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⋙Dear Stepbrother⋘

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Mix
OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace
08.02.2022
14.06.2022
10
44.839
1
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
08.02.2022 3.442
 
Huhu^^
Willkommen zu der Story, die sich nun mit Dragonqueen abwechseln wird. Heißt automatisch. Nächste Woche kommt wieder Dragonqueen.
Diese Story ist der erste Teil. Ein zweiter Teil wird danach auch folgen. Wie lange dieser wird, dass weiß ich nicht. Diese Story wird aber um die 30 maximal 40 Kapitel haben. Ist eine Schätzung und kann immer noch nach oben gehen. Warten wir es doch doch. Denn anders als bei Dragonqueen, habe ich das Storyboard noch nicht fein ausgearbeitet und in Kapitel unterteilt.
So für alle die da sind, ich freu mich euch begrüßen zu dürfen und für die, die ein Review schreiben, die dürfen sich einen Keks nehmen. Ich hoffe ihr habt Spaß beim lesen und wir lesen und in zwei Wochen wieder, wenn es das erste Kapitel gibt.

Damit sei alles gesagt und ich sage, bis dahin,
Eure Angel




⋙ Einleitung [Patchwork]⋘


„Angel, mein Schatz?“. Angel hob die Augenbraue, denn es war ungewöhnlich, dass ihre Mutter nach ihr rief. Es war normalerweise eher so, dass sie ihre Kinder machen ließ, weil sie ihnen blind vertraute. Es konnte als nur etwas wichtiges sein, weswegen sie die Braunhaarige rief. Sie erhob sich und machte sich auf den Weg nach unten, wo ihre Mutter im großen offenen Wohnbereich stand und ihre Wäsche machte. In der Gegend, in der sie wohnten, schauten die Leute sie schon etwas schräg an, dass sie ihren Haushalt selbst machte. Sie wohnten im absoluten Luxusviertel von London, andere würden Bonzen- Gegend sagen. Ihre Mutter verdiente sehr gut und durch die Witwenrente, die sie bekam, war es noch einfacher in dieser Gegend zu wohnen. Im Grunde könnte sie sich locker Angestellte leisten. Der Chester Square war nicht umsonst die Straße der Superlative, aber ihre Familie hatte noch nie so wirklich hierher gepasst. Zu mindestens wenn man daran dachte, wie sie sich verhielten. Bodenständig, trotz der Masse an Geld, die sie hatten. Ihre Mutter war Star-Anwältin und ihr Vater war Arzt gewesen, in dessen Fußstapfen nun ihr Bruder Law treten wollte, denn auch er studiert Medizin. „Du bekommst zwei Brüder.“ Nun entglitten ihr sämtliche Gesichtszüge und sie wusste nicht so recht was sie sagen sollte. Ihr Vater war nun bereits acht Jahre tot und gewissermaßen hatte ihre Mutter nach all der Zeit das Recht auf ein neues Glück, aber Schwangerschaft? Das war doch etwas viel für Angel und sie stützte sich etwas am Türrahmen ab.
„Wie bist du denn schwanger geworden?“ Sie flüsterte es etwas und dann sah ihre Mutter so aus, als würden ihr sämtliche Gesichtszüge entgleiten. Leandra war dafür bekannt, dass sie die Dinge sagte, wie sie sie meinte. Doch hier schien irgendwas gar nicht so zu laufen, wie sie es wollte. Aus irgendeinem Grund kam Angel sich vor wie in einem Verhör und das beherrschte Leandra bestens, doch wieso war das eigentlich so? Immerhin hatte die Braunhaarige rein gar nichts verbrochen. Also eigentlich gab es absolut keinen Grund sich so zu fühlen.
