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Schnapsidee

von Enoraa
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Erotik / P18 / MaleSlash
Harry Potter Remus "Moony" Lupin Severus Snape
09.01.2022
22.01.2022
13
25.138
27
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.01.2022 1.695
 
Kapitel 10 – Zu dritt?


„Und nur, falls du dich das fragst, Harry geht es beschissen. Er nimmt den Trank freiwillig, weil er dann für ein paar Stunden nicht gefühlt an seinem eigenen Leid erstickt“, fügte er grimmig hinzu und Remus schluckte hart. Ihm war ja klar, dass es Harry damit nicht gut ging, aber…
„Was soll ich denn tun?“, fragte er hilflos.
Severus verzog gequält das Gesicht.
„Das, was ich nicht will“, entgegnete er dennoch, deutlich leiser nun. „Entweder lassen wir ihn in unser beschissenes Leben, oder wir pumpen ihn so lange mit Drogen voll, bis er das nächste Jahre im Rausch verpennt. Ich sorge schon dafür, dass er daran nicht krepiert“, fügte er mit gekräuselten Lippen hinzu.
Remus lehnte sich schlapp gegen den Türrahmen.
„Würdest du das überhaupt hinbekommen?“, fragte er, sich stattdessen auf den ersten Teil berufend.
„Remus, manchmal frage ich mich, ob du mir zuhörst“, entgegnete er düster. „Denkst du, ich habe dir aus Spaß erzählt, dass ich seine Gefühle wahrnehmen kann? Als du nicht da warst, war es so schlimm, dass ich angst hatte, dass er krepiert. Kapierst du das? Er kommt alleine nicht klar, egal wie sehr er versucht, das allen vorzuspielen. Und weil er es immer vorspielt und niemals rauslässt, zerfrisst es ihn von Innen. Er kann nicht in diesem verfluchten Zimmer bleiben, während wir so neben ihm her leben, und den Großteil des Tages so tun, als wäre er nicht da!“, rief er verärgert. „Du bist doch derjenige von uns, der sich so gut mit dem Scheiß auskennt“, fluchte er hinterher.
Remus konnte nicht viel mehr tun, als ihn anzustarren. Hatte er das alles wirklich so gut ausgeblendet? Harry war ein guter Schauspieler, das wusste er. Aber wenn er ganz ehrlich war – auch wenn es wehtat – hatte er nicht besonders gut schauspielern müssen, nicht? Er atmete tief durch.
„Es tut mir leid“, brachte er schließlich hervor. „Du hast Recht… weder habe ich dir richtig zugehört noch in der richtigen Art auf Harry geachtet“, gab er zu. Natürlich musste er den Teil in sich großzügig ausblenden, der Harry als Kind betrachtete, wenn er auf diese Art mit ihm umgehen musste. Aber Harry als Mensch… durfte er dabei nicht vergessen. Und es war ehrlich gesagt erschreckend, nun da er darüber nachdachte, wie leicht ihm das offenbar gefallen war. Er hielt sich eigentlich für einen besonnenen, einfühlsamen Mann. Doch in diesem Fall… war Severus wohl sehr viel aufmerksamer gewesen als er, wenn auch erzwungenermaßen.
„Hör auf, das bringt nichts“, murmelte Severus und fuhr sich durchs Haar. „Wir müssen es ändern. Wir beide. Mit ihm zusammen. Sonst ist am Ende nicht nur Harry Fischfutter“, brummte er. „Und ich schwöre, ich kastriere deinen Wolf, wenn du in nächster Zeit einen einzigen Tropfen Alkohol anrührst“, ließ er ihn grimmig wissen.
Remus hob die Hände leicht.
„Schon gut“, murmelte er. Er wusste ja selbst, dass das in den letzten Monaten überhandgenommen hatte. So häufig war er nicht mal als junger Mann besoffen gewesen.
Severus wendete sich von ihm ab, um sich endlich ganz auszuziehen, und unter die Dusche zu treten. Remus sah ihm nach, zutiefst getroffen. Wie konnte das nur alles passiert sein? Kurz entschlossen warf er seine Kleidung von sich, stieg hinter Severus in die Dusche und schmiegte sich an ihn, die Arme um ihn schlingend. Severus war nicht der Einzige, der aus diesen Gesten Kraft und Ruhe ziehen konnte.

