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Die 13. Etage, ein besonderer Ort

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
23.01.2022
23.01.2022
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23.01.2022 1.473
 
Die Geschichte habe ich zu den Vorgaben des Wochen-Challange Projekts in KW 03 2022 geschrieben.
Prompt:      (von - Leela -)
Hochhäuser haben in der Regel keine 13. Etage. Dein Charakter wird dennoch damit konfrontiert und zu einer Gelegenheit eurer Wahl in die vermeintlich nicht existierende Etage 13 eingeladen oder hingebeten. Was ist der Anlass, wie kommt er dahin und was passiert da?

Viel spaß beim Lesen :)
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Es war schon später Nachmittag, aber noch hell genug um draußen die Sonne genießen zu können. Ich saß also draußen in dem kleinen Park zwischen den Hochhäusern, der etwas Natur in die Stadt bringen sollte. Auf einer Bank schrieb ich, vertieft in die Geschichte, in mein Buch. Mein Stift flog mal wieder über sie Seiten bis mich ein Schrei aus den Gedanken riss. War es meine Schwester gewesen? Schnell sprang ich auf und lief in die Richtung aus der der Schrei kam. Mein Geschichtenbuch ließ ich aber auf der Bank liegen.
Ich hatte das Geräusch aus Richtung einiger Büsche gehört . Dahinter saß ein kleines Mädchen. Ungefähr fünf Jahre alt. Ich atmete kurz auf, weil es nicht meine Schwester war. Das Mädchen kannte ich vom Sehen und so fragte ich vorsichtig nach. „Alles in Ordnung? Was ist passiert?“ „Bin hingefallen.“ schluchzte das Mädchen. Ich kniete mich neben sie. „Tut dir was dolle weh?“ Als Antwort streckte sie mir ihre Hände entgegen. „Wenn du pustest wird es bestimmt besser.“ Ich lächelt sie an, während sie nachdenklich ihre Hände musterte.
„Mia!?Mia?“ Schalten plötzlich Rufe über das Gelände. „Das ist bestimmt Mama“ sagte das Mädchen und lief dann in die Richtung aus der die Rufe gekommen waren, zu einer Frau mit Kinderwagen. Lächelnd sah ich zu. Dann ging ich mit schon wieder neuen Ideen für Geschichten zurück zu der Bank auf der eigentlich meine selbstgenähte Buchtasche, mein Geschichtenbuch und meine Stifte liegen sollten. Liegen sollten! Denn als ich ankam, war nichts von dem mehr da.
Irritiert schüttelte ich den Kopf. Dann fiel mir der Zettel auf der Bank auf. "Dein Buch findest du Aufgang 13 Etage 13". Ich nahm den Zettel in die Hand und sah mich verwundert um. Warum stahl jemand mein Buch und vor allem seit wann gab es hier eine 13. Etage? Die höchsten Gebäude hier hatten höchstens 12 Etagen. Mein Buch war mir aber sehr wichtig und so ging ich mit dem Zettel in der Hand Aufgang 13 suchen. Etwas nervös war ich schon, schließlich hatte ich keine Ahnung wer dahinter stecken könnte, besonders als ich den Aufgang gefunden hatte. Nachdenklich betrachtete ich die Klingelschilder.
Mir fiel zwar auf, dass ich gar keinen Namen hatte. Ich hatte allerdings Glück, denn in dem Moment kam ein junger Mann zu der Tür. Ich nahm noch etwas Mut zusammen und sprach ihn an. „Entschuldigen Sie? Können sie mir sagen wie ich in Etage 13 komme?“ Mein Gegenüber sah mich schmunzelnd an. „In die 13. Etage? Meinst du das Dach?“ Er schien belustigt, aber irgendwie hatte ich mir das gedacht,es gab keine 13. Etage. Um aber rein zukommen, stimmt ich zu. „Ja, ich möchte auf das Dach bin dort verabredet.Ich weiß nur nicht wo ich klingeln soll“, meinte ich vorsichtig. Der Mann war sehr nett und öffnete die Tür. „Na dann, komm mit rein. Aber stell ja keinen Unsinn an!“ Er lächelte freundlich und lies mich durch. Danach ging er mit einem: "Dann viel Spaß" davon.
Unschlüssig blieb ich im Flur stehen. Bis ein großer Hund mit grauem Fell langsam auf  mich zu kam. Ich hielt ihn im ersten Moment sogar für einen Wolf, nur sein Geschirr machte mich stutzig. Der Hund blieb vor mir stehen und sah mich genau an. Vorsichtig hielt ich ihm meine Hand entgegen, so dass er sie beschnuppern konnte. Dabei entdeckte ich ein Schild an seinem Geschirr. Immer noch vorsichtig um den Hund nicht zu erschrecken, nahm ich es in die Hand. "Aday" stand in großen Buchstaben drauf. „Heißt du Aday?“ fragte ich mehr zum Spaß den Hund, neben den ich mich gehockt hatte. Der Hund stupste mich darauf hin nur an und lief in Richtung Aufzug. Schnell folgte ich ihm, denn so musste ich nicht alleine in die obere Etage fahren. Also bis zur 12.
Aday schlüpfte oben zuerst aus dem Aufzug und lief wie als wollte er mir etwas zeigen zum Treppenhaus. Verwundert folgte ich ihm wieder. Das Treppenhaus hatte tatsächlich noch einen Weg nach oben. Aday war voraus gelaufen und wartete einige Treppenstufen höher also lief auch ich hoch.