„Nein, ich habe einen Mann kennengelernt, der hat zwei Söhne.“ Ein wenig erleichtert atmete sie auf und doch war das mindestens eine genauso schlechte Nachricht. Brüder? Sie hatte eigentlich keine wirkliche Lust darauf, zumal sie mit ihrer Familie wie sie war absolut glücklich war. Doch sollte ihre Mutter auch glücklich sein und so würde sie sich bemühen, sich mit ihnen und mit ihrem Stiefvater zu verstehen. „Sie sind in deinem Alter und du lernst sie dieses Wochenende kennen. Unser Haus ist groß genug. Zwei unser Gästezimmer gehen dafür an die Jungs. Ich hoffe, dass du dich gut mit ihnen verstehen wirst. Versuch es.“ Am Ende des Tages konnte Angel ihrer Mutter ebenso wenig abschlagen, wie diese ihren Kindern. Beruhte gewissermaßen auf Gegenseitigkeit, doch ob das dieses Mal so gut gehen konnte? Sicherlich würde sie es versuchen, aber die Sache war auch die, wie waren ihre Brüder bitte drauf?
„Ich werde es versuchen.“ Sie flüsterte es nur und dann zeigte ihre Mutter auf einen der Wäschekörbe. Die Braunhaarige ging darauf zu und nahm ihn hoch. Der Grund warum sie vermutlich so bodenständig waren, lag an der Tatsache, dass ihre Eltern sich aus der Armut nach oben gearbeitet hatten. Dann hörten sie die Tür und Amber trat durch die Tür. Ihre kleine Schwester war gut eineinhalb Jahre jünger als sie. Und Law war gut drei Jahre älter als Angel, was daran lag, dass ihre Schwester, die noch zwischen Angel und Law lag, in frühen Jahren an einer Krankheit starb. Angel kann sich heute kaum an sie erinnern, sie war damals gerade einmal vier Jahre gewesen.
„Ach Amber, gut das du kommst. Ihr bekommt zwei Brüder.“ Ihre Mutter durchbrach ihre Gedanken und ein Seufzen erklang von der Braunhaarigen.
„Stiefbrüder, bevor du fragst.“ Die Braunäugige sah wie immer so aus, als würde sie das alles kaum interessieren. Sie hatte in der Hinsicht immer schon etwas wenig Empathie, doch nicht auf die böse Art, sondern eher so, dass sie alles mit einer leichten Egal-Haltung hinnahm. Sie hatte ihr Ziel und dafür arbeitete sie hart. Zusätzlich hatte sie ihre kleine Schwärmerei. Doch davon wusste nur Angel und sonst niemand. Amber und sie waren sich schon immer sehr nahe gewesen und mehr wie beste Freundinnen als Schwestern.
„Naja, wenn du meinst. Ich bin auf meinem Zimmer.“ Damit verschwand sie schon mit ihrem Wäschekorb nach oben und die Braunhaarige folgte ihr. Sie räumte ihre Wäsche weg und brachte den leeren Korb in den Haushaltsraum, bevor sie sich ihren Skizzen und Entwürfen zuwandte. Das war ihr großer Traum. Mode designen. Am Abend riss sie ein Klopfen aus den Gedanken und es trat Amber ein, die sich dann auf den kleinen Hocker setzte.
„Was gibt es?“ Sie hatte es eigentlich sofort bemerkt. Irgendwas bedrückte sie und in ihrem Hinterkopf hatte sich schon ein Grund manifestiert. Sie kannte sie und wenn es eine Sache gab, die die Braunäugige seit drei Jahren beschäftigte, dann ein gewisser junger Mann mit kastanienbraunem Haar. In gewisser Weise konnte man sich ja nie wirklich aussuchen in wen man sich verliebte und doch hatte sich Amber in jemand gutes verliebt.
„Es geht mal wieder um meinen Schwarm, den ich seit drei Jahren habe.“ Einige würden behaupten, dass mit 13 sich zu verlieben ein wenig früh war. Aber es gab in dieser Hinsicht weder ein zu früh, noch ein zu spät. Liebe kam, wenn sie eben kam und dagegen war man in den meisten Fällen absolut machtlos. Manchmal hatte die Braunhaarige jedoch das Gefühl, dass sie sich niemals verlieben würde. Sie hatte noch nie einen Schwarm und niemanden für den sie Gefühle entwickelt hatte.
