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What have we done?

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Het
OC (Own Character) Preussen Russland
23.01.2022
31.01.2022
9
15.268
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31.01.2022 2.360
 
Letzte Aufgabe
“(Dein Name)! Aufstehen! Die Großartigkeit in Person steht vor dir! Keseseses”, hörte ich die viel zu laute Stimme von Gilbert. Wenig begeistert drehte ich mich um Bett um und zog die Bettdecke über meinen Kopf. “Hä?! HEY!”, meldete sich Gilbert sofort protestierend und zog an meiner Decke. Genervt hörte ich auf, gewaltsam meine Decke zu behalten, wodurch Gilbert abrupt nach hinten wegfiel und auf seinen Arsch fiel.
Immer noch müde setzte ich mich auf und rieb mir über die Augen. Sie waren verklebt, fast als hätte ich geweint.
Seufzend ließ ich meine Hand sinken und blickte auf Gilbert. Wie üblich trug er seine Hose so, dass fast sofort seine Boxershorts zusehen war. Irgendwann während wir Teenager waren hatte er damit angefangen und zog es nun durch. “Wie bist du in meine Wohnung gekommen?”, fragte ich mich und griff nach meinem einem Kissen. Sofort riss Gilbert verteidigend seine Arme nach vorne und wackelte mit diesen abwehrend. “Glaub mir, ich bin nicht alleine hier! Ich hab West nicht bestohlen, nicht noch mal! West und Feli sind in deiner Küche und warten auf dich! Heute ist doch der Ausflug!”, panisch ratterte Gilbert alles herunter und atmete erleichtert aus, als ich mein Kissen los ließ.
Nachdenklich blickte ich zu meinem Schreibtisch rüber, wo mein Kalender hing. Tatsächlich hatte ich etwas im Kalender stehen. Zum sichergehen, streckte ich mich und nahm mir mein Handy zur Hand. Dort stand das Datum für den Ausflug, sowie erinnerte mich der Handykalender an den Ausflug.

“Ähm, gibt mir zehn Minuten”, murmelte ich und verließ mein Bett, Meine Schamesröte prangte über meine Wangen und eilig verschwand ich im Badezimmer. Ohne aufzublicken, richtete ich eine Begrüßung in die Küche.
Während ich an der Badezimmertür gelehnt kurz mein Gemüt beruhigte, hörte ich Gilbert lachen. Er fand es wieder einmal lustig, dass ich es komplett vergessen hatte. Mahnend biss ich mir auf die Unterlippe und blickte nochmals auf den Handykalender. Neben dem Ausflug mit den Beilschmidt Brüdern und Feliciano war auch etwas anderes vermerkt. Nur das Symbol alleine ließ mein Herz kräftiger hämmern und ich konnte nur hoffen, dass der Ausflug nicht zu lange dauern würde.
Nach meiner angegeben Zeit kam ich tatsächlich aus dem Badezimmer und trat in de Küche. Gilbert hatte sich einfach an der Küche bedient und saß am Tisch mit den anderen. Allerdings aß er als einziger. “So so, Herr-ich-wecke-wie-ein-Trottel hat noch nicht gefrühstückt”, zog ich Gilbert auf und er schenkte mir einen Stinkefinger. Kaum bemerkte Ludwig die Geste, motzte er seinen älteren Bruder an.
Kopfschüttelnd sah ich den beiden zu und begrüßte Feliciano, glücklich und in seiner üblichen guten Laune begrüßte er mich zurück.
Während Gilbert und ich frühstückten, erzählte Ludwig nochmal, was wir geplant hatten. Innerlich konnte ich es immer noch nicht glauben, dass wir tatsächlich zum Strand fahren wollten. Zwar war der Strand nicht weit entfernt, aber trotzdem war ich selten bisher dort gewesen. Einmal in der Grundschule war meine Klasse an der Nordsee, damals hatte Gilbert auf besonders coole weise, seinen einen Gummistiefel verloren. Das Wattenmeer war nicht für jeden etwas.

Kurz darauf waren wir auf der Fahrt und Gilbert schmollte, da er hinten sitzen musste. Köstlich amüsierte ich mich darüber und grinste ihn prompt von der Seite an.
Immer wieder ärgerten Gilbert und ich uns, was Ludwig am heutigen Tag nicht mal zu stören schien. Darum entschieden Gilbert und ich uns für etwas anders.
Uns beiden war aufgefallen wie Ludwig gegenüber Feliciano agierte und ständig mit roten Wangen zu kämpfen hatte.

