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Cursed

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
Kento Nanami Megumi Fushiguro OC (Own Character) Ryomen Sukuna Satoru Gojo Yuji Itadori
05.02.2022
07.08.2022
29
91.722
16
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26.06.2022 3.170
 
Nachdem Sukis Eltern am nächsten Tag abgereist waren, lief alles wieder in gewohnten Bahnen. Zumindest größtenteils. Sukuna verhielt sich ihr gegenüber zurückhaltender. Er ging ihr zeitweise sogar aus dem Weg. Nicht, dass es Suki stören würde. Eher freute sie sich etwas Ruhe vor ihm zu haben. Aber irgendwas sagte ihr, dass das nur die Ruhe vor dem Sturm sein könnte. Wer wusste schon, was diesem Fluch durch den Kopf ging. Weltherrschaftspläne waren da sicher nur ein kleines Nebenprodukt dessen, was er eigentlich vorhatte. Einerseits wusste die Platinblonde, dass sie dazu verpflichtet war herauszufinden, was in dem Rosahaarigen vorging, aber andererseits hatte sie einfach keine Lust sich weiter mit ihm auseinanderzusetzen. Es reichte schon, dass die Schüler verlangten, zusammen mit ihr und Sukuna zu trainieren. Die häusliche Kommunikation beschränkte sich auf Fragen nach dem Essen und auf das Fernsehprogramm. Außerhalb der Schule ging es also tatsächlich nicht um Flüche, Magie und alles, was damit zu tun hatte. Genau das, was ihre Mutter ihrer Tochter auf den Weg gegeben hatte, Abstand zur Arbeit zu nehmen, auch wenn die Arbeit bei ihr auf der Couch saß. Da drängte sich Suki zu Anfang die Vermutung auf, Sukuna könnte sich das zu Herzen genommen haben und damit Rücksicht auf die Jujuzistin nehmen. Diesen Gedanken hatte sie aber schneller verworfen, als er gekommen war. Sukuna und sich um einen Menschen sorgen? Und dann auch noch auf den Wunsch eines Anderen? Das konnte nur ein Hirngespinst sein und dürfte auf keinen Fall beachtet werden. Hinter seinem Verhalten konnte einzig und allein etwas Böses stecken, ansonsten wäre es sicher nicht plausibel zu erklären.

Heute hatte Direktor Yaga Suki und Atsushi zu sich gerufen. Das hieß nichts Gutes, gerade zum Freitag nicht. Irgendwo hatte man sicher wieder einen Rachegeist entdeckt und da niemand irgendwas Freitagnachmittag machen wollte, mussten die her, die den letzten Auftrag vor einer Woche versaute hatten. Schließlich musste jemand alles erledigen. Seufzend betrat die Halbrussin das Büro des Schuloberhauptes und sah dort auch schon Sukuna zusammen mit Gojo auf der kleinen Sitzecke warten. Da war ihre Vermutung wohl doch falsch. Satoru würde sie also begleiten. Ob es das besser machte? Die Magiemeisterin würde ihren Kleiderschrank mitsamt Inhalt darauf verwetten, dass er alles nur noch schlimmer machte, auch wenn es wohl kaum möglich sein würde.
Sie ließ sich also etwas abseits der Männer nieder und wartete auf Yaga, der auch schon im nächsten Moment durch die Tür hinter ihr in den Raum eintrat. „Satoru, was hast du hier zu suchen? Du hast einen Auftrag erhalten und solltest ihn auch gleich erledigen!“, rügte der Ältere seinen ehemaligen Schüler, der aber auch keinerlei Intension zeigte das zu tun, was man ihm gerade auftrug. Stattdessen forderte der Weißhaarige seinen Vorgesetzten mit einer kleinen Handbewegung dazu auf einen Gang herunterzuschalten und sich zu entspannen. Entspannen bei so einer Arbeitseinstellung? Das konnte wohl kein Vorgesetzter.