„Hast du immer noch Sorge, dass Mum es dir verbietet, weil er fünf Jahre älter ist, als du?“ Sie versuchte im Moment einfach bei der Sache zu bleiben und sah wie Amber nickte. Es stimmte also. Im Grunde war ein Altersunterschied vollkommen egal. Wenn man darüber nachdachte, wie viele Hochzeiten es früher gab, bei der die Braut 17 war und der Ehemann bereits 35. Es ist wirklich ein Problem der Moderne, dass so viele sich daran störten. Fünf Jahre waren aus ihrer Sicht absolut kein Grund, dass sie deswegen jemand schief ansehen könnte. Doch so war ihre Schwester, sie machte sich um alles Sorgen, auch wenn es vielleicht für die meisten sinnlos erschien. „Wird sie nicht, sie kennt ihn sehr gut und glaube mir, sie würde ihren Segen geben. Du solltest es ihm aber erst einmal sagen.“ Sie versuchte zu lächeln und da begann auch die Braunäugige breit zu lächeln.
„Was, wenn ich ihm zu unerfahren und kindlich bin?“ Nun konnte Angel nicht anders als leicht frustriert aufzustöhnen. So vorlaut und frech Amber auch sein konnte, so unsicher konnte sie in Gefühlsdingen sein. Viele sahen eben nur die recht gleichgültige Braunäugige, doch dass das einfach nur Fassade war, damit keiner Fragen stellte, sah niemand. Niemand außer ihrer engsten Familie.
„Amber, du wirst bald 16. Du bist kein Kind mehr.“ Nun ballte sie die Hände zu Fäusten und nahm eine Siegerpose ein. Die Braunhaarige konnte daraufhin nur den Kopf schief legen.
„Du hast Recht. Aufgeben ist nicht, ich kann Law doch nicht enttäuschen.“ Darauf konnte Angel nur schief grinsen, aber so war sie eben. Sie beide waren da relativ ähnlich, sie wollten ihren Bruder stolz machen. Dafür gaben sie alles.

◦→↔←◦


Es war Wochenende und ihre Mutter hatte sie dazu verdonnert, dass sie sich hübsch anziehen sollten. Doch Amber hatte ihre Reitkleidung an, aus sehr gutem Grund. Eigentlich würde sich Angel an einem Samstag mit ihren beiden besten Freunden verabreden. Doch stattdessen saß sie nun hier herum und hatte relativ wenig Lust auf das Ganze. Benn hatte sich dennoch angemeldet. Die Braunhaarige musste ihre Mutter eine ganze Weile überzeugen, dass er wirklich kommen durfte, da sie viel lieber einen Familientag gemacht hätte. Patchwork-Familientag. Das würden sie nun bald sein. Dann klingelte es schon und Leandra öffnete die Tür. Sie wirkte schon fast wie ein Schulmädchen, dass sie auf den Abschlussball freute. Er trat ein und ein wenig erstaunt war die Braunhaarige dann doch. Er war breit gebaut, hatte einen Schnurrbart und etwas längere Haare. Er sah doch sehr elegant aus und hatte ein breites Grinsen im Gesicht.
„Hallo Roger.“ Ihre Mutter war mehr als übermotiviert, wenn man ihre Stimme so hörte. Sie schien fest davon überzeugt zu sein, dass das alles nur gut laufen konnte. Davon konnte sich die Braunhaarige noch nicht so recht überzeugen. Leandra gab ihm einen Kuss und dann trat er ein. Zusammen mit seinen beiden Söhnen. Sie wusste ja, dass sie Zwillinge sind, aber so sahen sie bei weitem nicht aus. Sie sahen aus wie Engel und Teufel. Der Eine hatte blonde Haare und der Andere schwarze Haare und Sommersprossen. Sie kamen zu den Mädchen in den Wohnbereich und sie erhoben sich aus Höflichkeit, um ihm die Hand zu reichen.
„Das sind meine Töchter Amber und Angel. Mein Sohn Law wohnt in der Stadt mit seiner Freundin.“ An sich hätte Angel vermutet, dass Leandra auch ihn verdonnern würde heute vorbeizukommen. Vermutlich hatte sie das auch, doch der Grauäugige hatte oft eine mehr als gute Ausrede. Darum konnte man ihn schon etwas beneiden.
