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Die schlafende Schönheit

von Daiya93
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Het
Akane Tendo Ranma Saotome
09.01.2022
06.11.2022
12
34.888
10
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Dieses Kapitel
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16.01.2022 2.804
 
Erschöpft ließ sich Akane in ihr Bett fallen. Das Gespräch mit ihrer Familie und Ranmas Vater war genauso verlaufen, wie sie es sich erwartet hatte. Zuerst waren alle kurz sprachlos gewesen, doch eben nur kurz. Ihr Vater und Herr Saotome waren sich sofort einig, dass nur Akanes Kuss Ranma wecken könnte und anschließend hörten sie schon die Hochzeitsglocken läuten. Nabiki hatte überlegt, welche Möglichkeit sich ihr nun bot, jede Menge neue Fotos zu schießen, ohne dass Ranma sich wehren konnte und Kasumi hatte einfach nur gelächelt und Tee nachgeschenkt. Zum Glück war Happosai nicht daheim gewesen, wer wusste schon, was dem alten Lustmolch einfallen würde, wenn er von Ranmas Zustand hörte.

Plötzlich saß Akane wieder kerzengerade im Bett. P-chan quiekte erschrocken und auch etwas empört über diese plötzliche Bewegung, die ihn auf den Fußboden beförderte, auf. Wenn sich Ranmas Zustand herumsprach, war Happosai vermutlich ihre geringste Sorge, es gab genug andere Rivalen, die nur auf eine solche Chance gewartet hatten und wie viele Verehrerinnen würden sich ihm nur zu gerne an den Hals schmeißen. Akane wurde schlecht, sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Erst P-chans Stupser mit seiner Nase holten sie wieder aus ihren Gedanken.

„Oh P-chan, was soll ich denn jetzt nur machen.“ Sie drückte ihr kleines Hausschwein an sich und legte sich wieder ins Bett. Für heute konnte sie wohl nichts mehr tun, sie sollte versuchen zu schlafen, vielleicht würde sich morgen alles als großer Irrtum herausstellen. Mit diesem Gedanken schlief sie schließlich ein.

Am nächsten Tag wurde Akane viel früher wach als sonst. Mit einem Schlag kamen sämtliche Erinnerungen zurück. Das alles musste einfach ein Traum gewesen sein. Sie hüpfte aus dem Bett, rannte zum Gästezimmer und öffnete mit viel Schwung die Schiebetüre in der Erwartung, Ranma schlafend auf seinem Futon vorzufinden. Doch der Futon lag unberührt auf dem Boden. Im Raum befand sich nur Herr Saotome als Panda und schnarchte seelenruhig vor sich hin. Akane ließ ihre Hände sinken und kämpfte gegen die aufkommenden Tränen an. Schließlich schloss sie den Raum leise wieder, und nachdem sie sich in ihrem Zimmer angezogen hatte, stolperte sie langsam hinunter ins Wohnzimmer. Außer Kasumi schien noch niemand auf den Beinen zu sein.

„Guten Morgen Akane, so früh schon wach?“, fragte ihre erstaunte Schwester. „Soll ich dir schon dein Frühstück richten?“ Akane verspürte eigentlich keinen Appetit, dennoch nickte sie schwach. Sie wollte sich auf keinen Fall anmerken lassen, wie sehr sie die Situation mitnahm. Schnell schlang sie ihr Frühstück hinunter, schnappte sich ihre Schultasche und wollte schon das Haus verlassen.

„Du willst jetzt schon los?“

„Ich habe heute in der Schule noch etwas zu erledigen“, versuchte sie zu erklären. Kasumi lächelte sie sanft an.

„Könntest du mir einen Gefallen tun und kurz bei Dr. Tofu reinschauen, wenn er sich in seine Arbeit kniet, vergisst er immer ordentlich zu essen, ich habe ihm eine Lunchbox zusammengestellt.“ Akane zog misstrauisch eine Augenbraue hoch, hatte Kasumi geahnt was sie vorhatte, oder wollte sie sie gar dazu bringen Ranma zu besuchen, doch sie beschloss die Sache auf sich beruhen zu lassen, schnappte sich die Lunchbox und rannte los.

