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Cursed

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
Kento Nanami Megumi Fushiguro OC (Own Character) Ryomen Sukuna Satoru Gojo Yuji Itadori
05.02.2022
07.08.2022
29
91.722
16
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Dieses Kapitel
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22.05.2022 3.330
 
Der Linksverkehr war zu Anfang doch eine recht große Umstellung und trotzdem bei weitem nicht die größte. Angefangen mit diesen unsinnigen Geschwindigkeitsbeschränkungen und aufgehört mit diesem höflichen Getue, selbst wenn sich diese Menschen nur im Auto gegenüberstanden. Diese ganze Farce hielt die blonde Frau mittleren Alters schon mehr als vier Stunden aus. Ihr Mann stellte sich dabei als keine große Hilfe heraus, denn er ermahnte sie, mit nervtötender Regelmäßigkeit, sich dem Verkehr anzupassen. Ihn fahren zu lassen, kam auch nicht in frage, denn er fuhr wie diese Idioten da draußen. Japaner konnten einem doch wirklich den letzten Nerv rauben. Es grenzte beinahe an ein Wunder, dass sie die letzten dreißig Jahre hier in diesem Land überlebt hatte. Ohne ihre Landsleute auf der Arbeit, dem Amt für internationalen Austausch von Jujuzisten in Kyoto, hätte sie wohl trotz ihrer Familie hier zumindest zeitweise die Zelte abgebrochen.
Entschlossen fuhr sie auf der rechten Spur an der Schlange viel langsamer fahrender Auto vorbei, als sich der Mann auf dem Beifahrersitz zu Wort meldete: „Nastja, du brauchst nicht mehr überholen. Wir müssen die nächste Ausfahrt nehmen. Die Schule ist doch gleich hier.“ Genervt biss die Angesprochene die Zähne zusammen und festigte ihren Griff um das Lenkrad. „Gen, ich fahre jetzt nicht zur Schule. Wir bringen jetzt erstmal unsere Koffer in ihre Wohnung und dann will ich mir ihre Wohnung ansehen. Das Mädchen lebt sicher wieder in einem Saustall, der seinesgleichen sucht. Ich habe keine Lust auf ein Theater wie beim letzten Mal“, erklärte die Frau ihrem Mann und fuhr weiter gnadenlos an den anderen Autofahrern vorbei.
Als sie nämlich das letzte Mal zu Besuch bei ihrer Tochter waren, hatte es eine riesige Auseinadersetzung zwischen Mutter und Tochter gegeben. Eine Tochter die nicht einsah, etwas an ihrer Haushaltsführung zu andern und eine Mutter, die nicht klein bei gab und ihren Willen mit allen Mitteln durchsetzte. Dazwischen ein, für Japaner typisch, zurückhaltender Mann, der es sich weder mit seiner Frau noch mit seiner eignen Tochter verscherzen wollte.
Der brünette Mann fuhr sich resignierend durch sein mit grauen Strähnen durchzogenes Haar. „Dir ist klar, dass wir dann noch größeres Theater haben. Du solltest langsam die Privatsphäre unserer Tochter respektieren“, rügte Gen seine Frau, die jedoch einfach unbeeindruckt weiter fuhr. „Sie ist meine Tochter, also kann ich auch in ihre Wohnung“, begann sie und verließ über eine Abfahrt sie Autobahn, „Außerdem hielt ich das sowieso für eine irrwitzige Idee sie herziehen zu lassen. Seit sie hier lebt, führt sie ein Lotterleben, das schwer zu übertreffen ist. Sie könnte genauso gut bei uns in Kyoto an der Schule arbeiten. Gakuganshi liegt mir seit ihrem Abschluss in den Ohren, ich solle sie überzeugen zurück nach Kyoto zu kommen. Zumal der ursprüngliche Grund für ihren Umzug ja nicht mehr existent ist.“

Die Tür, die zur Wohnung Suki Kyozos führte, wurde mit Schwung aufgeworfen. Energischen Schrittes trat Anastasja Kyozo gefolgt von ihrem Mann Gen Kyozo ein. Der Blick der Vollblutrussin suchte den Flur sogleich nach jedem noch so kleinen Makeln ab. Nichts blieb dem prüfenden Augen der 53-Jährigen verborgen. Während sie sich auf der unteren Etage umsah, trug ihr Mann ihre Koffer, in die Obere, so konnte sich Anastasja voll und ganz der Kontrolle des Essensvorrates ihrer Tochter widmen. Zwar wollte das Ehepaar erst zum 6. Januar ihre Tochter besuchen, aber das, was Suki während des letzten Telefonats mit ihrer Mutter sagte, bewegte sie doch dazu noch einmal vorbeizukommen. Der Schrank, den Nastja gerade durchsuchte, bestätigte sie darin mit ihrem Kommen die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Es herrschte gähnende Leere. Dieses Mädchen schien wirklich nicht einkaufen zu gehen. Wovon ernährte sie sich denn bitte? Eine ordentliche Ernährung war doch nicht so schwer zu erreichen.