„Hallo, ich bin Roger. Das sind meine Söhne Sabo und Ace.“ Das Grinsen war ihm auch ins Gesicht getackert und auch seine Söhne grinsten etwas. Da fiel der Apfel wohl buchstäblich nicht weit vom Stamm. Das Grinsen hatte sie alle gleichermaßen drauf. Plötzlich stand der Blonde neben ihr und nahm ihre Hand, bevor er ihren Handrücken küsste.
„Hi, ich bin Sabo.“ Also versteckte sich hinter dem Engel der Teufel, das war eine wirklich verdrehte Welt. Dann legte sein Bruder ihm eine Hand auf die Schulter und zog ihn etwas weg.
„Sabo, sie wird deine Schwester sein, halte dich zurück.“ Sie konnte sehen, wie beide sich ansahen und die Blicke konnten kaum tödlicher sein. Die schienen sich ja richtig zu lieben. Ach herrje, wie sollte das nur gut gehen. Angel malte sich schon die verrücktesten Horrorszenarien aus und keine davon endete wirklich gut. Dann stellte sich der Sommersprossige direkt vor sie und grinste sie an. Es hatte fast etwas Entschuldigendes. „Entschuldige ihn. Er ist gelinde gesagt ein Arsch.“ Sie konnte darauf nur nicken und sie konnte sich schon etwas in diesen schwarzen Seelen verlieren. Was war denn nun mit ihr los?
„Wie dem auch sei. Hat mich sehr gefreut, aber ich muss los.“ Die Braunäugige zog mit dem Satz die gesamte Aufmerksamkeit auf sich und ihre Mutter sah sie an. Sie hatte sich eh schon darüber beschwert, dass ihre jüngste Tochter in Reitklamotten da saß. „Ich habe heute ein Turnier.“ Leandra nickte nur und damit ging Amber in den Flur und nahm ihre Tasche, bevor sie aus der Haustür verschwand. Innerlich schrie Angel, dass sie mit raus wollte. Sie wollte von dieser schrägen Situation einfach nur weg. Sie sah auf die Uhr und konnte erleichtert feststellen, dass Benn gleich da sein würde.
„Angel, wollte Benn heute nicht kommen?“ Auch ihre Mutter schien den Gedanken zu haben und Angel nickte dann, anschließend machte Leandra sich auf den Weg in die Küche. Sie schien das Essen vorbereiten zu wollen. Die Jungs schwiegen einfach und schienen sich etwas umzusehen. Dabei fiel der Braunhaarigen auf, dass sie gar nicht wusste aus welchem Stadtteil die drei stammten, doch wirklich interessieren tat sie das nicht. Denn soweit sie wusste, würden die hier einziehen.
„Dein Freund?“ Sabo riss sie mit dieser Frage aus ihren Gedanken und innerlich hoffte sie auf Erlösung. Denn dieser Junge schrie buchstäblich nach Gefahr.
„Mein bester Freund.“ Damit riss ein Klingeln die Beteiligten aus ihrem ´Gespräch´ und die Braunhaarige begann breit zu grinsen. „Da ist er auch schon.“ Sie lief mit diesen Worten schon zu Tür, bevor sie diese mit einem Schwung öffnete. Sie liebte ihren besten Freund wie einen Bruder und er war auch der beste Zuhörer neben Vivien. Aber so hieß es eben auch, oder? Schwule waren die besten Freunde der Frauen und bei ihm traf das zu tausend Prozent zu. Er hatte ein unglaublich großes Herz und dafür konnte man ihn nur lieb haben.
„Hey, Kleine.“ Damit umarmte der hellblonde Junge sie auch schon. Seine Haare standen wie immer wild ab und er schien sie einfach nicht bändigen zu können. Sie gingen in den Wohnraum zu den drei Männern. Eindeutiger Testosteronüberschuss und doch würde sich daran für den Moment nichts ändern.
„Das sind meine neuen Stiefbrüder. Ace und Sabo oder so.“ Ihre wenige Begeisterung an der Situation hätte die Braunhaarige wohl kaum besser zum Ausdruck bringen können. Sie stellte dann noch ihren Stiefvater vor, der aktuell mit ihrer Mutter in der Küche war. Anschließend gingen beide in das Zimmer von Angel, die einfach froh war, da raus zu sein. Für den Moment. Immerhin hatte sie nun eine Stütze für den restlichen Tag. Der Hellblonde setzte sich auf den Hocker und sah zu der Braunhaarigen. Sie kannten sich schon so unfassbar lange und doch hatte er seine ganz eigenen Sorgen, die sie ihm an manchen Tagen gerne abnehmen würde.
