Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Newt: Mein Leben und ich - Das Labyrinth

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Action / P12 / Gen
Brenda Minho Newt Sonya Teresa Agnes Thomas
14.01.2022
01.05.2022
4
5.072
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.01.2022 1.732
 
Hustend und gleichzeitig nach Luftschnappend wache ich auf. Als sich wieder genug Luft in meinen Lungen Befindet sehe ich mich panisch um. Wo bin ich? Was mache ich hier? Und wie zum Teufel bin ich hier gelandet? Das ist das erste was mir durch den Kopf schießt als ich merke das es um mich herum stockdunkel ist, und ich nicht weiß wo bin. Da ich noch nicht einmal meine Hand vor Augen sehe, als ich sie hoch hebe, taste ich mich mit wachsender Panik um. Unter mir ist anscheinend ein Metallgitter und als ich mich auf allen vieren vorsichtig nach vorne bewege stoße ich auch hier kurz darauf an eines. Langsam ziehe ich mich daran hoch, doch grade als ich stehe geht mit einem Metallischenächzen und quietschen ein Ruck durch den Boden und ich falle hin.

Wieder auf allen vieren merke ich das sich der Boden Langsam nach oben zu bewegen scheint. Mein Verdacht bestätigt sich, als über mir grellweiß leuchtende Lichter an gehen, sich langsam auf mich zu bewegen und dann unter mir verschwinden. Ich sehe ihnen nach und kann geradenoch so den Boden unter mir erkennen, doch kurz darauf ist er in der Dunkelheit verschwunden. Jetzt ziehen die Lichter immer schneller an mir vorbei und auch die Geräusche nehmen zu. Was am Anfang noch ein leises ruckeln war, wird immer lauter und auch ein scheppern und mechanisches summen kommt dazu.

Jetzt wo es auch immer kurz hell ist kann ich mich auch einigermaßen gut umsehen. Mit dem Gitterboden hatte ich recht und auch mit der Gitterwand vor mir, doch auch links, rechts, hinter- und über mir befinden sich solche Gitter. An der Wand hinter- und rechts von mir stapeln sich Kisten bis unter die Decke, die etwa zwei Meter über mir ist. Aus ein paar von diesen Kisten kommen Tierische Geräusche, was mir irgendwie angst macht. Alles in allem sieht es so aus, als wäre ich mit Gott weiß was, in einem nicht sehr stabilen Transportaufzug, der mit inzwischen halsbrecherischem Tempo in die Höhe scheißt, auf Gott weiß was zu!

"Scheiße!",entfährt es mir und ich springe auf.
"Hilfe! Hilfe! Ist da jemand! Helft mir doch!", noch panischer als ich ohne hin schon bin, fange ich an um Hilfe zu schreien und rüttele an einer der Wände. Doch ich bekomme keine Antwort, woher auch? Ich bin vorkommen alleine. Trotzdem rufe ich weiter und drehe mich zur nächsten Wand um, da diese hier nicht nachgeben zu scheint. War die Wand gegenüber von mir nicht grade eben noch weiter weg? Hastig sehe ich mich um. Irgendwie sind alle vier Wände näher als gerade eben und sie scheinen noch näher zu kommen. Auch als ich nach oben schaue ist die Decke ein erhebliches Stück näher als gerade eben!
"Hilfe! Hiilfee! Hört mich den keiner! Hilfe!", rufe ich nun wirklich am Durchdrehen. Doch auch diesmal antwortet niemand. Mit den Nervenam Ende rolle ich mich auf dem Boden zusammen und fangean zu weinen. Wann nur hört dieser Albtraum auf?

Irgendwann später, mein Zeitgefühl hat sich zusammen mit meinem Sicherheitsgefühl in Luftaufgelöst, ertönt plötzlich ein ohrenbetäubendes Warnsignal. Was ist das?! Erschrocken schaue ich nach oben, nur neben bei bemerke ich das die Wände und die Decke wieder an ihren alten Plätzen sind, worüber ich mich allerdings nicht wirklich freuen kann, da etwa 50 Meter über mir rote Lichterblinken und so eine massive Betonwand beleuchten, worauf der Aufzug mit nicht langsam werdender Geschwindigkeit unaufhaltsam darauf zurast! Das wars', das ist mein tot!, kann ich gerade noch denken, da macht der Aufzug so eine Vollbremsung das mein Kopf mit solch einer Wucht auf den Boden schlägt, dass mir hören und sehen vergeht.

