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In a blink of an eye, you‘ll be in my soul

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Historisch / P18 / MaleSlash
James T. Kirk Leonard McCoy Nero Pavel Chekov Spock
20.01.2022
14.08.2022
21
53.508
5
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Dieses Kapitel
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05.08.2022 3.170
 

Kirk blickt auf, sah sich weiter um und fand Spock mit der jungen Frau aus dem Traum bei den Halanani. Einer der beiden saß auf dem Boden, wirkte desorientiert und wurde von der jungen Frau berührt. Kurz darauf schien es ihm gut zu gehen. Der andere hing noch bewegungslos in einer Apparatur, die in seinen Hinterkopf eindrang. Spock versuchte offenbar ihn davon zu befreien. Kaum hatte er ihn frei, fiel er wie knochenlos zu Boden. Alsdann schwebten die zarten Hände der jungen Frau zögerlich über ihm, bis sie sich entschied sie auf ihm niederzulassen. Es war erstaunlich zu betrachten, wie die Kraft in den Mann zurückkehrte, die junge Frau zugleich seine Verletzung absorbierte und hernach in sich versank.

„Bones, ich bin gleich wieder bei dir“, raunte er seinem Freund zu und durchmaß das Labor des Schreckens mit wenigen Schritten. Vorsichtig kniete er neben dem Halanani nieder den die junge Frau zuerst behandelt hatte.

„Hallo, ich bin Captain James T. Kirk vom Raumschiff Enterprise. Geht es Ihnen gut? Sind Sie Okay?“

Große grüne Augen starrten ihn an, dann war ein dezentes Kopfschütteln sichtbar.

„Möchten Sie sich lieber hinlegen? Sie könnten einen Schock haben.“

Sie ließ sich behutsam mit Hilfe des Captains auf den Rücken gleiten.

„Warten Sie, ...“, rasch zog der Captain sein eigenes zerschlissenes Oberteil aus, rollte es zusammen und schob es ihr unter den Kopf. „ … so ist es etwas bequemer.“

Dabei schenkte er ihr sein hoffentlich freundliches Lächeln und versuchte nicht an die Röhren zu denken, die je eine Bezeichnung mit Subjekt und all ihren Namen trugen, die hinter dem Labortisch prangten. Angeordnet wie Experimente. Doch wozu? Warum? Wer hatte einen Grund so mit ihnen umzugehen?

Sein Blick wanderte zu der jungen Schönheit. Sie war bestimmt nicht der Verursacher. Dazu wirkte sie viel zu unsicher. Sie war auch nur eine Gefangene. Und doch ließ ihn das Gefühl nicht los, dass sie der Schlüssel war. Er erinnerte sich, wie sich ihr hübsches Gesicht zu einer grotesken Maske verzogen hatte, die Schmerz, Angst und Entsetzen widerspiegelte, als sie den Gefährten der Halanani berührte und wie sie erstarrte, als die Male der Verletzungen auf ihr aufblühten. Nun fanden sich ihre Blicke und sie lächelte in sanfter Anmut. Jeglicher Schrecken war von ihr gewischt.

„Aiana` Enay“, wurde der Captain in seinen Gedankenzügen unterbrochen.

„Wie meinen?“, fragte er irritiert.

„Aiana` Enay, ich bin“, antwortete sie in gebrochenem Standard.

„Oh, ah ja, Willkommen“, erneut lächelte Kirk die Halanani an. Sie schien sich etwas besser zu fühlen. „Ist er Ihr Partner?“, versuchte Kirk ein Gespräch aufzubauen und deutete auf den anderen Halanani. Er hoffte der subdermale Translatorchip würde genug Daten enthalten, um eine sinnvolle Unterhaltung mit dieser Spezies zu ermöglichen. Er war ihnen nie zuvor begegnet. Er brauchte Informationen.

Sie neigte dezent ihren Kopf.

„Aianee` Enril, mein Lebensbruder, Kronprinz von Reich der Halan-Nani.“

„Ah, verstehe. Sie sind also von königlichem Blut, wie man bei uns sagen würde oder hohe Würdenträger. Gestatten Sie mir die Frage unter welchen Umständen sie hier gestrandet wurden?“

Sie sah ihn verständnislos an.