„Ich brauche gar nicht erst weiter zu schauen. Hier fehlt es an allem“, meckerte sie und zog sich sogleich einen Stuhl vom kleinen Küchentisch heran und stieg darauf. Soweit sie konnte, streckte sich die Russin und fuhr mit dem Zeigefinger ohne alt zu großen Druck über die Oberseite der Küchenschränke. Genaustens betrachtete sie den Finger, an dem eine dunkelgraue Schicht Staubes hing. Man konnte kaum noch die Haut ihrer Fingerkuppe darunter erkennen. Angeekelt verzog die Blondine das Gesicht. „Das Kind hat nicht einmal sauber gemacht. Kein Essen, nur Dreck, was kommt als Nächstes?“, fragte sie sich und bekam sogleich, die Antwort durch ihren Mann, der wie ein Wilder die Treppe heruntergestürmt kam und atemlos vor ihr stehen blieb. „Dort lebt jemand im Gästezimmer!“ Verwundert zog die Frau eine ihrer dünn gezupften Augenbrauenzusammen. „Wir haben uns nicht angekündigt. Da kann sie auch noch anderen Besuch haben“, versuchte die Blondine zu dem Sachverhalt zu erklären, als ihr Mann jedoch ein weiteres kleines Detail preisgab, verschwand die anfängliche Gelassenheit und wurde durch feurigen Eifer ersetzt. „Habe ich dich richtig verstanden? Ein Mann? In der Wohnung meiner Tochter? Jemand anderes als Satoru Gojo?“, die Euphorie in ihrer Stimme konnte niemand leugnen. Mit neuem Elan ging sie schnurgerade die Treppe empor und riss die Pforte zum Gästezimmer auf. Was sich da ihren goldenen Augen offenbarte, riss ihr jeglichen Boden unter den Füßen weg. Nicht nur die Unordnung erschlug Nastja beinahe, nein auch der Blick zum offenen Schrank, den die Russin wagte, offenbarte ihr vieles.
„Sie hat nicht nur Besuch! Es wohnt ein Mann hier mit in ihrer Wohnung“, stellt sie lauter als gewollt fest und drehte sich zu Gen um, der ihr gefolgt war. „Warum hat unsere Tochter uns verheimlicht, dass jemand bei ihr wohnt?“, fragte sie direkt an ihren Mann gewandt, der im Gegensatz zu ihr allen Anschein nach genau wusste, warum ihre Tochter nichts von einem Mitbewohner gesagt hatte. „Das kann vielleicht daran liegen, dass du meistens mehr in ihrem Besuch hineininterpretierst. Du willst sie mit jedem Mann verheiraten, der überhaupt nur mit ihr redet“, entgegnete ihr Gen, der sich mittlerweile an den Türrahmen gelehnt hatte. Die russische Frau verdrehte sie Augen und begann die Sachen im Zimmer zu durchwühlen. „Nebenher grummelte sie noch leise: „Immer noch besser als du, für den kein Mann gut genug für unsere Tochter ist.“
Es musste doch etwas Interessantes hier geben, aber das einzige, was Nastja feststellen konnte, war der sehr einfach Geschmack des Mannes. Nichts was herausstach oder mehr als Basic, wie man es heutzutage nannte, war.