„Komm, entspann dich mal! Ich habe den ganzen Tag Zeit! Außerdem in ich ganz scharf darauf zu erfahren, wohin Sukilein und Atsu dürfen!“, kam es grinsend vom Sonderrangjujuzisten. Als würde er nicht später auch noch erfahren, wohin es für Suki und den Fluch gehen würde. Genauso schien das auch Yaga zu sehen, denn er bedachte Gojo nur mit einem bösen Blick und forderte den Weißhaarigen ein weiteres Mal dazu auf, den Raum zu verlassen.
„Da ich hier ja scheinbar unerwünscht bin, werde ich mich wohl an die Arbeit machen“, sein Kopf drehte sich leicht zur Lehrerin und er begann kaum merklich zu lächeln, „Du kannst mir ja später von deinem kleinen Abenteuer erzählen“ Ohne ein weiteres Wort, verschwand der Mann einfach aus dem Raum. Ein absolut typisches Verhalten für diesen Magiemeister. Bekam er nicht seinen Willen, nervte er und sollte er wieder erwartend damit nicht weiter kommen, suchte er das Weite. Ausgefragt wurde man danach in jedem Fall.
„So da er jetzt weg ist, können wir euren Auftrag besprechen“, der Leiter der Schule stand von seinem Platz hinter dem Schreibtisch auf und setzte sich zu den anderen. Aufmerksam lag Sukis Blick auf ihrem Vorgesetzten. Besonders gespannt war sie, weil Yaga Satoru tatsächlich weggeschickt hatte. „Ihr werdet mit zwei Schülern, die ihr euch aussuchen dürft, in eine Karaokebar in Harajuku gehen. Von dort verschwanden in letzter Zeit häufiger Jugendliche. Gemeinsam hatten sie alle ein wirklich instabiles Elternhaus“, erklärte der Brillenträger beiden den Auftrag. Nachdenklich starrte Suki auf den hölzernen Tisch. Wieder verschwanden junge Leute. Das nahm echt überhand in letzter Zeit.
Welche Schüler eigneten sich am besten für eine solche Aufgabe? Megumi wollte sie das nicht noch einmal antun, der letzte fehlgeschlagene Auftrag reichte. Inumaki fiel auch eindeutig weg. Was sollte er in einer Karaokebar tun! Panda fiel auch weg, aus wirklich offensichtlichen Gründen. Dann blieben zum Schluss nur noch Maki, Yuji und Nobara, wobei letztere durch eine Grippe außer Gefecht gelegt war.
„Wir nehmen Zenin und den Trottel mit. Die anderen können wir da nicht gebrauchen“, es war als hätte der Fluchkönig ihre Gedanken gelesen. Auf keinen Fall hätte die Blondine gedacht, dass er die gleiche Wahl treffen würde. „Was glotzt du so? Bist du so überrascht über meine Wahl? Es ist die einzig Logische, die man treffen kann“, Sukuna riss Suki aus ihren Gedanken. „Warum nicht Megumi?“, entkam es der Jujuzistin aus Reflex.

Was stellte das Weib bitte wieder für Fragen? Natürlich würde er den Schwarzhaarigen nicht mitnehmen. Schließlich hatte er diesen schon einmal im Einsatz gesehen. Bei seinem Exgefäß wollte er sehen, wie er sich allein schlug und bei der Zenin, da wollte der Fluch ihre Grenzen erfahren. Als zu absurd empfand er es, als der Rosahaarige erfuhr, dass dieses Mädchen nur den vierten Rang erreichen konnte. Es war vollkommen lächerlich. Auch der Grund dafür, den er durch Gojo erfahren hatte, war mehr als offensichtlich. Diese Familie hatte sich in den letzten tausend Jahren nicht verändert. Kaum merklich zuckten seine Mundwinkel nach oben. Wie gut, dass er sich mit den wahrscheinlich stärksten Mitgliedern umgab.
„Der Junge sollte vor seiner nächsten Aufgabe erstmal an den Schwächen arbeiten, die sich beim letzten Mal aufgetan haben“, erklärte er der Frau kurz und knapp. Mehr musste sie auch nicht wissen. Er würde nicht die gleichen Fehler wie vor tausend Jahren begehen. Es reichte vollkommen, wenn er diesen Menschen, den für ihn nebensächlichen Grund nannte.

