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⋙Be proud⋘

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Mihawk "Falkenauge" Dulacre OC (Own Character) Penguin Puma D. Ace / Gol D. Ace Trafalgar Law
09.02.2022
15.06.2022
10
38.151
1
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
09.02.2022 2.200
 
Huhu^^

Wer Game of Thrones kennt, kennt die Inspiration...
Ich begrüße euch damit herzlich zu diesem Drama und sage euch, dass es auch etwas länger wird.
Nun ich hoffe ihr mögt es. Ich hoffe es macht euch neugierig.
Scarlett stelle ich Kekse hin und wünsche auch allen anderen viel spaß beim lesen.

Bis dahin,
Eure Angel





⋙{Prolog} Das große Ziel⋘


>>Februar 1334, Mendrinia königliche Hautstadt von Ezanya

Leandra starrte auf die Botschaften, die sie erreicht hatten und ein tiefes Seufzen verließ ihre Lippen. Es war im Grunde ein gutes Zeichen, eines das Frieden bot. Doch es hieß auch Abschied und das von jeder Tochter dieses Hauses. „Ist das unsere einzige Möglichkeit?“ Die Mutter sah zu ihrem Mann, der auf sie zuging und ihr einen Kuss auf ihre Schläfe gab. Jenes schätzte sie an Stephan am meisten, dass er immer wusste, wie sie sich fühlte, allein durch seinen Blick. Sie lehnte sich etwas an ihn und blickte zu dem Bruder des Königs. Corazon sah nicht unbedingt glücklich darüber aus, doch so war königliche Politik. Manche Entscheidungen mussten sein und waren der pure Schmerz. Doch diese diente einem höheren Ziel.
„Scheint ganz so.“ Es war Corazon, der das sagte und Leandra schloss kurz die Augen. Sie musste ihre innere Mutter ausschalten und nun voll und ganz Königin sein. Sie alle mussten ausblenden, dass es hier um ihre Kinder ging. Um ihre Töchter. Der König sah nicht wirklich glücklich aus. „Keinem von uns wird das leicht fallen.“ Da waren die Worte, die von nun an schwer in der Luft hängen würden. Keinen von ihnen würde das jemals leicht fallen.
„Dann sollten wir uns wohl überlegen, wer in welches Land reist.“ Es war Stephan, der das sagte und sich von Leandra löst, um sich richtig an den Kartentisch zu stellen. Acht Figuren, jede Figur für eines der Kinder. Auch Finja sah etwas gequält aus, doch kannte sie selbst das Gefühl in ein fremdes Land geschickt zu werden. Sie kannten das Gefühl, die Heimat für immer zu verlassen.
„Vom Alter her sollte Shumin und Akina nach Burasia und Yunaina.“ So erhob die Hawkins ihre Stimme und sah auf den Kartentisch. „Sie sind beide sehr stark und standhaft.“ Leandra konnte Stephan deutlich ansehen, wie nahe es ihm doch irgendwie ging. Denn es waren nicht einfache Hochzeiten. Im Grunde waren es Kriegsfeinde und sie schickten ihre Kinder in Feindesgebiet. Ob sie alle wirklich die Absichten hatten, die sie vorgaben, dass würde zeigen. Das war wohl das, was es so unfassbar schwer machte, eine Entscheidung zu treffen.
„Eure Tochter wird nach Burasia gehen und meine Shumin nach Yunaina.“ Mit einem Klacken stellten sich zwei der Figuren auf das Feld, sie hatte farbliche Markierungen, um erkennbar zu machen, für wen es stand. Talanko schickte ihnen in zwei Jahren eine Prinzessin. Das war der nächste Schritt, dass wusste die Mutter und mit diesem Schritt würde auch ihre liebste Tochter folgen. Ihr würde also nicht mehr viel Zeit mit dieser bleiben, bevor sie für immer Abschied nehmen werden.