„Der Eine scheint ja einen richtig guten Charakter zu haben.“ Seine Stimme triefte nur so vor Sarkasmus und das war wahrlich angebracht. Denn besonders bei Sabo hatte die Braunhaarige absolut kein gutes Gefühl und wenn sie ehrlich war, dann hatte sie sogar eher das Gefühl, dass das alles eskalieren könnte, wenn sie nicht auf sich Acht gab. Doch inwieweit drohte Gefahr von ihm? Er schien definitiv ein Player zu sein und generell wollte sie beide nur als Brüder betrachten. Dennoch wusste sie noch immer nicht, warum sie die Augen von Ace so faszinierten.
„Sein Bruder drückte es sehr elegant aus. Es sagte, dass er ein Arsch ist.“ Sie mochte es, dass sie mit ihm offen über alles reden konnte und dass würde sie auch immer. Deswegen war sie neben Vivien die Einzige, die wusste, dass er homosexuell war. Er schämt sich nicht dafür, es war viel mehr die Angst vor seiner Familie. Denn die war immerhin katholisch und niemand konnte sagen, ob sie nicht vollkommen überreagieren würden. Die Meinung der Kirche in Bezug auf dieses Thema war doch recht verbreitet und es gab eben auch in der heutigen Gesellschaft viele, die eben homophob waren. Sie verstand seine Angst aus diesen Gründen mehr als gut und sie würde hinter ihm stehen, egal wie er sich entscheiden würde.
„Naja, solange sie dich in Ruhe lassen, soll es mir egal sein. Obwohl, ich glaube Law würden denen mindestens so sehr den Arsch aufreißen, wie ich.“ Über diese Bemerkung konnte Angel tatsächlich nur lachen, weil es in dieser Hinsicht der absoluten Wahrheit entsprach. Der Grauäugige war ein große Bruder wie aus dem Bilderbuch, wenn man es so ausdrücken wollte. Wer seinen Schwestern wehtat, der würde seines Lebens nicht mehr froh sein. Er war auf keinen Fall gewalttätig, aber es gab die magische Grenze, wo auch er jemanden ordentlich eine donnern konnte, wenn er es wollte und sein gegenüber es darauf anlegte.
„Ich gehe jede Wette ein, dass er Sabo nicht ausstehen kann. Er mag diese Art von Jungs nicht wirklich.“ Benn schien darauf nur breit grinsen zu können. Sie sprachen noch etwas über alles Mögliche und dann klopfte es. Als sie die grauen Seelen sah, konnte sie nur aus tiefsten Herzen breit grinsen. Sie erhob sich und ging auf Law zu.
„Hey, ihr Zwei.“ Die Braunhaarige umarmte ihn kurz und dann schlug er mit dem Hellblonden ein, bevor er sich neben Angel auf ihr Bett setzte. Sie sah ihren Bruder mittlerweile eher seltener. Er war eben am Studieren und ging nebenbei arbeiten. Law wollte unserer Mutter nicht ganz auf der Tasche liegen, selbst wenn diese das durchaus gerne tat. Dennoch hatten alle ihre Kinder den inneren Drang später auf eigenen Beinen zu stehen. „Wo ist Amber?“ Er sah nun direkt zu der Braunhaarigen.
„Reitet mit Black Scarlett zum Sieg. Was macht Shachi?“ Sie konnte sehen, wie der Grauäugige die Augenbraue hob und die Frage nicht ganz zu verstehen schien. Benn wusste von den Gefühlen von Amber gegenüber Shachi, da sie sich auch ihm mal anvertraut hatte, weil sie eine männliche Meinung brauchte. Doch es war wohl Zeit den wahren Liebesboten einzuschalten. Denn wer konnte die beiden denn besser verkuppeln, als Law? Er würde absolut Schweigen, denn seine Schwester in Schwierigkeiten zu bringen lag ihm fern. „Amber steht schon eine ganze Weile auf deinen besten Freund.“ Der Grauäugige schien einen Moment zu brauchen, um diese Information zu verarbeiten und zuckte er kurz mit den Augenbrauen, als würde er sich das gerade in seinem Kopf bildlich vorstellen. An sich würden die beiden sehr gut zusammenpassen. Aber schüchtern und schüchtern waren wie zwei Eimer Farbe, die sich ohne fremde Hilfe nicht von alleine mischen konnten.