Okay. Das ging dann wohl daneben. Na macht nichts. Sie würden es schon herausfinden. Kirk schenkte ihr ein weiteres aufmunterndes Lächeln und kehrte zu McCoy zurück. Ihm kam ein Gedanke. Wenn dieses Mädchen Enay und Enril geholfen hatte, dann könnte sie vielleicht auch Bones helfen. Das musste er mit Spock erörtern.

„Spock?“

„Ja Captain?“

Der erste Offizier kehrte an die Seite seines Captains zurück und bot ihm bei seiner Ankunft einen kurzen ozh`esta an. Jim fuhr sanft mit zwei Fingern dagegen und genoss den kurzen Kontakt. Es war für ihre derzeitige Lage unabdingbare Notwendigkeit, um das mentale Band stabil zu halten und vor weiteren Angriffen zu schützen. Ein leises Seufzen entfloh seinen Lippen, dann straffte er seinen Rücken und stellte sich der Frage.

„Spock, ich habe das Mädchen beobachtet. Sie hat die Halanani lediglich berührt und nur kurz darauf waren ihre Verletzungen geheilt. Wenn diese junge Dame hier tatsächlich eine hoch-funktionale Empathin ist, ist sie ein Geschenk des Universums, ein Juwel. Ich möchte sie fragen, ob sie Bones helfen würde, doch habe ich gesehen, dass es sie geschwächt hat. Ich bin mir nicht sicher ob es ihr schadet.“

„Das wäre zu befürchten, da Dr. McCoy wesentlich schwerer verletzt wurde und Juwel bereits durch ihre Tat an Aianee` Enril und Aiana` Enay erschöpft ist. Dennoch denke ich, dass sie über genügend Selbsterhaltungstrieb verfügt und sich rechtzeitig zurückziehen wird. Dr. McCoys Verletzungen sind zum größten Teil innerlich. Ich habe ihn vorhin untersucht, als du noch mit den Nachwirkungen der Bewusstseinsänderung zu kämpfen hattest. Sein Puls ist unregelmäßig und flach, seine Atemqualität lässt zu wünschen übrig, deren Ursache in schmerzenden, vermutlich gebrochenen Rippen begründet liegt. Es hat den Anschein, es tut mir leid, erste Organe beginnen zu versagen. Ich konnte keine Kommunikationsmittel oder ein Medkit ausmachen. Ein Versuch wäre somit eine Option seine Schmerzen zumindest zu lindern.“

„Also gut. Dann werde ich Juwel darum bitten.“

„Sie werden nichts dergleichen tun, Captain Kirk. Sie dürfen sich nicht einmischen. Es geht Sie nichts mehr an. Sie haben Ihren Teil bereits erfüllt.“

Erschrocken drehte sich Kirk um und suchte den Besitzer der fremden Stimme. Es war niemand zu sehen.

„Wer sagt das?“

Zwei Humanoide mit kahlen Köpfen und Schädelwülsten über ihren Schläfen tauchten in schweren, bleiern glänzenden, bodenlangen Gewändern aus dem blinkenden Schimmer einer fremden Transportertechnik auf. Ein jeder von ihnen hielt ein kleines Gerät in der Hand.

Kirk wartete nicht ab bis sie sich vorstellen würden. Viel zu sehr nagte an ihm der Groll der aufgestauten Wut durch die Erfahrungen der letzten Tage.

„Wer sind Sie? Wie können Sie es wagen uns alle hier für Ihre kranken Spielchen festzuhalten? Wo sind wir? Wo ist mein Schiff? Aus welchem Grund …“

„Captain Kirk!“, unterbrach einer der Glatzköpfe die Flut von Fragen. „Sie können sicher sein, wir haben unsere Gründe für diese Untersuchung. Und es ist wichtig damit fortzufahren. Die Zeit wird knapp.“

„Nein! Sie haben nicht eine meiner Fragen beantwortet. Welchem Zweck könnte all dies dienen, als eine perverse Freude an Folter fremder Lebensformen zu frönen?“, schimpfte Kirk laut und fand sich, wie der Rest, außer McCoy und Juwel, in einem bereits vertrauten, zurückhaltenden Kraftfeld wieder.