“Ein Team, ein Ziel, ein Gedanke”, sprachen Gilbert und ich m Chor und erregten die Aufmerksamkeit von Ludwig. Sofort fragte er nach, was wir aus hekten. Schulterzuckend behauptete Gilbert, er wisse von nichts. So schlich ich mich davon und nahm Feliciano kurz mit. Neugierig und aufgeregt wurde Feliciano hippelig, als er merkte, dass wir nur zu zweit unterwegs waren. “Das Meer ist hier so anders als in Italien, veee”, äußerte Feliciano seine Begeisterung und zog Linien durch den nassen Sand. Sobald die Wellen zurück kamen, verwischten die Linien wieder. “Was hälst du von Ludwig, Feli?”, fragte ich gerade aus und schmunzelte gleich. Auch wenn sein erschrockenes Aufquiecken zur Folge hatte, dass er Schlamm hoch warf und dies auf meine Brillengläser fiel. Völlig rot stotterte Feliciano etwas vor sich hin und verfiel sogar ins italienische.
Erst mein Kichern, ließ ihn stoppen. Wobei es nur kurz war, da er als nächstes meine Hände nahm und panisch auf mich einsprach. Das er italienisch sprach hatte er noch nicht realisiert.
“Feli. Es ist in Ordnung. Gil kümmert sich grad um Ludwig und ich um dich. Rate mal wieso”, gab ich Feliciano eine Aufgabe und er wurde ruhiger.

Schließlich kamen wir zu zweit zurück und Feliciano schwang glücklich seine Arme hin und her. Grinsend zog Gilbert eine Augenbraue fraglich hoch und deutete ihm nur, leise zu bleiben.
Zwar dauerte es noch eine Weile, aber am Ende konnten Gilbert und ich uns in die Hände klatschen. Denn Feliciano gestand Ludwig die Liebe und Ludwig stammelte verlegen ebenfalls eins heraus. Wie ein kleines Fangirl freute ich mich und konnte mein breites Grinsen nicht unterdrücken.
Der Ausflug war ein voller Erfolg gewesen!

Zuhause fragte mich Gilbert, ob ich mit ihm und seinen Kumpels einen trinken gehen wollte. Dies lehnte ich ab und gab Gilbert nur die Information, dass ich heute Abend bereits etwas anderes vor hatte. Scherzend meinte Gilbert, dass vor dem Fernseher sitzen und irgendwelche Filme zu schauen, kein Vorhaben wäre.
Augenverdrehend fügte ich hinzu, dass ich mich mit Freunden treffen würde. Weshalb der Albino irritiert eine Augenbraue hochzog und schließlich nur eine Frage stellen konnte: “Du hast neben mir noch andere Freunde?”
Mit einem genervten Ton ließ ich ihn einfach nur stehen und ging. “Seit fast sieben Jahren, Vollhonk!”, rief ich ihm noch zu.

Schweigend stieß meine Stirn an den Rücken meines Vordermannes. Dieser verspannte sich kurz und danach wurde ich bereits begrüßt. Die eine Stimme gehörte meinem Vordermann, der mich sogleich umarmte und kicherte. Der zweite begrüßte mich von seinem derzeitigen Punkt und schenkte mir ein warmes lächeln.
“Wir haben noch gar nicht mit dir gerechnet, (dein Name), aru”, fügte Yao hinten an und ließ seine Hände in seinen weiten Ärmeln verschwinden. “Ich musste da raus, tut mir leid. Wenn ich störe, gehe ich wieder”, warf ich ein und löste mich widerwillig aus den schönen warmen Armen von Ivan.
Ehe ich weiter mich entfernen konnte, lagen Arme wieder um mich und ich wurde wieder an die Brust von Ivan gezogen. “Нет, hier geblieben”, unterstrich Ivan sein Handeln mit Wörtern. Still blickte ich hoch zu ihm und lächelte. Sein Schopf mit den beigen Haaren war nach unten geneigt und seine violetten Augen fixierten seine Hände, fast als wollten seine Augen sichergehen, dass er mich auch wirklich hielt.
Den Kopf schüttelnd wohnte Yao uns bei und erregte, mit einem anderem Thema, die Aufmerksamkeit von Ivan. Zwar ließ mich Ivan nicht los, aber er hob seinen Blick und hörte aufmerksam zu.

