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Make me whole

von sunrise82
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / Het
10.01.2022
28.01.2022
19
22.540
13
Alle Kapitel
39 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
15.01.2022 1.188
 
Der Summer ertönt und Sunny nimmt die Treppen nach oben. Einen Aufzug gibt es hier nicht, gut das sie mit ihrem schweren Koffer nur bis in den dritten Stock muss und nicht noch weiter hoch. Es fühlt sich komisch an, sie hat die Nase voll von Männern und wohin zieht sie. In eine WG mit zwei Männern, gut ihr Cousin zählt da nicht dazu, er ist viel mehr wie ein grosser Bruder, den sie nie hatte. Liam steht breit grinsend im Türrahmen, hilft ihr aber die letzten Stufen mit ihrem Gepäck. Er sieht wie immer aus, seine Haare trägt er, als wäre er frisch aus dem Bett gestiegen. Nur das es bei ihm sehr gut aussieht.

Er ist frisch rasiert und seine grünen Augen sehen sie freudig an. Als sie im Flur stehen, nimmt Liam sie erst einmal in seine Arme zur Begrüssung „Komm ich zeige dir wo alles ist. Deine Schuhe kannst du hier ausziehen und ins Regal stellen.“ Sunny ist jetzt schon überrascht, sie hätte bereits hier im Flur Chaos erwartet. Aber nein, alles hängt oder steht fein säuberlich, wo es hin sollte. Sie folgt ihm den langen Flur entlang, ihre Mundwinkel heben sich, als sie das Wohnzimmer sieht. Welches so gar nicht rockstarmässig aussieht. Es ist gross, hat ein bequemes Sofa und Sessel und natürlich darf der grosse Fernseher nicht fehlen.

Was Sunny besonders gefällt, dass der Charakter des Gebäudes erhalten worden ist. Die gemauerten Wände sind lediglich weiss gestrichen und an den Decken verleihen Holzbalken dem ganzen Raum eine heimelige Atmosphäre. Durch einen weiteren etwas breiteren Flur gelangen sie in die Küche, die elegant vor allem in schwarzen und etwas weissen Tönen gehalten ist. Am Tisch haben gut sechs Personen Platz „Beim Kühlschrank kannst du dich gerne bedienen. Aber eben gefüllt sollte er werden… viel hat es nicht mehr drin“, er sieht sie entschuldigend an „Dann weiss ich, was ich heute noch machen werden. Einen Supermarkt habe ich bereits gesehen, als Dad mich hierher gebracht hat.“

Liam greift in eine Schublade, reicht ihr eine Art Karte, als Sunny sie betrachtet, bemerkt sie, dass es eine Kreditkarte ist „Du kannst diese nehmen, um zu bezahlen. Keine Wiederrede“, sein Blick ist durchdringend, Widerstand zwecklos „Da vorne ist ein Badezimmer, wo auch eine Waschmaschine und Trockner drin sind. Ein zweites und grösseres Bad, ist in der oberen Etage. Abschliessen musst du nicht, wenn die Tür zu ist, heisst das es ist besetzt“, okay abgespeichert, denkt sie sich. Liam führt sie weiter, öffnet eine dunkle Tür „Hier ist unser Heiligtum, das Tonstudio.“

Sunny staunt, es sieht aus wie ein zweites Wohnzimmer, sehr gemütlich. Nur halt mit vielen Instrumenten und dem ganzen anderen technischen Kram, den man braucht. Hier drin entstehen also die neuen Songs der Band. Im Gegensatz zum Rest der Wohnung, welcher Holzböden hat, hat es hier viele Teppiche, was den Raum noch wohnlicher wirken lässt. Liam holt rasch Sunnys Koffer, trägt ihn die Treppe hoch, welche unter ihren Schritten leicht knarzt. Sie fährt mit der Hand über das schwarze, hölzerne Geländer. Die Wohnung gefällt ihr jetzt schon sehr gut, sie hat einen besonderen Charme „Hier oben ist wie gesagt ein Badezimmer“, erzeigt auf eine verschlossene Tür und sie kann das Wasser rauschen hören. Da duscht wohl gerade Jay, schiesst es durch ihren Kopf.