Während sie mit der Kleidung beschäftigt war, sah sich Antiquitätenhändler mit den Büchern auseinander, die hochgestapelt auf dem Nachttischchen lagen. „Also der Mann scheint wirklich Geschmack zu haben, was Bücher angeht, jedoch ist der Anteil der Bücher über altertümliches Jujustu  bedenklich hoch. Ich denke, es handelt sich hier nur um einen Kollegen, der eine Unterkunft auf Zeit braucht“, erklärte der grau melierte seiner Ehefrau und blätterte dabei durch die Bücher. Anastasja schüttelte  nur den Kopf und sammelte die Kleidung auf, die auf dem Boden verteilt war. „Ich hoffte bei unserer Abreise heute Morgen inständig, ich müsste hier nicht aufräumen, einkaufen und kochen, aber ich werde mit Männerbesuch hier wohl nichts drum rumkommen. Deine Tochter hat wirklich keine Gastgeberqualitäten. Nicht mal eine kleine Schale mit Süßigkeiten hat sie hier hergestellt.“

Zum Glück waren sie schon in den frühen Morgenstunden losgefahren, denn diese Wohnung in Ordnung zu bringen, die Vorräte auffüllen und vorzukochen, war mehr als zeitaufwendig. Ein Glück konnte sich Anastasja dahingehend auf ihren Gen verlassen. Dieses Prachtexemplar eines Mannes war sogar im Stande für sie einkaufen zu gehen. Zwar nur mit einer List und Bildern bestimmter ihm unbekannter Produkte, aber die Russin konnte sich in jedem Fall darauf verlassen, dass er alles daran setzen würde, jede Ware zu bekommen, die die Frau verlangte. Ohne diese Aufgabenteilung würde dieses Vorhaben einer Unmöglichkeit gleich kommen. Das Chaos im Wohnzimmer setzte zuletzt allem die Krone auf, was sie die letzten Jahre bei Suki gesehen hatte. Alle möglichen Papiere lagen auf dem Boden, zwischen Büchern und Verpackungen von Fertiggerichten. „Dieses Kind, ich werde einfach nicht schlau aus ihr. Als hätte ich ihr keine Ordnung beigebracht. Was müssen nur die Leute denken, die hier herkommen. Alles fällt auf mich zurück. Das sollte sie doch wissen“, murmelte die Beamte vor sich hin, während sie einen Haufen Papier nach dem anderen in einen großen blauen Sack steckte. Fluchend setzte sie ihr Werk fort und bemerkte nicht, dass ihr Mann mittlerweile vom Einkauf zurückgekehrt war und sie schon eine Weile beobachtete. „Auch wenn ich deine Flüche bis zum heutigen Tag nicht verstehe, weiß ich, dass du es wirklich übertreibst. Du weißt ja nicht, ob Suki viel arbeitet. Sie kann ja auch einfach nicht zum Haushalt kommen“, versuchte Gen seine Frau zu beschwichtigen, die ihm deswegen nur einen bösen Blick zuwarf. „Dann soll sie anrufen und ich komme her und helfe ihr. Aber das hier so verkommen zu lassen, da gibt es keine Ausrede“, sagte die und richtete sich wieder auf. Mit dem Beutel in der Hand ging die Blondine auf ihren Mann zu und drückte ihm diesen in die Hand. Mit einem Ton, der keine Widersprüche zuließ, instruierte Anastasja ihren Mann ihre Arbeit fortzusetzen, damit sie selbst kochen konnte.

~

Suki wusste nur noch schemenhaft, was gestern passiert war. Das, was mit Sukuna geschehen war, war vollkommen aus ihrem Gedächtnis verschwunden. So ging sie auch ganz normal mit dem Fluch um. Die Halbrussin hatte also ihr Verhalten ihm gegenüber nicht geändert. Bei ihrem Mitbewohner jedoch war etwas anders. Komischerweise, hatte er sie heute früh geweckt, weil sie beinahe verschlafen hätte. Und dann nicht mal so, wie man es von ihm erwarten würde. Nein, er weckte sie wie ein ganz normaler Mensch. Sukuna öffnete die Tür und sagte ihr einfach sie müsse aufstehen oder er würde ihren Schüler ohne ihr Anwesenheit das Training so zur Hölle machen, dass sie drei Tage danach den Boden der Halle nicht wieder verlassen könnten. Jetzt, wo die Jujuzistin noch einmal darüber reflektierte, stellt sich das Vorgehen Sukunas als doch nicht so human heraus, wie sie am Morgen dachte.
