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Immer dieses dumme Lächeln...

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan Zayn Malik
16.01.2022
01.08.2022
35
130.186
15
Alle Kapitel
74 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
16.01.2022 2.391
 
Hey!
Ja, was soll ich sagen? Nachdem wir jetzt letztens Ziam hatten, dachte ich mir, schreibe ich mal über die anderen beiden Chaoten. Also Larry.
Das Kapitel hab ich auch schon vor drei Wochen oder so geschrieben, mich bis jetzt aber noch nicht dazu überwinden können, es hochzuladen.
Das ganze ist übrigens in Tagebuchform geschrieben, was vielleicht im ersten Moment ein wenig gewöhnungsbedürftig sein kann, je nachdem ob man sowas schon mal gelesen hat oder nicht. Aber ich hatte da voll Bock drauf.
Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Spaß mit dem ersten Kapitel und hoffe, dass es euch gefällt(:
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Samstag, 8. Juli; 10:30 am
Auf der Rückbank von Liams Auto

Okay,
Was tue ich hier eigentlich? Warum sitze ich hier und kritzle in dieses Buch, auf dessen Einband sich eine riesige 28 befindet, als würde mein Leben davon abhängen?
Das war nie der Plan gewesen.
Eigentlich wollte ich dieses Ding verschenken, verkaufen oder wegwerfen. Wobei am realistischsten eigentlich das Verkaufen ist, denn Geld kann man immer gebrauchen, vor allem als Student…
Aber es war nie, nie der Plan gewesen, dieses Tagebuch, das ich von meiner Schwester Lottie geschenkt bekommen habe, um „meine aufgestauten Aggressionen“ zu verarbeiten, zu benutzen.
Das ist doch voll peinlich…
Ich bin zweiundzwanzig, in der Blüte meines Lebens und ich benehme mich wie ein zwölfjähriges Teenagermädchen, das gerade dem Poster in ihrem Zimmer ihre Liebe gestanden hat.
Ich habe einen Ruf zu verlieren, verdammt nochmal! Auch wenn Zayn immer stocksteif behauptet, ich hätte keinen Ruf...

Aber keine Ahnung, irgendwas muss man doch tun, wenn man sich auf den Weg in eine kleine Stadt in Südfrankreich befindet, dessen Namen man weder aussprechen noch schreiben kann, neben sich einen singenden Iren sitzen hat, der der Meinung ist, es wäre angebracht, in einem Auto, in dem wir zu dritt eng aneinander eingequetscht auf der Rückbank sitzen, seine Gitarre auszupacken und zu singen.
Wieso findet hier eigentlich niemand die Tatsache, dass er eine Gitarre mit auf die Rückbank nimmt, komisch?
Ich muss beim Schreiben richtig aufpassen, dass ich nicht ständig gegen den Gitarrenhals stoße, weil der mir die ganze Zeit die Sicht versperrt.

Eigentlich wollte ich ja auch gar nicht auf diesen blöden Urlaub mit, aber Liam meinte, es wäre die ideale Möglichkeit, um mich aus der Dunkelheit zu holen, die mich angeblich umgibt, seitdem meine Exfreundin Eleanor mit mir Schluss gemacht hat.
Was ja wohl überhaupt nicht so ist! Da ist keine Dunkelheit!
Okay, vielleicht bin ich ein wenig vereinsamt, und weiß im Moment nicht so ganz wohin mit mir, aber wir waren immerhin vier Jahre zusammen und dann verschwindet sie einfach so aus meinem Leben, weil „irgendwas zwischen uns fehlt“ und lässt mich in unserer (jetzt nur noch meiner) Wohnung einfach so sitzen. (Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, ich saß nämlich bei dem Gespräch auf unserer Couch).
Wie soll ich da weitermachen wie davor?

Und deswegen hat Liam beschlossen mich mit zu seinem Gruppenurlaub zu schleppen, bei dem ich die Hälfte der Leute nicht einmal kenne.
Heimlich.
Hinter meinem Rücken.
Und natürlich hatte er auch erst gestern, also einen Tag bevor wir losfuhren, das Bedürfnis mir das Ganze mitzuteilen.

