur im minimalen Ansatz an einer Beziehung interessiert. Sie hatten beide sehr viel durch und selbst wenn sich eines Tages etwas daraus entwickeln sollte, so war das heute noch nicht abzusehen und ob es das sein würde, dass konnte niemand sagen. Sam wollte auch im Moment keine Risiken eingehen. Sicherlich war der Grauäugige das Gegenteil vom Fremdgeher und doch hatte gerade Ecki tiefe Wunden und Narben hinterlassen, die einfach noch Zeit brauchten. Diese Zeit würde sie sich selbst auch geben und sich nie wieder zu etwas zwingen. Die Angst vor dem Alleinsein würde immer bleiben, doch sie hatte in den letzten Monaten eine Sache gelernt: Sie hatte Menschen die sie dann anrufen konnte und die für sie dann da sein würden. Darauf musste sie bauen und auch lernen zu vertrauen.
„Law trauert noch immer und wer weiß, wann das jemals enden wird. Außerdem bin ich auch noch lange nicht bereit. Außerdem ist mir die Freundschaft schon mehr wert als alles andere. Ich will im Moment nichts riskieren.“ Sie flüsterte es fast nur und bediente dann einen Kunden. Das war auch eine der Sachen, die die Blauhaarige bemerkt hatte, dass sie unter dem Fremdgeher die Freude an ihrem Job und auch an dem Café fast verloren hatte. Diese war nun zurück und darüber war sie mehr als nur froh. Sie liebte wieder das was sie gerne tat und auch ihre Inspiration für neue Kreationen ist wieder vollständig zurückgekehrt.
„Abwarten, ich gehe jede Wette ein, dass der Tag kommt an dem ihr beide zu Turteltauben werdet.“ Darauf schüttelte sie einfach nur den Kopf und machte weiter, als plötzlich die Ladentür aufging und dort sechs Männer mit Baseballschläger standen. Der Magen der Blauhaarigen zog sich in der Sekunde schon zusammen und sie wusste nicht, was sie denken sollte. Doch sie spürte, dass diese Typen die Gefahr waren, doch was wollten sie von ihr? Instinktiv wusste sie, wer diese Männer geschickt hatte, nur würde sie keine Beweise dafür haben.
„Jeder der nichts aufs Maul kriegen will verschwindet jetzt.“ Damit stürmten alle aus dem Laden und Sam blickte zu Akina. Sie blickte sie hilflos an, doch keiner von ihnen wusste in dem Moment, was sie tun sollte. Doch die Blauhaarige musste ihren Laden irgendwie verteidigen, was es auch kosten würde. Sie musste es einfach versuchen und hoffen, dass es nicht ihre letzte Stunde auf Erden war, die damit anbrach. Sie hatte tierische Angst und doch würde der Grauäugige nicht da sein. Sie war sich in der Sekunde nicht sicher, ob das gut oder schlecht war. Auf der einen Seite konnte ihm so nichts passieren, aber auf der anderen Seite würde sie auch alleine sein.
„Entschuldigen Sie mal. Was wollen sie? Wer sind sie?“ Sie schrie einfach ohne nachzudenken diese Männer an und einer kaum auf sie zu und setzte sie buchstäblich fest. Sie hatte sich noch nie so gefühlt, als wäre sie einfach fallen gelassen worden. Fallen ohne Boden unter sich zu haben. Sie erahnte schon, was kommen würde und ihr zog sich das Herz zusammen. Ihr wurde die Luft schmerzhaft aus den Lungen gezogen und sie hatte das Gefühl, als wäre die Zeit eingefroren.
„Sam!“ Die Lilahaarige will ihr zur Hilfe eilen und wird von einem Anderen dann festgehalten. Sie sehen sich an und sie konnte es auch in ihren Augen lesen. Sie wussten beide, was nun passieren würde. Davor hatte Sam die ganze Zeit schon Angst gehabt, dass der Fremdgeher versuchen würde sie zu brechen, damit sie freiwillig zurückkehren würde. Doch niemals würde sie wieder so schwach werden. Niemals würde sie ihm wieder auf diese Weise nachgeben. Dann hörte sie es scheppern und ihr Kopf schellte in die Richtung. Machtlos. Hilflos. Mutlos. In dem Moment rauschten tausend Gedanken und Gefühle durch ihren Körper, dass dieser taub wurde.