Gerade befand sie sich in den letzten Zügen ihrer Englischstunde in der zweiten Klasse. Gojo lieh sich in der Pause Atsushi aus und die beiden tauchten bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht wieder auf. Solange der Fluch wieder auftauchte, wenn sie nach Hause konnte, was in gut zehn Minuten der Fall war, dann ist ihr das auch ziemlich egal.
„Lest die nächsten Seiten bis zum Ende der Stunde und den Rest des Kapitels dann bis zur nächsten. Ich werde dann einen von euch abfragen“, erteilte Suki ihren Schülern ihre letzte Aufgabe für den Tag und räumte nebenbei den Raum auf.
Als die Klingel das Ende der Stunde anzeigte, packte Suki alles zusammen und setzte sich noch einen Moment an den Tisch und ließ den Kopf in den Nacken fallen. Jeder noch so kleinen Fitzel musste bis ins Letzte ausgenutzt werden. Wer konnte denn schon sagen, wann es das nächste Mal so sein würde. Für einige Sekunden schloss sie die Augen und atmete einmal tief durch. Schon in diesem Moment öffnete sich die Tür hinter ihr und Gojo trat zusammen mit Sukuna ein. „Sukilein, hast du uns schon vermisst?“, viel zu laut dröhnte die Stimme ihres Kollegen in ihren Ohren. Wie konnte man nach einem langen Arbeitstag nur so eine Laune haben? Kaum merklich dreht Suki ihren Kopf, wobei ihr einige platinblonde Strähnen ins Gesicht fielen. Ihr Blick lag müde auf dem Weißhaarigen, der auf den Tisch zuging und sich einen Stuhl heranzog. Als er dann vor ihr Platz genommen hatte, wurde sein Gesichtsausdruck ernster. Die Ernsthaftigkeit unterstrich er nochmal in dem er die Augenbinde, die er sonst immer vor seinen Augen trug, abnahm und ihr direkt ins Gesicht sah. „Du hast dich gestern beinahe besinnungslos gesoffen, habe ich recht?“, nichts von seiner Verspieltheit war mehr in seiner Stimme enthalten. Es traf Suki wie ein Blitzschlag. Woher wusste er das jetzt schon wieder? Hatte Yuri geplappert? Innerlich schüttelte sie den Kopf. Das konnte nicht sein. Das hätte sonst auch schon früher getan. Langsam wie in Zeitraffer sah Suki zur Wand neben der Tafel, wo Sukuna mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht und verschränkten Armen gegen die Wand lehnte. Ihre Augen verengten sich zu schlitzen und sie grummelt leise und für niemanden verständlich einen russischen Fluch. „Ich war nur feiern, mehr nicht. Außerdem brauch ich niemanden, der auf mich aufpasst oder mich für das, was ich tue, verurteilt“, rechtfertigte sich Suki dann und bedachte Gojo mit einem genervten Blick. Dieser ließ sich jedoch nicht davon beirren und griff nach ihren Händen. „Du weißt, du sollst mit uns reden, wenn du Probleme hast. Trinken ist keine Lösung!“, entgegnete der Weißhaarige Suki ruhig. Allein, dass er so gelassen blieb, entfachte die Wut in ihr. Soll er doch Megumi mit seinen Predigten nerven und nicht seine erwachsene Kollegin. Schmerzhaft ballte sie ihre Hände zu Fäusten und schlug mit der rechten kräftig auf den Tisch. „Halt dich doch mal aus meinem Leben raus. Ich weiß genau, was ich tue“, spuckte sie ihrem Kollegen regelrecht entgegen und stand so energisch auf, dass der Stuhl, auf dem sie saß, umkippte. Strammen Schrittes fand sie ihren Weg zu Tür und bedachte Sukuna mit einem Blick, der ihm unmissverständlich klarmachte ihr zu folgen.

