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... wenn doch Liebe so einfach wäre...

von RuriMaid
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P16 / MaleSlash
der Rote Shanks Lorenor Zorro Mihawk "Falkenauge" Dulacre Monkey D. Ruffy Nami Puma D. Ace / Gol D. Ace
27.01.2022
25.05.2022
9
11.576
4
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28.01.2022 791
 
Es war nervig.

Einfach nur nervig.

Diese verdammte rollige Katze der Nachbarin, die sich ausgerechnet vor seinem Fenster paaren wollte.
Um 2 Uhr nachts.
Mitten in der Woche.

Mihawk kannte schlaflose Nächte aus seiner Jugend, seit Jahren hatte er keine Probleme mehr mit dem einschlafen gehabt. Bis heute.
Er überlegte, ob er jetzt etwas gegen das nervtötende Geräusch unternahm, oder nicht. Sein Körper war im Schlafmodus. Schwer und unkooperativ. Sein Gehirn jedoch, war hellwach. Die Gedanken überschlugen sich fast.
Mit der Hand über sein Gesicht fahrend, seufzte er einmal leise auf, richtete sich dann schwerfällig auf. Soweit so gut, er hatte es in eine sitzende Position geschafft. Er fuhr sich mit der linken Hand durch seine pechschwarzen Haare, die rechte Hand stützte seinen Körper.
Erneutes Geräusch von der paarungswilligen Katze.
Er schloss die Augen, zählte langsam bis 10.
Also, was wollte er jetzt unternehmen?
Nur sehr widerwillig stand er letztlich auf. Müde und etwas schwerfällig, tapste er zum Fenster, öffnete es und räusperte sich einmal laut.
Die graue Kurzhaarkatze sah hinauf, beäugte Mihawk interessiert, ehe sie sich tatsächlich vom Bürgersteig bewegte.
Etwas erstaunt aber dennoch zufrieden über den schnellen Erfolg, schloss Mihawk das Fenster wieder, eilte zurück in sein warmes Bett und zog sich die Decke bis unter die Nasenspitze.
Endlich schlafen. Endlich schlafen.



Zorro hatte noch keinen Schlaf gefunden. Er wälzte sich im Bett hin und her, der Schlaf wollte sich einfach nicht einstellen, obwohl er müde war.
Er wusste ja selbst nicht, was ihn wach hielt, aber was es auch war, es nervte ungemein.
Dabei musste er bereits frühzeitig wieder aufstehen, da er seinem Kumpel Lysop versprochen hatte, ihm bei dessen Umzug zu helfen. 8 Uhr wollten sie beginnen.
Der Radioweckser zeigte bereits 3:35 Uhr an. Na super. Genervt, stand er auf und ging in die Küche, wo er sich erstmal ein Glas Wasser genehmigte.

Was könnte ihn denn nur wach halten?
Ok, vielleicht war der vorangegangene Streit mit seinem Ex ein nicht gerade unwesentlicher Faktor.
Aber es war nicht ihr erster Streit und bei weitem auch nicht der schlimmste, von daher konnte er sich nicht sicher sein. Aber vielleicht war die Tatsache, dass Sanji ihn als nicht liebenswerten Menschen dargestellt hatte, ein Grund für seine Schlaflosigkeit.
Normalerweise besaß Zorro ein dickes Fell was Beleidigungen und verletzende Worte anging. Er würde es nie zugeben, aber als Sanji ihm das an den Kopf warf, hatte es ihn schon sehr getroffen.
Gut, er war kein Romantiker, er war auch kein Vorzeigefreund gewesen. Aber er hatte Sanji geliebt. Und wenn Lorenor Zorro sich verliebte, dann mit einer Intensität, dass es weh tat.
Die Trennung war dementsprechend auch ziemlich hart gewesen.
Sanji hatte einen klaren Schlussstrich gezogen. Er hatte ihm gesagt, er könnte ihn nicht lieben. Als Zorro daraufhin näher nachfragte, kamen von Sanji eben jene verletzenden Worte.
Mit einem arroganten Gesichtsausdruck hatte Sanji sich aufgebaut, Zorro sogar verachtend angesehen und sagte: "Wer könnte einen Muskelbepackten Egomanen wie dich schon lieben. Aber der Sex war gut". Danach war alles nur noch wie ein Schleier.

Hatte ihn das wirklich so hart getroffen, dass er deswegen nicht schlafen konnte?
Seufzend fuhr er sich mit der Hand durch seine zerzausten, grünen Haare. Er überlegte, entschied sich dann für einen nicht ganz jugendfreien Weg, eventuell in den Schlaf zu finden. Allerdings fehlte ihm dafür jegliche Motivation.
Schnell hatte er eine von unzähligen, einschlägigen Websites auf seinem Handy geöffnet, bewaffnete sich mit einer Tube Gleitgel und strich sich die Boxershort von den Beinen.



Mihawk erwachte ausgeruht und energiegeladen. Nach einer zusätzlich belebenden Dusche und einer Tasse frisch gebrühten Kaffee, war er bereit für ein neues Kapitel in seinem Leben.
Als internationaler Kendo Champion, hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, zu unterrichten. Wettkämpfe waren gut und schön, nur nicht mehr allzu aufregend, seit er den Titel des Weltbesten erreicht hatte.
Würdige Gegner gab es kaum noch.
Er hatte von einem kleinen, traditionellen Dojo am Stadtrand gehört. Dort wurden, soweit er es wusste, bisher nur Kinder unterrichtet. Mihawk hatte vor, den aktuellen Besitzer zu besuchen und ihm zu unterbreiten, auch Erwachsene zu unterrichten. Es gab viele Menschen, die erst später zu einem Leistungssport fanden. Eventuell ließ sich ja der aktuelle Besitzer darauf ein. Mihawk hatte keine Lust, extra ein Dojo aufzubauen oder sich mit seinen Schützlingen in einer Turnhalle zurück zu ziehen. Das Dojo am Stadtrand entsprach genau seinen Vorstellungen.
Im Internet existierte eine Webseite, auf der ein junger Mann mit grünen Haaren und vollständiger Schutzrüstung, den Kopfschutz hatte dieser allerdings in die Armbeuge geklemmt. Verschmitzt lächelte er in die Kamera, vor ihm aufgereiht, eine Gruppe von 9 Kindern, alle mit einem Shinai in der  Hand und einem ernsten Gesichtsausdruck, als würden sie in die Schlacht ziehen.
Mihawk musste schmunzeln.
Das dürfte interessant werden.
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