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Unknown Feeling

von natsuki97
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Craig Tucker Kenny McCormick
02.02.2022
18.05.2022
2
3.098
2
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Dieses Kapitel
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02.02.2022 1.825
 
Ich konnte es nicht fassen das ich wirklich hier war.
Dröhnender Bass kam auf mich zu, gefolgt von dem Strobolight. Ich blinzelte etwas als ich in das Innere des Clubs kam und direkt auf dem Dance Floor zum Stehen kam. Meine Augen brauchten einen Moment sich an die flackerten Lichter zu gewöhnen. Doch sobald sie sich daran gewöhnt haben, suchten sie schon nach der gewissen Person.
Es ging nicht lange und mein Blick fing sie ein.
Etwas irritiert blickte ich auf die erhöhte Plattform, auf der sich der Blondhaarige im Beat der Musik bewegte. Unbewusst leckte ich mir über die Lippen und spürte, dass sich in mir was regte. Jedoch trafen sich unsere Blicke und mein Herzschlag beganng sich zu beschleunigen.  
Die hellblauen Augen sahen mich einen Moment verwirrt an und er stoppte in seiner Bewegung. Ehe sich ein Lächeln auf seine Lippen legte und von der Plattform hinuntersprang. Meine Augen verfolgten ihn wie er durch die Tanzfläche sich schlängelt und auf mich zu kam.
«Craig? Craig Tucker?», kam es ungläubig aus seinem Mund. Ertappt nickte ich. Sofort breiteten sich seine Arme aus und legten sich um mich. «Wie lange ist das denn her?», er löste sich von mir. Ich zuckte mit den Schultern: «Keine Ahnung, 3 oder 4 Jahre.»
Er grinste mich an und nahm meine Hand in seine: «Komm wir gehen, wohin wo wir ruhiger reden können.» Damit zog er mich durch die Masse in Richtung Ausgang, wo ich auch hineinkam. Kurz vor dem Ausgang, gingen eine Treppe hinauf, wo erneut ein Gang lag, bis er mich zum Ende diesem führte und die Tür dort aufmachte. Ich spürte, wie er auf meiner Haut warm wurde und war von dem Gefühl verwirrt. Seit wann fühlte ich so?
«Komm rein», sagte er und liess mich los. Sofort wich die Wärme.
Ich tat was mir gesagt wurde und trat in den Raum hinein. So wie es aussah war es ein Büro.
«So wie es aussieht stimmen ja die Gerüchte über Kenny McCormick», sagte ich, während ich die Einrichtung begutachtete. Kenny liess sich auf die Couch bei der Fensterfront nieder. Hinter ihm konnte man die Tanzfläche, auf der wir uns vorhin befanden, deutlich erkennen.  
«Was hast du den für Gerüchte gehört?», wollte der Kleinere wissen und beobachtete mich. «Naja das du in so nem Club arbeitest, als was bestimmtes», antworte ich und wich seinem Blick dabei aus. «Wahrscheinlich als jemand der seinen Körper für Sex verkauft?», ich hörte ihn leise lachen und linste doch zu ihm. Er schüttelte belustigt den Kopf und legte ihn in den Nacken. «Es ist doch immer das gleich»", stöhnte er und sah mich wieder an.
«Du kennst die Leute doch in South Park. Sie zerreißen sich immer die Mäuler über andere», meinte ich dazu. «Ich weiss, aber dennoch frag ich mich wie es mit dir aussieht. Glaubst du den Gerüchten?», er blickte mich fest an.
Ich erwiderte einen Augenblick den Augenkontakt, bevor ich mich zu ihm setzte. «Naja wenn man sieht, wo du hier bist, könnte man schon den Gerüchten glaube schenken», erklärte ich ihm, meine Gedanken. Kenny grinste. «Joa das kann ich schon nachvollziehen, aber nein. Ich bin hier nur Tänzer und schlafe mit meinem Boss», beim letzten Teil des Satzes stand er auf und ging auf die Minibar zu. «Willst du auch was zu trinken?», fragte er und linste über die Schulter zu mir.
Ich blinzelte ihn einen Moment lang an und versuchte dieses komische Gefühl in meiner Brust zu ignorieren, ehe ich verneinte. «Selberschuld», damit drehte er sich wieder um und holte eine Flasche aus dem Schrank. «Bist du also nur hier, um zu überprüfen, ob das Gerücht wahr ist?», Kenny drehte sich wieder zu mir und sah mich abwartend an. «Ja eigentlich schon», gestand ich und wich seinem Blick aus.
