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Silver Moon over Alaska

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Romance / P18 / Het
Kimball Cho OC (Own Character) Patrick Jane Teresa Lisbon
15.01.2022
23.01.2022
3
9.873
 
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3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
15.01.2022 2.592
 
Die Idee zu dieser Geschichte entstand aus einem der unzähligen Gespräche, die ich mit meiner lieben Freundin Kathi aka Soleleone, geführt habe. Und da sowohl sie, als auch ich nicht so recht mit unseren Hauptgeschichten vorankommen, regte Kathi zu einer kleinen Fingerübung an. Wir haben beide die gleichen Vorgaben und jeder wird etwas anderes daraus machen. Heute hat mich anscheinend die Muße geküsst und heraus kam das erste Kapitel.

Ich bin nicht so die Triggerwarnerin, aber falls ihr ganz sensible Gemüter seid, wäre es besser die Geschichte nicht zu lesen. Deswegen ist sie diesmal auch ab 18.

Viel Spaß beim Lesen

Mary

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Kenai-Fjords-Nationalpark, Alaska

Es war bitterkalt als Leroy John in dieser Nacht erwachte. Er fröstelte und versuchte die viel zu dünne Decke noch enger um sich zu schlingen. Aber es half nichts, die Kälte hatte sich bis zu seinen Knochen durchgefressen und machte sich in seinem Innersten breit. Er hatte wieder Hunger.

Nicht den normalen Hunger den wir alle kennen und der mit Essen zu stillen ist. Sondern den Hunger nach Blut, nach Sex und nach Macht. Es war aber nicht der Machthunger, wie man ihn von Politikern oder Geschäftsführern kennt, sondern er wollte Macht über das Leben und Sterben anderer Menschen ausüben, deswegen hatte er sich entschieden aus dem System auszusteigen.

Er richtete sich auf und tastete nach dem Feuerzeug. Es lag direkt neben der Kerze auf einem Baumstumpf. Mit einiger Mühe konnte er die Flamme entfachen, seine Hand war vor Kälte steif und schmerzte, so wie der Rest seines Körpers. Diese Schmerzen habe ich der verdammten FBI-Schlampe zu verdanken. Sie ist daran Schuld dass ich meinen Wohnwagen verlassen musste und nun hier vor mich hin vegetiere.

Endlich hatte er es geschafft: Eine kleine Flamme fraß sich den Docht entlang und begann sich vom Wachs zu nähren um kurz darauf den Raum etwas zu erhellen. Raum. Eine übertriebene Bezeichnung für diese Hütte.

Die Flamme flackerte munter vor sich hin und verströmte den Geruch von Kindheit, Weihnachten, Harmonie. Die verfickte, heile Welt aus der er kam. „Kerzen sind verlogen“, murmelt er bitter vor sich hin, „die Wahrheit kommt erst bei Tag ans Licht.“ Unwillkürlich musste er an seine Mutter denken, schüttelt den Gedanken aber wieder ab. Seine Mutter war eine alte Frau als sie mit ihm schwanger wurde. Von ihrem noch älteren Mann. In vitro, weil ihre Eizellen nichts taugten. So gesehen kannte er seine leibliche Mutter gar nicht. Wurde stattdessen in einem verwelkten Leib ausgetragen. Hatte Glück gesund auf die Welt zu kommen, per Kaiserschnitt, als Frühchen, weil der abgewrackte Körper seiner Mutter die Schwangerschaft nicht bis zum Ende bringen konnte.

Glück? Es hat lange gedauert bis ich meine persönliche Form des Glücks gefunden hatte. Leroy John kicherte leise. Nach vier Wochen Brutkasten und zwei weiteren auf der Neugeborenenstation, kam er in die Hölle. Eine Villa mit einer Hausangestellten und der meterdicken Schicht verstaubter Moral, unter der er von nun an zu ersticken drohte.