Ich war nichts ahnend in unserem...nein halt meinem Wohnzimmer gesessen und wusste nicht so recht, was ich tun sollte, da zur Zeit Semesterferien sind.
Eigentlich wollte ich mir über den Sommer einen Job suchen, aber das hatte ich irgendwie verpennt, weil mir die Trennung dazwischen gekommen war. Dann dachte ich mir, wie wäre es, wenn ich heim zu meiner Familie fahren würde, aber nach einer Woche bin ich wieder geflüchtet, weil mir alles viel zu laut, chaotisch und zu voll war. (Bei diesem Besuch hat mir Lottie auch dieses blöde Ding geschenkt...) Eigentlich ich liebte es zuhause, aber zurzeit wollte ich einfach nur meine Ruhe haben und niemanden sehen. Und deshalb bin ich wieder zurück nach London geflüchtet, habe mich vor allem und jedem verschanzt und nebenbei viel zu viel geraucht. Okay...Nein...Ich rauche auch so viel zu viel…

Und dann klingelte es gestern plötzlich und vor meiner Tür stand Liam und verkündete, er würde mit Zayn und noch zwei Kumpels von ihm in den Urlaub fahren und ich müsste auch mit.
Zuerst hatte ich ihm den Vogel gezeigt und ihm gesagt, dass ich überhaupt kein Geld hätte, um in den Urlaub zu fahren, woraufhin er mir erklärte, dass ich noch das Geld hatte, das ich für eine Amsterdamreise mit Eleanor gespart hatte und die ja jetzt nicht mehr stattfinden würde und es eh nicht so teuer werden würde, weil wir im Ferienhaus seiner Tante wohnen würde, die dafür nichts verlangen würde, sondern einfach nur hoffe, dass ihr Haus danach noch stehe und schon fand ich mich in meinem Zimmer wieder und packte meinen Koffer.

Und jetzt sitze ich auf der Rückbank seines viel zu kleines Autos, auf der einen Seite von mir sitzt Zayn und auf der anderen Seite Niall, der ein Freund von Liam ist, und seine dumme Gitarre.
Niall kenne ich erst seit heute morgen und er ist anscheinend einer dieser Leute, die immer lachen und nur am Reden sind. Auf alle Fälle weiß ich inzwischen schon mehr aus seinem Leben, als dass ich von Zayn in vier Jahren je mitbekommen hatte...Gut, okay, Zayn war jetzt nicht gerade dafür bekannt, dass er viel von sich erzählte oder groß redete, aber trotzdem…

Vorne auf dem Beifahrersitz sitzt übrigens so ein Typ namens Harry, den Liam woher auch immer kennt und der mich die ganze Zeit schon so komisch beobachtet. Ständig dreht er sich zu mir um, streicht sich durch seine kinnlangen Locken (dieser Tick macht mich langsam wahnsinnig…) und lächelt dann doof.
Als wäre es so suspekt, dass ich hier sitze und in ein Buch schreibe...
Er sitzt übrigens vorne, damit er seine lange Beine ausstrecken kann. Ich finde das ist definitiv eine Diskriminierung gegenüber kleinen Menschen mit noch kürzeren Beinen, so wie mich.
Als könnte ich was dafür, dass ich mich ständig auf Zehenspitzen stellen muss, um irgendwo ranzukommen, wenn ich überhaupt rankomme.
Ich hätte auch gerne so lange Beine, vielleicht würde ich sie dann auch in so eine super enge schwarze Jeans stecken, damit sie noch besser zur Geltung kommen…Wer zieht überhaupt so eine unbequeme Hose auf so einer langen Autofahrt an?

Immer noch Samstag, 08. Juli ;11:03 am
Auf der Rückbank von Liams zu kleinem Auto

Oh mein Gott!
Ich war vorher noch mitten in meinen Ausführungen zu Harrys viel zu langen Beine, als mich Zayn plötzlich gefragt hat, was ich hier die ganze Zeit eigentlich schreibe.
Eigentlich wollte ich behaupten, dass ich was für die Uni mache, aber leider ist er neben Liam mein bester Freund (Okay, nein! Liam kann man im Moment nicht zu meinen besten Freunden zählen, denn immerhin ist der ja dafür zuständig, dass ich in diesem Auto sitze…) und weiß deshalb ganz genau, dass ich nie irgendwas fürs Studium tue, außer dass ich zwei Wochen vor den Prüfungen in Panik verfalle, weil ich nichts kann und mir dann den Stoff des ganzen Semesters ins Hirn prügle, um nicht komplett zu versagen. Das ganze hat bis jetzt erstaunlich gut funktioniert.
Und genau deshalb konnte ich das nicht als Ausrede hernehmen, weswegen ich mir irgendwas anderes ausdenken musste.