Mir war bewusst, wie scheisse, dass das von mir war. Doch ein Teil von mir brauchte Gewissheit darüber, ob es wirklich so war.
«Verstehe», kam es etwas leiser von ihm und setzte sich neben mich. Wir schwiegen eine Weile, nur der dumpfe Bass von der Tanzfläche war in dem Raum zuhören.
Bis ich es nicht mehr aushielt. «Ich glaube ich sollte gehen», damit stand ich auf. Von Kenny kam nur ein leises ¨okay¨. Ich stürmte fast schon aus dem Raum, weil ich einfach nicht wusste, was ich hier eigentlich erhofft hatte. Kaum das ich auf den Gang trat, kam mir ein braunhaariger Mann entgegen.
Dieser blickte mich kurz verwirrt an, bevor er durch die Tür ging, aus der ich gekommen war. «Oh du bist schon zurück», hörte ich Kenny erfreut den Mann begrüssen. Wahrscheinlich war das sein Boss…
«Hast du mich vermisst?», vernahm ich den Fremden ihn fragen, ehe die Tür ins Schloss fiel.
Ich blieb einen Moment stehen und sah zur Tür. Unbewusst ballte ich meine Hände zu Fäusten und wendete mich ab.
Ich verstand mich gerade selbst nicht. Und das verwirrte mich.

Leise schloss ich die Haustür auf und streifte meine Schuhe ab. «Du bist schon wieder zurück?», wurde ich von Clyde begrüsst. Ich nickte und ging an ihm vorbei in die Küche.  «Und wie wars?», wollte mein Mitbewohner und Kindheitsfreund wissen.
Ich machte den Kühlschrank auf und linste kurz zu ihm. «Es war interessant», meinte ich knapp und öffnete die Flasche Cola. «Interessant? Das hört sich für deine Verhältnisse komisch an», der Braunhaarige lehnte sich gegen den Türrahmen.
«Was willst du damit sagen?», ich sah ihn leicht gereizt an. «Naja ich dachte das es länger geht, wenn du auf Kenny triffst», versuchte er sich zurechtfertigen. Ich lehnte mich gegen die Küchenkombination. «Warum bist du dir sicher das ich ihn getroffen hab und es nicht anders um ist. Daher bin ich auch früher zurück», ich hob einer meine Augenbrauen.
Ein Grinsen schleicht sich auf seinen Lippen: «Weil ich dich kenne und deine Haltung nach was anderem spricht.» Genervt rollte ich mit meinen Augen. Der Idiot kannte mich einfach zu lange.
«Und, willst du jetzt das ich dir was erzähle?», hackte ich nach. «Naja wie geht’s ihm?», fragte er und sah mich abwartend an. Ich zuckte mit den Schultern und verschränkte die Arme vor der Brust: «Es scheint ihm gut zu gehen.» «Habt ihr nicht miteinander geredet?», wollte Clyde wissen. «Ja schon, aber das ist nicht zur Sprache gekommen», entgegnete ich ihm.
Irritiert wurde ich von ihm gemustert, ehe sein Blick sich verändert. «Not way! Ihr habt doch nicht gleich», kam es aus ihm heraus. Entsetzt unterbrach ich ihm: «Als ob ich gleich ihn vögeln würde. Was haltest du bitte von mir», knurrte ich ihn an. «Das du ein Notgeiler Sack bist», grinste Clyde mich an.
Genervt stöhnte ich und schüttelte den Kopf. «Du bist so ein Spinner echt. Warum tu ich mir das mit dir schon wieder an?», fragte ich und linste zu ihm. Er trat auf mich zu: «Weil ich der einzige bin der dich so lange erträgt», er klopft mir auf die Schulter und holte sich ein Bier aus dem Kühlschrank.
«Und was hast du jetzt vor?», hackte Clyde nach. Ich sah ihn verwundert an:  «Wie meinst du das?» «Naja gehst du noch mal hin?», er sah mich wissend an und eigentlich war klar, dass er die Antwort wusste. Dennoch… «Ich denke nicht», antworte ich und verliess die Küche. Ich hörte noch sein verräterisches Lachen.