Endlich konnte sie ihr Auto auf einen Parkplatz stellen und das Essen vom Rücksitz nehmen. Es war tatsächlich Sukunas Idee gewesen, etwas unterwegs zu holen. Eine der wenigen Guten, die der Rosahaarige bis jetzt hatte. Wortlos trotteten die Jujuzistin und der Fluch die Treppen zu ihrer Wohnung hoch, bis er sie einen Absatz vor ihrem Ziel am Handgelenk packte und sie somit am Weitergehen hinderte. „Da sind zwei Menschen in deiner Wohnung. Ein Mann und eine Frau.“ Knirschend biss die Halbrussin die Zähne zusammen. Ihr fielen nur zwei Personen ein, die die Dreistigkeit besaßen sich einfach Zugang zu ihrer Wohnung zu verschaffen. „Dieser miese kleine. Der kann was erleben, einfach noch hier herzukommen. Es ist alles geklärt, der braucht mich die nächsten Tage nicht anzusprechen. Den schmeiß ich im hohen Bogen raus“, meckerte sie und löste ihr Handgelenk aus Sukunas Hand, der sie jedoch noch einmal aufhielt. „Das sind nicht der Trottel und Ärztin. Ich kenne die zwei Energien nicht. Außerdem sind beide zu schwach für Gojo. Kommt noch jemand in deine Wohnräume?“, fragte Sukuna und ging an Suki vorbei, wobei er wieder ihr Handgelenk nahm und mit ihr das letzte Stück zu ihrer Wohnung hochging.

Noch bevor Suki den Schlüssel in das Schloss stecken konnte, wurde von innen die Tür geöffnet und ein ihr nur zu bekanntes Gesicht sah ihr entgegen. „Suki, du bist auch endlich mal da“, kam es vorwurfsvoll von der Frau an in der Tür. Erschrocken weiteten sich Sukis goldenen Augen. Was wurde hier heute gespielt? Erst nervte Gojo und jetzt stand auch noch ihre Mutter in ihrer Wohnung. Das kann nur ein schlechter Traum sein. Vielleicht war sie einfach auf dem Nachhauseweg gestützt und sie lag einfach in einem Krankenhaus im Koma und ihr Hirn spielte ihr einen Streich. Das wäre auf jeden Fall besser als unangekündigter Besuch ihrer Eltern. Das hieß in jedem Fall nichts Gutes. „Ich muss auch arbeiten. Von Luft und Liebe kann ich mir diese Wohnung auch nicht leisten“, sagte Suki nicht ansatzweise so bissig, wie ihre Stimmung im Moment war. Sie hasste es einfach unangekündigten Besuch zu bekommen. Schon gar nicht von ihren Eltern. Nicht widerstrebte ihr mehr als das.


Sukuna beobachtete das Zusammentreffen der beiden Frauen ganz genau. Die Ähnlichkeit von Mutter und Tochter konnte nicht geleugnet werden. „Wie redest du mit deiner Mutter und dann auch noch vor einem Fremden? Wie soll ich dastehen und dann auch noch vor einem jemanden, den ich nicht kenne? Er denkt jetzt sicher ich war nicht in der Lage eine ordentliche Frau zu erziehen“, meckerte die Unbekannt und sah in dann direkt an.
„Kommen sie erstmal rein. Meine Tochter hat ja keine Manieren sie mit rein zu bitten“, sagte sie und ging voran in die Wohnung. Kurz blickte der Fluch zu Suki, die ihm andeutete Ihrer Mutter zu folgen, die schon mit Pantoffeln auf ihn wartete und ihm diese ohne jeglichen Widerspruch zuzulassen in die Hand drückte. „Sie wohnen hier, mit meiner Tochter habe ich recht?“, fragte die Frau, die sich immer noch nicht vorgestellt hatte. Sein Weib hatte in der Zeit schon ihre eigenen Schuhe in die Ecke gestellt und ging nur in Socken bis zu ihrer Mutter und blieb neben ihr stehen: „Ja Atsushi wohnt hier erstmal. Mehr musst du auch nicht wissen. Bedräng ihn einfach nicht, er mag das nämlich nicht“, grummelt sein Weib und ging direkt ins Wohnzimmer, wo er sie sogleich mit einem Mann reden hörte. Dann müsste der Mann also ihr Vater sein. Nun blieb Sukuna wohl nichts anders übrig als sich mit der Mutter seines Weibes auseinander zu setzten.