„Nun gut, Sie sollen Ihre Antworten bekommen. Doch es wird nichts ändern. Wir sind Vianer. Sie befinden sich auf Minara II, dessen Sonne in wenigen Stunden den Zustand der Nova erreichen wird. Ihr Schiff befindet sich derzeit im Orbit auf der Suche nach Ihnen. Wir können Sie jederzeit kontaktieren, um Sie, Mister Spock und die Halanani abholen zu lassen. Dr. McCoy und Juwel, wie Sie sie so trefflich benannten, müssen bleiben.“

Genervt zog der Captain seine Stirn kraus.

„Ich überlasse Ihnen keines meine Crewmitglieder! Und schon gar nicht ein so schwer verletztes wie Bones!“, spie Kirk wütend aus. „Lassen Sie mich mein Schiff rufen und ...“

„Nein! Die Untersuchung muss wie geplant weiter gehen. Juwel hat sich noch nicht bewiesen“, erklärte der Vianer völlig ruhig.

„Was beweisen?“, fragte nun Spock interessiert.

„Sie muss beweisen, dass sie bereit ist. Sie waren ihrer Lehrer. Sie hat sie die ganze Zeit in der Simulation beobachtet, ihre Empfindungen aufgenommen, ihre Aktionen bewertet und sich dadurch entwickelt. Ihre Art ist jung und besitzt Potential. Schauen Sie! Es bildet sich gerade ein neuer Instinkt, Mitgefühl hat sie nun in ihrem Selbst integriert.“

Der Vianer deutete auf Juwel, die sich McCoy vorsichtig genähert hatte und nun ihre Hände mit einem geringen Abstand über den Körper gleiten ließ.

„Was hätte sie von uns lernen können?“, fragte Kirk, während er hoffnungsvoll und zugleich besorgt Juwels Tat beobachtete. Immerhin hatte Spock ein gewisses Risiko gemahnt.

„Ihre Liebe zum Leben, ihre Loyalität, Mitgefühl, Selbstaufopferung für andere, ihren Wissensdurst, kurz, Sie zeigten ihr die unter humanoiden Lebensformen erstrebenswertesten Werte, die es verdienen gerettet zu werden. Wir haben nur die Energie eine Rasse dieses Systems zu retten, Captain. Daher ist es unabdingbar die richtige Wahl zu treffen.“

Juwel war inzwischen von McCoy zurück gestoßen worden. Er wollte, nein, konnte ihr Opfer nicht annehmen. Er war Arzt und dies ließ sein eigener ethischer Codex nicht zu. Er würde kein Leben nehmen um sein eigenes dadurch zu retten. Jedoch kam dies bei den Vianern nicht so gut an. Sie wollten unbedingt sehen, ob Juwel bereit war sich für ihr Volk zu opfern. Kirk verstand und wurde nun richtig wütend.

„Sie sind verdammte Heuchler, emotional verkrüppelt und kälter als ein andorianischer Eiswurm. Die Werte, die Sie bei Juwel zu wecken suchen, haben Sie selbst vor ewigen Zeiten in Ihrer vermutlich hoch-technisierten Welt verloren. Sie strafen Ihren eigenen Intellekt damit Lügen. Juwel hat sich die Rettung ihres Volkes verdient. Sie wollte McCoy retten. Wenn Sie es also brauchen den Tod von einem von uns zu sehen, dann biete ich Ihnen vier Leben!“

Stur blickte er den Vianern entgegen.

„Sechs Leben!“, schloss sich Aianee` Enril an und gesellte sich mit stolz erhobenem Kopf und seiner Lebensschwester an seiner Seite neben den Captain.

Für einen Augenblick starrte der Vianer erst Kirk, dann seinen Kollegen an. Offensichtlich überdachte er Kirks anklagende Worte. Schließlich entschied er, dass sie zustimmen mussten und nickte bedächtig. Der andere, etwas kleinere Vianer betätigte eine Einstellung an seinem Gerät und die Kraftfelder verschwanden.

„Wir versprechen, wir werden Juwel mit uns nehmen und ihr Volk ohne weitere Tests retten.“

„Und was ist mit McCoy?“, platzte Kirk kaum besänftigt heraus.

„Er wird sich erholen. Ihr Schiff wird Sie aufnehmen. Leben Sie wohl, Captain Kirk!“

Es gab einen winzigen Lichtblitz und die Vianer waren mit Juwel verschwunden.