Als Harry aufwachte, war ihm furchtbar schwummrig, obwohl er lag. Außerdem war ihm warm, etwas das in den letzten Wochen eher selten vorgekommen war. Das Zeug, dass Severus ihm gab, sorgte, selbst nachdem die Wirkung verflog, dafür, dass ihm permanent kalt war. Er wollte sich die Hand auf die schmerzende Stirn patschen, bekamen seinen Arm aber nicht frei.
Moment, was? Angestrengt blinzelnd öffnete er die Augen und sah sich mit hellbraunem, angegrautem Haar konfrontiert. Auf dem einen Arm lag er, der andere war unter Remus Arm eingeklemmt. Wie zum Teufel war er hierhergekommen? Er schluckte und bewegte sich leicht. Sein Körpergefühl war nicht das Beste, aber hinter ihm lag definitiv ebenfalls ein Körper. Oh… Shit. Sofort wurde das stetige, schmerzende Wummern in seiner Brust durch ein Ziehen in seinem Unterleib ersetzt. Vorsichtig befreite er seinen Arm – der Kopfschmerz war plötzlich vergessen – und gab sich alle Mühe, zwischen den beiden Männern nach unten zu rutschen und aus dem Bett auszusteigen. Das klappte auch noch ganz gut, bis er sich in die Senkrechte begab, einen Schritt machte und seinem Körper einfiel, dass sein Kreislauf leider noch im Bett lag. Mit einem lauten Krachen kippte er halb seitlich gegen den Kleiderschrank und ja, jetzt war auch der Kopfschmerz wieder da. Mist.
Das da plötzlich zwei Männer senkrecht im Bett saßen, einer bereits mit gezücktem Zauberstab, entging ihm glatt. Er versuchte noch herauszufinden, ob der Schrank auf ihm gelandet war, oder er einfach nur aus Spaß kaum Luft bekam.
„Scheiße, Harry“, murmelte Remus rau und war gleich darauf bei ihm und zog ihn sachte unter den Armen zurück aufs Bett, wo er ihn wieder ablegte. Verschwommen nahm er das Ende von Severus schwarzem Zauberstab in seinem Blickfeld wahr, dann ließ zumindest der heftige Schmerz in seinem Kopf nach und sein Blick klärte sich langsam wieder.
„Tschuldigung“, murmelte er, als ihm klar wurde, dass er die beiden vermutlich mit einem halben Herzinfarkt geweckt hatte.
„Du musst langsam machen, der Trank ist noch nicht ganz aus deinem Körper raus“, erklärte Remus nur sanft und reichte ihm ein Glas Wasser, von dem er direkt die Hälfte runterstürzte,… ehe er innehielt und Remus anblinzelte. Moment… woher wusste der denn nun von dem Trank?
Er ging nicht davon aus, dass Severus es ihm erzählt hatte?
„Schon gut, komm erst mal wieder zu dir. Möchtest du gleich erst mal duschen?“
Harry konnte nicht mehr tun, als ihn einfach weiter anzustarren. Hatte er irgendetwas verpasst? Vielleicht hatte er einen Filmriss? Er kannte sich nicht so gut mit Zaubertrankzutaten aus, aber das Zeug, dass Severus ihm gab, war ziemlich stark. Vielleicht fehlte ihm einfach ein Stück?
„Harry?“
Er sah wieder zu Remus auf.
„Es ist alles in Ordnung“, versprach er. „Zumindest… bringen wir es in Ordnung.“
„Was ist passiert?“, fragte Harry nun endlich und sah zwischen ihm und Severus hin und her.
„Severus hat mir klar gemacht, was ich für ein Idiot bin“, entgegnete Remus und verzog die Lippen leicht.
„Ach ja?“
„Hör auf, so überrascht zu klingen“, knurrte der Schwarzhaarige und erhob sich endlich mal, nachdem sein Herz sich von diesem unsanften Erwachen erholt hatte. Aber Harry hatte immer noch keine Ahnung, was nun eigentlich los war.
„Wir werden ein paar Dinge ändern, okay?“, sprach Remus weiter. „Du musst keine Tränke mehr nehmen und wirst auch nicht mehr die ganze Zeit allein sein. Dafür versuchen wir, das Ganze etwas entspannter anzugehen“, versprach er ihm.
