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Die Kampfnarben

von LoTriLu
Kurzbeschreibung
CrossoverDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Christopher Hermann Joe Cruz Kelly Severide Matthew Casey OC (Own Character) Sylvie Brett
05.02.2022
27.06.2022
20
18.506
2
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Dieses Kapitel
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23.06.2022 1.266
 
Jay Halstead POV

Ich saß im Warteraum und starrte die Wand an. Rechts neben mir Kelly. Die anderen aus der Rüstgruppe nicht weit weg. Wir wussten nicht, was los war. Was mit ihr war. Ob sie durchkommen würde. Ich hatte ihr Gesicht ständig vor mir. Ihre Augen, sie waren leer. Wie sie nach Luft rang. Ich kannte diese Symptome. Sie kamen definitiv nicht von der Schusswunde und ihre Vergangenheit sagt mir das Gleiche. Ich konnte sehen, wie Kelly neben mir aufsprang. „Das ist doch lächerlich! Weiß hier den irgendjemand irgendwas!“, sagte er frustrierend und lief zu der Damen am Empfang. Plötzlich ging die Tür auf und Dr. Marcel kam heraus. „Wie geht es ihr?“, fragte Kelly direkt und ich stellte mich neben ihm. „Sie wird durch kommen. Wir konnten die Kugel leicht entfernen und es gibt keine bleibenden Schäden.“, sagte er und legte seine Hand auf Kellys Schulter. Er seufzte auf. „Gott sei Dank. Kann ich zu ihr?“, fragte er direkt. Dr. Marcel nickte und Kelly lief los, ich blieb mit geschränkten Armen zurück.

Anna POV

Ich öffnete schwer meine Augen. „Wo bin ich?“, seufzte ich und sah die Person, an, die neben mir auf dem Stuhl saß. „Du bist im Krankenhaus, du wurdest angeschossen, Anna.“, sagte Kelly. Den er war es der dort saß. Ich sah ihn verwirrt an. Ich kann mich an den Einsatz zwar noch erinnern, aber nicht an alles. Auf einmal klopfte es und zwei Ärzte kamen in das Zimmer. „Hallo Annastasia, ich bin Dr. Marcel, ich habe ihre Kugel da rausgeholt“, sagte er und deutete auf meinem Bauch. „Sie haben keine bleibenden Schäden erlitten. Ihnen wird es bald wieder gut gehen.“, sagte er außerdem und nickte mir zu. Er ging aus dem Zimmer. „Ich besuche dich später wieder, okay?“, sagte Kelly und küsste mich auf die Stirn. Ich lächelte ihn leicht an. Dann ging er. Zurück bleib der andere Arzt. „Hallo mein Name ich Dr. Charles. Ich bin Leiter der Psychiatrie hier im Chicago Med. „Psychiater?“, fragte ich nach. „Nun ja, mir wurde erzählt, dass sie schon einige Panikattacken hatten, auch bei ihrem letzten Einsatz wahrscheinlich eine hatten und da wollte ich mal nachfragen wie es ihnen geht?“, sagte er und sah mich vielsagend an. „Sie haben wohl falsche Informationen. Ich hatte nie Panikattacken.“, versuchte ich ihn abzuschütteln. „Ich weiß, dass es schwer ist, aber ihre Vergangenheit sagt mir ebenfalls was anderes.“, sagte er. Ich seufzte. „Meine Vergangenheit bei der Army hat gar nichts damit zu tun“, sagte ich leise. „Sind sie sich da sicher?“, hakte er nach. Ich schüttelte leicht mit dem Kopf. „Wissen sie, ich kann ihnen helfen. Dafür müssen sie aber kooperieren.“, sagte er und setzte sich auf den Stuhl. „PTBS. Hab ich recht?“, sagte ich und schaute Dr. Charles an. Er nickte. Ich seufzte und fuhr mir durch die Haare. „Sie wussten, es habe ich recht?“, fragte Dr. Charles. Ich nickte. „Schon seit einer Weile“, sagte ich. „Eine Therapie würde ihnen helfen“, sagte er und gab mir eine Broschüre. „Gruppentherapie“, sagte ich und blätterte durch die Broschüre. „Dr. Charles? Könnten sie dieses Detail der Therapie meinen Bruder bitte unerwähnt lassen.“, fing ich an. Dr. Charles nickte. „Aber selbstverständlich. Aber nur wenn sie mir versprechen auch regelmäßig zu diesen Sitzungen zu gehen.“, sagte er danach. Ich nickte. „Dann lasse ich sie jetzt mal alleine.“, sagte er darauf und ging hinaus. Ich ließ mich nach hinten fallen. Natürlich wusste ich davon, was ich hatte. Ich wusste schon lange von der PTBS. Ich wollte es mir nur nicht eingestehen, wenn Kelly davon erfährt, wird er mich nie wieder gehen lassen. Ich schloss meine Augen als es wieder klopfte. Kurz danach erschien Jay. „Hi“, sagte er und blieb vor dem Bett stehen. „Wie geht es dir?“, fügte er noch an. „Mir geht es gut“, sagte ich wahrheitsgemäß. Jay lächelte leicht. „Hätte ich eher geschossen, würdest du jetzt nicht hier liegen.“, sagte er und sein Lächeln erstarb. Ich sah ihn an. „Hey, das ist nicht deine Schuld.“, sagte ich und nahm seine Hand. Auch wenn ich ihn nicht kannte, kam er mir so vertraut vor. Als würden wir uns schon ewig kennen. Ich schaute nach oben. „Die Ärzte sagen ich konnte wieder gehen, wenn die Infusion durchgelaufen ist.“, murmelte ich vor mich hin. Jay hörte dies wahrscheinlich. „Dann fahre ich dich.“, sagte er sofort. „Ich danke dir.“, sagte ich und schlug die Bettdecke zurück. Ich stand langsam auf und atmete durch. Jay hielt mir seinen Arm hin und ich nahm ihn dankbar an. Wir liefen gemeinsam durch die Notaufnahme. Da sah ich Dr. Charles. „Jay, könntest du kurz warten. Ich muss noch etwas mit Dr. Charles bereden.“, sagte ich und löste mich von ihm. „Dr. Charles, wegen der Therapie. Wann wäre die?“, fragte ich leise. „Jeden Dienstag und Sonntag.“, antwortete er und schrieb etwas auf einen Zettel. Es war die Adresse und die Zeiten. „Brauchen sie sonst noch irgendwas?“, fragte er mich. Ich dachte kurz nach. Ich konnte schon seit Wochen nicht richtig schlafen. „Hätten sie ein Mittel dafür, dass ich wenigstens ein wenig Schlaf bekomme?“, fragte ich ihn. „Ja natürlich.“, sagte er und gab mir ein Rezept. „Ich danke ihnen.“, sagte ich und nickte ihm zu. Dann ging ich wieder zu Jay.

