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Dáina - Fremd in den Ered Luin?

von trini526
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Dis Dwalin Fili Kili OC (Own Character) Thorin Eichenschild
04.02.2022
03.02.2023
26
38.830
5
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
25.01.2023 1.348
 
Hallo Zusammen

Zum Glück hat mich Halli erinnert, dass ich es versäumt habe, ein neues Kapitel hochzuladen. Das ist ebenfalls etwas schwer, aber das nächste sollte wieder etwas heiterer sein.
Nun zu einer anderen Sache: Ich bin ja niemand, der um Reviews betteln will. Aber von Kapitel zu Kapitel habe ich 400-500 mehr Zugriffe auf diese Geschichte und nur jemand hinterlässt eine Rückmeldung? (Hier ein ganz grosses Dankeschön an Halli - fühl dich fest gedrückt ;) ) Wir Hobby-Autoren schreiben gerne, das stimmt, aber wir fänden es auch toll, wenn wir eine Rückmeldung zu unserem Geschriebenen erhalten würden. Immerhin wollen wir uns verbessern und es freut sich jeder über ein paar kurze (bestenfalls nette) Worte. Und ich weiss nicht, ob euch bewusst ist, wie motivierend Reviews sein können. Diese Geschichte entstand aja aus einem One-Shot, auf den ich sehr gute Reviews bekommen habe. Nur deshalb wurde sie weitergeschrieben.
Ich will ehrlich sein: Einige Kapitel habe ich noch vorgeschrieben, aber vermutlich werde ich die Geschichte, wenn es so weitergeht, bald dem Ende zukommen lassen. Das soll keinesfalls eine Drohung sein, sondern ich will euch einfach an meinen Gedankengängen teilhaben lassen. In jedes Kapitel werden mehrere Stunden investiert, besonders, wenn ich es veröffentliche (Fehler korrigieren, nochmals überarbeiten etc.). Besonders diese Stunden investiere ich nicht, wenn ich nur für mich schreibe. Ich schreibe lieber als ich korrigiere ;)
Nun, genug Finger gehoben. Heute und morgen wird die Geschichte noch nicht Enden, dafür habe ich noch zu viele Ideen, aber vielleicht wird sie einfach Kürzer.
LG Trini