„Okay?“
Er war sich nicht sicher, vielleicht hatte sein Gehirn beim Sturz etwas abbekommen, aber was zum Teufel war hier los!? Im Augenwinkel nahm er wahr, wie Severus den Raum verließ und ins Badezimmer ging.
„Harry?“ Offenbar war sein Blick schon wieder ziellos durchs Zimmer geglitten, dass Remus ihn wieder auf sich aufmerksam machen musste. Himmel sein Kopf war mit Watte ausgestopft.
„Ja?“
„Ist es in Ordnung für dich, mit uns beiden zusammen zu sein? Gemeinsam, meine ich“, hakte Remus nach und musterte ihn aufmerksam, etwas zu aufmerksam für Harry Geschmack.
Aber im Grunde war die Antwort dank Severus doch gar kein Geheimnis mehr, oder? Der hatte mal wieder seine Gedanken gelesen und sie in die Welt hinausposaunt. Warum auch nicht.
„Ähm… ja, schon“, antwortete er dennoch aufrichtig. Es hatte ja keinen Zweck zu lügen und zugegeben… so schön wie an dem Morgen, als er in Severus Arm aufgewacht und Remus hinter sich gespürt hatte, war es danach nie wieder gewesen. Meist hatte er hauptsächlich auf die Lust zurückgegriffen, die der Vertrag ihm ohnehin aufdrängte und sich Mühe gegeben, es einfach so gut wie möglich zu erledigen.
„Dann komm mit.“
Remus stand auf und nahm seine Hand, um ihn sachte auf die Beine zu ziehen. Jetzt, eindeutig wacher und nachdem er etwas getrunken hatte, ging das auch ganz gut ohne Unfälle, auch wenn Remus ganz eindeutig gut auf ihn aufpasste. Und um sich einen Eindruck von Harrys Verfassung zu machen, wie er glaubte.
Was ihn gleich darauf auch nicht mehr wunderte, denn er zog ihn sachte mit sich ins Badezimmer, wo Severus schon unter der Dusche stand. Erst jetzt wurde Harry klar, dass er überhaupt nur seine Shorts trug, als er an sich runter sah. Wow, sein Kopf war echt noch nicht so richtig in der Realität angekommen. Da ihm aber zumindest klar war, welche Aufgabe er hatte, zog er seine Unterwäsche ohne viel Federlesen aus und folgte Remus zur Dusche, der ihn sachte unter das warme Wasser schob.
Viel zu plötzlich fand er sich zwischen den beiden Männern wieder, wobei Remus ihn zu sich drehte, sodass Severus hinter ihm stand. Er spürte dessen Hände an seinen Seiten, Remus Hand in seinem Haar hob sein Gesicht sachte an und fuhr zärtlich durch seine Haare und auch, wenn er reichlich neben sich stand, empfand er es als angenehm.
Seine Hände glitten ganz von alleine über Remus Körper, der näher trat und den Kopf herabbeugte, um Harrys Hals zu küssen, was sich unglaublich gut anfühlte. Alles hieran fühlte sich sehr viel besser an, als irgendetwas in den letzten Wochen und gerade war es ihm auch ganz gleich, was die beiden mit ihm anstellten. Er selbst umfasste Remus, um sanft, aber bestimmt an ihm auf und ab zu streichen, da die Position nicht zuließ, dass er in die Knie ging. Noch weniger, als sich Severus Rechte von seiner Seite löste, und über seinen Bauch strich, dem Pfad dunkler, kurzer Haare folgte und sich um ihn schloss, wobei er ihn gleichzeitig näher an seine eigene Hüfte zog. Er keuchte leise auf und ließ sich vollkommen von der Situation mittragen, ließ sein Hirn, das ohnehin nicht gut funktionierte, einfach ausgeschaltet, bis Remus Keuchen sich seinem anglich. Als er einige Minuten später spürte, wie der Schwall heißer Lust sich über seinen Arm und seinen Bauch ergoss, stöhnte er laut auf, und folgt diesem Höhepunkt, ohne zu zögern.

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Und da der Rest von heute

Gute Nacht!
Eno
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