Erschrocken halte ich meinen Kopf als kurz darauf stechende Kopfschmerzen darin explodieren. Als ich mich wieder halbwegs erholt habe, sehe ich das die Betonwand weg ist und an deren Stelle eine Art Deckel liegt. Plötzlich höre ich von irgendwo über mir her Stimmen. Verdammt, was werden die mit mir machen wen sie mich hier finden?! Ich darf sicher nicht hier sein! Panisch sehe ich mich nach einem Versteck um und sehe eine Stoffdecke die bei der Vollbremsung wohl verrutscht sein muss. Schnell quetsche ich mich in einer der Ecken zwischen Kiste und Metallgitter und ziehe die Decke gerade noch rechtzeitig über mich, den in diesem Moment wird der Deckel weggeschoben und gleißendes Sonnenlicht Flutet den Transportaufzug. Reflexartig kneife ich meine Augen zusammen, doch es ist zu spät und ich sehe lauter bunte tanzende Flecken die meinen Kopfschmerzen gehörig auf die Nerven gehen!

"Hä? Wo zum Klonk ist denn der neue Frischling?", höre ich eine laute Stimme sagen und dann ein knall, so als ob jemand in den Aufzug gesprungen ist. Mein Verdacht bestätigt sich als ich durch einen Spalt von Kiste und Stoff schaue und sich meine Augen halbwegs an das Licht gewöhnt haben. Ich sehe einen etwa 15 Jahre alten Asiaten, der sich suchend in dem Transportaufzug umsieht. Durch sein enganliegendes Hemd das er bis über die Ellenbogen hoch geschoben hat, sehe ich das er gut gebaut ist und einige Muskeln hat.

"Vielleicht war ich ja der Letzte?" Ruft ein anderer Junge von oben den ich aber nicht richtig sehen kann, da er genau neben der Sonne steht.
"Quatsch, wahrscheinlich hat er sich nur versteckt! Guck mal bei den Kisten nach Minho." Sagt nun ein dunkelhäutiger Junge. Scheiße! Ich muss irgendwas machen sonst entdecken sie mich! Hier bleiben und darauf hoffen, dass sie mich übersehen kann ich nicht riskieren, also kommt nur noch wegrennen in Frage, aber wie? Da oben stehen etwa fünf Jungs die wahrscheinlich alles dafür tun damit ich hier bleibe, wo auch immer hier ist, ganz zu schweigen von diesem Minho der mit mir im Aufzug ist! Außerdem muss ich noch die zwei Meter aus diesem Dämlichen Kasten hier raus!

"Guck mal da bei der Stoffdecke nach" sagt wieder der dunkelhäutige Junge und dieser Minho kommt auf mich zu. Okay, entweder jetzt oder nie! Blitzschnell springe ich unter der Decke hervor und hechte nach vorne, der Junge stößt einen Fluch aus und versucht mich fest zuhalten, doch ich bin schneller und boxe im in den Bauch. Der Junge krümmt sich und flucht nun noch mehr. Ich achte nicht weiter auf ihn, denn die anderen Jungs werden sich bald von ihrem Schock erholen. Also nehme ich so fiel es eben geht Anlauf und springe an der gegenüberliegenden Wand hoch, halte mich fest und ziehe mich dann endgültig raus.

