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Wenn Assassinen nicht schlafen können...

von myWorld23
Kurzbeschreibung
DrabbleAllgemein / P12 / Gen
Connor Kenway Evie Frye Henry Green Jacob Frye OC (Own Character)
11.01.2022
10.02.2022
4
3.980
 
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11.01.2022 1.398
 
Crawley 1852:

Ethan Frye saß auf seinem Bett und legte das Buch zur Seite, welches er bis gerade noch gelesen hatte. Seine Augen wirkten bereits träge und er gähnte ein wenig, er sollte sich wirklich angewöhnen nicht mehr so lange wach zu bleiben.

Aber dies war nicht so leicht, in Indien war es nachts nicht ganz so dunkel gewesen wie hier in Britannien. Außerdem hatte er nicht mehr so die friedliche Ruhe morgens, meist wurde er durch eins seiner Kinder geweckt. Entweder stand Evie an seinem Bett und zog an seinem Ärmel bis er aufstand oder Jacob sprang aufs Bett und warf sich auf ihn.

Er  knackte kurz mit den Knochen, blies die Kerzen aus die neben seinem Bett stand und legte sich hin. Er schloss die Augen und atmete ruhig und war bereit seinem Körper die ruhe zu geben die er nun brauchte.Jedoch war dies nicht von Dauer geprägt, schon vernahm er die leisen Schritte die näher kamen. Ethan lauschte und hatte die Hoffnung das es nur seine Vorstellung war, doch schon bald merkte er wie die Schritte immer lauter wurden und vor seinem Bett stoppten.

„Papa.“ erklang eine leise Stimme. „Papa bist du schon am schlafen?“ es war Evie die da schüchtern nach ihrem Vater verlangte. Der achtundzwanzigjährige öffnete die Augen und sah wie seine Tochter am Rand des Bettes stand und ihr Kuscheltier fest umklammerte.  

Langsam bewegte Ethan sich und das sechsjährige Mädchen ihm gegenüber wich ein kleines Stück zurück. „Was ist den los Evie ?“ fragte Ethan vorsichtig und versuchte im dunklen Raum das Gesicht des Mädchens zuerkennen. Das junge Mädchen mit den braunen Zöpfen und der kleinen Nase schaute zu Boden und schmollte ein wenig. „Ich..Ich kann nicht schlafen Papa. Da ist ein Monster in meinem Zimmer.“ entkam es Evie zögernd.

Seine Schwiegermutter hatte ihn gewarnt, die Geschwister waren es gewohnt gemeinsam in einem Raum zu schlafen und Evie würde nicht gut schlafen wenn sie getrennt waren. Aber Ethan hatte nicht gedacht das er es bereits in der ersten Woche mit den Zwillingen erleben würde.

Sicher wirkte das Haus und die ganzen Räume noch fremd für die beiden sechsjährigen. Aber es war nun mal ihr neues Zuhause und würden mit ihrem Vater hier Leben, so hatte er es sich vorgestellt als er beschlossen hatte hier her zurückzukehren.  

Ethan rieb sich ein wenig über die Augen, dann streckte er seine Arme auf um seine Tochter in eine Umarmung zu schließen. „Ach meine Kleine.“ sprach er sanft und hielt sie einen langen Moment in seinen Armen. „Soll ich mit dir zusammen danach schauen?“ erkundigte sich der braunhaarige Mann und strich sanft durch die Haare seiner Tochter. Das kleine Mädchen schniefte und drückte sich an die Brust ihres Vaters und nickte langsam.

Also erhob sich der ältere Assassine und war dabei los zu gehen und seine Tochter davon zu überzeugen das sie sicher war und nichts unter ihrem Bett oder in ihrem Zimmer war.

Doch schnell bemerkte er das seine Tochter ihm am Ärmel seines Nachthemdes fasste und daran zog. Verwundert sah er Evie an und wollte gerade Fragen was los sei, als die kleinen Finger des Mädchens auf die Kerze deuteten die neben seinem Bett stand.

„Natürlich.“ meinte Ethan sanft und verstand was das Mädchen ihm sagen wollte. Er zündete die Kerze an und nahm sie in die eine Hand, während er seine zweite ausstreckte damit Evie sich daran festzuhalten konnte. Langsam nahm die sechsjährige die Hand ihres Vaters und drückte sich schon sehr an den Körper des älteren Mannes.

Vorsichtig und leise gingen die beiden in Evie´s Zimmer welches auf der anderen Seite des Flures lag. Bereits der Weg dorthin schien das kleine Mädchen zu ängstigen, denn Ethan spürte das der Griff an seiner Hand stärker wurde. Immer mal wieder sah er auf das braunhaarige Mädchen herab und fragte sich ob es wirklich so eine gute Idee gewesen war die Zwillinge von einander zu trennen.