Vielleicht hatte Dr. Tofu bereits eine Lösung, vielleicht war Ranma mittlerweile sogar schon wieder wach und sie machte sich völlig umsonst verrückt. Sie beschleunigte ihre Schritte nochmals. Umso näher sie die Arztpraxis kam, desto nervöser wurde sie. Vor der Eingangstür blieb sie kurz stehen, atmete tief ein und wieder aus und betrat schließlich die Praxis.

„Guten Morgen, Dr. Tofu gibt es etwas Neues?“, begrüßte sie den Arzt, welcher an seinem Schreibtisch saß. Überrascht blickte dieser auf und Akane hätte vor Schreck fast seine Lunchbox fallen lassen. Tiefe Augenringe zierten sein Gesicht.

„Dr. Tofu haben sie etwa die ganze Nacht durchgemacht?“ „Oh, ist es denn schon morgen? Ich war so in meine Bücher vertieft, da habe ich wohl die Zeit übersehen.“ Verlegen kratzte sich der Arzt am Kopf. Dann ließ er seine Hände sinken.

„Es tut mir leid Akane, ich konnte leider noch nichts finden und Ranmas Zustand ist nach wie vor unverändert, ich hätte dich heute gerne mit guten Nachrichten begrüßt.“ Akane eilte an seine Seite und stellte ihm die Lunchbox auf den Tisch.

„Machen sie sich keine Vorwürfe, ich bin mir sicher, sie haben ihr Bestes gegeben, hier, sie sollten dringend etwas essen, Kasumi hat extra für sie gekocht und dann sollten sie sich ein Nickerchen gönnen. Ich sehe nach Ranma.“ Bei der Erwähnung von Kasumi war Dr. Tofu rot angelaufen und begann unverständliches Zeug zu stottern. Akane öffnete ihm die Lunchbox, bevor er sie in seinem Liebeswahn zerstören konnte und reichte ihm die Stäbchen.

„Danke“, brachte er schließlich verlegen hervor. Akane lächelte über seine Schusseligkeit und betrat dann das Behandlungszimmer. Ranma schlief unverändert im Krankenbett. Akane holte sich einen Sessel und setzte sich zu dem schlafenden Jungen.

„Dein Paps isst dir dein ganzes Frühstück weg.“ Keine Reaktion.

„Kuno ist viel stärker als du und könnte dich ganz leicht in einem Kampf besiegen.“ Immer noch keine Reaktion.

„Happosai hat mindestens Dutzend BHs und Höschen nur für dich reserviert, er wird dir ein Teil nach dem anderen anziehen und Nabiki schießt dann tonnenweise Fotos davon.“ Doch auch diese Aussage ließ den schlafenden Jungen kalt.

„Dein Ernst?“, fragte Akane und ballte ihre Hände zu Fäusten, doch so schnell gab sie nicht auf.

„Du bist unsensibel, dämlich, nervend, egoistisch, eingebildet, arrogant, lächerlich, erbärmlich“, redete sie sich in Fahrt, sie würde ihn schon dazu bringen, endlich seine Augen zu öffnen.

„Du bist schwach, feige und pervers!!“ Nicht einmal ein Zucken vernahm sie von ihm.

„Keine Widerworte? Keine Beleidigungen? Lässt du das einfach so auf dir sitzen?“

Colognes Worte konnten unmöglich die Wahrheit sein, gab es denn wirklich nur diesen einen Weg um ihn wieder zu erwecken? Unweigerlich huschte ihr Blick zu seinen Lippen. Die Röte schoss ihr ins Gesicht. Unmöglich! Aber vielleicht…, wenn doch, … Sie rutschte etwas näher und berührte sanft seine Wange mit ihren Fingern. Seine Lippen sahen so weich aus. Sie dachte an ihren beinahe Kuss im Dojo zurück. Hätte er es durchgezogen, wären sie nicht gestört worden? Sie rutsche noch ein Stückchen näher und schloss ihre Augen. Sie tat es nur, um in wieder zu wecken richtig, es würde nichts bedeuten, aber wenn er tatsächlich erwachen würde, dann … dann …

„Akane, richte Kasumi meinen besten Dank für das Frühstück aus, es war unglaublich lecker.“ Erschrocken sprang Akane auf, sie war bestimmt rot wie eine überreife Tomate.