Jim drehte sich um und sah Bones noch immer wie einen Fisch auf dem Trockenen um Luft schnappen. Frustriert ballte er eine Faust und boxte sie in die hohl geformte andere Hand. Sie hatten keine Kommunikatoren und ob die Enterprise wirklich im Orbit war? Er traute diesen Vianern nicht über den Weg. Wie sollte Scotty überhaupt eine Signatur von ihnen finden, wenn sie sich eine Meile unter der Oberfläche befanden? Scotty konnte das doch nicht wissen.

Kaum hatte der Captain diesen erschütternden Gedanken zu Ende gebracht, da spürte wie er das vertraute Kribbeln des Transportervorgangs, der an seinen Molekülen zerrte. Unwillkürlich bildete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht, als er seinen verdutzten Transporterchief sah. Mr. Kyle grüßte und orderte abrupt ein medizinisches Notfallteam in den Transporterraum. Dies ließ den süßen Moment der Heimkehr für den Captain sauer werden, erinnerte Kirk sich doch augenblicklich an die kritische Situation. Er riss sich zusammen und zwang sich in den Captainsmodus zu wechseln.

„Kirk an Brücke!“, befahl er schroff.

„Captain?“, kam es erstaunt aus dem Lautsprecher des Intercom. „Captain sind Sie das? Klar, welch dumme Frage. Scotty hier. Schön Sie zu hören, Sir. Wo sind Sie? Ich hol Sie raus, so wie wir den Fehler gefunden haben.“

„Scotty, was ist mit der Enterprise? Haben Sie mein Schiff kaputt gemacht?“, fragte Kirk und klang absichtlich ein wenig besorgt, aber auch zugleich belustigt, da Scotty sich selbst in den Hintern treten würde in der Abwesenheit des Captains nicht gut auf ihre silberne Lady aufzupassen.

„Ehm, nein Sir! Wir ehm, haben ein paar kleine Probleme mit dem Hauptcomputer. Eine fehlerhafte Subroutine springt durch die Systeme, stört die Sensorarrays und …, ehm, naja, wir können gerade keine Lebenszeichen orten.“

„Ruhig Blut Scotty. Wir sind schon hier. Gib einfach Saft auf die Gondeln und bring uns von diesem System weg, bevor uns die Nova um die Antriebsaggregate fliegt.“

„Aye Sir! Das würde ich gern, aber, ehm, da ist noch ein fremder Code, der unsere taktischen Steuerprotokolle blockiert. Wir sitzen schon seit mehreren Tagen Enten und versuchen das blöde Ding zu knacken“, gab Scotty kleinlaut zu.

„Wir kriegen das hin, wir sind gleich oben. Kirk aus.“

Der Captain kehrte nochmals zu seinem Freund Bones zurück. Dr. M`Benga hatte ihm bereits mehrere stabilisierende Hypos verabreicht. Seine Luft strömte freier in die Lungen, aber dennoch war eine gewisse Zeit als Gast auf seiner eigenen Station unumgänglich. Sein erster Weg würde ihn in den OP führen. Kirk beneidete Christine nicht. Bones würde ein unausstehlicher Knochen sein.

„Hey Bonsey, geht es dir gut?“

„Mir wird es gut gehen, Captain. Verschwinde und kümmer dich um deine Schiffsgeschäfte. Wir sehen uns später wenn M`Benga euch beide checkt“, murmelte Bones leise und senkte unter der einsetzenden Wirkung der beruhigenden Schmerzmittel schläfrig seine Lider.

McCoy bekam nicht mehr mit, wie er auf die Schwebetrage gebettet und auf die Krankenstation verbracht wurde.

Das Kronprinzenpaar der Halan-Nani bekam nach einer kurzen Überprüfung ihrer gesundheitlichen Verfassung ein bequemes Gästequartier zugeteilt, wo sie sich zunächst ausruhen konnten. Ihnen wurde vom Quartiermeister eine Yeoman zugeteilt, die sich gut um ihre Bedürfnisse kümmerte. An einem Kontakt zur Heimatwelt war wegen der Störung im Hauptcomputer vorerst nicht zu denken. Aber das war den beiden im Moment egal. Sie labten sich kaum an den geboten Speisen, ehe sie sich nach einem rituellen Bad zur Ruhe begaben.