„Nein! Aufhören!“ Sie versucht sich irgendwie zu befreien. Sie wollte dass es aufhört. Ihre Lunge brannte und die Tränen rannen ihre Wangen hinab. Sie konnte nur zusehen, wie ihr Traum in Scherben und Splitter zerschellte. Sie schrie und versuchte irgendwie frei zu kommen. Warum? Wie konnte man derart grausam sein. „Wieso?!“ Ihre Stimme brach ab und die Kraft verließ sie. Dann besahen sie sich ihrem Werk, bevor einer der Männer auf die Lilahaarige zuging und ihr in den Bauch trat. „Aki! Nein, aufhören!“ Sie
schrie auf und konnte nur zusehen, wie sie ihre Schwester verprügelten, bevor sie sie einfach liegen ließen und verschwanden. Sofort rannte sie zu ihrer Schwester und sah sie noch atmen. Sie brauchte Hilfe. Sie rannte hinter den Tresen und suchte ihr Handy, doch es lag zerstört auf dem Boden. Es war bei der Zerstörung auch zerstört worden. In dem Augenblick fragte sie sich, warum keiner der Gäste die Polizei gerufen hatte. „Scheiße.“ Die Verzweiflung nahm sie vollständig ein und sie rannte dann nach draußen, auch wenn es ihr schwer fiel. Doch das Adrenalin und die Panik hielt sie auf den Beinen. Ihr Kopf rauschte und sie konnte spüren, wie ihr Herz einen Marathon lief. Dann stand sie draußen und wusste nicht was sie machen soll. „Hilfe!“ Sie schrie einfach und ging dann in die Knie. Sie wusste nicht was sie jetzt machen soll und hoffte auf ein innerliches Wunder. Dann spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter und blickte in fremde Augen. Doch das war das kleine Wunder.
„Miss? Kann man ihnen helfen?“ Sie versuchte ihre Stimme wiederzufinden und atmete kurz einmal tief durch.
„Wir brauchen einen Krankenwagen und die Polizei. Männer, sie haben unseren Laden zerschlagen und meine Schwester!“ In ihrem Kopf ergab das was sie gesagt hatte nicht einmal Sinn. Sie konnte nur seine Stimme hören, wie er die Polizei und einen Krankenwagen rief. Sie begann einfach innerlich zu beten. Ihr Traum lag in Scherben und alles erschien so dunkel wie schon lange nicht mehr. Sie hatte nur diese eine Frage in ihrem Kopf. Warum? Sie konnte und wollte es vielleicht auch einfach nicht verstehen.

Die nächsten Stunden waren die reinste Tortur für die Blauhaarige. Sie machte ihre Aussage und hoffte, dass man diese Männer schnell fassen wird. Doch sie hielt Ecki für viel zu schlau. Sie ist fast schon davon überzeugt, dass er den Männern nicht seinen Namen genannt hat. Auch wenn sie nicht viel von dem Fremdgeher hielt, aber schlau war er leider. Vor allem aber manipulativ und dieses Wissen hatte sie von dem Grauäugigen. Wie sehr wünschte sie sich gerade Law her. Doch er war hunderte Kilometer entfernt und würde erst am morgigen Nachmittag wiederkommen.
Ihre Schwester hatte einiges abbekommen. Mehrere Knochenbrüche und auch einige andere Wunden von denen zwei sogar genäht werden mussten. Sie saß am Bett der Lilahaarigen und konnte es einfach nicht fassen. Dennoch wusste sie eine Sache, wenn es wirklich Ecki war, dann würde sie ihm das niemals verzeihen. Selbst in hundert Jahren nicht. Sie würde ihn immer dafür hassen. Sie hörte die Tür und erblickte dann auch schon den Gelbäugigen.
