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Bineugierig (OS-Sammlung)

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / MaleSlash
Craig Tucker Kenny McCormick Kyle Broflovski Leopold "Butters" Stoch Stan Marsh Tweek Tweak
01.02.2022
01.02.2022
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01.02.2022 2.597
 
Eine OS, den ich irgendwann schon einmal hochgeladen, wieder gelöscht und dann nochmal überarbeitet habe.





Bineugierig



Leopold Butters Stotch hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Kopfschmerzen.

Wenn sie verschwinden bemerkt man es nicht, weil sie nicht relevant sind… aber sobald man ein verräterisches Pochen spürt, Ist man genervt.

Zumindest sehen das meine Klassenkameraden so.

Niemand kann so wirklich etwas mit Butters anfangen…

Wenn er mal auffällt, liegt es entweder daran, dass er einen sarkastischen Witz nicht versteht und Eric sich dann anschließend über ihn lustig macht, oder weil er etwas Perverses, Zweideutiges gesagt hat, ohne es zu merken.

Ja, Butters ist schon echt ein Fall für sich.

Er ist so naiv, dass man ihn ganz fest schütteln möchte um die Durchblutung seines Hirns anzuregen…

Ich beobachte ihn dabei, wie er gedankenversunken in seinem Hausaufgabenheft herumkritzelt.  

Die letzten zwei Wochen war sein Platz leer… und nun sitzt er wieder dort, lässt heiter seine Füße baumeln und macht den Anschein, als wäre er nie weggewesen.

Mit Sicherheit bin ich der Einzige, der überhaupt gemerkt hat, dass er ein paar Tage fort war.

Immer wieder schiele ich unauffällig zu ihm hinüber, während Mister Mackey irgendwas erklärt, was niemanden so wirklich interessiert.

Der Typ ist echt eine Gottverdammte Schlaftablette….

Kein Wunder, dass ich im Laufe der Zeit eine… gewisse Sympathie zu Butters aufgebaut habe.

Es ist nämlich so: Butters verhält sich zwar überwiegend wie ein Idiot, aber es ist auch irgendwie witzig ihn zu beobachten.

Ja, es liegt  definitiv an der Inkompetenz des Lehrers. Wäre der Unterricht nur ein kleines bisschen Interessanter, würde ich mich auch gedanklich damit beschäftigen, aber unter solchen Umständen bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig, als sich anderweitig zu bespaßen.

Und dafür ist Butters genau richtig. Wenn er wieder alberne Zeichnungen in sein Heft kritzelt, streckt er immer gedankenverloren die Zunge heraus und kneift ein Auge zusammen, als wäre er ein Architekt mit einem wichtigen Auftrag für irgendeinen Präsidenten oder so.

Es ist schon irgendwie niedlich.

Manchmal erwische ich mich dabei, dass mein Herz ein wenig schneller klopft als sonst, wenn Butters bemerkt, dass ich ihn anstarre und er angestrengt versucht, sich nicht wie ein Trottel zu verhalten.

Schon übel, was so ein langweiliger Lehrer alles verursachen kann. Jetzt finde ich schon Butters süß und das ist alles Mister Mackys Schuld.

Irgendwer muss ja Schuld daran sein, dass mir immer warm wird, wenn ich ihn anschaue… und… nun ja. Meine Schuld ist es jedenfalls nicht.

Niemals  und  prinzipiell nie gewesen.

.

*

Erleichtert seufze ich auf, als mich die schrille Schuldglocke aus meinen Überlegungen reißt.

Endlich raus aus diesem Drecksladen… auch wenn es nur für eine halbe Stunde ist.

Butters hopst wie ein verdammter Idiot an mir vorbei. Ganz Recht. Ihr habt richtig gehört. Er hopst.

„Wisst ihr wo er die letzten paar Wochen war?“ frage ich meine Freunde und nicke unauffällig in seine Richtung.

„Ähm… Butters? Keine Ahnung, wovon du sprichst, Alter… war der weg?“

„Ja, die letzten paar Wochen….“

„…frag ihn doch, selbst, Mann.“

„Ja, vielleicht mache ich das auch mal schauen…“ sage ich und zucke übertrieben gleichgültig mit den Schultern.