„Ah, ma… mach ich, klar mach ich!“, stotterte sie und versuchte ihre Atmung wieder zu beruhigen. „Alles in Ordnung?“ „Alles bestens, ich muss jetzt los in die Schule, ich komme danach noch mal vorbei.“

„In Ordnung, ich werde mich jetzt für ein kleines Schläfchen aufs Ohr hauen und danach sehe ich die restlichen Bücher durch. Wenn du nach der Schule wiederkommst, weiß ich vielleicht mehr.“

„Danke Dr. Tofu, vielen Dank.“ Akane wandte sich zum Gehen, als ihr noch etwas einfiel.

„Oh, Dr. Tofu wäre es vielleicht möglich, dass sie ein Attest ausstellen und schreiben, dass Ranma eine hochansteckende Krankheit hat und er keinen Besuch empfangen darf? Ich möchte vermeiden, dass sich sein Zustand herumspricht, es gibt einfach zu viele, die das ausnutzen würden.“ Dr. Tofu blinzelte etwas verwirrt, willigte jedoch ein und gab Akane eine schriftliche Bestätigung für die Schule mit. Damit sollte Ranma fürs Erste sicher sein. Akane setzte ihren Weg zur Schule fort. Wieder mit ihren Gedanken allein wurde ihr bewusst, was sie da gerade versucht hatte. Erneut schoss ihr die Röte ins Gesicht, war sie den von allen guten Geistern verlassen. Wie hatte sie sich nur dazu hinreißen lassen könne? Sie schüttelte ihren Kopf. Also ob ausgerechnet sie Ranmas wahre Liebe wäre. Sie hörte innerlich seine Stimme, wie er sie auslachte und damit aufzog, wie sie so etwas auch nur denken konnte. „Ranma du Trottel“, ärgerte sie sich und schlug in den nächsten Laternenpfahl. Langsam ließ sie ihre Hand sinken. Und was war mit ihr? War Ranma denn ihre wahre Liebe? Das klang völlig absurd in ihren Ohren. Okay, wenn sie ehrlich war, mochte sie Ranma mehr als sie je laut zugeben würde, aber ihre wahre Liebe… Sie versuchte den Rest des Weges an andere Dinge zu denken, aber kaum hatte sie das Schultor passiert, wurde sie mit Ranmas Abwesenheit konfrontiert.

„Guten Morgen Akane, wo ist Ranma, ihr kommt doch immer gemeinsam zur Schule?“ „Guten Morgen Akane, wo hast du denn deinen Verlobten gelassen?“ „Guten Morgen Akane, heute allein unterwegs, habt ihr euch wieder gestritten?“ Echt jetzt? Durfte sie nicht einmal mehr allein zur Schule kommen?

„Er ist krank“, gab sie jeweils als kurze Antwort und beeilte sich, in die Klasse zu kommen. Als ihr Klassenlehrer die Anwesenheit kontrollierte, erklärte sie Ranmas Abwesenheit und überreichte ihm das Attest. Dieser überflog das Schreiben und klärte die Klasse darüber auf, dass Ranma keinen Besuch empfangen durfte, da die Krankheit hoch ansteckend wäre. In der Pause wurde Akane von ihren Mitschülern belagert, alle voran von Ukyo, die ganz genau wissen wollten, was mit Ranma los war. Es war recht ungewöhnlich, dass er krank war. In der Früh hatte Akane noch gedacht, ihre Idee wäre brillant, doch nun kam sie sich mies dabei vor, ihre Mitschüler anzulügen. Sie redete sich ein, das wäre notwendig, um Ranma zu beschützen, doch konnte sie diese kleine Stimme in ihrem Kopf nicht zum Schweigen bringen, die ihr zuflüsterte, dass die eigentlichen Beweggründe egoistischer Natur waren.

