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Väterliche Bedenken

von Laila
Kurzbeschreibung
OneshotRomance, Liebesgeschichte / P12 / Het
Olivia Dunham Peter Bishop
06.02.2022
06.02.2022
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Hallo zusammen,

hier kommt mein Beitrag zur Wochen-Challenge.
Da ich vor einer Weile wieder Fringe entdeckt hatte, passte der Prompt so gut.
Vielen Dank an Jule fürs Betalesen.
Viel Spaß beim Lesen.


Väterliche Bedenken

Die letzten Woche waren schön. Endlich war er glücklich. Sie hatten so viel erdulden müssen und nun waren sie zusammen.
Die falsche Olivia war zurück in ihrem Universum und Peter hatte seine Olivia wieder zurück. Diese wunderschöne blonde Frau, die manchmal etwas kühl und distanziert wirkte. Aber das war sie nicht.
Sie hatte ein gutes Herz und liebte ihren Job. Sie konnte gut mit anderen Menschen umgehen und hatte Geduld mit Walter.
Seitdem sie zusammen waren, lief es richtig gut. Sie verstanden sich super, konnten über die gleichen Dinge lachen und hatten auch an den gleichen Dingen Freude.
Nun gut, sie arbeiteten zusammen, aber das störte beide nicht. Sie waren privat und beruflich ein gutes Team.
Auch die anderen wie Astrid und Walter freuten sich für sie. Selbst Nina Sharp bedachte sie immer mit einem Lächeln. Nach all den Tragödien hatten es beide verdient, glücklich zu sein.
Zuerst sah es ja nicht danach aus.
Olivia war in dem anderen Universum gefangen gewesen und die falsche Olivia hatte in Peters Bett gelegen.
Es hatte lange, wohl zu lange gedauert, bis er erkannt hatte, dass es die falsche Frau gewesen war. Als seine Olivia dann wiedergekommen war, war es richtig kompliziert geworden.
Beide wären fast daran zerbrochen und Peter schüttelte innerlich den Kopf.
Seine Freundin lag neben ihm und schlief noch.
„Ich lasse dich nicht wieder gehen“, raunte er und strich ihr sanft über die Haare.
Olivia brummte leise und kräuselte die Nase. Peter grinste und küsste sie einfach auf die Nase.
Es war genau das, was er liebte.
Früher war er nie lange an einem Ort geblieben. Er hatte fast alles von der Welt gesehen, war vor seinem Vater, seiner Vergangenheit geflohen.
Jetzt lebte er mit Walter, seinem Vater, zusammen. Auch Olivia war oft bei ihnen, genau wie heute.
Die junge Frau öffnete langsam die Augen und blinzelte.
Sonnenlicht drang in das Schlafzimmer und schien direkt auf das Bett.
„Guten Morgen, schöne Frau“, flüsterte er.
Olivia grinste und hob den Kopf, um sich einen Kuss zu ergattern.
„Guten Morgen, schöner Mann. Hast du gut geschlafen?“
Er kicherte und rieb seine Wange an ihrer.
„Ja, das habe ich. Kein Wunder neben der schönsten Frau der Welt. Lass uns noch eine Weile im Bett bleiben“, gab er zurück.
Olivia wollte erst protestieren, dann gab sie aber nach. Warum sollte sie das auch ablehnen? Wer wusste schon, wie lange sie Ruhe hatten.