Sobald Bilder in mein Kopf kamen, die mir surreal erschienen, legte ich meine Hände auf Ivans Arme.

Bilder von Ivan mit blutigen Haaren und verstörten Blick.
Bilder von Ivan mit einem Rohr in der Hand, als wäre das Rohr eine Waffe.
Bilder von Ivan in einem schwarzen Umhang und einem Ast in der Hand.
Bilder von Ivan, der ein Schwert durch sein Herz gestochen hatte, aber trotzdem lächelte.

“(Dein Name)?”
“Подсолнух?”

Ein Zittern durchzog meine Glieder und ich starrte nur ins Leere.
Viel zu gedämmt drangen die Wörter von Yao und Ivan zu mir durch, verarbeiten tat ich sie auch gar nicht richtig. Auch nahm ich es kaum wahr, wie Yao meinen Arm überprüfte und ihn wieder los ließ.
“Yao, was passiert mit ihr?”, verzweifelt, hielt mich Ivan fester, da ich ohne sein halt zusammensacken würde. Unsicher blickte Yao zu Ivan und antwortete auf die Frage des Jüngeren: “Es gibt das Phänomen, dass Menschen, die lange eine Verliebtheit geheim halten eine Prüfung ablegen müssen. Sie erleben sich und ihre Liebe in verschiedenen Varianten müssen einen Weg finden, wie sie aus der Prüfung rauskommen.”
Erneut wurde mein Arm genommen und Yao hielt meinen Ärmel hoch.

“Ich habe eine Bitte an dich, meine kleine Jägerin”, hauchte Ivan mir entgegen und strich eine Strähne aus meinem verweinten Gesicht. Ohne langes überlegen nickte ich und schloss meine Augen. Ein dummer Versuch, die Tränen zu stoppen. “Küss mich, дa. Ich will wenigstens das erlebt haben”, kamen seine Worte nur sehr leise über seine Lippen. Zwar schockierte mich die Bitte, aber seine rosanen Wangen und sein verlegenes Lächeln, machten den Schock deutlich kleiner.
Unwohl beugte ich mich zu ihm runter und verband unsere Lippen miteinander.
Zeitgleich spürte ich, wie er meine Hände von seinem Körper zog und somit das Schwert aus seinem Herzen zog.
Als wir uns lösten, lächelte er mich glücklich an und platzierte einen Kuss auf meine Stirn, sanft strich er mir über die Wange und lachte.
“Sag es deinem Ivan. Zeig es deinem Ivan, damit er die Wärme spüren kann, wie ich sie gerade spüren kann, дa”, sprach er ganz zum Schluss und verschwand vollständig. Zurück blieb nur seine Eisklinge, die sich langsam in Wasser auflöste, sodass nichts mehr von Ivan zurückblieb.

“Vanya?!”, entkam es mir panisch und Tränen stiegen in mir auf. Direkt nachdem ich gesprochen hatte, spürte ich, wie mich jemand zu sich zog und beruhigend über meine Haare strich. “Alles gut, Подсолнух. Ich bin hier, hier passiert dir nichts”, beruhigend sprach Ivan die Wörter. Durch meinen Schleier aus Tränen konnte sehen, dass wir uns in einem Haus befanden und blickte mich sogleich um. Kichernd bemerkte Ivan dies und beruhigte mich mit einer simplen Antwort: “Yao´s Familie ist unten im Restaurant. Meine Schwestern sind ebenfalls außer Haus.”
Erleichterung legte sich über mich. Da ich nicht glaubte in meiner derzeitigen Lage seine besitzergreifende jüngere Schwester und seine überemotionale Schwester richtig verarbeiten würde. “Yao erzählte, dass die Marke an deinem Arm zeigt, dass du im geheimen verliebt bist. Wenn du dich nicht traust, der Person zu sagen, was du fühlst, ist diese Person böse. Ich bringe die Person um, дa”, sprach Ivan.
Mit einer Mischung aus Entsetzen und Fassungslosigkeit starrte ich Ivan an. Gleichzeitig fiel mir sein Problem bei seinem Plan auf, weshalb ich anfangen musste zu lachen. Um es ab zu dämmen, hielt ich mir eine Hand vor den Mund. Sichtlich verstand Ivan nicht, weshalb ich lachte und blickte sich suchend um. Auch sah sich seine übliche Kleidung an. Fand aber keinen Grund, weshalb ich lachte. Durch seine Sucherei musste ich noch mehr lachen und legte meinen Kopf auf seine Schulter ab.