„Die Prinzessin aus Talanko wird an Law gehen, er ist der Thronfolger.“ Damit erhob Leandra ihre Stimme und der König konnte ihr anhören, dass es ihr wirklich nicht leicht fiel. Sie war eine Vinsmoke durch und durch. Eine standhafte Frau und Persönlichkeit, doch ging es um ihre Kinder, dann wurde sie sentimental und fast schon zerbrechlich. Sie hatte eben eine große Liebe für diese und die nächsten Worte würden sie verletzten, das wusste er mehr als genau, doch er hatte keine Wahl, es wäre die beste Wahl.
„Ja, da magst du recht haben und Angel muss nach Venima.“ Er konnte sehen, wie ihr eine Träne die Wange hinabrann und er setzte die Figur auf die Stelle der Karte.
„Mein kleines Mädchen.“ Er hörte sie flüstern und ergriff ihre Hand, um sie kurz zu küssen. Stephan wollte ihr zeigen, dass er da ist. Er konnte sich an die Geburt der Braunhaarigen noch sehr gut erinnern. Damals war es eine extrem schwierige Situation. Im Schloss war in dem Moment ein Feuer ausgebrochen. In mitten des flammenden Chaos in den Stallungen hatte sie Angel zur Welt gebracht, während die Flammen im Schloss gelöscht wurden. Das hatte beide irgendwie sehr stark zusammengeschweißt. Sie war das Wunder in der chaotischen Nacht gewesen, auch für den König. Sie war sein kleines Mädchen.
„Ich denke, dass Vivien wegen ihrer Mentalität in Thagalor sehr gut aufgehoben wäre und Riku in Aligania.“ Der König war seinem Bruder dankbar, dass er das Thema wieder auf das wesentliche lenkte, sonst hätte er sich in dem Moment in seinen Gedanken verloren. Das wäre dann doch alles andere als gut gewesen. Er setzte die Figuren, damit es nur noch zwei. Das war wirklich das, was er am König sein regelrecht hasste. Das Verkaufen der Kinder für einen Zweck, doch es gehörte dazu und deswegen würde er sich davor nicht scheuen.
„Bleiben noch Ostora und Craisia. Wir haben noch Amber und ihr habt noch Lydia.“ Er konnte die Stimme der Mutter wahrnehmen und es ging ihr im Moment nicht wirklich gut. Doch es war eben die Sorge, die da aus ihr sprach. Die anderen Reiche waren noch immer schwer einzuschätzen. Es gab zwei Ausgänge, entweder ging alles gut und Frieden entsteht oder es geht schief und sie verlieren sehr viel. Es war ein gewisses Risiko, doch er musste es eingehen, die Ressourcen für weitere Kriege waren nicht da.
„Dann schicken wir Lydia nach Ostora.“ Damit wurden die letzten zwei Figuren gesetzt und Leandra musste sich auf dem Tisch abstützen. Alle sieben Töchter des Hausen Partenaier würden verheiratet werden. Drei davon waren ihre eigenen und die anderen vier ihre Nichten. Es war kein einfacher Gedanke. Im Gegenteil, der Mutter würden nur ihre beiden Söhne bleiben. Es stimmte sie auf gewisse Weise traurig.
„Ich komme mir vor wie auf dem Viehmarkt.“ Es waren mehr ihre Gedanken, die in die Freiheit entlassen wurden und doch stimmte es. Sie hasste den Gedanken und doch war er aktuell unvermeidbar. Politik war nichts weiter als ein getarnter Sklavenmarkt, wer den besten Preis bot, was es auch war, der gewann und bekam die Allianz, die er sich davon versprach. Leandra war einst auch in dieser Situation, als Ezanya die Allianz anbot und sie ausgewählt wurde Stephan zu ehelichen. Heute war sie sehr glücklich an seiner Seite. Sie waren nicht das perfekte Paar, doch sie funktionierten als Einheit.