Darf ja keiner merken, dass ich mich brennend für ihn interessiere…

Stan, Kyle und Cartman bewege ich mich zügig aus dem Klassenraum.

Wir geben uns immer Mühe als Erstes in der Schlange zu stehen, damit wir die Pause nicht so sinnlos verschwenden.

„Cool, heute gibt’s ja Burger!“ freut sich Cartman und klatscht einmal in die Hände. Ohne Mist, er ist der Einzige, den ich kenne, den etwas Fast Food auf Wolke Sieben schweben lassen kann… wahrscheinlich auch etwas, um sich seine Schulzeit angenehmer zu gestalten.

Mit unseren Tablets bewaffnet schlendern wir gemütlich zu unserem Stammtisch.

Ich setze mich absichtlich so, dass ich Butters dabei beoachten kann, wie er lächelnd sein Pausenbrot anstarrt.

Er wirkt so glücklich dabei, dass man fast meinen könnte, sein Frühstück würde ihm Komplimente zuflüstern oder so.

Ich meine… wer… grinst denn bitte wie ein Honigkuchenpferd beim Essen?

Trottel.

„Igitt.“ Reißt Cartman mich aus den Gedanken.

„Was?“ fragt Kyle und zieht dabei die Augenbraue hoch.

„Jetzt sieh dir den Burger doch mal an, Kyle.“ Eric schiebt den Teller ganz langsam zu ihm herüber.

„Sieht aus wie ein ganz normaler Burger….“

„Da ist eine tote Scheißhaufen-Fliege!“ meckert Cartman und zeigt demonstrativ mit dem Finger auf ein kleines schwarzgrünes Etwas, welches am Rand seiner Tomate klebt. „Das esse ich nicht, Alter…. Der ganze Burger ist bestimmt vergammelt!“

„Tja, Fettarsch. So eine Diät schadet dir nicht…“  Sagt Kyle und zuckt gleichgültig mit den Schultern. Wo er Recht hat….

„Gib mir deinen!“ fordert Cartman und verrengt seine Augen  zu Schlitzen. Jetzt sieht er aus wie ein fetter Chinese.

„Nein, Alter… dein Pech, geh dir einen neuen Burger holen.“

Mein Blick schweift zum Chefkoch. Vor ihm stehen Tweek und Craig. „Tut mir Leid, Kinder… Ich habe nur noch einen Burger. Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Aber es ist noch Salat da.“ Hören wir ihn sagen.

„Hast du gehört, Kyle? Es gibt keine Burger mehr.“ Motzt Eric und verschränkt angepisst die Arme vor der Brust.

„Hast du gehört, Cartman? Es ist noch Salat da!“ kichert Kyle und führt  seinen Burger ganz langsam zum Mund.

Die Augen sind genießerisch geschlossen und er kaut übertrieben schmatzend, damit sich das gesamte Aroma in seinem Mund entfalten kann.

„Ah, oh ja, dass ist der beste Burger, den ich je gegessen habe.“ Stöhnt er leise, ehe er sich pathetisch über die Lippen leckt.

So wie die Leute in der Fernseherwerbung.

„Du bist do ein Arsch, Alter…“ sagt er. „KENNY tausch deinen Burger mit mir!“

„Ich will kein Fliegenburger!“ nuschele ich in meinen Parker.

„Hör zu, ich brauche das Fleisch viel dringender als du! Außerdem bist du schlechtes, vergammeltes Essen schon von zuhause gewohnt… Stell dich nicht so an, Alter! Du bekommst  auch Fünf Dollar von mir.“ Bietet Eric mir an.

„Zehn von mir, wenn du die Fliege mitisst.“  Setzt Stan, der bisher stiller Beoabachter des Schauspiels war, einen oben drauf und grinst mich dreckig an.

Und sowas nennt man heutzutage Freunde…. Hm.

„Du kriegst auch zehn von mir!“ sagt Kyle plötzlich euphorisch.

Ach, leckt mich doch.  Eigentlich möchte ich keine Fliege essen… wer will das schon? Aber mit Fünfundzwanzig Dollar könnte ich mir vielleicht mal etwas Cooles kaufen, was  ich mir sonst nie im Leben leisten könnte….

Meine Eltern geben das meiste Geld für Alkohol aus und irgendwie muss ich ja auch an meine X-Box-Spiele kommen.

„Okay, ich machs.“ Sage ich und schiebe Cartman den Burger rüber.

„ Leute! Leute… Kenny isst ne Fliege!“ Macht er darauf  hin den Rest unserer Klasse auf mich aufmerksam.

Na ganz toll…

Ein paar unserer Klassenkameraden versammeln sich schaulustig vor unserem Tisch, darunter ganz zu meinem Leidwesen auch Butters.

Ernsthaft, jeder hat schon Mal eine Fliege gesehen und jeder weiß, wie es aussieht wenn ich esse. Warum ist die Kombination bloß so wahnsinnig interessant?

„Kenny! Kenny! Kenny!“ feuert mich irgendwer an. Oh Mann….

Ich packe das tote Insekt an den Flügel und begutachte es einen Wimpernschlag lang, ehe ich es mir in den Mund stecke…

Es fühlt sich an wie ein haariger, ekeliger Flusen.

Irgendjemand klopft mir auf die Schulter und aus irgendeiner Ecke kommt ein erschrockenes Igitt.

Ich fange an den kleinen Fliegenkörper zu zerbeißen. Er ist ganz zäh, sodass es mir schwerfällt ihn hinunter zu schlucken.

Wenigstens ist der kleine Snack relativ geschmacksneutral, was verhindert, dass mir schlecht wird.

„Voll Krass, Alter!“ sagt Stan mit großen Augen, während Cartman nur Kopfschüttelnd grinst.

Ein paar Sekunden später ist das Spektakel vorbei und die Leute entfernen sich Kopfschüttelnd von unserem Tisch.

Den Rest des Burgers kann ich nicht mehr wirklich genießen, weil ich das Gefühl habe, dass die kleinen Fliegenbeinchen noch an meinem Gaumen kleben.

Lecker.

Stan beginnt ein Gespräch darüber, wie sehr ihn seine Freundin nervt.  Es ist irgendwie immer dasselbe.

Irgendein Kerl macht etwas furchtbar Sexistisches und Stan darf darunter leiden, weil Wendy stellvertretend ihren Frust an ihm rauslässt… ganz nach dem Motto: Alle Männer sind gleich.

Das kann ich zwar so unterschreiben… aber Hey, Stan gibt sich echt verdammt viel Mühe das zu vertuschen…

Könnte man ja auch mal zu schätzen wissen…

„Jedenfalls bekomme ich jetzt keinen Sex mehr, weil sie in einem Frauenmagazin gelesen hat, dass einige Männer extrem viel mastubieren…  Sie hat mich gefragt ob ich Pornos schaue… und als ich nein sagte, war sie wütend, weil ich Lüge. Als ich es dann zugegeben habe, war sie noch wütender, weil ich hin und wieder einen Porno schaue…. Verstehe einer die Frauen.“

Erklärt er und beißt herzhaft in seinen Burger.

Bei dem Anblick wird mir ein bisschen Schlecht… hm.

„So ist das… Menschen möchten nicht angelogen werden, aber die Wahrheit hören, dass wollen sie auch nicht. Zumindest nicht, wenn die Wahrheit ihnen nicht passt.“ Findet Kyle. Verdammter Klugscheißer.

„Und was mache ich jetzt? Ich möchte nicht auf Sex verzichten, Alter…“

„Am besten Kaufst du dir eine Puppe. Die hört dir immer zu, nervt dich nicht mit ihren Problemen und hat makellose Gummihaut. Es gibt sogar eine integrierte Vibrator Funktion.“  Schmatzt Eric.

Wahrscheinlich spricht er aus Erfahrung…

Mein Blick schweift zu Butters, der gerade dabei ist, das Papier seines Brotes feinsäuberlich zu falten….

Er ist so…. schwul.

Mit einem Lächeln auf den Lippen steht er auf.  Manchmal frage ich mich echt, warum er keinen Muskelkater in den Wangen bekommt…. Das kann doch nicht gesund sein.

„Ich komm gleich wieder.“ Erkläre ich meinen Freunden und verschwinde in der Menge um unauffällig hinter ihm her zu schleichen.

*

Drei Minuten später trödele ich unauffällig in das Schulbad.

Vielleicht nicht opti-wopti sich mit seinem Schwarm zu unterhalten, während der Pinkelt… aber… nun gut.

Auf dem Klo ist man meistens ungestört.

Butters, der gerade dabei ist seine Hände zu waschen,  unterbricht sein leises vor sich Hingesumme und zuckt erschrocken zusammen.

„Oh, Hallo Kenny!“ sagt er und grinst mich über beide Ohren an.

„Yo! Wo bist du die letzten Wochen gewesen?“ frage ich möglichst gelassen und lehne mich an diesen altmodischen Föhn an, von dem die Hände sowieso nicht richtig trocken werden.

„War in einem Umerziehungscamp.“ Antwortet er mir und zuckt mit den Schultern.

„hm… Was hast du angestellt, dass deinen Eltern Hausarrest nicht reicht?“ nuschele ich und schaue ihn eindringlich an.  Sein Vater bestraft ihn immer für die unnötigsten Dinge, aber weggeschickt hat er ihn bisher noch nie.

„Ich bin bineugierig. Das gefällt meinem Vater nicht.“

Mein Herzschlag fängt sich unweigerlich an zu beschleunigen. Das ist… die perfekte Gelegenheit. An seinem kindlich unschuldigen Blick erkenne ich, dass er nicht so wirklich weiß wovon er spricht.

„Du interessierst dich für Männer?“

„Ja, natürlich….“ Sagt er und zuckt mit den Schultern. Ich glaube, er versteht nicht genau, worauf ich hinaus will.

„Ich meine, im sexuellen Sinne.“ Füge ich hinzu und hebe schmunzelnd die Augenbraue.

„Was? Nein?“ sagt Butters empört.

„Aber das bedeutet doch bi-neugierig sein.“ Erkläre ich ihm und schaue ihn an, als sei er der dümmste Mensch auf dem gesamten Planeten.

Butters reibt seine Finger trödelnd mit Seife ein.

„Ach, wirklich? Das wusste ich gar nicht… ich habe tatsächlich nie darüber nachgedacht ob… weißt du, seitdem mir alle sagen, dass ich bineugierig bin, bin ich total verwirrt.“ sagt er und lässt den Kopf hängen.

Naiver, Süßer Butters. Tss.

„ Verständlich… aber wenn dein Vater dich deshalb sogar wegschickt, muss es ja so sein. Eltern können ihre Kinder gut einschätzen.“ Stelle ich klar und hebe belehrend den Finger.

„Ach wirklich? Ich habe mich gar nicht bineugierig gefühlt, bevor mir alle eingeredet haben, ich wäre es.“

„Vielleicht musst du dich einfach mehr damit auseinandersetzen?“

„Ja, aber wie mache ich das?“ fragt er und zieht dabei die Augenbrauen verunsichert zusammen, ehe er seine Hände abspült.

„Tja… also… vielleicht probierst du dich in dieser Hinsicht einfach mal aus? Praktische Erfahrung sammeln und so?“

„Wie soll ich das denn machen?“

„Hm…“  Ich tue so als würde ich überlegen. Natürlich habe ich schon eine Idee, aber so ganz offensichtlich darf ich nicht sein.

„Also… für zehn Euro würde ich dich küssen.“ Sage ich großzügig.

„W-wirklich? Das würdest du für mich tun?“ fragt er und fummelt sich schüchtern am T-shirt-Saum herum.

„Aber sicher, Alter. Ich hab gerade eine Fliege gesessen. Für Geld mach ich fast alles.“

„Wow, Danke!“ Butters strahlt übers ganze Gesicht.  Wenn er lacht bilden sich kleine, süße Fältchen auf seinem Nasenrücken.