Drei Monate zuvor

FBI, Austin

„Er ist uns entwischt“, stellte Cho nüchtern fest. „Vermutlich hat er das Land verlassen. Wir gehen davon aus, dass er sich in Alaska aufhält. Der Kontakt zu den Behörden ist schwierig. Aber wir sind dran.“

„Na gut, Cho“, entgegnete Abbott, „bleiben Sie hartnäckig, wenn es nicht anders geht stellen wir ein Special Team zusammen um die Ratte zu finden.“

„Ich melde mich freiwillig“, antwortete Cho mit einem ungewohnten Anflug von Leidenschaft.

„Nachvollziehbar, aber ich bin mir nicht sicher ob das eine gute Idee ist.“

„Ich kann das trennen.“

„Sind die sicher?“

„Ja.“

Abbott sah in eindringlich an und suchte nach Anzeichen von Unsicherheit im Pokerface seines Agents.

„Nun gut, ich denke darüber nach. Wie geht es Lisbon?“

„Den Umständen entsprechend. Sie hatte viel Glück.“

„… und Vega?“

Cho musste schwer schlucken. „Unverändert. Sie atmet inzwischen selbstständig.“

„Persönliche Gefühle und übertriebener Ehrgeiz trüben den Verstand. Das ist Ihnen hoffentlich klar?“

„Glasklar.“

„Das war alles Agent, wir reden morgen weiter. Halten Sie mich auf dem Laufenden.“

„Ja, Sir.“

Cho verließ das Büro und steuerte Wylies Schreibtisch an.

„Was haben Sie?“

„Ich konnte seine Spur bis Anchorage nachverfolgen. Dort wird es schwierig. Die State Troopers sind alles andere als kooperativ.“

„Wir müssen vor Ort ermitteln.“

„Was sagt Abbott?“

„Er will bis morgen warten.“

„Bis morgen?“, ereiferte sich Wylie, „Laut Statistik verringert sich die Chance einen Flüchtigen zu erwischen täglich um 2 Prozent! Wir müssen handeln. In zehn Stunden könnten wir in Anchorage sein.“

„Wir? Sie wollen mit?“

„Ja …“, entgegnete Wylie schwach.

„Ich weiß Ihr Engagement zu schätzen. Aber Sie sollten in der Nähe sein wenn Vega aufwacht.“

„… und was wenn nicht?“ Dem jungen Analysten stiegen bei dem Gedanken Tränen in die Augen.

„Sie wird aufwachen, da bin ich mir ganz sicher. Und wir brauchen einen fähigen Mann, der alles koordiniert.“

Lisbons Haus, Austin

„Kann ich dir noch etwas bringen, Darling?“

„Nein es ist okay, ich bin kein rohes Ei.“

„Hast du noch starke Schmerzen?“

„Fast gar nicht mehr, danke Marcus.“

„Dann lasse ich dich jetzt alleine, auch wenn es mir schwer fällt.“

„Das ist schon in Ordnung, ich komm klar.“

Sie lächelte ihn an und er küsste sie zum Abschied.

„Pass auf dich auf …“

„Pike!“

„Ja, ja, ich gehe schon.“

Ächzend erhob sich Teresa von der Couch, die Prellungen machten ihr zu schaffen. Sie schleppte sich ins Bad und sah prüfend in den Spiegel. Das Hämatom am Jochbein zeigte sich erst jetzt in voller Pracht. Seufzend griff sie zu ihrem Make Up und kaschierte die Blessuren. Sie wusste wieviel Glück sie hatte. Vega lag seit fünf Tagen mit einer schweren Hirnprellung im Koma. Niemand konnte sagen wann oder ob sie überhaupt erwachen würde. Auch war unklar ob mit bleibenden Schäden zu rechnen war. Die Explosion hatte sie mit voller Wucht zurückgeworfen, so dass ihr Kopf gegen das Einsatzfahrzeug geschmettert wurde. Lisbon war gerade ausgestiegen und bekam die Wagentür und ein paar umherfliegende Trümmerteile ab. Ihr ganzer Körper schmerzte und die Rippenprellung schränkte ihre Atmung ein, aber immerhin war nichts gebrochen. Jane saß noch im Wagen. Sein Glück, denn bis auf ein mildes Knalltrauma und einen leichten Schock ging es ihm gut. Von Brewster fehlte jede Spur. Die Tatortsicherung konnte jedenfalls keine Leichenteile aus den Trümmern des Wohnwagens bergen.