„Ja, aber es muss leider sein. Wir müssen Boten schicken. Sobald sie 14 werden, beginnt ihre Reise. Damit steht fest, dass Shumin und Akina schon sehr bald abreisen werden. Angel wird ihnen in zwei Jahren folgen. Amber und Vivien in vier Jahren und Riku und Lydia in sechs Jahren.“ Der König sah zu seinem Bruder, dem es offenbar schwer fiel, seine Töchter gehen zu lassen. Doch er kannte das königliche Los und wusste daher, dass der Tag irgendwann gekommen wäre. Sie als geborene Partenaier waren damit aufgewachsen und ihnen wurde immer gesagt, dass es ihr Schicksal sei, ein Weltreich zu erschaffen. Dafür würden sie nun den Grundstein legen. Die Ehen zum Friedenszweck waren nicht nur wegen der fehlenden Ressourcen, sondern auch wegen diesem Schicksal, dass an sie weitergegeben wurde. Sie mussten dem gerecht werden.
„Damit sei es dann wohl bestimmt.“ Die Mutter wusste, dass sie lernen musste damit zu leben, dass es nicht viel gab, dass sie hätte tun können. Die Töchter des Hauses Partenaier waren dazu geboren worden, um zu heiraten und Erben zur Welt zu bringen. Das war der einzige Sinn für eine Frau, mehr Sinn hatte sie nicht. Ein Klopfen riss sie aus ihren Gedanken und Stephan bat herein.
„Drake, was ist los?“ Es war Leandra, welche das fragte und den Kopf schief legte. Drake diente ihn schon viele Jahre und das absolut treu. Er war einer der wenigen, die verstanden hatten, was absolute Treue hieß. Doch in ihren Gedanken kam sie nicht frei von den Gedanken ihre Kinder verkauft zu haben. Der Palast würde Stück für Stück immer leerer werden. Doch mit diesem Gedanken würde sie sich schon anfreunden, sie musste es.
„Eure Majestät, ein Bote aus Faruanz. Er erbittet euch zu sprechen.“ Damit nickte sie und Drake ging wieder, bevor wenig später schon der Bote eintrat und sich sehr tief verneigte.
„Ich bringe euch eine Botschaft und damit eine Einladung. In Faruanz wird im Sommer eine doppelte Hochzeit gefeiert. Sanji Vinsmoke wird Pudding Charlotte ehelichen und Ichiji wird Jarina Charlotte ehelichen.“ Das klang nach einer guten Nachricht und sie seufzte erleichtert auf. Sie hatte sich in ihren Gedanken wieder das Schlimmste ausgemalt. Dennoch lag die Entscheidung leider nicht bei ihr und so blickte sie zu dem König.
„Was denkst du Stephan?“ Er dachte kurz nach und schien in Gedanken noch ganz bei den Entscheidungen zu sein. Sie konnte es ihm ansehen und dann verließ ein tiefes Raunen seine Lippen.
„Ich denke, wir als königliches Paar sollten daran teilnehmen.“ Darauf nickte sie und lächelte schwach, bevor sie sich wieder an den Boten wandte.
„Richtet jenes doch bitte meiner Familie aus und bleibt noch einen Augenblick, ich möchte eine Brief an meinen Bruder schreiben.“ Damit nickte er und ließ die Vier wieder alleine. Jeder schien seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Doch das lag vermutlich an dem verbundenen Risiko, denn niemand konnte sagen, ob es wirklich sicher war, was sie hier planten. Keiner von ihnen wusste, was ihre Töchter erwarten würde.
„Wir sollten es unseren Kindern wohl sagen, wie ihre Zukunft aussieht.“ Es war Corazon, welcher die Stille durchbrach und Leandra war ihm dafür äußerst dankbar. Damit schloss sie die Augen und blickt kurz zu Stephan, der stur auf die Karte blickte. Wie gerne würde sie in dem Moment seine Gedanken kennen. Doch das war bei ihm nie wirklich einfach. Auch nach all den Jahren nicht. Weitere Worte waren in dem Moment nicht von Nöten und schließlich ging die Mutter dann auch, um den besagten Brief zu schreiben.

„Nimm den mit und gib ihn meinem Bruder.“ Sie reichte dem Boten den Brief und dieser verabschiedete sich. Dann war sie allein und versank in ihren eigenen Gedanken. Die Zukunft. Sie begann sich zu fragen, wie diese wohl aussehen würde. Ein Seufzen verließ ihre Lippen und noch nie war ihr Herz so schwer. Sie erhob sich und ging zum Fenster. Sie sah, wie die Mädchen im Garten waren und Zeit zusammen verbrachten. Ein melancholisches Lächeln schlich sich in ihre Züge und ihr wurde bewusst, dass bald schon zwei von ihnen fort sein würden.
„Wir haben es geschafft, also werden sie es ebenso schaffen.“ Leandra zuckte kurz zusammen und sah dann kurz zu der Hawkins, welche den Raum betreten hatte und sich nun zu ihr gesellte. Ihre Worte stimmten, denn beide stammten aus fernen Reichen. Während ihre Mutter aus Faruanz stammte, so stammte die Hawkins aus Urvegia. Sie waren damals der Anfang eines Friedens. Heute waren die drei Königreiche in Frieden vereint. Damals schon kam der Vorschlag von den Partenaier. Sie war mit vierzehn in dieses Reich gekommen und schon zwei Jahre später hatte sie Law zur Welt gebracht, der heute stolzer Thronfolger war.
Sie wandte sich wieder den Mädchen im Garten zu und sah besonders zu ihrer Lieblingstochter. Sie konnte sich an ihre Geburt so gut erinnern, sie war in jener Nacht ihre Hoffnung gewesen. Angel war in vielerlei Hinsicht ihrer Mutter sehr ähnlich. „Ja, damit magst du Recht haben. Unsere Mädchen sind stark.“ Die Mutter konnte nicht sagen, ob sie nur versuchte sich das einzureden, damit es leichter wurde. Doch was es auch war, sie würde dem niemals im Weg stehen. Sie mussten stark bleiben, denn es war eine reine politische Wahl und dafür mussten insbesondere Frauen die größten Opfer bringen.
„Ja, durchaus und doch wissen nur die Götter, welche Prüfungen ihnen bevorsteht.“ Finja sprach damit einen sehr guten Punkt an und da wusste Leandra, dass sie kaum einen Einfluss haben würde, egal wie gut sie ihre Töchter vorbereiten würde. Am Ende standen Shumin, Angel und Amber dem alleine gegenüber. Sie begann sich zu fragen, ob die Hawkins ähnliche Gedanken in Bezug auf ihre Töchter hatte. Doch ob dem nun so war oder nicht, am Ende konnten sie nur alles tun, damit ihnen der Abschied nicht zu schwer fiel und ihre Mädchen mit Stolz dem Schicksal gegenübertreten würden. Sie würde ihnen die Kraft und Weisheit dafür geben. Sei es auch nur, um sicher zu sein, dass sie es überleben werden.
„Eines steht jedoch fest. Sie werden viel Kraft und Mut, aber vor allem Stolz brauchen.“ Es kam fast nur als Flüstern über die Lippen der Mutter und sie konnte die Hawkins seufzen hören, das würde in Zukunft noch eine Weile so sein, dass sie alle ein schweres Gemüt hatten. Denn aktuell waren die acht Reiche verfeindet. Doch mussten sie sich im Moment um sieben am meisten sorgen, da das achte Reich das der Prinzessin war, die zu ihnen kommen würde. Sie würden nichts tun, um das Vorhaben des Friedens zu schädigen.
Damit waren sie beide in ihren eigenen Sorgen gefangen und am meisten kreisten die Gedanken der Mutter sich um Angel. Was für ein Mann würde sie wohl erwarten? Wer konnte mit Sicherheit sagen, dass sie wirklich sicher sein würde? Doch sie war eine wahre Partenaier und daher vertraute Leandra einfach darauf und hoffte, dass die Götter sie nicht zu sehr strafen würden.
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