„ Also gut Evie dann schauen wir mal, aber ich bin mir sicher das alles in Ordnung ist.“ bot er seiner Tochter an, die zu erst auf den Schrank deutet. Ethan musste zu geben das der massive Schrank aus dunklem Eichenholz etwas einschüchtern wirkte. Evie sprang schon fast hinter den älteren Mann, als dieser den Schrank öffnete und das Innere durch den schwachen Schein der Kerze erleuchtet wurde.

„Siehst du hier ist nichts nur deine Kleidung.“ er drehte sich lächelnd zu ihr um und begab sich auf Augenhöhe mit ihr. „Kann es sein das du ein Geräusch gehört hast und du dachtest es wäre etwas hier?“ erkundigte sich Ethan und beobachtete seine Tochter wie sie ihn mit ihren blau-grünen Augen schüchtern an sah.

Doch Evie schüttelte den Kopf, sie schien immer noch Angst zu haben aber Ethan wusste nicht wo vor. Vielleicht war es ihr zu dunkel in dem Raum und sah sich um. Er machte ein paar schnelle Schritte zum Fenster und zog vorsichtig die Vorhänge auf und der Mondschein erhellte das Zimmer sofort.

Dies schien dem Mädchen sehr zu gefallen den schon konnte er die schnellen Schritte seines von ihr hören und diese versuchte sich an der Fensterbank hochzuziehen. Ethan half seiner Tochter auf die Fensterbank und erkannte die Veränderung in ihrem Gesicht. Er blies die Kerze aus und stellte sie vorsichtig an den Rand der Fensterbank.

„Schau mal Papa wie Rund der Mond ist.“ rief Evie ein wenig begeistert und deutet auf den Mond der am Himmel zu sehen war. Ethan kicherte er wenig und war auch erleichtert das seine Tochter nun keine Angst mehr hatte. „Ja das nennt man Vollmond Evie.“ erklärte er und strich sanft durch das braune Haar des kleinen Mädchens.

„Aber Wieso Vati. Wieso nennt man es Vollmond?“ fragte die sechsjährige aufgeregt und sah ihren Vater erwartungsvoll an. Dieser schüttelte den Kopf bevor er mit ruhiger Stimme antwortete. „Das weiß ich nicht meine Kleine.“ er genoss den ruhigen Moment noch eine Weile und beobachtete seine Tochter wie sie fasziniert durchs Fenster in den Himmel starte.

„Nun denkst du wir haben die Monster vertrieben die hier gewesen sind?“ fragte der braunhaarige Mann etwas belustigt und hob seine Tochter von der Fensterbank, diese hielt sich so gleich bei ihm fest und kicherte mit ihrer zarten Stimme. „Nein nicht wir, aber der Mond.“ lachte Evie und ließ sich ohne Protest von ihrem Vater zum Bett tragen.

Schnell kletterte das braunhaarige Mädchen unter ihre Bettdecke und wartete das ihr Vater sich noch auf den Bettrand setzte. Ethan tat dies auch, lehnte sich vor und gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. „Dann werde ich in Zukunft die Vorhänge auf lassen. Damit der Mond die bösen Monster verjagen kann.“ meinte er und seine Tochter nickte eifrig. „Gute Nacht Evie.“ damit stand er wieder auf und machte sich auf den Weg zurück in sein eigenes Zimmer.

„Papa?“ erklang erneut Evies Stimme ein wenig fargend und Ethan drehte sich an der Türschwelle ihres Zimmers um und sah die sechsjährige an. „Ja Evie?“ fragte er und hoffte das sie nicht viel sagen würde denn auch Ethan wollte schon längst im Bett liegen und schlafen.

„Kannst du noch bei Jacob schauen? Nicht das die Monster nun zu ihm gehen.“ bat das Mädchen und schmollte ein wenig. Ethan lächelte sanft und nickte damit seine Tochter sich wieder beruhigt hinlegen konnte. „Natürlich mache ich das Liebling, aber jetzt legt dich hin und schlaf.“ damit schloss er sanft Evies Zimmertür und lauschte einen Moment. Es war nichts zu hören und dies erleichterte den jungen Vater, nun könnte er endlich ins Bett gehen.

Doch bevor er zu seinem Zimmer zurück ging hielt er noch bei seinem Sohn. Vorsichtig öffnete er die Tür und sah in den dunkeln Raum, ganz leise bahnte er sich seinen Weg zum Bett und musste ein wenig schmunzeln bei dem Anblick den er bekam.

Sein Sohn hatte es geschafft sich einmal komplett in seinem Bett zudrehen und nun lag sein Kopf am Fußende. Sanft hob er den Jungen in seinen Arm und legte ihn wieder ordentlich in sein Bett, bevor er die Decke über ihn legte. Ein leises murmeln war von Jacob zuhören, aber es schien nicht so als ob er wach werden würde. Dann stand Ethan auf und verließ genau so leise wieder den Raum.

Schnell hatte er wieder sein Bett erreicht und legte sich selbst hin. Dieses mal blieb es still und schon spürte Ethan wie die Müdigkeit ihn überkam und er einschlief.
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