Akane versuchte sich auf den Unterricht zu konzentrieren, aber ständig schweiften ihre Gedanken ab und sie konnte es kaum erwarten, das erlösende Läuten zu hören. Doch die Zeit schien gegen sie zu spielen, quälend langsam verstrichen die Sekunden und die Zeiger der Uhr schienen sie zu verspotten. Umso mehr sie diese anstarrte, desto langsamer schienen sie sich zu bewegen. Doch endlich läutete die Glocke zum Ende der letzten Stunde und bevor ihr noch irgendwelche Fragen gestellt werden konnten, hatte sie ihre Sachen gepackt und die Klasse verlassen. Die Schuhe waren schnell angezogen und erneut befand sie sich auf dem Weg zu Dr. Tofu. Er würde, er musste einfach eine Lösung gefunden haben. Obwohl sie diesmal niemanden auf ihrem Rücken trug, kam sie nur quälend langsam voran. Es war, als wären ihre Füße aus Blei. Sie hatte Angst vor dem, was sie erwartete, vor dem, was ihr Dr. Tofu sagen würde. Doch schließlich stand sie vor der Praxis, sie schickte ein letztes Stoßgebet zum Himmel, dann trat sie ein. Das Wartezimmer war leer und auch am Schreibtisch konnte sie den jungen Arzt nicht entdecken.

„Dr. Tofu sind sie da?“ Da trat der Arzt aus dem Behandlungsraum heraus, in der Hand eine dampfende Tasse Tee. Er sah wesentlich besser aus als noch in der Früh, bis auf diesen traurigen Ausdruck in seinen Augen.

„Nein“, schluckte Akane.

„Es tut mir leid, ich fürchte, gegen den Zauber bin ich machtlos. Jeder Versuch, ihn mit Gewalt aus diesem Zustand zu befreien, würde zu seinem Tod führen. Einzig der Kuss der wahren Liebe ist in der Lage, ihn zu wecken.“ Akane sackte auf ihre Knie. Das konnte nicht sein, das durfte nicht sein. Dr. Tofu kam zu ihr herüber. „Lass mich dir aufhelfen, ich mach dir erst mal auch eine Tasse Tee.“ Akane ließ sich bereitwillig mitziehen und auf einen der Stühle neben Ranmas Bett platzieren, sie bekam nur am Rande mit, wie ihr Dr. Tofu eine Tasse in die Hand drückte.

„Hör Mal Akane, ich will dich zu nichts überreden, dass dir unangenehm ist, aber ich weiß, dass Ranma und du, also das ihr, na ja, dass ihr euch gerne habt, und vielleicht wäre es wirklich ein Versuch wert, also du weißt schon“, er sah sie aufmunternd an. Es brauchte eine Weile, bis seine Worte zu ihr durchsickerten.

„Das ist … sie sehen das ganz falsch! Wir … Zwischen uns ist nichts … Und selbst wenn, hier geht es um die wahre Liebe, das ist ...“, Akane fehlten die Worte.

„Du musst es ja nicht gleich jetzt und hier versuchen, denk einfach darüber nach, weglaufen kann er dir ja nicht“, versuchte Dr. Tofu zu scherzen, doch das entlockte Akane kein Lächeln. „Ich habe Herrn Saotome angerufen, er wird bald vorbeikommen und Ranma abholen, du kannst gerne hier auf ihn warten und mit ihm gemeinsam nach Hause gehen.“ Nun sah Akane verwirrt auf. „Hier kann ich leider nichts mehr für ihn tun, sein Zustand wird unverändert bleiben, für Ranma steht die Zeit still. Der Zauber verhindert, dass er altert, abnimmt oder wächst. Wenn er wieder erwacht, wird es für ihn sein, als hätte er nur für einen Moment die Augen geschlossen.“ Zu mehr als einem Nicken, war sie nicht in der Lage. „Ich lass euch kurz allein“, damit verschwand Dr. Tofu aus dem Behandlungszimmer.

Akane nahm einen großen Schluck aus ihrer Tasse und sah dann wieder zu dem schlafenden Jungen. Trottel, Trottel, Trottel, wiederholte sie in Gedanken. „Ich habe es dir schon einmal gesagt, du vernachlässigst deine Deckung“. Sie streckte ihm die Zunge raus. „Wie konntest du dich nur so leicht von Shampoo überrumpeln lassen?“ Sie konnte ihn förmlich mit sarkastischem Unterton sagen hören, dass sie es natürlich besser gemacht hätte. „Zumindest hat mich noch niemand im Schlaf geküsst!“, konterte sie der imaginären Stimme. Wer würde auch ein Machoweib, wie sie küssen wollen, führte sie ihren Dialog mit Ranma fort. Im Normalfall wäre jetzt der Punkt erreicht, an dem sie ihm eine klatschen würde. Sie seufzte tief und trank den restlichen Tee aus.

