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Institution Enigmatic

von E-Angel
Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteAllgemein / P16 / Mix
OC (Own Charakter)
02.02.2022
08.08.2022
12
19.218
2
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17 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.06.2022 1.986
 
Alle Kinder hier haben eine schockierende Offenbarung hinter sich. Sie zu kontrollieren wird nicht leicht, doch wir müssen es versuchen, um eine Katastrophe zu verhindern. Dabei sollten wir allerdings nicht vergessen, dass sie alle nur Menschen sind, welche auf ihre Weise einen Verlust erleiden mussten.
~ Aus dem Tagebuch von Yusei Kato


Geduldig sitzt der Junge in dem kleinen Raum, gefüllt mit Gleichaltrigen und einer älteren Frau, welche den Kindern etwas über Indien erzählen will. Ein Land mit einer der ältesten Kulturen der Welt, welches teilweise durch seine prächtigen Bauwerke ausgezeichnet wird.
Hin und wieder macht der Brünette sich kleine Notizen, während seine blauen Augen den Bildern der Präsentation folgen. Besonders der Taj Mahal sticht unter den vielen Abbildungen heraus, auch wenn manche Gebäude diesem ähnlich sehen.
Ein Land, mit solch einer armen Bevölkerung, aber trotzdem schönen Gebäuden und gutem Essen. Eine alte Kultur, die er gerne kennenlerne, würde. Ein kleiner Besuch für ein paar Stunden kann bestimmt nicht schaden, nur sollte er davor Herr Kostler informieren, der sich vor kurzem dafür eingesetzt hat, dass er nicht bestraft wird, wenn er kurz verschwindet.
Clementz ist kein Mensch, der anderen schadet und nach einer Weile haben die Leute hier akzeptiert, dass Strafen ihn nicht hier halten werden. Niemand muss sich Sorgen machen, dass er jemanden etwas antut.

Während also alle Schüler nach dem Unterricht eilig den Raum verlassen, betrachtet er nochmals jedes einzelne Bild und versucht sie sich so gut es geht zu merken, ehe er sich von seiner Lehrerin verabschiedet und ebenfalls verschwindet.
Auf direktem Weg begibt er sich zu einem der Trainingsräume, schließlich hat er heute, seit langem, mal wieder Zeit an seinen Fechtkünsten zu arbeiten. Eine weitere Sache, von der die Forscher den Jungen nicht abhalten können, schließlich ist er nicht so leicht wie die anderen einzusperren. Doch dank Herrn Kostler und seiner neuen kleinen Organisation hat sich an diesem sonst so grauen Ort sowieso einiges geändert.
Wie der Junge mitbekommen hat, genießen nun auch die anderen etwas mehr Freiheiten und wenn sie sich benehmen, dann können sie auch mal aus dem großen ‚Gefängnis‘ heraus, wenn auch nicht weit.

Ein kurzes Zischgeräusch durchdringt den Raum, als der Junge mit seinem Degen die Luft schneidet. Dann ein weiteres und dann noch eines. Aktuell kann er nur an seinen Bewegungen arbeiten, da er bis jetzt noch keinen Gegner finden konnte.
Sein Körper ist angespannt und bei jedem Schlag verlässt ein lauter Atemstoß seine Nase. Seine Augen hat er nun stur auf den imaginären Gegner gerichtet, gegen welchen er mit Leichtigkeit ankommt.
Donna hatte mal gemeint, dass sie mit ihm trainieren könnte, wenn denn ihr Freund Dennis dabei wäre, doch dieser wurde als ungefährlich eingestuft. Dennoch gibt der Brünette die Hoffnung nicht auf, dass sich die Chance mal bieten wird, gegen die beiden Älteren zu kämpfen. Es würde bestimmt Spaß machen. Vielleicht würde es in dem Fall helfen ein Wort mit dem Mann zu reden, welchen den Kindern hier bis jetzt so viel ermöglicht hat. Clementz wollte ihn sowieso noch fragen, ob nun eine Entscheidung gefällt wurde, als was er und seine Spezialität eingestuft werden, da dies bei den Ärzten zu einem Streitthema geworden ist. Worum es dabei aber nun genau geht oder was sie alle befürchten weiß der Junge leider nicht.


Stumm beobachtet sie die Kinder dabei, wie sie mit irgendwelchen Plastikspielsachen spielen oder diese unbewusst zerstören. Es ist so laut, dass man nicht mal seinen Gedanken folgen kann, außer man ist ein solches Umfeld gewohnt. Deswegen befinden sich hier kaum Menschen in ihrem Alter, welche nach diesem Jahr noch immer nicht verstanden haben, dass die junge Frau nicht mit ihnen reden möchte.
Ebenso ist es gut, dass die Kinder sie hier kaum beachten – da sie so in ihr Schauspiel vertieft sind – oder sie meiden, da ihre Brandnarbe über der rechten Augenbraue und der fehlende Eckzahn beängstigend wirken. Wäre zu dieser Zeit nicht so viel in der Bibliothek los, dann hätte sie sich mit Sicherheit dorthin verkrochen, um ihren Gedanken zu folgen, doch bedauerlicherweise muss sie dafür bis zum Abend warten.