Oben angekommen laufe ich ein paar Schritte dann bleibe ich stehen und sehe mich um. Wie es scheint bin ich von vier ungefähr 100 Meter hohen Mauern umgeben, wobei bei einer von ihnen eine Art Durchgang ist, der sonst wo hinführt. Sollen die Mauern uns hier drinnen beschützen, oder die da draußen? Keine Ahnung, das würde ich wohl noch raus finden. Das nächste was mir auffällt ist das das hier, eine Art große Lichtung ist, die komplett mit Gras bewachsen ist und in einer Ecke ein kleiner Wald steht. Hier hätte ein kleines Dorf rein gepasst, doch hier steht nur ein schäbiges kleines Haus, das aussieht als könnte es eine Renovierung samt Anstrich gut gebrauchen!

Sowie es scheint gibt es mehrere Möglichkeiten wo ich hin kann: Das Haus, der Ausgang und der Wald. Im Haus würden sie mich allerdings nach kurzer Zeit finden und da könnten noch andere Menschen sein. Der Ausgang ist nach näherem überlegen auch eine schlechte Idee, da ich nicht weiß wo er hinführt und ich weder Essen noch Trinken bei mir habe. Also bleibt nur noch der Wald. Er ist groß genug damit ich mich da ein zwei Tage verstecken kann und an Essen und Trinken würde ich hier auch kommen.

Das alles hatte ich in ungefähr drei Sekunden gedacht und so lange hatten auch die Jungs gebraucht um sich von dem Schock zu erholen.
"Minho du Neppdepp!", "lasst ihn nicht entkommen!", "hey, bleib stehen!", rufen sie hinter mir. Ich drehe mich kurz zu ihnen um und sehe das fast alle Jungs auf mich zu rennen. Schnell drehe ich mich wieder nach vorne und sprinte auf den Wald zu.

Als ich am Waldrand ankomme renne ich einfach weiter, ich springe über größere Hindernisse am Boden und bücke mich, wenn die Äste von den Bäumen zu tief hängen. Plötzlich versperrt mir eingroßer Busch den Weg, doch ich denke nicht lange darüber nach, sondern quetsche mich einfach hindurch. Als ich auf der anderen Seite rauskomme, habe ich einige schrammen und Kratzer. Ich will gerade weiter laufen, als ich merke das hier die Mauer ist, die hier einer der vier Ecken bildet und mir somit den Weg versperrt. In der Hoffnung das die Jungs mich nicht finden setze ich mich angespannt mit dem Rücken zur Mauer, jeder Zeit bereit um weg zu rennen, oder mich zu verteidigen. Und tatsächlich, nach etwa einer halben Minute höre ich Schritte jenseits des Busches.

"Frischling! Wo bist du? Komm raus, wir tuhen dir nichts, versprochen!", höre ich die Stimme von dem dunkelhäutigen Jungen, doch ich bleibe sitzen. Kurz darauf entfernen sich seine Schritte und ich atme erleichtert aus. Erst jetzt merke ich das ich die Luft angehalten habe und jetzt wo ich auch meine Muskeln nicht mehr anspanne zittere ich am ganzen Körper. Meine Kopfschmerzen sind ebenfalls zurück, zwar nicht so stark, aber immer noch ein stetiges pochen im Hinterkopf. Ich schlinge meine Arme um meine Beine und vergrabe meinen Kopf in ihnen. Wo zum Klonk bin ich? Klonk, wo kommt dieses Wort her und woher kenne ich es? Ich weiß es nicht.

"Scheiße!", entfährt es mir als ich merke das ich mich an nichts erinnern kann und damit meine ich an wirklich gar nichts! Nicht wo ich herkomme, nicht an meine Familie, nicht an meinen Geburtstag, nicht wie Alt ich bin, auch nicht wie ich aussehe, ich kann mich einfach an gar nichts was mich, oder meine Vergangenheit betrifft erinnern, noch nicht einmal an so etwas Simples wie meinen Namen! Ich weiß nicht warum mir das jetzt in den Kopf kommt und nicht schon vorhin im Transportaufzug, aber jetzt schlägt mir die Erkenntnis mit so eine Wucht ins Gesicht das ich am liebsten schreien möchte. Doch das würde die anderen gerade Wegs zu mir führen, deshalb rolle ich mich einfach nur auf dem Boden zusammen und weine mich in den Schlaf.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast