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Zwei Leben - Harry Potter

von Enoraa
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Harry Potter Severus Snape
31.01.2022
25.06.2022
31
235.956
36
Alle Kapitel
50 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
31.01.2022 766
 
Kurzer Disclaimer vorweg:
Natürlich gehören alle bekannten Charaktere nicht mir, ich habe keine Rechte an ihnen und verdiene auch kein Geld damit. Nach dem Ausleihen werden sie außerdem gut gefüttert zurückgegeben. Meine eigenen behalte ich hinterher aber!
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Diese Geschichte entsteht im Doppelpack - Ich übernehme Harrys Sichtweise der Geschichte, während jeweils Zeitgleich die liebe (und von mir hochgeschätzte <3) Silberfeder die gleiche Geschichte aus Severus Sicht hochlädt.
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Aufgrund der besonderen Schreibform, gibt es Kapitel maximal 1x die Woche, sollte sich das ändern, werden wir euch informieren.

Kapitel 1 – Der Junge, der sterben muss


Neville. Dieser Junge war unglaublich. Da stand er, der Nicht-Auserwählte, und sprach. Er sprach vor Voldemort, vor all den versammelten Menschen, den Todessern, den Verteidigern. Er sprach als hätte das Schicksal nun ihn auserwählt, um fortzuführen, was Harry, wie er glaubte, nicht mehr tun konnte: den Kampf gegen Voldemort. Nie war deutlicher gewesen, warum der schüchterne Junge nach Gryffindor gehörte. Warum nicht klar gewesen war, wer von ihnen beiden der Auserwählte war. Neville war tapfer, so unglaublich tapfer und er würde nicht aufgeben, bis er nicht sein Leben ausgehaucht hatte.
Der Moment, in dem Neville das Schwert aus dem Hut zog, war der Moment, in dem die Szenerie explodierte.
Egal, was Harry heute schon alles durchgemacht hatte, das hier war das Ende. Was auch immer gleich geschah, es würde den Krieg entscheiden, auch wenn es für den Moment so aussah als wäre Harry auf der Flucht, nachdem er plötzlich aufgesprungen war. Wie viele Todesser mochten vor Schreck disappariert sein? Waren es genug? Hatten sie die Übermacht?
Er brauchte Zeit. Zeit, um diese verfluchte Schlange zu erwischen, Zeit, um Voldemort davon abzuhalten, Leute zu verfluchen.
Leute, die um ihn herumstürzten, sich zurück in den Kampf warfen, obwohl sie genauso erschöpft sein mussten, wie Harry, obwohl sie Verluste erlitten hatten. Erlitten haben mussten, bei den vielen Körpern, über die er stolperte, während er sich hilflos suchend nach Nagini umsah, Flüchen und Splittern ausweichend.
Er schlidderte durch die Eingangshalle, eine regelrechte Armee von Hogwarts-Hauselfen stürmte mit erhobenen Küchenbeilen an ihm vorbei, allen voran Kreacher, doch er konnte sich hier nicht aufhalten, hechtete die Treppe hinauf, mitten in einen anderen Kampf hinein.
Flüche flogen um ihn herum, eine Steinsäule barst neben seinem Kopf und er duckte sich heftig weg, um den umherfliegenden Splittern auszuweichen. Wo Ron und Hermine waren, wusste er nicht, und Voldemort ließ ihm keine Zeit, sich großartig nach ihnen umzusehen. Hatten sie die Schlange?
Wie von Sinnen warf der Dunkle Lord Flüche nach ihm, um ihn letzten Endes doch noch niederzustrecken. Wo war diese verfluchte Schlange?! Wenn er es nur schaffte, sie zu töten, könnte er zum finalen Schlag ausholen und endlich mit diesem Versteckspiel aufhören.
Immer wieder apparierte er kurze Strecken, gerade weit genug, damit Voldemort neu anheben musste, seinen Standort verändern, neu zielen, selbst apparieren. Irgendwann kollidierten sie regelgerecht, flogen mehr als noch zu apparieren, verschmolzen, bis Harry nicht mehr wusste, wo sein Körper begann, oder endete und jagten über das Gelände, bis sie heftig auf den Boden krachten und auseinanderrollten.
Der Zauberstab glitt von Harrys Fingern, kullerte klappernd davon. So schnell seine schmerzenden Knochen es zuließen, rappelte er sich auf die Knie, warf sich dem Stab hinterher und schaffte es gerade noch, Voldemort, der selbst seinem Stab hinterhergekrochen war, den verfluchten Entwaffnungszauber entgegenzuwerfen.
Es blieb keine Zeit für Erinnerungen an den Friedhof, auch wenn sich ihre Zauber erneut trafen, erneut gegeneinander ankämpften.
Harry war so erschöpft. Blut tropfte von seiner Stirn, sein Schädel schien in der Mitte auseinanderzureißen. Er hatte einfach keine Kraft mehr. Warum war es nicht genug, einmal sterben zu müssen?
Er erhielt keine Antwort auf die Frage und doch machte sich ein gewisser Frieden in ihm breit. Er hatte alles getan. Er hatte jede Grenze überwunden, den Tod selbst besiegt. Mehr konnte niemand von ihm verlangen. Es tat ihm leid, dass er den anderen nur Scherben hinterließ. Vielleicht wäre es irgendwann doch Neville, der seinen Platz einnahm – Harry konnte es nicht mehr. Er spürte, wie der Zauberstab ihm entglitt und die Welt um ihn herum versank in tröstlicher Schwärze.

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So, weil ich so viel Freizeit habe... eine neue Geschichte. >.> Lasst mich!
Aber nach diesem kurzen Teaser steht nun erst mal der Umzug an, bis nächste Woche geht es hier also ohnehin nicht weiter.
Ich bin gespannt, wie euch das Projekt gefallen wird und was ihr von der Idee der getrennten Sichtweisen haltet.
Damit euch nichts entgeht, wäre es natürlich sinnvoll, beide Geschichten zu lesen :) Ich bin mir sicher, dass wir beide auf vollkommen unterschiedliche Details eingehen xD

Ich wünsche euch damit viel Spaß!
Eno
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