Sollte Suki ihre und Sukunas Entscheidung bereuen? Vielleicht etwas, denn hinten auf dem Rücksitz des schwarzen Dienstwagens freute sich Yuji wie verrückt auf diese Mission und ging damit so ziemlich jedem, sogar Suki auf die Nerven.
„Ich freu mich so! Das wird doch ganz bestimmt richtig lustig!“, der Enthusiasmus, den der Rosahaarige Junge ausstrahlte, erschlug jeden hier im Wagen. „Yuji, das hier ist kein Freizeitvergnügen. Wir sind nur hier, um zu arbeiten!“, erklärte Maki ihrem Mitschüler kurz und knapp, woraufhin Suki durch den Rückspiegel erkennen konnte, wie der angehende Jujuzist die Unterlippe vorschob und die Arme vor der Brust verschränkte. „Das ist unfair, warum darf ich keinen Spaß haben?“, Unmut machte sich auf dem Gesicht Yujis breit. Wie es schien, dachte er tatsächlich, sie würden den Auftrag mit dem Vergnügen verbinden können. Suki seufzte und fuhr weiter um die nächste Ecke.
„Wenn hier alle damit einverstanden sind, können wir, vorausgesetzt es läuft gut, vielleicht eine oder zwei Stunden einen Raum mieten“, gestand die Lehrerin ihrem Schüler zu. Sollte es schlecht laufen, hatte wahrscheinlich keiner das Bedürfnis länger als nötig dort zu bleiben. „Das ist unnötig, ihn mit falschen Versprechungen zu locken. Sollte es genauso laufen wie in der letzten Woche, dann braucht er sich keine Hoffnung zu machen“, entkam es Sukuna hochmütig. Natürlich sah er das alles wieder negativ. „Ich schaff das schon ganz gut allein. Du brauchst nicht zu glauben, dass ich das versaue, Atsushi.“
Die Halbrussin musste sich ein Lachen verkneifen. So eine schlaue Ausdrucksweise hatte sie von ihrem Schüler gar nicht erwartet. Viel eher hätte sie gedacht, dass er viel zu unüberlegt mit dem Fluch sprechen würde.
„Willst du hier allen Ernstes sagen, du willst es hier alles im Alleingang regeln? Das kannst du schön vergessen. Du bist ja noch ganz grün hinter den Ohren!“, sagte nun Maki, die Yujis Aussage genauso auffasste, wie erwartet. „Mir ist egal, wer hier was allein macht. Fest steht, ihr seid beide noch Frischlinge und seid beide noch bei weitem nicht so erfahren wie ich“, wie recht Sukuna doch damit hatte. Auch wenn man die Zeit seiner Versieglung abrechnete, hatte Sukuna wirklich bei weitem die meiste Erfahrung.
„Jeder von euch muss noch mehr Erfahrungen sammeln, um wirklich allein agieren zu dürfen“ versuchte Suki diese Diskussion zu beenden. Jedoch wurde das zunichtegemacht, indem Yuji jetzt etwas sagte, dass Suki nur die Wut in den Körper trieb. „Ich kann ganz bestimmt schon allein agieren! Ich wurde schließlich von einer MeiMei oder von Todo für den ersten Rang empfohlen! Das heißt doch, dass ich richtig gut bin! Genauso wie du Suki“, der Junge war vollkommen davon überzeugt von dem, was er sagte. Der Griff der Halbrussin um das Lenkrad festigte sich. MeiMei diese kleine miese geldgierige… Nicht mal in Gedanken setzte sie diesen Satz fort. „Wie viel wurde ihr bezahlt“, versuchte Suki so trocken, wie ihr nur möglich war, zu fragen. „Hä!“, entkam es dem Jungen nicht wirklich geistreich. Er wusste also nichts davon. Sie würde das wohl später mit Satoru klären müssen. Der war der Einzige, dem sie soetwas zutraute. „Ist schon gut Yuji, ich muss mal ein ernstes Wort mit Gojo reden, mehr nicht.“


~

Der Rest der Fahrt verlief weitestgehend schweigend. Bis auf Sukuna, der nur vor sich hin murmelte, wie wenig er glauben konnte, dass jemand wie Yuji den ersten Rang erhalten sollte. Auch Suki selbst war wirklich überrascht, wie hoch sie die Ränge in diesem Jahr scheinbar ansetzten. Sie selbst hatte den ersten Rang erst nach ihrem Abschluss erreicht. Es war wirklich komisch, was in der letzten Zeit hier vor sich ging. Flüche und junge Jujuzisten wurden immer stärker. Irgendwas war hier Faul. Vielleicht konnte sie in einem guten Moment mit Sukuna darüber reden. Er konnte sicher sagen, woran das liegen könnte. Jedoch war jetzt nicht die Zeit, weiter darüber nachzudenken, denn sie wollte diesen Auftrag nicht schon wieder versauen.