Natürlich hatte Zayn mich das ganze auch nicht leise und diskret gefragt, was man in solch einer Situation vielleicht von ihm erwarten könnte, sondern er hat lauter gesprochen, weil er Nialls Gitarrenklänge übertönen musste.
Das Ganze führte dazu, dass Harry sich schon wieder zu mir umdrehte und mich mit seinen grünen Augen so intensiv angeschaute, dass plötzlich mein Gehirn das Denken aufhörte und ich nicht mehr richtig reden konnte…
„Äh...ich...ja…“, meinte ich also und ich sah genau, wie Harry zu grinsen begann und dabei jedem, der es sehen wollte seine Grübchen zeigte, während Zayn eine Augenbraue nach oben zog. Sogar Liam musterte mich im Rückspiegel neugierig.

Das Ganze hatte mich so gestresst, dass mir keine wirkliche Ausrede einfiel und ich deshalb folgendes sagte:
„Ich schreib neuerdings Tagebuch. Ich hab gehört, das soll gut sein, um meine inneren Aggression zu verarbeiten.“
Dass ich das von meiner fünfzehnjährigen Schwester gehört hatte, ließ ich mal eben wegfallen.
Dass ich das Tagebuch auch von ihr bekommen hatte, erwähnte ich auch nicht.
Und dass ich vorher über Harrys viel zu lange Beine geschrieben hatte, sagte ich erst recht nicht.

Die Tatsache, dass ich Tagebuch schrieb, war anscheinend für alle Mitreisenden so schockierend, dass sogar Nialls Gitarre verstummte.
Eine unangenehme Stille hing in der Luft und ich spürte wie ich rot wurde, dann allerdings lachte Niall leicht und meinte mit einem Schulterzucken: „Wenn es weiter nichts ist...Ich hätte dir das zwar jetzt nicht zugetraut, weil ich dachte, du bist so ein unnahbarer Machotyp, aber eigentlich ist mir das auch egal.“
Danach lies ich einen erleichternden Seufzer von mir, denn ich hatte vorher wirklich für einen kurzen Moment gedacht, sie würden mich jetzt gleich bei der nächsten Autobahnraststätte aussetzen. Wenigstens sah mich Zayn genauso an.
Zayn hatte das Ganze nämlich nicht mit einem Schulterzucken abgetan, sondern fragte mich, ob ich irgendwelche Drogen genommen hätte und dass das wiederum meine tiefen Augenringe erklären würde.
Ich muss ihn da allerdings enttäuschen: Die Augenringe kommen nicht von irgendwelchen Drogen, sondern einfach nur von der Tatsache, dass ich neuerdings wahnsinnig schlecht einschlafen kann, weil ich die ganze Zeit darüber nachdenken muss, was ich denn bitteschön falsch gemacht habe, dass sie mich einfach so von heute auf morgen sitzen lässt und es einfach nicht mehr gewohnt bin, alleine einzuschlafen. Das hab ich Zayn auch so erklärt. Er hat daraufhin nur gesagt, dass Drogenjunkies auch nicht zugeben würden, wenn sie unter Drogen stünden.

Liam ist im Gegensatz zu Zayn übrigens wahnsinnig von meiner Idee begeistert. Er meinte, es würde mir bestimmt helfen meine Gefühle für Eleanor zu verarbeiten und die Dunkelheit zu durchdringen. Was hat er eigentlich immer mit seiner Dunkelheit? Ich finde, er sollte mal weniger Filme ansehen, das färbt schön langsam auf seinen Wortschatz ab….
Auf alle Fälle redet er darüber jetzt schon seit einer Viertel Stunde und schön langsam hab ich das Bedürfnis ihn bei der nächsten Autobahnraststätte auszusetzen.

Der Einzige, der dazu nichts gesagt hatte, war Harry. Der hatte mich einfach nur schon wieder angelächelt.
Ich frag mich, warum er das ständig macht…
Aber vielleicht gehört er einfach zu diesen komischen Menschen, die unter den Motto „Treat people with kindness“ oder sowas in der Art leben und deswegen die ganze Zeit lächelnd durch das Leben gehen?
Oder er findet es einfach furchtbar lustig, dass ich wenn ich meine Beine ausstrecke nicht einmal bis zu der Spitze seiner Armlehne komme. Keine Ahnung...
Auf alle Fälle nervt mich dieses ständige Lächeln voll!
Das bringt mich voll aus dem Konzept darüber, was ich eigentlich schreiben will.
Aber vielleicht sollte ich das mit dem Tagebuchschreiben doch einfach lassen...