Vor gut zwei Tagen hatte Harald ihr verraten, dass sie bald die Chance hat, Dennis wiederzusehen, worauf ihr Herz einen kleinen Freudensprung gemacht hat. Ihr Partner ist die einzige Person in dieser kalten Welt, welchem sie ihr Leben anvertraut.
Doch seit sie hier sind, muss sie versuchen, mit den Menschen um sich herum zu leben und Harald zumindest etwas vertrauen, da er das Paar getrennt hat, sodass sie sich unabhängig voneinander einleben können. Später hatte sie jedoch auch erfahren, dass es mit der unterschiedlichen Einstufung ihrer Fähigkeiten zu tun hat.
Hätte sie all das zuvor gewusst, dann wäre sie damals auf Dennis gar nicht eingegangen. Zwar hatten sie mit Harald die Abmachung, dass, wenn sie das Duell gegen ihn verlieren, mit ihm kommen. Doch selbst als sie verloren, da Dennis die zwei weiteren Männer zu spät bemerkt hatte, hatte es den Jungen einiges gekostet seine Freundin zu überzeugen mitzukommen.
Letztendlich konnte er Donna doch noch überzeugen und ehe sie sich versahen, hatten sie das erste Mal seit Jahren ein Bett, in welchem sie schlafen konnte und warmes Essen, welches ihre Bäuche füllt, ohne dass sie es stehlen mussten. Doch sie wurden getrennt, etwas, was Anfangs zu einem großen Aufstand geführt hat, doch Dennis meinte nur, dass sie sich bald wieder sehen werden und sie ihm vertrauen soll.

Dass sie ihn wieder sieht, darauf wartet die Brünette schon einige Zeit und nun, nach gut einem Jahr, hat sie die Chance dazu. Und irgendwie ist sie diesbezüglich etwas nervös. Zwar denkt sie nicht, dass sich etwas verändert hat, schließlich konnten sie durch Harald stets Briefkontakt halten, doch was ist, wenn doch etwas anders ist.
Donna wüsste nicht, wie sie reagieren soll, wenn sie Dennis verlieren würde.
Erschrocken über diesen Gedanken schüttelt sie den Kopf. Dennis würde sie nicht einfach so abstoßen, nur weil sie sich ein Jahr nicht gesehen hatte. In seinen Briefen gab es dazu auch keine Hinweise, also wieso sollte sie sich über solch unnötige Sachen Gedanken machen. Viel eher sollte sie sich freuen, dass sie ihren Partner bald wieder sehen und in ihre Arme schließen kann.


Gelassen sitzt der Junge mit dem schwarzen Haar alleine an einem der vielen Tische und macht sich Notizen, über welchen Manga er als Nächstes reden möchte und was es überhaupt zu sagen gibt. Kleine Details, die einem nicht einfach so auffallen. Parallelen zu anderen Mangas oder Animes und einfache Fun Facts. Später sortiert er diese noch aus, doch erst mal ist das Brainstorming dran.
„Leon.“ Noch bevor sie ihm die Hand auf die Schulter legt, um zu signalisieren, dass sie sich zu ihm setzten will, sagt sie den Namen des Jungen. Dieser blickt jedoch nur kurz auf und nickt, sodass sich das Mädchen gelassen neben ihn setzten kann.
Nach den paar Jahren weiß Jackie, wie sie mit dem Jungen umzugehen hat, während manche es amüsant finden, dass er so ‚schreckhaft‘ reagiert, wenn man sich ihm nähert.

Ein Gespräch beginnt das Mädchen jedoch nicht, sondern bleibt stumm neben ihn sitzen, mit einem Buch in der Hand, sodass er sich weiter an seine Arbeit machen kann.
Es hatte eine Weile gedauert, bis man zugelassen hat, dass er für seinen Kanal weiterhin Videos drehen darf, wenn auch unter strenger Beobachtung, sodass von der Institution nichts an die Außenwelt gerät. Doch seit er die Erlaubnis dazu hat, verbringt er die meiste Zeit damit, seine alten Notizen zu suchen und zu überarbeiten, wobei Jackie ihm hin und wieder unter die Arme greift.
Dennoch akzeptiert das Mädchen auch, dass Leon nicht immer nach reden ist und sie hat schnell verstanden, dass es nicht die netteste Geste ist, sich ohne Vorwarnung an ihm zu nähern.
Manchmal sitzen sie dann einfach wie jetzt nur in der Bibliothek, an einem Tisch in der hintersten Ecke und schweigen sich an. Sie mit einem Buch in der Hand, um ihr – ohnehin schon so großes – Wissen zu erweitern und er mit Stift und Papier, um sein neustes Video zu planen.