Sie wollten Leroy John Brewster alias LJ einen Überraschungsbesuch abstatten. Seit Monaten waren sie ihm auf der Spur. Er stand im dringenden Verdacht alleinstehende Frauen in den Zwanzigern erst vergewaltigt, dann ermordet zu haben.

Der Sectio-Killer wie er bis dahin genannt wurde, ging jedes Mal gleich vor: Er beschattete seine Opfer einige Zeit um ihre Gewohnheiten zu studieren. Wenn er sich in Sicherheit wähnte brach er bei ihnen ein und überraschte sie im Schlaf. Er betäubte die Frauen, verging sich mehrfach an ihnen und sezierte ihnen die Gebärmutter aus dem Leib. Sein geschicktes Vorgehen, ließ vermuten, dass er mit dem Skalpell umgehen konnte. Doch er setze die Schnitte jedesmal so, dass seine Opfer allesamt verbluteten. Bis auf ein Mal: Scheinbar war er über die Jahre nachlässig geworden, denn Mary Sue überlebte seinen Eingriff und konnte von ihrer Mitbewohnerin gerettet werden. Ein Fehler der niemals an die Öffentlichkeit kam. Mit der Beschreibung der jungen Frau kamen sie auf Leroy John Brewster, einem Eremiten, der in der Einsamkeit der Wälder nahe der kanadischen Grenze lebte. Um seinen Wohnwagen zu finden vergingen seit LJs Fauxpas einige Tage. Natürlich war es wieder Jane, der den entscheidenden Hinweis lieferte.

Manchmal war es gruselig, wie er sich in die Psyche von Perversen und Serienkillern einfühlen konnte. Aber eins musste man ihm lassen: Mit den Jahren wurde er immer präziser und kaltblütiger was seine Vorgehensweisen betraf: je abartiger der Täter, desto mehr morbiden Spaß schien ihm die Aufklärung zu bereiten. Dennoch glitt Teresa ein Lächeln über die Lippen als sie an ihn dachte, sie waren ein Dream-Team bis er für lange Zeit einfach von der Bildfläche verschwand. Als sie sich endlich wiedersahen wusste sie erst gar nicht was sie fühlen sollte. Er wirkte so fremd, ganz anders als in ihrer idealisierten Erinnerung und den unzähligen Träumen, die sie von ihm geträumt hatte. Ein paar Falten waren hinzugekommen und die Weste fehlte. Dabei gehörte sie so zu ihm, wie seine blonden Locken und seine Vorliebe für Klassiker. Doch schon nach dem ersten Schlagabtausch fühlte es sich an wie nach Hause kommen. Er umarmte sie und ein warmes Gefühl stieg in ihr auf während sie seinen wunderbaren Duft tief einatmete. Dieser Gedanke brachte sie zum Grinsen.

„Schluss jetzt Lisbon“, ermahnte sie sich, „das ist Vergangenheit, du bist jetzt mit Marcus zusammen und so soll es auch bleiben. Jane ist ein notorischer Spieler. Er spielt mit allem was ihm Vergnügen bereitet, leider auch mit den Gefühlen seiner engsten Vertrauten, was sich wahrscheinlich niemals ändern wird. Ich brauche einen soliden, verlässlichen Partner, mit dem ich eine Familie gründen werde. Ich habe nicht ewig Zeit auf etwas zu hoffen, was wahrscheinlich nie eintreten wird. Und selbst wenn … was wenn ihm nach ein paar Monaten langweilig wird?“

Sie seufzte und angelte sich einen Blazer aus dem Schrank. Mit schmerzverzerrtem Gesicht zog sie ihn langsam über und machte sich auf die Suche nach ihren Autoschlüsseln. Sie lagen nicht wie immer auf der Konsole neben der Haustür, sondern in der Küche, neben der Box mit den Scherben von Janes geliebter Teetasse, die sie bei Gelegenheit zusammenkleben wollte. Sie war vor Jahren bei der Säuberungsaktion im CBI zu Bruch gegangen Komisch, wie sind sie dahin geraten? Ich kann mich nicht daran erinnern. Sie schüttelte den Kopf. Aber es ist so viel in den letzten Tagen passiert, da kann sowas schon einmal vorkommen.