„Atsushi also. Ich bin Anastasja Kyozo. Sukis Mutter. Sie müssen sicher Hunger haben, so schlecht wie meine Tochter kochen kann. Kommen Sie mit, ich habe eine Kleinigkeit vorbereitet“, sie wartete nicht mal auf die Zustimmung des Sukunas, sondern schob ihn sofort in die Küche und platzierte ihn am reich gedeckten Tisch.
Die exotischen, nach viel Fleisch riechenden Speisen ließen Sukuna das Wasser im Munde zusammenlaufen. Allein der Geruch dieses Essens, war der beste, den er seit er wieder frei war, gerochen hatte. Der Fluch hatte akzeptiert, dass Suki nicht kochen konnte, dafür hatte er schließlich andere Untergebene, die diese Aufgabe übernehmen konnten, jedoch stellte sich die Frage, ob Uraume dieses Essen so zubereiten konnte. Beherzt nahm er sich etwas von einem der Teller und begann zu essen, als Anastasja sich zu ihm setze: „Wissen Sie, Suki ist ein gutes Kind. Sie war immer gut in der Schule, auch als Jujuzistin kann man auch nicht meckern. Aber ihre Qualitäten als Hausfrau, die lassen bei weitem zu wünschen übrig und seit sie hier in Tokio lebt, ist es einfach noch schlimmer geworden“, erzählte die Blondine einfach drauflos. Skeptisch zog Sukuna eine rosafarbene Augenbraue hoch. Worauf wollte dieses Menschenweib jetzt hinaus? Als wüsste er nicht um die Intelligenz Sukis oder um ihr vergeudetes Talent im Jujutsu. „Man hätte sie schon in Kindertagen besser trainieren sollen. Sie ist viel zu abhängig von ihren Techniken. Da wo ich herkomme, fangen die Kinder schon an bevor sie richtig laufen können“, entkräftete er eines der wenigen positiven Argumente der Mutter. Diese zog ihrerseits ihre Augenbrauen zusammen und brachte ihm dann entgegen: „Mein Mann hat die Sinne meiner Tochter sehr früh angefangen zu schulen. Sie erkannte schon in frühem Alter, bei welchen Verkaufswaren meines Mannes es sich Fluchgegenstände oder -waffen handelt. Sie hat also schon früh genug begonnen und durfte sich auf selbst entscheiden, ob sie Jujuzistin werden möchte.“ Auch wenn Nastja scheinbar viel über ihre Tochter nörgelte, schien sie es wohl nicht bei anderen zuzulassen. Eine wirklich sehr interessante Tatsache. „Ich muss zugeben, dass sie wirklich schon kleinste Mengen Fluchenergie spüren und zuverlässig zuordnen kann“, hielt Sukuna Suki nun doch zugute.
So unterhielten sich Anastasja und Atsushi noch eine Weile über Suki, bis sie von einem in den Raum stürmenden Gen unterbrochen würden. In der einen Hand hielt er ein Schwert, das bei Suki im Flur hing und in der anderen Hand hielt er einen Zettel. „Nastja, geh weg von ihm! Er ist ein gefährlicher Fluch! Wir müssen ihn exorzieren“, schrie der Braunhaarige und stand mit gezücktem Schwert auf Sukuna gerichtet in der Tür. Im nächsten Moment kam auch Suki gehetzt dazu und versuchte sich an ihrem Vater vorbeizudrängen. „Papa halt! Du hast keine Chance. Bleib ruhig und ich erklär dir alles, aber gehe hier in meiner Wohnung auf niemanden mit einem Schwert los!“, Sie nahm ihrem Vater das Schwert weg und drängt sich mit diesem in der Hand in die Küche. „Papa, du beruhigst dich und setzt dich. Dann können Atsu und ich euch alles erklären.“

Wir sind jetzt bei Kapitel 18 angekommen und noch ist kein Ende in Sicht. Trotzdem wollte ich euch an dieser Stelle fragen, wie euch der bisherige VErlauf der Geschichte gefällt. Auch wenn die Story schon von Anfang bis Ende durchgeplant ist. Ich freue mich über jede Art von Feedback und joa ds wars dann auch von mir. Euch dann noch einen schönen Rest Sonntag oder wann auch immer ihr das Kapi lest.
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