In diesem Augenblick standen sie vor der Karaoke bar und besprachen ihr Vorgehen.„Yuji und Atsushi befragen die Leute und Maki und ich werden uns oben die Räume ansehen. Habt ihr das verstanden?“, gab Suki ihre Anweisung und traf dabei beim männlichen Teil des Teams auf Unmut. Yuji war der Erste, der diesen dann zum Ausdruck brachte: „Ich kann das auch allein. Ich brauche niemanden, der auf mich aufpasst. Schon gar nicht Atsu!“ Genervt stöhnte Suki auf. Warum konnte niemand einfach mal kooperieren? Einfach mal das machen, was sie ihnen sagte. Nein, gerade Yuji war sicher schon viel zu sehr an Satorus fragwürdige Methoden gewöhnt. Außerdem konnte sie zwar verstehen, dass er ungern mit dem Fluch zusammenarbeitete, aber die Halbrussin sah das als beste Möglichkeit für den Jungen sich den ein oder anderen Kniff von Sukuna abzuschauen.
„Ich nehme Zenin mit und nicht den Jungen! Der ist mir nur ein Klotz am Bein!“, mischte nun auch der Fluch mit. Doch auf keinen Fall würde sie von ihrer Meinung abweichen. Nicht heute schließlich konnte sie sich weder von dem Fluch noch von einem Schüler einlullen lassen. Zum Anderen war die Gefahr groß, dass Maki etwas von ihrem Geheimnis mitbekam, wenn Sukuna nicht an sich hielt. Also war ihre Entscheidung objektiv gesehen die Beste. „Nein, ich bleibe bei meinem Entschluss. Yuji kann mehr von dir lernen als von mir“, beendete die Blondine die Diskussionund sah zu Maki. „Komm, wir dürfen keine Zeit verlieren.“, mit diesen Worten verschwanden die Lehrerin und die Schülerin in den Bereich, indem sich die abgetrennten Räume befanden.


Sukuna kotzte es an. Am liebsten wäre er hier einfach abgehauen und hätte diese Plage allein zurückgelassen. Da er aber nicht auffallen wollte, zumindest so lange nicht, bis er das Vertrauen der Schüler und Lehrer gewonnen hatte. Das, was er durch seine Niederlage von vor Tausend Jahren gelernt hatte, war eindeutig die Wichtigkeit Verbündeter. Als würde er sich sonst mit jemandem wie Satoru Gojo abgeben, dessen Vorfahre zum großen Teil für seine Versieglung verantwortlich war. Ihn auf seiner Seite zu haben, war ein großer Schritt zur Erfüllung seines eigentlichen Planes. Wozu er leider auch diesen nervtötenden Jungen brauchte. Seine Eigenschaft schnell, mit Menschen Freundschaft zu schließen und sie für sich zu vereinnahmen, spielte ihm nur in die Karten. Was das Mischlingsweib anging. Sie sollte zuerst nur zu seiner eigenen Belustigung dienen. Jedoch stellte sich ihre Technik doch als nützlicher heraus als er anfangs dachte. Zu schade, dass er alle Aufzeichnungen zu dieser Art Jujutsu zusammen mit einem großen Teil der Anwender vor mehr als tausend Jahren zu Asche verbrannt hatte.
