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Um ein Wolfshaar

von Huskya
Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Übernatürlich / P18 / Div
18.01.2022
22.09.2022
4
8.795
 
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18.01.2022 592
 
Prolog

15. Dezember 2017

Eine Vorlage wurde dem Bundespräsidium von Saint Avalon eingereicht von einer Gruppe, die sich für Tierrechte einsetzt. Thomas Knud, der Gründer der Gruppe, die sich "Paws up!" nennt, hatte die Chance erhalten, die Vorlage vorzustellen.

Der ovale Saal war bis auf die hinterste Reihe vollbesetzt mit gespannten Abgeordneten und Politiker. Ein reges Treiben herrschte durch den hallenden Raum.

«Geschätzte Mitmenschen!» Begann Thomas in lauten Tönen. Der Saal wurde hörbar leiser. «Ich möchte Ihnen erstmal alle für die Möglichkeit danken, dass wir unser Anliegen vorstellen dürfen.» Fuhr Thomas begeistert fort. «Heute möchten wir Ihnen allen eine überwältigende Chance für die Menschheit vorstellen. Wir haben eine Möglichkeit herausgefunden, die es uns ermöglicht durch elektronische Schockwellen die Gedankenströme von Tieren zu verstärken und die Intelligenz auf das Niveau eines Menschen zu erhöhen!» Weiterhin begeistert sah sich Thomas im Saal umher. Viele entgegneten einen skeptischen Gesichtsausdruck. Thomas fuhr zielsicher weiter. «Die Tiere werden für diese Prozedur vorher wie auch nachher verschiedene Tests durchlaufen müssen. Auch die Auswahlkriterien der Tiere, welche überhaupt für den ersten Test zugelassen werden, werden streng sein und es müssen viele Kriterien erfüllt sein.» Thomas bemerkte, wie die skeptischen Blicke sich langsam in interessierte und fokussierte Blicke verwandelten. «Ein Kriterium wird zum Beispiel sein, dass die Tiere in der Natur keine Überlebenschance hätten, wie zum Beispiel, wenn die Eltern gestorben sind oder das Tier verstossen wurde.»

«Aber Wie genau soll denn die Gesellschaft mit der Aufnahme dieser Tiere profitieren?» Fragte ein älterer Abgeordneter, während dieser seine Brille zurechtrückte.

«In vielen Hinsichten, wir können sehr viel von ihnen lernen.» Konterte Thomas. «Die Menschheit hat schon viele Erfindungen dem Tierreich abgekupfert, wie zum Beispiel das Flugzeug dem Vogel. Stellen Sie sich vor, was wir sonst noch alles lernen können, wenn wir mit den Tieren direkt kommunizieren könnten!» Meinte Thomas begeistert.

Reges Durcheinanderdiskutieren wurde ausgelöst.

«Es würde durchaus Potenzial bieten.» Meinte eine jüngere Abgeordnete.

«Welche Tierarten genau würden für den Test zugelassen werden?» Fragte eine ältere Dame und richtete ihr fein säuberlich gehaltenes Jackett nebenbei.

«Verschiedene: Von Steinböcken, über Schafen, Hasen bis zu Wölfen. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Tiere ungefähr die Körpermasse eines Menschen erfüllen müssen. So müssen wir nicht unsere gesamte Infrastruktur anpassen.»

«Das heisst also, dass Fleisch- wie auch Pflanzenfressende Tiere für den Test zugelassen werden. Wie werden die Beziehungen zwischen den beiden Arten aussehen?» Fragte eine weitere Person aus dem Präsidium.

«Grundsätzlich würden wir das friedliche Zusammenleben fördern. Es wird jedoch Orte geben, an welchen Pflanzenfresser und Fleischfresser getrennt werden. Auch werden wir Menschen in einigen Umgebungen ebenfalls eine Trennung erfahren, wie zum Beispiel im Supermarkt. Dort würden Fleischabteilungen abgetrennt werden und für Fleischfressende Tiere als Verbotszone erklärt. Das Fleisch essen ist den Fleischfressenden Tieren strikt untersagt.»

«Das sind Tiere! Wie sollen wir die unter Kontrolle halten?!» Meinte eine skeptische Stimme aus der Menge.

«Tiere mit einem IQ, welcher dem eines Menschen ähnelt oder sogar übersteigt» Erwiderte der bärtige Erfinder. «Ausserdem werden die Tiere, vor allem aber die Fleischfresser, sehr strikte Richtlinien befolgen müssen. Werden diese nicht eingehalten, wird im schlimmsten Fall das Tier wieder in die Wildnis versetzt nach einer Umpolung und das könnte für die meisten der sichere Tod bedeuten. Somit gibt es eine gewisse Sicherheit, dass sich die Tiere in unserer Gesellschaft gut benehmen werden und unsere Regeln befolgen werden.»

Ein heftiges durcheinander Reden wurde dadurch ausgelöst.

«Das ist doch verrückt! Die Bürger unserer schönen Insel werden niemals solch einem Versuchsprojekt zustimmen!» Rief ein älterer Mann aus der vorderen Reihe.

Thomas schmunzelte und meinte nur, «Wir werden sehen…»
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