„Ich bin so schnell gekommen, wie ich nur konnte.“ Er musste auch einige Stunden waren, da er auf einem Wettkampf war, den er extra abgebrochen hatte. Doch für ihn war Akina eben tausend mal mehr wert als ein Wettkampf. Er ging zu ihr ans Bett und küsste ihre Stirn. „Wie geht es ihr?“ Sie blickte ihn an und ein Raunen verließ ihre Lippen. Sie fühlte sich vollkommen zerstört und gebrochen. Sie wusste einfach nicht, wie es aktuell weitergehen sollte. Sie war damit so vollkommen überfordert. Hinzukam, dass das Café vollkommen zerstört war und das würde Unmengen kosten, dass wieder aufzubauen. Auch wenn die Versicherung einen Teil übernehmen würde, aber ob das ausreichen würde? Sie würde Tagelang schließen müssen und diese Verluste wieder reinzukriegen, dass war eine wahre Herausforderung.
„Sie wird es überstehen. Sie sollte morgen auch wieder aufwachen. Doch das Café liegt in Trümmern.“ Sie flüsterte es nur und betrachtete dann wieder Akina. Sie hatten sich diesen Traum gemeinsam aufgebaut und ihr zog sich das Herz erneut schmerzhaft zusammen. Sie konnte es einfach noch immer nicht glauben. Wieso musste ihr das ausgerechnet jetzt passieren? Sie fand doch gerade wieder ins Leben zurück.
„Wer war das?“ Diese Frage stellte sich für die Blauhaarige schon lange nicht mehr. Sie wusste es schon, als sie diese Männer sah und die gesamte Situation begriffen hatte. In dem Augenblick wusste sie es eigentlich schon und brauchte auch keine Frage mehr nach dem wer. Dennoch war es aktuelle nur ein Verdacht und ohne Beweise stand sie leider ziemlich blöd da. Deswegen musste sie einfach hoffen, dass die Typen gefasst werden und der Fremdgeher ein paar seine Marionetten verlor. Doch sie hatte fast die Vermutung, dass er die letzten Monate sich sehr gut vorbereitet hat. Denn ein Ecki verlor niemals etwas und ihm wurde auch niemals etwas weggenommen. Und ihm wurde vieles genommen, dadurch dass die Blauhaarige ihn verließ.
„Ich habe einen Verdacht, aber keinen Beweis. Das ist das Problem daran.“ Sie flüsterte es fast nur und starrte auf ihre Schwester. Sie lag dort und wenn Sam könnte, dann würde sie die Zeit zurückdrehen. Sich niemals auf den Fremdgeher einlassen. Doch das konnte man nicht mehr ändern. Was für sie am schlimmsten war, war die Angst, dass nun auch Angel, Law oder Ace etwas passieren könnten. Sie waren ihr immerhin nun auch ans Herz gewachsen und sie wollte nicht mehr ohne sie. Sie war sich ziemlich sicher, dass Ecki davon wusste oder es zu mindestens erahnte.
„Verstehe. Ich kümmere mich um Akina. Tu mir den Gefallen und kümmere dich um den Laden. Akina hängt so sehr daran.“ Sie blickte zu Mihawk, der nur Augen für die Lilahaarige hatte und er hatte recht. Sie musste an das denken, was der Grauäugige ihr gesagt hatte. Sie sollte dem Fremdgeher zeigen, dass sie nicht aufgab. Das würde sie auch nicht. Sie hatte Personen auf die sie sich verlassen konnte. Auf die sie zählen konnte. Weinen und verzweifeln würde sie für sich allein, wenn niemand sie sah. Diese Stärke musste sie allein schon für Law aufbringen, damit er stolz auf sie sein konnte. Er hatte so viel für sie getan, dass war sie ihm schuldig.
„Du hast recht.“ Ein Raunen verließ ihre Lippen und Sam seufzte tief, bevor sie die Hand von Akina kurz küsste. Sie liebte ihre Schwester und allein für sie, würde sie kämpfen müssen. Sie würde es vorerst nicht können. Auch wenn sie die jüngere war, sie musste jetzt die Starke sein und ihr beweisen, dass sie auch in der Lage war zu kämpfen. Damit sah sie dann zu Mihawk. „Kann ich mir dein Handy ausleihen? Meins wurde zerstört.“ Er nickte und sie rief die Braunhaarige an, um sie zu bitten, sie abzuholen. Sie stimmte dem auch zu und damit verabschiedete sie sich dann vom Gelbäugigen und er versprach noch einmal sich gut um die Lilahaarige zu kümmern. Sie wusste, dass sie sich auf ihn verlassen konnte und damit ging sie vor das Krankenhaus und wartete auf Angel, welche dann auch schon wenig später ankam. Sie hatte auch erwähnt, dass sie aktuell in der Stadt war, um etwas zu erledigen.
