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Neubeginn

von Luna312
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Arya Eragon Nasuada OC (Own Character) Roran
13.01.2022
27.01.2022
4
4.936
1
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15.01.2022 1.024
 
Niemand bemerkte, dass Arya immer mehr Kraft verlor. Das lag auch daran, dass Arya sich immer mehr zurückzog, auch vor Fìrnen. Dem gefiel das natürlich überhaupt nicht, denn er fühlte, dass seine Reiterin immer hoffnungsloser und trauriger wurde, doch statt sich ihm anzuvertrauen verschloss Arya sich vor Fìrnen. Und dann, ein dreiviertel Jahr nach Eragons Aufbruch, ließ ein Ereignis im Rat Arya zusammenbrechen.
Arya lag in ihrem Bett und starrte an die Decke. Eigentlich war es schon längst Zeit zum Aufstehen, doch sie hatte noch nicht die Kraft dazu gefunden, sich zu einer neuen Diskussion im Rat ein zu finden. Es würde sich ja sowieso nichts ändern. "Arya, du musst aufstehen, der Rat wartet schon!" Schnell unterdrückte Arya ihre Gefühle, damit ihr Drache nicht sah, wie es wirklich in ihr aussah. Dann stand sie auf und zog sich an. Als sie in den Beratungsraum eilte, sah sie, daß einige der Elfen um Daethedr sie gehässig anstarrten als sie zu ihrem Platz am Kopfende der Tafel Schritt. Dann begann die Diskussion darüber, welche der alten Elfensiedlungen, die noch aus der Zeit vor Galbathorix über waren, neu besiedeln werden sollte. Die ganze Zeit über waren Daethedr und seine Leute verdächtig still. Arya selbst beteiligte sich nur wenig an der Diskussion, denn sie befand sich in einem Kampf mit sich selbst. Sie fragte sich seit einiger Zeit, ob sie das richtige getan hatte, als sie Eragon verließ und Königin der Elfen wurde. Und doch hatte sie das nur getan, weil sie glaubte, dass sie ihrem Volk nur so am besten dienen könnte. Doch nun war sie sich nicht mehr so sicher. Arya merkte immer wieder, dass jede Besprechung mit dem Rat sie immer näher an den Zusammenbruch führte. Oft war es so, dass es immer sehr knapp war und sie sofort nach der Verhandlung in ihr Bett sank, und es nicht schaffte wieder aufzustehen und nur mit Mühe und Not die Tränen zurück hielt. Heute spürte sie, dass ihre Kraft sie schneller verließ und sie hoffte, dass die Verhandlung bald zu Ende wäre. Auf einmal merkte sie, daß alle sie anstarrten. "Meine Königin, ist alles in Ordnung?" fragte eines der Rats Mitglieder. "Es ist alles gut. Ich war nur in Gedanken" antwortete Arya. "Also ich hatte euch gefragt, wie ihr dazu steht, die Siedlung in der Nähe von-", begann ein anderer Fürst, wurde aber unterbrochen. "Ach, das hat doch keinen Sinn!" Dieser Ausruf war von einem Anhänger Daethedrs gekommen, der sie nun gehässig ansah. "Meine Königin, ich möchte jetzt mal einen Antrag stellen." Arya schaute ihn an. Er war einer engsten Vertrauten von Fürst Daethedr und hatte schon oft Beleidigungen gegen Arya geführt, wie zum Beispiel darauf zu warten, dass sie zuerst das Begrüßungsritual durchführte. Das war ein ungeheurer Verstoß gegen die Regeln. "Und der wäre?", fragte Arya kühl und versuchte, sich zu beruhigen. Sie befürchtete, daß eine weitere provozierende Bemerkung ihre Mauern zusammenbrechen lassen würden und alle sehen könnten, wie es in ihr aussah. "Ich möchte den Antrag stellen, dass wir unsere jetzige, unfähige Königin absetzen und jemanden krönen, der sich nicht völlig dumm angestellt." Auf diesen Antrag folgte vollkommene Stille. Alle warteten darauf, wie Arya darauf reagieren würde. Sie hatte es gewusst. Ihre Mauer war eingestürzt und sie konnte ihre Verzweiflung nicht mehr zurückhalten. Sie stand auf und sagte mit tonloser Stimme:"Antrag angenommen." Dann verließ sie den Raum.


Viele versuchten, mit ihr zu reden, doch sie schloss sich in ihrem Zimmer ein. Sie merkte, dass irgendetwas in ihr zerbrochen war. Sie saß an ihrem Schreibtisch und schrieb einen Zettel an den Kronrat, damit sie wussten, wen sie als Nachfolger ausgewählt hatte. Es sollte Seran werden, ein Mitglied des Rates, etwa 50 Jahre älter als sie. Er war klug und weitsichtig und hatte gute Vorsätze. Er würde gut mit den anderen Herrschern zusammenarbeiten, da war sie sich sicher. Nachdem das erledigt war, packte sie das nodwendigste zusammen. Dann kletterte sie aus dem Fenster und sprang leichtfüßig auf den Platz vor ihrem Fenster. Dann machte sie sich auf den Weg zu Serans Haus, das aus einer großen Fichte gesungen war. Als sie klopfte öffnete Serans Gefährtin und sah sie erstaunt an. Dann führte sie dei Finger an die Lippen. Arya erwiderte den Gruß und sagte dann: " Ich muss mit Seran sprechen. Ist er da?" Seine Gefährtin nickte und ließ sie eintreten. Sie führte sie durch das Haus und brachte sie in ein gemütliches Zimmer. Seran sprang erstaunt auf und Begrüßte sie. Dann setzten sie sich. Seran sah sie an und Arya erklärte, dass sie ihn zum nächsten König aussersehen hatte. Seran war perplex und starrte sie fassungslos an. "Warun ich? Es gibt viele andere Elfen, die dafür viel besser geeignet wären." "Weil ihr das gut machen werdet, Seran. Ihr versteht, dass wir uns nicht in diesem Wald einschließen dürfen und mit den anderen Völkern zusammenarbeiten müssen. Das verstehen viele andere auch, ja, aber sie sehen nicht das große ganze. Ihr hingegen schon." "Wenn das so ist, werde ich natürlich alles in meiner Macht stehende tun." Arya nickte. Sie war zufrieden. "Dann muss ich euch jetzt verlassen." "Wenn mir die Grage erlaubt ist, wohin geht ihr?" "Ich werde mein Herz suchen." Mit diesen Worten verabschiedete Arya sich. Sie hatte sich schon mit Fìrnen verständigt und er wartete bereits auf sie. Sie kletterte auf den Sattel und verstaute ihr Gepäck in den Satteltaschen. Fìrnen hob ab und flog über Du Weldenvarden hinweg. "Wohin soll es den gehen, kleine Maus?" "Nach Osten. Immer weiter. Bis wir sie gefunden haben." "Wir werden sie finden. Ich bin froh, dass es dir wieder besser geht." Ja, es ging Arya wirklich besser. Mit jeder Meile die sie zurücklegten schöpft sie neue Kraft, denn die wusste, dass ihr Platz nicht mehr in Ellesmèra war, nein, er war im Osten. Dort wo Eragon war.


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Das war das zweite Kapitel. Ich habe die Elfen etwas zu unhöflich gemacht glaube ich. Ich hoffe, es hat euch trotzdem gefallen.
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