Zwei Tage später bekamen sie Besuch von Olivias Schwester Rachel und ihrer Tochter Ella.
Das kleine Mädchen war aufgeweckt und hasste es, als Kind bezeichnet zu werden. Sie liebte zeichnen und ihre Tante Olivia.
Diese war in die Kleine ebenso vernarrt.
Zusammen mit Rachel saß Peter am Esstisch in seinem Haus und sah Olivia und Ella zu. Sie war jetzt neun Jahre alt und eine kleine Diva. Dennoch spielte sie gerne mit ihrer Tante.
Er nahm einen Schluck Kaffee und sah ihnen zu. Ein Lächeln zeichnete dabei seine Züge. Es war schön die Frau, die man liebte, so glücklich zu sehen. Etwas, das in ihrem Job viel zu selten passierte.
Daher seufzte er und Rachel legte ihm eine Hand auf den Arm.
„Ihr wärt tolle Eltern. Ich weiß, dass meine Schwester Kinder liebt, und ihr zusammen seid ein so schönes Paar“, sagte sie und lächelte.
Sie wusste, dass Olivia das wohl etwas anders sehen würde. Sie hatte unter ihrem Stiefvater gelitten. Der Mann war böse gewesen und hatte sie geschlagen.
Bei ihm, Peter, sah es nicht besser aus.
Seine Kindheit war auch nicht einfach und schön gewesen. Auch wenn sein Verhältnis zu Walter mittlerweile recht gut war, so hatte er seine Bedenken, die er dann auch äußerte.
Rachel nickte langsam und verstehend.
„Ja, aber darauf kommt es doch nicht an, oder? Ihr seid zusammen ein wunderschönes Paar. Niemand sagt, dass ihr die gleichen Fehler macht oder machen sollt. Ihr könnt bessere Eltern werden“, meinte Rachel und sah kurz zu Olivia.
„Meine Schwester liebt dich von ganzem Herzen. Sie ist die beste Tante für Ella. Ich würde sonst niemandem mein Kind anvertrauen als ihr. Jeder macht Fehler. Ihr dürft sie nur nicht wiederholen.“
Peter atmete tief durch. Das war schon richtig. Dennoch hatte er Bedenken, obwohl Olivia so glücklich aussah. Sie strahlte regelrecht und das gefiel ihm.
Vielleicht sollten sie doch darüber reden?
Es würde schon eine Möglichkeit geben. Sie konnten es besser machen als ihre Eltern.
Als Olivia den Kopf hob und ihn ansah, nickte er nur. Sie kam zu ihnen und setzte sich, strich sich dabei eine Haarsträhne nach hinten und griff nach Peters Tasse.
Es war schön Ruhe zu haben. Sie hatten heute frei und Olivia hoffte, dass kein Anruf kam und sie doch zur Arbeit müsste.
„Bist du glücklich?“, fragte er leise.
Rachel zwinkerte ihnen zu und ging zu ihrer Tochter.
„Ja, ich bin glücklich. Mit dir und Rachel und Ella. So dürfte es öfters sein. Ich hoffe, dir geht es auch so.“ Fragend sah sie ihn an.
Peter grinste und zog sie an sich heran.
„Ja, mein Schatz. Das ist schön so. Ich freue mich, dass du glücklich bist. Du wärst eine tolle Mutter. Wenn ich dich mit Ella zusammen sehe, könnte ich mir das gut vorstellen. Wir beide als Eltern.“
Die Worte hatten schneller seinen Mund verlassen, als er es wollte.
Ein Hauch Unsicherheit lag in seinem Blick, als er seine Freundin ansah. Diese wirkte überrascht, aber nicht geschockt. Es war nicht das erste Mal, dass man ihr das sagte.
Vor allem Nina Sharp hatte den Gedanken schon einige Male geäußert.
„Wir beide als Eltern? Das ist ein schöner Gedanken. Auch wenn ich kitschig klinge, ich hätte gerne ein Kind von dir. Du wirst ein guter Vater sein, ein besserer als dein Vater“, gab sie zurück.
Peter nickte. Sie kannte ihn viel zu gut.
„Aber Walter wird sich auch um das Kind kümmern wollen. Genau wie Astrid und Nina. Übrigens möchte ich auch ein Kind mit dir.“
Nun lachte auch Olivia.
Sie rückte noch näher an ihn heran.
„Dann lass uns üben, wenn wir wieder alleine sind.“
Dieser Vorschlag gefiel Peter und er zog seine Freundin fest an sich und küsste sie.
Zusammen würden sie alles schaffen.

ENDE


Kalenderwoche 05 von MiraMiracle
Es ist nicht wichtig, wer dein Vater war, sondern was für ein Vater du sein wirst.
(ein Sprichwort der Mandalorianer aus dem Star Wars-Universum)
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