„Sam, was ist passiert?“ Die Braunhaarige nahm sie in den Arm und sie seufzte kurz. Sie erklärte, dass sie ihr alles erklären würde. Im Moment bräuchte sie sie einfach an ihrer Seite und Angel stimmte direkt zu. Es war so gut, dass sie da war und dadurch konnte die Blauhaarige auch wieder etwas Kraft tanken. Die würde sie bei dem was nun kommt auch brauchen.
„Können wir kurz zum Café fahren?“ Damit fuhren sie dort hin und sie betraten das Café und sie stand wieder in den Scherben ihres Traums. Etwas, dass sie niemals gewollt hatte und sie konnte die Braunhaarige hinter sich hören, wie sie vollkommen geschockt war. „Ich bin mir sicher, dass es Ecki war, der diese Männer geschickt hat, doch ich kann nichts beweisen. Rein gar nichts.“ Dann ging sie nach hinten, um einige Akten einzupacken und auch ihre und die Sachen ihrer Schwester mitzunehmen, bevor sie wieder zu Angel ging, welche sich umsah und ein Foto in der Hand hielt. Es war eines von der Erinnerungswand und musste heruntergefallen sein. Es gab einige Touristen, die hier waren und sich dort verewigt hatten.
„So furchtbar.“ Sie blickte dann zu der Blauhaarige, welche sich dann auch noch einmal umsah. Sie hatte viele schöne und lustige Erinnerungen an diesen Ort. Sie hatte es immer geliebt hier zu arbeiten. Jetzt lag es in Trümmern. Der Fremdgeher konnte nicht allen Ernstes davon ausgehen, dass sie das dazu brachte wieder in seine Arme zurückzukehren. „Na komm, wir gehen.“ Sie fahren damit dann wieder nach Hause. Die Braunhaarige versprach auf der Fahrt, dass sie bis morgen bleiben würde. Sie kamen an und am Garagentor stand es dann. In roter Schrift, das sie dabei war zu verlaufen, konnte das nur irgendetwas wie Kreide oder anderes Material sein. Morgen würde man dass nicht mehr sehen, da war sie sich ziemlich sicher. „Du nimmst sie mir nicht weg.“ Sie konnte Angel neben sich hören und ein Raunen verließ ihre Lippen.  Dennoch war die Blauhaarige in dem Moment einfach nur müde von der ganzen Scheiße und wollte nur noch alles für den Moment vergessen.
„Was soll das denn?“ Damit brachte Angel sie dann nach drinnen. Rief Ace an, welcher dann auch kam und das mit Pizza. Das konnte sie durchaus sehr gut gebrauchen. Sie wurde von beiden abgelenkt und war ihnen unendlich dankbar. Für einige Zeit konnte sie den ganzen Scheiß wirklich vergessen. Morgen würde der Grauäugige zurückkehren und was dieser sagen würde, dass konnte man wohl auch nur schwer sagen. Die nächsten Wochen werden auf jeden Fall zu einer Hölle, so viel stand für sie fest.

Am nächsten Morgen erwachte sie und stand dann auch auf. Sie blieb einfach im Schlafanzug. Sie spürte eine gewisse Kälte im Flur und ging nach unten. Dort stand die Tür einen Spalt offen. Sie sah sich sich um und wusste nicht, was sie davon halten sollte. Sie schloss die Tür und blickte sich dann um. Etwas stimmte hier nicht, dass sagte ihr das Gefühl in ihrem Bauch. Dort stand angefangenes Frühstück, als hätte einer der beiden angefangen Frühstück zuzubereiten. Doch was dann? Sie erinnerte sich, dass es in ihrem Traum geklingelt hatte, war das in Wahrheit in der Realität gewesen? Konnte das sein? Sie wusste es nicht. Dann hörte sie wieder Schritte auf der Treppe.
„Was ist los?“ Die Blauhaarige blickte zu dem Sommersprossigen und war ehrlich noch immer extrem verwirrt. Hinzukam, dass sie nicht wusste, was sie von der ganzen Sache halten sollte. Wenn Ace hier war, wo war dann Angel? Das Gefühl in ihrem Magen wurde immer schlimmer und sie hatte das Gefühl, dass sie gleich kotzen muss. Was alles allein in 24 h passiert ist, ist wie eine Horrorachterbahn.