Letztens hatte Marcus gefragt was in der Box sei. „Nichts weiter“, hatte sie gelogen, „das ist noch Kleinkram aus dem CBI. Werde ich mir demnächst durchsehen und wahrscheinlich wegwerfen.“

Natürlich würde sie das nicht tun, irgendwie wäre es Verrat gewesen. So als würde sie Jane aus ihrem Leben werfen. Falls Marcus heimlich einen Blick in die Schachtel riskiert hätte, wäre er bestimmt sehr verwundert gewesen. Möglicherweise hätte er sogar ein wenig an ihrem Verstand gezweifelt oder sie für verschroben gehalten.

Doch sie war sich sicher, das Marcus das nie tun würde, denn er war ehrlich und würde nie etwas hinter ihrem Rücken tun. Männern wie ihm konnte man vertrauen und man wusste immer woran man bei ihnen war.

Erneut seufzend verließ sie das Haus.

General Hospital, Austin

Jane saß mit dem Rücken zu ihr auf einem Besucherstuhl und las Vega extrem laut aus einem seiner Bücher vor. Scheinbar hatte er sie nicht hereinkommen gehört. „Gibt es etwas Neues?“, fragte sie, immer noch im Türrahmen stehend. Das Knalltrauma ist wohl schlimmer als angenommen. Er hört mich nicht. Sie trat direkt hinter ihn und legte ihre Hand auf seine Schulter, was in furchtbar zusammenzucken ließ. „Um Himmels Willen, Lisbon! Wollen Sie mich umbringen? Sie hätten sich vorher bemerkbar machen können.“ „Das habe ich versucht, Sie haben mich aber nicht gehört“, entgegnete sie diesmal so, wie man eben mit Schwerhörigen sprach. „So brüllen Sie mich doch nicht so an, ich habe Ihnen nichts getan“, schrie er ihr ins Gesicht. Lisbon verdrehte ihre Augen. Das ist ja schlimmer wie damals, als er erblindet war. Der Mann ist einfach anstrengend. Sein pikierter Blick bestätigte ihr wieder einmal wie gut sie es mit Pike getroffen hatte.

„Jane, wie lange sind sie schon hier?“, diesmal wählte sie einen sanfteren Ton. „Häh?“ „Ach wissen Sie was? Sie können mich mal!“ Teresa hatte die Schnauze voll. Und er grinste wiedermal sein unverschämtes Grinsen. „Nichts lieber als das.“ Irritiert sah sie ihn an. Was sollte das nun wieder? „Na na na, Lisbon, nicht das was sie denken.“ Er hatte es geschafft, sie lief knallrot an wurde noch wütender. „Sie sind geschmacklos Jane, wir befinden uns im Krankenzimmer unserer schwer verletzten Kollegin und sie haben nichts besseres zu tun als … als …“ Ihr fiel beim besten Willen keine geeigneten Worte ein um den Satz zu beenden.

„… als den Menschen, der mir am nächsten steht aufzuziehen?“ Das Grinsen war aus seinem Gesicht verschwunden und er sah sie ernst an. „Es tut mir leid Lisbon, ich wollte sie nicht provozieren.“ „Was Ihnen wiedermal bestens gelungen ist.“ Die schlagfertige Antwort, die ihm auf der Zunge lag verkniff er sich lieber.