„Im Moment ist er Single und singt sich in die Herzen der Menschen. Ich wusste gar nicht, dass sie in ihn verliebt ist.“ Er sprach es offen aus und es stimmte. Der Sänger hatte eine unglaubliche Stimme und welches Mädchen steht nicht auf einen Jungen mit Gitarre, dass er schnell Fans um sich scharen konnte, verwunderte sie nicht. Er studierte Musik und wollte eines Tages seine eigenen Alben aufnehmen. Die Braunhaarige war davon überzeugt, dass er es auf jeden Fall schaffen würde.
„Bis jetzt hat sie es nur mir und Benn erzählt. Aber ich wollte es einfach wissen.“ Darauf nickte Law einfach und schien es vollkommen zu akzeptieren und wenn er es tat, dann würde das auch ihre Mutter tun. Sie sprachen noch etwas über die beiden und diskutierten sogar, wie sie es schaffen könnten die beiden zu verkuppeln. Dann schaltete sich Benn ein.
„Ich glaube, aus den beiden kann was werden. Erinnert euch an den letzten Geburtstag von Law, wie Shachi sie angesehen hat. Der steht auch auf sie.“ Beide mussten über diese Worte erstmal kurz nachdenken und doch kam die Braunhaarige zu dem Schluss, dass Benn Recht hatte. „Im Ernst, ich sehe so was auf Anhieb.“ Auch dieser Punkt ging an ihn und es stimmte, er sah einfach alles. Sie erinnerte sich gut, wie er dafür gesorgt hatte, dass Vivien und Shuraiya nun bald ihr erstes Date haben werden. Das allein war das Machwerk von Benn, dem besten Freund, der seine beste Freundin nur glücklich sehen will. Die Kleine war ihm so dankbar gewesen, dass sie ihn dafür mit seinen Lieblingskeksen überschüttet hatte.
„Vielleicht sollten wir den beiden Mal etwas auf die Sprünge helfen.“ Nun sah Law wieder zu seiner kleinen Schwester und hob die Augenbraue. Sie würde es nun wohl oder übel enthüllen müssen, doch sauer würde er deswegen nicht werden. Immerhin war er dafür heute umso glücklicher. „Die Besenkammer im Haus unsere Tante hat dir damals auch zu einer Frau verholfen, die dein erstes Kind erwartet. Auch wenn das Kind nicht geplant war. Und du lebst in dem Haus. Da sollte man die Besenkammer des Glücks doch nochmal testen. Nur dieses Mal mit Amber und Shachi.“ Die Braunhaarige klatschte in die Hände und hatte sich den Plan fest in den Kopf gesetzt. Ein Seufzen ertönte von Law, bevor er leise anfing zu lachen, als ob ihn eine Erkenntnis ereilt hätte.
„Warst du das damals, die Sam und mich dort eingesperrt hat?“ Darauf zuckte Angel nur unschuldig mit den Schultern und konnte sich ein Grinsen dennoch nicht verkneifen. „Ich habe es ja geahnt.“ So mussten nun alle etwas lachen und sie erinnerten sich zurück an den Tag. Sie sprachen noch eine ganze Weile, bis es an der Tür klopfte.
„Essen ist fertig. Ihr sollt kommen.“ Sie sah zu Ace und nickte. Sie folgten ihm nach unten und der restliche Tag und Abend verlief recht ruhig, bis alle schlafen gingen. Auch der Sonntag war der Patchworkfamilie gewidmet. Auf das Zusammenleben hatte die Braunhaarige dennoch sehr wenig Lust, was vor allem an dem Blonden lag und ihrer seltsamen Anziehung zu Ace, die sie sich nicht erklären konnte. Sie kannte ihn doch noch gar nicht.
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