Auf ihn ist sie schon gespannt, wie er so ist. Auf Bildern und in den Videos, wirkt er eher ruhig und ernst. Selten sieht man ihn lächelnd. Dies tut er meist nur ein wenig, wenn er in sein Gitarrenspiel vertieft ist. Ja auch wenn Sunny es nicht gerne zugibt, sie hat in den letzten Tagen mehr Videos der Band auf You Tube angesehen. Und ist fasziniert, wie nicht nur Liam, nein auch alle anderen in der Musik aufgehen. Mit Leib und Seele dabei sind, vor allem Jay scheint in seine eigene Welt abzudriften. Die Stimme ihres Cousins reist Sunny aus ihren Gedanken „Hier ist mein Zimmer, das gegenüber gehört Jay und hier ist dein Reich.“

Sunnys Augen weiten sich „Wow“, entfährt es ihr, was Liam zum Grinsen bringt. Das Zimmer hat einen hellen Holzboden, weisse Wände bis auf eine, welche dem Bett gegenüber ist. Diese wurde gelassen wie sie ist. Rote Backsteine ummauern einen Kamin. Zwei grosse Fenster lassen viel Tageslicht in den Raum „Gefällt es dir?“ Sie sieht ihn an „Gefallen ist untertrieben, es ist wunderschön. Genau wie der Rest der Wohnung. Du weisst schon, dass ich jetzt nicht mehr hier weg möchte?“ Sein Lachen erhellt den Raum „Du kannst bleiben, solange du willst Sunny.“

Sie ist mehr als glücklich und froh „Danke“, mehr bringt sie nicht heraus. Liam umarmt sie „Schon gut… danke mir nicht zu früh, wenn die Jungs alle hier sind, dann kann es halt etwas lauter werden.“ Sie lächelt „Das ist schon in Ordnung, damit kann ich leben.“ Er grinst breit „Oh… ich habe noch ganz vergessen, dir etwas zu zeigen.“, was kommt denn noch. Sie gehen zu einer Tür am Ende des Flurs, welche sie vorhin gar nicht wahrgenommen hat. Sie steigen eine etwas steilere Treppe hoch und ein weiteres Mal muss Sunny sich zusammenreissen, dass ihr der Mund nicht offen stehen bleibt „Unsere Dachterrasse“, macht Liam eine einladende Geste.

Ein Teil davon ist überdacht und was sie besonders fasziniert, es ist überall grün. Sie kommt sie vor wie in einem Garten. Gemütlich aussehende Möbel, laden zum Verweilen ein. Sunny läuft ein wenig herum, das hier lässt keinen Wunsch übrig. Vom Grill, über die Hängematte, ist alles mit dabei. Sie strahlt ihren Cousin an „Jetzt habt ihr mich für immer an der Backe.“ Liam grinst nur breit „Lass uns trotzdem wieder reingehen, unser Mitbewohner ist sicher bald fertig mit duschen, dann kann ich euch einander vorstellen.“ Auch wenn Sunny gerne noch hier oben verweilen würde und das Wetter auch passend dafür ist, die Neugier auf diesen Jay, ist dann doch grösser.

Sie gehen nach unten, da steht er in der Küche und kommt auf sie zu. Verdammt, in echt sieht er noch viel besser aus, schiesst es durch ihren Kopf. Er trägt schwarze gut sitzende Jeans, dazu ein graues Shirt, darüber ein Jeanshemd, welches er bis zu seinen Oberarmen hochgekrempelt hat. Die Sicht auf seine zahlreichen Tattoos freigeben. Er sieht durchtrainiert aus, aber nicht zu muskulös, genau Sunnys Geschmack. Aber wohin driften hier ihre Gedanken nur ab, dies ist ihr neuer Mitbewohner, mehr auch nicht. Dennoch kann sie nicht anders, als ihn weiter zu mustern, als er auf sie zukommt.

Seine braunen, dunklen Haare trägt er kurz, aber oben etwas länger, wo sie sich leicht kräuseln. Der gepflegte 7 Tagebart verleiht ihm und seinem markanten Gesicht, das gewisse Etwas. Aber das ist nichts gegen seine braunen Augen, welche sie ansehen. Auch wenn sein ganzes Äussere eher ernst und fast schon abweisend wirkt. In seinen Augen kann sie etwas ganz anderes erkennen. Diese blicken sie an, traurig und warm zugleich. Nun dreht sie hier wohl komplett durch, denkt sich Sunny. Das da ist nur ein gut aussehender Mann, der auf sie zukommt, mit einer Ausstrahlung, der seinesgleichen sucht. Und wahrscheinlich ist ihm dies noch nicht einmal bewusst. Er ist der geborene Rockstar, schiesst es durch ihren Kopf.
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