Das Licht, das sich die erste 10 Stufen noch auf meine blonden Haare gelegt hatte verschwand plötzlich. Und so wurde es bis nach oben immer dunkler. Aday war wieder vorgelaufen, ich entdeckte  ihn schließlich oben auf einer Ebene wenn auch ziemlich schlecht zu sehen ,durch die dunkle Umgebung. Trotzdem konnte ich eine Tür auf der einen Seite der Ebene erkennen. Ich vermutete, dass diese auf das Dach führte. Aday war bei einem Etwas, das  auf dem Boden lag stehen geblieben. Ich brauchte kurz um es zu erkennen. Mein Buch!
Schnell hob ich es auf. Genau in dem Moment hauchte ein Windstoß durch das Haus und ein helles Leuchten erschien. Erschrocken trat ich einen Schritt zurück. Als das Leuchten schwächer wurde, war vor mir eine Tür. Eine weitere Tür mit einem glitzernden Rahmen, der den Etagenflur etwas heller werden ließ. Aday stand wieder neben mir und stupste mich an. Als ich nicht reagierte, stupste er mich mit mehr Nachdruck an, als wollte er mich Richtung Tür schieben. „Ja, ist ja gut“, beschwichtigte ich ihn, bevor ich zur Tür ging, Luft holte und anklopfte.
Der Hund hatte sich neben mich gestellt und wedelte,während ich wartete, freundlich mit dem Schwanz.
Schließlich hörte ich etwas aus Richtung der glitzernden Tür und kurz darauf öffnete sich diese. Eine junge Frau kam heraus. Erkennen konnte ich sie aber nicht wirklich den sie trug die Kapuze ihres langen weißen langes Gewandes. Ihr Gesicht war dadurch schwer zu erkennen, zumal fast das gesamte Licht der Etage von hinter ihr kam. „Du scheinst unser Neuankömmling zu sein. Auf jeden Fall lässt deine Begleitung das vermuten. Wie heißt du denn?“ Mit diesen Sätzen überrumpelte sie mich ziemlich. Trotzdem stellte ich mich höflich vor. „Ich heiße Fenja. Fenja Flower.“ „Sehr schön. Ich glaube, Aday hat mit dir genau die Richtige getroffen. Ich bin übrigens Magiska. Komm doch mit rein, Fenja. Ich möchte dir einiges zu erklären.“ Die Frau ging darauf hin wieder zurück zur Tür. Aday lief ihr zögerlich nach, denn er drehte sich immer wieder zu mir um. Deshalb folgte ich ihnen nach einigem Überlegen.
Als ich durch die Tür ging, wurde es kurz hell um mich, bevor ich in einer hellen freundlichen Wohnung stand. „Willkommen zwischen den Welten“, sagte dir Frau die ich nun ohne ihre Kapuze sah und noch etwas hatte sich blitzschnell verändert: Adays Geschirr war verschwunden. Magiska strich sich eine Strähne ihrer schwarzen Haare aus dem Gesicht, bevor sie meinen fragenden Blick bemerkte: „zwischen den Welten?“ „Ja das hier ist ein Treffpunkt der Weltenwanderer und du bist nun auch eine! Die Tür ist eine Art Portal zu diesem magischen Ort“, versuchte sie zu erklären. Als sie aber meinen verständnislosen Blick sah, versuchte sie es weiter: „Wir können echt gut Unterstützung gebrauchen. Du hast Eigenschaften die uns für einige unserer Aufgaben sehr helfen können. Du bist hilfsbereit, freundlich, Recht schlau und vor allem hast du genug Fantasie.“ „Äh... Danke?“, brachte ich nur heraus. „Von hier aus kannst du in andere Welten reisen, egal wie nah oder fern diese sind. Mit Hilfe deiner Kräfte, die du gesammelt hast und sammeln wirst, kannst du anderen helfen und sie unterstützen. Zudem wirst du oder ein Teil von dir Bewohner der Welten begleiten“, erklärte Magiska weiter, während wir den Flur entlang auf einen Raum zu ging und sie mir bedeutete ihr zu folgen.
Zu Wort kam ich trotzdem nicht, denn sie erzählte gleich weiter. „Ich weiß, das klingt ganz schön viel. Aber anderen helfen kann sehr viel Spaß machen und du kannst dir ziemlich sicher sein, dass Aday dich immer begleiten wird. Schließlich hat er es sich ausgesucht, dein Beschützer zu sein. So kann dir auch nichts passieren! Du musst sagen ob du Lust hast anderen zu helfen, wo es geht.“ Die Weltenwanderrin war stehengeblieben und sah mich an. Ich überlegte kurz und antwortete dann mit einem leichten Grinsen: „Äm...wenn das geht dann natürlich!“ Ich freute mich über den Gedanken, anderen auch mit Magie, helfen zu können. „Super, dann stell ich dich den Anderen vor!“ Die Frau, Aday und ich betraten den Raum. „Oh...ein Neues Gesicht!“ sagte eine Person. „Herzliche Willkommen bei den Weltenwanderern!“,kamen darauf hin zahlreiche Stimmen und ich musste grinsen. Dafür, dass es die Etage auf der der Ort lag, eigentlich gar nicht existierte, war er sehr lebendig und vor allem schicksalsreich.
 
 
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