„Sukuna hörst du mir überhaupt zu? Ich habe dich was gefragt“, bis jetzt hatte er diese Stimme einfach wegignoriert, jedoch schien es bei seinem ehemaligen Gefäß nicht zu reichen ihn einfach nicht zu beachten. „Was willst du? Mach lieber deine Aufgabe!“, entkam es dem größeren Rosahaarigen genervt. Wenn dieser Jungen nicht so von Vorteil wäre. Ein diabolisches Lächeln schlich sich allein bei der Vorstellung, wie er dem Jungen mit seiner schieren Kraft den Kopf abreißen würde, auf sein Gesicht. Wie schön sein Blut wie eine Fontäne in die Luft spritzen würde. Es wäre wahrlich ein Fest.
„Schau nicht so gruselig! Da kriegt man es ja mit der Angst zu tun! Und außerdem mache ich meine Aufgabe! Ich habe schon den Typen befragt, dem das hier alles gehört! Du hast noch gar nichts gemacht!“, beschwerte sich der Kleinere. Natürlich würde der Fluchkönig nicht mit jedem dahergelaufenen Menschen reden. Es reichte ihm schon sich in ihrer Gegenwart aufzuhalten und sich den Mist anhören zu müssen, was sie für lächerliche Geschichten zu erzählen hatten. Für ihn stand schon länger fest, dass sie hier nicht fündig werden würden. Der Rachegeist hatte sich wohl schon an sein nächstes Opfer gehängt.
„Ich werde dich so ansehen, wie ich es möchte. Zudem sollte dir vielleicht mal langsam aufgefallen sein, dass sich diese kleine mickrige Schmeißfliege schon nicht mehr hier aufhält“, klärte er Yuji nun endlich über seine Erkenntnisse auf. Dieser starrte den Fluch nur mit großen Augen und aufgeklapptem Mund an. Einige Augenblicke verharrte er in dieser dümmlichen Position, jedoch fing er sich dann auch wieder. „Bitte was? Warum hast du das nicht früher gesagt? Wir hätten doch schon längst weiter sein können“, beschwerte sich der Jujuzist.
„Tja, beschwere dich bei deiner Lehrerin. Wenn sie mir das Leben schwer macht, mache ich auch ihres schwer“, entgegnete der Fluch beiläufig und sah den Jungen neben sich auffordernd an. „Dann sag ihnen mal Bescheid. Wir müssen zu einem Hochhaus ganz hier in der Nähe.“

~

Suki konnte es einfach nicht fassen, da waren sie und Maki schon etwas mehr als eine Stunde damit beschäftigt den kleinen aber feinen Spuren nachzugehen, da kam der Anruf ihres Schülers, dass Sukuna scheinbar schon die ganze Zeit wusste, dass der Rachegeist sicher nicht mehr hier war, sondern sich schon wieder an einen Menschen gehängt hatte. Gerade standen alle mit diesem Auftrag betrauten vor besagtem Hochhaus, doch schien die Aussage Sukunas nicht ganz zu stimmen.
„Hey, warum fühlt es sich so an als wäre das Vieh unter der Erde?“, fragte Yuji als Erstes. Auch Suki war das aufgefallen. Die Frage war nur, was befand sich unter ihnen. Hatte dieses Gebäude unterirdische Gänge? Handelte es sich hier um einen einfachen U-Bahntunnel? Sie konnte es einfach nicht genau sagen. Die beste Möglichkeit wäre, sich aufzuteilen, jedoch wollte Suki jetzt keine weitere Verzögerung zulassen. Sie mussten also einer Vermutung nach der anderen nachgehen.