Vor Annas Tür

Ich schloss mit zitternden Händen meine Tür auf. Jay stand hinter mir. Natürlich bestand er darauf, mich hochzubringen. Ich öffnete die Tür. Und ging. Langsam rein. Jay folgte mir. Ich schaute auf die Uhr. Es war schon 17:30 Uhr. Ich hatte Hunger. Ich sah zu Jay. Ich schuldete ihm etwas. „Es ist schon spät. Ich könnte etwas Schnelles kochen.“, fing ich an. Jay sah mich an. „Du ruhst dich aus. Wenn es okay für dich ist, mache ich dir etwas zu essen.“, unterbrach er mich. „Ich hätte noch Nudeln mit Tomatensoße aus der Packung da.“, sagte ich lächelnd. Ich hatte keine Zeit, einkaufen zu gehen. „Das klingt doch gut. Zeigst du mir, wo alles ist.“, fragte er. Ich nickte und zeigte ihm alles. Während er kochte, setzte ich mich an den Tisch. Dabei fiel mir jetzt erst auf, wie unordentlich hier alles war. Mein Blick fiel auf das Bild, was im Regal stand. Es zeigte mich und Jack. Ich lächelte. Ich bemerkte nicht wie Jay sich an den setzte und mir mein Essen vor mich stellte. „Warum lächelst du?“, sagte er und steckte sich eine Gabel in den Mund. „Ach ich hab bloß an was gedacht.“, winkte ich ab und aß meine Nudeln. „Das schmeckt gut. Danke Jay.“, sagte ich und steckte die nächste Gabel in den Mund. Nach einer Weile waren wir beide fertig und ich räumte die Teller weg. „Ich will nicht unhöflich sein, aber ich muss jetzt los.“, sagte Jay kurze Zeit später. „Aber natürlich. Es war ein schöner Abend, trotz der Ereignisse zuvor.“, sagte ich und ging zur Tür. Jay jedoch blieb vor dem Regal stehen und schaute auf das Bild von Jack und mir. „Du wirst es überstehen.“, sagte er und schaute mich an. Ich lächelte gequält. Jetzt erinnerte ich mich. Er war ja auf der Beerdigung. Er kannte ihn doch in welchem Zusammenhang? Dann ging er zur Tür. Ich öffnete die Tür und stellte mich neben den Türrahmen. Jay blieb kurz stehen. Als würde er nachdenken. Dann zog er mich in eine Umarmung. Er drückte mich an sich. Dann ging er, ohne sich umzudrehen. Ich schaute ihm kurz hinterher, dann ging ich nach drin. Ich ging zu meinem Bett, da sah ich einen Zettel auf dem Tisch. Dort stand Jays Nummer drauf. Mit einer Notiz. Falls du etwas brauchst, ruf an – Jay. Ich lächelte und legte mich hin.
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