*
“Wenn ihr zwei immer so nah seid, könnt man denken ihr wäret ein Paar, aru!”, beschwerte sich Yao und scheuchte uns auseinander. Lachend fand ich den Gedanken nicht einmal schlecht und bemühte mich meine roten Wangen zu verbergen. Während Ivan vollkommen Rot im Gesicht war und vehement abstritt, dass wir ein Paar wären. Seine Worte hinterließen tiefe Stiche in mein Herz und meine Hand griff in meine Jackentasche. Fest drückte ich den Brief und ließ ihn schließlich los. Ivan hatte seine Empfindungen deutlich genug geäußert, da benötigte es keiner Ablehnung mit falschen Entschuldigungen. Wir waren Freunde und so war es gut, selbst wenn ich mehr für den 18 jährigen Russen empfand.
*

“Erinnerst du dich noch an Yao vor drei Jahren? Er meinte, wir würden uns benehmen wie ein Paar”, verließen mich meine Worte gedankenverloren. Zustimmend nickte Ivan nur und blickte zu mir runter. Tief atmete ich durch und versuchte mein schnell rasendes Herz irgendwie zu beruhigen. Es klappte nicht.
Trotzdem griff ich zögerlich nach einer Hand von Ivan und tippte immer wieder auf seine Haut. Kichernd meinte er, es würde kitzeln. Schwach lächelte ich und ließ zwei meiner Fingerkuppen auf seinem Handrücken. “Du kannst ihn nicht umbringen. Ich meine, den den ich liebe”, gestand ich und fing an leichte Kreise auf seinem Handrücken zu ziehen.
Zwar öffnete Ivan seinen Mund und setzte auch zu einem Satz an, aber er verstummte wieder. Stattdessen sah er mir dabei zu, wie ich die Kreise auf seiner Haut zog.
“Ist er stärker als ich, дa. Liegt es daran?”, fragte Ivan und ballte seine Hände zu Fäusten. Sanft legte ich, zu meinen zwei Fingerkuppen, meine gesamte Hand auf seine Hand und drückte diese vorsichtig. “Ich kenne niemanden der stärker ist als du, Schussel”, informierte ich ihn und er blinzelte irritiert.
Seufzend nahm ich meinen Kopf von seiner Schulter und blickte ihm direkt in die Augen. “Für jemanden der zwei Herzen besitzt, bist du ziemlich schlecht im verstehen”, murmelte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Unschlüssig lächelte Ivan mit leicht roten Wangen und widersprach mir: “Ich besitze nur ein Herz, wenn überhaupt.”
“Deins und meins”, erklärte ich ihm. Lächelnd schüttelte er seinen Kopf und legte eine Hand auf meine Brust: “Hier schlägt meins, seit sechs Jahren.”
Glücklich legte er seine freie Hand auf seine eigene Brust und schloss seine Augen, als würde er einer Melodie zuhören: “Endlich weiß ich, wem das Herz gehört, welches ich in mir trage.”
Bevor Ivan seine Augen öffnete, beugte ich mich vor und küsste ihn. Als ich mich lösen wollte, legte er seine Arme um mich und zog mich wieder zurück zu sich. “Да, mich kann ich nicht töten”, fiel ihm ein und ich musste wegen seiner Feststellung auflachen.

POV Yao
Zufrieden lächelte der Chinese und ging die Treppen wieder hinunter ins Restaurant. “Yao-san, wann dürfen wir wieder nach oben?”, richtete Kiku seine Frage an Yao. Dieser blickte lächelnd nach oben und erlaubte es wieder. “Jetzt stört ihr nicht mehr. Kiku, wie sieht es mit deinen Freunden aus. Haben sie die Prüfung gemeistert?”, interessierte es Yao und bekam von Kiku ein knappes Nicken.
Begeistert schwärmte das Mädchen neben Kiku und hoffte darauf, dass sie ebenfalls bald ihre Liebe treffen würde. Sofort mahnte Yao sie und erinnerte alle daran, dass sie es nicht für sich behalten sollten. Verstehend nickte jeder und lächelte mehr oder weniger.
“Die Prüfungen sind Träume, die sehr Real erscheinen. Wenn man sich nicht traut, findet man sein Glück nicht”, flüsterte Yao und machte sich daran, noch mal durch das Restaurant zu schauen. Wenn er Markel bemerkte, kümmerte er sich um diese und ging dann ebenfalls nach oben.

ENDE
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