Als Captain Kirk und sein erster Offizier den Transporterraum verlassen hatten, verfielen sie wie üblich in gleichen Schritt und betraten nur wenige Momente später schweigend den Turbolift. Während die Kabine sie eilig durch das Schiff zur Brücke empor hob, standen sie eng Schulter an Schulter, den Blick starr auf die Tür gerichtet, ihre Hände streiften ein zartes Muster übereinander. Ihre belebte Bindung sang unter der Berührung und wollte so viel mehr, doch dafür war keine Zeit.

Ein kurzer wehmütig, bedürftiger, sehnsüchtiger Blick flog von Jim zu Spock, der ihn mit dezentem Zucken seiner Lippe notierte, dann öffneten sich die Türen und gaben die Offiziere den Blicken der Brückencrew frei. Sie wurden mit großem „Hallo“ willkommen geheißen. Scotty sprang regelrecht vom Platz in der Mitte, froh den Stuhl endlich wieder an seinen rechtmäßigen Besitzer abgeben zu können. Niemand störte sich an dem nicht regelkonformen Zustand der zerschlissenen Uniformen und des schmutzigen Aussehens. Uhura bot beiden Offizieren ein rasch gezogenes Altair-Wasser aus dem Versorgungsreplikator der Brücke.

Während der Captain und sein Erster von Scotty einen gefühlt endlos wirkenden Statusbericht erhielten, arbeitete die Brückencrew im Hintergrund fleißig an ihren Stationen an der Lösung ihres Problems weiter. Schon während des Berichtes warf Kirk Blicke auf die Anzeigen an Sulus Display und dann auch auf Chekovs Platz. Spock bewertete nebenbei Datensätze an seiner eigenen Station. Dann trafen sie sich.

„Was denkst du?“, fragte der Captain leise seinen Ersten.

Kirk konnte gerade keine Gedanken von Spock aus seinem Kopf fassen. Dieser hatte sich durch die Ereignisse der letzten Tage und der daraus resultierenden angespannten emotionalen Situation gezwungen gesehen, stark abzuschirmen. Spock musste bald Zeit für Meditation und mentale Pflege seines Partnerbandes finden oder würde einfach unter dem Druck zusammenbrechen.

„Die Isolierung des Fehlercodes ist nicht das Problem. Die stetige Rotation mehrerer Sequenzen einer fremdgesteuerten eingedrungenen Subroutine macht es nahezu unmöglich, die taktische Steuerkontrolle zurück zu gewinnen. Eine Überbrückung für diesen Abschnitt zu schreiben hat Lt. Chekov bereits versucht, ist aber gescheitert. Es bleibt nur ein kompletter Neustart des Systems. Dies war durch unsere Abwesenheit bisher nicht möglich, da dazu die obersten drei Codes erforderlich sind“, antwortete Spock seinem Captain sehr leise.

In diesen Moment brach ein erfreuter Ruf des jungen Russen die Stille der angestrengten Geistesarbeit auf der Brücke.

„Ca-tching! Chab ich dich endlich, du kleines Biest!“

Ihm war es endlich gelungen, die fremde, sich ständig remodulierende Subroutine einzufrieren und mit einem Quarantänesiegel zu versehen, die in den Systemen der Enterprise für Schluckauf sorgte und sie im Orbit dieses von einer Nova bedrohten Planeten fest hielt. Der blonde Lockenkopf strahlte über beide Backen und war in seinem Eifer vom Stuhl gesprungen. Sein Freund Sulu war sofort neben ihm und klopfte ihm anerkennend auf die Schulter.

„Gute Arbeit Pavel!“, lobte Kirk und der Russe strahle noch mehr. „Okay, dann wollen wir unsere Lady mal aus dieser Falle befreien. Lt. Chekov, RS auf weitere Fremdzugriffe prüfen! Spock, Hauptcomputer auf Restspuren und Schäden scannen! Lt. Uhura, Daten mithilfe des Live-Systems sichern! Scotty, ab in den Maschinenraum, Kernsicherung! Wir fahren den Hauptcomputer runter und starten das System neu. Ich informiere die Crew“, gab Kirk ganz Captain knappe Befehle an seine Leute aus.