Eine Stunde später verabschiedet sich der Junge dann auch schon, da es Zeit zum Essen ist, bevor er Tom ans Ruder lässt, sodass dieser seine überflüssige Energie loswerden kann. Jeden Abend das gleiche und jeder ist über seine ‚besondere‘ Situation aufgeklärt, trotzdem werden die Beiden von manchen noch immer als Zwillinge verglichen.
Meist bekommt er dann solche Fragen zu hören, wie „Wo hast du den lustigen Zwilling gelassen?“ oder „Wo ist deine bessere Hälfte“, wobei das 'bessere' bewusst betont wird, da man sich mit Tom eben besser unterhalten kann und auch mal Spaß hat.
Manchmal hasst der Junge diese Fragen und das bewusste, etwas gemeine Verhalten. Doch wenn er ehrlich ist – und das wissen viele auch -, dann ist er eigentlich ganz froh, dass es Tom gibt. Der etwas aufgedrehte Junge ist schließlich der Grund, wieso Leon sich vor unangenehmen und gefährlichen Situationen drücken kann.


Wie jeden Abend sitzt die 17-Jährige auf ihrem Bett, die Knie an ihren Körper gezogen und von ihren schmalen Armen umschlungen und den Kopf darauf ruhend. Heute war mal wieder einer dieser äußerst anstrengenden Tage, an welchem es schwer ist ihre Fassade aufrechtzuerhalten, doch sie darf die Kontrolle nicht vor den Kindern verlieren.
Ein Glück, dass die Institution ihr deshalb von allem abgeschoren ein einzelnes Zimmer bekommen hat. Zwar nur mit der Begründung, bis sie weiß, wie sie sich kontrollieren kann, doch das wird sie wohl nicht so schnell.

Warme Tränen laufen ihre blassen Wangen hinunter, während das Stechen in ihrem Kopf stärker wird. Durch das sogenannte Training eben fühlt sie sich schwach und ist sich nicht sicher, ob sie es überhaupt noch schaffen wird aufzustehen. Dabei wäre es für ihren Körper jetzt nicht gut, wenn sie die Kontrolle verliert.
Mühsam schafft sie es sich hinzulegen, doch ihre Beine hält sie dennoch nah an ihrem Körper. Ihre roten Augen schließt sie erschöpft und versucht ihren Atem zu beruhigen. Das Training hatte sie doch schon alle Kraft gekostet, einen Nervenzusammenbruch kann sie sich heute nicht leisten. Also versucht sie, an etwas Schönes zu denken. Etwas, was an diesem verhassten Ort schwierig ist.
Seit sieben Jahren ist sie nun schon hier und das nur, weil sie die Kontrolle verloren hatte. Hätte sie doch nur auf ihre Eltern gehört, dann könnte sie jetzt sonst wo sein, nur nicht hier.

„Ayano, beruhige dich. Alles wird gut, ich bin ja da.“ Hätte ihre Mutter oder vielleicht sogar ihr Bruder sie jetzt beruhigt. Sie hätten das Mädchen in den Arm genommen und erst wieder losgelassen, wenn sie zur Ruhe kommt, ehe sie weiterspielen. So war es damals.
Ein leichtes Lächeln bildet sich auf ihren Lippen, als sie daran denkt, was sie alles mit ihrem Bruder gemacht hat. Sein fröhliches Lachen dringt durch ihr Ohr und für eine Sekunde fühlt es sich so an, als würde sie die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut fühlen. Für einen Augenblick ist es so, als wäre sie noch neun Jahre alt und alles ist gut.
Sie vermisst all das, doch ihr ist auch klar, dass sie dies niemals wieder haben kann. Doch dieses ungute Gefühl eines Zusammenbruches hat sie verlassen und die Erschöpfung übernimmt ihren Körper. So schläft sie mit den Gedanken an ihr Zuhause, an ihre längst verlorene Familie ein. Für eine Nacht fühlt es sich so an, als wäre sie noch ein unbeschwertes Kind.


_____
Anmerkung Anmeldung
So, ich denke dreizehn Charaktere sind mehr als genug, um mit zu arbeiten, weswegen ich die Anmeldung für Charaktere IN der Institution nun offiziell und auf dauer schließe.
Nebencharaktere, Forscher, Lehrer etc sind jedoch gerne erwünscht und wer will und mich überzeugt darf auch gerne ein Kind mit Quirk außerhalb der Institution gestalten.

Anmerkung allgemein
Hallo meine lieben Leser,
dies wären dann alle Charaktere, welche ich eingeschickt bekommen habe und über welche wir in Zukunft lesen werden.
Ich hoffe natürlich, dass ich alle bis jetzt so gut es geht rübergebracht habe und meine Teilnehmer soweit zufrieden sind.

Einen schönen Tag euch allen noch.
LG Eve
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