Es dauerte nicht mehr lange, da vernahm sie die Stimme von Ranmas Vater aus dem Wartezimmer. Einige Minuten später stand er auch schon bei ihnen, er lächelte Akane kurz zu und sah dann zu Ranma. „Ach mein Sohn, was machst du nur für Sachen. Wie kannst du deiner Verlobten nur solchen Kummer bescheren, du solltest dich schämen.“ Akane wollte schon widersprechen, als sie den Blick in Herrn Saotomes Augen bemerkte. War es möglich, dass er selbst bekümmert war? Gestern noch hatte es so gewirkt, als würde er sich nicht wirklich Gedanken um Ranma machen. Nun er war immerhin sein Vater, das Ganze konnte ihn unmöglich komplett kalt lassen.

„Na dann lasst uns nach Hause gehen“, sagte er und hob seinem Sohn aus dem Bett. Akane folgte den beiden, sie verabschiedeten sich von Dr. Tofu und schritten dann schweigend nebeneinanderher. Akane wollte etwas sagen, denn die Stille fühlte sich erdrückend an, doch ihr wollte kein Gesprächsthema einfallen. Schließlich war es Ranmas Vater, der das Schweigen brach.

„Es hat also nicht funktioniert?“, die Frage kam aus heiterem Himmel und Akane verstand zuerst nicht, was er meinte, doch dann schoss es ihr ein wie ein Blitz. „Also bis jetzt hat nur Shampoo versucht ihn zu wecken, ohne Erfolg, ich… ich…“, Schuldgefühle machten sich in ihr breit, wenn auch nur die kleinste Möglichkeit bestand, sollte sie dann…. Akane konnte es nicht zu Ende denken, ihre Wangen glühten bereits wieder verdächtig. Das war einfach lächerlich, sie wusste genau, was Ranma über sie dachte. Vielleicht fühlte er ihr Gegenüber keinen Hass, fand sie möglicherweise sogar manchmal sympathisch, aber seine wahre Liebe, da lachen ja die Hühner. Unmöglich!

„Nun, es eilt ja nicht. Ein paar Tage ohne die Nervensäge kann ich mir sogar sehr entspannend vorstellen.“ Genma lachte, als hätten er einen unglaublich guten Witz erzählt. Akane rang sich ein müdes Lächeln ab.

Endlich daheim brachte Genma seinen Sohn auf ihr gemeinsames Zimmer, während sich Akane sofort in ihr Zimmer verzog. Sie pfefferte ihre Schultasche in eine Ecke des Raumes und ließ sich auf ihr Bett fallen. Wer hätte gedacht, dass sich bereits ein einziger Tag ohne Ranma so unendlich lang und fad anfühlen würde. Den ganzen Tag hatte ihr etwas gefehlt. Nun gut, wenn es ein Kuss der wahren Liebe sein musste, dann würde sie Ranmas wahre Liebe finden. Und wenn es das Letzte war, was sie tat! Nur wo zum Geier sollte sie anfangen, wer kam denn dafür infrage? Shampoo war schon einmal aus dem Rennen. Dann wären da noch Kodachi und Ukyo. Kodachi konnte sie wohl ausschließen, an solch einer Geschmacksverirrung konnte ja noch nicht einmal Ranma leiden. Doch Ukyo war vielleicht Ranmas beste Chance. Sie kannten sich immerhin schon sehr lange und es verband sie zumindest eine sehr gute Freundschaft, außerdem betonte er ja öfters, dass er Ukyo süß fand. Akanes Faust fand wie von allein ihren Weg gegen die Wand. Langsam ließ sie diese wieder sinken. Sie würde wohl oder übel Ukyo von all dem hier erzählen müssen, sie hatte ein Recht darauf, es zu wissen.

„Akane, Abendessen ist fertig!“

Das Mädchen erhob sich und schritt zu Türe. Morgen würde sie Ukyo einweihen und dann lag es an der Köchin, ob sie ihr Glück versuchte.

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Hallo :)

Ich hoffe sehr, dass euch das 2. Kapitel gefallen hat und ihr viel Spaß beim Lesen hattet. Ich hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß beim Schreiben :)  
Ich würde mich wieder sehr über eure Meinung freuen!

Danke fürs Lesen!

LG animachibi
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