Ich gebe mir Mühe, eine gelangweilte Mine aufzusetzen.

„Wollen wir dann?“ frage ich auffordert und komme ihm ein Stück entgegen.

„J-jetzt direkt hier?“ er tritt nervös auf der Stelle hin und her.

„Klar? Du möchtest doch bestimmt sofort Klarheit haben, oder?“

„Ähm… ja, schon…?“

„Okay.“

Langsam nähre ich mich seinem Gesicht.

„Du musst die Lippen schon ein bisschen schürzen.“ Sage ich und forme einen Kussmund. „So etwa…“

Um ehrlich zu sein, habe ich keinen verdammten Plan was man bei so einem Kuss machen muss. Zumindest nicht praktisch.

Theoretisch habe ich es schon mal im Fernseher gesehen… und… auf diversen Internetseiten, die ich eigentlich gar nicht aufrufen dürfte, weil ich noch nicht volljährig bin.  So schwer kann das ja  wohl nicht sein.

„S-so?“ fragt Butters und imitiert meinen Kussmund.

„Ganz genau!“ sage ich. Seine Lippen zittern ein wenig.

Ich komm noch ein Stückchen näher….

Plötzlich fängt Butters an wie verrückt zu kichern… Oh Gott….

„Ich bin voll nervös…“ sagt er und ballt die Hände unsicher zu Fäusten.

„Schließ einfach deine Augen.... Okay?“ sage ich leicht genervt. Warum stellt Butters sich so an?

„O-okay…“ stottert er und senkt die Lider.

Ich überbrücke die paar Zentimeter, die unsere Lippen noch voneinander trennen.

Seine Lippen sind weich und warm.

In mir breitet sich ein kribbliges, flaues Gefühl.

Meine Hände vergrabe ich tief in den Taschen meines Parkers, weil ich mit ihnen nichts anzufangen weiß.

Ungeschickt bewegt  Butters seinen Mund ein wenig, ehe er  sich mit einem schmatzenden Geräusch von mir löst und  einen Satz zurück macht.

„Und?“ frage ich…. Und ziehe dabei die Augenbraue hoch.

„Das war …. Aber ich… ähm… weiß nicht…. Ob… also ich bin immer noch verwirrt.“ fängt er an zu stammeln.

„Ja, du musst das natürlich schon ein bisschen öfter machen.“ Sage ich und  nicke eifrig.

„Meinst du wirklich?“

„Klar, nach einem Kuss weiß man doch überhaupt noch gar nichts….“ Erkläre ich ihm und schaue ihn besserwisserisch an.

Butters ist so ein Mensch, der einem alles glaubt, sobald man bloß einen einigermaßen seriösen Eindruck macht.

„Ich glaube das wird ganz schön teuer auf Dauer….“

„hm…. Naja, dass ist natürlich blöd…“ sage ich mit grübelndem Blick  und  tue so, als ob ich krampfhaft nach einer Lösung suche.

„Ich mache dir ein Angebot….“ Sage ich und atme einmal tief ein. „ In der Innenstadt gibt es doch diesen neuen Eisladen. Wie du vielleicht weißt, bekomme ich kein Taschengeld. Wenn du mich Freitag zu einem Eis einlädst… das Kostet dich drei Dollar… wäre ich bereit dich sogar nochmal zu küssen.“

„Wirklich? Du bist ein echter Freund!“ strahlt Butters und drückt mir glücklich die Zehn Dollar in die Hand.

„Klar, dass mache ich doch gerne.“ Sage ich und winke ab.

„Danke!“

„Ich habe zu danken!“  antworte ich ihm in einem ernsten Tonfall  und öffne ihm die Tür.

Nachdem er gut gelaunt aus dem Raum gehopst ist, schaffe ich es nicht mehr mein  Grinsen zu unterdrücken.

Mit ein bisschen Geschick, komme ich Butters ja eventuell tatsächlich näher…. Vielleicht stellt sich ja im Laufe der Zeit heraus, dass er sich tatsächlich für Kerle interessieren könnte….

Und falls nicht, bekomme ich immerhin Gratis Eis.

Was kann da schon schief gehen?







 
 
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