„Ich weiß nicht, die Tür war offen und unten steht angefangenes Frühstück.“ Sie erklärte, was sie vorgefunden hatte und sofort legte Ace den Kopf schief. Er sah sich suchend um und schien nach etwas zu suchen. Nicht etwas. Jemand. Angel. Die Frage war, wo war sie? Sie wurde das Gefühl nicht los, dass die nächsten Worte sie vollkommen zerstören werden. Das Gefühl wurde auch immer stärker.
„Wo ist Angel? Sie wollte doch Frühstück machen.“ Darauf gefror alles in ihr und sie erahnte in dem Moment das schlimmste. Nach gestern ging sie grundlegend vom schlimmsten aus. Eins und eins zusammenzählen war alles andere als wirklich schwer. In dem Zusammenhang blieb nur ein Schluss übrig. Innerlich hoffte Sam, dass sie sich irrte, nur leider sprach alles dafür. Sie hatte eine tierische Angst, die folgenden Worte auszusprechen.
„Hier unten ist aber niemand.“ Wie von einer Wespe gestochen rennt der Sommersprossige nach oben und kommt nur wenige Sekunden später wieder runter gerannt. Er hatte sich einen Pullover übergezogen.
„Hier Handy liegt noch oben.“ Damit zog er sich dann die Schuhe an und die Jacke, bevor er sich zu der Blauhaarigen umdrehte. „Du bleibst hier, falls sie zurückkommen sollte. Ich gehe die Gegend absuchen. Ruf mich an, wenn was sein sollte.“ Sie nickte und begann auf und ab zu laufen. Wie ein Tiger im Käfig. Es waren die schlimmsten Minuten ihres Lebens. Dann klingelte es und innerlich hoffte sie, dass es einfach die Braunhaarige war. Als vor der Tür die Polizei stand, gab es nur zwei Optionen, entweder es ging um ihre Café oder etwas anderes musste passiert sein. Sie wollte nicht einmal in ihren Gedanken aussprechen, was das andere sein könnte. Sie fühlte sich wie in einem Horrorfilm. Was war nur los?
„Entschuldigen Sie, wir wurden gerufen, weil ein Nachbar jemanden gesehen hat, der in einen schwarzen Van gezogen wurde.“ Ihr gefror das Blut in den Adern und sie vergaß, wie man atmet. Das der Fremdgeher soweit gehen würde, dass hätte sie niemals erwartet. Niemals hätte sie das gedacht. Es machte alles umso vieles schlimmer. Wann würde dieser Albtraum nur je wieder enden? Sie wurde dann von den Polizisten noch einmal angesprochen, worauf sie zusammenzuckte und wieder etwas Leben in ihren Körper kam. Die Braunhaarige war offenkundig in Gefahr und sie blickte die Polizisten an.
„Angel, also wurde sie entführt? Ihr Freund sucht gerade die Gegend ab und ich bin hier geblieben, falls sie zurückkommen sollte.“ Sie rannte direkt zum Handy, dass der Sommersprossige auf die Kommode gelegt hatte und rief ihn an. Er sagte, dass er gleich wieder da sein würde und sich beeilen würde. Sie wollte sich gar nicht erst ausmalen, wie es ihm damit gehen musste. Er ging vermutlich durch eine noch viel schlimmere Hölle. Dennoch rauschte wieder und wieder ein Gedanke durch ihren Kopf, es war Sam´s Schuld. Sie allein trug Schuld daran, weil sie alle drei ihr helfen wollten.
„Haben sie ein Foto?“ Sie hörte die Polizisten und musste den Kopf schütteln. Sie wollte auf dem Handy von Angel nicht rum wühlen und auf Ace warten. Er würde bestimmt auf Anhieb ein gutes finden. Auch wenn das vermutlich die falsche Situation für Anstand war. Doch irgendwie wollte sie es dennoch nicht.