Samstag, 08. Juli ;01:28 pm
Immer noch auf der Rückbank von Liams zu kleinem Auto

Ja, okay, ich kann das mit dem Schreiben doch nicht lassen!
Aber ich hab auch einen guten Grund!
Wir haben nämlich neben Harrys viel zu lange Beinen ein neues Problem dazu bekommen: Liam und Zayn.
Irgendwas ist da komisches zwischen den beiden. Ich weiß nur nicht, was es ist.
Die beiden sprechen die beiden kein Wort miteinander. Sie reden zwar beide, aber nie miteinander.
Und wenn der eine den anderen anschaut, sieht der andere weg.
Und das hatten die beiden noch nie. Sie streiten auch eigentlich nicht so viel miteinander. Und wenn doch, dann ist das auch gleich wieder geklärt, aber so ein Verhalten gab es bis jetzt noch nie.

Vorher als wir eine Pause gemacht haben, dachte ich mir ich spreche Zayn mal darauf an.
Wir waren zu zweit beim Rauchen und ich beschloss, ich taste mich feinfühlig wie ich halt mal bin langsam und vorsichtig an das Thema ran, um nicht zu überfordern.
Ich zog also an der Zigarette in meiner linken Hand, atmete den Rauch aus und sagte dann:

„Also was ist mit dir und Liam los?“

Vielleicht war das doch nicht der einfühlsame Einstieg den ich mir erhofft hatte, aber er zeigte trotzdem Wirkung. Zayn sah mich nämlich geschockt an und musste dann erst einmal husten.
Ich gab einen dummen Kommentar zu seinen nicht vorhanden Rauchkünsten ab („Wow, du rauchst wie jemand, der das erste mal an seiner Zigarette zieht, Malik!“) und lachte ihn aus, während er doch tatsächlich rot wurde.

„Was soll mit mir und Liam sein?“, fragte er schließlich, nachdem er sich von seinem Hustenanfall beruhigt hatte und tat so, als wäre alles ganz normal.

„Keine Ahnung.“, fing ich an und sah ihn mit erhobenen Augenbrauen an, „Aber ist dir schon mal aufgefallen, dass ihr die ganze Fahrt über kein einziges Wort miteinander gesprochen habt?“

Zayn, der anscheinend seine Fassung wieder gefunden hatte, nahm erst einen Zug und behauptete dann:
„Das stimmt doch überhaupt nicht! Natürlich sprechen wir miteinander!“

Ich sah ihn skeptisch an und fragte ihn dann: „Wie denn? Über telepathische Fähigkeiten? Oder habt ihr euch gegenseitig Brieftauben geschickt, die niemand gesehen hat?“
Meine Stimme triefte vor Sarkasmus. Aber immerhin saßen wir seit fast vier Stunden in diesem Auto und die beiden hatten bis jetzt kein einziges Wort miteinander gesprochen. Ich fand da konnte man auch mal sarkastisch werden.

„Sehr witzig, Tommo! Du hast das nur nicht mitbekommen.“, kam es dann von Zayn und ich lachte.

„Zayn, ich sitze neben dir. Ich höre alles was du sagst. Und geschlafen hab ich auch nicht, weil ich nämlich, wie du ganz genau weißt, im Auto nicht schlafen kann.“, sagte ich daraufhin nur.

Das ignorierte er aber einfach.

„Du hast das nur nicht gehört, weil du so damit beschäftigt warst, in dieses Buch zu schreiben. Was sind das überhaupt für neue Sitten? Tagebuch schreiben? Was kommt als nächstes? Gedichte?“
Darauf ging ich nicht ein, er wollte einfach nur vom Thema ablenken. Aber nicht mit mir.

Ich rollte mit den Augen und meinte dann etwas zu laut: „Sag doch einfach, wenn ihr streitet!“

„Wir streiten nicht!“, sagte Zayn bloß, drückte den aufgebrauchten Zigarettenstummel aus, warf in den Müll, drehte sich dann einfach um und ging zum Auto zurück. Mich lies er einfach so stehen.

Jetzt hat er sich Kopfhörer aufgesetzt und schweigt nicht nur Liam an, sondern auch mich.
Super, das kann ja ein lustiger Urlaub werden!
Warum genau bin ich nochmal in dieses Auto eingestiegen?
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