Nach einem kurzen Moment kam es nahezu unisono aus allen Ecken zur Bestätigung und sie fügten sich in ihre Aufgaben. Lediglich Scotty zog ein mitleidiges Gesicht, als er sich gen Turbolift trollte und leise murmelte: „Aye, meine armen Babies“, aber insgeheim war er froh seine Aufmerksamkeit nun nicht mehr zwischen zwei Verantwortungsbereichen zerreißen zu müssen.

Noch ehe er an seinen geliebten Maschinen ankam, erklang die Stimme des Captains über die Lautsprecher des Schiffsintercom: „An alle, hier spricht der Captain. Um weitere Unklarheiten zu vermeiden, denn Scuttlebut hat es gewiss schon in Umlauf gebracht, Commander Spock, Dr. McCoy und ich wurden aus unserer Gefangenschaft befreit und sind lebendig zurück gekehrt. Doch wir befinden uns in einer kritischen Situation. Die Enterprise steckt im Orbit um Minara II fest, dessen Sonne in wenigen Stunden den Zustand einer Nova erreichen wird.“

Kirk legte eine kurze Pause von Sekunden ein und sprach dann weiter.

„Es hat einen Angriff auf das Computerhauptsystem durch eine uns unbekannte Spezies gegeben, der zu einigen Systemausfällen führte. Wir konnten die Ursache klären. Die unbekannte Spezies hat sich bereits zurück gezogen. Doch um unsere Systeme wieder zum Laufen zu bringen, müssen wir den Hauptcomputer herunterfahren und neu starten. Hiermit ergeht der Befehl an alle Stationen und Labore, sichern Sie Ihre aktuellen Daten. Der Countdown für den Neustart ist in einer viertel Stunde angesetzt und beginnt mit Ende meiner Durchsage. Danke für eure Aufmerksamkeit. Kirk Ende.“

Emsig wie Ameisen folgte die Crew dem Befehl. Experimente wurden gestoppt, Daten gesichert und im Hauptmaschinenraum scheuchte Scotty seine Untergebenen den Kern runter zu fahren, sowie die Umstellung auf Notstromversorgung vorzubereiten.

Dann war es soweit, gelber Alarm heulte auf, die Lichter verstummten, das Schiff erstarb, lag betäubt, nur mit der Versorgung der Notstromaggregate an der Nabelschnur des Lebens gehalten. Minuten später, nachdem der Captain und sein erster Offizier ihren Code auf der Brücke und Scotty den seinigen im Maschinenraum verifiziert hatten, erzitterten die Bodenplatten in sanften Vibrationen unter ihren Füßen, als würde das Schiff selbst nach einem schweren Sturz auferstehen.

Tbc …

Boah, endlich sind sie zurück.

Ich hoffe Garibaldi, dir gefällt meine Lösung.

Sorry für die Verspätung, hatte im Urlaub keine Zeit für mobilen Internet-Zugang. Der Landgang meines Clans war einfach zu voll mit besonderen Aufgaben. Da war unter anderem für die Zählung und Anordnung der Sandkörner für bestimmte Sandburgengrößen zu sorgen, die Inspektion der einheimischen Möwen auf alte Bekannte musste durchgeführt werden und nicht zu vergessen, die Testung auf unterschiedliche Nässegrade von verschiedenen Wellenhöhen des Ostseewassers war meine vorrangige Mission.

( ̄︶ ̄)↗

Aber dafür kann ich euch sagen, dies ist doch noch nicht das letzte Kapitel. Da kommt noch was.

Noch einen ganz lieben Gruß an Kessy, die sich leider von uns zurück gezogen hat. Wo auch immer du bist, ich hoffe dir und deinem Clan geht es gut. LLAP.

An dieser Stelle halte ich einen Augenblick des stillen Gedenkens an Nichelle Nichols. Sie war eine wunderschöne, starke Frau bis ins hohe Alter, die in ihrer Rolle der Nyota Uhura in „Platons Stiefkinder“ wirklich mutig an der Seite des Captains in unbekannte Weiten vordrang und wahre Filmgeschichte schrieb. Ruhe sie in Frieden.

Eure Ti Leyni Miju ᓚᘏᗢ
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