„Einen Moment, ich werden ihren Freund anrufen, dass er wieder herkommt.“ Darauf kam dann auch der Sommersprossige zurück und sie berichteten was passiert war. Ace meinte, dass Klingeln nicht gehört zu haben, doch er war auch duschen gewesen. So stellten sie einige Fragen und nahmen auch direkt eine Vermisstenanzeige auf. Angel war weg. Einfach weg. Sie saßen dann einige Stunden später im Wohnzimmer. Es war kaum zu glauben, was alles passiert war. Fakt war, es war Ecki, nur hatte er sich verdammt gut organisiert und Sam hatte ihn gnadenlos unterschätzt, dass kam ihr gerade in dem Moment teuer zu stehen.
„Was ist das nur für ein Albtraum?“ Der Sommersprossige schüttelte einfach nur den Kopf und dann kam der Blauhaarigen Law in den Sinn. Das wird eine Begrüßung, um erst einmal sagen zu müssen, dass seine beste Freundin entführt wurde. Und das vermutlich auch noch von dem Typen, den er über alles hasst. Vermutlich würde der Grauäugige ausrasten. Oder er wird einfach erstarren und nichts mehr sagen können. Das war das schlimmste Wochenende in ihrem Leben und sie brauchte einfach einen Hoffnungsschimmer, sei er auch noch so klein.
„Ich weiß es nicht, aber es macht mich irre. Ich kann nichts tun.“ Seine Stimme brach und sie konnte ihn verstehen. Die Liebe seines Lebens war entführt worden und war irgendwo da draußen. Sie waren noch nicht einmal lange verheiratet und dann so etwas. Die Braunhaarige hatte doch mit alle dem nichts zu tun. Doch vielleicht sah Ecki das anders. Sie wollte gar nicht wissen, was in seinem Kopf vorging. Gut konnte das auf keinen Fall sein.
„Ich hoffe sie können sie finden.“ Schließlich hören sie die Tür und doch bewegte sich keiner von ihnen. Dann hörte sie ein Tapsen und erblickte Bepo. Es war also der Grauäugige, wer auch sonst? Angel konnte es schlecht sein. Es war so furchtbar. Sie spürte es feuchtes an ihrer Hand und kraulte dann Bepo. „Na du? Hast du Law auch mitgebracht?“ Sie saßen auch da wie zwei traurige Sonntagsgestalten. Mehr tot als lebendig. Jedenfalls fühlte sich die Blauhaarige innerlich wie gelähmt. Vor allem hatte sie im Moment das Gefühl, dass ihr gesamte Welt am kollabieren war. Dann vernahm sie Schritte und blickte auf. Sie konnte Law sehen und der hob die Augenbraue.
„Wie seht ihr denn aus? Was ist passiert?“ Man hörte ihm deutlich die Verwirrung an, aber das war auch wirklich kein Wunder. Wer würde die Situation schon einfach so verstehen, wenn er zwei traurige Zombies betrachtete? Vermutlich niemand. Ein Raunen verließ die Lippen der Blauhaarigen. Sie war sich nicht sicher, ob der Sommersprossige aktuell überhaupt im Stande war, etwas zu sagen. Sie musste das wohl oder über übernehmen. Das wird dann der nächste Trip auf der langen Liste der Dinge die sie in 24 h hassen gelernt hatte.
„Eine Menge Scheiße, dass ist passiert. Mein Laden wurde zu Kleinholz verarbeitet, meine Schwester dabei zusammengeschlagen und Angel offenkundig entführt.“ Ein stumpfes Geräusch ertönte und sie blickte zur Ursache. Es war die Tasche des Grauäugigen, welche einfach zu Boden gefallen war. Er schien einen Moment zu brauchen. Es war klar, dass ihn das so eiskalt erwischen würde. Es war auch nicht anders zu erwarten.
„Bitte was?“ Es war kaum mehr als ein Hauchen und so wurde das zu einem ziemlich trüben Sonntag. Zu einem, den sie am liebsten aus ihrem Kopf streichen würde, wie das gesamte Wochenende. Doch die kommende Woche sollte zu einer echten Hölle werden. Die Suche nach Angel sollte zu einem Drama führen, dass erst seinen Anfang nahm und dass alles nur, weil die Blauhaarige sich von einem scheinbaren Psychopathen getrennt hatte. Auch wenn sowohl Ace als auch Law immer wieder sagten, dass sie keine Schuld hatte. Die kommende Woche bekam sie daran mehr und mehr ihre Zweifeln.
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