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„Kannst du mir sagen, was Dáina für weitere… körperliche Wunden hat?“ Thorin bemerkte, dass seine Schwester nicht damit gerechnet hatte, von ihm angesprochen zu werden, denn sie zuckte leicht zusammen.
„Ihre Beine sind versengt. Ich tippe auf heisses Eisen. Als sie den Badezuber sah, begann sie zu zittern vor Angst. Ich vermute, dass sie immer wieder unter Wasser gedrückt wurde. Es ging lange, bis sie ihrer Müdigkeit nachgeben konnte. Sie hat einige Schnittwunden an der Oberarminnenhaut und den Oberschenkeln, mehr habe ich, Durin sei Dank, nicht gesehen.“ Sie seufzte und Thorin sah den Kummer und die Sorge in ihren Augen.
„Ich weiss nicht, wie ich über die ganze Sache denken soll. Wer kann einem Kind so etwas antun? Und was sie erzählt hat... sie hat niemanden mehr, Thorin. Keinen Rückhalt. Keine Familie. Niemand, der sich um sie gesorgt hat. Oder falls sie noch jemand hätte, so kann sie denjenigen wohl nie mehr sehen, da sie nicht zurück nach Gondor kann.“ Dís seufzte und sah weiterhin ins Feuer.
„Wie kann man einem so unschuldigen Wesen so etwas grauenvolles antun?“, fragte sie leise, doch sie schien keine Antwort zu erwarten. Stattdessen kamen ihr die Tränen.
Thorin stellte seine Tasse auf den kleinen Tisch, der neben seinem Stuhl stand, erhob sich und setzte sich auf Dís` Stuhllehne, um sie zu sich zu ziehen.
„Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Aber wir können nicht mehr, als zu versuchen, ihr hier ein neues zu Hause zu schenken. Einen Ort, an dem es Leute gibt, die sie lieben. Ihr einen Ort geben, an dem sie sicher ist. Wir werden niemals ihre Familie ersetzen könne, jedoch können wir für sie eine neue Familie sein, hörst du, kleine Schwester?“, sprach Thorin sanft und Dís nickte gegen seinen Bauch.
„Ich frage Serna, ob sie uns etwas zu essen macht, in Ordnung? Du musst jetzt nicht kochen.“ Erneut nickte Dís und Thorin löste sich sanft von ihr und lief nach neben an, um einer Magd zu sagen, sie solle heute für sie kochen. Dann lief er zurück zu Dís, hob sie hoch und trug sie in ihr eigenes Gemach. Dort legte er sie ab, deckte sie zu und wartete so lange, bis sie eingeschlafen war. Er strich ihr noch einmal übers Haar und murmelte leise: „Es tut mir so Leid, dass ich ihn nicht beschützt habe. Du brauchst ihn. Fíli und Kíli bräuchten ihn. Bitte verzeih mir.“
Als er heraus trat, sah er, dass Serna den Tisch deckte. Als sie ihn bemerkte, verbeugte sie sich schnell.
„Es ist ein einfacher Eintopf. Es tut mir leid-“, begann sie, doch Thorin schnitt ihr das Wort ab, indem er die Hand hob.
„Vielen Dank, Serna. Mehr verlangte ich nicht. Dís ist erschöpft uns schon zu Bett gegangen“, erklärte er und sie nickte, verbeugte sich erneut und lief dann hinaus. Thorin klopfte an die Tür seiner Neffen und öffnete sie und sah, dass sie wieder einmal mit ihren Holzschwertern spielten.
„Kommt, es gibt essen“, sagte er mit einem milden Lächeln und sofort sprangen die Zwerglinge auf und setzten sich.
„Wo ist Mutter?“, fragte Fíli, als er sah, dass nur für drei getischt wurde.
„Ihr geht es nicht so gut, weshalb sie sich schon schlafen legte.“ Die beiden Brüder nickten, setzten sich und assen schweigend. Als sie fertig waren, sah Kíli seinen Onkel an.
„Es ist wegen Dáina, oder?“, fragte er scheu. Thorin nickte und sah ihn an.
„Ja. Dáina geht es nicht gut. Was ihr angetan wurde, ist schrecklich. Niemand hier kann das verstehen. Sie ist erst vierzehn und hat keine Familie mehr. Bitte, versteht eure Mutter. Sie hatte einst selbst Angst, dass ihr womöglich alleine aufwachsen müsstet“, sprach der König ruhig und Fíli sagte: „Aber wieso? Du meinst, als Vater gestorben ist?“ Thorin nickte und die Brüder wechselten einen verwirrten Blick. Thorin sah, dass ihnen nicht klar war, wie schlimm es um ihre Mutter gestanden hatte.
„Nachdem euer Vater… in die Hallen Mahals ging, wurde eure Mutter krank. Ihr Herz war gebrochen, ohne euren Vater wollte sie nicht länger leben. Doch ihr wart noch klein, sie wollte euch nicht alleine lassen. Doch ihr Herz wurde auseinandergerissen. Ein Teil war gestorben, mit eurem Vater, der andere Teil besitzt ihr“, sprach Thorin langsam und sie sahen ihn entsetzt an.
„Das wussten wir nicht“, sagte Kíli und eine Träne löste sich aus seinen Augen.
„Kommt her“, sagte Thorin nur und sofort sprangen ihm die Brüder in den Arm. Kíli hielt sich leicht zitternd an ihm fest, Fíli legte matt den Kopf an seine Brust.
„Wir wären nicht alleine gewesen“, sagte Fíli nach einer Weile und Thorin sah den Älteren überrascht an. Er schien völlig in Gedanken zu sein und wirkte plötzlich älter, als er in Wirklichkeit war. Thorin wollte schon nachfragen, als Fíli weiterredete.
„Wir hätten immer noch dich gehabt. Du hast uns all das beigebracht, was Mutter uns nicht beibringen konnte.“
„Was ist mit dir los?“, fragte Thorin und hielt eine Hand an seine Stirn. Warm war sie nicht, also hatte er kein Fieber.
„Ich weiss auch nicht. Aber irgendwie macht es mich traurig, Dáina so niedergeschlagen zu sehen. Sie sollte lachen und sich freuen. Doch sie scheint Angst zu haben“, Fíli sah seinen Onkel an und schüttelte dann den Kopf.
„Keine Ahnung, ich fühle mich gerade… ich weiss nicht so recht…“, Fílis Stimme verlor sich. Thorin hielt seine Neffen fest und dachte darüber nach, wie viel er schon mit ihnen durchgemacht hatte. Er hatte immer versucht, ihnen so gut es geht einen Vater zu sein, den sie seinetwegen nicht mehr hatten. Etwas, was jetzt Dwalin versuchte Dáina zu sein. Einen Vater, den sie nie hatte. Er dachte über die Worte nach, die Dís ihm gesagt hatte. Er hatte eine Vermutung, wie sie gefoltert wurde. Aber er wollte es sich gar nicht vorstellen. Er war zu grausam sich den kleinen Körper vorzustellen, dem man glühende Eisen auf den Körper presst. Die Schreie, welche ihr über die Lippen gekommen sein mussten. Er schüttelte den Kopf und sah zu seinen Neffen, die beide friedlich vor sich hin schlummerten. Er konnte nur beten, dass sie vor so etwas verschont bleiben würden. Dass sie niemals in eine Folterkammer gebracht werden würde. Er seufzte, hob die beiden auf und brachte sie in ihr Zimmer.
„Schlaft gut“, murmelte er leise und wollte sich umdrehen, als eine Kinderhand ihn zurückhielt.
„Schläfst du hier?“, fragte Kíli verschlafen und sah ihn bittend an.
„Na gut“, sagte Thorin, zog sich seine Überkleider aus und legte sich unter die Decke, wo sich sofort zwei Kinder an ihn kuschelten. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen schlief er schliesslich ein.
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