„Ich habe mir einiges über Komastimulationstherapie angelesen und versuche zusammen mit Cho und Wylie Vega wieder zurückzuholen.“ Sein Themenwechsel nahm Lisbon erfolgreich den Wind aus den Segeln. „Was ist das?“, fragte sie interessiert nach. „Durch verschiedenartige auditive, sensorische, olfaktorische und kinästhetische Reize versuchen wir ihre Gehirnregionen zu stimulieren. Die Ärzte sagen, dass sie theoretisch aufwachen könnte, aber irgendetwas scheint sie daran zu hindern.“ „Das leuchtet mir ein, aber warum sollte sie nicht aufwachen wollen?“ „Das kann niemand genau sagen, die Gründe können vielfältig sein.“ „Und nun lesen Sie ihr vor?“ „Ja, aber nicht nur das, wir versuchen es auch mit Gerüchen, Bewegungen und sanften sensorischen Reizen.“ „Und die wären?“

„Schließen Sie die Augen.“ „Warum sollte ich?“ „Weil ich es Ihnen sage.“ „Ich denke gar nicht daran.“ „Sie wollten wissen wie es funktioniert also schließen Sie Ihre Augen.“ „Na gut.“ „Aber vorher setzen Sie sich besser, ich will schließlich nicht, dass Ihnen schwindelig wird.“ Jane bedeutete ihr sich auf dem Besucherstuhl niederzulassen, den er etwas vom Bett abgerückt hatte. Lisbon nahm Platz und schloss die Augen. „Seien Sie aber vorsichtig …“ „… ich bin immer vorsichtig, besonders bei Ihnen. Und das soll jetzt keine Provokation sein. Ich weiß doch, dass sie noch starke Schmerzen haben.“ Den darauf folgenden Protest erstickte er im Keim, indem er beruhigend die Hand auf ihren Unterarm legte. „Sie können mir nichts vormachen, nicht nach all den Jahren“, raunte er sanft, gefährlich nahe an ihrem Ohr. Ihr wird warm und kalt gleichzeitig und die feinen Härchen auf ihren Unterarmen stellten sich auf.

Kurz drauf spürte sie einen leichten Luftzug an ihrem Gesicht und der blumige Geruch von Vegas Parfüm stieg in ihre Nase. Leicht und locker, wie eine Sommerbrise. „Olfaktorisch.“ Danach trat Jane hinter sie und wog vorsichtig ihren Körper hin und her. „Kinästhetisch.“

Kurz darauf ging er vor ihr in die Hocke und etwas weiches strich erst sanft über ihre Wange, dann über das gesamte Gesicht. „Sensorisch. Sie können die Augen wieder öffnen.“ Sie blickte in zwei wasserblaue Augen, die sie erwartungsvoll ansahen, während seine Hände auf ihren Knien ruhten um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Teresa rutschte das Herz in die Hose. Sie räusperte sich um das, was auch immer es war, zu unterbrechen.

„Was war das?“ „Was meinen Sie?“ Jane fiel es sichtlich schwer sich von ihr zu lösen. „Ehm, das Ding mit dem Sie mir im Gesicht rumgewedelt haben.“ „Rumgewedelt? … Ach so, sie meinen den Pinsel.“ Er hielt einen MakeUp-Pinsel hoch und grinste ein wenig verlegen. „War es zu fest? Habe ich Ihnen weh getan?“ „ …ehm, nein, nein, danke für die Vorführung, ich weiß jetzt worum es geht“, lenkte sie hastig ab. Ich muss hier raus, so schnell wie möglich. Wir? Zusammen? In einem Raum? Funktioniert nicht.

„Ich wollte eigentlich nur wissen ob es Vega gut geht. Und das weiß ich jetzt.“ „Alles okay, Lisbon?“ „Ich sollte jetzt gehen, sagen Sie Vega einen Gruß von mir.“ Ja, diese Worte ergaben keinen Sinn, aber das merkte sie in dem Moment nicht. Sie stand hektisch auf und eilte Richtung Tür, wo sie sich noch einmal kurz umdrehte und Jane ein flüchtiges „Wir sehen uns“, zukommen ließ um dann den Raum fluchtartig zu verlassen.

Der Zurückgelassene starrte minutenlang die verschlossene Tür an und versuchte zu verstehen was eben geschehen war. Mit ihr. Mit ihm. Mit ihnen beiden. Verwirrt strich er sich durch das Haar und überlegte kurzfristig ob er hinter ihr her laufen sollte, entschied sich aber dagegen
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