Die Woche zog sich in der Uni nur so dahin. Obwohl ich eigentlich extra eine Richtung ausgesucht hatte, die mir gefiel. Konnte ich mich, auf das was der Dozent über Freuds Theorie in der Psychologie erklärt, null konzentrieren.
Denn obwohl ich es immer wieder versuchte, hatte ich das Bild von einem gewissen blond Haarigen vor Augen wie er sich im Beat der Musik bewegte.
Genervt fuhr ich durch meine Haare und fing an mein Laptop in die Tasche zu stopfen. Nur nebenbei bekam ich von der Prüfung nächste Woche mit. Meine Gedanken waren schon wieder in diesem Club und eine leise Stimme in meinem Kopf, flüsterte mir immer wieder zu ich sollte doch noch mal dort hin.
Ich schulterte meine Tasche und verliess den Hörsaal. Um auf andere Gedanken zu kommen, kramte ich mein Smartphone aus der Tasche, wobei ich jedoch überrascht in meiner Bewegung innehielt.
«Ich war so frech und hab mich nach deiner Nummer schlau gemacht. Kommst du heute Abend wieder in den Club», lass ich und wusste genau von wem die Nummer war und wie er an diese herangekommen war. «Clyde dieser Bastard», fluchte ich und stopfte das Handy wieder in meine Jackentasche.
Wütend stampfte ich nach Hause, wo mich schon der Bastard erwartet. «Und? Wie war die Uni?», begrüsste er mich, während ich mir meine Snickers abstreifte. Ich funkte ihn böse an. «Was ist?», hackte er unschuldig nach. «Du weisst genau was ist. Warum hast du ihm meine Nummer gegeben?», wollte ich wissen.
Einen Moment sah er mich irritiert an, bis sich ein schuldbewusstes Grinsen auf seiner dämlichen Hackfresse ausbreitete. «Gern geschehen», beantwortete er meine Frage. Entgeistert nahm ich meine Schuhe und schoss es ihm nach. Knapp wich er dem fliegenden Objekt aus. «Was heisst hier ¨gern geschehen¨? Du bist echt das Letzte», knurrte ich ihn an.
«Ich wollte dir doch nur einen Gefallen tun», versuchte er sich zu verteidigen. «Ja klar in dem du ihm meine Nummer gibt», ich spürte, wie es nur noch mehr in mir brodelte.
Seufzend ging ich in Richtung meines Schlafzimmers. Ich hörte dabei wie mir Clyde hinterher tapste. Jedoch mit ausreichend Sicherheitsabstand.
«Und gehst du heute dort hin? Immerhin ist heute Freitag», fragte er, als ich die Tasche auf mein Bett abgelegt hatte. Ich hielt einen Moment inne und blickte auf die schwarze Bettdecke.
«Keine Ahnung», stöhnte ich und linste über meine Schulter zu ihm. Clyde lehnte sich gegen den Türrahmen. «Also ich finde das du nach Tweek es verdienst hättest wieder mal etwas spass zu haben», er verschränkte die Arme vor seiner Brust.
Bei dem Namen meines Ex’s kam mir wieder unsere Schulzeit in den Sinn. So vieles hat sich geändert und bei den meisten Dingen, die passiert waren, hätten die meisten zu der Zeit nie daran geglaubt wo wir jetzt standen. Wer hätte gedacht das ich mal in Denver lebe und zur Uni gehe, um Psychologie zu studieren. Natürlich nicht um Psychiater oder der gleichen zu werden. Sondern um später mal als Streetworker zu arbeiten.
Ich setzte mich auf mein Bett und blickte Clyde an. «Musstest du dich in mein Leben einmischen?», fragte ich ihn. «Wenn ich es nicht mache, wer soll es dann sonst tun», er kam zu mir und setzte sich neben mich, «ausserdem muss ja jemand dich mal dazu bringen etwas zu wagen.»
Er grinste mich an und stiess seine Schulter gegen meine. «Ich weiss genau, dass das nicht gut heraus kommen wird», meinte ich darauf. «Ach komm so schlimm kann es doch nicht werden», ermutigte mich Clyde. Ich sah ihn kurz an, ehe ich den Kopf schüttelte. «Du lässt erst locker, wenn ich dahin gehen oder?»,
Sein Grinsen wurde nur breiter. Weshalb ich seufzend nachgab.
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