„Ich würde vorschlagen, wir sehen erstmal in der U-Bahn-Station nach und dann, sollten wir dort nicht fündig werden, sehen wir in den unteren Etagen des Hochhauses nach“, erklärte die Lehrerin den Anderen ihr weiteres Vorgehen. Sie betrachtete jeden der Anwesenden genau. Yuji und Maki nickten bestätigend. Sie waren also schon einmal einverstanden mit ihrem Vorschlag. Nur einer schien nicht besonders begeistert von diesem Plan zu sein. Sukuna verschränkte die Arme vor der Brust und schüttelte den Kopf. „Wenn ihr noch mehr Zeit verschwenden wollt, dann geht ruhig darunter. Nur hätte man in der U-Bahn Leichen gefunden und man hätte etwas davon in den Nachrichten gehört. Glaubt ihr also etwas dort zu finden, dann ist die Wahrscheinlichkeit dafür viel zu gering“, erklärte der Fluch und brauchte alle Anwesenden dazu ihn mit großen Augen anzusehen.
„Was? Du schaust Nachrichten? Seit wann das?“, entkam es dem Rosahaarigen Jungen als Erstes. Suki hingegen wusste, dass der Fluchkönig mehr Fernseh schaute, als der gewöhliche Mensch, aber dass er sich mit dem aktuellen Geschehen in der Stadt so sehr auseinandersetzte, das hätte auch Suki nicht geahnt. Zumal der Fluch auch zuweilen bis in die Nacht hinein vor der Flimmerkiste saß.
„Dann gehen wir eben erstmal dort hinein“, ihr Blick glitt zu Maki, die sich schon eine ganze Weile nicht mit eingebracht hatte, „Du bist so still geworden. Stimmt irgendwas nicht?“
Die angesprochene Grünhaarige nickte: „Ja, ich denke schon. Auch wenn es unser Auftrag ist, habe ich da eine Vermutung, die das Ganze doch etwas schwieriger gestalten wird Ich habe gehört, dass sich hier ein Menschenhändlerring aufhalten. Das gehört doch ganz bestimmt nicht zu unserem Aufgabenbereich.“ Suki musste kurz Schlucken. Maki hatte vollkommen recht. Sich in solche Angelegenheiten einzumischen, gehörte auf keinen Fall zu ihren Zustämdigkeitsbereich. Jedoch war hier immer noch ein Rachegeist involviert. Also war es strenggenommen doch ihr Aufgabengebiet. Die Halbrussin gab ein genervtes Seufzen von sich. Was hatte sie sich auch gedacht, diese Auftrag hier würde bestimmt nicht besser werden als der in der letzten Woche. Sie brauchte auf jeden Fall kompetente Verstärkung. Mit zwei Schülern und einem Fluch, dem sie zutraute allen dort drin in einem spektakulären Blutbad das Leben zu nehmen, konnte sie nicht allein dort hinein.
„Wenn das stimmt, brauchen wir unbedingt Verstärkung. Gut wären da sicher Inumaki und Megumi, aber ich will eigentlich nicht noch mehr Schüler dabei haben“, murmelte die Jujuzistin leise vor sich hin. Es war zum Haareraufen. Nanami konnte sie an einem Freitagnachmittag vollkommen vergessen. Das würde eindeutig zu lange dauern. Satoru wollte sie einfach nicht anfordern und was andere Anging wusste sie einfach nicht, ob sie abkömmlich waren.
„Ich kann Toge mal fragen, ob er beschäftigt ist. Ich sehe das genau wie sie. Er kann uns helfen dort hereinzukommen, ohne lange mit denen zu reden“, meldete sich Maki sofort freiwillig und nahm etwas Abstand zu der Gruppe, während sie ihr Handy herausholte. Auch Yuji kramte sogleich in seinen Taschen und sah zu Suki: „Ich frage Megumi. Der hat sicher auch Zeit.“ Mit diesen Worten nahm auch er etwas Abstand von der Gruppe, um seinen Kumpel zu benachrichtigen.
„So ein Aufriss wegen nichts. Lass mich fünf Minuten rein und ich erledige das Problem im Alleingang“, kam es nun herablassend von Sukuna. Suki dachte, sie hatte sich verhört, aber natürlich kam genau so etwas vom Fluchkönig. „Nein, wir machen das so wie ich sage. So wenig Tote und Verletzte wie möglich. Die Menschenhändler liegen leider außerhalb unserer Zuständigkeit“.
„Na wenn du meinst es kompliziert machen zu müssen. Ist ja nicht mein Problem:“
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